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Autor Thema: Tagebuch/ Generelle Gedanken

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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#60: 12.05.2025 20:11:27
Guten Abend
Heute war ein Office Day. Ein Drittel der Belegschaft war krank, beim Teammeeting, ebenfalls. Ich hoffe Ich hab mich nicht angesteckt, kann ich leider nicht gebrauchen.
Habe die Zeit heute Nachmittag, mit einem Nickerchen, Einkaufen und kochen gefüllt. Um schonmal vorzubeugen, da ich heute auch recht wenig geschlafen habe. Ansonsten war der Tag sehr schön und gut.
Suchtdruck 0%, Gedanken ans spielen 1 %.

Wünsche allen gute & frei 24h
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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#61: 13.05.2025 22:50:11
Hallo Benji,

diese ganzen Erfahrungen mit dir selbst nun bewusst zu durchleben, sie zu vergleichen und emotional einzuordnen
ist wie ein großes Puzzle.
Stück für Stück setzt sich alles zusammen, doch manchmal planen/planten wir unser nächste Spiel ohne es zu bemerken.
Dies geschieht event. ganz von alleine in einer selbst geglaubten Sicherheit.
Wo eh alles fällt und steigt an eigenen Empfindungen.
Nicht dass ich nun bei dir davon ausgehe,  allerdings ging ich bei mir früher auch nie davon aus.
Bleibe weiterhin achtsam.

Liebe Grüße 
 

 
   
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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#62: 13.05.2025 23:38:41
Hi Jacky, was du sagst stimmt. Zum Teil zumindest.

Auch heute hatte ich einige Zeit, in der nicht der nächste ToDo Schritt sofort angegangen wurde, Leerlauf, sozusagen und etwas Erschöpfung.

Heute gönnte ich mir keine kleine Pause, kein Durchatmen.
Stattdessen kam ich wieder zu Social Media. Erst 10 Minuten, dann eine Stunde.
Besonders auffallend, dass ich wieder die Gamblecontent Seiten nicht übersprang.

Wie das Spiel mit dem Feuer im Glas.

Nur das ich gar nicht spielen will. Ich bemerkte alte Gefühlsregungen, und auch die Anflüge des Kitzelns, dazu eine gedankliche Verharmlosung, da ich es durch die Brille jemand anderes betrachtete. Jemanden der nicht daran erkrankt ist. So redet mir der Teufel ein, kann es bei mir auch sein.
Aber das geht nicht. es ging noch nie.
Ich will so nicht leben.
Als ich diese Anflug/Andeutung an frühere Automatismen spürte, habe ich einen Strich gezogen.
Aufgehört. Erstmal Abstand, dann erden.
Am Ende ist es noch ein richtig guter Tag geworden. Habe meine Mathekenntnisse aufgefrischt, was sehr herausfordernd war aber auch befriedigend wenn es mal geklappt hat.

Aber es war "knapp ? ". Es waren früher diese Schritte wie ich mein nächstes Spiel plante, oder mich wieder an den Gedanken daran gewöhnte oder mich aufreizte.
Als ich bemerkte, was du so treffend beschrieben hast, aber kam es durch. Der Wunsch, der Wille, die Entscheidung das ich so nicht mehr leben will. zwar verlor ich heute eine Stunde meiner Zeit und bestimmt einiges an Nerven, aber ich habe einen ganzen Tag gewonnen.

Es war nicht knapp, daran dass ich heute wieder spiele, aber knapp dran, dass ich mich an den Gedanken gewöhne, dass es wieder in meinen Gedanken ist.
Jetzt ist Sie wieder da. Nah und präsent die Sucht. Nicht wegen des Drucks, aber durch das Bemerken wie schnell und unterschwellig neue Gewohnheiten torpediert werden können, und zwar von mir selbst.

Und warum ?

tja, ich gönnte mir keine 20 Minuten Pause.

Achtsam ist das Wort des Tages

P.S:
Krass dass du etwas an dem Tag schreibst an dem es so passt.
Das zu lesen, ist wie ein nachträgliches unterstreichen von dem was ich heute gemacht habe, und wodrauf ich achten will.

