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Autor Thema: Mein Weg

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Re: Mein Weg
#150: 29.08.2024 22:21:38
Huhu zusammen,

danke euch für die Beiträge, ich möchte mal versuchen, heute nur darauf zu antworten, ohne einen Roman zu verfassen.

André, danke für deine direkte Art, anfangs fühlte ich mich angegriffen, doch nun merke ich dass du 100% die Fakten auf den Tisch legst. Ich bin noch nicht soweit, das Geld als Geld anzusehen, somit wird mich die Cola an der Tanke nicht aufregen, da ich immer noch keinen Bezug zum "Geld" habe. Ich habe damit begonnen aufzuschreiben, wofür ich Geld ausgeben, und schaue mir nach einer Woche an was sinnvoll war, und was nicht. Momentan ist es nicht viel, was ich habe und ausgebe, aber es gibt Dinge, die unnötig sind, und das versuche ich zu markieren, um zu lernen, dass es unnötig ist. Heute kam mein Gehalt, direkt habe ich Miete überwiesen, Strom und Gas. Nun habe ich keine Mietschulden, somit bleibt mir die Wohnung, der Strom und das heiße Wasser. Nun haben wir den 29.08. und es bleibt fast nichts für den September, und doch so viele Verbindlichkeiten. Dennoch fühlt es sich gut an, weil ich nicht gespielt habe. Ich merke jetzt schon, dass es doch ein Roman wird..

Apa.. ja ich habe das Gefühl ich muss mehr tun, weil es so viele Phasen gibt, wo ich mir denke, beweg deinen Arsch, es geht noch viel mehr. Ich bin ein Arbeitstier, ich arbeite am liebsten unter Stress und Druck, dann leiste ich einfach mehr und produktiver. Klar bin ich stolz, was ich bisher gemacht und erreicht habe, aber der Gedanke, mehr geht immer, überwiegt. Ich schaue jeden Tag auf die Erfolgstabelle, und freue mich über jeden Tag der dazu kommt, und genau in dem Moment denke ich mir, so neuer Tag neues Ziel. Vielleicht zu viel Druck, den ich mir selber mache. Aber ich brauche es auch irgendwo, einfach um dran zu bleiben. Ich will es mir nicht zu gemütlich machen, weil ich weiss, dass der Weg noch sehr weit ist.

Medea, es fällt mir sehr schwer, egal was ich probiere, es macht mir kaum bis wenig Freude. Aus dem Grund brech ich auch ziemlich schnell ab, weil die Gedanken einfach wo anders sind. Beispiel: ich mach die Konsole an, beginne eine neue Karriere, verliere aber nach wenigen Spielminuten aber die Lust, weil es mich nicht fesselt. Blödes Beispiel vielleicht als Spielsüchtiger, aber das trifft auch auf andere Dinge, es macht keinen Spass, es fesselt mich nicht. Ich hoffe dass ich das irgendwann auch sagen kann, dass meine Freizeit voll mit Ideen ist und ich die Freude wiederfinde, ja die Freude am Leben.

Ich versuche jetzt erstmal durchzuatmen, und mir keinen Druck mehr zu setzen, es braucht Zeit, das muss ich akzeptieren.
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Re: Mein Weg
#151: 15.09.2024 20:02:07
Guten Abend zusammen,

viel Zeit vergangen seit meinem letzten Post. Hatte immer wieder angefangen, doch dann musste ich unterbrechen. Nun nehme ich mir endlich die Zeit, doch gibt es ein paar kleine aber wichtige Updates aus meinem Leben.

Diese Woche Sucht- und Schuldnerberatung gehabt. Die ersten Gläubiger sind bedient, natürlich ist dies nur ein kleiner Bruchteil des Ganzen. Aber, es ist alles sortiert und ich habe einen Überblick. Es ist ein tolles Gefühl, endlich befasse ich mich damit. Ich habe mir einen Ordner angelegt und habe nun keine Angst mehr Briefe zu öffnen. Außerdem führe ich ein Haushaltsbuch, und erfasse einmal pro Woche alle Ausgaben.

