Spielsucht Soforthilfe Forum (SSF)
Spieler & Angehörige => Allgemeines => Thema gestartet von: Taro am 14.03.2020 18:44:42
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Moin moin,
es gibt sicher viele Wege spielfrei zu werden. Aber egal welcher Weg auch immer gewählt wird, die Beibehaltung der alleinigen Verantwortung ist als stabiles Fundament obligatorisch.
Einmal sind es die Finanzdienstleister die für die Einzahlungen nicht berechtigt waren, dann hat die Partnerin nicht richtig auf die Karte aufgepasst, der Casinoblog hat ein Loch, oder die Selbstsperre wurde vom Casino nicht durchgesetzt. Alles habe ich schon öfters gehört um einen Rückfall zu rechtfertigen. Alle Versuche Sicherungen im außen zu suchen sind immer löchrig und das schlimmste, für mich als Spieler ist es auch immer eine Herausforderung genau diese Löcher zu finden.
Für mich war daher von Anfang an wichtig, alle Sicherungen so aufzubauen, daß ich die Verantwortung für die Maßnahmen habe, die im Notfall gegangen werden. Nun ist es ja genau so, daß gerade ich als Spieler nicht verlässlich bin wenn es ums Spielen geht. Das ist sozusagen die Quadratur des Kreises und trotzdem möglich. Leider wird über die Wege dorthin in den Foren kaum gesprochen. Die Schuld der anderen steht dagegen hoch im Kurs.
Schon beim Schreiben wirken Worte etwas wirr. Vielleicht bekomme ich ja mit der Zeit das noch etwas entwirrt.
Taro
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Hallo Taro,
ich empfinde es gibt nur einen Weg um spielfrei zu werden.
Und auf diesem Weg gibt es viele Stationen, Freunde, Familie, Betreuer, Psychologen/Therapeuten.....
Man bekommt Tipps, Ratschläge, Erfahrungswerte und sogar ein Zimmer mit Bett.
Und egal was der wandernde Spieler davon beansprucht oder mit nimmt....
Er muss an sich glauben diesen einzigen Weg nun auch zu gehen.
Da bin ich ganz bei Dir , Taro.
Das ganze drumherum, die Emotionen und selbst ja eh immer ein Gefangener seiner selbst zu sein, sehr Komplex.
Was hier und auch sonst immer als "freie Entscheidung" gedeutet wird, liegt doch nur in der Betrachtung es halt selbst zu glauben.
Da kann jeder Reflektieren so viel er nur kann, es wird immer "Regeln" geben, nach denen es sich neu richtet.
"Er hat es weit gebracht, Familie , Kinder, Wohlstand, die Menschen mögen ihn, er teilt mit den Armen und erklärt Blinden die Farben.
er trinkt keinen Alkohol mehr und hat aufgehört zu spielen."
Solide, Verlässlich, Treu, Alkoholiker, Spieler.
Der Spieler!
Schon eine Faszination für sich, wäre ich nicht selbst Spielsüchtig würde ich es mit einer krankhaften Naivität gleich setzen.
Geld, Zeit, Flucht endet im absoluten Verlust.
Die Mündigkeit einem solchen Menschen ihm selbst zu überlassen, dass er es alleine entscheidet und konsequent bleibt, kommt schon Freunde....
Doch genau dies wird über eine gewisse Zeit einfach erwartet und benötigt.
Eine Meisterleistung eigentlich von jedem abstinenten Spieler und nicht jeder hatte eine höhere Macht.
Warum spiele eigentlich ich nicht mehr ?
Viel zu Profan wäre es doch nun zu schreiben, weil ich es nicht mehr möchte.
Doch genau darin steckt etwas sehr gebündeltes, mein ganzer Weg dorthin.
Dieser Weg begann aber nicht am letzten Tage im Casino, er begann am ersten!
Es bleibt immer und ewig etwas fremdes in mir, es hat mich auch gerettet.
Nun bin auch ich ganz wirr. :)
Aber nur durch meinen erbärmlichen Versuch, es etwas zu entwirren. :)
Grüß Dich
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Warum spiele eigentlich ich nicht mehr ?
Viel zu Profan wäre es doch nun zu schreiben, weil ich es nicht mehr möchte.
+1
... würde hier vollkommen genügen
Aber da es vielleicht nicht jeder versteht:
Besondere Lebensumstände machten mir mein Verhalten und die notwendigen Konsequenzen deutlich.
Da fiel bei mir genau die von Jacky zitierte Entscheidung.
Und die sich daraus ergebenden Konsequenzen trage ich gern und sogar mit ein wenig Stolz.
Mein komplettes Leben habe ich umgekrempelt und umgestellt. Innerlich. Nicht zwingend für jeden sichtbar.
Den Spieler "Fred" gibt es de facto nicht mehr "
Auch wenn diese Sichtweise allgemein "verpönt" ist, bin ich davon überzeugt.
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Ist es so, "nicht jeder hat eine Höhere Macht"?
Wieviel Geld hatte ich mir geliehen mit den Versprechen, Du bekommst es zurück...., aber dann....bestimmt!
Alles nur Worthülsen, als ich in die Meetings ging und genau dieses erzählte, ich war gerade nach dem Gespräch mit meiner Bank wieder spielen, das Portmonee war leer. Ich konnte für den Rest des Monats kein Geld mehr abheben. Illegale Geldbeschaffung war TABU, ein Schwur an mich selbst da kam nach dem Meeting ein anderer trockener Spieler zu mir und gab mir 50 DM und sagte, gib es mir zurück wenn Du es kannst!
Was für ein Irrer? Ich erzähle gerade das ich nie meine Schulden begleiche und er gibt mir 50 DM. Oder anders ausgedrückt, er gab mir das Gefühl, an mich zu glauben. Ein Schlüsselerlebnis. Wenn Du willst war er in dem Moment meine höhere Macht. Für mich das aller wichtigste war, Ihm das Geld so schnell wie möglich zurück zu geben.
ich war schon 4 Jahre Spielfrei, ich wollte immer noch mein Fachabi machen, und studieren. Leider gab mir bis dahin mein Umfeld zu verstehen, das ich das wohl nicht schaffen werde. Dann kam eine neue Freundin in mein Leben, eine Medizinstudentin. Sie sagte zu mir, klar schaffst Du das, wenn Du nicht wer dann....
Eine Initialzündung, da ist ein Mensch der an mich glaubt, und plötzlich kann ich auch an mich selber glauben. Ich kann die Verantwortung übernehmen und auch tragen.
Zwei kurze Andekdoten aus meinem Leben und doch Schlüsselmomente. Und wenn Du willst konnte mein glaube an die Worte und Taten der anderen Menschen in Mich Berge versetzen. Es waren plötzlich Dinge möglich, die vorher unmöglich schienen.
Taro
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Zwei kurze Andekdoten aus meinem Leben und doch Schlüsselmomente. Und wenn Du willst konnte mein glaube an die Worte und Taten der anderen Menschen in Mich Berge versetzen. Es waren plötzlich Dinge möglich, die vorher unmöglich schienen.
Es wird noch viel besser. Mein unbändiger Glaube an mich selbst ließ mich Berge versetzen.
Es bedarf also nicht zwingend einen Außenstehenden, auch wenn dies oft hilfreich ist.
Die Frage "wer" mich in diese Zustand versetzte möchte ich offen lassen, aber so manches Mal schien es mir schon, als stünde jemand hinter mir ...
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Hallo,
es war immer schön von Alfred im "alten" Forum zu lesen, dem LKW Fahrer der in seinem Garten saß vor dem Grill, mit seinem geliebten Bierchen.
Er war zufrieden und hing nicht mehr am Tropf seiner Sucht, die liebe Frau an seiner Seite.
... einfach nur froh, dass es nun so ist!
Bei Fred ergeht es mir da nicht anders, kenne ja ein wenig aus seinem Leben.
Auch bei Taro, a.T und einigen mehr, bei jedem der nicht mehr spielen muss.
Dies sind ja keine Fallstudien aus einem Rosamunde Pilcher Roman, es ist greifbar.
Im Grunde fragt doch jeder neue Schreiber hier, wie habt ihr es geschafft!
Und nicht in jeder Antwort darauf ist etwas so stark zu finden, wie in Euer beiden Beiträge hier.
Oft berichte ich aus einer negativen Sicht, gerade wenn ich über mich schreibe.
Ein Puzzle mit 1000000 Teilen, ich finde doch nicht einmal die Ecken.
Darum für heute nehme ich nur eines mit 10 Teilen, dann wird wenigstens eines mal fertig. :)
Und fahre etwas Motorrad, aber nicht wie sonst....sondern ich mache es aus innerer Freude.
Ich möchte einfach nicht mehr spielen.
Liebe Grüße
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TAL, grandios, wie du über eine wirre Selbstanalyse immer so klare Antworten geben kannst! 8)
Ich habe mich für das Leben entschieden. Beängstigend, wie es war, erschien es mir doch besser als Aufgeben.
Wer sich für das Leben entscheidet, muss unwiederbringlich Verantwortung übernehmen, oft nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Liebsten. Dies kann eine gewaltige Last sein und führt auch mal dazu wieder in alte Muster zu verfallen, jedoch, bei genauem Hinsehen, ist es die einzige Möglichkeit, zu Leben!
Für uns Spieler ist es immer ein Weg nahe des Abgrunds, wer jedoch verantwortungsvoll einen Schritt vor den anderen setzt, wird nicht vom Weg abkommen.
Eine verantwortungsvolle Woche allen,
aT
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Hallo Tal,
ich kann ja nun nicht schreiben, Du machst alles genau richtig.
Auch möchte ich nicht schreiben, dass Du diese Entscheidungen alle selbst getroffen hast.
Schon gar nicht schreibe ich Dir, dass Du eventuell zu diesen Entscheidungen "gezwungen" bist.
Durch Werdegang, Umfeld und Deinen Erfahrungen.
Macht ja nun auch keinen Sinn Dir Dinge zu schreiben, die ich nicht schreiben würde.
Diese Dinge können auch nicht zitiert werden, habs ja nicht geschrieben.
Aber was ich Dir sehr gerne schreiben möchte:
Du entscheidest nicht was Du verdienst, sondern in meinem Beitrag ja ich gerade.
Nämlich absoluten Respekt und enorme Wertschätzung.
Du bist zufrieden, es gibt so viele die es nicht sind.
Mich freut das und es macht mich auch ein klein wenig zufriedener.
Toller Beitrag, Tal. Danke.
Grüß Dich
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Moin Tal,
die Vorstellung das mir jemand die Vorteile eines eigenen Spieltisches in meiner Wohnung erklärt läßt mich erschaudern.
Tatsächlich ist es für mich auch nicht vorstellbar das meine Frau zum Spieleabend lädt. Ich will mich mit soetwas 8n meinen 4 Wänden, meinen Schutzraum nicht beschäftigen. Das gilt auch für meine jetzt pupertierenden Kinder. Wahnsinn das Du das so gelassen ertragen kannst.
Ja, auch bei mir war es definitiv mehr als mein eigener Wille als ich mit dem Spielen aufhören durfte. Hinzu kommt noch, daß neben der Möglichkeit das ich aufhören könnte noch eine ganze Menge anderer Dinge passieren müssten.
Das macht es ja immer so schwierig, wenn ich mit Menschen spreche die noch spielen. Wenn das Fenster für die Spielfreiheit geschlossen ist, dann gibt es keine mir bekannte Möglichkeit dieses zu öffnen.
Verantwortung für mein Leben zu übernehmen heißt für mich auch keine Kompromisse mehr einzugehen. Damit sind die Dinge gemeint, die ich früher getan habe, weil "das nun mal so ist", "weil man das nun mal so macht" oder "weil ich das nicht ändern kann". Und das wichtigste, wenn ich Dinge gerne machen würde, dann zählen nicht meine Ängste, sondern ich tue es. Das war mein Versprechen an mich selbst für die Spielfreiheit. Eine meiner besten Entscheidungen. Mit zunehmenden Alter wird mir die Endlichkeit meines Lebens bewußt. Ich bin wirklich froh, daß ich nicht auf ein Leben der verpassten Möglichkeiten schauen muss. Für dieses Leben brauche ich immer wieder Mut. Diesen Mut hole ich mir auch nach 30 Jahren noch im Meeting. Genau heute fällt dieses Meeting wegen Corona erstmals aus. Mal sehen wie lange diese Zwangspause jetzt dauern wird. Es ist nicht nur so, daß wir eine offizielle Mitteilung bekommen haben, es sind die Gemeinderäume tatsächlich für alle Gruppen gesperrt.
Taro
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Hallo
Das macht es ja immer so schwierig, wenn ich mit Menschen spreche die noch spielen. Wenn das Fenster für die Spielfreiheit geschlossen ist, dann gibt es keine mir bekannte Möglichkeit dieses zu öffnen.
Ja, da kann man einreden und von sich erzählen.
Sie hören zu und geben einem sogar noch recht, was aber dazu führt dass sie dann einfach gar nicht mehr mit mir darüber sprechen oder mich belügen, wenn ich nachfrage ob sie wieder spielen waren.
Dies musste ich schon des öfteren erfahren.
Ich war genau so.
Was war es mir früher immer mega peinlich, wenn ich beim spielen jemanden traf den ich kenne.
Extra immer weit gefahren und immer Angst im Nacken dass es einer aus meiner Familie erfahren könnte.
Der große Magier, Vater, Geschäftsmann, Großkotz......der Münzenkönig. :(
Es hat schon sein Gutes, heute schäme ich mich nicht mehr, gespielt zu haben.
Dies hat nun gar nix mit dieser Krankheit zu tun, sondern mit mir selbst.
Zu bedenken möchte ich noch geben, leider ist man oft angewiesen , auf was auch immer.
Um wirklich eine Eigenverantwortung konsequent beizubehalten.
Liebe Grüße
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Für mich war es immer so, daß ich wie in einem Irrgarten in meinem eigenen Leben gefangen war. Am Ende stand immer das Spielen. Dieser Irrgarten war mit Wänden aus "ja aber" und "ich kann ja nicht" gebaut. Oder anders ausgedrückt, ein Wollknäuel wo sich am Ende immer die Katze in den Schwanz beißt.
In den Meetings erlebte ich wie mein Wollknäuel nur durch zuhören endknotet wird und dort plötzlich garkeine Wände mehr in meinem Irrgarten sind. Ich neige auch heute noch zur Knäuelbildung und zum Wände hochziehen wenn ich mit meinem Kopf und den Gedanken längere Zeit allein bin. Dann fehlt mir die Klarheit um meine Eigenverantwortung beibehalten zu können.
Sinngemäß schriebst Du mir Kindergarten sei doch mal ganz nett. Hey, ich bin Spieler und damit leide ich auch ein Stück weit am Peter Pan Syndrom. In allen Bereich handele ich nie Erwachsen. Aber doch im Spaßbereich und nicht dort, wo ich mich um das rote Feuerwehrauto streite und wo wir uns das am Ende gegenseitig auf den Kopf schlagen.
Die Spielsucht hat mir nur durch ein Wunder nicht das Leben gekostet. Ich habe grossen Respekt vor jeden Weg der in die Spielfreiheit führt. Ich erzähle in den Foren von meinem Weg, eine Wertung oder gar eine Abwertung der Wege anderer ist für mich völlig abwegig. Dafür habe ich vor der Krankheit viel zu viel Respekt.
Taro
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Sinngemäß schriebst Du mir Kindergarten sei doch mal ganz nett. Hey, ich bin Spieler und damit leide ich auch ein Stück weit am Peter Pan Syndrom. In allen Bereich handele ich nie Erwachsen. Aber doch im Spaßbereich und nicht dort, wo ich mich um das rote Feuerwehrauto streite und wo wir uns das am Ende gegenseitig auf den Kopf schlagen.
Ein Kindergarten ist in der Regel ein Hort, an dem man eben lernt, sich das Feuerwehrauto nicht gegenseitig auf den Kopf zu schlagen.
