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Autor Thema: Die ewige Suche nach dem Kick

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Taro

Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#45: 12.01.2022 13:12:00
Moin Tobi,

als ich nach 6 Jahren nach meinem ersten SHG Besuch mit meinem Studium anfangen brauchte ich einen PC und einen Programierbaren Taschenrechner. Für beide Geräte gab es Spiele ohne Ende. Für mich als Spieler ziemlich viel auf einmal. Ich sprach viel in der SHG darüber. Hätte ich das nicht kurzfristig für mich in geordnete Bahnen lenken können, hätte ich mein Studium beendet. Thema war das durchaus für mich.

Ich war bereit, jeden Preis den das Spielen fordert zu zahlen. Ich wollte um jeden Preis nicht zurück zum Spielen. Ich war bereit dafür alles zu tun, was immer erforderlich ist.

Pokern ist für mich das Spiel der Spiele für einen Süchtigen. Das Du ernsthaft überlegst zu einem Pokerabend mit Freunden zu gehen, läßt mich an Deiner Ernsthaftigkeit zweifeln.

Taro
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#46: 12.01.2022 15:49:22
Pokern ist für mich das Spiel der Spiele für einen Süchtigen. Das Du ernsthaft überlegst zu einem Pokerabend mit Freunden zu gehen, läßt mich an Deiner Ernsthaftigkeit zweifeln.

Für mich nicht. Beim Pokern unter Freunden ging es nie um den Kick oder das große Geld. Da hatte ich für mich andere Spiele und Quellen. Daher kam mir die Überlegung. Ich denke auch, dass ein reiner Automatenspieler nach so kurzer Zeit einen Moment überlegt, ob eine Teilnahme an einer 4aus49-Spielgemeinschaft teilnimmt oder ein Los bei der Weihnachtsfeiertombola der Jugend kauft.

Meine Ernsthaftigkeit hat mir für mich gezeigt, dass ich diese Einladung sofort hinterfragt habe, dass ich meiner Frau meine Gefühle mitgeteilt und meine Bedenken geäußert habe und schlussendlich nicht hingegangen bin und froh war mit meiner Entscheidung.

Danke, vielen Dank für deinen Kommentar, Taro. Aber was soll ich von mir Verlangen? Das ich nach einem Monat Spielfreiheit keine Gedanken mehr haben soll? Ich soll mich doch damit beschäftigen?! Dann muss ich doch meine Gedanken analysieren und hinterfragen?!
Meine ich es nur Ernst, wenn ich mir die Ohren zuhalte, Scheuklappen aufziehe und durchs Leben renne. Ich will doch mein Verhalten, Gründe und Situationen erkennen um diese dann bewusst zu vermeiden.
Nur weil ich kurz überlege, eine Runde Bierpong mitzuspielen, oder wer den Ball am kürzesten schlägt holt Bier. Ich muss doch erstmal herausfinden, was zu meiner Sucht gehört und/oder diese triggert, oder verstehen wir uns da falsch?

Tobi
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#47: 12.01.2022 16:18:36
Für mich nicht. Beim Pokern unter Freunden ging es nie um den Kick oder das große Geld. Da hatte ich für mich andere Spiele und Quellen. Daher kam mir die Überlegung.
Bin hier auf der Arbeit echt fast aus meinem neuen Bürostuhl gefallen.

Du unterliegst hier einem RIESIGEN Irrtum.
Du bist nicht von einem Spieltyp abhängig, du bist generell spielsüchtig von allem was irgendwie Gewinne/Siege ( nicht nur Geld ) verspricht.

Jedes Spiel, selbst in weitestem Sinne gesehen, ist ein potenzielles Risiko für einen Spieler.
Und mit Geld hat unsere Krankheit sowieso nur sekundär zu tun.

Ich dreh das mal ein bisschen in ein Bespiel was du vielleicht besser "annehmen" kannst.