Die Suchtberarterin hat mich gefragt, wie Sie mir nun weiterhin helfen kann, da ich doch sehr klar im Kopf bin. Ich bat Sie darum, dass ich mich zu mindestens 1 Mal im Monat mit ihr austauschen könnte. Einfach um zu quatschen. Es ist mir wichtig, da ich so am Ball bleibe, und bei einem möglichen Rückfall eine Person hätte, bei der ich die Hosen runter lassen muss.

Habe mich nämlich die letzte Zeit viel mit dem Thema Rückfall beschäftigt, und mir als ersten Impuls-Stop die App Gamban installiert. Ich wohne alleine, und meistens war es die Zeit von Freitag bis Sonntag, wo ich gespielt habe. Einfach weil ich Langerweile, Zeit und keine andere Beschäftigung hatte.

Öhm, worauf ich ziemlich stolz bin, ich bin seit 13 Tagen Nichtraucher :) Ich will mein Leben komplett auf den Kopf stellen, Schritt für Schritt. Aufhören zu rauchen stand weit oben auf meiner To-Do Liste. Nun bin ich auf einem guten Weg, und eins kann ich euch sagen, es fühlt sich verdammt gut an.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend

Liebe Grüße
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« Letzte Änderung: 15.09.2024 21:21:35 von Alex »
 
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medea888

Re: Mein Weg
#152: 18.09.2024 08:30:41
Guten Morgen Alex,

Schön von dir zu lesen.
Schuldnerberatung klingt gut. Jedoch,wenn es dir danach sehnt mit jemanden regelmäßig zu quatschen ist es vielleicht sinnvoller in Richtung einer Therapie zu denken. Ich selbst war zwei Jahre in einer Gesprächstherapie und es hat mir unglaublich viel geholfen, ist nicht leicht da jemanden zu finden aber einen Versuch ist es Wert.
Grade auch in Bezug auf deine Rückfälle wäre es vielleicht sinnvoll tiefer zu schauen?
Wie war es denn bei der Suchtberatung?
Was planst du jetzt für deine Wochenenden? Statt zu spielen?
LG Medea
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S
Re: Mein Weg
#153: 18.09.2024 13:53:44
Hallo Alex, puh.. Ich habe mir jetzt alle Beiträge von dir hier durchgelesen..
Ich hab auch so schreckliche Angst das es mir irgendwann auch wieder passiert...

Du hattest doch so ein tolles abkommen mit deiner Mutter (sie hat sie EC karte  usw)
Würde das denn jetzt auch wieder für dich in Frage kommen? Hast du mit ihr gesprochen?

Liebe Grüße
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Re: Mein Weg
#154: 23.09.2024 21:12:40
Guten Abend,

@medea: ich hatte vor der Schuldnerberatung ein Treffen mit der Suchtberarterin, da konnte ich frei reden, einfach drauf los. Ich war nicht mehr so angespannt wie beim ersten Treffen, es war für mich persönlich sehr hilfreich, weil ich hier keine Maske tragen musste, quasi nackt und vor allem ehrlich gegenüber einem Menschen saß. Genau aus diesem Grund sind mir weitere Treffen immens wichtig, weil ich in diesem Raum ich sein kann, wo ich auch im Falle eines Rückfalles weiss, du kannst dich hier zu 100% öffnen. Es werden sicher viele Treffen kommen, an denen ich vielleicht nicht viel neues berichten werden kann, aber ich werde ehrlich sein, zu mir selber und zu der Suchtberarterin. Die Wochenenden kann ich nicht zu 100% durchplanen, habe mich kürzlich in einem Fitnessstudio angemeldet, versuche nun mehr Sport zu machen, mehr im Haushalt, und vor allem versuche ich mich mehr am sozialen Leben zu beteiligen und mich nicht mehr Zuhause zu verstecken. Es klappt noch nicht so wie ich es mir vorstelle, aber ich bewege mich in die richtige Richtung.

@Andre: eins kannst du mir glauben, ich bin sehr achtsam, weil ich im Moment sehr viel in meinem Leben ändere, was für den ein oder anderen zum Scheitern verurteilt ist. Aber ich mache es in meinem Tempo, völlig bewusst und in keinster Weise unterschätze ich es. Suchtverlagerung, ja klar, von Automaten hin zu Sportwetten und am Ende Online Casinos. Dennoch kann ich stolz sagen, Automaten ist abgehakt, Sportwetten ebenfalls. Bei Online Casinos bin ich ebenfalls auf dem richtigen Weg. Ich schaffe es, weil ich es für mich und mein Leben möchte. Dennoch darf ich Euphorisch sein, und möchte es auch. Das Spiel ist nicht mehr das wichtigste in meinem Leben, es ist das Leben, was mir am wichtigsten ist.

