Nach unten Skip to main content

Autor Thema: Rückfall

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

W
Rückfall
OP: 06.10.2024 21:48:17
Hallo Community, ich bin durch das Podcast auf euch aufmerksam geworden. Danke dafür! Brauche tatsächlich einen Rat eines Spielsüchtigen um den Kopf klar zu bekommen. Kurz zu mir, mein Mann spielt seit 3,5 Jahren, haben 4 gemeinsame Kinder, eigentlich das „perfekte Paar“ seit 18 Jahren, glückliches, sorgenfreies Leben, zusammen durch dick und dünn gegangen, allerdings ich erlebte bis jetzt den 4. Rückfall mit. Jetzt hat es gereicht… Seit März letzten Jahres war er 10 Wochen in einer Reha stationär (sein Hilferuf), davor ambulant (mein Hilferuf). Ein Jahr war er spielfrei. Nach der Reha bekam er seine letzte Chance- die Abmachung war klar- spielt er noch mal (egal ob verloren oder gewonnen), verliert er nicht nur Geld (wie immer), sondern diesmal auch unsere Familie… Er hat es tatsächlich gewagt… Somit haben wir uns frisch getrennt. Ich habe ihm schöne Zukunft vorgestellt- beweist er, dass er 2-3 Jahre spielfrei bleiben kann, können wir noch eine Familie bleiben und als Familie leben. Aber wo er eh schon „alles verloren hat“ spielt er weiter… Ich liebe den Mann über alles, deswegen habe ich alles versucht um ihm aus der Sucht zu helfen. Ich nenne es Liebe, Therapeuten co-Abhängigkeit. Meine Frage ist- gehören die Rückfalle einfach dazu oder kann man rückfallfrei durch das Leben gehen? Muss ich es jedes Mal dulden und eigene Haltung dazu finden oder hört er auf und findet für sich den Notfallplan um das Spielen zu verhindern. Eigentlich dachte ich, dass er dies in der Reha gelernt haben musste, aber wenn ich höre, dass er wieder die Illusion hatte das große Geld zu gewinnen, weiß ich, dass er wieder ganz am Anfang seiner Konfrontation mit der Krankheit ist… Er möchte jetzt mit Hypnose versuchen und erhofft sich von in „Wunder“. Was jemand Erfahrung mit? Was gibt es für ihn noch für Möglichkeiten?… Danke Euch für bestimmt sehr wertvolle Tipps!
  • IP logged
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: amTiefpunkt, Jacky1

Re: Rückfall
#1: 07.10.2024 01:11:23
Moin Lilie
Hallo Community, ich bin durch das Podcast auf euch aufmerksam geworden.

Welchen Podcast ??

Meine Frage ist- gehören die Rückfalle einfach dazu oder kann man rückfallfrei durch das Leben gehen?

Hmmm,...

die breite Masse -eigentlich alle- sagt Rückfälle gehören dazu, ich behaupte bis heute das es eine Schutzbehauptung ist um sich hinter der Krankheit weiterhin zu "verstecken" ; "Ich bin süchtig ich bin krank" oder andersrum... Meine Rückfälle waren alle bewusst, wenn auch zu schwach zu widerstehen so waren sie dennoch bewusst und aus jedem habe ich etwas dazu gelernt.

Der Grad zwischen "liebe" und "co-abhängigkeit" ist auch sehr schmal, ich denke DAS können nur betroffene für sich SELBST beantworten.

Muss ich es jedes Mal dulden und eigene Haltung dazu finden


"Müssen" musst du gar nichts, du musst dich lediglich entscheiden was du zulässt, akzeptierst tollerierst oder mitmachst.

  • IP logged
8.12.1974 :) Schlechter geht immer, BESSER aber auch :)
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Jacky1, Wasserlilie

Re: Rückfall
#2: 07.10.2024 01:19:44
hört er auf und findet für sich den Notfallplan um das Spielen zu verhindern.

Das kann nur ER beantworten,...

