Moin Fred,
freut mich von dir zu hören.
Vielleicht gehört ein gewisser Mut oder Tapferkeit dazu sich mitzuteilen. Aber nur in mir drin oder nur mit mir selber alles auszumachen, habe ich schon versucht, oft, und das hat einfach nie hingehauen.
Und selbst wenn gar nicht oft jemand sich zu Wort meldet, ist das mehr als ausreichend. Ich betrachte das Forum ein wenig wie die Leinwand auf die ich mein inneres dann werfen kann, und mit dem Wissen dass es auch andere Sehen und vor allem mit dem Austauschen als ich noch ganz und gar am Anfang stand (und vor allem zu registrieren wie krass meine Abwehr/Defensivhaltung jedem Kommentar zu meinen Beiträgen war), ist es nicht nur in mir und ich kann es betrachten und reflektieren. Manchmal macht Ihr das dann sogar für mich.
Aber ja am Anfang hat es Mut gebraucht jeden kleinen Schritt zu gehen, anmelden, lesen, sich mitteilen, aber seit einiger Zeit, sind diese Mal-Momente etwas das ich regelmäßig brauche um zu sehen wie die Farben in mir drin aussehen. oder auch einfach nur mal was rauszulassen von dem ich weiß etwas ist da aber gar nicht genau weiß was es ist.
Einmal zu heute: war ein deutlich interessanterer Tag, und ich glaube wenn ich mich reinhänge dann kriege ich das sehr gut hin. Auch die Sachen gemacht die ich mir vorgenommen habe an meinem Sozialverhalten zu verbessern, bzw. üben, wie: Small Talk, auf Leute zugehen die ich nicht kenne, nicht immer allen alles vorsagen, sondern auch andere fördern (im fachlichen Bereich), und einfach ein bisschen netter zu sein.
Mir ist nämlich aufgefallen, dass mein Sozialverhalten sehr stark nachgelassen hat. So habe ich mich zb: wenn man in größeren Gruppen ist immer nur an die Leute gehalten die ich kannte, und sonst mein eigenes Püppchen gekocht. Aber so ist das Leben einfach auch schwieriger, da man ja nach außen abweisend wirkt.
Ich muss ja auch nicht mit jedem und immer über Unsinn reden, aber es ist denke ich mir wichtig zumindest die Fähigkeit zu haben, auf einer lockeren Ebene mit fremden Menschen zu kommunizieren.
Ich bin und war immer ein Verfechter, von guten Gesprächen, aber manchmal entstehen die ja auch aus neuen Bekanntschaften.
Um den Bogen zum Thema sucht zu schlagen, ist es auch hier denke ich hilfreich, ein erweiterteres Sozialumfeld zu haben, und sich nicht mehr so einzuigeln. Und letzten Endes verbessere ich damit meine Fähigkeiten, mich mitzuteilen. Egal auf welcher Ebene.
Also ist das ein Punkt auf meinem persönlichen "Ausbildungsrahmenplan".
Vielleicht war das jetzt alles ein bisschen weit ausschweifend und umständlich aber es war ein langer Tag. Verzeiht
P.S. Die Mutter meines Kleinen ist gerade in stationärer Therapie, allerdings wegen Kindheitstrauma Geschichten, und was Sie so schildert, sollte eigentlich jeder um die 18 Jahre alt rum mal diese 8 Wochen Zeit haben sich in diesem Maß mit sich selber auseinanderzusetzen. Bei Ihr ist viel schmerzhafte Veränderung im Gange, aber nur dann kann es ja final besser werden.