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Autor Thema: Ich bin verantwortlich

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Re: Ich bin verantwortlich
#15: 19.03.2020 10:52:28
TAL...TAL...TAL...

Belassen wir es einfach dabei.

Wir können uns alles gegenseitig auch mit weichen Daunenfedern bepusten.
Ich kann das gut, ein König im verteilen von Honig, ist hier überall nachzulesen. 
Kritisches hinterfragen nicht erwünscht, kP.

Schmusidusi...Schatzibusi......Tigerenten Club....
Eigentlich steht mir keine Kritik zu, kenne Dich kaum und auch nicht Dein Umfeld.
Dachte nur, Du wolltest es etwas beschreiben.
Und überhaupt....mit Kritik meine ich eigentlich nur , etwas zu Hinterfragen.

Tausend Matratzen mit Daunenfedern übereinander und immer mehr und mehr, bis die Erbse nicht mehr spürbar ist.
Und als negativ sehe ich Deine Beiträge nicht.
Du erklärst Dich...gut so.

Liebe Grüße 
 
   

 

     
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Taro

Re: Ich bin verantwortlich
#16: 19.03.2020 12:20:38
Bei vielen meiner Wege trug ich die Schuhe die genau nur mir paßten. Alle andere hätte sich mindestens blutige Zehen, wenn nicht gar Folgeschäden geholt.

Es waren oft die Momente wo ich auf das unwahrscheinliche gelingen vertraute und es keine zweite Chance gab.

Aus einem Schmusidusi...Schatzibusi...Tigerentenclub fliege ich immer ganz schnell raus, darauf kannst Du vertrauen.

Taro
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Re: Ich bin verantwortlich
#17: 19.03.2020 15:44:52
Mein Beitrag sollte jetzt nicht so negativ gegen andere sein.
Manchmal sollte ich vielleicht doch nachdenken, bevor ich schreibe - und es dann eventuell einfach lassen.

Es gibt durchaus andere Meinungen. Meine zum Beispiel. Keinen deiner Beiträge fand ich irgendwie negativ.

Als ich "bereits" stolze 6 Monate spielfrei war, fragte ich meine Frau, ob nicht mal ein kleines Lob bekommen könnte.
Ich war soooowas von stolz, hatte unser gesamtes Leben umgekrempelt, mir in Foren die Finger wund geschrieben.
Ich war ein mustergültiger Ehemann und Vater geworden.

Eine kleine Anerkennung ... ein "toll" ... bisschen Bestätigung braucht der Mensch ja auch. Bin ja kein "Heiliger".

Nun die Worte (das Wort ) meiner Frau war ein entrüstetes "Wieso" ?
Nach einer kurzen Weile sagte sie, für mich ist das "normal", dass mein Mann nicht spielt.

Ich musste da schon schlucken, habe es mir aber nachträglich zum positiven gebogen.
Denn es ist ja ein Lob, dass sie mich nach 6 Monaten schon wieder als "normal" ansieht :)

Was will ich damit sagen, es gibt Partner die wollen und können sich mit der Spielsucht nicht beschäftigen.
So wie meine Frau. Und ich muss sagen, es steht ihr zu !!! Ich habe das Problem, nicht sie.

Und wenn sie einen Spieltisch ins Wohnzimmer stellt, dann ist das mein Problem wenn ich damit ein Problem habe.
Nein, keiner von uns ist egoistisch. Man muss jedem Menschen auch seine eigenen Entscheidungen erlauben dürfen.

Früher habe ich den Alkohol versteckt, wenn unser alkoholkranker Nachbar kam. Heute bleibt er stehen wo er ist.

Wichtig in allem ist aber dass jeder seine Position äußert, und auch äußern darf.

Wenn Widerwillen in dir steckt, solltest du das ganz klar kommunizieren.
Du wirst dich wundern, wie dankbar fast alle Menschen für eine klare Kommunikation sind. Egal in welche Richtung es geht.