Eigentlich dachte ich, dass er dies in der Reha gelernt haben musste,

Was soll man denn deiner meinung nach in 10 Wochen lernen ?

aber wenn ich höre, dass er wieder die Illusion hatte das große Geld zu gewinnen, weiß ich, dass er wieder ganz am Anfang seiner Konfrontation mit der Krankheit ist…

"der große gewinn" hat für mich nie eine Rolle gespielt, geschweige denn verluste wieder wett zu machen. Desweiteren denke ich das die Konfrontation weit davor liegt als "der große gewinn"

Er möchte jetzt mit Hypnose versuchen und erhofft sich von in „Wunder"


Das geld könnt ihr/er euch sparen, auch das wird nicht funktionieren, es gibt weder eine Wunderpille für viele viele psychische Erkrankungen noch eine Wunderpille die aus einem Suchti einen "normalen" Menschen macht,...
  • IP logged
8.12.1974 :) Schlechter geht immer, BESSER aber auch :)
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Jacky1, Wasserlilie

a
  • ****
  • Senior-Mitglied
  • Beiträge: 730
  • Dankeschön: 552 mal
  • Sternchen: 32
  • Spielfrei seit Oktober 2012
  • Spender
Re: Rückfall
#3: 07.10.2024 08:32:53
Guten Morgen Wasserlilie,

herzlich Willkommen hier bei uns im Forum, hervorragend, dass du deine Probleme und Sorgen mit uns teilst!

Zunächst einmal will ich dir sagen, du bist eine starke Frau und bist mental schon sehr weit Fortgeschritten mit deinem Denken und Handeln als so mancher Angehörige, der hier aufschlägt - dafür hast du meinen vollen Respekt.
Meiner Ansicht hast du bis hierher alles richtig gemacht, du bist emotional gebunden an deinen Mann, hast ihn Chancen gewährt und hast ihm klar vorgestellt, wie deine Zukunft mit ihm aussieht - nämlich ohne Spielen und hast dann, davor verneige ich mich, deine angedrohte Konsequenz durchgezogen, dies schaffen nur die wenigsten Angehörigen, jedoch ist das der einzig logische und zielführende Schritt für den Moment. Er muss sehen und fühlen, dass sein Handeln in kein "immer weiter so" mündet. Eine (temporäre) Trennung wird euch beiden gut tun, obwohl dies natürlich schmerzt.
Meiner Ansicht kann ein Rückfall, sofern man als Spieler den Weg der Abstinenz eingeschlagen hat, immer vorkommen, jedoch ist der Umstand, dass der Spieler diesen wirklich auch gehen will, nicht immer objektiv von außen zu erkennen.
Ich habe in den letzten Jahren, eigentlich noch nie, einen Rückfall gehabt, nach meinem Entschluss abstinent zu werden, der Trick ist, nicht die Sucht zu bekämpfen, sondern sie zu akzeptieren und lernen mit ihr zu Leben. Dafür hat jeder Spieler unzählige Hilfestellen und jeder wählt mehrere davon aus und bezieht diese in seinen Weg der Abstinenz ein. Eine Therapie kann eine davon sein, allerdings schützt diese konkret später im Leben nicht vor dem Spielen, erst recht nicht, wenn ein Angehöriger den Spieler dort hin schickt oder der Spieler nur dorthin geht, um sein Umfeld ruhig zu stimmen und danach seiner Sucht wieder Raum zu geben. Du siehst, es ist ein verzwicktes und Komplexes Thema, das Angehörige leider nicht für den Spieler lösen können, sondern nur dieser selbst.   
Ich persönlich sehe eine Selbsthilfegruppe in den ersten Jahren des Abstinenz für unumgänglich, der Austausch mit anderen Spielern ist essentiell, um zu lernen, welche Strategien diese für sich gewählt haben und davon für sich selbst zu lernen. Du siehst an mir, dass ich selbst nach über 10 Jahren Spielfreiheit an dem Thema weiter festhalte und den Austausch suche, wenngleich nur noch Online und nicht mehr in Präsenz, aber dennoch immer noch ungemein wichtig für mich selbst!
Ganz ehrlich, Therapie, Hypnose, Globulli oder sonstwas - er ist und bleibt die Lösung seines Problems und keine Therapie wird eine Wunderheilung herbeiführen, kann aber helfen, Abstinent zu werden. Er wird das schaffen, wenn er es zu 200% möchte, muss dann aber alle ihm mögliche Hebel in Bewegung setzen, damit es erfolgreich wird. Er ist Patient und Arzt zugleich - welche Strategie hat er? Eine Hypnose - doch das wird zu wenig sein, um ernsthaft spielfrei zu werden.
Ich wünsche dir Viel Kraft Lilie, die wirst du brauchen....