Eine sozialpädagogische Instanz die nicht nur betreut , sondern einen Erziehungsauftrag erfüllt. :)
Nein, sinngemäß wollte ich Dir etwas ganz anderes nahe legen.
Du hörst mir nicht richtig zu. :)
Darum soll es nun Paul McCartney Dir erklären.
https://www.youtube.com/watch?v=u6T5C-jzSH0 (https://www.youtube.com/watch?v=u6T5C-jzSH0)
Sinngemäß:
...nehme es Dir nicht so zu Herzen.
Grüß Dich
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Hallo TAL,
hoffe einmal dass ich es nicht überlesen habe.
Aber gehe ich richtig in der Annahme, dass Dein Partner nichts über Deine "Spielsucht" weiß ?
Bei einem ja er weiß nichts:
Glück gehabt, er hätte ja auch einen Dattelautomaten kaufen können.
Bei einem nein er weiß alles:
Pech gehabt und zwar nicht an der Auswahl des Tisches.
Grüß Dich
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Moin Tal,
"Ich bin, daher brauch ich, darum bin ich berechtigt es mir zu nehmen"
Jetzt sehr frei zitiert, aus einem Buch das ich vor ca. 30 Jahren lass. Er stammt von Walther Lechner, einen Suchttherapeuten.
Deine Beiträge sind so wertvoll, und tiefgründig. Du hast unfassbares geleistet, bist spielfrei. Du bist wertvoll und berechtigt das auch einzufordern. Egal wer von meiner Sucht weiß oder nicht, ich bin verantwortlich das ich mir bestimmte Dinge nicht bieten lasse.
Tatsächlich macht mich alleine das Lesen Deines Beitrages wütend.
Jacky hatte wieder so schöne Worte. Sicher wirst Du Deine Gründe für Deine Partner Wahl haben.
Lg
Taro
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MoinnTal,
natürlich kann es immer nur um uns selber gehen. Berichte über Dritte sind immer nur ein Ausschnitt und eine Bewertung des Dritten verbietet sich daher. Auch eine Das gleiche gilt für eine Bewertung von Dir. Zu beidem habe ich mich ein Stück weit hinreißen lassen, das tut mir Leid.
Meine Emotionen beim Lesen Deines Texten zeigen mir jedoch, daß da etwas, warum auch immer, in Schieflage ist. Das muss nicht immer schlecht sein.
Taro
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TAL...TAL...TAL...
Belassen wir es einfach dabei.
Wir können uns alles gegenseitig auch mit weichen Daunenfedern bepusten.
Ich kann das gut, ein König im verteilen von Honig, ist hier überall nachzulesen.
Kritisches hinterfragen nicht erwünscht, kP.
Schmusidusi...Schatzibusi......Tigerenten Club....
Eigentlich steht mir keine Kritik zu, kenne Dich kaum und auch nicht Dein Umfeld.
Dachte nur, Du wolltest es etwas beschreiben.
Und überhaupt....mit Kritik meine ich eigentlich nur , etwas zu Hinterfragen.
Tausend Matratzen mit Daunenfedern übereinander und immer mehr und mehr, bis die Erbse nicht mehr spürbar ist.
Und als negativ sehe ich Deine Beiträge nicht.
Du erklärst Dich...gut so.
Liebe Grüße
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Bei vielen meiner Wege trug ich die Schuhe die genau nur mir paßten. Alle andere hätte sich mindestens blutige Zehen, wenn nicht gar Folgeschäden geholt.
Es waren oft die Momente wo ich auf das unwahrscheinliche gelingen vertraute und es keine zweite Chance gab.
Aus einem Schmusidusi...Schatzibusi...Tigerentenclub fliege ich immer ganz schnell raus, darauf kannst Du vertrauen.
Taro
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Mein Beitrag sollte jetzt nicht so negativ gegen andere sein.
Manchmal sollte ich vielleicht doch nachdenken, bevor ich schreibe - und es dann eventuell einfach lassen.
Es gibt durchaus andere Meinungen. Meine zum Beispiel. Keinen deiner Beiträge fand ich irgendwie negativ.
Als ich "bereits" stolze 6 Monate spielfrei war, fragte ich meine Frau, ob nicht mal ein kleines Lob bekommen könnte.
Ich war soooowas von stolz, hatte unser gesamtes Leben umgekrempelt, mir in Foren die Finger wund geschrieben.
Ich war ein mustergültiger Ehemann und Vater geworden.
Eine kleine Anerkennung ... ein "toll" ... bisschen Bestätigung braucht der Mensch ja auch. Bin ja kein "Heiliger".
Nun die Worte (das Wort ) meiner Frau war ein entrüstetes "Wieso" ?
Nach einer kurzen Weile sagte sie, für mich ist das "normal", dass mein Mann nicht spielt.
Ich musste da schon schlucken, habe es mir aber nachträglich zum positiven gebogen.
Denn es ist ja ein Lob, dass sie mich nach 6 Monaten schon wieder als "normal" ansieht :)
Was will ich damit sagen, es gibt Partner die wollen und können sich mit der Spielsucht nicht beschäftigen.
So wie meine Frau. Und ich muss sagen, es steht ihr zu !!! Ich habe das Problem, nicht sie.
Und wenn sie einen Spieltisch ins Wohnzimmer stellt, dann ist das mein Problem wenn ich damit ein Problem habe.
Nein, keiner von uns ist egoistisch. Man muss jedem Menschen auch seine eigenen Entscheidungen erlauben dürfen.
Früher habe ich den Alkohol versteckt, wenn unser alkoholkranker Nachbar kam. Heute bleibt er stehen wo er ist.
Wichtig in allem ist aber dass jeder seine Position äußert, und auch äußern darf.
Wenn Widerwillen in dir steckt, solltest du das ganz klar kommunizieren.
Du wirst dich wundern, wie dankbar fast alle Menschen für eine klare Kommunikation sind. Egal in welche Richtung es geht.
Tal, schön dass du hier so toll schreibst.
Danke dafür.
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Hallo Tal,
ich möchte dir auch gern ein Feedback geben , was dein Bericht bei mir an Gedanken und Erinnerungen wachgerufen hat.
am Meisten ist mir hängen geblieben, dass du dich oft nicht ernstgenommen gefühlst hast und eher noch übergangen.
Gleichzeitig möchtest du ein tolleranter großzügiger Mensch sein der jedem seine Freiheit lassen will...und deren Freiheit aber manchmal auch an einer deiner Grenzen stößt....
Deine persönliche Urteilung, scheint Andere zu schonen und dich selber zu kritisieren. Das alles hinterlässt in dir ein unzufriedenes Gefühl
und letztendlich kommt es zur Wut und Ärger über dich selber....wenn ich dich richtig verstanden habe.
dann fiel mir noch auf, dass du von deinem fehlenden Ehrgeitz geschrieben hast...
Das kommt mir alles so bekannt vor.
ich denke von außen wird einem immer das gespiegelt, was mit einem selber zu tun hat. Das Positive genauso wie das Negative
Das Positive tut gut, damit lässt sich gern und gut leben...das ist also keine Gefahr, kein Problem
Das Negative wird oft über oder falsch bewertet...aus eigenen inneren Überzeugungen und Sichtweisen....so kann man es allein für sich kaum aufarbeiten bzw lösen....
Doch genau das beinhaltet für mich genau die größte Gefahr für Rückfälligkeit oder falsche Entscheidungen anderer Art.
nach gründlichem Überlegen erschien es mir irgendwann logisch...dass wenn ich mich nicht ernst nehme...es Andere es auch nicht tun
Ich lade sie ja geradezu dazu ein mit meinem eigenen Verhalten Reaktionen usw
Solange ich durch mein unwohlsein fühlen in solchen Situationen nur auf Andere schaute...oder nur mich selber verurteilte kam ich aber nicht da heraus...ich drehte mich Jahrzehnte damit im Kreis...oder fand mal ein Stückweit heraus...bis alte Muster sich immer wieder ihren Platz neu erobern wollten
ich entdeckte für mich : was ich mir für mich wünschte , versuchte ich Anderen zu geben...zbsp Toleranz , Freiheit, Akzeptanz
ich ahnte nie, dass auch diese Dinge wie alles andere seine Grenzen hat.
Mein Größtes Problem war/ist, dass ich stets gegen mich selber am Schlimmsten gearbeitet habe und gleichzeitig versucht habe, um mich zu kämpfen..mich zu verteidigen, zu erklären, zu rechtfertigen. Dieses Spiel konnte und kann ich ja nur verlieren.
Ich beschloss also, dass ich das ändern wollte. Aber es zeigte sich schwieriger als gedacht. Es folgten viele Jahre des Übens von Achtsamkeit und anderem Draufschauen und Denken....eine Neverending Storry, aber mit Veränderungen
ich kann für mich sagen , ich habe an mir gearbeitet...Lösungen und Änderungen verdanke ich ...vielleicht einer höheren Macht ? den Umständen, dass bestimmte Dinge zum richtigen Zeitpunkt in mir gefruchtet haben....Es lag mit Sicherheit nicht allein an meiner Macht...eher an (m)einem Vermögen zum jeweiligen Zeitpunkt.
Was das Wort ´´Verantwortung tragen`` für mich bedeutet, möchte ich dazu auch gleich mal hier lassen:
Verantwortung für mein Leben trage ich seid ich kein Kind mehr bin !...wie auch immer....Konsequenzen auch !
Traurig war ich schon immer, wie auch heute, wenn durch meine Verantwortungsentscheidungen Andere mit drunter leiden müssen. Darum habe ich eigendlich immer sehr darauf geachtet , dass das nicht geschieht. Gelang natürlich durch die Spielsucht und auch den persöhnlichkeits Sörung bedingten Agieren und Reagieren nicht immer. Also war das die Baustelle für mich
es ist ein Seiltanz...zwischen außen und mir selbst...nach wie vor
Jedenfals bin ich der Meinung, dass wenn dich der Besuch und das Spielen in deiner Nähe deine Ruhe und dein Sicherheitsgefühl stört...
dass du das Recht und die Pflicht hast..da deine Grenze deutlich wahr zu nehmen , klar und fest zu äußeren und fest dazu zu stehen
Ob du deine Rechte und Pflichten wahr nimmst , bleibt dabei dir überlassen...
In dem Masse wie du dich damit ernst nimmst, werden dich Andere dann auch ernst nehmen. Mit Sicherheit !
Last but not least...das Thema Ehrgeitz
ich dachte immer ich wäre nicht ehrgeizig...und bewunderte die Menschen , die es waren...die Erfolgreich waren damit usw
irgendwann entdeckte ich das Malen für mich wieder...dabei stellte sich heraus..wie ehrgeitzig ich dabei war...wie ich genau und perfekt sein wollte..um zufrieden sein zu können...abstrakte Malerei war daher nicht so geeignet...
etwas später merkte ich dann wie sehr sehr ehrgeizig ich beim zocken war
wie ich nicht aufgeben wollte und sogar dann stellenweise nicht konnte...aufzugeben...etwas zu gewinnen..oder wenigstens das verlorene zurück zu gewinnen. Genau dieser Ehrgeitz brachte mich in Suchtverhalten....
Als ich näher hinsah, erkannte ich für mich, dass Ehrgeitz mit Motivation zu tun hatte
Wo mir Mutivation für andere Dinge oft fehlte..war es da im Überfluss vorhanden.
was mir auch noch auffiel war...dass das Spielen `` nur´´ eine andere Art war um mich zu kämfen
ich wollte davor mal Ruhe haben und habe es mir ungewollt aber wieder erneut abgeholt.
denn ein bisschen Spielen nur zur kurzzeitigen Ablenkung war schnell nicht mehr möglich....
ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich mir das Gegenteil beweisen wollte...
was ich sagen möchte ist...schau mal tiefer nach...bestimmt hast du auch Situationen /Dinge...wo auch du Ehrgeiz hast
Selbst wenn nicht, ist es kein Makel
Danke nochmals für deinen Bericht, der mich nun dazu veranlasst hatte nochmals meine Erfahrungen damit zu hinterdenken
lg Karo
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Oft sehe ich parallelen vom Weg in die Spielfreiheit und die Klarheit die dafür erforderlich ist und den Entscheidungen von politischen Entscheidungsträgern. In beiden Fällen gibt es die, die laut im dunklen Wald pfeifen und denen, die die Dinge tun die getan werden müssen. Besonders deutlich wird es bei den weltweiten Entscheidungen zur Bekämpfung des Corona Virus. Ich fühle mich erstaunlicher Weise in Deutschland und speziell in Hamburg besonders gut betreut. Es wird entschlossen gehandelt um die Verbreitung einzudämmen, in Hamburg sind zudem noch Sofortmaßnahmen für die Firmen und Kleinstunternehmer vorgesehen um Pleiten zu vermeiden. Es wird alles in allem eine riesige Summe Kosten, aber unsere Gesundheit zum einen und die bestehenden Strukturen zum anderen haben oberste Priorität.
Dann lese ich heute Dänemark muss die Zinsen erhöhen, das Gegenteil was zur Zeit sinnvoll ist. Das müssen Sie machen, weil Sie Ihren Wechselkurs in kleiner Bandbreite an den Euro gekoppelt haben. Zur Zeit fließt das Geld in die "sicheren" Häfen, Euro und Dollar weil Sie groß sind. Ich erinnere mich noch an die Plakate in Schweden als es um die Abstimmung zum Euro ging. Auf den Schildern stand "Dänemark investiert, Deutschland havariert. Tja, schon ein paar Jahre her, aber offensichtlich zu kurz gedacht. Das gleiche steht England auch bevor, werden massiv abgewertet. Aber die haben ja wie Amerika auch zu spät reagiert. In den Ländern wird ein hoher Preis dafür bezahlt werden, das Sie Halodris als Regierungschefs gewählt haben.
So wie einige Regierungen jetzt alles tun was nötig ist, um den Virus einzudämmen, so habe ich auch alles und wirklich alles dafür getan was nötig war um Spielfrei zu werden. Ich bin auch gestolpert, und hatte Rückfälle, das passiert, aber ich habe sofort Vorkehrungen getroffen das es so nicht noch mal passiert. Das die Zeiten kommen, in denen der Suchtteufel anklopft war klar, also habe ich aus den Erfahrungen von anderen einen Notfallkoffer zusammengestellt. Nach dem Rückfall habe ich Dinge die sich bewährt haben behalten, die Dinge die nicht funktionierten ausgetauscht.
Ich musste nicht sofort meinen Job wechseln, um Spielfrei zu werden, ich weiß aber, wäre mein Beruf ein Problem hätte ich keine Sekunde gewartet. Wie beim Virus ging es nämlich nicht um meinen wirtschaftlichen Status sondern um mein Leben.
Taro
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Hallo,
die besten Antwort ist von sich zu erzählen.
Bei meiner Geburt machte das Schicksal einen Fehler, ein streunender Hund hätte ich werden sollen.
So wandle ich nun seit über 50 Jahren in der Gestallt eines Spielers.
Fragt man mich ob es mir gut geht, antworte ich"ja".
Fragt man mich ob es mir schlecht geht, antworte ich "ja".
Fragt man mich wie es mir geht, antworte ich "geht so".
Muss wohl so irgendwann in meiner Jugend geschehen sein, als ich mich mit einem Betäubungsmittel einschläferte.
So merkte ich früh, zufrieden zu sein ist mir eh nie genug, darum war ich es auch noch nie wirklich.
Manchmal spüre ich es schon, doch dies vergeht schneller als die Spanne dieses Beitrages.
Leider habe ich es wieder etwas verlernt, einigermaßen vernünftig über mich zu schreiben.
Das grenzt mich gefühlt ab.
"Ich bin verantwortlich"....für jeden den ich mag sehr gerne, für mich...kann ich es nicht.
Um es nun mit den Worten meiner eigentlichen Bestimmung zu schreiben, was das gleiche armselige Gewicht hätte......
Wuff....
Liebe Grüße
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hallo
das geht mir in dem Punkt auch so, dass es mir unangenehm ist wenn ich wirkliche Hilfe brauche und anders herum es mir geradezu wie peinlich ist, wenn ich gelobt werde oder in einen positiven Mittelpunkt gerate.... auf negativer Weise dagegen macht mir nichts aus. Das bin ich ja irgendwie so von je her gewöhnt.....