Tal, schön dass du hier so toll schreibst.
Danke dafür.
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Re: Ich bin verantwortlich
#18: 20.03.2020 01:13:01
Hallo Tal,
ich möchte dir auch gern ein Feedback geben , was dein Bericht bei mir an Gedanken und Erinnerungen wachgerufen hat.

am Meisten ist mir hängen geblieben, dass du dich oft nicht ernstgenommen gefühlst hast und eher noch übergangen.
Gleichzeitig möchtest du ein tolleranter großzügiger Mensch sein der jedem seine Freiheit lassen will...und deren Freiheit aber manchmal auch an einer deiner Grenzen stößt....
Deine persönliche Urteilung, scheint Andere zu schonen und dich selber zu kritisieren. Das alles hinterlässt in dir ein unzufriedenes Gefühl
und letztendlich kommt es zur Wut und Ärger über dich selber....wenn ich dich richtig verstanden habe.

dann fiel mir noch auf, dass du von deinem fehlenden Ehrgeitz geschrieben hast...

Das kommt mir alles so bekannt vor.

ich denke von außen wird einem immer das gespiegelt, was mit einem selber zu tun hat. Das Positive genauso wie das Negative
Das Positive tut gut, damit lässt sich gern und gut leben...das ist also keine Gefahr, kein Problem

Das Negative wird oft über oder falsch bewertet...aus eigenen inneren Überzeugungen und Sichtweisen....so kann man es allein für sich kaum aufarbeiten bzw lösen....

Doch genau das beinhaltet für mich genau die größte Gefahr für Rückfälligkeit oder falsche Entscheidungen anderer Art.

nach gründlichem Überlegen erschien es mir irgendwann logisch...dass wenn ich mich nicht ernst nehme...es Andere es auch nicht tun
Ich lade sie ja geradezu dazu ein mit meinem eigenen Verhalten Reaktionen usw
Solange ich durch mein unwohlsein fühlen in solchen Situationen nur auf Andere schaute...oder nur mich selber verurteilte kam ich aber nicht da heraus...ich drehte mich Jahrzehnte damit im Kreis...oder fand mal ein Stückweit heraus...bis alte Muster sich immer wieder ihren Platz neu erobern wollten

ich entdeckte für mich : was ich mir für mich wünschte , versuchte ich Anderen zu geben...zbsp Toleranz , Freiheit, Akzeptanz
ich ahnte nie, dass auch diese Dinge wie alles andere seine Grenzen hat.

Mein Größtes Problem war/ist, dass ich stets gegen mich selber am Schlimmsten gearbeitet habe und gleichzeitig versucht habe, um mich zu kämpfen..mich zu verteidigen, zu erklären, zu rechtfertigen. Dieses Spiel konnte und kann ich ja nur verlieren.

Ich beschloss also, dass ich das ändern wollte. Aber es zeigte sich schwieriger als gedacht. Es folgten viele Jahre des Übens von Achtsamkeit und anderem Draufschauen und Denken....eine Neverending Storry, aber mit Veränderungen

ich kann für mich sagen , ich habe an mir gearbeitet...Lösungen und Änderungen verdanke ich ...vielleicht einer höheren Macht ? den Umständen, dass bestimmte Dinge zum richtigen Zeitpunkt in mir gefruchtet haben....Es lag mit Sicherheit nicht allein an meiner Macht...eher an (m)einem Vermögen zum jeweiligen Zeitpunkt.

Was das Wort ´´Verantwortung tragen`` für mich bedeutet, möchte ich dazu auch gleich mal hier lassen:
Verantwortung für mein Leben trage ich seid ich kein Kind mehr bin !...wie auch immer....Konsequenzen auch !
Traurig war ich schon immer, wie auch heute, wenn durch meine Verantwortungsentscheidungen Andere mit drunter leiden müssen. Darum habe ich eigendlich immer sehr darauf geachtet , dass das nicht geschieht. Gelang natürlich durch die Spielsucht und auch den persöhnlichkeits Sörung bedingten  Agieren und Reagieren nicht immer. Also war das die Baustelle für mich

es ist ein Seiltanz...zwischen außen und mir selbst...nach wie vor

Jedenfals bin ich der Meinung, dass wenn dich der Besuch und das Spielen in deiner Nähe deine Ruhe und dein Sicherheitsgefühl stört...
dass du das Recht und die Pflicht hast..da deine Grenze deutlich wahr zu nehmen , klar und fest zu äußeren und fest dazu zu stehen

Ob du deine Rechte und Pflichten wahr nimmst , bleibt dabei dir überlassen...