aT
  • IP logged
Sag "JA" zum Leben!
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Jacky1, Wirbelwind, Wasserlilie

Re: Rückfall
#4: 07.10.2024 22:20:26
Hallo Wasserlilie und auch von mir ein herzliches Willkommen,

wahrscheinlich Kevin`s Podcast...
Schön dass du hier schreibst, daher ist es auch wichtig wie es dir dabei geht, auch wenn dein "Glück" an deinen Partner gebunden.
Kaum ist der Wunsch nach einem großen Gewinn der Antrieb, den hätte ja eh jeder..... auch ein Nicht - Süchtiger.
Ein selbst auferlegtes Alibi eher, alles zu verlieren für ein armseliges reich werden, mehr ist es doch nicht wirklich.

Er sucht nach einer Möglichkeit die ihn befreit von diesem " Leiden " ?
Er verliert all sein Geld, riskiert das Wohl seiner lieben Familie  ...könnte alles verlieren und ihr eure gemeinsame Zukunft.
Selbsthilfegruppen, Therapien, Beratungsstellen...von mir aus auch Hypnose.
Ich gehe sogar noch ab und an zu " meiner " Wahrsagerin  :) ...kein Scherz.
Alles kann eine gute Hilfestellung sein, um zu begreifen, erkennen und zu festigen....
Das man machtlos dem Spiel gegenüber ist, aber nicht sich selbst.     
Was sollte auch von außen heilen können, wo doch im Inneren verborgen ?

Es ist ein Prozess, keiner steckt in ihm drin ..er muss es einfach erfahren.
Und wenn er Hilfe braucht, weil er sonst wieder spielt....sollte er sie auch ganz fest greifen.
Werte...wirklich Werte und ich glaube du weißt schon was ich meine, sollte er wieder wirklich schätzen und beschützen.

Naja , ich habe ja gut reden, 30 Jahre habe ich gespielt.
An einem Punkt konnte ich es dann nicht mehr weiter, ja es gab dennoch Rückfälle.
Und nach jedem wurde ich stärker in meiner Überzeugung und nahm noch mehr Hilfe an.
Da gibt es nichts zu gewinnen für mich...wollte doch eh nur gewinnen um weiter zu spielen.
Ich bin nicht nur der Träger meiner Sucht, ich bin der Erschaffer.    
Ich habe aufgehört mich selbst zu belügen und lernte was zu glauben wäre !!!

Liebe Grüße                   
   
  • IP logged
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Wirbelwind, Wasserlilie

W
Re: Rückfall
#5: 07.10.2024 22:29:33

Welchen Podcast ??
-> glücklich süchtig. Sie erwähnen euch direkt am Anfang
  • IP logged
 

Re: Rückfall
#6: 07.10.2024 22:36:52
-> glücklich süchtig. Sie erwähnen euch direkt am Anfang

Wie geschrieben, unser lieber Kevin ist auch hier Mitglied.   

https://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php?topic=856.msg10672#msg10672
Verlinkt unter der Rubrik - Nützliche Seiten, Literatur und Podcast!
  • IP logged
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Wasserlilie

W
Re: Rückfall
#7: 07.10.2024 22:55:25
Meiner Ansicht hast du bis hierher alles richtig gemacht.