Zum Glück hatte ich aber nie das Gefühl weniger Wert zu sein , wie andere....damit meine ich nicht Status, Aussehen oder sonstiges Oberflächliches.
die meisten Menschen sind dauernt am Bewerten....Alles und Jedes. Bilden sich mit ihren eingeschränkten Wahrnehmungen, Urteile und damit ihre Meinung...Manche gehen dann noch weiter..und wollen die Ihre Anderen am liebsten eintrichten...wenns denn sein muss mit Manipulation.
Das habe ich schon immer gehasst und mich gegen gewehrt...Bis mir selber auffiel, dass ich selber nicht anderes war.
Was für ein mieses Gefühl das war , ist unbeschreiblich...das für mich selber zuerkennen.
Aber so mies es auch war, so wunderbar waren dann die Folgen dieser Erkenntnis.
Nämlich das Bedürfniss und die Kraft und Motivation , das zu ändern und somit auch ein Stück weit mich.
wie gesagt...nur Stückweit...denn von bestimmten Dingen kann ich auch noch nicht loslassen.
Wie soll ich es beschreiben...es steckt damit ein Gefühl der Angst zusammen...mich...mein ich...zu verlieren...und nicht zu wissen was dann ist bzw kommt. Es geht eben nur in meinem Tempo...meinen Weg....zu finden
ich empfinde es zbsp absolut zynisch, wenn jemand zum Beispiel eine Sucht oder sogar Depressionen überwinden konnte...und sich dann großkotzig eventuell auch total Empatielos und seine eigen fertig gestellten Baustellen von damals anscheinend vergessend....meint...man bräuchte doch nur dies oder das tun oder lassen....Nein !! so einfach ist es nun mal nicht.
OK Tal, du bist anders ...Na und ? ist nicht jeder immer etwas anders als ein Anderer? keiner immer genau gleich...nichtmal Eineiige - Zwillinge ?...Die Frage ist doch eher...willst du wirklich anderes, anders sein ? (also so wie andere) wenn ja , warum `? und wie kannst du es dir erarbeiten
Wenn kein Antrieb , keine Motivation da ist....dann fehlt zum Weg dahin nun mal der Motor.
und eine weitere Frage steht an....nämlich ob ich schon wirklich richtig ehrlich zu mir sein kann...oder noch ganz viele gegenwirkende Überzeugungen dagegen wirken... Das kann doch dann nicht funktionieren...jedenfals nicht auf Dauer...denke ich mir. Ob das richtig ist weiß ich aber nicht.
Bewertungen...was ist das denn schon ??? eine bestimmte Sache vom Ganzen erfassen können, von einer bestimmten Richtung betrachtet...dann noch ganz subjektiv bewertet....DAS kann jeder..macht fast jeder...und bedeutet doch gar nichts...wenn ich dem keine Bedeutung schenke / gebe.
es ist gut das du anders bist...weil es erst das Große Ganze rund machen kann...es würde sonnst etwas fehlen..nämlich genau DU...oder ich oder sonst wer
ich will aufgegeben Sinn zu suchen...mit Erklärungen warum ich so bin wie ich bin.
Wichtig ist doch eigendlich nur, dass ich bin
und vielleicht mich noch gut kenne...weiß auf was ich wie, wann, warum so und nicht anderes mache bzw reagiere und ob ich mich damit gut fühle oder nicht...mich wahrnehme...mich spüre
und vielleicht ist es ja manchmal sogar so , dass ich das für mich brauche, zu leiden....mich selber zu boykotieren, zu bestrafen. Auch das hat dann einen Bestimmten Sinn bzw Grund
Irgendwann hat Alles eh ein Ende
ich hoffe ich nerve dich/euch nicht mit meinen Gedanken -.mitteilungen. Ich bin gerade dankbar, dass ich dazu wenigsten nun mal wieder genug Motivation habe und ich doch mal wieder etwas aus mir heraus lassen kann. Lange war ich nämlich seid dem Tod von meinem Mann blockiert...ich empfand einfach alles nur noch Sinnlos.
Ok, auch wenn alles Sinnlos scheint, so hat es doch einen :-)...ich suche nicht mehr nach Sinn....deshalb ist es mir wohl dadurch wieder möglich mich etwas zu öffnen und nicht nur mit mir selber ausmachen zu wollen...und komischer Weise zeigt sich dann öfter ein Sinn für mich....
Danke für die Möglichkeit
lg Karo
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Hallo,
wir bauen hier eine Leiter, ich kann nicht einmal sagen in welche Richtung sie geht.
Einmal im 1: 1 Vergleich (TAL vs Jacky 1 ) :)
Was Du außen bist bin ich innen.
Ein einsamer Mensch inmitten von Hunderten um mich herum.
Doch merken tut dies keiner, der hier nicht liest.
In allen Belangen Adrett, steht irgendwo ein Podium...ich stell mich ganz sicher drauf.
Alle wollen unterhalten werden, kP. Clown, Kasper, Prediger, Sozial, manipulierend..alles im Repertoire und abrufbar.
Ja, der einsame Wicht strebt zum Mittelpunkt.
Denn dort fällt er am wenigsten auf und keiner merkt, irgendwo schon gestorben.
Was solls, Hauptsache funktional.
Bei meiner Familie und engen Freunden funktioniert dies nicht mehr.
Ich bin so sehr froh darüber.
Zwei parallele Leben zu führen ist schon schwer, doch bei 3..4...5 wird es wieder ganz leicht.
Doch manchmal erwische ich mich dennoch und kann so sein wie ich wirklich bin.
In einer Zwangsjacke und unter Medis :)
Blödsinn, lasse es aber stehen.
Denn mich selbst zu zensieren, dass muss aufhören und dies möchte ich auch.
Die Welt ist nicht genug und ich bin zu wenig für diese Welt.
Also (TAL und der Rest der Welt vs. Jacky1) 1 : 1
Schöner Thread ...danke.
Liebe Grüße
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Samstag Nacht auf der Reeperbahn, nirgends konnte ich nach durchzockter Nacht einsamer sein, umgeben von tausenden Leuten. Ob ich ungekämmt, oder loterich gekleidet zur Arbeit gehe, der strengste Kritiker bin ich selber. Mich interessiert es nicht im geringsten wie andere rumlaufen, ich gehe zumindest immer davon aus, daß Sie es genau so wollen. Nur bei mir weiß ich es besser. Wie peinlich.
Every bodys Darling, dieser Rolle ist mir fremd. Erst mal nicht so sympathisch rüberkommen, da fühle ich mich sicherer. Da ist dann mehr Luft nach oben.
Taro
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Every bodys Darling, dieser Rolle ist mir fremd. Erst mal nicht so sympathisch rüberkommen, da fühle ich mich sicherer. Da ist dann mehr Luft nach oben.
Eigentlich bist Du damit klar im Vorteil.
Mich mögen eh alle, bis sie merken was für ein "Arschloch" ich bin. :)
Während sie Dich vielleicht erst einmal für eines halten, bis sie merken Dich zu mögen. :)
"Arschloch" halte ich jetzt aber auch für etwas übertrieben.
Grüß Dich
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huhu
ich finde...
Schwarze und blinde Flecken haben wir wohl alle..auch die nicht süchtigen.
Mehr oder weniger Arschloch ist auch in jedem.
Genauso aber auch Gutes !!
es kommt nicht darauf an , wie andere mit mir klar kommen...sondern nur wie ich selber mit mir klar komme...und das ist eine ewige Baustelle des Lebens.
Das Leben ist verdammt kurz...und es kann noch kürzer sein...
Es will gelebt werden...so oder so...
und wenn ich es selber nicht für mich aktiv zufriedenstellend gestalte oder gestalten kann...dann zieht es mich einfach mit...wie in einem Fluss...dann werde ich `` gefühlt `` gelebt...funktioniere und überlebe...
Das richtige und notwendige Mass immer für alles zu finden , ist nicht gerade leicht...weil auch so relativ
Wer zum Schutz gelernt hat zu viele Rollen zu spielen...oder an ihnen zu sehr festzuhalten...verliert sich irgendwann selber...oder hatte nie die Gelegenheit sich selber überhaupt zu einem eigen Ich zu entwickeln...
und es ist viel Arbeit sich dann wieder finden zu können....oder auch erstam richtig sich selbst werden zu können..weil man es nie war.
Damit meine ich jetzt nicht das Ego...sondern das wirkliche ICH...Das Ist und immer war...und nicht gewachsen ist durch Umstände und Einflüsse, wie das Ego
ich bin in den letzten 4 Jahren fast nur allein für mich...und ich hätte nie gedacht, dass ich das aushalte ohne vor mir selber wegrennen zu müssen. Ich merke immer wieder das Alles immer seine Zeit hat und mir Aufgaben hingeschmissen werden...und wenn ich mich ran mache die anzugehen, sind sie auch irgendwann erledigt.
Ich bin für Momente dankbar wo ich in mir ruhe und nach und nach das erledige was drann ist. Ich bin für Momente dankbar wo ich Vertrauen in mir spüre...nicht in mich , eher in etwas was Größer ist...
ich bin für Momente dankbar wo ich allein bin und mich trotzdem in Liebe verbunden fühle.
Manchmal werden bestimmte Sorgen, Probleme, Ängste, Ärger...plötzlich so klein...wenn andere Prioritäten ins Leben treten.
Das erinnert mich an einen Spruch, den mein Schwager mir ins Posie Album mal schrieb:
Klage nicht über einen kleinen Schmerz, denn er könnte durch einen größeren geheilt werden.
Damals hab ich den noch gar nicht verstehen können.....
lg Karo
ja schöner Tread !
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So oder so. Diese permanente Einsamkeit werde ich nicht wieder los, und auch die innere Kälte nicht, mir ist das bis heute nicht so ganz gelungen. Sie schützt eben auch vor Enttäuschungen, vor Nähe, und davor, vertrauen zu dürfen.
Moinmoin,
das war auch ein großes Thema von mir. Ich dachte mir, ich lasse es nie wieder zu, das mich jemand so verletzen kann, daß es mich in Mark und Bein trifft. Mit der Zeit würde mir jedoch bewußt, daß ich mir damit eine ganze Menge Leben nicht erlaube. Das war doch gerade das, warum ich mit den Spielen aufgehört habe. Ich hatte immer Angst vor dem Risiko des Lebens, nahm dafür den schlechten Ersatz, das Risiko des Spielens. Jetzt ohne Spielen, wollte ich das volle Leben und nicht wieder kastriert weil ich Angst vor Enttäuschung habe. Das galt sowohl für Beziehungen als auch für Freundschaften. Ohne volles Risiko gibt es eben auch nicht das volle Leben.
Das Fundament das ich in den Meetings aufgebaut habe, dort kann ich mich 100 % zeigen und habe meinen Platz, gab mir auch den Mut in meinen Beziehungen volles Risiko zu gehen.
Was ich so spannend finde, so unterschiedlich Jacky und Tal auch zu sein scheinen, do berührt Ihr doch meine Seele in den tiefsten tiefen. Ich kenne ja tatsächlich die ganze Palette, bildlich gesprochen vom every boddys darling, zum Struwelpeter zum Arschloch. Alles unwichtig. Wichtig ist bei diesen oberflächlichen unterschieden, die erstaunliche Deckungsgleichheit zwischen den Zeilen.
Und jetzt bewege ich mich schon wieder in Bereich für die mir die Worte fehlen, leider.
Taro
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vielleicht ist es ja so, dass hinter all den verschiedenen Mustern ( die Mensch sich im laufe des Lebens so aneignet)etwas was er`` etwas tief in sich `` zu kompensieren versucht... aber dieses ``etwas`` ziehmlich gleich bei allen ist und nur die äußere Schale unterscheidet....
Der Unterschied sich auch im erleben seiner sich selbst gestrickten Welt sich zeigt...
Mir seinem Agieren und Reagieren auf eigene innerliche Konflickte.
weil und / oder wenn Mensch sich zu sehr mit seinen Mustern identifiziert und daran festhält....sich selber blockiert und davon abhält einfach ohne Ängste nur zu sein.
Es ist und bleibt kompliziert zu scheinen...vielleicht wäre alles aber viel einfacher ??
Ich denke inzwischen, dass genau da wo ich ein Unwohlsein für mich spüre...auch ein Konflikt in mir ist...den ich vielleicht schnell oder erst lanfristiger auflösen lernen kann. Manchmal aber auch akzeptieren und annehmen lernen muss, weil er nicht von mir selber lösbar wird.
Ich frage mich oft, ob es wirklich Menschen gibt, die keine Zweifel und keine inneren Konflikte haben...obwohl es so scheint ( so vermittelt oder von mir so aufgenommen wird), kann ich das nicht annehmen. Daher glaube ich daran, dass es normal ist innere Konflikte zu haben...und jeder somit auf seine Art und Weise...normal...ist.
vielleicht rede ich mir das aber auch nur ein, um mich selber zu beruhigen.
bleibt gesund lg karo
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Ich kenne ja tatsächlich die ganze Palette, bildlich gesprochen vom every boddys darling, zum Struwelpeter zum Arschloch.
Das juckt ja sowas von in den Fingern es zu kommentieren :)
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Angstzustände, Depressionen, Spielsucht alles Dinge die so überhaupt nicht positiv besetzt sind.
Struwelpeter und noch mehr das Arschloch sind auch negativ besetzt, wenn auch auf einer anderen Ebene.
Nun kann ich die Spielsucht mit der Faust in der Tasche zum Stillstand bringen. Was aber ist, wenn ich in eine tiefe lebensbedrohliche Depression komme, oder in Angstzustände. Ist die Faust in der Tasche dann überhaupt noch wichtig, oder ist sie garnicht mehr da?
Ich würde mich gerne als eloquenten in allem was ich anfasse erfolgreichen und verlässlichen Mitmenschen sehen, das Problem dabei, das entspricht aber nicht meinem tiefsten inneren. Entspreche ich aber nicht meinem tiefsten innern, dann wartet dort das Spiel, und wenn nicht das Spiel dann doch zumindest die Depression.
Für mich ist es heute egal, was die Gesellschaft von mir erwartet, wichtig ist was in mir ist und wenn es das Arschloch ist, dann ist es so. Erst das Werten von mir oder von anderen war das Problem.
Daher bin ich so froh, daß ich in den Meetings Wertfrei all dem was in mir schlummert nähern und anschauen könnte.
Nach der Quantentheorie gibt es ja unendlich viele Welten mit allen möglichen Zuständen. TAL und Jacky berühren mich mit Ihren Beiträgen so sehr an der Seele, daß mein Leben genauso aussehen könnte wie Ihres. Ich fühle mich direkt Seelenverbunden. Die Wege die wir gegangen sind, sind unterschiedlich, alle hätte ich auch gehen können. Für mich waren meine Depressionen lebensbedrohend. Ich bin damit nie zum Arzt gegangen, dann wäre das vielleicht zu Händel gewesen. Ich musste meine Depressionen also genau anschauen, lernte für mich meine Depressionen als Frühwarnsystem zu nutzen. Arschloch oder nicht ist dann nebensächlich. Das hat natürlich seinen Preis, und ich bin bereit zu zahlen.
TAL mit den Worten für vieles wo mir die Worte fehlen. Nicht hineinzupassen, wie gut ich das Gefühl kenne Das bewerten von anderen, egal, Aber meine unerbitliche Bewertung. Ich bin mein größter Kritiker. Egal ob Bild oder Tonaufnahme, früher konnte ich soetwas überhaupt nicht ertragen. Heute kann ich mich schon ein Stück weit "in Ruhe lassen".
Taro
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Hallo,
Das Wort Arschloch sollte nicht so sehr als Adjektiv missbraucht werden, auch wenn ich es in Gang brachte.
Es umschreibt ja auch nur ein Verhalten, welches irgendwo zu begründen wäre.
Gerade in depressiven Phasen und in manischen ja sowieso, spielte ich.
