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Autor Thema: Jürgens Tagebuch

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Re: Jürgens Tagebuch
#180: 26.06.2020 00:25:51
Hallo,

morgen ist wieder ein Treffen in meiner SHG.......
Kann jetzt nicht sagen dass ich immer gerne dorthin gehe, so wie früher ins Casino, da bin ich auch nicht immer gerne hingegangen.
Beides gilt/galt irgendwie zur Regulierung meiner eigenen Person. 
Da falle ich schon einmal in eine Bequemlichkeit, vorsorgende Maßnahmen oder "Heilungsprozesse" zu unterwandern.
Diese Spielfreiheit ist kein Selbstläufer, doch daran arbeite ich weiterhin gerne...jeden Tag.
Dies führt mich nicht nur weit weg vom Spielen, sondern auch immer näher zu mir selbst.

Sie freuen sich wenn ich komme und ich freue mich dass sie da sind.
Ich werde gerne hingehen.

Von mir aus bis zum Ende aller Tage.

Liebe Grüße


         
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Taro

Re: Jürgens Tagebuch
#181: 28.06.2020 19:48:22
Moin Jacky,

wie war Dein erstes Treffen nach der langen Zeit. Obwohl wir Videomeetings gemacht haben empfand ich das wiedersehen als Balsam. Für mich ein Ort an dem ich tatsächlich immer gerne bin. Ein Ort wo ich nichts leisten oder darstellen muss. Wo jeder meine schwächen kennt, Sie gerade deshalb nicht ausnutzen muss. Wir sitzen die letzen 3 Wochen immer im Gemeindegarten unter uralten Eichen.

Lg
Taro
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Re: Jürgens Tagebuch
#182: 28.06.2020 21:55:10
Hallo Taro,

es war glaube erst das zweite mal in diesem Jahr dass ich da war. 
Ein sehr gutes Gefühl in Augen zu schauen und sich nicht verstellen zu müssen.
Es ist wie ein Treffen mit Veteranen, man müsste eigentlich gar nichts erzählen aus vergangenen Tagen und doch verstanden zu werden.
Manchmal komme ich mir etwas verloren vor, doch dazu gäbe es gar keinen Grund.
Es ist ja keinerlei Druck da und dennoch.....
Muss ich nun einmal zugeben, Geborgenheit ist mir leider fremd geworden.
Dagegen kann ich kaum etwas machen, ich bin da eher der Typ der Geborgenheit gibt.
Die Spielsucht hat schon auch einsam gemacht, in einem selbst.
Manche Dinge wahrzunehmen nicht immer so leicht.
Doch will ich nicht klagen, sondern ich freue mich.

Weil ich nicht mehr spiele.
Weil ich hier und in meiner SHG darüber schreiben/sprechen darf.
Weil jeden Tag etwas mehr Ruhe einkehrt.
Weil man hier und dort nachfragt, wie es einem geht.
Und ich muss nichts verheimlichen.

Ein Spielsüchtiger zu sein ist mit weitem nicht das Schlimmste auf der Welt.
Darunter zu zerbrechen und alle mitzureißen in diesen tiefen Schlund, kommt aber schon näher dran.
Ich habe gelernt welchen Schaden es anrichten kann  und für jede mir erzählte Erfahrung daraus bin ich dankbar.
Dadurch wird das eigene Vergangene nicht besser, doch entwickelt sich daraus ein Verzeihen.
Verzeihen wie man einmal war. 
Daran werde ich immer arbeiten, so gut es eben geht.

Hat mich gefreut dass Du gefragt hast, danke Taro.
Ich blieb noch recht lange, wir machten ein Lagerfeuer im hinteren Garten und verbrannten unsere Ängste. 
Ich bin mir nicht sicher ob ich diese Idee von Dir habe, irgendjemand brachte mich darauf. 