Danke! Jetzt kommen schon die ersten Zweifeln an meiner Entscheidung… Gerade wenn man sich mehrere Podcast hintereinander angehört hat… Man hat sich das Leben geschworen in Gesundheit wie in der Krankheit, bis dass der Tod uns scheidet… Und man verlässt den Kranken, damit er (sorry für den Ausdruck) „auf die Fresse fällt“… Damit er merkt, was er verloren hat. Dass er alles hatte. Dass er vielleicht Angst bekommt nie wieder so glückliche Familie zu haben, wenn er nicht zu 200% möchte spielfrei zu bleiben.
Habt ihr es erlebt, dass man als Paar Therapie macht? Ambulant haben wir es versucht, aber gebracht hat es Nix. Waren allerdings nur 3 Gespräche… Ich wünsche mir eine Therapie, wo die Angehörigen eine Haltung zu den Rückfällen finden und der Spielsüchtige einen Notfallplan erstellt? Dass man lernt mit der Krankheit zu leben und alle Probleme frühzeitig zu erkennen. Bin echt am zweifeln- das macht einen Irre. Gerade, wo so viele meiner Kinder mit dem Wochenendpapa aufwachsen werden müssten statt in der glücklichen Familie…
  • IP logged
« Letzte Änderung: 07.10.2024 23:13:02 von Wasserlilie »
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Jacky1

W
Re: Rückfall
#8: 07.10.2024 23:01:09
Was soll man denn deiner meinung nach in 10 Wochen lernen ?

Den Grund warum er gespielt hat? Was hat ihm den Kick gegeben? Das Spielen selber/ der Rausch davor/ mich austricksen? Vor allem aber den Notfallplan ausarbeiten für jeden persönlich…


Das geld könnt ihr/er euch sparen, auch das wird nicht funktionieren, es gibt weder eine Wunderpille für viele viele psychische Erkrankungen noch eine Wunderpille die aus einem Suchti einen "normalen" Menschen macht,...

Ja klar, sonst gäbe es keine Rehas, die Hilfe anbieten würden, wenn die Lösung so einfach wären. Er erhofft sich die Antworten, warum er spielt. Und dass sein Unterbewusstsein aktiviert wird nach dem Motto „Hebeln ist be!“
  • IP logged
« Letzte Änderung: 07.10.2024 23:16:33 von Wasserlilie »
 

a
  • ****
  • Senior-Mitglied
  • Beiträge: 730
  • Dankeschön: 552 mal
  • Sternchen: 32
  • Spielfrei seit Oktober 2012
  • Spender
Re: Rückfall
#9: 08.10.2024 12:52:39
Zitat
Man hat sich das Leben geschworen in Gesundheit wie in der Krankheit, bis dass der Tod uns scheidet

Das kenne ich doch irgendwo her.... 8)

Ein Schwur war das nicht, jedoch ein Versprechen! Und zwar bezüglich der Treue. Ich sehe hier keinen Zwiespalt, jedoch wenn er sein Leben gegen die Wand fährt, heißt dies nicht automatisch, dass du mitfahren musst, du hast auch eine Verantwortung gegenüber deinen Kindern, die auch in eurem Wagen sitzen. Ich spreche hier auch bewusst von einer temporären Trennung, die nicht unmittelbar in einer Scheidung mündet - jedoch kenne ich viele Betroffenen, bei denen genau dieses letztendlich passiert ist, weil der Spieler nicht immer gewillt ist, an seinem Problem zu arbeiten - leider!
Das deine Entscheidung an dir nagt kann ich verstehen, aber glaube mir, in der jetzigen Situation ist sie die richtige.

aT
  • IP logged
Sag "JA" zum Leben!
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Jacky1, Wasserlilie

W
Re: Rückfall
#10: 08.10.2024 15:19:24

Das deine Entscheidung an dir nagt kann ich verstehen, aber glaube mir, in der jetzigen Situation ist sie die richtige.



Dankeschön! Ich vermute, die starken Worte habe ich gerade gebraucht :-*. Dass es Derzeit die beste Entscheidung ist, auch für uns beide. Kann die Trennung dem Süchtigen helfen die Entscheidung über abstinentes Leben zu treffen? Oder ist es eher ein Hindernis? Lässt sich wahrscheinlich gar nicht pauschal sagen,oder?
  • IP logged
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Jacky1

Re: Rückfall
#11: 08.10.2024 15:26:31
EDIT: DAS ist genau das was ich am SCHLUß hier geschrieben habe Lilie...

