Hi Jacky,
also es geht mir eher darum, dass sich Gottes Allwissenheit und der Freie Wille meines Erachtens ausschließen. Wobei man nun auch einmal hinterfragen muss wie frei, der Frei Wille nun wirklich ist.
Weil ja auch jede Entscheidung extrem durch äußere Faktoren, Emotionen und die Vergangenheit beeinflusst sind. Sodass eine Objektiv Freie Entscheidung mit der Betrachtung der aktuellen Situation gar nicht absolut, die beste oder frei sein kann, denn jede vorhergegangene Entscheidung hat nun auch zu dieser hier geführt. Sodass man sich zwar entscheiden kann, was ich nun ändere, aber bestimmte Zukünfte und bestimmte Lebenswege, sind nach aller Wahrscheinlichkeit nun einfach nicht mehr möglich, aufgrund der Entscheidungen die man bis hierher getroffen hat.
Man kann zwar nun trozdessen aus jeder, jetzigen Entscheidung die bessere Option treffen und sein Leben komplett ändern, aber erstmal ist man ja nun, im hier und jetzt mit allen Entscheidungen die man in seinem Leben getroffen hat, was ja auch zukünftige Entscheidungen beeinflusst, weil man dort steht wo man steht, und somit die Entscheidung, der "Wille" nie ganz FREI ist.
Nicht dass ich nie gebetet hätte. Ich glaube es gibt etwas das wir so nicht erfassen können, gar nichtmal eine höhere Macht wie man sich das so vorstellt.
Was ich eher für realistisch halte ist folgendes:
Wenn wir einmal vom Urknall ausgehen und der Annahme, dass sich das Universum weiterhin ausdehnt. Muss man ja überlegen was kam vor dem Urknall ?
Ich gehe davon aus, da wir im Weltraum schwarze Löcher haben die sich konstant ausdehnen, und alles verschlucken, das es vor dem Knall so war, dass quasi alles ein" schwarzes Loch" war. Das eine große. Die Singularität.
(vllt als dauer - Zustand auch einfach nicht möglich ? )
Alles. Gott. Wie man es auch immer nennen will. Und wie wir Menschen es wollen was tief in uns drinnen ist, wie auch in jedem anderen Lebewesen auch, der Wunsch zu leben, sich auszuleben, sich zu vermehren, kurz der Wunsch zu erfahren, oder erleben.
Dass die Singularität sich selbst erfahren will. in jeder Einzelnen kleinen Variation.
Deshalb gibt es all dies. Wir alle bestehen wie alle Lebewesen aus den selben Teilchen aus den selben Atomen, wir sind alle eins, bzw. eins gewesen und erleben uns jetzt im einzelnen in jeder nur denkbaren Variation, die man sich gar nicht vorstellen kann so zahlreich und unterschiedlich.
Bis der ganze Prozess durchlaufen ist und alles wieder eins ist. Und wir alle, das Ganze Universum wieder eins ist.
Tja das wichtigste Werkzeug, ist darin vllt auch zu finden, allerdings vllt. etwas schwieriger.
Für mich würde (diese Sichtweise) es auch einen Großteil des Leidens erklären weil auch dies eine Variation des Lebens ist, in all seinen Schattierungen.
Dann ist es nämlich nicht komplett sinnlos, dass es das Ganze Leid auf dieser Erde gibt. Sondern Teil des Ganzen Prozesses. Damit das Leben, sich selbst in all seinen Formen und Möglichkeiten einmal komplett durchlebt. Bis jede Variation, und theoretische Option, erfahren wurde.
Ein sehr interessantes Thema finde ich, aber auch ein wenig abstrakt, nicht immer förderlich an existentiellem zu hadern. Manchmal braucht es eben die "kleinen" existentiellen Fragen und Entscheidungen.
Aber in der Grössten Not, kann einem auch ein Paradoxon helfen. Denn irgendwie ist doch das ganze Leben ein Paradoxon.
In diesem Sinne noch eine Gute Nacht, und Liebe Grüße!