In dem Masse wie du dich damit ernst nimmst, werden dich Andere dann auch ernst nehmen. Mit Sicherheit !

Last but not least...das Thema Ehrgeitz

ich dachte immer ich wäre nicht ehrgeizig...und bewunderte die Menschen , die es waren...die Erfolgreich waren damit usw
irgendwann entdeckte ich das Malen für mich wieder...dabei stellte sich heraus..wie ehrgeitzig ich dabei war...wie ich genau und perfekt sein wollte..um zufrieden sein zu können...abstrakte Malerei war daher nicht so geeignet...

etwas später merkte ich dann wie sehr sehr ehrgeizig ich beim zocken war

wie ich nicht aufgeben wollte und sogar dann stellenweise nicht konnte...aufzugeben...etwas zu gewinnen..oder wenigstens das verlorene zurück zu gewinnen. Genau dieser Ehrgeitz brachte mich in Suchtverhalten....

Als ich näher hinsah, erkannte ich für mich, dass Ehrgeitz mit Motivation zu tun hatte
Wo mir Mutivation für andere Dinge oft fehlte..war es da im Überfluss vorhanden.

was mir auch noch auffiel war...dass das Spielen `` nur´´ eine andere Art war um mich zu kämfen
ich wollte davor mal Ruhe haben und habe es mir ungewollt aber wieder erneut abgeholt.
denn ein bisschen Spielen nur zur kurzzeitigen Ablenkung war schnell nicht mehr möglich....
ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich mir das Gegenteil beweisen wollte...

was ich sagen möchte ist...schau mal tiefer nach...bestimmt hast du auch Situationen /Dinge...wo auch du Ehrgeiz hast
Selbst wenn nicht, ist es kein Makel

Danke nochmals für deinen Bericht, der mich nun dazu veranlasst hatte nochmals meine Erfahrungen damit zu hinterdenken

lg Karo





 
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« Letzte Änderung: 20.03.2020 01:38:06 von Karo »
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Taro

Re: Ich bin verantwortlich
#19: 20.03.2020 20:56:28
Oft sehe ich parallelen vom Weg in die Spielfreiheit und die Klarheit die dafür erforderlich ist und den Entscheidungen von politischen Entscheidungsträgern. In beiden Fällen gibt es die, die laut im dunklen Wald pfeifen und denen, die die Dinge tun die getan werden müssen. Besonders deutlich wird es bei den weltweiten Entscheidungen zur Bekämpfung des Corona Virus. Ich fühle mich erstaunlicher  Weise in Deutschland und speziell in Hamburg besonders gut betreut. Es wird entschlossen gehandelt um die Verbreitung einzudämmen, in Hamburg sind zudem noch Sofortmaßnahmen für die Firmen und Kleinstunternehmer vorgesehen um Pleiten zu vermeiden. Es wird alles in allem eine riesige Summe Kosten, aber unsere Gesundheit zum einen und die bestehenden Strukturen zum anderen haben oberste Priorität.
Dann lese ich heute Dänemark muss die Zinsen erhöhen, das Gegenteil was zur Zeit sinnvoll ist. Das müssen Sie machen, weil Sie Ihren Wechselkurs in kleiner Bandbreite an den Euro gekoppelt haben. Zur Zeit fließt das Geld in die "sicheren" Häfen, Euro und Dollar weil Sie groß sind. Ich erinnere mich noch an die Plakate in Schweden als es um die Abstimmung zum Euro ging. Auf den Schildern stand "Dänemark investiert, Deutschland havariert. Tja, schon ein paar Jahre her, aber offensichtlich zu kurz gedacht. Das gleiche steht England auch bevor, werden massiv abgewertet. Aber die haben ja wie Amerika auch zu spät reagiert. In den Ländern wird ein hoher Preis dafür bezahlt werden, das Sie Halodris als Regierungschefs gewählt haben.