Kann die Trennung dem Süchtigen helfen die Entscheidung über abstinentes Leben zu treffen? Oder ist es eher ein Hindernis? Lässt sich wahrscheinlich gar nicht pauschal sagen,oder?

Es ist völlig uninteressant ob es hilft oder helfen kann, DU "musst" Konsequenzen ziehen und konsequent bleiben denn wie Du schon selbst schreibst, eine Garantie gibt es für nichts und in die Zukunft schauen kann auch keiner. ICH vertrete den Standpunkt ganz KLAR das eine Trennung besser ist sofern vorher nichts geholfen hat,...

Bleib STARK !!!

Hallo Lilie

Das mit den 10 Wochen kam ein wenig "blöd" rüber bzw. mißverständlich. In meinem Kopf geht sehr viel vor und irgendeiner meiner "schlauen Helferlein" sagte mal zu mir... "die sucht "los zu werden" dauert genau so lange wie man sie ausgeübt hat" das hat sich ziemlich eingebrannt bei mir und als ich letztends kurz bei dem "Moderator" unserer ambulanten Gurppe in der Psychatrie hier vor Ort war sagte er zu mir "Ralf, Du bist immer herzlich willkommen hier, ein LEBEN LANG" das hat mich im ersten Moment gefreut und im zweiten Moment dachte ich, wtf das will ich nicht...
Ich bin sehr Psychatrie und Reha erfahren, ICH fühlte mich etwas vor den Kopf gestoßen als ich gelesen hatte 10 Wochen, da kannst DU überhaupt nichts für...

Meine Frau steht sei 17 Jahren hinter mir, dennoch bin ich auch vom Typ eher einer der jenigen der sagt wenn man schon einiges probiert hat und einfach keine Besserung in Sicht ist DANN MUSS man sich trennen und einen Cut machen, alles andere führt einfach zu nichts. ICH allerdings kann dazu sagen das ich in den letzten 10 Jahren IMMER etwas getan habe, versucht habe, veränderung, therapie, suchtberatung, kein zugang zu geld, Taschengeld. Mich zwischenzeitlich wieder für stark genug hielt, geldzugang wieder hergestellt, schwupps geld wieder weg, DIREKT gehandelt und mit jedem mal wurde es immer "besser" aber wie sagt man so schön.... Ich habe stets und ständig an mir gearbeitet mal erfolgreich mal weniger....

Ich seh das auch wie AT, die beste Hilfe die DU IHM z.zt. geben kannst ist ihn fallen zu lassen, das ist einfach so, muss ja nicht gleich die Scheidung sein...

Davon mal ganz abgesehen, auch wenn Du meinst deinen Mann zu kennen, auch Du kannst ihm nur VOR den Kopf schauen aber nicht hinein... Um so wichtiger ist es das du bei DIR bleibst, an Dich und die Kinder denkst denn DIE brauchen dich WIRKLICH, dein mann braucht sich im moment selbst am meisten da ist kein Platz für "drumerum" und ich rede nicht von 10 Wochen,...

Jetzt schau ich nach langer Zeit mal wieder in den Poadcast rein, ich kenn den ja eigentlich ist mir eingefallen aber alleine "glücklich süchtig" oh man, das triggert mich wenn ich nur dran denke...  ;D ;D
  • IP logged
8.12.1974 :) Schlechter geht immer, BESSER aber auch :)
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Jacky1, Wasserlilie

Re: Rückfall
#12: 08.10.2024 21:31:39
Hallo,

ich mache es mir da immer ein klein wenig schwer.
Aber schließlich war es auch eine Angehörige hier, die mir einmal schrieb: " Du musst dich entscheiden"
Der geliebte Partner ist psychisch erkrankt, nun sollte sich ja nicht die Frage stellen, sollte ich dennoch an seiner Seite verweilen ?
Pathologische Spieler sind aber auch ein Fluch und können so viel zerstören...die Liebe würde event. eh daran ermüden mit der Zeit.
Wäre diese Sucht nun so furchtbar in einem integriert, dass sie eh immer im Verderben aller ausnahmslos endet..ja dann.  :)
So ist es nicht !