@Stella: schön dass du dir meine Beiträge durchgelesen hast. Ich denke ich kann dir eins auf den Weg geben, wir werden immer spielsüchtig sein, egal ob wir 1, 2 oder 10 Jahre abstinent sind. Diesen Gedanken hatte ich damals nicht, ich habe gedacht, ich bin geheilt. In so ein Loch würde ich nie mehr fallen. Ich bin aber in ein viel tieferes Loch gefallen. Ich war meiner Mutter sehr dankbar, dass sie mich unterstützt hat, und zu hoch ist die Scham, ihr nun zu sagen, dass ich es nicht geschafft habe. Ihr die Karte nun wieder abzugeben, wäre eine Option, dennoch würde ich Wege finden, an Geld zu kommen, ohne Karte. Viel wichtiger ist es zu begreifen, dass man es selber möchte. Ich habe es begriffen, und daran will ich festhalten. Meine Mutter ist nun 70 Jahre alt. Ich möchte, dass Sie nun zur Ruhe kommt, ihr Leben genießt, ohne sich Tag und Nacht den Kopf zu zerbrechen. Ich habe mich entschieden, auf eigenen Beinen zu stehen, als ich ausgezogen bin. Ich bin gescheitert, aber ich habe mich nicht aufgegeben und kämpfe jetzt für ein besseres Leben.

Danke
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Re: Mein Weg
#155: 06.10.2024 21:21:06
Guten Abend,

die letzten Tage habe ich viel gelesen und oft bin ich auf Sätze gestoßen, dass das wichtigste in der Abstinenz die Ehrlichkeit zu sich selber ist. Damit beginnt alles, und fällt alles. Nun steh ich Tage vor dem Spiegel, schaue mich an, und sehe einen anderen Menschen, ein hilfloses und kaputtes ich. Ich schaue in meine Augen und frage mich, wie schaffe ich es, wieder der lebensfrohe und glückliche Mensch zu sein, der ich vor dem ganzen Mist war, im selben Moment realisiere ich, dass ich  mich verändert habe und nie mehr das Leben führen werde, was ich vor dem Spielen hatte. Ich weiß nicht wie die Zukunft sein wird, aktuell verzweifel ich an der Gegenwart. Die Schläge, die man Tag für Tag zu spüren bekommt, sind brutal, obwohl man das wichtigste bekämpft, was einen erst zu diesem Punkt gebracht hat, die Sucht. Ich sollte froh sein, ich spiele nicht mehr, habe nicht den Drang dazu und auch kaum Momente, wo sich die Sucht zeigt. Aber warum fühle ich mich so Scheisse, wenn ich in den Spiegel schaue. In manchen Momenten habe ich so wenig Kraft, dass ich mir sage, Alex, du hast es versucht, aber du kannst nicht mehr, gib auf, du schaffst es nicht. Wie soll man sich da motivieren, weiter zu machen, wenn Erfolge nicht mehr spürbar sind. Ich hasse mich, für das was ich getan habe, ich vertraue mir selber nicht mehr. Manchmal wünsche mir, ich bekomme eine Hand gereicht, die ich packen kann und mich den einen Schritt begleitet. Manchmal will ich einfach aufgeben. Stop, hier bleib ich stehen und gehe nicht weiter. Die Fassade die ich über Jahre aufgebaut habe, lässt sich nicht auflösen. Das "neue" ich, was alle über Jahre kennen gelernt haben, lässt sich nicht in Luft auflösen.

Ich bin müde. Müde von dem Ganzen. Ich weiss im Moment nicht, wo ich Motivation tanken soll.