Ganz Liebe Grüße Jacky

und gute 24 h allen :)
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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#63: 14.05.2025 07:54:34
Nicht selten bereitet unser Suchthirn uns wochen- oder gar monatelang darauf vor :-)
Gibt tausend Kleinigkeiten .. zum Beispiel steckte ich mehr Geld ein als ich benötigte ...
Ganz unbewusst, für den Fall der Fälle.
Heute ist die Geldbörse auch mal überraschend "leer" ohne dass es mir auffallen würde,

So wird es für jeden Kleinigkeiten geben, die irgendwo einen "tieferen" Grund haben.
Das kann auch mal eine Social-Media- Session sein, in dem Wissen, dass dort ständig "passendens" Material eingeblendet wird.

Als erstes würde ich mal meinen Browser-Cache und alle (unbekannten) Cookies löschen, damit du nicht von jeder Seite als Zocker erkannt wirst.

Schön, dass du so aktiv beim "Nichtspielen" bist.
Ein großer Schritt für dein Leben.
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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#64: 14.05.2025 09:38:57
Hallo Benji,

Fred hat diesen Punkt gut erweitert, kaum bricht ein Rückfall einfach mal so aus heiterem Himmel herein.
Weil man an einer Spielo vorbei läuft oder durch einen zufälligen Link auf einer Casino Seite landet.
Denn unsere Sucht hat immer einen Plan!
Dadurch beginnt das Spiel ja auch nicht erst vor einem Automaten oder an einem Spieltisch,
man kann sich schon viel früher darin befinden.
Jeder pathologische Spieler der sich Möglichkeiten offen hält, befindet sich darin!

Auch ich selbst habe nicht alles getan was mich ausgrenzen / beschützen / bewahren könnte, wieder zum Spiel zu kommen.
Weil ich denke es ist nicht nötig, so gefestigt wie ich ja bin ?
Obwohl ja wissend wie sehr mich meine Sucht früher manipulierte, bzw. ich es einfach zugelassen habe.
Da kann ich nun auch schreiben was ich möchte....es ändert nichts an der Tatsache nicht alles zu tun.
Verhaltensweisen, die durch mein Leben entstanden sind und die ich intuitiv übernehme,
auch aus meiner aktiven Spielerzeit.
Ohne einen klaren greifbaren Gedanken ...wieder spielen zu wollen!!!

Und dies ist der Punkt, nicht weil Rückfälle ja anscheinend dazu gehören.....
Sondern ich wir pathologische Spieler sind.

Offen und ehrlich...jaja, viel belächelt als Phrase......muss sich dann aber auch jeder hinterfragen.
Ob er es überhaupt ist...nicht zu anderen ...in erster Linie zu ich selbst.
Wer bin ich und was mache ich..warum.
Nur eine funktionierende Marionette an den Schnüren irgendwelcher Gewohnheiten / Eigenschaften / Emotionen.
Wie ein eigener Puppenspieler......?
Und keiner sollte dabei glauben wirklich frei zu sein in seinen gelebten Ausführungen.
Es ginge nun auch noch viel viel tiefer in unseren Anliegen ...ändert nichts.
Weil an der Oberfläche unser Leben stattfindet, dort ist es auch am ehesten greifbar.

Liebe Grüße   
   

 

 
       
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« Letzte Änderung: 14.05.2025 10:14:57 von Jacky1 »
 
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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#65: 16.05.2025 23:42:41
Ich bin leicht überwältigt. Sehr tiefgründige und starke Beiträge.
Kurz zur Info, ich habe meinen Kleinen über das Wochenende da. Eigentlich wollte ich warten bis Sonntag, für meinen nächsten Eintrag, doch als ich dies hier nun las hat das etwas mit mir gemacht.

Ich kann fühlen und merken, dass die kleinen Herausforderungen, an mir zerren. Nicht auf (nur) auf meinen Sohn bezogen, sondern allgemein. Wenn ich das Gefühl, für dieses Problem habe ich gerade keine Lösung. Und ich weiß wie ich es drehe und wende nicht wie ich das schaffen soll.

Dieses Gefühl, der Ohnmacht, sei es eine Konsequenz meines eigenen Handelns oder etwas worauf ich keinen Einfluss habe, war immer ein großer Hacken in dem sich die Sucht einklinken kann.
Die letzten Tage habe ich es gespürt. Dieser Moment als ich die Beiträge las. Da habe ich es bewusst wahrgenommen.
Das bin ich, der sich selbst Sabotieren will, um nicht aus dieser miserablen (wenn auch bequemen) Situation herauszukommen.

Angst vor der falschen Entscheidung, den Ideen anderer hinterherlaufen. Alles Teil des selben.