So wie einige Regierungen jetzt alles tun was nötig ist, um den Virus einzudämmen, so habe ich auch alles und wirklich alles dafür getan was nötig war um Spielfrei zu werden. Ich bin auch gestolpert, und hatte Rückfälle, das passiert, aber ich habe sofort Vorkehrungen getroffen das es so nicht noch mal passiert. Das die Zeiten kommen, in denen der Suchtteufel anklopft war klar, also habe ich aus den Erfahrungen von anderen einen Notfallkoffer zusammengestellt. Nach dem Rückfall habe ich Dinge die sich bewährt haben behalten, die Dinge die nicht funktionierten ausgetauscht.
Ich musste nicht sofort meinen Job wechseln, um Spielfrei zu werden, ich weiß aber, wäre mein Beruf ein Problem hätte ich keine Sekunde gewartet. Wie beim Virus ging es nämlich nicht um meinen wirtschaftlichen Status sondern um mein Leben.

Taro
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Re: Ich bin verantwortlich
#20: 21.03.2020 00:06:21
Hallo,

die besten Antwort ist von sich zu erzählen.

Bei meiner Geburt machte das Schicksal einen Fehler, ein streunender Hund hätte ich werden sollen.
So wandle ich nun seit über 50 Jahren in der Gestallt eines Spielers.
Fragt man mich ob es mir gut geht, antworte ich"ja".
Fragt man mich ob es mir schlecht geht, antworte ich "ja".
Fragt man mich wie es mir geht, antworte ich "geht so".

Muss wohl so irgendwann in meiner Jugend geschehen sein, als ich mich mit einem Betäubungsmittel einschläferte.
So merkte ich früh, zufrieden zu sein ist mir eh nie genug, darum war ich es auch noch nie wirklich.
Manchmal spüre ich es schon, doch dies vergeht schneller als die Spanne dieses Beitrages.
Leider habe ich es wieder etwas verlernt, einigermaßen vernünftig über mich zu schreiben.
Das grenzt mich gefühlt ab.
"Ich bin verantwortlich"....für jeden den ich mag sehr gerne, für mich...kann ich es nicht.
Um es nun mit den Worten meiner eigentlichen Bestimmung zu schreiben, was das gleiche armselige Gewicht hätte......

Wuff....

Liebe Grüße                   
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Re: Ich bin verantwortlich
#21: 21.03.2020 01:16:10
hallo

das geht mir in dem Punkt auch so, dass es mir unangenehm ist wenn ich wirkliche Hilfe brauche und anders herum es mir geradezu wie peinlich ist, wenn ich gelobt werde oder in einen positiven Mittelpunkt gerate.... auf negativer Weise dagegen macht mir nichts aus. Das bin ich ja irgendwie so von je her gewöhnt.....

Zum Glück hatte ich aber nie das Gefühl weniger Wert zu sein , wie andere....damit meine ich nicht Status, Aussehen oder sonstiges Oberflächliches.

die meisten Menschen sind dauernt am Bewerten....Alles und Jedes. Bilden sich mit ihren eingeschränkten Wahrnehmungen, Urteile und damit ihre Meinung...Manche gehen dann noch weiter..und wollen die Ihre Anderen am liebsten eintrichten...wenns denn sein muss mit Manipulation.