In beiden Fällen nutzte ich diesen Zufluchtsort, es brachte mir keine Erleichterung.
So kam es vor dass ich mal schnell verschwand vom Kartentisch oder Automaten und mich zwanghaft im Verborgenen zum Weinen brachte.
Ich wollte etwas damit überlisten, ich neunmal Kluger.
So als wäre mir schlecht und ich würde einfach brechen und es ginge mir dann besser.
Hat eigentlich nie funktioniert!
Was aber immer funktionierte und zwar ausschließlich, egal ob ich viel gewann oder verloren habe...außer der Freude/Ärger über das Geld war
nichts. Ein vollautomatischer Mechanismus, ich war nur einem gestörten Zwang hörig.
Noch eine kleine Geschichte, ich habe sie auch schon einmal im Forum erwähnt.
Martin, ein Begleiter über 20 Jahre.
Er arbeitete für mich und er war fast immer an meiner Seite beim Spielen, selbst war er auch verloren.
Fast jeden verdammten Tag, tausende male..unzählige Stunden.
Im Auto, bei der Arbeit..in allen Casinos, Spielos,. Wettbüros, Schwimmbad...usw.
Sogar in online Casinos waren wir am Telefon verbunden...ganze Nächte beim Pokern.
Niemals, fragte einen den anderen "wie geht es Dir", Deiner Familie oder überhaupt.
Es drehte sich immer nur ums Zocken.
Nun ist er nicht mehr da und ich vermisse seine Art, wie er sich immer ärgerte und mit den Händen fuchtelte, wenn wir verloren.
Leckt mich am Arsch, dies ist doch nur ein Bruchteil von alle dem, was ich/wir alle hier erlebten.
Bei seiner Beerdigung fragten mich einige, "du Jürgen, ihr beide wart doch immer zusammen, hast Du nie etwas bemerkt"
Was sollte ich bemerkt haben ?
Dass er alles verspielte, dass er enorme Schulden hatte, er kam nicht einmal mehr bei mir zur Arbeit.
Andere Schicksale kamen noch hinzu und er hat aufgegeben.
Ich vergesse dies niemals, dass er nicht zu mir kam und darüber redete.
Denn ich war nie Da!
Wir beide nicht!
Nun sind schon einige Jahre vergangen, ich kann nicht schreiben dass ich nichts bereue.
Aber es sind schon sehr wenige Dinge, die ich bereue.
Über eines habe ich geschrieben.
Es ist nicht möglich, nur von einer Eigenverantwortung auszugehen.
Dazu sind wir alle zu befangen, abhängig und angewiesen.
Ohne Kausalität steht jeder still.
Liebe Grüße
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Die ganze Welt ist von Süchtigen bzw Spielsüchtigen infiziert...Weiter , schneller , besser, höher...ohne Rücksicht auf Verluste
Der Virus ist die Chance das zu erkennen und noch vieles mehr...und die Notwendigkeit der Abstinenz und des Zusammenhaltes und Rücksichtnahme aufeinander wird deutlicher denn je.
es steckt halt beides im Menschen...das A...loch genauso wie die selbstlose Güte
wann was zum vorschein kommt liegt nicht immer nur allein in unserer persönlichen Entscheidung
weil man nicht immer und jeder Zeit gleichwertig Entscheidungsfähig sind
was wir tun können ist, dass zu tun was uns möglich ist...mehr geht eh nicht.
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Hallo Tal,
was du geschrieben hast triefft mich sehr tief...ist es doch wieder einmal ein Spiegel in den ich nicht gerne schauen mag.
wenn man sich selber so ablehnt, ist man mehr als alleine. Es ist absolut traurig, auch wenn man es selber gar nicht zulassen kann, diese Trauer bewusst zu erleben. Was liegt da näher als sich Ablenkungs- und Abwehrmuster dafür zu entwickeln ?
Über emozionale Inelligenz habe ich gerade heute noch gelesen...und dort stand, dass es unmöglich ist emphatisch mit anderen Menschen zu fühlen, wenn man sich selber nicht kennt, ablehnt und nicht wirklich weiß warum man so ist wie man ist und nicht anders.
Verständnis für die Dinge zu entwickeln ist nicht gerade leicht..ist vielleicht viel Arbeit und Mühe.....aber möglich .
Jedoch habe ich auch inzwischen Verständnis für Menschen , wo das noch nicht möglich ist...weil noch die Motivation dazu fehlt.
ich habe nicht vergessen , wie es mir selber lange ging, bis es möglich werden konnte. Man braucht Geduld...
Gedult ist eine Tugend , die nur wenige wirklich haben....aber auch das konnte ich üben...bzw wurde vom Leben dazu gezwungen es zu üben. So wie ich mich zu vielem oft gezwungen sah. Aber das hatte sich wenigstens gelohnt.
es fühlte sich schlimm an emotional so tot zu sein...aber die Emotionen zu zulassen, aus zu halten und auch noch zu analysieren und somit zu verarbeiten....ist nicht weniger schlimm. Es braucht soviel Mut und Kraft.
Ich habe inzwischen viel Verstöndnis dafür , wenn man dazu nicht..oder zeitweise nicht...in der Lage ist.
Rückzug und Isolierung dann bevorzugt wird.
Danke für dein teilen
lg Karo
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Hallo,
Über emozionale Inelligenz habe ich gerade heute noch gelesen...und dort stand, dass es unmöglich ist emphatisch mit anderen Menschen zu fühlen, wenn man sich selber nicht kennt, ablehnt und nicht wirklich weiß warum man so ist wie man ist und nicht anders.
Dann aber...bin ich auf jeden Fall unmöglich, passt ja auch wieder.
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Worte die zerstören.
Wie schmeckt eine süße Tafel Schokolade, mit einer Glasur aus Zyankali.
Bekommen von einem Herzensmenschen und gemeinsam gegessen.
Dem Spielsüchtigen, dem Alkoholiker, jeweiligen Süchtigen wird es schon einmal in den Ohren geklungen haben.
Wenn der Partner mit Tränen in der Seele fragt: " Liebst Du mich so wenig, dass Du nicht mit Deinem Suchtverhalten aufhören kannst ?
Kann man entgiften, je nach Taktik und der Größe des Blumenstrausses.
Darüber hinaus könnte jeder sich auch beweisen, handeln und umzudenken.
Schon einmal von einem Herzensmenschen gefragt worden (vorausgesetzt eines chronisch depressiven Leidens) ?
"Du bist wohl nicht glücklich an meiner Seite"
So groß kann kein Blumenstrauss der Welt sein...man muss sich erklären.
Lasst es mich doch bitte wissen, wie man dabei nur die Glasur ableckt und dem Partner den süßen Schmelz lässt.
Ohne zu lügen!
Noch zu TAL.
Du bist an einem interessanten Punkt, aber doch nicht erst seit heute.
Mal abwarten und spannend, wann Du auf den Reset Button haust.
Ob Du es überhaupt möchtest, kannst ......was auch immer.
Und dies ist nicht bewertend oder kritisierend, zusprechend gedacht, von meiner Seite aus.
Einfach nur spannend.
Liebe Grüße
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Hallo Jacky
so ganz verstehe ich deine Worte nicht, sorry...ich weiß gerade nicht so richtig was du wirklich meinst....meine Empathiefähigkeit reicht da wohl gerade nicht....ich will aber auch nichts hineininterpretieren, was du wohlmöglich gar nicht meinst.
Ich hatte ja nur wieder gegeben was ich gelesen habe...ob das wirklich so ist..weiß ich nicht...
Aber eines weiß ich...dass nicht DU oder ein Anderer im Ganzen unmöglich ist...nur weil er es ihm vielleicht unmöglich ist, sich in sich selber und/oder in andere hineinfühlen zu können.
Warum sagst du das so ? Hausgemachte Bestätigung der eigenen Überzeugungen`? oder was ist das ?
kannst du denn schon immer ganz ehrlich sein ? dir und anderen gegenüber ?
ich finde das nicht immer sooo einfach, obwohl ich mich darum sehr bemühe....
Warum willst du das Gift von der Schokolade und anderen das Süße überlassen ?
bist du dir selber wirklich so wenig wert ? eine grausame Vorstellung für mich....
dann kann man ja gleich auch weiter zocken...und sich schnell ins Grab bringen....
Irgendwas muss doch da doch noch sein...oder ???
lg Charly
deine Worte machen mich sehr nachdenklich...
Worte zerstören...schreibst du. Ich hoffe sehr , dass meine Worte in dir nichts zerstörerisches im Bezug auf dich selber ausgelöst haben.
Das wäre sehr kontra produktiv und nicht von mir gewollt....Aber ich lasse mal die Verantwortung bei dir, wie du damit weiter umgehen wirst.Es liegt eh nicht in meiner Macht
Genauso wie es nicht in meiner Macht liegt, wenn andere meine depressiven Reaktionen nicht, von Liebe und auch Fürsorge für andere, von einander getrennt wahr nehmen kann....ich konnte es früher auch nicht..und habe Verständnis dafür gefunden.
Wenn jemand fragt warum bist du nicht glücklich mit mir, wenn er weiß dass ich Depressiv bin...der weiß halt nicht was Depressionen sind.
und wenn ich es schon oft erklärt habe...und auch viel darüber an Fachlichen- Informationen zu finden sind...dann liegt es wohl auch nicht mehr in meiner Macht...dies Nahebringen zu können.
Im Gegenteil, ich benötige da Verständnis und nicht noch mehr Druck, den ich mir selber schon genug mache.....meine Gedanken dazu
ich glaube daran dass es mehr als wichtig ist...zu lernen...zu sich selber und zu anderen ehrlich sein zu können...eben micht mehr lügen zu müssen.
ansonsten wird das mit der Abstinenz nur halbe Sache....und es holt einen irgendwann..irgendwo ...wieder ein.
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Hallo Karo,
Mein Beitrag bezieht sich keineswegs auf Dein Geschriebenes, abgesehen was ich von Dir zitierte und einen Satz dazu schrieb.
Darunter machte ich sogar noch einen Strich, dass dies auch offensichtlich erscheint.
Wenn hier jeder schreiben darf was er so empfindet, dann bitte doch auch ich.
Und nochmals , dies bezieht sich ja nur auf meine Welt.
Es sei denn ich gehe konkret auf einen Beitrag eines anderen Users ein, dies ist aber sicherlich auch erkennbar.
Sowie ich es wie folgt mache. :)
Du hast geschrieben/ mich gefragt " Warum ich so etwas sage, Hausgemachte Bestätigung der eigenen Überzeugung oder was es halt wäre"
Ich habe es geschrieben weil es mir wohl irgendwo wichtig war.
Mit dem Bewusstsein dass ich keineswegs auf einem goldenen Weg wandle.
Zudem wollte ich nur etwas aufzeigen, was im Grunde kaum möglich erscheint.
Nämlich offen und ehrlich alles so zu gestalten, dass es keinem schadet.
Außer einem selbst, denn dies meine liebe Karo....
Hat auch etwas mit Verantwortung zu tun!
Aber ganz sicherlich werde ich auch die Verantwortung dafür tragen und ertragen.
Was denkt ihr alle, was jeder von uns nicht einfach mal so zu seinem Partner/Freund/Familie sagen könnte.
Und ich führe dieses Gedankenspiel sicherlich nicht näher aus.
Und nur aus dem Grund der"Eigenverantwortung" es dann zu tun ?
Man verletzt niemanden, außer es könnte sich daraus etwas Gutes entwickeln...etwas wachsen.
Oder verändern, helfen, befreien, aber doch nicht nur wegen eines Eingestehens!
Aufgrund einer Schwäche, eines wirren Gedankens oder einer Vorstellung in einer Träumerei.
Es gibt in diesem Thread keinen main stream, es gibt nur uns!
Und ja, ich versuche auch noch zu lernen.
Von jedem hier und nicht nur meine Überzeugung immer wieder zu rechtfertigen und gleichzeitig zu verwerfen.
Es kann keinen größeren Kritiker geben für mich, als ich selbst.
Wir schreiben doch alle hier von Dingen hinter dem Horizont, da ist es halt sehr bunt. :)
Schön ist es, von Dir wieder zu lesen.
Liebe Grüße
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Hallo Jacky,
sorry das war mir nicht so klar...mit dem Strich
Natürlich kannst und sollst du schreiben wonach dir ist.....einfach raus damit....es ist nicht wichtig wenn es vielleicht wirr klingt und evtl nicht verstanden wird...da kann man ja nachfragen, wenn es einem Interessiert :-)
Bitte auch bei meinen Fragen nicht rechtfertigen oder dich erklären, wenn dir danach nicht ist...
Es gibt einen Raum und eine Zeit...nur für dich....so wie für jeden anderen auch.
leider habe ich bemerkt , dass ich in letzter Zeit schwierigkeiten habe...manche Aussagen wirklich zu verstehen...
ob das nun am vielen Allein sein..am Alter...oder was anderem liegt weiß ich nicht...aber es fühlt sich nicht toll an...wieder etwas was verloren geht *traugig schau*
lg Karo
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Moin TAL,
ich bin in solchen oder ähnlichen Situationen auch heute noch immer wieder in der Situation wie Du jetzt warst. Ich weiß aber, daß jedes Verzögern oder Decken falsch ist. Das beenden der Situation ist egal wie hoch auch immer der Preis ist besser als das Ertragen. Das Erträgen ist letztlich ja auch etwas, was mich immer wieder zum spielen führte.
Ich wünsche Dir ein frohes Fest!
Taro
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Moin Tal,
gibt es wichtigeres?
Das sind genau die Situationen, in denen ich lernen musste trotz der Emotionen zunächst Klarheit zu bekommen was das richtige ist und dann auch das richtige zu tun. Das unterlassen führt mich wieder näher an die Sucht.
Genau so eine Situation ist, wann immer ich da drin stecke ist doch das wichtigste überhaupt.
Die Meetings finden zur Zeit online statt, Skype, ok, aber altbacken und nicht sic oder her, zoom super aber AU h nicht sicher, Jitsy sicher aber nicht stabil. Alles bei Ga immer wieder von mir angesprochen. In der Reihenfolge von mir erst begonnen dann zweimal gewechselt und wieder die Rolle rückwärts, viele sind genervt. Ich probiere aus, mache Erfahrung und ziehe Schlüsse. Dem gegenüber steht das berechtigte Interesse vieler eine verlässliche Lösung haben zu wollen. Die garantierte Anonymität ist ein hohes Gut bei Ga. Wieviel Bugs muss ich dafür in Kauf nehmen.
Sicher es gibt wichtigeres, und auch wieder nicht. Diese von Dir beschriebene Situation kann für mich nur im direkten Austasch der SHG "begriffen" und "erfühlt" werden. Es ist einigen Einsatz Wert, wie ich finde.
Spielfreiheit kann ich eben nicht durch "sperren" oder "Geld verwalten lassen" erreichen. Auch ein cb führt nicht zur Spielfreiheit, eher wird ein echter Osterhase gesichtet. Also muss ich an die Emotionen. Dafür braucht es auch bei Kontakt erbost eine Plattform. Das Videobild ist da schon eine Stufe besser als nur das Telefonmeeting. Das Telefonmeeting ist bei garantierter Anonymität möglich.
Diese kleinen Themen, Deines wie meines ist das wichtigste auf der Welt, für Dich wie für mich.
Taro
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Hallo Taro,
wirklich nur um etwas produktives, nicht als Unnötig deklariert zu wissen. :)
Spielfreiheit kann ich eben nicht durch "sperren" oder "Geld verwalten lassen" erreichen. Auch ein cb führt nicht zur Spielfreiheit, eher wird ein echter Osterhase gesichtet.
Nirgends wird dies auch behauptet.
Und wer sein Konto immer überzieht und überzieht, nichts mehr zurück bezahlt weil alles verspielt wird.
Hat eh kein Geld mehr zum verwalten und um dass Sperren seines Kontos kümmern sich ganz sicher andere.
Der Vergleich zu einen Brauchtum, welches Kinderaugen glänzen lässt steht in nichts nach.