Angst davor "normal" zu sein. Auch wenn ich von normal ganz weit weg bin.
Ich kann froh sein, trotz allem noch hier zu sein, und dass sich bleibende Schäden in Grenzen halten.

Die Angst davor meine Gesundheit nachhaltig geschädigt zu haben.

Alles "gute" Gründe es mit spielen wegzuschieben. Nicht mehr dran denken zu müßen.
Es, mich selber, damit aber auch wieder auf die lange Bank zu schieben. Termine bei Ärzten nicht wahrzunehmen, weil ich Sie vergesse im Strudel des Selbstmitleids und des Stresses in der Sucht.

Auch wenn es schwer ist, tue ich gerade ( und in der letzten Zeit ) größtenteils genau dass: ich schiebe nicht mehr vor mir her. Nicht mich. Anderes was auch zu meinem Leben gehört, was aber im großen nicht die gleiche Relevanz besitzt vielleicht. Aber ich glaube ich verstehe langsam was Prioritäten sind.

Nun zu euch:
Fred: Das was du beschreibst, ist es in der Tat. Nicht erfolgreich, aber genau das ist es. Das habe ich auf dem Schirm und lasse es nicht mehr zu.

Jacky:
Offen und ehrlich. Das ist gar nicht immer einfach, da es auch sehr unangenehm ist. Vor allem wenn diese Erkenntnisse konsequent umsetzt.
Das bedeutet mitunter schwierige Gespräche mit sich selbst, oder auch mit anderen, da ja auch Themen behandelt werden, die nicht unbedingt mit der Sucht zu tun haben, nun aber doch an Relevanz gewinnen. Bei vielem frage ich mich nun auch was ich für ein Mensch aktuell bin und wie ich war, und wie ich sein will. Und der Weg von bin zu will, ist schwierig und unangenehm. Aber ich weiß, dass ich es kann.

Die Selbstsabotage oder Sucht ist in diesem Fall ein Selbstschutz vor der Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Da ich mich in der Sucht auskenne, mich dort bewegen kann und weiß was zu erwarten ist.

Aktuell weiß ich das nicht. Und auch davor habe ich Angst. Aber das ist Okay. Die Definition von Mut ist ja nicht die Abwesenheit von Angst, sondern sie zu haben, und es trotzdem zu tun.


Andre:
Eine Pause ist für mich: ein Zeitraum gefüllt mit etwas, um A.: etwas runterzukommen, und B.: eine andere gedankliche Perspektive oder Einstellung zu gewinnen.

Meist Tätigkeiten ohne zufuhr von Informationen in welcher Form auch immer.
(Nickerchen, Blumen gießen, zeichnen, schreiben ) Also eher Output als Input, damit die Gedanken Raum haben, erst zu kreisen und dann zur Ruhe zu kommen.
Etwas das erdet.

Daran sollte ich mich in Zukunft erinnern. :D


Danke für eure wirklich bewegenden und wohlüberlegten Beiträge.

Wünsche euch ein schönes Wochenende!
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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#66: 17.05.2025 02:15:15
Die Angst davor meine Gesundheit nachhaltig geschädigt zu haben.

Du schreibst recht klar, sachlich und analytisch, da wundert es mich regelrecht wie oft Du in diesem letzten Beitrag das Wort "Angst" benutzt.

Ich bin seit Jahren Traumapatient inclusive Panikattacken und teilweise schweren Dissoziationen und solltest du das so verspühren wie du es schreibst empfehle ich Dir dringends aus Deiner Selbstanalyse herauszutreten und dir fachliche Hilfe an die Hand zu holen.

"Ich war auch mal so drauf" - ich kanns grad nicht anders ausdrücken; HEUTE allerdings weiß ich, ich hätte mir viiiiiiiel früher Hilfe holen sollen statt meinem "bescheuerten Ego" so viel Raum zu geben das ich das alleine hin bekomme denn ich habe Dinge überlebt das ich der Meinung bin ich wäre Supermann und selbst mit60+ Kippen bin ich nicht Tod zu kriegen also rauch ich mal flott noch eine,...

Ich finde es ist sehr schwierig da durch zu brechen - denn einerseits bin ich n kleiner Supermann bei meiner Vergangenheit und vor allem Kindheit UND/ABER genau das ist der springende Punkt, ich MUSS kein Supermann mehr sein und ebendso MUSS ich mir auch nicht mehr die Nächte um die Ohren schlagen weil was passieren könnte - dennoch ist es ein Teil von mir "dieser Angsthase" der lieber etwas zerstört bevor er es "unkontrolliert von außen" verliert da mach ich es doch lieber selber kaputt, das kenn ich damit kann ich umgehen,...

