Es wird vermutlich darum gehen, zu sehen, ob ich ein pathologischer Spieler bin. Vielleicht gibt es auch nicht Unmengen an Therapieplätzen.
Aber will ich das? Ich will eine Therapie, auch wenn ich mich gerade gut fühle. Weiß ich, dass dies keine einfache, weitere Pause sein soll. Natürlich muss ich mich damit auseinandersetzen setzen, ich muss arbeiten, täglich aufs neue bewusst werden, das ich jetzt einen anderen Weg gehe. Klar, aber will ich das? Will ich den Schmerz, die Verzweifllung und die nie sättigend Gier aufleben lassen? Wenn der Grund der ist, ob ich "qualifiziert" genug bin eine Therapie zu bekommen, dann mach ich das natürlich. Der Gedanke daran ist trotzdem irgendwie wired. Wenn der jetzt kommt und vielleicht noch Spieltische und Slots mit Spielgeld hat, dreh ich am Rad! Ich habe auf jeden Fall kein Bock auf so, wie soll ich sagen, gelernte Therapeuten die aus einem Buch vorlesen. Ich hoffe ihr wisst was ich meine. Ich bin natürlich auch jetzt schon leicht verwöhnt mit Menschen die so ähnlich sind wie ich. Euch kann ich mich öffnen.
Es war vor 15 Jahren, an einem der schwärzesten Tage meiner Zockerkarriere und damit meine ich nicht die Höhe des verlorenen Betrages, denn das waren fast schon Peanuts zu dem was ich in den letzten Jahren gesetzt und verloren habe, sondern das was ich an dem Abend schlimmes gemacht habe...
Auf jeden Fall fand ich mich, spät in der Nacht, auf der Rückbank eines Polizeiautos wieder, auf der Fahrt in die Klapse.
Am darauffolgenden Morgen hatte ich dann ein Gespräch mit einem Mitarbeiter von dort. Keine Ahnung wer das war oder was er war. Auf jeden Fall fragte er mich: "Wenn ich Ihnen jetzt 30€ gebe, was machen die dann damit? Ich sage es Ihnen: Sie gehen spielen!" - Super, sag mir was wo ich noch nicht weiß!
Drei Stunden später, alle manipuliert und wieder am zocken. Der Wahnsinn!
Ich werde meine Frau davor einweihen und ich werde auch mit Ihr dahin gehen. Es ist auch für mich ganz wichtig, dass dies meine Entscheidung war. Das ich mich entschieden habe ab jetzt in Abstinenz zu leben und nicht auf Drängen von Dritten eine Therapie anfange. Es ist vielleicht ganz gut, falls es jemand ist, der "nach den Büchern" seine Diagnose fällt, denn dann habe ich meine Frau auf meiner Seite, wenn sie hört das ich es nicht unter Kontrolle habe. Das ich ein pathologischer Spieler bin. Gleichzeitig will ich auch weiter kommen und weiß nicht ob ich das dann mit dem Therapeuten kann. Es wäre natürlich einfach, wenn meine Frau das zu hören bekommt was sie soll, so dass ich das bekomme was ich will. Doch ich will endlich mit dieser ständigen Manipulation aufhören. Denn das wäre wieder genau ich! Der es wieder geschafft hat sie zu manipulieren und aber gleichzeitig seine Spielsucht nur pausiert.
Gleichzeitig geb ich ihr natürlich das Gefühl, dass ich die S..... jetzt richtig angehe, wenn ich nicht gleich sage ich bräuchte einen anderen Therapeuten. Mit dem kann ich nicht. Aber manipulier ich dann mich oder manipulier wieder sie? Es ist so wired, dass ich manchmal denke ich manipulier die Manipulation.
Es tut mir leid, das ich nicht auf jeden einzelnen Kommentar von euch allen eingegangen bin, aber das werd ich noch. Vielen vielen Dank! Ihr seid so geil! DANKE!!!