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Autor Thema: Vorstellung

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C
Re: Vorstellung
#60: 28.02.2023 10:18:17
70 Tage spielfrei

Schon ist das Wochenende rum und mein kleiner Übernachtungsgast ist wieder zu Hause. Sonntag auf Montag hat mein Kleiner bei mir übernachtet und er hat es so super gemacht, auch Montag morgens, als es Richtung Kindergarten ging. Morgens für den Kindergarten fertig machen ist auch bei der Mama nicht immer ganz easy, weil er sehr gern zu Hause ist und vor allem morgens auch gerne spielt. Aber ohne motzen und murren hat er super mit gemacht und ich konnte ihn pünktlich im Kindergarten abgeben  :D
Ich bin immer wieder erstaunt, wie tapfer das Kerlchen mit der Situation - getrennt sein von Mama und Papa - umgeht. Er macht es uns beiden echt leicht bisher und dafür bin ich sehr dankbar. Das darf gerne so bleiben :)

Ansonsten geht es mir vom Kopf her ganz ok, ich merke wie ich langsam wieder mehr den Kontakt zu anderen suche, weil er mir dosiert gut tut, wobei ich mir die Kontakte mit Bedacht aussuche. Es wissen auch speziell im Verein immer mehr, dass ich im April in Therapie gehe, irgendwann spricht sich sowas auch rum, da muss ich gar nicht mit jedem drüber reden. Was auch aktuell für mich ok ist. Spätestens wenn ich nicht mehr regelmäßig im Training bin, weil ich in Therapie bin, werden die Fragen kommen.

Der Abstand zu meinem Dad tut mir gut und auch vom Kopf her merke ich wie der Druck nachlässt, immer für alles Rechenschaft ablegen zu wollen. Der Abstand ist nicht immer leicht natürlich, da wir aktuell im selben Haushalt wohnen.

Mein Training und Sportprogramm ziehe ich durch und körperlich fühle ich mich so fit wie schon lange nicht mehr. Sport und hierbei speziell der Ausdauersport tut meinem Kopf extrem gut, auch weil ich viel an der frischen Luft bin.

Heute Abend geht es wieder in die SHG, ich bin gespannt was heute für spannende Themen aufploppen.

Euch alles gute und bleibt heute spielfrei.
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C
Re: Vorstellung
#61: 28.02.2023 11:22:15
Hi André12 ;D

absolut, ich war echt erstaunt, vor allem am Anfang wie er damit umgegangen ist. Ohne Stimmungsschwankungen oder großem Theater, wobei es hier auch sicherlich viel ausmacht, dass ich nach wie vor mit meiner Expartnerin sehr gut reden kann und es absolut außer Frage steht, das wir gemeinsam als Mama und Papa für ihn da sind, nur eben als Familie leider nicht mehr.
Die Kleinen bekommen auch viel mehr mit, als wir denken. Mein Kleiner weiß auch sehr wohl, dass es dem Papa nicht gut geht und er auch krank ist und bald für eine Zeit mal weg muss, dass es ihm bald wieder besser geht. Finde das ganz wichtig, auch dem Kleinem nicht heile Welt vorzuspielen, weil die Welt ist nicht immer heile. Natürlich alles dosiert ohne ihn zu überfordern.

So unterschiedlich sind wir Menschen, peinlich ist es mir nicht, es gehört nun mal zu meinem Leben dazu... Ich habe für mich festgestellt, dass es mir besser geht, wenn ich damit offensiv umgehe und es den Personen in meinem nahen Umfeld erzähle. Was Menschen außerhalb erzählen, ist mir relativ egal, weil sie mir nicht wichtig sind. Geredet wird sowieso immer, das hält man nicht auf. Für mich ist es nämlich auch eine Last, Menschen gern zu haben, aber gleichzeitig zu wissen, dass diese Person gar nicht weiß, wie es mir wirklich geht. Verstehst du was ich meine? Für mich macht es den Umgang einfacher. Klar wird es Menschen geben, die damit nicht umgehen können oder vielleicht sogar auf Abstand gehen, das kann ich aber nur bedingt beeinflussen - durch mein handeln in der Zukunft. Wenn mir solche Menschen auf Dauer nicht gut tun, muss ich das akzeptieren und eine gesunde Distanz aufbauen. Ich muss meinen Weg gehen und mir muss es damit gut gehen.