Ich habe oft und viele Selbsthilfegruppen ausprobiert, HEUTE (glatt gelogen, war gestern is ja schon wieder 2 uhr) saß ich mal wieder in meiner Akutgruppe und bei unserem Schlußblitzlicht saß ich da mit schweißnassen Händen sagte ein zwei Dinge mit dem Schlußwort

SCHÖN das ich da war...

Alle schauten mich an und es war mir sowas von egal was die ANDEREN dachten denn ich bin für MICH da und dafür hab ich mich bei MIR bedankt....

Lange rede - noch längerer Sinn  ;D , schau nicht zu viel alleine auf Dich selbst, es kostet Dich Deine Zeit die NUR ausschließlich nach vorne weiterläuft und hängst Du irgendwann mal selber fest -ohne Hilfe- wird es um so schwerer da wieder heraus zu finden.

Sicherlich wieder viel von mir dennoch hoffe ich das Du was mitnehmen kannst, in diesem Sinne, auch Dir ein schönes Wochenende

 
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8.12.1974 :) Schlechter geht immer, BESSER aber auch :)
 
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B
Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#67: 19.05.2025 14:54:02
So, war nun doch ein Tag Pause dabei, aber das passt so. Habe das Wochenende sehr genoßen. Auch wenn ich am ersten Tag nach der Fahrt immer ein bisschen geschlaucht bin und eine zu kurze Geduldsspanne habe. Einerseits ist das verständlich, auf der anderen Seite etwas, an dem ich etwas ändern will.
Bestimmt kann ich manches einfach besser vorbereiten, sodass der nächste Tag quasi schon ein gemachtes Nest ist, und man nicht groß einkaufen oder kochen muss.

Ich freue mich jedes Mal über die Zeit mit meinem Kleinen und sehe wie viel Freude es mir gibt.
Dafür bin ich dankbar. Auch dafür, dass ich immer diese dieses Zeitinvestment getätigt habe, auch wenn es sehr anstrengend ist.

Das habe ich gut gemacht.

Ansonsten hab ich mich an das gehalten was ich mir vorgenommen habe, was zu einer positiven Grundstimmung führt.

Unsinn habe ich keinen gemacht und habe auf der Zugfahrt mich wieder mehr angestrengt, im sozialen Verhalten Fremden gegenüber. Auch das hat geklappt, besonders, da ich weiß dass ich das kann.

Gleich Teil 2
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B
Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#68: 19.05.2025 15:47:51
Jetzt Teil 2.
Ich schaue mit freudiger Erwartung und manchmal auch Sorgen in die Zukunft, aber deutlich öfter positiv.

Zu Wirbelwind:

Das Wort Angst nutze ich häufig, da es ich es oft nicht als das identifizieren konnte oder wollte, bzw. dies nicht fühlen wollte. Panikattacken habe ich keine. Es ist mehr ein akzeptieren, dass ich normal bin und auch solchen Gefühle habe, diese zuzulassen und damit dann arbeiten zu können.

Es ist die Abstinenz des dauernden Unterdrückens.

Ich bedanke mich trotzdem für deinen Beitrag, und werde es im Hinterkopf behalten!

Werde jetzt noch ein wenig arbeiten und dann den Tag ausklingen lassen.

Euch einen schönen Tag und freie 24h.

P.S.: Heute wurde ich einen Monat alt :)
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B
Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#69: 20.05.2025 21:41:49
Moin, heute war ein sehr guter Tag, alles gemacht was ich mir vorgenommen habe. Pausen eingebaut, und ne Menge gearbeitet.

Weiter So!
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B
Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#70: 21.05.2025 22:24:35
Schon wieder ist ein Tag um, gerade vergeht die Zeit sehr schnell. Arbeite viel, ( vor allem alte Sachen auf), und mache was ich mir vorgenommen habe.

Es läuft sehr gut, kann man sagen. Heute hatte ich einmal eine kurze Anwandlung, die mich zum Zocken verleiten sollte, aber das habe ich sehr schnell durchbrechen können, ohne negativen Impakt.

Ich bleibe wachsam und achtsam <3

Ich wünsche euch allen alles Gute :)

Liebe Grüße

Es kann auch alles gutgehen, es muss nicht immer schlecht laufen
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B
Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#71: 23.05.2025 15:32:06
Kurze Meldung alles im Grünen Bereich :)
viel Arbeit und auch ein bisschen Freizeit, heute dasselbe morgen auch. Sonntag ist der erste freie Tag der Woche. Dann ruh etwas ausführlicher !

