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Autor Thema: Hat mein Kind eine Spielsucht? Wie soll ich damit umgehen?

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T
Guten Morgen,
ich versuche mal die spieltechnische Entwicklung meines Kindes (mitlerweile Erwachsen) in Stichpunkten zu dokumentieren. Mit 10 Jahren wollte mein Kind Flyff installiert haben. Nach Prüfung des gewünschten Spiels habe ich es installiert und es durfte regelmäßig in Absprache gespielt werden (Rechner Passwort geschützt). Im Laufe der Jugend wurden dann Sperren bewusst manipuliert (neue IP Adresse vergeben), heimlich Schule geschwänzt und gespielt. Zwischenzeiltlich wurde auch mal der ganze Rechner für 4 Wochen weg genommen. Danach war auch wieder etwas mit dem Kind anzufangen. Es hat sich immer mehr isoliert und war in der Klasse (Aussage Lehrerin) ein Aussenseiter, bzw. nicht integriert. Nach Wiederholung einer Klasse (Gymnasium) folgte dann der Abgang auf die Realschule mit Abschluss. Danach die Ausbildung. Aktuell ist es 23 und hat immer wieder Geldprobleme. Vor allem Klarna. Gelbe Briefe im Briefkasten, Schulden, trotz des vollen Verdienstes. In der Ausbildung gab es auch schon das Schuldenproblem, nach Gesprächen immer wieder 2-3 Monate gut, dann wieder in der Schuldenfalle. Keine Selbsterkenntnis geschweige denn Einsicht (anfangs schon). Mittlerweile in Teilen unehrlich und knallhart. In Vergangenheit, wenn es Geld brauchte hab ich noch verlangt das wir uns zusammen setzen und schauen wo das Geld hin ist. Das Geld wurde in Beträgen von 150€, 220€, 80€ und so weiter vom Konto abgebucht. Eine zeitlang waren das auch kleinere Beträge. z.B. 20x 2€....Es hat keine Übersicht über die erhaltenen Gelder und beschreibt selbst Kontrollverlust bei den Ausgaben während den Spielen. Ich habe seit Jahren versucht es von einer Beratung zu überzeugen, leider ohne Erfolg. Es sind Online Games mit In-Game Währung? Ich kenn mich nicht so aus.Aktuell will es in Geldnot Geld, aber ist zu "Keiner" Kommunikation bezgl. Finanzen bereit. Das hatte ich immer zur Bedingung gemacht. Jetzt möchte es sein Erpartes, welches es mir zur Verwahrung (zum Schutz vorm verzocken) gegeben hat zurück haben um Schulden zu tilgen. Das hat es von mir schon mehrfach gefordert. Ich habe es aber nicht gegeben weil es nicht für die Tilgung von Schulden gedacht war. Weil aber Geld fehlte habe ich dem Kind von mir Geld geliehen mit monatlicher Ratenzahlung. Jetzt droht es mir mit Fristsetzung zur Zahlung seines Geldes......Hilfe. Was ist da nur passiert? Ich habe es in allen Belangen nur unterstützt. Zur Info: Das Kind hat eine eigene Wohnung.
Ich bin mit meinem Latein am Ende, sehr entäuscht und wütend zugleich. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll, es ist ja das Geld des Kindes.Ich gehe davon aus, sollte ich das Geld geben, das es in wenigen Monaten wieder "verbraucht" ist. Kann mir einer einen Tipp geben?
VG Theo
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moin, solange du von "dem kind" und "es" schreibst, hast du offenbar das größere Problem von euch beiden.
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Hallo Theo und herzlich Willkommen im Forum,

aus eigener Erfahrung als Vater und auch dies ist/war mit vielen Sorgen verbunden.
Alles mögliche für meinen Sohn zu tun, dass er ein gutes Leben führen kann kosteten enorm an Kraft.
Nicht wegen dem ganzen Aufwand, sondern seiner emotionalen Erpressung dabei...ob nun bewusst oder unbewusst von ihm.   
Lange habe ich gebraucht um zu lernen, dass er Konsequenzen aus seinem Fehlverhalten erfahren muss, statt ich sie immer und immer wieder gerade bügelte.
Allerdings handle ich immer noch oft wie früher und ziehe ihn aus jedem erdenglichen Sumpf.
Was soll ich schreiben...ich habe keine andere Wahl und dies weiß er.