Ein Alkoholiker sagt: Eine Fläschchen Wein mit Kumpels geht ok, denn ich bin ja nur vom Bier alkoholabhängig.
Ich glaub ich muss das nicht weiter erläutern, oder ?
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Taro

Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#48: 12.01.2022 16:28:06
Moin Tobi,

Meine Kommentare kommen oft sehr hart rüber, so war es nicht gemeint. Was für Spiele Dich triggern oder nicht, damit kannst Du Dich doch in ein paar Jahren beschäftigen. Bis dahin gilt, spiele um garnichts. Das alleine führt schon wieder zu anderen Erfahrungen. Nämlich immer dann, wenn es etwas zu verschenken gibt, oder Du Dir durch ein Spiel eine bessere Position verschaffen kannst und Du verzichtet. Ich habe davon schon ab und an berichtet.
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#49: 17.01.2022 16:51:30
Letzen Freitag war ich bei einer SHG. Ich kann nicht viel drüber berichten, da ich eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben habe und an die möchte ich mich auch halten. Was mir die Gruppe bringt, denke ich wird sich erst nach ein paar Meetings zeigen und dann kann ich es auch besser einschätzen. Im Großen und Ganzen war es doch recht gut und ich freue mich auf das nächste Treffen. Ist wirklich was anderes beim Erzählen der eigenen Geschichte in verständnisvolle Gesichter zu blicken. Das Wichtigste ist denke ich momentan für mich einen festen wöchentlichen Termin zur Selbsthilfe / Suchtbekämpfung zu haben. Da ich gerade zusätzlich an meinem Alkoholproblem und an meiner Fitness arbeite und ich schnell Gefahr laufe, meine Krankheit kurzzeitig nach hinten zu schieben.

Tobi
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#50: 18.01.2022 13:10:31
Hi Andre,

"Erhöhten" Alkoholkonsum habe ich schon seit Jahren. Dieser hat sich jetzt nicht zwingend mit meiner spielfreien Zeit erhöht oder verlagert. Die beiden gehen schon eine ganze Weile Hand in Hand. Dennoch habe ich natürlich auch nachgeschenkt, nach einem zwischenzeitlich kurzfristigen Gewinn, aber auch nach einem großen Verlust. Suchtverlagerung ist mir ein sehr großes Thema. Da muss ich sehr aufpassen. Das hast du absolut recht. Es gab auch schon Zeiten in denen ich weniger getrunken habe, dafür aber zu anderen Betäubungsmitteln griff um meine Leber zu schonen.  ::)
Es war immer die Flucht und das Betäuben. Wovor und weshalb hoffe ich bald herauszubekommen.

Auch gehe ich den Schritt vom Alkohol weg, da es auch da Situationen gab, wo ich wieder angefangen habe zu spielen. Klar, haste 10 Kolben im Gesicht, geht alles natürlich lockerer zu. Lockerer auch seine Vorhaben wieder über Bord zu werfen. Ich möchte bewusst sein. Den kommenden Suchdruck verstehen, analysieren und aufarbeiten. Ich kann mich auch nicht konzentrieren und mein Suchtverhalten analysieren, wenn ich nicht bewusst und klar in der Birne bin.

Daher geht es mir momentan auch relativ gut und ich fühl mich wacher, konzentrierter und gewappneter.
Fit im Körper und Geist 😉  Jetzt kann ich an mir arbeiten!
Andre, du triffst es auf den Punkt. Ich wünsche mir nicht nur ein spielfreies Leben.
Ich wünsche mir ein suchtfreies Leben!
Und daran arbeite ich. Vielen Dank für deine Worte. Einfach klasse! Ich bleib dran  ;)

LG Tobi!
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#51: 21.02.2022 16:03:57
Hallo zusammen,

auch wenn ich fast täglich hier bin, melde ich mich doch dann auch mal wieder zu Wort.

Ich besuche momentan regelmäßig mein SHG, welche mir sehr viel Kraft, Halt und auch weitere Motivation und Input gibt.
Bin sehr glücklich damit und dankbar dafür.