Das habe ich schon immer gehasst und mich gegen gewehrt...Bis mir selber auffiel, dass ich selber nicht anderes war.
Was für ein mieses Gefühl das war , ist unbeschreiblich...das für mich selber zuerkennen.
Aber so mies es auch war, so wunderbar waren dann die Folgen dieser Erkenntnis.
Nämlich das Bedürfniss und die Kraft und Motivation , das zu ändern und somit auch ein Stück weit mich.

wie gesagt...nur Stückweit...denn von bestimmten Dingen kann ich auch noch nicht loslassen.
Wie soll ich es beschreiben...es steckt damit ein Gefühl der Angst zusammen...mich...mein ich...zu verlieren...und nicht zu wissen was dann ist bzw kommt. Es geht eben nur in meinem Tempo...meinen Weg....zu finden

ich empfinde es zbsp absolut zynisch, wenn jemand zum Beispiel eine Sucht oder sogar Depressionen überwinden konnte...und sich dann großkotzig eventuell auch total Empatielos und seine eigen fertig gestellten Baustellen von damals anscheinend vergessend....meint...man bräuchte doch nur dies oder das tun oder lassen....Nein !! so einfach ist es nun mal nicht.

OK Tal, du bist anders ...Na und ? ist nicht jeder immer etwas anders als ein Anderer? keiner immer genau gleich...nichtmal Eineiige - Zwillinge ?...Die Frage ist doch eher...willst du wirklich anderes, anders sein ? (also so wie andere) wenn ja , warum `? und wie kannst du es dir erarbeiten

Wenn kein Antrieb , keine Motivation da ist....dann fehlt zum Weg dahin nun mal der Motor.

und eine weitere Frage steht an....nämlich ob ich schon wirklich richtig ehrlich zu mir sein kann...oder noch ganz viele gegenwirkende Überzeugungen dagegen wirken... Das kann doch dann nicht funktionieren...jedenfals nicht auf Dauer...denke ich mir. Ob das richtig ist weiß ich aber nicht.

Bewertungen...was ist das denn schon ??? eine bestimmte Sache vom Ganzen erfassen können, von einer bestimmten Richtung betrachtet...dann noch ganz subjektiv bewertet....DAS kann jeder..macht fast jeder...und bedeutet doch gar nichts...wenn ich dem keine Bedeutung schenke / gebe.

es ist gut das du anders bist...weil es erst das Große Ganze rund machen kann...es würde sonnst etwas fehlen..nämlich genau DU...oder ich oder sonst wer

ich will aufgegeben Sinn zu suchen...mit Erklärungen warum ich so bin wie ich bin.
Wichtig ist doch eigendlich nur, dass ich bin
und vielleicht mich noch gut kenne...weiß auf was ich wie, wann, warum so und nicht anderes mache bzw reagiere und ob ich mich damit gut fühle oder nicht...mich wahrnehme...mich spüre
und vielleicht ist es ja manchmal sogar so , dass ich das für mich brauche, zu leiden....mich selber zu boykotieren, zu bestrafen. Auch das hat dann einen Bestimmten Sinn bzw Grund

Irgendwann hat Alles eh ein Ende

ich hoffe ich nerve dich/euch nicht mit meinen Gedanken -.mitteilungen. Ich bin gerade dankbar, dass ich dazu wenigsten nun mal wieder genug Motivation habe und ich doch mal wieder etwas aus mir heraus lassen kann. Lange war ich nämlich  seid dem Tod von meinem Mann blockiert...ich empfand einfach alles nur noch Sinnlos.

Ok, auch wenn alles Sinnlos scheint, so hat es doch einen :-)...ich suche nicht mehr nach Sinn....deshalb ist es mir wohl dadurch wieder möglich mich etwas zu öffnen und nicht nur mit mir selber ausmachen zu wollen...und komischer Weise zeigt sich dann öfter ein Sinn für mich....

Danke für die Möglichkeit

lg Karo
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« Letzte Änderung: 21.03.2020 01:31:12 von Karo »
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Re: Ich bin verantwortlich
#22: 23.03.2020 16:16:14
Hallo,

wir bauen hier eine Leiter, ich kann nicht einmal sagen in welche Richtung sie geht.