Sei für dein Kind da wenn es dich braucht, gebe ihm das Gefühl dich dabei nicht ausnützen zu lassen.
Versuche in vielen Situationen mehr ein Freund zu sein als ein Vater.
Es ist eine Pflicht seine Kinder auf vieles vorzubereiten was so kommt im Leben, dazu gehört auch Selbstverantwortung !
Mit einem Nabel aus Stahl keine Chance für die Eltern.
Dies ist alles nicht leicht....leider weiß ich dies nur zu gut.

Dein Kind ist noch jung und steht noch am Anfang, es wird noch vieles kommen an guten und auch schlechten Dingen.
Es soll sie alle erfahren, du kannst nicht alles leiten.
Ich weiß nicht ob dein Kind spielsüchtig ist, problematisch ist sein Verhalten aber allemal.

Kopf hoch und liebe Grüße   
       
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T
Hallo Jacky 1,
danke für die Antwort.

moin, solange du von "dem kind" und "es" schreibst, hast du offenbar das größere Problem von euch beiden.

Hallo Fred,
wie kann man nur einen ersten Beitrag so unqualifiziert kommentieren. Menschen wenden sich hilfesuchend an Foren und dann dein Kommentar? Eigentlich gehören solche Menschen wie du aus dem Forum ausgeschlossen...das Problem liegt bei dir.
Ich habe bewusst Kind/es geschrieben weil ich nicht möchte das er/sie in diesem Forum seine eigene Geschichte erkennt, weil das ein Vertrauensbruch darstellt und zu einer vollen Blockade führen würde. Davor habe ich Angst.

VG
Theo
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« Letzte Änderung: 20.08.2025 11:41:36 von Theo »
 

Grüß Dich Theo,

ein "mein Kind" währe schon ein Himmelweiter Unterschied in der Ausdrucksweise, allerdings seh ich das nicht so eng und erachte dieses "dem kind" als SCHUTZ für Dich selbst.

ICH schreibe Dir aus Sicht "des Kindes" mich betreffend.

Ich setze mal beim Schule schwäntzen an, wie oft hab ich vor,puh, 35 Jahren ca, die Schule geschwänzt und bei Karstadt Mario Bros gespielt. Zu der Zeit -und danach- war das alles noch nicht so präsent mit online und mit 18 war ich das erste mal in ner Spielhalle. Paralel hierzu Counter strike und all der Kram da konnte man aber noch nichts kaufen wie heutzutage.

Irgendwann kamen dann auch die Browsergames und ich kann aus meiner Sicht sagen das ich mir 100% sicher das das onlinewährungsbuchungen sind, diese 20 x 2 Euro sprechen klar für Lootboxen die man kaufen kann für "kleines geld" und mit "bischen glück" bekommt man Sachen die den wert von 2 Euro übersteigen, was abr sehr sehr selten vorkommt - daher die 20 "klicks"

Aus meiner "Legende" und Erfahrung die ich habe bzgl. Spielsucht (auch in dem Alter, incl. Schulden bezahlen von Mama) würde ICH Dir empfehlen, setz "das Kind mit 23<-! Jahren" nochmal auf den Pott rede Tacheless und dann lass es ZIEHEN, desto früher "es" auf die Schnauze fällt, um so besser.

Entgegen Jacky sag ich auch - geh nicht mal mit dem Einkaufen wenns nichts mehr im Kühlschrank hat. Hat meine Mutter jeden Freitag gemacht und ich hab ne Menge Geld "gespart" was ich verzocken konnte...