Ich habe aber auch volles Verständnis dafür, wie du damit umgehst/umgegangen bist, da muss jeder seinen eigenen Weg finden und dein Weg scheint für dich ja auch der richtige zu sein, den du bist weiterhin spielfrei  :D
Nicht jeder Weg muss nachvollziehbar sein, wichtig ist, dass man seinen Weg geht und achtsam mit sich selbst ist.

Das der Rhythmus mittlerweile etwas länger ist, ist einfach dem geschuldet, dass man am Anfang noch voller Tatendrang ist und quasi von null auf hundert beschleunigen will, was nie gut ist. Es gibt nun mal nicht jeden Tag Neuigkeiten zu erzählen  :P
Auch das musste ich lernen und muss teilweise über meine ersten Beiträge schmunzeln, aber man lernt schließlich dazu.
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Re: Vorstellung
#62: 28.02.2023 12:43:56
Ok, krass.
Ich neige oft zu krass schwarz oder weiß, daher stellt sich für mich nur die Frage Therapie mit allem Konsequenzen oder so weiter machen und mich zu Tode spielen. Ja, ich sage bewusst zu Tode spielen, 2016 hatte ich Suizidgedanken. Es gab zwei Auswege, entweder Therapie mit allen Konsequenzen oder Suizid. Ich habe mich zum Glück für ersteres entschieden.

Bzg. meiner ersten Reha, peinlich ist vielleicht der falsche Ausdruck. Ich würde es eher Scham nennen, da ja das eh nicht vorhandene Selbstwertgefühl am Anfang gefühlt in den "Minus"-Bereich geht, zumindest es hat es sich so angefühlt. Der Vorteil, wenn man es so nennen darf, ist jetzt zu wissen, das mir auch damals der Schritt nach vorne - also der offensive Umgang - gut getan hat. Was ich 2016 ja nicht wusste und entsprechend langsamer diesen Weg gegangen bin. Ich hatte einfach 2016 noch Baustellen in mir, die ich nicht gesehen habe oder nicht sehen wollte, ich weiß es nicht. Mit der aktuell klaren Sicht, kann ich mir aber in 2016 eigentlich keinen großen Vorwurf machen, ich habe damals hart an mir gearbeitet und es ehrlich versucht. Die tiefen Baustellen - ich werde nach der stationären auch tiefenpsychologisch in Behandlung gehen - kannte ich schlichtweg zu diesem Zeitpunkt nicht und habe sie erst jetzt beim Jahreswechsel durch lesen eines Buches wahrgenommen und hoffe die richtigen Punkte getroffen zu haben.

Für mich gehört es zum Weg dazu, wer von meinen engen Mitmenschen davon weiß. Ich empfinde es auch als Selbstschutz. Andere haben ein genaueres Auge auf mich und erkennen Veränderungen meist schneller wie ich selbst. Es fühlt sich für mich einfach besser an.

Ich bin auch unglaublich dankbar dafür, dass ich mittlerweile eine handvoll Personen habe, wo ich genau weiß, wie wichtig ich Ihnen bin und mich das auch spüren lassen. Noch wichtiger, ich lasse es auch zu, dass die diejenigen sich um mich kümmern und Zeit mit mir verbringen wollen, trotz meines Rucksacks.

Liebe Grüße
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Re: Vorstellung
#63: 04.03.2023 11:09:05
74 Tage spielfrei - die Zeit fliegt

Guten Morgen Welt,

kleine Wasserstandsmeldung von mir.
Bin ziemlich angeschlagen seit Donnerstag Abend mit Halsweh und Kopfschmerzen, teilweise so arg, dass ich nachts nicht schlafen kann, gestern war es 4Uhr und heute Nacht 2.30Uhr.
Allerdings bin ich auch froh, dass es nur das ist und nicht Magen-Darm, was hier aktuell ganz schön rumgeht.