Einmal im 1: 1 Vergleich (TAL vs Jacky 1 )   :)
Was Du außen bist bin ich innen.
Ein einsamer Mensch inmitten von Hunderten um mich herum.
Doch merken tut dies keiner, der hier nicht liest.
In allen Belangen Adrett, steht irgendwo ein Podium...ich stell mich ganz sicher drauf.
Alle wollen unterhalten werden, kP. Clown, Kasper, Prediger, Sozial, manipulierend..alles im Repertoire und abrufbar.

Ja, der einsame Wicht strebt zum Mittelpunkt.
Denn dort fällt er am wenigsten auf und keiner merkt, irgendwo schon gestorben.
Was solls, Hauptsache funktional.
Bei meiner Familie und engen Freunden funktioniert dies nicht mehr.
Ich bin so sehr froh darüber.

Zwei parallele Leben zu führen ist schon schwer, doch bei 3..4...5 wird es wieder ganz leicht.
Doch manchmal erwische ich mich dennoch und kann so sein wie ich wirklich bin.
In einer Zwangsjacke und unter Medis  :)
Blödsinn, lasse es aber stehen.
Denn mich selbst zu zensieren, dass muss aufhören und dies möchte ich auch.

Die Welt ist nicht genug und ich bin zu wenig für diese Welt.
Also (TAL und der Rest der Welt vs. Jacky1) 1 : 1

Schöner Thread ...danke.

Liebe Grüße         
       
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« Letzte Änderung: 23.03.2020 17:37:54 von Jacky1 »
 

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Taro

Re: Ich bin verantwortlich
#23: 23.03.2020 20:30:17
Samstag Nacht auf der Reeperbahn, nirgends konnte ich nach durchzockter Nacht einsamer sein, umgeben von tausenden Leuten.  Ob ich ungekämmt, oder loterich gekleidet zur Arbeit gehe, der strengste Kritiker bin ich selber. Mich interessiert es nicht im geringsten wie andere rumlaufen, ich gehe zumindest immer davon aus, daß Sie es genau so wollen. Nur bei mir weiß ich es besser. Wie peinlich.

Every bodys Darling, dieser Rolle ist mir fremd. Erst mal nicht so sympathisch rüberkommen, da fühle ich mich sicherer. Da ist dann mehr Luft nach oben.

Taro

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Re: Ich bin verantwortlich
#24: 23.03.2020 22:26:11
Every bodys Darling, dieser Rolle ist mir fremd. Erst mal nicht so sympathisch rüberkommen, da fühle ich mich sicherer. Da ist dann mehr Luft nach oben.

Eigentlich bist Du damit klar im Vorteil.
Mich mögen eh alle, bis sie merken was für ein "Arschloch" ich bin.  :)
Während sie Dich vielleicht erst einmal für eines halten, bis sie merken Dich zu mögen.  :)

"Arschloch" halte ich jetzt aber auch für etwas übertrieben.

Grüß Dich

 

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Re: Ich bin verantwortlich
#25: 24.03.2020 02:47:04
huhu

ich finde...
Schwarze und blinde Flecken haben wir wohl alle..auch die nicht süchtigen.
Mehr oder weniger Arschloch ist auch in jedem.
Genauso aber auch Gutes !!

es kommt nicht darauf an , wie andere mit mir klar kommen...sondern nur wie ich selber mit mir klar komme...und das ist eine ewige Baustelle des Lebens.

Das Leben ist verdammt kurz...und es kann noch kürzer sein...
Es will gelebt werden...so oder so...
und wenn ich es selber nicht für mich aktiv zufriedenstellend gestalte oder gestalten kann...dann zieht es mich einfach mit...wie in einem Fluss...dann werde ich `` gefühlt `` gelebt...funktioniere und überlebe...

Das richtige und notwendige Mass immer für alles zu finden , ist nicht gerade leicht...weil auch so relativ

Wer zum Schutz gelernt hat zu viele Rollen zu spielen...oder an ihnen zu sehr festzuhalten...verliert sich irgendwann selber...oder hatte nie die Gelegenheit sich selber überhaupt zu einem eigen Ich zu entwickeln...
und es ist viel Arbeit sich dann wieder finden zu können....oder auch erstam richtig sich selbst werden zu können..weil man es nie war.