Was der Spieler versucht, im Buch des Ra zu finden.
Grüß Dich
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Liebes "TAL",
ich habe jeden deiner Beiträge bis zum Ende gelesen. Einige sogar mehrfach.
Ich will sie verstehen aber es gelingt mir nicht.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich ein kleines, vielleicht fünf- bis sechsjähriges Mädchen was einfach darauf wartet
dass Mama oder Papa sagt: "Du darfst so sein wie du bist" .. "es ist ok". Dann hüpf es wieder "weg" und spielt weiter.
TAL, du darfst unvollkommen sein.
Ganz im Gegenteil.
Perfekte Menschen machen uns Angst.
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Aber was will ich überhaupt?
Vielleicht wirklich nur, daß mir jemand sagt "Es ist alles in Ordnung."...?
An diesem Ort wirst Du so viel Akzeptanz erfahren wie Du möchtest.
Sie steigt und fällt nicht parallel mit Deinen Ausführungen, sondern mit dem einzelnen Empfinden des Lesers.
Die Gabe sich unter einen Wasserfall zu stellen ohne nass zu werden beherrscht Du schon ganz gut.
Es ist schon längst zu erkennen dass Du dich abgefunden hast mit Dir, es ist nun einmal so wie es ist...usw...
Dein eigenes Universum und wenn Du Wünsche und Ziele einfach unterdrückst, Deinen eigenen Schatten so wenig würdigst.
Ist mein Empfinden dabei, mit Verlaub....eine Pflanze die droht auszutrocknen unter jenem Wasserfall.
Dies ist jetzt kein ausgestelltes Zeugnis :)
Doch wenn ich von einem Menschen lese und irgendwo meine Interesse daran geweckt wurde.
Schreibe ich was ich möchte aber nur! Soweit dass dieser eine "aussenstehende" Meinung erhält.
Und wäre ich nun in meinen kühnsten Träumen als Julius Cäsar, würde mein Daumen nicht nach oben und nicht nach unten zeigen.....
was Dein Schicksal betrifft.
Sondern zur Seite.
So wie Du es doch gerne magst. :)
Aber in meiner reellen Welt bin ich eher Pontius Pilatus, der gemeine Stadthalter.
Symbolisches Händewaschen...wie auch in diesem Beitrag.
Also zähle nicht all zu viel darauf.
Grüß Dich
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Moinmoin,
nerven tust Du sicher niemanden TAL. Deine Beiträge sind besonders Wertvoll. Deine Möglichkeit Dinge zu sehen wie Sie sind und es in Worte zu fassen sind einfach nur wunderbar. In Deinem letzten Beitrag z.B. schreibst Du nur von Dir, und doch hat er eine Allgemeingültigkeit. Die meisten trauen sich nur noch nicht einmal auch nur in diese Richtung zu gucken.
Das gleiche gilt auch für viele andere Details die Du schon mit uns geteilt hast. Auf solche Erkenntnisse ganz alleine zu kommen ist für mich schon unglaublich, das dann auch noch so toll in Worte fassen zu können ist für uns alle ein Glücksfall.
Um bei dem Wasserfall Beispiel zu bleiben, Du bist wie eine Pflanze hinter dem Wasserfall. Du bekommst ab zu zu mal einen Wasserspritzer ab, der genügt Dir, die Sonne scheint auch ein paar Stunden an der Seite vorbei. Du könntest Deine Blüten seitlich an dem Wasserfall vorbei der Sonne entgegen strecken, Dir genügt aber Dein geschützter Platz hinter dem Wasserfall.
Es werden kräftig Tipps und Ratschläge gegeben, wie es geht spielfrei zu werden, letztlich ist das aber alles "nicht viel Wert" wie Du sagtest. Weil genau das was in diesen Ratschlägen benannt wird, hat überhaupt nichts mit der Sucht zu tun. Die Wurzel der Sucht liegt genau in den Dingen die Du mit uns teilst. Genau darum werden Deine Beiträge ja auch gerne und viel, und sicher auch nicht ohne Grund mehrfach gelesen.
Schön das Du da bist.
Taro
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Moin Tal,
Schneckentempo und Bandsalat, da kenne ich mich gut mit aus. Das tolle ist aber, bei Schneckentempo bin ich die letzen 30 Jahre schon etwas weiter gekommen und die Strecke die ich zurück gelegt habe, kenne ich auch ausgezeichnet, hatte ja genug Zeit zum gucken.
Bandsalat habe ich heute noch immer wieder im Kopf. Deine Zwangsbeförderung ist ein gutes Beispiel dafür. Solche Dinge erzähle ich dann im Meeting mit allem ungeordneten was dazu gehört. So ein Meeting ist nämlich gerade keine geordnete Kommunikation. Es ist nicht wichtig, das die anderen mich verstehen. Gerade der Bandsalat der anderen hilft mir die Knoten aus meinem eigenen herauszubekommen. Konsens und gemeinschaftliches Kopfnicken ist gerade nicht das Ziel, im Gegenteil, Gruppen wo sich sowas einstellt ist kurz vor Ihrem Ende. Gerade der Unterschied von uns allen eint uns dann doch wieder in der einen Sache, das wir alle Spieler sind. Egal ob jemand unter der Brücke lebt oder Vorstand von einem Dax Unternehmen ist. Sobald es um das Spielen geht sind die riesen Unterschiede die wir sonst oft haben wie weggeblasen.
Taro
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Ziemlich viel los hier durch das Thema CB. Ich habe einig Zeit für GA in der Öffentlichkeitsarbeit mitgewirkt. Dabei habe ich im Umgang mit Presse, Funk und Fernsehen gelernt, das ein Spieler gegen die Institutionen, sei es die Finanzindustrie, Vertreter der Glücksspielindustrie und vor der Presse nie etwas erreichen kann. Selbst seriöseste Z eitungen haben nach einem Interview die Artikel oft völlig reißerisch aufgebauscht. Das hat einen einfachen Grund. Wir Spieler werden von nicht Spielern als "die bösen", "die verrücken" oder "die kriminellen" angesehen. Unser Weg der kleinen Schritte hinaus aus der Sucht und die für uns grossen Erfolge sind für die anderen fast "unsichtbar" und vor allem uninteressant.
Darum finde ich es sehr schlimm, wenn eine gemeinnützig Organisation die Vorgibt Spielern helfen zu wollen, gerade diese als Sperrspitze im Kampf gegen die Finanzindustrie nutzt und geradezu noch durch einseitige Zensur die Spieler gerade zu zum CB mit offenen Ausgang animiert.
Ich brauchte um spielfrei zu werden, meine gesamte Energie einen Rechtsstreit mit ungewissen Ausgang hätte mich leicht von meinem Weg abbringen können.
Montag machten wir seit Corona das erst reale Meeing. Wir waren im Garten der Gemeinderäume. Dort steht ein großer Tisch mit 2 großen Tischen. 1,5m Abstand halten war problemlos möglich. Das es wieder einmal möglich war fande ich sehr schön. Ein Thema war der Umgang mit Geld. Ein Thema was auch gerade in einem Nachbarthread besprochen wird. Hier ging es aber mehr um Geldanlage, Imobiliengeschäfte und Lohnverhandlungen. Ob die Geldanlage oder Verhandlungen schon spielen ist oder nicht, das sind nur Nuancen. Diese Nuancen sind Spielern klar, selbst wenn die Grenzen unterschiedlich sind. Einen Nichtspieler kann ich das unmöglich erklären.
Für den Weg in die Spielfreiheit hätte man mich nicht überwachen können, einen Spieler zu überwachen ist unmöglich. Ich muss begreifen, das ich verantwortlich bin. Das ich die Nuancen erkennen muss. Ich muss den tiefen Entschluss fassen spielfrei zu werden, mich mit anderen Spielern austauschen um die Thematik in gänze zu erfassen.
Die Verantwortung für mein Leben muss ich weiter pflegen, tatsächlich bin ich Spieler durch und durch. Das ich wieder in die Spielbank gehe halte ich für unwahrscheinlich, das ich in Bereichen in meinem Leben aber bei den Nuancen immer mal wieder "drüber" bin, das ist bis heute bestimmt so.
Darum ist es so wichtig, wenn jemand hier Hilfe sucht, das meine Hand ausgestreckt ist und das alles was nicht so gut stimmt nicht so wichtig genommen wird.
Es liegt Pfingsten hinter uns, zu Pfingsten kam der Heilige Geist zu uns und die Menschen verstanden sich, obwohl Sie alle unterschiedlich sprachen. Es ist ja auch oft im Forum so, obwohl wir alle Deutsch sprechen, sprechen wir alle eine unterschiedliche Sprache. Wenn wir versuchen uns mit dem Herzen liebevoll zu sehen, kann es gelingen das wir uns trotzdem verstehen.
Taro
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Hallo Taro,
viel wichtiger empfand ich Deine beiden Sätze vor dem folgendem Zitat, dennoch zitiere ich diesen.
Es liegt Pfingsten hinter uns, zu Pfingsten kam der Heilige Geist zu uns und die Menschen verstanden sich, obwohl Sie alle unterschiedlich sprachen. Es ist ja auch oft im Forum so, obwohl wir alle Deutsch sprechen, sprechen wir alle eine unterschiedliche Sprache. Wenn wir versuchen uns mit dem Herzen liebevoll zu sehen, kann es gelingen das wir uns trotzdem verstehen.
Wenn ich es nicht immer versuche und nicht daran festhalte, unwichtig wie sehr es mir auch gelingt.
Wäre mir mein Leben soweit egal, wie es mir die anderen auch wären.
Sogar in meiner aktiven Spielezeit, habe ich es niemals losgelassen ...ich habe es nur verdrängt.
Menschen brauchen Liebe, man muss sie ihnen auch geben.
Liebe Grüße
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Moin Jacky,
meine Gemeinde hat eine Gemeindevision erarbeitet.
Sie lautet:
"Gott erleben.
Und Lieben.
Alle."
Es geht mir nur um das letzte Wort. Wir Spieler waren alle mehr oder weniger mal abgeschoben, abgelehnt und verlassen worden. Meine Hand ist ausnahmslos allen ausgestreckt. Auch den Arschlöchern und ganz besonders den Straftätern. Kann ich mich doch in beiden angesprochen Gruppen gut wiederfinden. Ich bin trotzdem nicht tiefer als in Gottes Hand gefallen.
Taro
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Moinmoin,
manchmal gelingt es mir, das ich mich ein kleines bisschen lieb habe, wenn ich es bemerke ist es meist auch schon wieder vorbei. So ist es mit vielen Dingen, nur weil ich etwas erkannt habe, kann es morgen schon wieder ganz anders sein. Egal was es auch immer ist, letztlich bin ich immer nur auf den Weg. Auf meiner Reise wird dann alles ganz langsam immer stabiler, das heist aber trotzdem nicht das ich nicht morgen schon wieder ganz unten stehe. Ich habe nach 2 und nach 4 Jahren Rückfälle gehabt, danach war für mich klar, ich brauche nicht mehr spielen, ich brauche nicht mehr mit der Hand der Tasche rumlaufen, ich brauche nicht mehr zu spielen. Das bedeutet so verrückt es sich anhört trotzdem nicht, das ich es auch morgen nicht tue. Die Sucht hat mich im laufe der Zeit sehr demütig gemacht. Hochmut der Sucht gegenüber ist eigentlich schon der Anfang vom Rückfall. Nun, ich war auch wirklich total durchgeknallt, für mich gab es eigentlich nichts anderes als Spielen mehr.
Eine mir nicht bekannte Frau hat mir in der Spielbank mal meinen Gewinn hinterher getragen. Ich hatte gedacht ich hätte verloren. Sie gab mir die Chips, ich bedankte mich und spielte weiter. Die Frau blieb an meiner Seite, und sabbelte mir ein Knopf an die Backe. Ich wollte Spielen. Irgendwann fragte Sie, ob wir nicht woanders hingehen wollen. Ich guckte Sie an, dacht, sieht nicht schlecht aus, die hat mich angebaggert und will jetzt abgeschleppt werden, ich hab mich für das Spielen entschieden. Es gab für mich nur noch spielen.
Das Spielen aufzuhören, ist für mich nicht durch bestimmte "Techniken " nicht erreichbar. Nach meinen letzten Rückfall gab es einen Klick. Es war wie ein Schalter umlegen. Letztlich ist es für mich ein Geschenk. Trotz meiner Rückfälle habe ich bis zu dem Schalterumlegen nach 4 Jahren alles der Spielfreiheit untergestellt. Für mich eine Grundvoraussetzung um überhaupt das für mich damals eigentlich unmögliche zu schaffen.
Hätte man mir damals wie cb den Kopf verdreht, dann wär ich heute wohl Tod. Wie soll ein nasser Spieler mit der Möglichkeit sein Geld zurückzubekommen noch Energie für das eigentlich wichtige, die Spielfreiheit zu haben. Das Sie dann eine sehr zu Ihren Gunsten verdrehte Rechtsauffassung haben und auch keine andere Meinung gelten lassen für mich nicht weiter verwunderlich. Wenn dann doch jemand dann doch mal aus dem Nachbarforum wo jede Richtigstellung zensiert und gelöscht wird, hierher kommt, dann ist das doch erstmal ein Zeichen, das er etwas anderes Sucht, sonst könnte er ja in seinem Echoraum bleiben.
Taro
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Das Spielen aufzuhören, ist für mich nicht durch bestimmte "Techniken " nicht erreichbar. Nach meinen letzten Rückfall gab es einen Klick. Es war wie ein Schalter umlegen.
Moin Taro, das ist in meinen Augen Goldwert!!!!
keine bestimmte Techniken oder sonstwas. JEDER hat seinen WEG mit CB oder Ohne mit Geldmanagement oder ohne, usw.
Was bei einem geholfen hat kann beim nächsten total verkehrt sein.
Wichtig ist nur das man selber von tief drinnen Trocken werden möchte.
Danke für diese schöne Aussage
Lg Jkler
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Nun es gibt Dinge die sind sicher.
Einen süchtigen mit seinem Suchtmittel zu überhäufen führt sicher nicht zu Abstinenz. Einen Alkoholike hilft kein Keller voller Schnaps, einen Drogensüchtigen hilft kein Berg seines Stoffs, und einem Spieler kein unverdientes Geld.
Es gibt vielleicht ganz wenige die trotz cb trocken geworden sind, ganz sicher jedoch keinen der wegen cb trocken geworden ist.
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Mal so durch den ChargeBack-Äther geschweift ...
Von Zinsen, Mahn- und Vollstreckungsgebühren könnte man ein Auto bekommen.
Ein "CB" würde mich gar zum Millionär machen :)
Also doch eine gute Sache ?
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Was ist ein CB? ???
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Was ist ein CB? ???
Spieleinstäze die über Kreditkarten oder PayPal abgewickelt wurden, kann man 13 Monate rückwirkend von den KK-Firmen / PayPal zurückfordern, obwohl sie ja nur die Zahlungsdienstleister sind. Der Casino-Betreiber wird schadlos gehalten. Praktisch eine "Gesetzeslücke" - weil offiziell die ensprechenden Firmen kein "illegales Glücksspiel" unterstützen dürfen. Das Problem ist, dass die Casinos alle im Ausland (bzw. Schleswig-Holstein) und alle völlig legal sind ( in jeweiligen Land ) .. warum dann hier deutsches "Recht" greifen soll ist schon merkwürdig.
Kann man auch so sehen ...
http://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php/topic,456.msg7678.html#msg7678
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Ohje, was hab ich da losgetreten. Mir ging es null um CB 8)
@Taro ich bin übrigens kein Freund von CB. Es sollte nur darstellen das jeder seinen Weg hat, und was bei einem gut ist kann beim anderen Negativ sein. Hätte auch Geldmanagement oder oder oder schreiben können, ging null um CB.
Lg Jkler
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Klar Geldmanagment (oder Angerhörigenplacebo) hätte ich auch statt cb nehmen können.
Wir reden hier von Spielsucht und nicht von Gören die schon mit dem spielen aufhören wenn Papa sie mal übers Knie legt oder die nur mal von Papa in den Arm genommen werden müssen.