Liebe Grüße   
 
 
       
 
   
 
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« Letzte Änderung: 28.06.2020 23:43:50 von Jacky1 »
 

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Taro

Re: Jürgens Tagebuch
#183: 01.07.2020 10:17:11
Muss ich nun einmal zugeben, Geborgenheit ist mir leider fremd geworden.
Dagegen kann ich kaum etwas machen, ich bin da eher der Typ der Geborgenheit gibt.
Die Spielsucht hat schon auch einsam gemacht, in einem selbst.
Moin Jacky,
du gibst eher Geborgenheit, das ist selbst im Forum deutlich zu spüren, selbst in der SHG unter Veteranen hast Du das Gefühl Geborgenheit Geben zu müssen, statt sie einfach zu erhalten.
Lieber Jacky, Du bist ohne irgendwelche Leistungen völlig ausreichend und eine Bereicherung für jede Gemeinschaft.
Gerade in der Selbsthilfe ist doch das entscheidende, das ich an einem Ort bin, wo ich für Liebe nichts zu leisten brauche.
Wie hätte ich sonst jemals den Mut haben sollen mein neues Leben zu probieren und davon zu berichten.
Gerade das bringt doch die Geschichten hervor bei denen ich heute mit alten Freunden oder mit der Familie Tränen lache.
Meine Kinder sagen bei solchen Geschichten oft, daß hast Du nicht gemacht, doch hab ich....

Dieser Druck Geborgenheit geben zu müssen führt dann vielleicht dazu, daß ich Dich lieber Jacky beim Grillfest nicht kennenlernen darf. Dabei ist mir ein Jacky in der tiefsten Depression tausend mal lieber als garkeine Jacky.

Taro
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Re: Jürgens Tagebuch
#184: 03.08.2020 01:23:16
Hallo,

...da fuhren wir mit der "Dreckskarre" von meinem Kumpel nach Baden Baden.
Wir waren noch jung, grün hinter den Ohren, keine Kreditkarten, nur Bargeld und Träume.
Das Spielen dort ging nicht so lange, ein kurzes Drama in zwei Akten, unterbrochen durch einen kurzweiligen Gewinn.

Gerade noch genug Benzin im Tank und dieses mal ohne Bargeld fuhren wir wieder heim.
Aber vorher mussten wir noch den Auspuff neu mit Draht fixieren, da klappern nervte schon auf der Hinfahrt.
Zudem kam nun noch ein Kühlerschaden dazu, so mussten wir alle paar Kilometer neues Wasser einfüllen. 
Wir "besorgten" uns eine Gießkanne und fuhren über die Dörfer, an wohl jedem Friedhof auf dieser ca 130 km langen Strecke hielten wir an und füllten die Kanne nach.
Und wenn schon, wir hatten noch genug Zigaretten und waren uns einig, das nächste mal fahre dann ich.  :)

Kein Witz, dies war mein erster Besuch im Casino Baden Baden.
Und diese Geschichte ging noch ewig weiter.....
Genau wie die der zwei Träumer, die meist solange spielten bis alles weg war.

Eigentlich hätte ich es nach jener Heimfahrt schon ahnen können, doch ich war blind, ein Glücksritter ohne Respekt vor dem Leben.
Die Autos mit denen ich die späteren Jahre hinfuhr wurden zuverlässiger.
Der Fahrer hingegen war nun marode, immer mehr selbst nur noch ein Flickwerk.
Es hätte mir sicherlich gut getan, damals wieder einmal über die Dörfer nach Hause zu fahren.
An den Friedhöfen vorbei.....

Ich habe es versucht, es funktioniert kaum noch nostalgisch über jene Zeit zu schreiben.
Was mich/Dich zu Grunde richtet ist nicht nostalgisch.

....ausgeträumt ?
nein  :) niemals.

Liebe Grüße

 
     
             
     
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« Letzte Änderung: 03.08.2020 10:36:17 von Jacky1 »
 
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Re: Jürgens Tagebuch
#185: 05.09.2020 00:12:05
Hallo,

zwei Dinge.

Keine Lust zu spielen, keinen Druck und schon fast ein Ekel in der Erinnerung.
Warum sollte ich auch, es ist nichts geblieben von einst.
Schon sehr davon überzeugt und mit ganzem Willen, dies wird es nicht mehr geben.
Etwas ist allerdings geblieben und ich kann es nur versuchen, es in Worten zu beschreiben.

