Guten Abend zusammen,
Fred wie du schon sagst, verschieben und aufschieben ist nicht gut für uns, man fällt in alte Muster, wie zum Beispiel „so lange die Lügen geglaubt werden, ist alles gut“ Ich habe mich bis zu dem heutigen Tag nicht mehr hier gemeldet, da ich in den letzten Tagen viel mit mir selber beschäftigt war, in Gedanken daran, wie ich das Gespräch mit meinem Arbeitgeber führen soll.
Nun endlich, kann ich mich hier melden, und euch berichten, heute habe ich mit ihm gesprochen. Er war im ersten Moment geschockt, Ich habe ihm aber erklären können, wie es dazu gekommen ist, dass ich den Weg nun eingeschlagen habe, und damit für eine bessere Zukunft arbeiten möchte. Er fragte mich ob es mit spielen zu tun hat, weil ich für den rießigen Schuldenberg keinen Gegenwert habe. Auch in dem Moment habe ich an eure Worte hier gedacht und ihm gesagt, dass es der Vergangenheit angehört, und ich nicht darüber sprechen möchte, weil ich das Thema hinter mir gelassen habe. Sofort kam die Frage ob er mir sonst weiterhelfen kann und bat mir seine volle Unterstützung an, welche ich direkt in Anspruch genommen hab, in dem ich ihn gebeten habe, ein Schreiben an den Insolvenzverwalter zu erstellen, dass der Kontakt lediglich zwischen ihm, mir und dem Insolvenzverwalter statt finden soll, welches auch morgen direkt an den Verwalter raus geht. Wir haben auch noch kurz auf privater Ebene gesprochen und ich habe gemeint, dass mir das so unangenehm war, weil ich ihn ja auch privat kenne und schätze. Seine Antwort war: dies sollte niemals der Grund sein, ein Gespräch mit ihm zu fürchten.
Und wiedermal hattet ihr recht, es fällt so eine große Last von einem. Ich fühle mich 100 kg leichter und habe dadurch so viel Energie gewonnen. Ich will jetzt noch umso mehr spielfrei bleiben, ich will einfach wieder ein besseres Leben, bevor es zu spät ist. Ich weiß ich bin noch lange nicht fertig mit meinem Weg, aber gestärkt werde ich ihn nun weiter gehen.
Nicht mehr lange, dann bin ich 1 Jahr spielfrei; habe ich es doch schon einmal geschafft, aber ich kann mir selber sagen, dass ich viel weiter bin, als bei meinem ersten Jahr, in der ich wahrscheinlich bloß nur eine Spielpause gemacht habe.
Ich setze mir weitere Ziele: ich muss mich weiterhin mehr mit mir selber beschäftigen, mehr in mich hinein gehen. Thema Einsamkeit, was mich oft zum Spielen animiert hat, hinterfragen, was dagegen tun. Weniger an mir selber zweifeln, ich weiß das ich ein guter Mensch bin, der pathologischer Spieler ist. Aber ich habe es mir nicht ausgesucht, ich bin wie ich bin. Weiteren Menschen anvertrauen, die mir wichtig sind, ich habe gemerkt es tut gut, es wird akzeptiert und Hilfe angeboten. Hilfe annehmen, jederzeit wenn ich es brauche.
Am Wochenende will ich eine neue Ordnung in meinen Papieren, Briefen und allem bringen. Ein System. Und Stück für Stück werde ich merken, wie alles weniger wird.
Aber für heute, bin ich verdammt weit gekommen, und darauf will ich heute Abend einfach stolz sein, und den Moment genießen und mit euch teilen.
Liebe Grüße