Ich kann nur von mir sprechen, ich weiß nicht wie schwer das sein muß für Eltern, ich "höre" das immer nur, vorallem aktuell in meiner ambulanten Suchtgruppe, allerdings sind da die Eltern die Suchtis, ist ja nochmal was anderes...

Jetzt droht es mir mit Fristsetzung zur Zahlung seines Geldes......Hilfe. Was ist da nur passiert?

"das kind" braucht schlichtweg Geld und geht über Leichen, völlig "normal"

Was ist da nur passiert ?

Da setz ich dann mal bei Fred an, er hat ein Stückweit recht wenn er schreibt "du hast n Problem" , Wer weiß warum ER nichts weiter dazu geschrieben hat, das weiß nur er.

Wenn dein Kind anfängt mit "ich verklag dich" im übertragenen Sinne, dann stimmt was nicht in EURER VATER KIND Bindung...
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8.12.1974 :) Schlechter geht immer, BESSER aber auch :)
 
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T
Hallo Wirbelwind,
danke für die Antwort. Fred hat sich auf den Ausdruck "es" und "dem Kind" bezogen, ist vielleicht nicht besonders glücklich gewählt. Aber davon etwas abzuleiten ist wohl sehr vefrüht....egal. Ich kann meinem Kind sein gespartes ja nicht verwehren, es ist schließlich nicht mein Geld. Ich denke mein Kind wird sein Gespartes bekommen abzüglich der Summen die mein Kind schon von mir bekommen hat. Mit dem Hinweis, sollte es aufgebraucht sein, wird es keine finanzielle Unterstützung mehr geben. Diskussionen, laut und leise, gab es zu dem Thema ausreichend. Bei der letzten Kommunikation wollte mein Kind unter Tränen Geld geliehen haben weil mein Kind Angst hatte, weil einige Zahlungsaufforderungen und unbezahlte Rechnungen sich aufsummiert haben. Ich sagte, wir finden eine Lösung, lass uns heute Nachmittag darüber reden. Antwort "NEIN" "Ich möchte nicht darüber reden". Die Frage ist, was passiert wenn er die Rechnungen und Miete nicht mehr bezahlen kann und sich Unsummen an Inkasso und offenen Rechnungen auftürmen......Könnt ihr mir aus Erfahrung sagen wie das dann läuft?
VG
Theo
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Sicherlich ist es verfrüht "irgendetwas" her zu leiten, da geb ich Dir recht, andererseits haben wir hier, die aktiv sind seit langer, langer Zeit, grad fred und Jacky mit ihre 9 und 10 Jahren auch ne Menge erfahrung und schon viel gehört was am Ende immer das gleiche ist, nur andere Personen... Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht warum ich neuerdings Fred in Schutz nehme  ::) ;D  ;D

SO zu Dir,..

aus MEINER Erfahrung läuft das ziemlich scheisse, ich hatte um die 25k dm damals schulden, mama hat bezahlt, neue schulden, privatinsolvenz( zu meiner zeit noch 6 Jahre), mehrere Wohnungsräumungen, "volles Programm" das einzige was ich mir IMMER bewahrt habe - ich wurde NIE straffällig.

Dein weg "des geldes" wie du Ihn gehen möchtest ist der einzig richtig.

Dein Kind wird ja kommen müssen um das Geld zu holen - bzw DAS ist die Vorraussetzung! - und dann gibt es eine KLARE Ansage, BITTE kümmer dich um Hilfe, gib das Geld raus und so hart es ist - dann kannst du nur noch zu schaun.

Ich sage HIER immer wieder, ich währe froh gewesen meine Mutter hätte nicht immer aus IHREM schlechten Gewissen - das war KEINE mutterliebe! andere geschichte- mir den Arsch gerettet, ich denke ich wäre FRÜHER WACH geworden als es der Fall war und hätte mir wahrscheinlich einiges erspart.