Suchtdruck direkt verspüre ich jetzt nicht unbedingt. Es ist eher ein zunehmender Entspannungsdruck. Ich weiß nicht so ganz wie ich damit umgehen soll. Dennoch bin sehr dabei mein Leben momentan fern von Extremen zu halten. Auch wenn die Gruppe mir wahnsinnig gut tut und auch sehr hilft, weiß ich, dass für mich ein Therapie unabkömmlich ist.

Momentan habe ich jetzt nach dem vierten Beratungsgespräch endlich die Dokumentenvorlagen bekommen, welche ich dann beim fünften Beratungsgespräch (in 5 1/2 Wochen) ;( endlich einreichen kann. Daher wird die "Therapiefreigabe" vermutlich erst gegen Mitte/Ende April da sein. Sind halt auch mal gute 4 Monate nach "ich möchte und brauche eine Therapie", bis es dann wirklich losgeht.
Klar, kann ich nicht schreien und jeder rennt. Doch finde ich es schon eine sehr lange Zeit.

Momentan weiß ich nicht mehr, ob diese Therapieeinrichtung die Richtige für mich ist.
Der erste Termin war ok. Der eigentliche Zweite hat nicht stattgefunden, weil einfach mal niemand da war. Ich stand vor verschlossener Tür.
Der dritte Termin wurde doppelt vergeben, so dass wir 15 Minuten warten mussten. Bei diesem wurde ich dann auch noch verwechselt, ich sei doch der Herr XXXX.
Der vierte Termin wurde auch wieder doppelt vergeben, so dass wir 20 Minuten warten mussten.
Bei dem ich dann zwar die Vorlage für die Rentenversicherung bekam, jedoch die Therapietage und Zeiten muss ich telefonisch erfragen, da keine Flyer mehr im Haus waren. Dann bekomme ich einen Termin in sechs Wochen, nur um die Dokumente einzureichen.
Dazu kommt noch, dass die Zeiten die ich dann erfragt habe, doch relativ schwer händelbar sind, wenn ich nicht wieder ein Lügengerüst bei meinem Arbeitgeber aufbauen will.
Dies sehe ich genauso kontraproduktiv, wie wenn ich die ganze Woche Berge versetzen muss, um die Termine wahrnehmen zu können.
Ich bin so motiviert und des zieht mich doch immer wieder leicht runter, dass es so langsam vorwärts geht.
So bin ich jetzt dran eine Einrichtung zu finden, welche sich mit meiner Arbeitszeit besser vereinbaren lässt. Denn wenn ich 2-3 Termine die Woche habe und dies über 6 Monate muss ich auch sicherstellen können, diese regelmäßig wahrnehmen zu können.

So weit erstmal. Viele liebe Grüße

Tobi
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#52: 15.03.2022 17:17:42
Nächste Woche werden endlich die Dokumente fertig gemacht und der Antrag auf meine ambulante Rehabilitation gestellt. Ich habe eine Einrichtung gefunden, deren Zeiten ich ohne sehr großen Stress besuchen kann. :) Wahnsinn wie lange sich das dann doch gezogen hat oder noch zieht.
Umso länger es sich jedoch gedauert hat, umso mehr habe ich mich mit mir beschäftigt. Auch wenn es manche gibt, für die es keine Relevanz hat, warum sie süchtig geworden sind, ist es für mich doch essentiell zu erfahren warum ich so bin wie ich bin. Auch da ich doch sehr zur Suchtverlagerung neige.
Ich habe so viel Schmerz, Einsamkeit, Enttäuschung und Wut in mir, welche ich immer wieder verdrängen und betäuben musste.

Ich muss mir dennoch weiterhin, aber achtsam, einige Pausen geben (Danke nochmal Andre ), denn das was da so langsam alles zum Vorschein kommt, ist schon verdammt heavy.

So bin ich in freudiger Erwartung, mit der Therapie, den nächsten großen Schritt in ein abstinentes und glückliches Leben zu gehen.
Alles Liebe an euch Alle!