Nicht greifbar aber spürbar, als würde man in Golddukaten baden und gezwungen an eine rostige Münze zu denken. 
Man braucht sie nicht, will sie nicht und doch ist diese Lücke da.
Egal was man auch alles anstellen würde im Leben, es geht einfach nicht weg.
Eine Lücke die nie wieder zu füllen scheint, ein Loch, ein "kosmischer" Defekt.
Da beschäftige ich mich doch sehr mit der Spielsucht, suche und frage.
Im Grunde ja die gleiche Thematik wie früher, nur halt hinter dem Vorhang und im Positiven.
Mein früheres Suchtverhalten auf einer Wärmeplatte.
Und genau dies lässt mich diese "Lücke" auch spüren, oder wegen dieser "Lücke" beschäftige ich mich ja erst mit der Sucht und mit mir.    :)
Fakt: Über so viele Jahre erlebtes Verhalten, welches immer die gleichen Abläufe hatte, kettet an Emotionen.

Das zweite Ding:

Rauchen, eigentlich ist der einzige Grund warum ich rauche, nur:
Wenn ich es nicht mehr mache, würde ich ja gezwungen an zwei "rostige Münzen" zu denken.

Mein Leben wäre das Gleiche, etwas gesünder keine Frage, eine Sucht weniger und die Genugtuung.
Und da wären noch viel mehr Sachen die ich nicht unbedingt machen sollte, alles zu brechen würde unweigerlich dazu führen....
auf einmal zu baden in Unmengen an rostigen Münzen und gezwungen an einen Golddukaten zu denken.  :)
Weitere Lücken, die ich nicht bräuchte,wollte und imaginär, sie würden mich nicht sorgen oder quälen...halt einfach nur da.   

Ein eigentlich wertiger Beitrag endete nun wieder Ambivalent .  :)
Absolut nicht wichtig aber gewollt, es ging nur darum etwas zu beschreiben.

Verstehst Du was ich meine ?
 
Liebe Grüße
     
         
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« Letzte Änderung: 05.09.2020 00:31:32 von Jacky1 »
 

Re: Jürgens Tagebuch
#186: 05.09.2020 08:38:04
Rauchen, eigentlich ist der einzige Grund warum ich rauche, nur:
Wenn ich es nicht mehr mache, würde ich ja gezwungen an zwei "rostige Münzen" zu denken.

Völliger Unsinn. Es käme eine weitere goldene Münze dazu.
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Taro

Re: Jürgens Tagebuch
#187: 06.09.2020 17:04:32
Moin Harald,

das man selber so wird, wie das was man am meisten bei den Eltern ablehnt ist ja nun kein grosses Geheimnis. Die Kunst liegt viel mehr darin es selber mit zu bekommen, was für die Aussenstehenden eh offensichtlich ist.

Moin Jacky,

nein, keine meiner Süchte oder der Verzicht darauf kommt auch nur im entferntesten einer rostigen Münze gleich. Der Spielstop hat in mir einen unbändigen Hunger nach Leben und eine nicht versiegende neigier gebracht. Wo würde ich wohl heute ohne die Spielsucht stehen, habe ich Ihr doch letztlich zu verdanken das ich Zugang zu mir selbst bekommen habe. Nach dem Verzicht auf das Spielen ist der Verzicht auf das Nikotin das beste was mir je passiert ist. Ich wäre ja nie auf die Auswirkungen des, Atems auf meinen Körper gestoßen, weil ja schon tiefes einatmen nicht mehr möglich war. Körperlich habe ich mal mindestens 10 Jahre zurück bekommen. Etwas zugenommen. Das sollte sich dann diesen Winter aber auch langsam erledigen.

Taro
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Re: Jürgens Tagebuch
#188: 06.09.2020 21:56:14
Hallo,

da kann man ja schon gut erkennen, welche Gedankengänge sich verwirren bei mir.
Auch wenn diese ja vorhanden sind und ich habe sie erklärt, welche ""Ausreden"" so ein Raucher sich zurecht legt.