Am Donnerstag habe ich den Beratungshilfeschein vom Amtsgericht zugestellt bekommen, hierzu habe ich direkt Montag einen Termin bei meinem Anwalt, da kann es auch hier weiter gehen und zumindest das, ist vorerst geklärt.

Mittwoch hatte ich einen sehr schönen Abend bei Freunden, der dann länger wie gedacht ging, glaub es wurde 2Uhr  ;D Wir haben viel über meine Sucht gesprochen, ich habe es als sehr ehrliches Gespräch empfunden, aber in einem völlig lockerem Rahmen, nichts muss, alles kann. Es tat sehr gut, zwei wichtigen Menschen versuchen zu erklären, wie es ihm Suchtmensch aussieht und wie es aktuell in mir aussieht. Sie sind auch beide sehr gut mit meiner Expartnerin befreundet und fühlen ehrlich mit beiden mit. Das ist toll zu wissen. Ich kann das mittlerweile sehr schätzen und mir ist es auch ein Bedürfnis es denjenigen dann auch mitzuteilen.

Ansonsten habe ich noch am Wochenende bevor es zur stationären Therapie geht noch einen Besuch bei meinem Bruder geplant, darauf freue ich mich sehr und ist denke ich auch ein guter Start für die kommenden Wochen.

Das Verlangen oder der Wunsch nach spielen ist aktuell nicht vorhanden, ich bin auf dem richtigen Weg!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und bleibt heute spielfrei.
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Re: Vorstellung
#64: 09.03.2023 18:05:35
79 Tage spielfrei

Soweit bin ich gesundheitlich wieder auf dem Dampfer und auch wieder in meinem Training, dafür hat es meine Eltern erwischt, beide positiv und meine Mama hat es Aufgrund ihrer Autoimmunkrankheit richtig flach gelegt, wie beim ersten Mal schon.

Sonst gibt es sehr wenig diesmal zu berichten. Ich war wie immer am Dienstag in der SGH, ich kann es einfach nur jedem empfehlen, der einen ersten Schritt gehen möchte. Lasst euch darauf ein und versucht es. Die SGH kann einem ganz viel geben, im Gegenzug profitieren auch andere von dir. Für mich ist sie aktuell nicht weg zu denken.

Sonst steht die Tage soweit nichts Weiteres an.

Mir geht es den Umständen entsprechend, ich mach mein Ding und gehe meinen Weg weiter, den er lohnt sich!

Bleibt spielfrei und einen schönen Abend euch allen!
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Re: Vorstellung
#65: 09.03.2023 19:03:34
Hallo Carru,

gut das es Dir besser geht und hoffe auch deinen Eltern geht es bald wieder besser.
Dies ist das Wichtigste.

Sonst flutscht Du ja hier nur so durch.  :)
Es braucht seine Zeit und Du nutzt sie ja auch.
Schön dem hier im Tagebuch folgen zu dürfen.

Grüß Dich   
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Re: Vorstellung
#66: 11.03.2023 15:19:03
Hallo Harald,

Danke der Nachfrage, Mama liegt noch immer ziemlich. Bei Papa geht es langsam aufwärts.
Dir noch ein schönes Wochenende.

Grüße
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Re: Vorstellung
#67: 15.03.2023 10:54:35
85 Tage spielfrei

Aktuell geht es in meinem direkten Umfeld ziemlich drunter und drüber, speziell um meine Expartnerin mache ich mir aktuell Sorgen.
Gab es doch einiges an Hiobsbotschaften die letzten 7-10Tage.
Vergangene Woche hat man ihren Cousin tot in einem Hotel aufgefunden, vor zwei Tagen kam die offizielle Trennung Ihrer Schwester mit ihrem Ehemann dazu - dazu gehören zwei Kinder etc. etc. einfach sehr sehr viel aktuell für sie und ich merke wie schlecht es ihr aktuell geht. Ich versuche für sie und für meinen Kleinen da zu sein - als Papa.