Damit meine ich jetzt nicht das Ego...sondern das wirkliche ICH...Das Ist und immer war...und nicht gewachsen ist durch Umstände und Einflüsse, wie das Ego

ich bin in den letzten 4 Jahren fast nur allein für mich...und ich hätte nie gedacht, dass ich das aushalte ohne vor mir selber wegrennen zu müssen. Ich merke immer wieder das Alles immer seine Zeit hat und mir Aufgaben hingeschmissen werden...und wenn ich mich ran mache die anzugehen, sind sie auch irgendwann erledigt.

Ich bin für Momente dankbar wo ich in mir ruhe und nach und nach das erledige was drann ist. Ich bin für Momente dankbar wo ich Vertrauen in mir spüre...nicht in mich , eher in etwas was Größer ist...

ich bin für Momente dankbar wo ich allein bin und mich trotzdem in Liebe verbunden fühle.

Manchmal werden bestimmte Sorgen, Probleme, Ängste, Ärger...plötzlich so klein...wenn andere Prioritäten ins Leben treten.

Das erinnert mich an einen Spruch, den mein Schwager mir ins Posie Album mal schrieb:

Klage nicht über einen kleinen Schmerz, denn er könnte durch einen größeren geheilt werden.

Damals hab ich den noch gar nicht verstehen können.....

lg Karo

ja schöner Tread !
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Re: Ich bin verantwortlich
#26: 24.03.2020 19:45:28
So oder so. Diese permanente Einsamkeit werde ich nicht wieder los, und auch die innere Kälte nicht, mir ist das bis heute nicht so ganz gelungen. Sie schützt eben auch vor Enttäuschungen, vor Nähe, und davor, vertrauen zu dürfen.

Moinmoin,
das war auch ein großes Thema von mir. Ich dachte mir, ich lasse es nie wieder zu, das mich jemand so verletzen kann, daß es mich in Mark und Bein trifft. Mit der Zeit würde mir jedoch bewußt, daß ich mir damit eine ganze Menge Leben nicht erlaube. Das war doch gerade das, warum ich mit den Spielen aufgehört habe. Ich hatte immer Angst vor dem Risiko des Lebens, nahm dafür den schlechten Ersatz, das Risiko des Spielens. Jetzt ohne Spielen, wollte ich das volle Leben und nicht wieder kastriert weil ich Angst vor Enttäuschung habe. Das galt sowohl für Beziehungen als auch für Freundschaften. Ohne volles Risiko gibt es eben auch nicht das volle Leben.
Das Fundament das ich in den Meetings aufgebaut habe, dort kann ich mich 100 % zeigen und habe meinen Platz, gab mir auch den Mut in meinen Beziehungen volles Risiko zu gehen.

Was ich so spannend finde, so unterschiedlich Jacky und Tal auch zu sein scheinen, do berührt Ihr doch meine Seele in den tiefsten  tiefen. Ich kenne ja tatsächlich die ganze Palette, bildlich gesprochen vom every boddys darling, zum Struwelpeter zum Arschloch. Alles unwichtig. Wichtig ist bei diesen oberflächlichen unterschieden, die erstaunliche Deckungsgleichheit zwischen den Zeilen.

Und jetzt bewege ich mich schon wieder in Bereich für die mir die Worte fehlen, leider.

Taro
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Re: Ich bin verantwortlich
#27: 25.03.2020 01:25:28
vielleicht ist es ja so, dass hinter all den verschiedenen Mustern ( die Mensch sich im laufe des Lebens so aneignet)etwas was er`` etwas tief in sich `` zu kompensieren versucht... aber dieses ``etwas`` ziehmlich gleich bei allen ist und nur die äußere Schale unterscheidet....