Ehrlich zu mir selber sein, dass war ich nun.
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Re: Mein Weg
#156: 07.10.2024 08:42:27
Hi Alex,

am Anfang meiner Abstinenz konnte ich tatsächlich eine Weile selbst nicht mehr in den Spiegel schauen, weil ich mich derart hasste, dass es mir nur schlecht bei dem Anblick wurde. Mittlerweile ist dies anders und das wird auch bei dir so sein, klar ist die erste Zeit hart und Tiefschläge kommen täglich, aber hier ist es wichtig darüber zu reden, im Forum und in einer SHG oder mit mit Menschen, die einem Nahe stehen.
Lass dich nicht einsülzen oder überfahren von diesen Gefühlen, es werden ohne Spielen wieder bessere Zeiten kommen, glaub mir!
Schreib hier rein was dich bedrückt, geteilte Probleme und Sorgen halbieren sich dadurch...
Volle Kraft voraus, Alex!
aT
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Re: Mein Weg
#157: 07.10.2024 21:14:31
Hallo Alex,

was würde denn aufgeben bedeuten ?
Einfach aufgeben gibt es nicht im eigentlichen Sinne, es gäbe eh immer Dinge die zu bewältigen wären.
Auf Erden ist atmen, essen , trinken, schlafen eh bewährt um am Leben zu bleiben.
Auch wieder zu spielen würde nichts an einer Motivationslosigkeit ändern.

Früher habe ich eine Plastik erschaffen von mir selbst, jedes Teil davon nahm ich von außen und modellierte bis es mir passte.
Das war dann halt ich und wenn irgendetwas abblätterte, dann nur weil es eh zusammengebastelt war.
Ein zusammengeklebter Mensch !
Aber ich musste doch gar nichts erschaffen, ich bin ja.
War halt in einem quadratischen Stein und schon immer da gewesen, Stück für Stück musste ich dann mein Ich freilegen.
Ohne etwas hinzu fügen oder zu basteln...der Unterschied einer Plastik zu einer Skulptur.

Kurz um Alex.
Leider kostet es manchmal viel an Kraft und man versinkt schnell einmal im Boden.
Dann ist es gut hier zu schreiben, jeder hier der dir schreibt benutzt seine Hände um dir zu antworten.
Es ist wie sich die Hände zu geben ...um zu halten und begleiten.

An deiner Seite...

Liebe Grüße
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Re: Mein Weg
#158: 08.10.2024 14:54:32

Kurz um Alex.

Leider kostet es manchmal viel an Kraft und man versinkt schnell einmal im Boden.
Dann ist es gut hier zu schreiben, jeder hier der dir schreibt benutzt seine Hände um dir zu antworten.
Es ist wie sich die Hände zu geben ...um zu halten und begleiten.


Hier würde ich mal gerne kurz einklinken,... mit schon wieder Pippi in den Augen...

Es sind die KLEINEN Dinge die ICH zum Beispiel schnell sehr gerne vergesse. Ich bin zwar über 1 Jahr abstinent mitlerweile aber war schon wieder 2 Wochen nicht duschen oder vor der Tür. Für MICH ? Ah, wozu denn, wird schon wieder...
Nun dümpelte gestern wieder eine andere Nachbarin von uns per Whatsapp rum, sie hätte 3 Hausmeistertätigkeiten zu erledigen ob ich wieder gesund bin, ob ich Zeit hätte "blablabla";... Völlig genervt dachte ich mir "man, ruf an, sag DU brauchst HILFE und gut ist", was ich dabei wiedermal völlig vergessen hatte ist SIE, wie oft hat sie mir gesagt sie kann das nicht und Sie bricht sich einen ab überhaupt zu fragen, ich muss dazu sagen die gute Frau ist irgendwas um die 80 und hat bis vor einigen Jahren noch Ihren schwerkranken Mann gepflegt und war nie auf Hilfe "angewiesen". Nun gut, ich rief an, fragte was sie denn hat und sagte ich komm gleich mal hoch...

Es dauerte noch eine ganze weile bis ich mich aufraffen konnte und mir dachte "ey, duschen gehen vorher" und in die Dusche trappste. Ich genoß die Dusche die NORMALERweise ein tägliches "gut" sein sollte, aber ich kann Dir sagen, was war ich STOLZ es geschafft zu haben...

Andererseits denk ich mir auch, ey - duschen gehen ? hallo, wo ist das Problem das ist völlig normal... NEIN, für MICH ist es im Moment ebend NICHT normal, ich häng wieder in irgendeinem Loch rum und es ist ANSTRENGEND selbst diese gott verdammte dusche...