Als ich mal eine Zeit mit dem Rauchen aufgehört hatte liess meine damalige Freundin eine Schachtel Zigaretten auf dem Tisch liegen. Sie war weggefahren. Ich hatte einen Rückfall, der mich noch 10 Jahre weiter rauchen ließ. Ich könnte jetzt sagen die Schachtel, oder mein Mangel an Schutzvorkehrungen wären Schuld. Das ist natürlich Quatsch. Wie auch beim Spielen war der Rückfall mit dem Griff zur Zigarette abgeschlossen. Der Rückfall fand schon viel früher statt.
In diesem Thread geht es um Eigenverantwortung und nicht um solch einen Unsinn.
Taro
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Ich habe schon als Kind früh angefangen, immer das zu machen, was ich glaubte, was man von mir erwarten würde. Wie anstrengend! Vor allem was wollte ich überhaupt? Witziger Weise habe ich mir diese Frage nie gestellt. Ich bin auf meine Art immer wieder daraus ausgebrochen. Meine Depressionen und mein spielen waren auch eine Art Ausbruch. An dem Tag an dem ich mit dem Spielen aufhörte, versprach ich mir, daß ich nie wieder Erwartungen anderer erfülle, sondern nur noch meine eigenen.
Es wird immer so in den Vordergrund gestellt, daß wir Spieler am Tiefpunkt ein finanzielles Problem haben. Das war zwar auch bei mir so, und doch war ja nicht das finanzielle mein wirkliches Problem. Meine wirklichen Probleme lagen auf der emotionalen Ebene. Da hilft keine Kontoabgabe und keine finanzielle Kontrolle von außen gegen. Als erstes müssten Sofortmaßnahmen auf der emotionalen Ebene getroffen werden, das finanzielle löst sich dann von selbst.
Ich ging am Anfang zu GA, damals noch die Anonymen Spieler und probierte auch die frei Gruppe Spieler helfen Spieler.
Bei der GA werden die Beiträge von anderen nicht bewertet bei der freien Gruppe schon. Bei der freien Gruppe war ein sehr erfahrener Freund, der mit seiner Kritik sehr dosiert umging. Es waren aber noch einige andere dort die alles zerpflügten. Ich dachte oft, wie auch in Foren das der kritisierende deutlich mehr Baustellen zu haben scheint als der kritisierte. Vor allem war es wieder so, daß andere mir erzählen wollten was richtig für mich ist. Teilweise verbündeten Sie sich gar um Ihre Meinung, so glaubten Sie, mehr Nachdruck zu verleihen. Was für eine gequirlte Scheisse.
Für mich braucht es in den Weg in die Spielfreiheit überhaupt keine Kontrolle von außen, gerade das treibt mich ja zum spielen. Die FAGS die das verlorene Geld zum Hauptproblem erklärt verhält sich wie ein Dealer der der goldenen Schuss verkauft. Was die Spieler wirklich brauchen ist dieser Institution völlig egal. Hauptsache das eigene Ego wird gestreichelt. Austausch und verstehen wollen mit erfahrenen spielfreien Spielern, Fehlanzeige.
Taro
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versprach ich mir, daß ich nie wieder Erwartungen anderer erfülle, sondern nur noch meine eigenen.
Kompromisse und das Eingehen auf die Wünsche / Erwartungen anderer ist in unserer Sozialgemeinschaft aber schon notwendig.
Das verhindern/vermeiden von "Gelegenheiten" ist ein wesentlicher Grundpfeiler aller Suchttherapien.
Da wir alle individuell sind, gibt es immer mal wieder Überschneidungen in der Wahl der Mittel.
Akzeptieren wir doch einfach ganz offen alle, auch wenn wir sie selbst nicht benötigten.
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Moin Fred,
danke für Deinen Einwand.
Erstmal habe ich bewußt 2 Jahre ohne Beziehung gelebt und Entscheidungen für mein Leben getroffen.
In Beziehungen jeglicher Art sind natürlich Kompromisse erforderlich. Wichtig ist dabei aber, daß ICH mich für die Beziehung entschieden habe, egal ob Partnerin, Freunde oder Arbeitgeber. Früher haben sich grundsätzlich die anderen für mich entschieden.
Und dann habe ich heute Grenzen die ich nicht überschreiten, da muss sich dann mein Arbeitgeber schon mal entscheiden ob es o. K. Ist das ich etwas nicht mache, oder ob er mich kündigt. Aus Angst vorm Tod begehen ich heute keinen Selbstmord mehr.
Taro
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Moin Andre,
ich Versuche mal Deinen Frage nach den emotionalen Sofortmaßnahmen zumindest in den Anfängen zu beschreiben.
Zur Geldbeschaffung war ich skrupellos, ich konnte mich im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr im Spiegel anschauen.
Als ich dann meiner Verhaftung aus für mich unerklärlichen Gründen entging, schwor ich mir keine Straftaten mehr zu begehen. Ich spielte trotzdem noch weiter, nur war mein Geldnachschub deutlich ins stocken geraten. Ich stand vor meinem Selbstmord. In diesem Zustand bin ich in mein erstes Meeting gegangen.
Neben der wichtigen Erkenntnis, das ich nicht alleine bin, in dem Raum waren damals über 30 Leute, erlebte ich eine Menge AHA Erlebnisse. Was an dem Abend mit mir passiert ist läst sich am besten damit erklären, das mir sehr viel später mal klar wurde, das ich an diesem ersten abend die ersten 3 Schritte des 12 Schritteprogramms vollzogen habe. Wie gesagt ohne es zu wollen, ich kannte die Schritte ja praktisch nicht.
1. Schritt "Wir gaben zu, daß wir dem Spielen gegenüber machtlos sind - und unser Leben nicht mehr meistern konnten."
2. Schritt "Wir kamen zu dem Glauben, daß eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann."
3. Schritt "Wir faßten den Entschluß, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes - wie wir ihn verstanden - anzuvertrauen."
Ich könnte jetzt Seiten über diese 3 Schritte schreiben, was Sie für mich bedeuten, in kurz form. Ich glaubte daran das auf mich da ein Leben wartet, ich führte ab sofort nicht nur ein straffreies sondern auch ein ehrliches Leben. Von da an begann mein Abenteuer, mein neues Leben, ich ging mit anderen Augen durch das Leben und probierte praktisch täglich Dinge aus, die ich immer schon mal machen wollte, mich aber nie traute. Eine wirklich tolle Zeit. Die nächsten 2 Jahre habe ich eine Menge "dummes Zeug" gemacht. Das hat mich stark geprägt.
Eine Freundin von mir sagte mal, wir Spieler würden immer etwas kindliches behalten. So ist es bei mir bis heute. Die neugier und die Begeisterung immer wieder neues Terrain zu erobern ist zwar heute etwas langsamer, aber doch ungebrochen.
Ich habe wirklich keinen Schimmer ob man überhaupt im Ansatz verstehen kann was ich sagen wollte. Meine Worte dafür sind leider eher beschränkt.
Taro
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Hallo,
die Protagonisten suhlen sich im Schein des Lichtes, stellen sich von Ihrer besten Seite, es gibt keine Regie.
Sie versuchen zu strahlen, im Mittelpunkt zu sein...zu denken man glaubt ihnen.
Doch der Kameramann sieht alles, die Linsen der Kamera sind nicht zu überlisten, sie zeigen die hässlichen Fratzen.
Gesichter die Bände schreiben........
Doch erlischt der Scheinwerfer und der Kameramann packt seine Kamera weg, steht er vor humanen Wesen.
Und steckt nun mittendrin im "Zombieland" und aufpassen muss es , dass niemand nun ihn selbst filmt.
Doch wo sollte man sich auch nun verstecken ?
Es gäbe eh keinen sicheren Ort auf dieser Welt und selbst einst beim letzten Abendmahl des Herrn, waren Verleumder und Verräter anwesend.
So dann.....
...Ton an, Kamera läuft und Action... machen wir alle einen Film.
Und dies ist keine Antwort auf Deinen Beitrag TAL, es ist ein anderer "Film", aber das gleiche Genre. :)
Liebe Grüße
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Moinmoin,
Von Kuriositäten in sozialen Kontakten kann ich auch zur genüge berichten. Wenn ich mir die Spieler in den Foren so anschaue vermute ich das Defizite im sozialen für Spieler eher die Regel ist. Dazu kommt noch, daß ich oft denke, ich hätte wlWahrnehmungsstörungen. Ich sage völlig entspannt etwas liebevolles zu meiner Frau und sie blafft mich an, was ich sie so anschreien würde. Ich antworte irritiert, das ich sie nicht angeschrien hätte, da bestätigen es die Kinder. Das passiert mir so oder so ähnlich ständig. Darum ist es wohl er wahrscheinlich das meine Wahrnehmung trügt.
In vielen Bereichen habe ich mein Leben grundlegend geändert, im sozialen Miteinander kokettier ich jedoch nur zu gerne mit meinen "Mängeln". So bringt mich mein oft splieniges Verhalten mir doch oft Vorteile die ich nicht missen möchte.
Über mich sprechen, während ich dabei stehe traut sich wohl heute niemand mehr. Ich kenne soetwas von früher, tatsächlich habe ich damals ernsthaft überlegt ob die Person durch meine Hilfe einen "schweren Unfall" erleidet.
Soetwas löst bei mir tötungsphtasien aus. Es ist nicht sehr christlich, aber es ist so.
Die Gewalt in Belarus gegen die eigene Bevölkerung löst ähnliche Gefühle in mir aus, die Macht der Frauen mit Blumensträußen in den Armen die die Soldaten umarmen entfalten da eine ganz andere Macht.
Mit Aggressionen wäre nichts vergleichbares erreichbar.
Taro
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Hallo,
negative Eigenschaften (Mängel,Makel) kann man event. nie endgültig verwerfen, müsste ja auch nicht unbedingt sein.
Doch dazu zu stehen, überhaupt sie zu erkennen, sich zu besinnen und dem entgegen zu wirken wäre ein guter Weg.
Arroganz, Überheblichkeit, Narzismus waren viele Jahre mein schlechter Begleiter, erst über die Zeit habe ich gelernt damit umzugehen.
Diese Dinge sind immer noch irgendwo ein Teil von mir, doch bleiben sie kaum noch für jemanden spürbar.
Ich entwickelte ein neues "Wertemepfinden", und zwar für meine Person selbst.
Kaum ist es mir möglich mich selbst zu definieren, ein gewaltiges Wirrwar.
So ist es aber ganz gut, dies bin nun einmal ich und kaum jemand sollte darunter Leiden.
Humane Prioritäten mögen mir schon immer wichtig gewesen sein, früher aber nur in meinem Herzen.
Heute aber auch spürbar in meinem Kopf, nur so kann man sie auch bewusst einsetzen.
Natürlich gelingt mir dies nicht immer, diese Stapfen sind zuweilen auch zu groß für mich.
So begehe ich immer noch Fehler, wahrscheinlich mehr als ich es denke.
Aber seit einigen Jahren ist keiner mehr dabei, den ich nicht wieder gut machen könnte.
Den Segen wird mir keiner dafür geben, so habe ich früher doch sehr gewütet.
Darum ist heute auch kaum noch Platz für Arroganz, Überheblichkeit oder Narzismus.
Und wer mich näher kennt, würde mir eh alles verzeihen.
Und siehe da, wieder ein kleiner Hauch von überheblicher Arroganz. :)
So bin ich zuweilen hier gut aufgehoben, bei Menschen die von sich erzählen und nicht nur gutes.
Sondern so wie sie sind , was sie tun um etwas zu ändern und nicht blenden.
Liebe Grüße
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Moinmoin,
Marius Müller-Westernhagen sag einst:
"Deine mutter sagte: klaus, zieh dir bloß die schuhe aus
Und dein lehrer sagt, daß du fürs leben lernst
Doch das leben blieb dir fern"
Genau so fühlte ich mich, als ich hinaus in die Welt zog, fern vom Leben und vor allem keine Ahnung wie ich das hätte ändern können. Aber ich hatte ja das spielen, wozu etwas ändern...
Das ganze noch mit ein paar Depressionen garniert und es gab einen explosiven Cocktail. Arroganz, Überheblichkeit und Narzissmus haben kein Platz mehr, warum auch, was hat es mir gebracht. Da wäre nur eines........hihi.....
Immer wenn ich auf Dummheit und Inkompetenz stoße, dann pflege ich einen meiner Mängel.......
Da geht es mir dann genauso wie den Harald aus Berlin auf seine Bank, er spricht mir sooft aus dem Herzen.
Es feht mir in diesen Momenten an Demut. Ich habe allen Grund demütig zu sein, hey, ich Lebe und dann habe ich auch noch ein phantastisches Leben, mehr als ich je erhoffen durfte, verdient habe ich das schon gar nicht.
Zu verdanken habe ich das alles tatsächlich der Spielsucht, oder viel mehr ich habe es dem Weg dort hinaus zu verdanken. Es gibt für mich keine "Runden Ecken" mehr. Ich mache keine schrägen Kompromisse mehr, ich habe von Anfang an ein pralles Leben geführt, habe verrückte Dinge gemacht, bin hohe Risiken eingegangen (Im Leben, nicht im Spielen). Jetzt bin ich schon über 30 Jahre auf diesen Weg, und vieles ist ruhiger geworden, ich ernte tatsächlich in vielen Bereichen auch die Früchte meine Saat. Ich suche mir aber nach wie vor immer neues und gehe da mit 100% rein. Wie Du Jacky im nachbarthread geschrieben hast, halbherzig geht nichts, für mich als Spieler nicht. Entweder ganz oder gar nicht. Ich will kein wischiwaschi mehr. Was heist ich will, ich kann es nicht mehr. Ein Leben auf der Warmhalteplatte führt mich unweigerlich in die Sucht. Ich habe nur dieses eine und da gehe ich voll rein. Heutzutage ist das meistens nicht mehr sooo aufregend wie in meiner Anfangszeit, wo ich die Weichen für mein Leben neu stellte, Toll anhören tut sich das schon gar nicht. Aber jeden Tag Klavier üben, mich freuen auf den Winter und die Eisbäder, vor allem es auch regelmäßig tun. Mit 100 % und perfekt vorbereitet in eine Gehaltsverhandlung, ja was ist das schon, für mich ist das mein Leben und ich bin immer wieder überrascht was das mit mir macht, was das für Auswirkungen das auf mein Wohlbefinden, meinen Schlaf, meine Träume meine kaum noch vorhandenen Depressionen hat. Über jedes dieser drei kleinen Dinge die ich eben genannt habe könnte ich ein ganzes Buch schreiben, kurz es ist mein Leben und ich nehme es mir mit beiden Händen (mein Lieblingsspruch). Alles andere ist für mich nicht mehr möglich.
Weil ich das alles erfahren durfte, schreibe ich hier, ich wünsche mir sehr das auch andere Spieler die riesige Chance sehen, die die Sucht bietet. Mit Hilfe der SHG in die Lage zu kommen sich selbst schonungslos anzuschauen, wie ich wirklich bin, und sich dann auf genau meinen Lebensweg zu machen, ein fantastisches Abenteuer.
Natürlich kann man auch aufhören zu spielen und sein Leben mehr schlecht als recht weiterleben wie bisher, nur, Warum sollte jemand so blöd sein das zu tun.
Taro
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Hallo Harald,
Du magst keine Besserwisser und Oberlehrer, ja dann nur für Dich.... :)
Du hast nun diesen Weg gewählt so zu schreiben, ob nun eine schützende Fassade oder einfach Dein Naturell........
Verantwortlich für sein Leben zu sein beinhaltet nicht nur gerade zustehen für alles was man so anstellt.
Sondern schon vorbeugend dafür zu sorgen, dass diese Verantwortung dann auch zu tragen wäre.
Da ist es doch nicht ausreichend sich halt unter einen Scheffel zu stellen und sich irgendwo selbst zu degradieren.
Und einen "Kalenderspruch" habe ich auch noch. :)
Mache Dich klein, aber nicht gemein.
