Hallo Anna,
und noch mehr Input .....alles erst einmal sacken lassen kannst du ja irgendwann mal.
Es ist uns kaum möglich alles kompakt in wenigen Sätzen zu schreiben, auch ist es mehr als nur ein reines abarbeiten.
Auch sind einige die dir geschrieben haben immer noch in der Beziehung ( Ehe), mit der sie auch "gemeinsam" durch Zockerjahre gingen.
Mir ist es egal ob es eine psychische Erkrankung ist, auf die von mir aus immer geachtet werden muss.
Suchtgedächtnis - Botenstoffe - Dopamin - Trigger - private Sorgen und Fluchtgedanken in das erneute Spielen.
Damit komme ich und sicherlich viele andere ganz gut klar, ich weiß auch dass ich hier
nicht schreiben
muß.
Ich mache es gerne und freiwillig, genau so wie spielfrei zu bleiben.
Das Spielen ist ein Symptom , diese Sucht hat mich nicht zu dem Menschen gemacht der ich heute bin.
Der wäre ich auch so geworden, mit halt anderen Umwegen.
Kein Spielsüchtiger führt ein glückliches Leben und den meisten ist es schon bewusst was man anderen damit antun kann.
Es wird halt einfach durch erneute Suchtausübung wieder verdrängt.
Als ob ein Spieler nur durch seine Sucht ein "unerträglicher" Mensch werden könnte, wenn ein Mensch mit eh negativen Merkmalen in Gedanken und Verhalten spielsüchtig wird, könnte es durchaus die "Hölle" für alle werden.
Was es doch eh auch sonst irgendwie wäre..nur halt mit weniger Schulden.
Natürlich kann auch diese Sucht einen sonst ehrlichen und liebevollen Partner erst in jene Situation bringen.
Er wollte sicherlich kaum dass es dann so gekommen ist, er hat sich halt selbst darin verloren.
Es bestünde eh keine Frage, wer denn der Schuldige dafür ist.
Dies ergibt sich von ganz alleine und mehr als nur ein Indiz, es nützt nichts diese dann nicht auszusprechen.
Nicht schuldig so geworden zu sein, sondern es einfach so lange zugelassen zu haben.
Wo doch eine ganze Armee an Hilfsbereitschaft stünde...nur zu erkennen wenn man es auch kann.
Alles andere bleiben ganz schlicht ...Lügen.
Diese Sucht hat auch nichts mit Einfältigkeit oder Naivität zu tun, genau so wenig wie deine Situation.
Denkst du wirklich nicht zu wissen woran du bei ihm bist und wenn du es nicht weißt...wer dann ?
Menschen ( Süchtige ) können sich ändern, es ist nicht hilfreich sich alleinig auf den Krankenstatus zu berufen...
denn sonst wäre ich jetzt wahrscheinlich vor einem Automaten.
Du bist nicht in seinem Kopf und kannst nur vermuten, glauben.
Niemand, eventuell auch nicht Fred, möchte dass er weiterspielt und du dann einfach gehst.
Es ist nur eine sinnvolle Empfehlung, weil es sich nicht ändert oder schon zu viel passiert ist.
Wir sind halt alle betroffen aus unserer eigenen Erfahrung und kaum in der Lage es neutral zu bewerten.
Neutralität wäre nicht förderlich, könnte doch alles wieder gut werden oder halt auch nicht ..mal sehen ?
Ein gemeinsames Leben kann durch einen Moment für sehr lange ohne Vertrauen sein.....
eine Anhäufung addiert es doch unzählig.
Und nochmals, egal ob es "nur" eine Begründung dafür gäbe.
Kann ein Spielsüchtiger überhaupt eine Verantwortung dafür tragen und spielt es eigentlich eine Rolle ?
Ja und ich bin ganz weit weg von dieser Sucht und dennoch jeden Tag mit Gedanken konfrontiert ...die mich einst zum Spielen brachten.
Es ist mir schon wieder egal

ein Süchtiger zu sein und kann mir nicht vorstellen / missen einen anderen Werdegang gehabt zu haben.
Mein Leben, sein Leben, dein Leben...die Brücken dazwischen haben wir doch alle gemeinsam gebaut.
Dies hier hilft jetzt keinem wirklich weiter, nur ein weiterer Schritt um etwas zu erklären was halt kaum in wenigen Sätzen geht.
Liebe Grüße