Ich ging dann hoch, nahm mich ihrer erledigungen an und "musste" dann noch in Baumarkt neues Zeug besorgen für Ihre Spühle in der Küche. Gab auch wieder ne kurze Diskussion als ich sagte ich fahr nachher mit Jana das Zeug besorgen - da "meckerte- sie direkt rum, nein ich kann das auch alleine und ich "schnauzte" sie dann kurz an und sagte ich mach keine halben Sachen, wir besorgen das und ich mach das fertig.
Völlig schlecht gelaunt ging ich vor die Tür, sagte direkt jana was sache ist das sie bescheid weiß, wir fuhren das zeug kaufen und noch schnell flaschen wegbringen. Vom Gefühl wollte ich so ne normale Tüte mit nem Syphon kaufen 7,99 redete aber mit nem Verkäufer das ich mir nicht sicher bin und kaufte eins was doppelt so teuer war mit mehr Teile das ich Notfalls was zum zusammenbasteln habe. Ende vom Lied, das einfache hätte völlig gereicht und wieder ärgerte ich mich, NICHT auf mein Gefühl gehört, kein Selbstvertrauen...

Aber WO soll es auch herkommen ?

Aus einer Daddelkiste jedenfalls nicht, keine Ablenkung von mir selbst, kein hochdrücken bis zum Anschlag, keine "gewinne", nein einfach nichts...

DAS ist ALLES harte Arbeit mein Lieber und jedes kleine Fitzelchen MUSS und SOLLTE man wahrnehmen, kommt man sich selbst noch so lächerlich dabei vor,...

Frau Nachbarin hat es dann mal wieder völlig übertrieben als es ums "bezahlen" ging was ICH eh schon nicht leiden kann und nachdem ich zig mal gesagt habe ich will kein geld sie solls Jana geben fragte ich Jana dann doch was sie denn jetzt bezahlt hat und da Jana damit gerechnet hat das ich ausraste sagte sie auch erst nichts und zeigte mir dann 50 euro wovon ich dann hinter ihrem rücken(Nachbarin) 20 wegnahm und aufm Tisch hinter nem Kästchen versteckt habe. Voller Freude ging ich dann mit Jana runter und kaum das die Tür zu war sagte ich zu Jana "Hahaha, DAS gibt mecker wenn sie die 20 Euro findet" Jana lachte mit und sagte nur, ooooooh jaa... NICHTS half mir um von meiner schlechten Laune runter zu kommen, sie hat sich zig mal bedankt und toll und danke und und und, aber wie ich sagte "das gibt mecker" DA ging es mir gut, DAS kenne ich...
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Re: Mein Weg
#159: 11.10.2024 12:38:47
Hallo zusammen,

gerade eben bekam ich den nächsten Schlag zu spüren, der mich total umgehauen hat, obwohl es klar war, dass dieser irgendwann kommt.

Durch das anheufen der Schulden und nicht bezahlen der Kredite, was ja auch von der Schuldnerberaterin angeraten worden ist, um einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen, wurde ich eben von der Buchhalterin angesprochen, weil eine Lohnabtretung von einem der Gläubiger nun per Post an meinen Arbeitgeber ankam. Somit folgt nächste Woche ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber, worauf ich nun überhaupt nicht vorbereitet war.

Habt ihr Tipps, was ich nun vor meinem Arbeitgeber offen legen muss? Ich vermute mal das die anderen Gläubiger auch meinen Arbeitgeber kontaktieren werden. Ich hab so Angst jetzt, das mein Arbeitgeber erfährt, wie viele Schulden ich habe und sich fragen wird, wie es dazu gekommen ist. Ich liebe meine Arbeit, nur jetzt hab ich Angst, dass ich gekündigt werden kann. Habt ihr Erfahrungen in dieser Hinsicht?

Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zur Buchhalterin, auch privat, was soll ich denn nun machen :(

Könnt ihr mir bitte helfen.
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Re: Mein Weg
#160: 11.10.2024 17:05:23
Hallo Alex,

Du weißt vielleicht mitlerweile das ich jemand bin der Dinge auf den Punkt bringt ohne viel Schmusibusi drumerum...