Zitat: Unbekannt
Und diesen kurzen Beitrag habe ich geschrieben nicht aus Demut, sondern aus Respekt!
Vor Dir Harald.
Grüß Dich
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Moin Jacky,
ich möchte Dir au Deinen Beitrag in Medeas Thread antworten, möchte den Thread aber auch nicht Themenfremd abschweifen. "Nie sagte Dir jemand das Du selber Schuld an Deinen Gefühlen seist in der Depression. So habe ich Deinen Satz drüben verstanden. Nein Schuld ist niemand daran, aber, und daher schreibe ich es hier, verantwortlich. Ich habe mich tatsächlich nur oberflächlich mit den Stoffwechselerklärungen und ähnlichem auseindergesetz was die Schulmedzin dazu zu schreiben hat. Weil ich mir sicher bin, das es ein Irrweg ist.
Mir hat auch mal ein Arzt gesagt, das ich wahnsinnig sei meine Depression nicht Medikentös behandeln zu lassen. Das ich es überlebt habe war sicher auch etwas Glück. Aber eines wußte ich schon vom ersten Tag, wenn ich spiele, habe ich keine Depression. Wenn den doch der unbeeinflussbare Stoffwechsel schuld daran ist wie kann dann ein bißchen Spielen und etwas Dopamin un endofin so etwas bewirken.
Später erfuhr ich als ich in einer Depression aufs Meer raussurfte um zu sterben, das ich in dem Moment wo ich begann um mein Leben zu kämpfen die Depression verflogen war.
Ein Bungeesprung hat sicher einen ähnlichen Effekt, das flüchtige Adrenalin führt mich schnell in eine kurzzeitige Glückseligkeit. Wie auch 3 Minuten im ausgetreten Zustand die Luft anhalten oder ins Eiswasser gehen.
Nun sicher alles kurzfristige hilfsmittelchen. Bei Surfen auch Lebensgefährlich. Aber doch erreichen Sie etwas, was eigentlich nicht möglich sein soll, oder nur mit Medikamenten.
Wenn mein Körper also dazu in der Lage ist, warum soll mein Depressiver Zustand eine Fehlfunktion sein. Warum gleicht mein Körper es nicht einfach aus, er kann es ja?
Meine Erfahrung ist, die Depression ist keine Fehlfunktion, Sie ist ein Warnsignal für mich. Mein Körper sagt, bis hierher und nicht weiter.
Um da ran zu kommen musste ich mich erstmal verstehen. Das hat sicher einige Jahre gedauert, mit Hilf der SHG ging es aber Schritt für Schritt. Und dann brauchte ich den Mut die Dinge zu ändern denen ich mich ja schon als nicht änderbar ergeben hatte.
Und zuletzt brauche ich eine gute Beobachtung meiner Selbst.Es hört sich bekloppt an, aber wenn ich Dinge mache die ich besser nicht machen sollte bescheisse ich mich selbst und dann auch so, das es nur schwer für mich durchschaubar ist.
In aller Vorsicht, ich habe tatsächlich Angst das es mir eines besseren belehrt, kann ich sagen das die Depression nur noch wenig Angriffsfläche bei mir hat.
Das alles, wie auch beim Spielen ist das ausschließlich meine Geschichte. Ich habe Freunde, die in Depressionen es kaum vom Bett zum Wasserhahn oder zur Toilette schaffen. So war es bei mir nie. Aber doch bin ich mir sicher das einige meiner Ergahrungen grundsätzlich so sind, von der Schulmedzin jedoch wenig beachtet.
Taro
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Hallo Taro,
wie bei allen Erkrankungen ist auch bei Depressionen der Verlauf bei jedem etwas verschieden.
Extreme Störungen können schon vorkommen, in einem tiefen Bereich auch mit starken Wahrnehmungsstörungen.
Dies führt bei einigen zu einer starken Behandlung bis hin zu einer von dritten erzwungenen Einweisung in eine Klinik.
Bei mir findet die depressive Phase periodisch statt, quasi kann ich sie auf dem Kalender im voraus eintragen und zwar für mein ganzes Leben.
Auch steckt schon eine Menge an Energie darin und nicht nur von mir,um damit leben zu können/müssen/wollen/dürfen.
Somit gehe ich verantwortlich damit um, soweit es eben nur möglich.
Wenn ich Motorrad fahre bin ich zwar nicht frei von negativen Emotionen, doch findet ein angenehmer Ausgleich statt.
Selbstredend auch bei anderen Aktivitäten und Du weißt dass ich selbst auch Deine Erfahrungen gemacht habe.
Natürlich ist es nicht möglich jeden Tag mit einem Seil am Fuß von einer Brücke zu springen, mit dem Motorrad zu rasen oder unter dem Eis zu tauchen.
Doch schon alleine solch ein Vorhaben zu planen und darauf hinzufiebern, entspannt einen depressiven Druck.
Mit dem jeweils Erlebten dann in Erinnerung...unbezahlbar.
Auch für einen depressiv erkrankten Menschen gilt, er muss sich bewegen und wenn auch noch so schwer für ihn.
Grüß Dich
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Zitat von: Taro am 29.08.2020 18:30:49
Ich als Spieler schäme mich noch heute für die Dinge die ich getan habe. In der Kirche singen wir oft eine Stophe: "Herr, Danke das Du mich kennst und trotzdem liebst" . Da bekomme ich immer einen Klos im Hals
Nach der Antwort von Fred ist der Thread von Hanna mal wieder gesperrt worden. Darum antworte ich hier in meinem Thread.
Mit der Aussage mache ich mich nicht schlecht, im Gegenteil. Es ist das absolut schönste was mir je passiert ist.
Ich bin zutiefst davon übezeugt, das diese Strophe für jeden Menschen ausnahmslos zutrifft. Darum sind wir Menschen. Sicher gibt es viele Menschen die sich das noch nie angeschaut haben, aber deswegen ist die Aussage nicht weniger richtig.
Taro
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Hallo Taro,
Hanna änderte Ihren Beitrag und ersetzte ihn durch Satzzeichen.
Unsere Antworten stehen dort in der Luft, sie waren dort für Sie bestimmt.
Im dortigen Thread weiter zu schreiben gäbe keinen Sinn, Du hast aber nun einen guten Weg gefunden Dein Anliegen noch einmal darzustellen.
Und jeder gewillte Leser kann dies nun auch finden.
Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert nur bei Anwesenheit des Fragestellers liebe Hanna.
Auf diesem Wege alles gute für Dich.
Liebe Grüße
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Hallo,
lange hab ich in diesem Thread gelesen, er ist mein allerliebster von allen. Weil er soviele Facetten von menschlichem Sein und Unsein hat.
Dennoch immer wieder bin ich nur über den Titel gestolpert. Und der bewegt mich - verantwortlich sein!
Offen gestanden, habe ich nie die Schuld an meiner Sucht oder an meinem Leben bei irgendwas anderem als bei mir gesucht. Ich bin ganz alleine für mein Leben und meine Entscheidungen verantwortlich und muss mit den Konsequenzen leben.
Ich bin eher sogar der Typ, der immer die Schuld bei sich sucht. In Lebenslagen, wo das keiner erwartet. Bekommen wir Besuch und ich habe mir überlegt irgendwo hinzugehen, sei es Essen oder was anderes und irgendwie ist es dann dort doof - dann fühle ich mich persönlich mies deswegen, weil ich hab ja vorgeschlagen( keinesfalls entschieden) dorthin zu gehen.
Das ist für mein Umfeld oft anstrengend, da höre ich oft von meinem Lieben - man zieh Dir den Schuh doch nicht an, ist doch nicht Deine Schuld.
Ich glaube diese Eigenschaft ist eine Bürde und ein Geschenk zugleich. Mich verantwortlich zu fühlen für andere Menschen macht mich aus. Die Frage, die ich mir nur manchmal stelle ist inwieweit ich mich darin manchmal selbst verliere - Taro hat das vor einigen Tagen dazu geschrieben, dass er niemanden mehr gerecht oder es recht machen wollte, sich nicht mehr jeden Schuh anziehen.
Ich hoffe, dass ich das in dem Prozess, den ich jetzt gehe lernen werde. Verantwortlich für mich zu sein und mit meinen eigenen Konsequenzen besser umzugehen.
Ein etwas wirrer Beitrag :) aber das schöne ist, das man das hier sein kann.
Eure Medea
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Die Facetten und da noch wieder die Nuancen sind so schwer zu beschreiben.
Es ist für mich wichtig, daß ich mir von anderen keinen Schuh mehr anziehen lasse, ich selber ziehe mir noch mehr als genug Schuhe an. Das heißt, für ein von mir vorgeschlagenes Restaurant fühle ich mich auch verantwortlich wenn es schlecht ist. Sagt aber ein Gast zu mir, was hast Du da für einen Schrott für uns ausgesucht, dann ziehe ich mir den Schuh nicht an. Niemand kann für mich die Nuancen so gut erklären wie Tal, mir fehlen da oft die Worte.
Taro
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Moinmoin,
dieses Wochenende ist das Deutschlandtreffen der GA. Nicht zuletzt wegen Corona bin ich nicht dabei. Im Vorfeld sind Hygieneregeln erstellt worden. Wie es dieses Jahr dann tatsächlich ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall sind bei diesen Treffen gerade die Meetings am Anfang und Ende mit 70 - 100 Leuten in einem Raum und die herzlichen Begegnungen mit den einzelnen Freunden besonders. Ich als Spieler in einer Gemeinschaft unter anderen Spielern ist ein unglaubliches Erlebnis. Gerade dieses Gefühl bedingungslos liebevoll aufgenommen zu sein, und dazuzugehören ist eine riesige Energie die gerade am Anfang wenn finanziell nichts mehr geht.
Auch in den Meetings hat Corona seine Auswirkungen hinterlassen. Sie durften eine Zeit nicht in den Gruppenräumen statt finden. In meiner Gruppe haben wir die Meetings im Gemeindegarten abgehalten. Die Freunde die neu ins Meeting gekommen waren, sind leider alle weg geblieben.
Für mich war es am Anfang sehr wichtig, zu erfassen das ich nicht allein bin mit meine Gedanken, Gefühlen und meinem Spielverhalten. Ein einsamer Wolf war ich schon lange, jetzt teil einer Gemeinschaft zu sein, wo es nicht darum ging, wer höher, größer oder weiter ist, wo ich einfach sein konnte, mich keiner wegbeißen wollte.
Ich hoffe das wir uns bald wieder ohne Hygieneregeln treffen können, sonst bricht etwas weg, was nicht ersetzbar ist.
Taro
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Hallo,
früher, als ich unter vielen Menschen war in einer Halle, Stadion oder sonst wo....
Und wenn es 100 000 tausend waren, jene die ich dann davon näher kennen lernte waren ausnahmslos Irre!
So war es eigentlich immer, nur mit dem Unterschied dass in einem kleinen Kreis von Leuten ich erst gar keinen näher kennen lernte, wenn kein Irrer dabei war!
Die waren sonst überall und es war wie ein Magnetismus, anziehend und irgendwo immer vertraut.
Heute in ähnlichen Situationen....
Es ist verrückt, plötzlich sind die ganzen Irren verschwunden und es geht sogar noch weiter, treffe ich einmal einstige Irre von früher, sind die plötzlich normal geworden.
Und es ist mir absolut egal wie ich auf andere Wirke, kaum werde ich mich einmal rechtfertigen wegen meines Wesens.
Und wenn alle Irren einmal aussterben, ich versuche weiterhin daran festzuhalten. :)
Gelingt aber anscheinend kaum noch, wie ja in diesem Beitrag zu erkennen.
Ein gutes Zeichen, Wahrnehmungen in einem ehemaligen Suchtverhalten sind oft nur Illusionen.
Die Welt drehte sich nicht um mich, ich blieb nur stehen.
Keiner hats bemerkt und ich dachte sie sind alle "Irre".
Liebe Grüße
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Moin moin,
ich hatte aufgrund vieler Verletzungen mich in meiner Mupfel eingeschlossen, war mir sicher ich lasse nie wieder zu das mich jemand so verletzt, wollte mich also nicht mehr öffnen. Beim spielen fühlte ich mich sicher. Sich vor Verletzungen zu schützen und zu spielen ist beides ein Weg vom Leben weg. Da ich mein Leben wieder haben wollte, musste ich vom spielen und vom abkapseln lassen.
Ich riskieren in Beziehungen zu Menschen wieder das ich verletzt werde, weil ich mich ganz reingebe. Ich habe keine Angst zu sterben, ich habe heute Angst nicht zu leben. Als Spieler habe ich viele Jahre als Untoter verbracht. Heute lebe ich jeden Tag mit allem was ich habe.
Taro
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Hallo zusammen,
ein schöner Text von Taro, um mal wieder zu schreiben...
Kennen wir das nicht alle, ob Spieler oder Angehöriger oder wie immer man auch die Flucht aus Unsicherheiten nennen mag?! Ich denke: ja!
Wichtig ist es doch zu erkennen, dass jeder Defizite, schlechte Erfahrungen, Ängste und auch Gefühle und Wohlwollen, hat. Bloß, was macht man damit? Erleben, spüren, leiden und auch lernen.... zum Leben gehört alles! Jedoch sollte jeder bei sich anfangen! Spieler, die durch das Spielen fliehen und Angehörige, die durch das Gutreden flüchten... alles nur ein Spiel! Das ist die Gemeinsamkeit aller, lediglich durch verschiedene Instrumente. So lange man sich nicht selbst für sich gerade machen kann, so lange wird sich nichts verändern! Empathie ist gut, nur so lange kein Eigenbezug exisiert, wird keiner jemanden helfen können. Helft euch zunächst selbst und schaut nicht nach Ursachen von anderen. Die spielen eigentlich keine Rolle, sondern liefen lediglich Begründungen hierfür.... und aus jenen kann man begreifen und lernen.
Kann, muss aber nicht!
Liebe Grüße
MiLu
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Moin Tal,
Von daher habt ihr wahrscheinlich recht.
Nur hilft da aber leider nichts gegen.
Schon oft vorgetragen, mir haben da die Meetings geholfen.
Es hat mir mein Leben zurückgegeben.
Und Du weist ja, ich würde mich riesig freuen Dich mal Montags bei uns im Meeting begrüssen zu dürfen.
Taro
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Moinmoin,
ich gehe jetzt über 31 Jahre in die GA Gemeinschaft. Mein GA Sponsor den ich seit Beginn hatte ist nach längerer Krankheit verstorben. Er hat maßgeblich der GA die Struktur gegeben die sie heute noch hat. Ich habe Ihm unendlich viel zu verdanken. Viele Stunden 4 Augengespräche wo er geduldig mit mir Wege für mein Leben erarbeitet hat. Erstmals seit dem ich mich Erinnern kann ist auf der GA Homepage ein Nachruf erschienen, natürlich unter Wahrung der Anonymität. Sehr angemessen wie ich finde.
Obwohl ich schon seit Jahren sehr wenig Kontakt zu Ihm hatte kullerten bei der Nachricht seines Todes einige Tränen. Mir wurde klar wie lieb ich den Kerl hatte. Wie sehr ich überhaupt alle Menschen der Gemeinschaft lieb habe, habe ich Ihnen doch so unendlich viel zu verdanken.
Corona bringt erstmals hier eine Zensur. Mein Meeting ist eines der wenigen die noch statt finden.
Taro
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Lieber Taro,
das tut mir sehr Leid!
Es ist egal wie oft man sich noch sieht. Wenn man jemanden einmal wirklich in sein Herz gelassen hat tut der Abschied weh.
Fühl dich gedrückt.
LG
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Danke, Allesaufanfang.
Euch allen einen frohen 1. Advent.
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Vorweihnachtszeit, früher immer die schwerste Zeit des Jahres. Das hat sich langsam geändert, dann kamen die Kinder und es war schön die leuchtenden Augen zu sehen. Jetzt sind die Kinder in der Pubertät und es ändert sich wieder. Totales Desinteresse. Nikolaus haben Sie noch nicht mal Ihre geputzten Schuhe hingestellt. Dann kam doch tatsächlich der Nikolaus nicht. Mit viel wieder Willen holten Sie Ihr Versäumnis nach.