Man weiß es nicht und heute mit 50 nach über 10 Jahren Therapie kann ich halbwegs damit leben und halte mich DANN im hier und jetzt an meiner Frau fest die ich sonst auch nicht kennengelernt hätte, man weiß es nicht niemand kann die Zukunft vorher sagen Theo

Edit: im übrigen habe ich zum Vater seit ich 25 bin keinen Kontakt mehr und zu meiner Mutter seit ein paar Jahren nachdem ich ewig versucht habe mit IHR ins reine zu kommen und sie es einfach nicht lassen konnte mir JEDES Jahr 50 Euro zu Weihnachten zu schicken weil SIE das so will und sich aber sonst NIE gemeldet hat. ich bin 800 km weit weg von meinem "zu Hause" für mich das einzig richtige HINTER der Sucht...

PUH das triggert mich ganz schön, und ich bin STOLZ drauf das es ist wie es ist !
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8.12.1974 :) Schlechter geht immer, BESSER aber auch :)
 
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moin, solange du von "dem kind" und "es" schreibst, hast du offenbar das größere Problem von euch beiden.

Hallo Fred,
wie kann man nur einen ersten Beitrag so unqualifiziert kommentieren. Menschen wenden sich hilfesuchend an Foren und dann dein Kommentar? Eigentlich gehören solche Menschen wie du aus dem Forum ausgeschlossen...das Problem liegt bei dir.
Das ist das schöne an so einem Forum. Man erhält Antworten die man ansonsten eher selten so direkt bekommt.
Dein Beitrag sprüht nur so vor Distanz zu deinem Sohn.
Das solltest du einfach mal zur Kenntnis nehmen.

Und deinem Wunsch dass die Schreiber unangenehmer Wahrheiten hier gelöscht gehören, spiegelt noch viel mehr von dir wieder als dir lieb ist.
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T
Guten Morgen Fred,
wenn du schon vorschnelle Rückschlüsse ziehst dann begründe wenigstens deine Aussagen. Oberflächliche unbegründete Aussagen kann ich nicht ernst nehmen. Wenn du etwas qualifiziertes beitragen kannst um mich zu unterstützen, dann bitte gerne, offensichtlich haben das die anderen schreibenden verstanden. Deine Aussagen sind keine Wahrheiten sondern Vermutungen, das solltest du einfach mal zur Kenntnis nehmen..........
VG
Theo
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Hallo,

Entgegen Jacky sag ich auch - geh nicht mal mit dem Einkaufen wenns nichts mehr im Kühlschrank hat. Hat meine Mutter jeden Freitag gemacht und ich hab ne Menge Geld "gespart" was ich verzocken konnte...

Ich könnte gewaltig dagegen argumentieren wenn es darum geht seine spielsüchtigen Kinder nicht zu unterstützen auch finanziell.
Aber im Ergebnis alleinig auf emotionaler Ebene, die eh nur dazu dient Eltern zu beruhigen im falschen Glauben dass es nun alles besser wird.
Als Kind und auch Vater kann ich nur schreiben, alles was ich einst bekam an finanzieller Unterstützung und was ich auch gab an einen meiner Söhne......hat nichts geändert ..gar nichts und schlimmer konnte/könnte es kaum sein.

Daher bin ich froh dass Ralf es geschrieben hat.

Liebe Grüße   
   
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« Letzte Änderung: 21.08.2025 23:02:32 von Jacky1 »
 