Der Unterschied sich auch im erleben seiner sich selbst gestrickten Welt sich zeigt...
Mir seinem Agieren und Reagieren auf eigene innerliche Konflickte.

weil und / oder wenn Mensch sich zu sehr mit seinen Mustern identifiziert und daran festhält....sich selber blockiert und davon abhält einfach ohne Ängste nur zu sein.

Es ist und bleibt kompliziert zu scheinen...vielleicht wäre alles aber  viel einfacher ??

Ich denke inzwischen, dass genau da wo ich ein Unwohlsein für mich spüre...auch ein Konflikt in mir ist...den ich vielleicht schnell oder erst lanfristiger auflösen lernen kann. Manchmal aber auch akzeptieren und annehmen lernen muss, weil er nicht von mir selber lösbar wird.

Ich frage mich oft, ob es wirklich Menschen gibt, die keine Zweifel und keine inneren Konflikte haben...obwohl es so scheint ( so vermittelt oder von mir so aufgenommen wird), kann ich das nicht annehmen. Daher glaube ich daran, dass es normal ist innere Konflikte zu haben...und jeder somit auf seine Art und Weise...normal...ist.

vielleicht rede ich mir das aber auch nur ein, um mich selber zu beruhigen.

bleibt gesund lg karo

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Re: Ich bin verantwortlich
#28: 25.03.2020 07:51:43
Ich kenne ja tatsächlich die ganze Palette, bildlich gesprochen vom every boddys darling, zum Struwelpeter zum Arschloch.

Das juckt ja sowas von in den Fingern es zu kommentieren :)
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Re: Ich bin verantwortlich
#29: 25.03.2020 19:08:04
Angstzustände, Depressionen, Spielsucht alles Dinge die so überhaupt nicht positiv besetzt sind.
Struwelpeter und noch mehr das Arschloch sind auch negativ besetzt, wenn auch auf einer anderen Ebene.
Nun kann ich die Spielsucht mit der Faust in der Tasche zum Stillstand bringen. Was aber ist, wenn ich in eine tiefe lebensbedrohliche Depression komme, oder in Angstzustände. Ist die Faust in der Tasche dann überhaupt noch wichtig, oder ist sie garnicht mehr da?

Ich würde mich gerne als eloquenten in allem was ich anfasse erfolgreichen und verlässlichen Mitmenschen sehen, das Problem dabei, das entspricht aber nicht meinem tiefsten inneren. Entspreche ich aber nicht meinem tiefsten innern, dann wartet dort das Spiel, und wenn nicht das Spiel dann doch zumindest die Depression.
Für mich ist es heute egal, was die Gesellschaft von mir erwartet, wichtig ist was in mir ist und wenn es das Arschloch ist, dann ist es so. Erst das Werten von mir oder von anderen war das Problem.
Daher bin ich so froh, daß ich in den Meetings Wertfrei all dem was in mir schlummert nähern und anschauen könnte.

Nach der Quantentheorie gibt es ja unendlich viele Welten mit allen möglichen Zuständen. TAL und Jacky berühren mich mit Ihren Beiträgen so sehr an der Seele, daß mein Leben genauso aussehen könnte wie Ihres. Ich fühle mich direkt Seelenverbunden. Die Wege die wir gegangen sind, sind unterschiedlich, alle hätte ich auch gehen können. Für mich waren meine Depressionen lebensbedrohend. Ich bin damit nie zum Arzt gegangen, dann wäre das vielleicht zu Händel gewesen. Ich musste meine Depressionen also genau anschauen, lernte für mich meine Depressionen als Frühwarnsystem zu nutzen. Arschloch oder nicht ist dann nebensächlich. Das hat natürlich seinen Preis, und ich bin bereit zu zahlen.
TAL mit den Worten für vieles wo mir die Worte fehlen. Nicht hineinzupassen, wie gut ich das Gefühl kenne Das bewerten von anderen, egal, Aber meine unerbitliche Bewertung. Ich bin mein größter Kritiker. Egal ob Bild oder Tonaufnahme, früher konnte ich soetwas überhaupt nicht ertragen. Heute kann ich mich schon ein Stück weit "in Ruhe lassen".

Taro
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