Hallo,
in meinem Werdegang bin ich nun schon einigen begegnet, kaum wegen meiner Spielsucht sondern halt wegen anderen Dingen.
Psychologische Psychotherapeuten, Heilpraktiker, psychologische Berater, Fachärzte für psychotherapeutische Medizin.....
Letztere mochte ich am liebsten, da gabs dann auch Medis die nicht in der Drogerie zu finden waren.
Es gab halt Geschichten in meinem Kopf die waren nicht wegzureden.
Aber blieb mir auch keine andere Wahl, als jede Chance anzunehmen. Lösungswege zu entwickeln.
Hemmnisse erfahren und mit immer neuen Strategien zu überwinden.
Dies war nicht möglich in kurzer Zeit und ich war ich froh über jeden der sich mit mir darüber austauschte.
Sich diese Zeit nahm und zwar konzentriert / kompetent Abläufe nicht nur zu hinterfragen, sondern selbst eine Meinung bildete.
Diagnosen dabei waren für mich weniger wichtig und dienten aus meiner Sicht "nur" zur genaueren Erörterung der jeweiligen Vorgehensweise.
Viel viel wichtiger war dabei mein gewonnenes Vertrauen, zum Therapeuten und dies parallel wachsend zu meinem eigenen.
Dabei hatte ich das Glück in der psychiatrischen Klinik Freiburg auf Menschen zu treffen, die sehr inspirierend auf mich eingingen.
In diesen ganzen Jahren habe ich bei denen nicht einmal meine Spielsucht erwähnt

.
Und von Anfang an ging es nur um mich selbst und nicht um eine gezieltere Aufarbeitung einer zusätzlichen Erkrankung.
Wo Faktoren sich dann eh überschnitten hätten und das Ganze sich viel zu Komplex steigerte.
Im Nachhinein muss ich aber zugeben, es war ein Fehler.
MiLu schrieb ja von niederschwelligen Angeboten und genau eines davon nahm ich dann im Zuge meiner Spielsucht gerne an.
Ich wollte nicht mehr diesen ganzen "aufwendigen" Weg gehen, den ich doch schon eh gegangen bin.
Eine Selbsthilfegruppe, nicht einmal eine für Spieler...sondern für Alkoholiker.
Diese Spielsucht nahm ich im Grunde nie ernst als eine in mir eigenständige Erkrankung.
Der einzig Kranke dabei war/bin ja ich selbst!
Es ist sicherlich nicht einfach einen pathologischen Spieler soweit zu begleiten, dass er eine Motivation entwickelt die ihn fern von Rückfällen hält.
Auch glaube ich dass es zeitlich
nicht machbar ist, eine so intensive Betreuung außerhalb eines stationären Aufenthaltes zu bewerkstelligen.
Ich weiß hier von einigen wie lange sie überhaupt erstmal warten mussten, bis ein Erstgespräch mit einem Therapeuten zustande kam.
Suchtberatungsstellen verweisen den Fragesteller nach Hilfe mehr auf seine eigene Bereitschaft zur Veränderung, als zeitnah eine bieten zu können.
Dies ist absolut fern einer Kritik von mir, es zeigt nur auf wie stark auch ein Süchtiger selbst einwirken müsste um zurecht zu kommen.
Daher ist jedes Entgegenkommen eines Therapeuten ein Segen.
Liebe Grüße