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Autor Thema: Hochschwanger- Trennung als Konsequenz

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N
Wofür sorry? Dass du mir einfach deine ehrliche Meinung sagst?
Dafür bin ich hier. Klar ist auffangen und gut zureden schöner.
Aber auch klare ehrliche Worte tun mir gut. Denn das muss ich alles begreifen.

Es ist heute geradeso der 3. Abend nach der ganzen scheiße. Ich erlebe die volle Achterbahn der Gefühle.

Ich freue mich über jeden Austausch. Denn das ist nicht nur dass ich lese und mir die Zeit Vertreib. Ich nehme mir das alles zu Herzen und versuche zu reflektieren und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Nur weil man lieber liest „ja mach es so und so und geb ihn nicht auf, ihr werden alt und glücklich werden und er wird für immer abstinent leben“ heißt es leider nicht dass es stimmt. Wie im echten Leben halt
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Hallo Nessi, 

Sorry, das Auffangen muss Jacky übernehmen.

Friendly Fire  :)
Aufgefangen wird nur am ersten Tag, dann wird wieder laufen gelernt. 

Da kann ich nur meinem sehr geschätzten Vorschreiber André zustimmen.
Es hat sich die ganze letzte Zeit ja nichts verändert, ja erzähle ihm deine Sorgen und Ängste.
Warum es nun so gekommen ist, du musst ja nichts beweisen und wolltest nur dass alles gut wird.
Wurde es nicht und ist es nun auch nicht.
Natürlich hören wir alle auch auf unsere Gefühle, diese sind ja nicht auszublenden.
Höre auf dein Herz oder auf deinen Verstand, versuche genau jenes zu machen was dir auch gut tun würde.
Und hey....und nicht nur für einen Tag. 

Liebe Grüße   
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N
Gute Morgen zusammen,

Also André, ich muss sagen, deine Frage zu beantworten fällt mir sehr schwer.
Ich kann dir nicht sagen wie es wäre wenn ich von all dem nichts wissen würde.

Er hat noch nie täglich gespielt. Bei ihm sind es sehr unregelmäßige Abstände, also glaube ich zumindest.
Und dann aber oft so, 2 - 3 Tage hintereinander. Bis er halt an kein Geld mehr kommt. Dann checkt er was passiert ist und flüchtet, geht zu Freunden Bier trinken, zum Fußball oder was auch immer.
Wenn er eine „Spielfreie“ Phase hat, ist er eher zuhause, macht im Haushalt mit, wir gehen mal spazieren oder machen irgendwas zusammen.
Garage ausmisten, Unkraut beseitigen, so Dinge eben.
Dann geht er auch mal ein Bier trinken aber er fragt dann auch ob ich mit möchte oder ob er gehen kann, nicht das ich vielleicht was anderes geplant hab. Also da sprechen wir uns halt ab wie man in einer Partnerschaft das eben so tut.
Wäre das der Alltag und ich wüsste nichts vom spielen, würde sei. Verhalten während der heißen Phase vermutlich schon zur Diskussion führen weil er dann wie ein zweite Gesicht bekomme, was ich ja nicht verstehen würde .
Aber getrennt hätte ich mich nie im Leben.

Dazu ist das drum herum viel zu gut.


Wenn aber sowas wie mit der Kreditkarte trotzdem passiert wäre, hätte ich ihn ja trotzdem zur reden gestellt. Wüsste ich nichts vom spielen dann würde ich vermutlich denken dass er eine andere hat die er versorgen muss. Und wäre ebenfalls misstrauisch. Dann würde ich ebenfalls alles hinterfragen. Ich geb dann auch nicht nach bis ich eine Antwort und Beweise habe. Da kann ich sehr stur sein.
Dann würde es vermutlich aber auch raus kommen mit der Sucht….


Ich verliere mich in hätte wäre würde könnte.

Ich glaub es geht nicht eindeutige zu beantworten
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N
Ja da hast du recht.
Er war schonmal bei einem „Therapeuten“ allerdings nur 2 oder 3 Sitzungen.

Danach hat er tatsächlich 2 oder gar 3 Monate nicht gespielt. Da dachte ich ja auch schon, Mensch er hat scheinbar das schlimmste überwunden.
So geriet es bei mir natürlich auch in „Vergessenheit“

Mit den Finanzen hat er ja schon immer Probleme. Da er viele Schulden hatte bei Freunden usw. Ich wusste damals nur nicht dass die alle wegen der Sucht waren.
Ich dachte die kamen weil er damals wirklich wenig verdient hat. Ist ja auch egal. Wie gesagt, ich war/bin auch sehr naiv gewesen und hab oft die Augen verschlossen um der Tatsache aus dem Weg zu gehen.

Jedenfalls hatte ich ihm damals schon angeboten seine Schulden loszuwerden indem ich seine Finanzen übernehme. Er war auch sofort einverstanden und ein Stück weit glaube ich sogar froh darüber.
Nach dem Therapeuten kam er dann mal und hat gefragt ob wir das mit den Finanzen noch enger schützen können. Dass er gern die volle Macht entzogen haben möchte.