Kompliziertes zerlegen und wieder zusammensetzen in der geistigen Theorie.  :)

Statt klar und deutlich ohne Umwege sich ein Ziel setzen und auch verwirklichen.
Denn Nikotin zu rauchen hat keine Vorteile...absolut keine für einen Menschen.

...auf dem Teppich der Tatsachen.

Liebe Grüße
 
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Re: Jürgens Tagebuch
#189: 07.09.2020 08:58:46
Moin Jacky,

mit dem Rauchen aufzuhören ist eine wesentliche leichtere Entscheidung als mit dem Spielen zu brechen. Wenn du es nicht möchtest, genug Geld hast und in Kauf nimmst, dass dein Lungenkrebsrisiko ein wenig steigt, dann quarze weiter vor dich hin. Ich habe auch immer gerne geraucht und habe auch heute noch öfters Verlangen danach. Doch ähnlich wie mit dem Spielen ist die Sachlage optionslos, ich habe meine Entscheidung diesbezüglich getroffen.
Du hast die Dinge selbst in der Hand. Doch auch der Weg aus der Nikotinfalle ist oft mit Rückfällen begleitet. Ich habe sicher 5-6 Anläufe gebraucht. In diesem Kontext kann ich das Buch Endlich Nichtraucher von Allen Karr empfehlen, nach dessen Lektüre ich tatsächlich Rauchfrei wurde, was genau der Auslöser war ist mir bis heute schleierhaft. Also wenn du tatsächlich mal die Entscheidung treffen möchtest, aufzuhören, und damit Probleme hast, dann nimm dir die 4 Stunden für dieses kleine Büchlein....

Besten Gruß,

aT
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Re: Jürgens Tagebuch
#190: 17.09.2020 22:38:21
Hallo,

natürlich kann man sich selbst in ein komplexes Universum zerlegen, unendliche Planeten die kreisend um eine Sonne sich ihr immer näher bewegen, bis sie eines Tages verglühen ohne je aufgeschlagen zu haben.
Milliarden an Gedankengängen in einem kleinen Stück Gewebe, inmitten eines Kopfes voller Stroh.
Welches sich schon beim kleinsten Funken selbst endzündet und genau deshalb immer der glühenden Sonne fern bliebe.

Schwieriges hinterfragen...warum oder weshalb, immer tiefer und suchend.
Statt einfach zu sagen und tun " höre auf damit, lasse es sein".

Krankes Verhalten, tief verankert in mir.
Andererseits wieder " mir doch egal".
Aber immer voll in Funktion, wie eine Uhr die sich immer neu aufzieht bei jeder Bewegung.

Ein liebes Mitglied hier hat mir einmal ein Bild von sich gepostet, auf dem Kopf stehend.
Darunter stand: In Bewegung bleiben.   

Liebe Grüße
 

   



     
   
     
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Taro

Re: Jürgens Tagebuch
#191: 18.09.2020 12:56:33
Moin moin,

beim Lesen deines Beitrags muss ich an das Gleichnis vom verlorenen Sohn denken.
Als Spieler kann ich mich natürlich gut mit dem jungen Sohn identifizieren, der alles verpasst hat und geläutert zurückkehrt. Der alte Sohn blieb die ganze Zeit beim Vater,  er war aber nicht in Bewegung.  Der junge Sohn hat sich zwar schon mit den Schweinen ums Futter gestritten und doch scheint der Bruder neidisch.
Was wir Spieler alle hatten ist Bewegung im Leben. Die Frage ist, behalte ich das bei, mit allen Risiken, oder strebe ich zum Monotonen Leben des größeren Bruders?

Ich hab mich für die Bewegung entschieden.

Taro
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Re: Jürgens Tagebuch
#192: 14.10.2020 22:48:39
Hallo,

im Grunde keine besonderen Vorkommnisse seit meinem letzten Eintrag.
Viel zu tun zur Zeit, eigentlich Megaviel sogar, da hat der Irre wenigstens was und hat keine Zeit um etwas auszuhecken.
Einen halbwegs guten Schlaf und tagsüber einige "Taurinshakes" und Obst, dann läuft der Motor immer weiter.