Tobi
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#53: 15.03.2022 21:06:03
Hallo Tobi,

zu Beginn dieses Threads schrieb ich Dir: "Ich glaube an Dich".

- Am 12.12.2021 hast Du Dich hier registriert.

- Am 13.12.2021 bei 5 Beratungsstellen angerufen und einen Termin bei der Diakonie bekommen.

- Am 17.12.2021 erstes Gespräch dort und zum nächsten Termin in 2 Wochen Deine Frau mitbringen.

- Am 18.12.2021 hast Du Dir vorgenommen es Deiner Frau zu sagen/gestehen und sie zur Diakonie mitzunehmen.

- Am 21.12.2021 hast Du es Deiner Frau erzählt und sie sagte zu, mit Dir zum nächsten Temin zu gehen.

- Am 03.01.2022 sogar mitgeteilt Dass der Termin leider verschoben wurde , nächster Termin in 2 1/2 Wochen.

- Am 17.01.2022 berichtest Du von Deinem ersten SHG Besuch.

- Am 21.02.2022 mittlerweile regelmäßige Besuche bei der SHG und schon Dein viertes Beratungsgespräch und nicht das Erste mal... mit Deiner Frau
   zusammen.
 
Heute!
Nächste Woche werden endlich die Dokumente fertig gemacht und der Antrag auf meine ambulante Rehabilitation gestellt.

Ganz abgesehen Deiner wunderbaren Aufarbeitung hier im Forum, dass ist schon alles der Hammer.
Einer von 50, glaube es mir...es waren schon einige da.
Herzlich Willkommen in diesem Club.
Und auch einmal bemerkt: Mit solcher Sym-/Empathie und eine Akzeptanz hier an den Tag gelegt, erarbeitet und Dich selbst gespiegelt.
Dazu immer unmittelbar auch gehandelt und mit Freude davon geschrieben, im Forum, Chat und sogar per PN....
Das ist schon bewundernswert wie zielstrebig es immer weiter ging und noch weiter geht.
Eine unglaubliche Stütze für dieses Forum, den Mitgliedern und allen Lesern.

Das alles kannst Du gerne beibehalten...und daran glaube ich eh.

Liebe Grüße   
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« Letzte Änderung: 15.03.2022 21:22:20 von Jacky1 »
 
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#54: 24.03.2022 13:05:55
Hey Leute,

vielen Dank für die lieben und herzlichen Worte. Ihr habt mir schon die eine Träne zusätzlich ins Auge gedrückt. Vielen Dank von ganzem Herzen!
Es war eben zusätzliche Tränen. Die letzten drei Wochen waren sehr schwer für mich. Durch die langen Wartezeiten zwischen den einzelnen Therapieberatungen und die daraus resultierende Ungewissheit, hatte ich sehr viel Zeit mich mit mir zu beschäftigen. Vielleicht zu viel. Ich denke ich habe die Büchse der Pandora geöffnet.

Drei Wochen habe ich nur daran gearbeitet das alles erstmal teilweise zu ordnen und neu zu verpacken. In kleinere Häppchen. Daher konnte ich mich auch noch nicht wirklich über meine Fortschritte freuen. Verarbeitet habe ich da noch gar nichts. Musste ich aber auch noch nicht. Das wird gestückelt in der nächsten Zeit aufgearbeitet.

Gestern habe ich mit der neuen Einrichtung, welche mir sehr kompetent scheint, die Anträge auf die ambulante Therapie fertig gestellt. Damit ist auch endlich die Ungewissheit verflogen, welche mich doch sehr beschäftigt hatte. Dies lässt mich richtig durchatmen, frisch sortieren und mit voller Kraft neu zu fokussieren.

Ja, ich habe mein Umfeld nicht besonders verändert, das stimmt. Ein wenig vielleicht. Ich habe auch meine Finanzverwaltung nicht abgegeben. Es hat bisher funktioniert, dass soll aber auch nicht heißen, dass man das so machen sollte. Ich würde auch jedem eher davon abraten.