Auch Angehörige stehen in einer Verantwortung über die Eigenverantwortung hinaus.
Oft bindend, für den anderen immer da zu sein und ihn zu stützen und halten dass er nicht so tief fällt.
Dies bedeutet vieles zu tun, um seiner Liebe auch mehr als nur ein entscheidender Fingerzeiger zu sein.
Da reicht es oft nicht mit der Bratpfanne hinter der Türe zu lauern um zu drohen, wenn er heim kommt.
Es kann also bedeuten, auf etwas zu verzichten was man doch so sehr begehrt.
Konsequenzen die für alle schmerzhaft wären...so ist es halt mit einem Spieler an seiner Seite.

Der spielsüchtige Partner sollte jede Chance auch bekommen, um wieder zurück in ein "gesundes" Leben zu finden.
Er sollte wissen und erfahren wie wichtig er für seine Lieben daheim ist.
So wichtig das alle auf etwas verzichten würden, damit sich ( er ) etwas ändern könnte.  
Da oben in der bequemen wärmenden Zone, in gerne angenommener Vertrautheit könnte event. nie etwas keimen beim Erkrankten.
Man muss sich entscheiden..es ist eine Entscheidung, mit Nachdruck von den liebenden Menschen um auch alles zu versuchen.
Dies bedeutet ein Eheversprechen, oder Schwur... wer weiß dies schon.

Menschen die einem eigentlich nicht mehr gut tun sollten gemieden werden.
Wenn sie einen selbst mitreißen, emotional gefesselt. Sich nichts ändert und nur geschwätzt wird darüber.
..dies wäre aber nur eine Leitlinie.  :)

Liebe Grüße
  • IP logged
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Wasserlilie

W
Re: Rückfall
#13: 10.10.2024 21:55:01


Ich (und auch Andere hier) lebe seit einigen Jahren rückfallfrei - es ist also auch dauerhaft durchaus möglich.

Lieber !(😉)Jacky, dazu habe ich noch eine Frage… ich weiß, dass es keinen Patent für spielfreies Leben gibt… dennoch betont Kevin ständig, dass absolute Ehrlichkeit zu sich selber und dem Partner ein Muss sei um dies zu ermöglichen um die Partnerschaft zu erhalten. Um den Kampf mit der Sucht jeden Tag aufs Neue zu gewinnen. Genau das ist das größte Problem meines Mannes. Er hat immer bis zum Schluss verheimlicht, dass er gespielt hat. Immer erst zugegeben, als „Beweise“ auf dem Tisch lagen. Ich bin mir bewusst, dass ein Süchtiger diese Wahrheit geheim hält um weiter spielen zu können. Ihr Spieler seid ja bestimmt alle gute Schauspieler und habt alle einen Oscar verdient… „Ich hätte doch nicht gespielt, ich hätte doch nicht Familie verlieren wollen, Ich weiß doch, welche Folgen es hätte, nicht dafür war ich in der Klinik…“ 5 Min später war der schlimmste Albtraum wieder Realität. Dennoch… Kann man die Wichtigkeit der Ehrlichkeit durch Therapie lernen? Ausarbeiten? Was das ein Thema in der Klinik (in Saarland als Beispiel, da gefühlt alle da waren, mein Mann inklusive)? Ist bestimmt ein langer Weg bis dahin, aber hoffnungslos?
Liebe Grüße und Danke an ALLE für Antworten und Hilfe! Ist wirklich schön Euch hier zu haben 🫶🏻
  • IP logged
« Letzte Änderung: 10.10.2024 22:14:28 von Wasserlilie »
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Jacky1

S
Re: Rückfall
#14: 10.10.2024 21:59:50
 "Ihr Spieler seid ja bestimmt alle gute Schauspieler und habt alle einen Oskar verdient… "


Hallo wasserlillie. Einen?  ;)...... ist nicht lustig, aber deinen Vergleich benutze ich auch gerne....
  • IP logged
 

 
Nach oben