Liebe Grüße und spielfreie 24h an alle
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B
Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#72: 23.05.2025 21:18:17
Okay, da ich mich doch ziemlich gestresst fühle baue ich nochmal ein wenig Zeit hier ein.
Gerade fängt nicht nur, wie ich manchen Beiträgen bereits beschrieben, die Zeit an schneller zu laufen, sondern ich mache/es passieren auch einfach deutlich mehr Sachen.
Wichtige Dinge, wie z.B. die Arztbesuche kann ich nun als fast komplett abgehackt betrachten. Ein Segen.
Die anderen Dinge die ich vor mir hergeschoben habe, die mir auch einige Nerven raubten (sowohl als Sie noch nicht bearbeitet waren, als auch während der Bearbeitung) sind größtenteils erledigt. Die Steuer für das Jahr ´23 war so etwas. Leider kann ich hier mit einer kräftigen Nachzahlung rechnen, aber zumindest weiß ich nun ziemlich genau was auf mich zukommt, statt dem ewigen Bangen vor dem Unbekannten.

Ich erinnere mich hier an eine Antwort von Wirbelwind, In etwa, bei dem Tempo was du vorlegst, wirst du es nicht lange machen. Das stimmt auch. Ich merke, dass ich mir an meinen zwei freien Tagen diese Woche wirklich ordentlich Zeit für mich einräumen muss, da die nächste Woche ebenso anspruchsvoll wird.

Ich habe Post-Its für mich entdeckt. Ist nochmal etwas einfacher Gedanken festzuhalten und nicht die ganze Zeit Hirnkapazität, zu beanspruchen, an Dinge die mir in der Regel eh zu spät wieder einfallen.

Suchtdruck, im Sinne von < ich will spielen> hatte ich seit dem letzten Mal ernsthaft vllt zweimal =?.
Suchtdruck im Sinne von, es wird mir automatisch als Antwort oder besser gesagt, als Alternativhandlungsweg, zum gerade schwierigen Handlungsweg angeboten, deutlich öfter.

Aber etwas hat sich tatsächlich verändert.

Ich WILL einfach NICHT mehr.
Mir ist die Lust vergangen.
Ich will einfach spielfrei bleiben.
Das WILL ich.

Seitdem diese Entscheidung vor ca. einem Monat gefallen ist, hat sich vor allem geändert, dass ich (fast) nicht mehr mit mir Hader ob ich es nicht doch tun soll, oder nur ein bisschen oder jetzt erst recht.
Ich tue es einfach nicht . Ich denke nicht mehr in Autobahnen, in Automatismen. Auch wenn es einige Anstrengung erfordert, kann ich doch sagen, dass es sich im Resultat deutlich besser anfühlt.

Im Moment selber, ist es natürlich eine gewisse Anstrengung, nicht auf Autopilot zu schalten, und die Gedankenkreisel laufen zu lassen die sich Drehen, wie eine Roulettekugel im Kessel ?

Ich bin nicht geheilt. Aber ich lebe.
Nicht frei, aber doch freier als zuvor.
Eingeschränkt aber mir fehlt weniger.

Das Leben kann gut sein.
Ich mache das Gut.

Ich bin nicht auf einem guten Weg. Ich baue meinen Weg nun ganz einfach besser aus.
Nicht die "guten" und die "schlechten" Wege.
Nein.
Es war schon immer einfach nur mein Weg. Den ich nur eben vernachlässigt habe.
Man muss ihn nicht bis zum Horizont ausbauen, aber man sollte ihn trotzdem im Blick haben, und merken, sollte er mal brüchig werden.
Man kann eine schöne ordentliche Steinstraße, mit schönem Kopfsteinpflaster anlegen oder eben nur einen Trampelpfad, bei dem man gar nicht weiß, was man hinter der nächsten Biegung findet.

Auch das kann schön sein. Doch sollte man das Gras nicht zu hoch wachsen lassen, damit man erkennt, ob hinter der Biegung ein Fluss oder eine Falle wartet.

Wenn man sagt ich bin auf einem guten Weg, was meint man dann damit ?

Auf <einem> guten Weg.
Nicht <meinem> guten Weg.

Es ist etwas das jemand anderes geschaffen hat.