Ihr habt mir so viele wertvolle Tipps und Anregungen gegeben. Ich habe jetzt drei Monate gebaucht um meinen eigentlichen Weg zu finden. Auch wenn ich erst noch am Anfang stehe, kann ich jedem da draußen nur jedem empfehlen diesen Schritt zu machen. Leute war fast tot. Ein seelisches und körperliche Wrack. Es war bis hierher schon ein verdammt harter Weg. Vielleicht der härteste meines Lebens und jetzt habe ich die Sicherheit, dass ich ein besseres Leben haben werde.  :)

Voller Freude und Hoffnung beginnt nun meine Therapie. Doch das Forum, Euch zu finden, war der bisher größte Kick meines Lebens ;) Dieses Forum wird Teil meines Wegs bleiben. Eine weitere meiner vielen Säulen.
Die Kraft und Energie, welche ich früher zum Erhalt meines Lügengerüstes verwendet habe, dieses Engagement werde ich verdoppeln und in mich investieren.

In tiefster Dankbarkeit und mit einer weiteren Träne.

Tobi

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« Letzte Änderung: 24.03.2022 17:03:05 von Tobi »
 
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#55: 24.03.2022 22:22:57
Hallo Tobi,

heute ist es für mich viel leichter, ich empfinde keinen Druck mehr im Vergleich zu früher.
Zu spüren dass ich nicht mehr spielen möchte/ brauche ist eine enorme Entlastung und so unendlich vieles geht nun wesentlich leichter von der Hand.
Was früher in katastrophalen Zuständen und in Selbstaufgabe endete.
Viele Dinge über die ich mich freue, nun abstinent zu sein ...darüber freue ich mich schon sehr und zwar jeden Moment meines Lebens.

Deine Finanzverwaltung abzugeben wäre ja eigentlich nur für eine gewisse Zeit gedacht.
Um eben Dich und auch Deine Familie zu schützen, dass diese Gelder nicht verspielt werden.
Wenn es ja nun funktioniert bei Dir ist es ok, ansonsten wäre es halt doch nötig gewesen.
Du trägst damit auch eine Verantwortung, wenn Du Dir sicher bist sie zu tragen.
Du schreibst, jedem anderen davon abzuraten  :)..machst es aber ja selbst.
Es muss kein Stolperstein sein, obwohl er ja da läge.
Es darf keiner sein!
Achte da etwas genauer drauf....weil Du auch selbst denkst am Anfang zu stehen.

Grüß Dich
 
 
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#56: 09.08.2022 15:46:55
Ich lese ja gar nix mehr von Dir  :)
Wie läuft Deine ambulante Therapie? Oder musst Du noch auf einen Platz warten ?

Hi Andre, hi zusammen,

die ambulante Therapie ist immer noch nicht genehmigt. ;( Durch meine Suchtverlagerung in Richtung Alkohol, brauchen die noch den Wert, dann den, dann muss ich wieder zu dem Arzt, danach wieder zu dem. Ist echt nervig, dass sich das alles so lange zieht.

Aber mittlerweile gehts mir seit zwei Wochen wieder besser. Hatte einen Monat gut Depri. Fuß verletzt, Handgelenk verletzt, Therapie geht nicht voran, wieder mehr Alkohol und daraus resultierend einfach schlechte Laune, eine hohe Reizbarkeit und Dauergenervtheit. Aber ich hab mich wieder gefangen. Bin noch trocken, gehe regelmäßig zu SHG und kann wieder langsam mit dem Sport anfangen, was auch mittlerweile eine Art Ventil für mich geworden ist.

Ich hoffe natürlich, dass es bald losgeht. Ich wünsche mir dadurch meine Gedanken besser lenken und auch mal pausieren zu können, um noch mehr vom Leben zu bekommen ;)

Liebe Grüße

Tobi
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Falschspieler

Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#57: 10.08.2022 02:22:34
Hi Andre, hi zusammen,

die ambulante Therapie ist immer noch nicht genehmigt. ;( Durch meine Suchtverlagerung in Richtung Alkohol, brauchen die noch den Wert, dann den, dann muss ich wieder zu dem Arzt, danach wieder zu dem. Ist echt nervig, dass sich das alles so lange zieht.