Bei mir kam zusätzlich noch der Tod von meinem Bruder seiner Freundin von vor drei Tagen dazu - aktuell befinde ich mich wie in einer Schockstarre. Sind es doch sehr viele negative Ereignisse seit Dezember - seit ich hier bin und alles rauskam.
Ich versuche noch achtsamer zu sein, da ich vor wenigen Wochen schon längst in meine alte Welt geflüchtet wäre, ich verspüre aktuell kein Fluchtdruck, halte es aber aktuell für mich als gefährlich. Deshalb versuche ich parallel auch weiter meinem Sport nach zu gehen, was Ablenkung schafft.
Mir ist klar, dass das alles Ereignisse sind, die zum Leben dazu gehören, ich kenne es allerdings nicht so geballt, in so kurzer Zeit. Man fragt sich, es muss doch jetzt mal genug sein, man ist schließlich auch genug mit sich selbst beschäftigt, worauf eigentlich der Fokus liegen sollte. Umso wichtiger, dass die Reha in weniger als drei Wochen losgeht.

Bis dahin, bleibt heute spielfrei!
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Re: Vorstellung
#68: 15.03.2023 23:42:05
Hi André,

meine Achtsamkeit sieht so aus, dass ich bewusst meinen Mitmenschen sage, wie es mir in den entsprechenden Situationen damit geht. Es ist unglaublich schwer, in solchen Momenten zu funktionieren, weil man es ja auch gerne für andere macht. Vorausgesetzt es geht mir damit gut!

Jetzt habe ich deinen einen Absatz auch schon unbewusst damit geantwortet :) Ich äußere es, wie es mir geht. Was mir nicht einfach fällt, da ich es bis vor kurzem noch nie gemacht habe.

Du hast Recht, aber Fluchtdruck war ausschließlich aus das spielen bezogen. Aber klar, aktuell flüchte ich in die Reha vor allem hier ein stückweit, ich brauche Zeit und Raum für mich. Dennoch kann ich solche Ereignisse nicht verhindern oder ausblenden. Sie würden mich in der Reha genauso treffen.
Ja, schon verrückt mit rund 100 Tagen spielfrei in die Reha zu gehen, es macht mich stolz.

Ziele sind vorhanden, oberste Priorität hat innere Zufriedenheit, damit meine ich vor allem im Job, da gilt es für mich einen Mittelweg - einen Job - zu finden. Einen Job der mir Freude bereitet, der mir aber auch Platz zu atmen gibt. Ich brauche das dringend - ich habe in den letzten zwei Jahren knapp 55-60h pro Woche im Schnitt gearbeitet, das werde ich definitiv nicht mehr machen, für kein Geld der Welt. Auch der Job hat mich an diesen Punkt gebracht, wo ich heute stehe.

Zweites für mich wichtiges Ziel ist eine eigene Wohnung zu finden um Selbstständigkeit zu lernen. Sowohl Job als auch Wohnung werden für mich Eckpfeiler im neuen Leben sein, auf die ich aufbauen möchte und ich weiß, ich kann das schaffen, auch wenn es am Anfang vielleicht Rückschläge oder Absagen geben wird.
Ein Treiben lassen kommt nicht in Frage, das führt bei mir zu Unzufriedenheit und somit zu einem der größten Trigger.
Ich möchte aktiv am Leben teilnehmen und für meinen Sohn da sein, er gibt mir sehr viel Kraft und Mut. Ich möchte trotz allen Schwierigkeiten ein guter Papa sein.

2mal Geldeingang leider nicht, da ich noch immer beim Arbeitsamt gesperrt bin, Zugang zu Geld habe ich trotzdem, da ich einiges verkauft habe, um meinen Verpflichtungen - z.b. Unterhalt für den Kleinen zu bezahlen - nachzukommen.
Dieses Geld wird aber natürlich von einer sehr guten Freundin verwaltet.

Auch der gesunde und richtige Umgang mit Geld ist ein Ziel. Ich möchte selbstständig meine Verpflichtungen und damit mein Leben bezahlen, das gehört für mich zu meinem Prozess dazu, ich will das schaffen und werde es auch schaffen.

Im Übrigen schläft der Kleine von Samstag bis Montag bei mir, also auch das erste mal länger. Ich hole ihn Samstag früh ab und übergebe ihn Montag Abend meiner Expartnerin.
Heute habe ich auch das erste mal den Kleinen der Ex-Schwiegermama übergeben, was gut geklappt hat. Ich bin froh, dass wir offensichtlich - trotz allem was vorgefallen ist - einen guten Umgang finden. Ich würde es mir für den Kleinen und meine Expartnerin zumindest wünschen.