So war und sind wir alle doch auf unserem eigenen Weg. Egal wie gut oder schlecht der Zustand, wie schlecht oder gut gepflegt.

Es ist nie EIN Guter Weg.

Wenn dann ist es mein Guter Weg. Oder eben mein schlechter.

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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#73: 23.05.2025 23:20:35
Hallo Benji,

ja natürlich es war und ist immer dein Weg des Lebens.
"Ein guter Weg" als Redensart von uns hier gebraucht, wird wohl nichts anderes bedeuten als etwas positives.
Du beschreibst es ja auch etwas philosophisch.
Aus meiner eigenen christlichen Philosophie: Auszugehen das Gott eh alles weiß von jedem Menschen insbesondere was zukünftig noch alles geschieht mit jedem und wie es eines Tages endet.
Ist es noch lange kein unabwendbares gelebtes Drehbuch für jeden von uns, weil wir es ja zu einem großen Teil selbst bestimmen.
Welche Wege wir gehen, Gott weiß es halt nur schon vorher.

Natürlich ist auch nicht unbedingt alles besser, als zu spielen.
Aber ganz sicher.... hier darüber zu schreiben allemal!

Jeder mag auch irgendwo seine eigene Wahrheit haben, darum ist u.a. auch dieses Forum wichtig.
Um sich zu bestätigen oder hinterfragen in anderen Erfahrungen.

Liebe Grüße   
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Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
#74: 26.05.2025 00:11:53
Hey Jacky,

Für mich war es wie gesagt schon etwas abgegriffen, nicht durch das Forum sondern durch alte Tagebucheinträge von mir selbst. Da habe ich dass dann immer als etwas abstraktes, fremdes, "drittes" wahrgenommen. Dass es nur "den" guten Weg gibt und ich müsse nur darauf laufen oder Ihn finden, oder was auch immer.

Für mich war auch das gestern ein kleiner Klick-Moment.
Das es eben nicht etwas ist, was man zufällig findet, oder hat nun "einfach" den guten Weg gefunden. Sondern die Pflastersteine des Weges, sind die Entscheidungen die wir treffen und je nachdem aus welchem Grund wir entscheiden wie wir es tun, führen uns diese Steine dann zum einen oder anderen Ziel.

So oder so ähnlich. Aber es hat sich auf jeden Fall etwas geändert mit dieser Erkenntnis. Was genau, auch darauf werde ich bestimmt noch kommen.

nur mal theoretisch "Ist es noch lange kein unabwendbares gelebtes Drehbuch für jeden von uns, weil wir es ja zu einem großen Teil selbst bestimmen.
Welche Wege wir gehen, Gott weiß es halt nur schon vorher."

wenn man dies hier betrachtet und man selbst kann seinen Weg bestimmen, aber Gott weiß bereits jetzt schon welchen Weg man am Ende wählen wird, ist es dann nicht trotzdem so, dass gerade jetzt schon feststeht wie der eigene Lebensweg aussehen wird ?
Also dass man Ihn am Ende gar nicht frei bestimmen kann, denn da ja eine höhere Macht bereits jetzt schon weiß welche Entscheidungen man unter gegebenen Vorraussetzungen trifft, ist der freie Wille ja. am Ende nur eine Illusion, da Sie uns ja auf genau diesen Vorher bereits bekannten Weg führt.

Ich will dir auf Jeden Fall, deinen Glauben lassen, aber da sehe ich für mich ein Paradoxon.

Ich finde die Idee eher interessant, dass es theoretisch jede einzelne Möglichkeit gibt, jedes einzelne Outcome. Vielleicht sogar mehrere Universen in denen es noch anderen Benji s gibt, und jeder lebt nur eine Winzigkeit anders. Durch alle theoretischen Möglichkeiten die gelebt werden, kann man theoretisch zu jeder beliebigen Version von sich werden.
Aber natürlich bleiben die Lebensumstände diese in dieser Welt.


- Heute bin ich tatsächlich um 9:00 aufgestanden, obwohl ich frei hatte und hab noch die Calls auf meiner Liste abgearbeitet. Und den Rest des Tages habe ich nur gemacht worauf ich Lust hatte.

Ich merke, dass ich durch das viele wenig tun auf jeden Fall schon wieder etwas mehr Kapazitäten frei habe. Morgen werde ich nach einem ähnlichen Schema verfahren, aber auch einiges im Haushalt erledigen.

Ich wünsche euch allen ein schönes, spielfreies Wochenende!

Grüß dich Jacky
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