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Wenn es dir Geld zur Aufbewahrung gegeben hat und du dieses nicht herausgibt, ist das ganz schlicht eine strafbare Unterschlagung. Du musst verstehen, dass dein 23jähriges es selbst für sich entscheiden darf, auch wenn dir das nicht schmeckt.
Mir tut "es" ehrlich gesagt leid.
Ich vermute mal,  dass es, würde es hier schreiben,  eine Menge zu seinem Vater zu sagen hätte.
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T
Hallo Fred, danke für die Antwort,
er hat sein Geld bekommen. Strafrechtlich mag das vielleicht so sein, wenn man so denkt braucht man sich allerdings keine Gedanken mehr über eine gemeinsame familiäre Zukunft zu machen.  Man muss dazu sagen, er hat mir das Geld vor vier Jahren gegeben weil er selbst eingesehen hat, dass er nicht damit umgehen kann. Ein Teil seines Geldes hat er mit 18 auch anvertraut bekommen. Der Rest war  mit 3% über mich angelegt, als Schutz, damit es nicht "verzockt wird". Sicherlich hast du Recht, wenn du sagst das es sein Geld ist. Allerdings ist es von den Eltern Großeltern angespart worden bzw. geschenkt worden um z.B. Führerschein Auto oder Wohnungseinrichtungen zu finanzieren, als Start ins Leben, nicht um es zu verzocken! Anders wäre es wenn er es sich über Ferienjobs oder Zeitung austragen selbst verdient hätte. Hätte er das Geld mit 18 gleich voll bekommen, wäre jetzt schon nichts mehr da gewesen um die Schulden zu tilgen.

JA ,es ist natürlich sein Geld!

Im übrigen sind auch Drogen im Spiel. Gibt man einem drogenabhängigen Sohn immer wieder Geld (auch wenn es sein eigenes ist) womit er sich dann weitere Drogen kauft und im schlimmsten Fall das Leben beendet??? Natürlich muss ich ihn irgendwann los lassen und ich verstehe auch das er sich nicht in seine Finanzen rein reden lassen will! Aber er hat es nicht im Griff und wer zahlt am Schluss die Zeche wenn er wieder am Abgrund steht???Dann lasse ich doch meinen Sohn nicht fallen?! Das würde man vom Kopf her vielleicht schon machen aber nicht vom Herz.

"Er hat bestimmt viel zu seinem Vater zu sagen"

Das ist offensichtlich so. Aktuell hat er mich beleidigt, erpresst, Schläge angedroht wenn ich nicht bis zum XXX das Geld überweise. Diese Form der Konversation ist völlig neu und kam überraschend, das musste ich erstmal verdauen. Unterstützung bekommt er in Zukunft gerne, wenn er fragt und Veränderung will. z.B. Schuldnerberatung oder Suchthilfe, aber weitere finanzielle Unterstützung wird es nicht mehr geben. (wenn ich stark bleibe)

Fred, wenn ich deine Sätze lese, meine ich, ich hätte meinen Sohn vor mir. Aussagen ohne Begründung, ohne konkret zu werden, lassen noch mehr Fragen offen. Es fühlt sich so an als siehst du in mir deinen Vater oder Familie die bei dir damals ähnliches Verhalten an den Tag gelegt haben. ER tut mir Leid... er hätte viel zu sagen.... ?Was soll ich mit diesen Aussagen anfangen? Das Forum bietet "Angehörigen" die Möglichkeit hier zu schreiben, das habe ich getan und um Rat gefragt.
Ich formuliere nochmal meine Frage. Ich möchte meinem Sohn helfen von der Sucht los zu kommen, seht ihr eine Möglichkeit?
Meine Rückschlüsse aus dem bisherigen Antworten sind. Als Ansprechpartner für ihn da sein - Unterstützung wenn gewünscht -keine finanzielle Unterstützung mehr auch wenn er "alles" verliert.

Ohne vernünftige Kommunikation kann man nicht reflektieren und Verhalten ändern. Verständnis dem anderen Gegenüber setzt "Verstehen" voraus.

VG Theo

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Moin Theo
Das ist offensichtlich so. Aktuell hat er mich beleidigt, erpresst, Schläge angedroht wenn ich nicht bis zum XXX das Geld überweise. Diese Form der Konversation ist völlig neu und kam überraschend, das musste ich erstmal verdauen. Unterstützung bekommt er in Zukunft gerne, wenn er fragt und Veränderung will. z.B. Schuldnerberatung oder Suchthilfe, aber weitere finanzielle Unterstützung wird es nicht mehr geben. (wenn ich stark bleibe)

Ich gehe hier davon aus, dass dein Sohn finanziell in Bedrägnis ist und sein Geld benötigt. Wofür auch immer.
Dass zusätzlich auch Drogen noch im Spiel sind vereinfach das Ganze nicht besonders.
Das Verhalten deines Sohnes überfordert meine Kenntnisse. Hier muss ich passen.
Gerade im Umgang mit Drogen kann man das Verhalten eines Menschen nicht mehr rational einschätzen.
Da gibt es in der Tat Kinder die ihre Eltern krankenhausreif prügeln oder eine Wohnung zerlegen, wegen wenigen Euros.

