Hallo Nordi,
ein pathologischer Spieler ist ja kein Monster, er ist in erster Linie psychisch erkrankt.
Ich bin ja selbst einer und sicherlich im Verlauf nicht all zu viel Unterschiede zu anderen "Leidensgenossen".
Aber nicht jeder Spielsüchtige klaut, unterschlägt oder betrügt irgendjemand um seine Sucht zu finanzieren.
Warum auch immer und manche mag es wundern, weil gehört ja anscheinend eh zu einem Werdegang eines Spielers ein Dieb zu sein.
Egal, jeder sollte versuchen sein verursachtes Leid eines Tages wieder gutzumachen.
Auch weiß ich sehr gut wie stark der Drang sein kann unbedingt zu spielen, diese Mischung aus Hoffen eines Gewinnes
und verzweifelter Finanzierung dazu. Alles unter dem Schirm des Abtauchens in dieses "Asyl" der Spielhöllen.
Da kann niemand etwas dafür wenn im Kopf eines anderen so viel falsch läuft.
Es bliebe alleine eine absichernde Schadensbegrenzung, um sich ein wenig zu schützen.
Du kannst natürlich mit ihm gemeinsam weiterhin durch dick und dünn gehen, dies kann durchaus funktionieren.
Es wird davon abhängen wie sehr er dabei an sich arbeitet und es vor allem auch kann..."wollen" ist da sekundär.
30 Jahre habe ich nicht mein Geld verlieren wollen oder alles zu vernachlässigen ...Familie, Freunde, Firma.....was will man nicht auch so alles.
Fakten sind zähl - und greifbar und keine Vermutungen.
Auf einem Sparbuch, Kontoauszug oder eines Scheidungsbeschlusses.
Ich habe ihm übrigens ganz genau gesagt, was ich will und welche Konsequenzen es hat, wenn es nicht passiert.
Sehr gut, dass muss er aushalten.
Als kleine Anmerkung am Rande:
Ich bin ein pathologischer Spieler und auch ein Angehöriger eines Sohnes mit halt seinen Problemen.
Als Angehöriger bin ich kaum in der Lage alles umzusetzen was ich hier so weitergebe an andere Angehörige.
Aber als path. Spieler ( wenn auch schon längst spielfrei) weiß ich was alles so möglich wäre...wenn ein Spielsüchtiger seinen Kreislauf durchbrechen möchte und dass er erlernt ...es auch zu können.
Liebe Grüße