Über meine Anfälligkeit weiß ich Bescheid. In allen Belangen, ist ja nicht nur auf spielen beschränkt.
Aber doch, sobald die Sorgen wegfallen, und die Gedanken woanders sind, man nicht mehr daran denkt, was noch vor einem Monat war, sondern im hier beschäftigt ist.
Dann beginnt für mich das Vergessen der Sucht.
Ich will auch nicht in Angst leben, dafür habe ich schon zu viele Dinge gemeistert. Doch die anderen Dinge bzw. Substanzen sind vom Wesen her anders als das spielen.
Bei jeglicher Substanz, kann. man vielleicht ein Problematisches Konsumverhalten an den Tag legen und das Leben geht weiter. Immer schlechter zwar, aber wenn man nicht gerade kokst, geht es ja. zumindest finanziell. Die Wirkung vom Dauerkiffen aufs nahe Umfeld ist auch nicht grade toll, aber schon etwas anderes, als die Nebenwirkungen der "Spielsucht".
Auch wenn die Motivation letztlich bei beiden Dingen, dasselbe ist, davon loszukommen.
So will ich nicht mehr leben, weder komplett verschallert und verplant, paranoid, und in mich gekehrt.
Noch ängstlich, depressiv und chronisch pleite.
Mit den Drogen habe ich mich arrangieren können, lebe ein "normales" Leben, ausser das ich zB lieber keinen Alkohol trinke als mal n bisschen. Ich weiß um meine Anfälligkeit.
Das ich gar nicht kiffe statt ab und zu. Weil es mir nichts gibt, und ich um meine Anfälligkeit weiß, dass es nicht bei ab und zu bleibt.
Und dass ich nun eben auch nicht spiele, statt ab und zu völlig "wahnsinnig" zu spielen. Ich weiß um meine Anfälligkeit.
Es gibt mir wenig und nimmt mir alles. Und so will ich nicht leben.
Lieber gelangweilt, als zu Tode betrübt.
Und die Langeweile lässt sich ja auch vertreiben. Mit Fahrradfahren, etwas im Garten machen. Lernen usw ...
Ein bisschen Langeweile aber ist die Quell für Kreativität und Ideen. Also ist es gar nicht schlecht wenn ein bisschen Langeweile im Leben einkehrt.
<Hi Fred

, bin ein bisschen abgeschwiffen und habe deine Antwort als Inspiration genutzt. Wünsche einen guten Abend, und freue mich über jede Antwort und Anregung>
Gerade eben war es ziemlich schlimm. Der heutige Tag war super produktiv, eigentlich erfolgreich. Trotzdem war ich eben genervt und schlecht gelaunt.
Warum konnte ich nicht klar fassen. Hunger, der Wunsch nach Ruhe, und die gibt es in den nächsten 5 Tagen nicht. Viele Punkte auf ToDo Listen und dann. muss ich mich jetzt auch noch an den Laptop setzen und nen Beitrag schreiben.
LOL. Genau das ist Zeit für Mich! Nur Zeit für mich. keine Entertainment Zeit, sondern die Pause im Tag, die Erdet. Ein bisschen Anstrengend ist, aber vieles geraderückt, oder manchmal auch nur einen kleinen Funken entfacht.
Ich muss nicht. Ich darf mich hinsetzen und mich um mich kümmern.
Jetzt geht es mir deutlich besser.
Komisch wie sich manches doch wieder ver/zurückdreht.
Es läuft vieles sehr gut.
Du machst das gut!
Weiter so.
Diese Zeit die du dir jeden Tag nimmst, ist keine Belastung, sondern das Geschenk, was du dir immer durchs spielen holen wolltest: Ruhe, und Zeit für dich. Nur für dich.