Aber mittlerweile gehts mir seit zwei Wochen wieder besser. Hatte einen Monat gut Depri. Fuß verletzt, Handgelenk verletzt, Therapie geht nicht voran, wieder mehr Alkohol und daraus resultierend einfach schlechte Laune, eine hohe Reizbarkeit und Dauergenervtheit. Aber ich hab mich wieder gefangen. Bin noch trocken, gehe regelmäßig zu SHG und kann wieder langsam mit dem Sport anfangen, was auch mittlerweile eine Art Ventil für mich geworden ist.

Ich hoffe natürlich, dass es bald losgeht. Ich wünsche mir dadurch meine Gedanken besser lenken und auch mal pausieren zu können, um noch mehr vom Leben zu bekommen ;)

Liebe Grüße

Tobi

Laß dir lieber was vom Arzt verschreiben bei Depressiven Phasen. Dann  trinkt man auch weniger. 

Lg
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#58: 11.10.2022 14:35:29
Hey Zusammen,

neun Monate, neun Monate hat es gedauert und es lag nicht an mir. Diesmal nicht. Aber gestern konnte ich dann endlich nach genehmigter Rehabilitation die Gruppe der ambulanten Therapie besuchen.

Wie geht es mir? - Mir geht es richtig gut. Ich bin immer noch abstinent. Verspüre absolut keinen Spieldruck. Auch mein Alkoholkonsumverhalten hat sich richtig gebessert. Natürlich nehme ich noch den einen oder anderen Drink zu mir und genieße auch die entspannte Wirkung eines Glases zum Feierabend. Das ist aber auch ok für mich. Ich nutze den Alkohol hingegen nicht mehr um mich zu betäuben, mich zu benebeln oder vor der Realität zu fliehen. Denn die Realität sieht super aus 😉

Ich erwarte jetzt von dieser Therapie auch nicht geheilt zu werden. Ich weiß, dass ich die Krankheit nicht heilen kann, aber das muss ich auch nicht. Ich erhoffe mir mehr über die Gründe zu erfahren warum ich so suchanfällig bin. Momentan nutze ich meine Energie für meine Gesundheit, Sport, Training und Ernährung. Doch auch da zeichnet sich teilweise schon pathologisches Verhalten ab. Und das ist ein sehr spannender und interessanter Punkt für mich.
Sonst gibt es eigentlich nicht viel. Ich genieße das Leben, gerade auch mit meiner Frau und meiner Tochter. Uns geht es richtig gut 😊

Viele Grüße

Tobi
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Re: Die ewige Suche nach dem Kick
#59: 11.10.2022 19:57:49
Hallo Tobi,

ich habe es Dir ja schon einmal geschrieben, wie intensiv Du auf Ziele hinarbeitest.
Ausführlich berichtest wie sich alles ineinanderfügt und Du auch dann schreibst " endlich die Gruppe besuchen zu können ......"   
Dieser Elan ist in jedem Beitrag spürbar...in jedem, der ganze Thread ist eh positiv unglaublich !
Sicherlich kommen einmal schwierigere Situationen oder irgendetwas verlagert sich usw....
Man könnte auch auf einiges hinweisen, auch da wirst Du wachsen.
Alkohol zu trinken um auf die gleichen Symptome zu kommen wie beim Spielen wäre fatal....Du weißt das.   
Und Du gehst nicht nur diesen Weg...Du durchlebst ihn auch!

Es ist nicht ungewöhnlich aber durchaus selten.
Dies macht es zu etwas besonderem, diesen ganzen Weg in ein Leben ohne Sucht.
Großen Respekt von ganzem Herzen für Dich und Deine ganze Familie.

Grüß Dich   

 
 
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« Letzte Änderung: 11.10.2022 20:52:41 von Jacky1 »
 
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