In einigen Jahren lauf ich halt dann gemütlich durch den Wald und zähle Tannenzapfen oder sowas.
Wahrscheinlich mit zitternden Händen und Gehstock, Opakleidern und vielleicht einem Hörgerät.
Erzähl dann wahrscheinlich auch jedem, dass früher alles besser gewesen sei, was aber nicht stimmte...für mich!
"Opa" war ja früher ein abgefuckter Zocker, sieht man ihm wohl gar nicht an.
Aber jeder kann es dann sicherlich hören, wenn er erzählt davon, zwar mit leuchtenden Augen aber mit trauriger Stimme.
Wie auch immer, ich freue mich darauf, ich freue mich darauf zu leben.
Kommen aber auch wieder andere Tage, ganz gewiss.

Lauf Jürgen lauf......

Liebe Grüße     

 
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Re: Jürgens Tagebuch
#193: 15.10.2020 08:05:09
Moin Jacky,

bis vor einem halben Jahr gab es im Spiegel noch eine Rubrik "Früher war alles schlechter", dort wurde jede Woche durch Statistiken bewiesen, dass es uns Früher tatsächlich bedeutend schlechter ging, gibt mittlerweile sogar ein Buch, welches alle Artikel diesbezüglich zusammenfasst! Also ob Zocker-Opa oder nicht, früher war es wohl schlechter als heute.
Zitat
Lauf Jürgen lauf......
Wenn du rennst, fliegen die Dinge an dir vorbei, nimmst du sie wahr? Selbst wenn du mal stehen bleibst, wirst du merken, dass alles in Bewegung ist, nur langsamer. Übrigens: Ein Ausflug in den Wald lohnt auch jetzt schon - versprochen!  8)

aT
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Re: Jürgens Tagebuch
#194: 20.12.2020 21:38:10
Hallo,

fast auf die Stunde genau und heute vor vier Jahren begann ich mit diesem Tagebuch.

Zugegeben, anfänglich viel es mir etwas schwer von mir zu berichten, keine Ahnung warum es so war.
Wahrscheinlich wollte ich nur versuchen zu erklären, warum ich so bin wie ich bin.
Vor einigen Jahren war ich auch in anderen Forenkulturen unterwegs, dort ging es aber nur darum sich auf ein Podest zu stellen.
An dem sich dann alle eh nur versuchen konnten, es irgendwie einzustürzen.
Für mich war dies nur ein gelegentlicher Zeitvertreib, unwichtig und ohne Gewicht.
Nur ein Spiel, zwar Schwächen zuzugeben aber dies gleichzeitig als Stärke zu präsentieren.
Eigentlich genau so wie in meinem früheren Fuck Leben.

Auch in Jürgens Tagebuch wären wohl solche Passagen zu finden, irgendwo fällt man immer einmal in alte Gewohnheiten zurück.
Passt aber schon, da traue ich den Lesern hier schon zu, es auch zu deuten.
Und mittlerweile mache ich mir keinen Kopf mehr, was ich hier so schreibe, was sicherlich manchmal auch zu sehen ist.  :)

Um letztendlich ein Ziel zu erreichen hilft oft nur reine Logistik, mit den jeweils gegebenen Emotionen muss man halt klar kommen.
Ich mag keine Veränderungen im Grunde und loszulassen immer eine schwierige Prüfung für mich.
Und seht Ihr, schon wieder versuche ich etwas zu erklären.
Wahrscheinlich weil ich es selbst nicht verstehen kann und Erklärungen für mich ja eigentlich Antworten sind.

Gehirnbumsen ist dass doch nur.....
Heute war ich im Wald spazieren, wo auch sonst..hier ist eh überall Wald.  :)
Mit einem tollen Menschen und guten lustigen Gesprächen.
Und ansonsten erinnere ich mich gerade an nichts..... :)
...reine Logistik.  :)

Liebe Grüße   

     
 
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