JA, sicherlich ist das gerade ein echt beschissenes Gefühl erwischt worden zu sein mit allem was dazu gehört AUCH bis hin zum Verlust der Arbeit, es wird kaum einen geben hier der das nicht versteht oder nachvollziehen kann wie es dir gerade geht...

Dennoch, ich sehe das zu 100% genau wie Andrê, sieh es als CHANCE und auch Deine AUFGABE das Ruder rum zu reißen und sei gnadenlos Ehrlich, EHRLICH zu DIR selbst und zu Deinem Arbeitgeber. Selbstverständlich besteht die Gefahr das dein Arbeitgeber sagt, alles klar zieh zu das du land gewinnst ABER und DAS ist verdammt wichtig DU warst EHRLICH !!! - Sollte es für deinen arbeitgeber nicht mehr tragbar sein dann ist das nunmal die KONSEQUENZ aus dem Mist den Du verzapft hast und auch damit musst du lernen umzugehen ohne dich raus zu wuseln ...

Mich wundert das auch ein wenig das es schon so weit ist da du ja bei der schuldnerberatung warst, und mich würde auch intressieren wie dort der Stand der Dinge ist.

Alles in allem, JA dumm gelaufen, komm damit klar, für die ZUKUNFT, EHRLICHKEIT.....
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Re: Mein Weg
#161: 11.10.2024 20:11:50
Hallo Alex,

abgesehen eines Mehraufwandes der Buchhaltung und dein Arbeitgeber wissen möchte was denn los ist.
Ist diese Lohnabtretung sicherlich bindend für den Arbeitgeber, nur der Gläubiger könnte veranlassen diese Pfändung rückgängig zu machen.
Aber dieses Geld hat er ja nun sicher, warum sollte er also.
Um weiterhin so etwas zu vermeiden müssen unbedingt Abzahlungsvereinbarungen eingehalten werden.
So könnte es ja auch zu einer Kontopfändung bei deiner Bank kommen oder einem Besuch des Gerichtsvollziehers selbst bei dir.

Diese Kredite sind ja vertragliche Vereinbarungen, der Spielraum einer Kulanz deshalb relativ klein.
Es kommen halt Sachen auf dich zu, die zu erledigen wären.
Aber unbedingt zeitnah, der Besuch einer Schuldenberatung ist recht - zivilrechtlich unrelevant.
Es gab noch keine Kontaktaufnahmen zu den Gläubigern ?
Dann aber ein ganz normaler Ablauf des Mahnverfahrens bzw. Vollstreckung.

Kein Grund um zu verzagen, glaube mir.

Liebe Grüße         
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« Letzte Änderung: 11.10.2024 21:37:51 von Jacky1 »
 

Re: Mein Weg
#162: 11.10.2024 22:05:59
Im Gespräch mit der Schuldnerberaterin wurde mir von ihrer Seite aus geraten, ein neues Konto zu eröffnen, damit keine Kontopfändung statt finden kann. Desweiteren haben wir beim letzten Termin die Briefe sortiert in die Gläubiger, wo keine Möglichkeit auf kurzfristige Rückzahlung besteht und auf Gläubiger, die ich in nächster Zeit bedienen kann. Es ist also nicht so, das ich komplett alle Zahlungen eingestellt habe André. Nun gut, meine Beraterin sollte nun die Gläubiger, die nicht mehr von meiner Seite aus bedient werden können, anschreiben, um eine Einigung zu erzielen. Unser nächster Termin ist am 31.10.
Ich hab tatsächlich damit gerechnet, dass die Gläubiger erstmal Ruhe geben, wenn diese ein Schreiben von einer Schuldnerberatung erhalten. Tatsächlich ist dies nicht der Fall, da der Gläubiger, der heute die Lohnabtretung gefordert hat, auch auf der Liste stand. Natürlich möchte ich schnellstmöglich Vereinbarungen bezüglich der Rückzahlung treffen, aber da bin ich an die Schuldnerberaterin gebunden und habe bis jetzt alles gemacht, was Sie geraten hat.