Somit habe ich alles übernommen und er hat Taschengeld bekommen.
Das hat auch gut funktioniert bis eben vor ein paar Wochen.
Dann hatte er wieder sämtliche Ausreden warum er mehr Geld braucht.


Was ich damit sagen will.
Ich wäre absolut bereit ihm beizustehen und mit ihm den Weg zu gehen. Aber er muss das auch wollen und ich erwarte dafür d n Etagen Schrott von ihm.

Allerdings ist auch die Frage, ab wann man von einer Abstinenz sprechen kann?
Nach 1 Monat , nach 6 oder noch länger? Wann ist er insoweit „gesund“ dass er sich selbst kontrollieren und shoppen kann. Ich kann mir nämlich schwer vorstellen die nächsten 50 Jahre täglich weiterhin mit Angst zu leben.
Gibt es irgendwann. Überhaupt diesen Moment in dem ich sagen kann, ja ich vertraue ihm wieder weil die „rückfälligkeitswahrscheinlichkeit“ verschwindend gering ist?! Und selbst wenn er rückfällig wird, weiß ich dass er danach sofort zu mir kommt und ehrlich ist.

Ich hoffe ich schreibe nicht total chaotisch. Ich hab nur so viel im Kopf und versuche alles loszuwerden.
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N
Ja du hast recht André!

Ich merke aber in deiner Antwort auch, wie wenig ist über die Krankheit weiß.

Ich glaube für mich ist es jetzt erstmal wichtig im Kopf klar zu werden. Und ich möchte mich, für mich, damit beschäftigen.

Aber das mit dem Strohhalm ist wirklich so. Leider… naja. Jedenfalls werde ich hier jetzt mal intensiv stöbern, mich belesen und hoffentlich immer mehr verstehen.

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Moin Nessi,

mit so ziemlich jeden "Scheiß" den du hier niederschreibst habe ich in meiner nassen Zeit meine jeweiligen Partnerinnen verarscht.

Mein erster ehrlicher Aufhörversuch sah dann ungefähr so aus:
https://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php?topic=1070.msg12877#msg12877

(da ist allerdings nur der finanzielle Teil davon beschrieben, hinzu kommen noch hunderten Stunde langer, ehrlicher Gespräche, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeforen und viele andere Kleinigkeit die so passieren, wenn ein Mensch sich ernsthaft seiner Sucht stellt.)

Ich denke du erkennst das Strickmuster.

Es tut mir leid, dass du hier sein "musst".
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Allerdings ist auch die Frage, ab wann man von einer Abstinenz sprechen kann?
Nach 1 Monat , nach 6 oder noch länger? Wann ist er insoweit „gesund“ dass er sich selbst kontrollieren und shoppen kann. Ich kann mir nämlich schwer vorstellen die nächsten 50 Jahre täglich weiterhin mit Angst zu leben.

Nessi, eine Suchthelferausbildung darf man erst machen, nachdem man 18 Monate abstinent war.
In den Selbsthilfegruppen schwirrt irgendwas von 6-12 Monaten umher.
Hängt wohl auch individuell von dem Menschen ab.

Spannender ist die Frage:
Was ist denn "Abstinenz" überhaupt ?
Grob gesagt, eine selbst gewählte Enthaltsamkeit.

Das sagt jetzt eigentlich alles was man wissen muss.
Ich habe mich entschieden enthaltsam zu sein / nicht zu spielen.
Das kann morgen anders aussehen.
Mein ganzes restliches Leben lang wird es so sein.

Damit es so bleibt, gibt es in meinem Leben natürlich feste Regeln.
Die Zeit der "Enthaltsamkeit" schafft auch Platz für neue Gedanken.
Und je länger man etwas nicht mehr ausübt, desto verblasster auch die Erinnerungen.

Ganz brutal auf den Knackpunkt gebracht:
Er wird den Rest seines Lebens ein Suchtmensch sein. ( nicht nur Spielsucht, sondern auch besonders anfällig für andere Süchte )

Komm am 16.09. zu unserem Forentreffen / Grillevent, dann kannst du JJ oder meine Frau fragen, ob es sich lohnt den Weg zu gehen.
https://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php?topic=1061.msg12974#msg12974

. Ich kann mir nämlich schwer vorstellen die nächsten 50 Jahre täglich weiterhin mit Angst zu leben.
Diese "Angst" sollte er dir nehmen ... jeden Tag ein Stückchen mehr. ( siehe auch den Link im vorherigen Beitrag )
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N
Hallo Fred,

Vielen Dank für deine Beiträge.
Ich werde mir gleich die Verlinkungen von dir ansehen.
Allein der Austausch tut mir sehr gut.

Vorallem auch zu sehen, dass es doch schon einige geschafft haben und es Hoffnung gibt dass er es auch schaffen kann.


Das Treffen am 16.9 würde ich sehr gerne annehmen. Allerdings habe ich am 26.9 den Entbindungstermin. Und die Wahrscheinlichkeit dass unsere Prinzessin früher kommt, ist gar nicht so gering :)
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