Liebe Grüße
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Re: Vorstellung
#69: 16.03.2023 11:06:19
Moin André,

ja, für den Vertrauensbeweis bin ich auch sehr dankbar und zahle das Vertrauen in diesem Fall auch zurück.

Ich versteh vollkommen was du meinst und sehe da sehr wohl eine Gefahr des Beratens und zu wenig nach einem selbst schauen.
Danke nochmal für den Hinweis, ich werde mir bewusst Themen auch aufschreiben, die ich angehen werde. Diese kenne ich ja auch, trotzdem ist natürlich die Gefahr sehr groß, das ein stückweit außen vor zu lassen und in dein genanntes Beratungsrhytmus zu verfallen.
Großes Thema ist z.b. Kindheit in Verbindung mit Anerkennung, Liebe etc., da steckt sehr tief in mir was drin, was ich 2016 in der Reha so nicht erkannt habe und auch kein Therapeut, weil es für mich nicht Thema war. Ich hatte es schlichtweg nicht auf dem Schirm. Um speziell auch dieses Thema anzugehen, hat es vielleicht auch ein stückweit wieder so kommen müssen, um auch damit aufräumen zu können.

Liebe Grüße,

Carru
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Re: Vorstellung
#70: 20.03.2023 10:46:20
90  Tage spielfrei - -15Tage bis zum Start der stationären Therapie

Ein sehr schönes aber auch anstrengendes Wochenende liegt hinter mir. Um genauer zu sein endet es erst heute Abend :) Mein kleiner war durchgängig von Samstag früh bis jetzt bei mir, heute Morgen habe ich ihn in den Kindergarten gebracht, wo ich ihn später auch wieder abhole, heute Abend übernimmt in dann seine Mama wieder. Die ist heute auf der Beisetzung von ihrem Cousin.
Da die drei Stunden weg ist und sie noch nicht weiß, wie der Ablauf ist, werde ich ihn vielleicht auch wieder ins Bett bringen - allerdings bei den zwei zu Hause und warte dann auf die Mama, bis sie da ist.
Schon verrückt, wie ein kleiner Mensch einen doch einnehmen kann :D Trotz Schwimbad- und Zoobesuch. Es tat aber unglaublich gut, uns beiden.

Am Samstag Abend - als er eingeschlafen war, habe ich mich auch hingesetzt und mal alles niedergeschrieben, was ich gerne in der Reha angehen und aufarbeiten möchte. Wie André bereits gesagt, mit einem Plan dorthin zu gehen, erleichtert vieles.
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Re: Vorstellung
#71: 27.03.2023 09:30:58
97 Tage spielfrei und für meine Verhältnisse lange hier nichts nieder geschrieben - Schande über mich  ;D

Mir geht es soweit gut und eine volle, anstrengende Woche liegt hinter mir. Samstag früh bis Montag Abend - Montags war tagsüber Kindergarten - war mein kleiner Zwerg bei mir. Eine tolle und intensive Zeit, da mir bewusst ist, das ich Morgen in einer Woche meine Therapie beginne und dann sowas vorerst nicht mehr möglich ist, leider.
Montag Abend habe ich ihn dann der Mama übergeben, wo wir in gemeinsam ins Bett gebracht machen. Danach habe ich noch knapp 2h mit meiner Ex-Partnerin gesprochen, wir hatten scheinbar beide den Bedarf auf Austausch. Absolutes Gefühlschaos - wir wissen beide, dass das nicht mehr funktioniert und doch sind noch viele Gefühle da. Durch den Kontakt ist das manchmal echt nicht einfach.
Ich habe auch angesprochen, das meine größte Angst ist, mit Anlauf in eine Sackgasse zu rennen, weil ich es auf Dauer nicht schaffe das alles zu trennen. Ihr geht es ähnlich, aber wir sind uns einig, dass es uns aktuell beiden so gut geht wie es ist. Heißt das Papa sein und mein Gefühl ihr gegenüber.
Wir sind nach wie vor jeweils dem anderen sein Seelsorger und reden offen wie mit niemand anderem darüber. Ich fühl mich einfach am meisten von ihr verstanden, was es alles nicht leichter macht.
Ich muss in diesem Fall sehr sehr achtsam sein und auf mich aufpassen.