Ich überlege mir gerade, was ich dem AG sagen soll, die volle Wahrheit, all meine Schulden offen legen? Warum sollte ich dies tun? Den Arbeitgeber hat doch überhaupt nicht zu interessieren ob ich 10.000 Euro oder 100.000 Euro Schulden habe, erkläre mir bitte, aus welchem Grund ich meine aktuelle Schuldenhöhe mitteilen soll?? Ich mache meine Arbeit zu 1000%, was mein Privatleben betrifft, geht meinen AG doch nichts an.

Viel wichtiger geht's mir gerade darum, ob ich a) gekündigt werden kann aufgrund von Lohnabtretung und b) ob ich überhaupt verpflichtet bin, da große Auskünfte zu geben.

Ich stehe 100% dazu, mir Hilfe von einer Schulden-Beratung genommen zu haben, rückblickend habe ich mir tatsächlich mehr Beratung und Betreuung gewünscht. Bis dato hatten wir zwei Termine, wobei beim zweiten Termin die selbe Fragen teilweise gestellt worden sind, wie beim ersten... Aber aufgrund meiner Hilflosigkeit und Verzweifelung beim ersten Treffen und die Hoffnung auf professionelle Hilfe bleibt mir nur dieser Weg.
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« Letzte Änderung: 11.10.2024 22:38:55 von Alex »
 

Re: Mein Weg
#163: 12.10.2024 00:28:55
Hallo Alex,

noch kurz auf ein Wort vor dem Schlafen gehen.

Ich überlege mir gerade, was ich dem AG sagen soll, die volle Wahrheit, all meine Schulden offen legen? Warum sollte ich dies tun? Den Arbeitgeber hat doch überhaupt nicht zu interessieren ob ich 10.000 Euro oder 100.000 Euro Schulden habe, erkläre mir bitte, aus welchem Grund ich meine aktuelle Schuldenhöhe mitteilen soll?? Ich mache meine Arbeit zu 1000%, was mein Privatleben betrifft, geht meinen AG doch nichts an.

Ich kenne Menschen mit Schulden über einer Millionen.
Mache dennoch mit ihnen Geschäfte und weiß über ihre gute Bonität.
Sie bezahlen wohl ihre Verbindlichkeiten wie es zu erwarten wäre.
Geht es mich etwas an wie viel Schulden ein Kunde hat ?
Nein !

Aber wenn einer kommt und ich wüsste dass er In zahlreichen Mahnverfahren steckt und es sogar zur gerichtlichen Vollstreckung kommt.
Kann ich nicht für ihn in Vorkasse gehen ohne ein Risiko, ja dann selbst auch meine Kosten einklagen zu müssen.

Wie auch immer....
Dein Arbeitgeber könnte sich fragen, wenn du deine Schulden ja nachweislich nicht bezahlst.....
Geht es ihn ja schon etwas an, weil er sicherlich einen seriösen zuverlässigen Fundus an Arbeitnehmer möchte.
Zumal ja die Gefahr bestünde das Lohnabtretungen sich häufen könnten, die zwangsläufig eh ein Bild deiner finanziellen Situation enthüllen.   
Er könnte sich weiterhin fragen, ob du auch deiner Tätigkeit dort konzentriert nachgehen kannst..auf Dauer.
So liegt ihm event. die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Mitarbeiter schon am Herzen.
Zumal Angestellte auch jene Firmen repräsentieren bei denen sie arbeiten
Na klar kannst du erzählen was du möchtest....es ist dein Privatleben.
Es muss ja weiter gehen und du möchtest gerne weiterhin dort arbeiten, alles muss er ja auch nicht erfahren.

Oder denkst du dass einer meiner Kunden weiß, dass ich ein pathologischer Spieler bin ?
Ich stehe aber auch nicht in der Verantwortung es ihnen zu sagen, weil ich meinen Leumund mir hart erarbeitete.


Grüß dich 
   

       
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Re: Mein Weg
#164: 12.10.2024 11:19:18
Ehrlich gesagt wird mir hier auch immer mulmiger, unter anderem diese Aussage
Im Gespräch mit der Schuldnerberaterin wurde mir von ihrer Seite aus geraten, ein neues Konto zu eröffnen, damit keine Kontopfändung statt finden kann.