Ich führe das mal nicht weiter aus, da ich hier mangels Erfahrungen wirklich kein Experte bin.

Nun zu Süchten allgemein, insbesondere die hier angeführte Spielsucht.

Generell ist JEGLICHE Unterstützung des Suchtverhaltens und der Auswirkungen daraus zu vermeiden.
Nahezu zu 100% verängert dies lediglich die Sucht und das Leiden aller Beteiligten, auch wenn dies zunächst als Hilfe gedacht ist.
Kein Geld, kein Darlehen, kein Überweisen der Miete, keine Tüte Lebensmittel.
Das klingt so unglaublich hart. Ist es auch. Aber es ist zu 99.9% die einzige Hilfe, die du zur Zeit geben  kannst.

Allgemein muss ein Süchtiger an seine Grenzen geraten bevor ein wirkliches Umdenken beginnt.
Dazu gehört nicht zuletzt auch mal eine gekündigte Wohnung, abgestellter Strom oder eine Zeit der reduzierten Nahrungsaufnahme.
Diese Grezen ist allerdings sehr variabel. Bei jedem Spieler unterschiedlich.
Dem einen genügt die Androhung der Scheidung seiner Frau, dem anderen erst die Obdachlosigkeit oder gar Gefängnisaufenthalte.

Ich weiß nicht, in wie weit dein Sohn für dich noch erreichbar ist.
Zur Zeit scheint das Verhältnis aber deutlich gestört zu sein.

Klar, wenn dein Sohn vor deiner Tür steht und sagt "ich habe Hunger", wirst du ihn reinlassen und was zu essen geben.
Wer würde das nicht. Mehr sollte es aber auch nicht geben, wenn du ihm wirklich helfen willst.

Unterstützung kann evt. sein ihn zu Terminen ( Suchthilfe / Caritas / Sebsthilfegruppe / Therapie ) zu begleiten oder zu ermuntern.
Keinesfalls solltest DU jedoch diese Termine für ihn organisieren, denn das ist einer der wichtigsten Schritte für ihn selbst.
Das Erkennen dass er Suchtkrank ist und sich eigenverantwortlich darum zu kümmern.

Wie Jacky schon sagte, ist das natürlich alles eine ganz schwierige Kiste, wenn es sich um die eigenen Kinder handelt.
Und ich kann Wirbelwind nur zustimmen, dass auch ich eher "dankbar" gewesen wäre, meine Eltern & mein Umfeld hätten mich finanziell weniger unterstützt, damit ich evt. früher die Chance gehabt hätte, auf den Arsch zu fallen.

Dann nochmal zu "unserem" Thema
Fred, wenn ich deine Sätze lese, meine ich, ich hätte meinen Sohn vor mir. Aussagen ohne Begründung, ohne konkret zu werden
Für mich wirken deine Beiträge deinem Sohn gegenüber extrem distanziert und gestelzt. Das ist für mich eine ganz konkrete Begründung.
Eine wissenschaftliche Ausarbeitung mit Beweisen wird es zu "meiner Meinung" nicht geben.
Ich denke, das ist genau der Knackpunkt den du nicht verstehst. Belassen wir es dabei.
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Ich formuliere nochmal meine Frage. Ich möchte meinem Sohn helfen von der Sucht los zu kommen, seht ihr eine Möglichkeit?

Auch wenn es im Herzen schmerzt und das letzte ist was "richtige eltern" hören wollen, lies dir den letzten Kommentar von Jacky nochmal durch.

Er MUSS lernen Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen ob DIR das nun passt oder nicht.