Gestern bin ich spontan zu einem Freund nach Freiburg gefahren und bin dort den Halbmarathon mit ihm gelaufen, es hat so gut getan. Eine tolle und wertvolle Zeit mit großartigen Menschen. Solche Dinge hatten früher keinen Platz in meinem Leben, das hat sich definitiv geändert. Es fühlt sich richtig gut an.

Ansonsten ist Endspurt für den Therapiebeginn angesagt. Ich bin gespannt und freu mich drauf!
Ziele und Vorhaben sind definiert, geschrieben und werden angegangen.
Ich werde weiter berichten.

Bis dahin, bleibt heute spielfrei und habt einen guten Wochenstart!
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Re: Vorstellung
#72: 30.03.2023 14:47:31
100 Tage spielfrei - ein großartiges Gefühl, was mich mit Stolz erfüllt, weil es mir damit gut geht.

Endspurt Richtung Reha, alles liegt bereit und ist gerichtet. Das wichtigste, ICH bin bereit.
Dienstag geht es los.

Am Wochenende übernachtet nochmal der Kleine bei mir, bevor wir uns vermutlich 2-3Wochen nicht sehen - da ich noch nicht genau weiß, wie und wann Besuche vorgesehen sind. Ist mir prinzipiell auch nicht wichtig, wenn es den Kleinen nicht geben würde :)

Bis dahin, bleibt heute spielfrei und einen schönen Donnerstag noch.
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Re: Vorstellung
#73: 30.03.2023 21:37:51
Glückwunsch Carru, zu Deinen 100 spielfreien Tagen!!
Du kannst stolz auf dich sein!!!

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Re: Vorstellung
#74: 30.03.2023 21:46:39
Hallo Carru,

100 Tage spielfrei ,echt  klasse und Glückwunsch dazu. 
Bist in einer SHG, warst bei der Schuldenberatung, teilst dich regelmäßig im Forum mit, kommst deinen Zahlungsverpflichtungen nach,
bist deiner Familie sehr nahe, Anwaltlich vertreten in der Ermittlungssache und nun steht die Therapie an.
Planst deine Selbständigkeit mit einer eigenen Wohnung und machst dir Gedanken über deine berufliche Zukunft.

Wie ein ein Drehbuch für einen Disney Film.  :)
Eine arschglatte Oberfläche, die etwas mangelte offene Selbstkritik kann ich ja nicht bemängeln.
Wird dann sicherlich auch in der Therapie erarbeitet werden.

Du gehst einen guten Weg, dies ist sicher.
Wenn Du auch für dich selbst damit im Reinen bist.
Dies ist auch keine Kritik von mir, bei weitem nicht.
Deine ganze Motivation ist ja auch sehr spürbar und Du hast echt einiges bewegt, andere schaffen dies in etlichen Jahren nicht.
Auch dies ist kein Vorwurf an jene, mir ist schon bewusst was so alles blockieren könnte.

Was ich meine:
Alle Weichen sind gestellt und der Zug kommt auch immer mehr in fahrt.
Als Lokführer alle Hebel im Blick und sicher bis zum nächsten Bahnhof.
Dann aber zieht er seine Mütze aus und geht zu Fuß nach Hause.
Zehrt von seiner Fahrt und muss nun mit allem so klar kommen, in seinen Gedanken.
Bis zur nächsten "Fahrt".

Einen guten Start in deine Therapie Carru und wirklich, schon beeindruckend konsequent.
Ein toller Thread und hoffe doch er geht noch lange weiter.
Und mein Weg in die Spielfreiheit und darüber hinaus, führte durch steiniges Geröll meiner Seele.
Ich hätte mich sehr gefreut, es nur annähernd so wie Du gemeistert zu haben...aber ich hatte keine Wahl.

Liebe Grüße
     
   
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