"Richtig" wäre die Aussage ein -Pfändungsschutz-konto zu eröffnen (das kann man übrigens auch mit einem vorhandenen Bankkonto machen indem man zu seiner Bank geht, die HOSEN RUNTER LÄSST und sagt man benötigt ein Pfändungsschutzkonto-. Ich denke das hier irgendwas was falsch ist, denn EGAL wo auch immer du ein Bankkonto eröffnest du bist bei einer Inso mitteilungspflichtig und sofern ich mich erinner brauchst du so oder so ein Pfändungsschutzkonto da ALLES über dem Geld das man Pfändungsfrei behalten darf an den Insolvenzanwalt/verwalter geht der dann wiederum das Geld verteilt. Hat man DANN dieses Konto nicht geht ab einem bestimmten Datum ALLES an den Verwalter so weit ich mich erinnere...

Es gibt auch überhaupt nichts zu überlegen ob nun 5,10,50, oder 100000 Euro, die einzige Überlegung die Du da anstellen solltest, bin ich EHRLICH und erzähle die VOLLE WAHRHEIT oder lüg ich weiter, erzähl nur die hälfte und mache weiter so wie bisher in dem ich weiterhin Dinge verheimliche,...

DAS bezieht sich ja auch nicht nur auf deinen Arbeitgeber, es geht um DICH als PERSON im ganz ALLGEMEINEN,...

Seis drum, weiterhin seh ich das wie Andrê, mir kommt das auch wie ziemliches rumeiern vor...  Was das betrifft so kann ich das für MICH hier an der Stelle abkürzen. Kenne ich Deine Zahlen was einkommen und schulden betrifft wäre es für mich eine Leichtigkeit dir sagen zu können was du bestenfalls tun könntest, ohne die Zahlen bin ich raus...

Was den Arbeitgeber betrifft kann ich dir nur von 2en von mir erzählen.

Ich habe lange Zeit als Hausmeister gearbeitet und er wusste nichts davon. IMMER bekam ich mein Geld BAR cash in die Hand... Wo das gelandet ist wissen wir alle. Irgendwann hab ich das so "gemanaget" das meine Frau mein Geld erhalten hat und ich dem somit AUS DEM WEG gegangen bin. Das führte dazu das mein chef irgendwann auf mich zukam und fragte, ob ICH IHM aus dem Weg gehe, was denn los sei. Situationsbedingt hatte es gut gepasst und ich hab ihm von meiner Jahrelangen Spielsucht erzählt.... AH OK, deswegen und das Thema war für Ihn erledigt, SO EINFACH kann es gehen...

Mein Chef den ich jetzt habe führt einen Betrieb mit 20 Mitarbeitern und bei Ihm leg ich meine Hand ins Feuer wenn da jemand kommen würde und sagen würde, "Chef, hör mal zu, ich hab da ein Problem" ER wäre der ERSTE der seine HILFE anbieten würde trotzdessen sie ihm alle gehörig auf der Nase rumtanzen... Das EINZIGE worauf er WERT legen würde, EHRLICHKEIT und kein rum gekleckere....

Kannst du ausschließlich wegen der Pfändung gekündigt werden : Nein , aber was sagt es über Dich aus ?

Nach meinem Zusammenbruch wollte ich in die 2te Insolvenz gehen -war ja ne voll einfache Lösung, ich kannte es von damals- 40k Schulden, keine arbeit, wäre wahrscheinlich durch gegangen. ALLEINE Durch meine Frau die sich STRIKT dagegen geweigert haben wir diese 40k Euro in 6 Jahren bezahlt (so +/- nagelt mich nicht fest) mit einem "normalen" Einkommen, meiner läpperlichen Rente und nem Nebenjob. und trotzdem schafften wir uns "nebenbei" 2 Autos an, sie konnte in Urlaub worauf ich viel wert legte das sie das macht und wir haben 2 bis 6 Katzen gehabt über die Jahre. Selbst Rückfälle waren immer noch möglich, so ist das nicht,...

Im September letzten Jahres haben wir die letzte Rate angewiesen GEILER SCHEISS !!!!!!! und UNBEZAHLBAR, der Moment als wir beide auf die Entertasten drückten, dieses Tränen aufgelöste Gesicht meiner Frau, ich werde es nie vergessen...
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8.12.1974 :) Schlechter geht immer, BESSER aber auch :)
 

 
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