Moin Theo
Das ist offensichtlich so. Aktuell hat er mich beleidigt, erpresst, Schläge angedroht wenn ich nicht bis zum XXX das Geld überweise. Diese Form der Konversation ist völlig neu und kam überraschend, das musste ich erstmal verdauen. Unterstützung bekommt er in Zukunft gerne, wenn er fragt und Veränderung will. z.B. Schuldnerberatung oder Suchthilfe, aber weitere finanzielle Unterstützung wird es nicht mehr geben. (wenn ich stark bleibe)
Ich gehe hier davon aus, dass dein Sohn finanziell in Bedrägnis ist und sein Geld benötigt. Wofür auch immer.
Dass zusätzlich auch Drogen noch im Spiel sind vereinfach das Ganze nicht besonders.
Das Verhalten deines Sohnes überfordert meine Kenntnisse. Hier muss ich passen.
Gerade im Umgang mit Drogen kann man das Verhalten eines Menschen nicht mehr rational einschätzen.
Da gibt es in der Tat Kinder die ihre Eltern krankenhausreif prügeln oder eine Wohnung zerlegen, wegen wenigen Euros.
Ich führe das mal nicht weiter aus, da ich hier mangels Erfahrungen wirklich kein Experte bin.
Nun zu Süchten allgemein, insbesondere die hier angeführte Spielsucht.
Generell ist JEGLICHE Unterstützung des Suchtverhaltens und der Auswirkungen daraus zu vermeiden.
Nahezu zu 100% verängert dies lediglich die Sucht und das Leiden aller Beteiligten, auch wenn dies zunächst als Hilfe gedacht ist.
Kein Geld, kein Darlehen, kein Überweisen der Miete, keine Tüte Lebensmittel.
Das klingt so unglaublich hart. Ist es auch. Aber es ist zu 99.9% die einzige Hilfe, die du zur Zeit geben kannst.
Allgemein muss ein Süchtiger an seine Grenzen geraten bevor ein wirkliches Umdenken beginnt.
Dazu gehört nicht zuletzt auch mal eine gekündigte Wohnung, abgestellter Strom oder eine Zeit der reduzierten Nahrungsaufnahme.
Diese Grezen ist allerdings sehr variabel. Bei jedem Spieler unterschiedlich.
Dem einen genügt die Androhung der Scheidung seiner Frau, dem anderen erst die Obdachlosigkeit oder gar Gefängnisaufenthalte.
Ich weiß nicht, in wie weit dein Sohn für dich noch erreichbar ist.
Zur Zeit scheint das Verhältnis aber deutlich gestört zu sein.
Klar, wenn dein Sohn vor deiner Tür steht und sagt "ich habe Hunger", wirst du ihn reinlassen und was zu essen geben.
Wer würde das nicht. Mehr sollte es aber auch nicht geben, wenn du ihm wirklich helfen willst.
Unterstützung kann evt. sein ihn zu Terminen ( Suchthilfe / Caritas / Sebsthilfegruppe / Therapie ) zu begleiten oder zu ermuntern.
Keinesfalls solltest DU jedoch diese Termine für ihn organisieren, denn das ist einer der wichtigsten Schritte für ihn selbst.
Das Erkennen dass er Suchtkrank ist und sich eigenverantwortlich darum zu kümmern.
Wie Jacky schon sagte, ist das natürlich alles eine ganz schwierige Kiste, wenn es sich um die eigenen Kinder handelt.
Und ich kann Wirbelwind nur zustimmen, dass auch ich eher "dankbar" gewesen wäre, meine Eltern & mein Umfeld hätten mich finanziell
weniger unterstützt, damit ich evt. früher die Chance gehabt hätte, auf den Arsch zu fallen.
Dann nochmal zu "unserem" Thema
Fred, wenn ich deine Sätze lese, meine ich, ich hätte meinen Sohn vor mir. Aussagen ohne Begründung, ohne konkret zu werden
Für mich wirken deine Beiträge deinem Sohn gegenüber extrem distanziert und gestelzt. Das ist für mich eine ganz konkrete Begründung.
Eine wissenschaftliche Ausarbeitung mit Beweisen wird es zu "meiner Meinung" nicht geben.
Ich denke, das ist genau der Knackpunkt den du nicht verstehst. Belassen wir es dabei.