ICH denke, Dir bleibt nichts anderes übrig als zu zu schaun. Mit Zwang oder Druck wird es nicht besser - ganz im Gegenteil das macht es noch schlimmer und DU bist letzlich der "böse" ob du es gut meinst oder nicht, DAS intressiert einen Suchti nicht.

Aus SEINER Sicht willst Du ihm die Drogen und das Zocken weg nehmen das ist ein FAKT !

Schau mal, wir hatten letztens eine neue Patienten in der Suchtgruppe und Sie wurde gefragt ob Sie eine Idee hat oder was Sie von der Gruppe erwartet. Ein plumpes "hier wird rumgelabert" war die Antwort.

Ein kurzer Hinweis das wenn sie kein bock hat und wir nicht rumlabern kann sie gerne gehen, ca 10 Minuten später ist sie gegangen. Zur Aufklärung, meine Suchtgruppe ist in der Psychatrie wo Freitags auch Patienten von Station kommen und bei denen steht das auf dem Plan und sie "müssen" erstmal erscheinen...

Ich kenne das nicht wenn Eltern sich um Ihre Kinder "kümmern" wollen, was ich sagen kann aus der sicht des suchtis in dem Alter, lass Ihn fallen - so wie früh wie möglich. Vielleicht rappelt er sich auf - vielleicht auch nicht - DAS liegt aber nunmal nicht in DEINER Hand...
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8.12.1974 :) Schlechter geht immer, BESSER aber auch :)
 

Hallo Theo,

natürlich, es muss doch Hilfe geben für deinen Sohn!
Und ganz sicher gibt es viele Menschen die dies gezielt und gerne geben und du gehörst auch dazu.
Bei allen Erkrankungen ist das so!
Dieser ganze zu gesundende Mechanismus entspringt auch nicht alleinig der Humanität, sondern ist finanziell und kompetent
organisiert.
Das wichtigste dabei ist die Selbsteinbringung des Patienten selbst, ohne diesem Drang auch Hilfe anzunehmen funktioniert gar nichts.
Darin sehe ich eine Chance für dich, einzuwirken wie ein guter Freund der bereit ist jeden Weg deines Sohnes in die Gesundung mitzugehen.
Aber sich auch zu schützen wenn sich nichts ändert !!!!

Du bist hier im Forum und nicht dein Sohn, alles schreiben wir dir und nicht ihm.
Deshalb begleiten wir dich sehr gerne, es geht zwangsläufig um dich Theo.
Wie du damit klar kommen könntest, rein emotional.

Ich und wohl auch andere waren viel schlimmer als er, haben in unserer Sucht enorm gewütet und auch Menschen verletzt.
Und auch wenn meine Familie und Freunde in dieser Zeit an meiner Seite waren und es damals absolut nichts geändert hat.
Kann ich heute schreiben, ohne sie hätte ich es auch nicht geschafft spielfrei zu werden.
Sie alle und auch viele hier im Forum sind ein Teil von mir, der ich nun einmal bin ....path. Spieler, Partner, Freund, Vater.

Niemand schreibt dass du einfach zuschauen sollst wie dein Sohn elend zu Grunde geht.
Dahin ist es doch auch noch weit, seine event. kommende Leidenszeit birgt auch neue Chancen.
Etwas zu begreifen, Konsequenzen zu tragen und irgend wann einmal bereit zu sein Hilfe annehmen zu können!
Und zu wissen ...seinem Vater dann als treuen Begleiter zu haben.

Diese Aufgabe alleine und die kommende Zeit, kann schon unglaublich schwer und belastend sein, Theo.
Vergesse dich nicht dabei, du bist auch das Kind von jemanden...wir alle sind dies.
Klammere dich nicht fest an etwas dass du nicht verändern kannst, versuche dabei eine Gelassenheit zu entwickeln.

ach...was könnte ich alles darüber schreiben...., schreiben .... blablabla.
Es ist für deine Augen, es ist für dich.

Grüß dich 
     

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