Wir hatten viel Stress, wir haben eine neue Küche gekauft, Fliesen neu im Flur und der Küche. Fliesenleger bekam Corona und sagte kurzfristig ab, also bin ich mit Hilfe von Freunden selber ran. Jetzt haben wir eine tolle Küche und ich bin Platt.
Als Ausgleich habe ich nach wie vor meine Bäder im See. Mittlerweile sind wir eine Truppe von 4 Personen. Die Temperaturen sinken, unsere Verweilzeiten sinken auf 5 - 7 Minuten. Der Spaß steigt. In Corona Zeiten neben meinen Meetings der einzige direkt Kontakt zu Menschen außerhalb der Familie.
Mit spielen wäre ich sicher nicht gut durch die Zeit gekommen. Ohne ist auch bei Sturm einiges möglich.
Taro
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Hey Taro,
das klingt anstrengend aber sehr befriedigend und schön!
Einen See habe ich hier nicht. Nur den Rhein und vor dem fürchte ich mich. Mir bleiben aber lange Spaziergänge durch die Kälte, das tut auch gut. Heute habe ich den Keller weiter aufgeräumt, seit unserem Einzug ist dort nichts mehr passiert und die Kartons wollen ausgepackt werden.
Ich hab mit der Corona Einsamkeit zu kämpfen.. ich würde gerne neue Menschen kennenlernen.
Ist nicht schlimm, das kommt ja wieder. Ich Lasse es mir gutgehen so gut es geht.
LG
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Moinmoin,
Beziehung zu mir selbst, banal?! :o
Die Beziehung zu mir selbst ist eine Beziehung voller Missvereständnisse(den Satz hab ich aus der Werbung).
Wenn die Banal ist, dann :-\
Fliesenleger sagt kurzfristig ab, ich sehe die neue Küche vor meinem geistigen Auge schon im Garten stehen, dann Telefonhörer in die Hand und das unmögliche Möglich machen (ohne meine Freunde wäre nix gegangen). Bohrhammer, Fliesen raus, Fliesen weg Fliesen rein, Tapezieren, streichen Steckdosen ran, war da noch was, ach ja, zur Arbeit bin ich auch noch. Und schwupp konnte die Küche kommen. Toll es geschafft zu haben, vorher hätte ich gesagt unmöglich, war es aber garnicht.
Neben dem Tapezieren noch einmal schnell in den See gehüpft, jedes mal ist es jetzt kälter als das mal zu vor. Ich bin deutlich über die Grenzen gegangen die ich mir vor einem Jahr überhaupt nur hätte vorstellen können, Hammer Gefühl. Und im See liebe TAL ich habe es schon öfter gesagt, erst kommt der Knall im Kopf und dann das absolute nichts. Ich habe so eine Minute wo der Kopf leer ist, nur ich die Kälte und die Natur. Selbst die Vögel und Enten die da noch rumschwimmen nehmen mich deutlich nicht als Bedrohung war. Leere im Kopf und ein verschmelzen mit der Natur, der Hammer. Dann raus und noch etwas Nass spazieren gehen. Auch hier ist das extrem wie ein Booster bei der Verbindung mit der Natur. Dadurch das ich die ungeheure Kraft der kälte spüre fühle ich mich viel mehr als ein Teil mit Ihr.
Vor dem Rein hätte ich auch Angst, ich habe mal einen Bericht über die Strömung gesehen. Wir haben die Elbe und auch da habe ich äußerst viel Respekt davor. Eigentlich egal was ich in der Natur mache, es erdet mich immer wieder. Da bin ich dann wieder bei der banalen Beziehung zu mir selbst, mittlerweile schließt sich der Kreis.
Taro
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Moin Tal,
wenn ich hinterher friere bin ich zu lange drin geblieben, warm duschen mache ich nicht. Ich Dusche nur noch kalt. Der Körper gleicht das selber aus und macht bei mir das inzwischen sehr gut. Ich kann auch nach dem Bad bei Frost nass noch spazieren gehen.
Es ist wie wie mit so vielen Dingen soviel anders als ich es mir vorgestellt habe. Das zeigt mir sehr schön wieviel in meinem Leben als noch möglich ist, ich nur eine festgefahrene Vorstellung habe die es für mich unmöglich machen.
Taro
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Gegen Ende meiner Spielzeit hatte ich einige Zwänge, Ticks und Depressionen. Ich hatte keine Ahnung wie das Leben funktioniert. Ich hatte wahnsinnig etwas zu ändern, könnte ja die falsche Entscheidung sein. Da stand ich nun wie ein Narr und wußte tief in mir, ich muss all das anpacken und die Not wenden.
Kurz, ich musste raus aus der Bequemzone, ich musste lernen, ein schlechter Entschluss ist viel besser als keine Entscheidung. Wenn ein Entschluss falsch ist, weiss ich es beim nächsten Mal besser. Wenn ich mich nicht traue etwas zu entscheiden, lerne ich nichts und komme nicht weiter. Wenn ich einen Entschluss umsetze muss ich zwangsweise raus aus meiner Bequemzone. Hört sich so einfach an und doch tat ich mich unendlich schwer damit.
Der Weg raus aus der Spielsucht ist immer mit einem raus aus der Bequemzone und mit Bewegung verbunden. Gerade wenn mein Gehirnkino wieder einen Horrorfilm mit Überlänge aufführt war für mich ein Spaziergang im Wald und das bewusste Wahrnehmen von anderen Dingen als die, die in meinem Kopf kreisten, ein Aha Effekt. Ich habe mich früher oft als Opfer gefühlt, das mache ich heute nicht mehr, ich stelle mich den Dingen die da kommen.
Gerade meine drei pubertierenden Söhne lehren mich Demut. Es kommen Dinge auf mich zu, die hätte ich mir niemals träumen lassen. Für mich ist es ein tolles Gefühl das ich die Dinge heute tragen kann. Zumal ich ja letztlich als Vater auch direkt Verantwortlich für das Resultat meiner Erziehung bin. Ich liebe meine Kinder bedingungslos, toll das ich weiß dass das nicht nur Lippenbekenntnisse sind.
Das Leben das ich für meinen "Aufwand" bekommen habe ist der Wahnsinn. Für mich noch immer unfassbar. Nun habe ich viel in diesem Forum vom Eisbaden geschrieben. Hier Ist für mich all das was aus die Sucht rausführt auf die Spitze getrieben.
Egal was jeder für sich findet wichtig ist "Tun"
Taro
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P.S. Ich hab es immer noch nicht raus, mit der Zitatfunktion.
Du darfst das Wort [/quote] nicht löschen .. ggf. einfach wieder dazuschreiben :)
Alles zwischen [ quote] und [/ quote] wird als Zitat angzeigt. ( ohne Leerschritte sieht es dann so aus)
und
Das kannst du munter verwenden wie du lustig bist. An Jeder beliebigen stelle
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Hallo,
meine geistige Welt war immer eine einsame Insel, um mit all den Emotionen ungestört am Strand zu verweilen.
Und wenn es einmal jemand schaffte auch dahin zu gelangen , wollte er erst nie mehr gehen um dann nach einiger Zeit so schnell wie möglich zu fliehen.
Treueschwüre und Versprechen unter "Palmen", fast wie in einer diesen einschlägigen TV Sendungen. :)
Ihr kennt dies sicherlich, doch bin ich dabei ja nicht gerade unbeteiligt.
Hin und wieder machte ich diese "Insel" einfach zu einem "Freizeitpark", da konnte dann jeder darauf trampeln.
Bäume roden, den Strand verschmutzen oder einfach nur die Sonne genießen.
Dann aber war ich es, der gerne fliehen wollte, es aber natürlich nicht konnte...wie denn auch ?
Kognitives Verhalten kann schon seltsame Auswüchse haben.
Meine Spielsucht und das daraus erlebte, hat sicherlich viel dazu beigetragen.
Wie ein Verstärker, der alles "Seltsame" in mir immer wieder verdoppelte.
Da ist keine Emotion einfach nur eine Emotion, manche Dinge ziehen sich über Jahre und andere versiegen in wenigen Sekunden.
Diese ewige Suche nach sich selbst macht doch keinen Sinn, wenn man sich orientiert nach irgendwelchen Maßstäben.
Einzusehen einzigartig zu sein und dies auch einfach zu akzeptieren, sollte niemals isolieren.
Einzigartig in einem positiven Sein und dies dann zu erleben, teilen, dabei zu merken dass jeder ja Einzigartig ist.
Macht jene einsame Insel zu einer großen Stadt, zu einer großen Stadt auf einer einsamen Insel.
Alles ist dort zu finden, so versuche ich Willkür, Neid und was weiß ich alles aus dem Weg zu gehen.
Werde mich hüten mich mit Menschen zu teilen, die davon nicht ablassen können.
Unabhängig davon, dass ich früher ja auch einer von ihnen war.
Aber ich konnte es ja , es zu lassen!
So bleibe ich dennoch ein "Freak" :), wie Ihr sehen könnt nehme ich dies sehr gelassen.
Irgendwo denke ich dabei, ich habe mich gefunden.
Auf jener einsamen Insel war dies einfach nicht möglich, nur in dieser großen Stadt war ich zu finden.
Da wohnen so viele gute Seelen, sie tun mir einfach gut.
Liebe Grüße Ihr Stadtbewohner :)
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Was für ein schönes Bild, eine einsame Insel mit der Entwicklung zur Stadt.
Halte Dich von Menschen die noch spielen fern, steht im GA Programm. Halte Dich von Menschen die lästern, missgünstig und neidisch sind kann ich auch unterschreiben, auch wenn ich all diese Eigenschaften selber zur genüge gelebt habe.
Wenn ich nicht auf einen Podest stehe, will mich auch keiner runterschubsen, das ist tatsächlich eines der ersten Dingen die mir in der SHG bewußt geworden sind. Dort ist es normal, das sich keiner auf das Podest stellt.
Ich glaube das einer der Gründe dafür ist, das das gesprochene Wort eben flüchtig ist, schon morgen kann ich sagen, "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern". Bei einem mündlichen Bericht ist es eben so, wie es aus mir heraussprudelt, da ist keine Perfektion. Es wird dann aber auch von niemanden zerpflückt um mir zu Zeigen was für ein toller Hecht er sei. Das ist tatsächlich etwas, was nur in diesem Forum nicht so ausgeprägt ist.
Bei mir ist im Moment ziemlich viel in Bewegung vieles ist so "bescheiden" das ich kaum glauben kann, wie gelassen ich das bisher hinnehme. Das ist aber tatsächlich eine Sache die ich gut gelernt habe, die Anforderungen die das Leben an mich stellt eben so hinzunehmen wie Sie kommen. Jedenfalls dann wenn ich es nicht ändern kann. Auch diese Zeiten gehören zum Leben dazu, heute muss ich mich nicht mehr als Opfer fühlen. Egal was passiert, es ist nie gegen mich, es ist eben wie es ist.
Taro
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Ich lese meine Texte nie nochmals durch. Gerade das scheinbare wirre in meinem Kopf oder das von anderen ist für mich so wertvoll. Ich kann in einem Buch etwas lesen das schön geschrieben ist, und denken, genauso würde ich empfinden. Wahr ist das jedoch nicht. In mir ist das wirre unverständliche gebrabbel was nur für mich Sinn ergibt.
Als ich das Buch "die Schachnovelle" las, dachte ich, soetwas kann nur ein Spielsüchtiger schreiben. Erst Jahre später erfuhr ich das der Schriftsteller Stefan Zweig tatsächlich spielsüchtig war. Erkannt habe ich es an den scheinbar wiren Gedanken des Protagonisten die mir nur allzu gut bekannt waren.
Mich mit meinen wirren Gedanken zu zeigen und trotzdem nicht abgelehnt zu werden, gerade das macht die Meetings für mich so wertvoll. In Foren ist das nicht so. Es wird das nicht perfekte Wort so lange zitiert und gewendet bis oft das Gegenteil von dem was ich schrieb daraus gemacht wurde.
Taro
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Mich mit meinen wirren Gedanken zu zeigen und trotzdem nicht abgelehnt zu werden, gerade das macht die Meetings für mich so wertvoll. In Foren ist das nicht so. Es wird das nicht perfekte Wort so lange zitiert und gewendet bis oft das Gegenteil von dem was ich schrieb daraus gemacht wurde.
Blindes "Schlucken" des Gesagten nur um des "Schluckens willen" fühlt sich für mich eher wie Gleichgültigkeit an.
Eine gern auch kritische Reflektion meiner Worte ist für mich extrem wichtig und bringt mich weiter.
Wieder einmal zeigt sie hier doch sehr schön die Vielfältigkeit "unserer" Wege.
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Es geht nicht um schlucken, ich bin im Meeting um Erfahrung Kraft und Hoffnung zu teilen. Keiner der Freunde im Meeting ist mir gleichgültig noch bin ich es Ihnen. Wie kommst Du bloss auf sowas?
Die Menschen die mich im Meeting begleiten kennen mich oft besser als ich mich selbst. Das ich und die anderen sich so öffnen ist nur in einem absolut Angstfreien Raum möglich.
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Taro, bitte lies meinen Beitrag nochmal.
Es geht einzig und allein um meine persönlich Meinung und Erfahrungen ( mit GA )
Daher bevorzuge ich ja auch offene Gruppen, wo auch mal diskutiert werden darf.
Das ist mein Weg - deiner ist ein anderer. Bitte akzeptiere diese Vielfalt.
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???
Natürlich begrüsse ich die Vielfalt.
Wer blind schluckt geht nicht zu GA, oder bleibt schnell weg.
Mehr habe ich nicht gesagt und deckt sich ja mit Deiner Erfahrung.
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Das ist interessant zu hören, denn hier in der Stadt in der ich nun lebe, habe ich bisher nur eine GA Gruppe gefunden. Ich ahnte schon das es wahrscheinlich eher weniger für mich taugt und sehe nun ich muss mich wohl nochmal informieren.bei der Suchthilfe wird man mir hier hoffentlich noch andere Wege aufzeigen.
Lieben Gruß
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bisher nur eine GA Gruppe gefunden. Ich ahnte schon das es wahrscheinlich eher weniger für mich taugt
Wie kommst du zu der Meinung, es würde für dich "nichts taugen"
Du solltest dort ein paar Wochen teilnehmen und dann sehen ob es dir hilfreich ist.
Ich selbst war sehr erfolgreich und gern in "meiner" AA-Gruppe, die sich allerdings seinerzeit grad zu einer "offenen Gruppe" gewandelt hatte, um nicht den Mitgliedertod zu sterben. Letzten Endes ist jede Sucht-Selbsthilfegruppe überaus hilfreich. Unabhängig vom jeweiligen Gruppenprinzip.
Sogar diese Internet-Gruppe hier kann einen nicht unerheblichen Teil dazu beitragen.
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? ? ?
Ich hab meinen Beitrag selbst nochmal gelesen ... klingt irgendwie bisschen "unfreundlich".
So sollte es nicht sein. Ich lasse es mal so stehen und mache es beim nächsten Mal besser.
Vielleicht wäre mal ein eigener Thread über Selbsthilfegruppen gut ?
Scheinbar gibt es da ja viel Halb- und Nichtwissen und auch Ängste / Ungewissheit.
Ich versuche auch sachlich & nett zu bleiben :-)
Ich denke es wäre toll, wenn du mit den GA beginnst, da du hier umfassende Erfahrungen hast.
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Hi Fred,
ich habe in einem anderen Forum bereits einiges darüber gelesen und einige Teilnehmer kennengelernt.
Ich werde mich aber nochmal umfassend informieren.. gerne auch hier;-)
LG
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Moin moin,
danke Fred für Deine Worte. Aufgrund meiner oft negativen Erfahrungen in anderen Foren fühle ich mich schnell angegriffen. War kurz davor in meiner "Mupfel" zu verschwinden.
Ich hatte kürzlich einen Vorfall. Ich hatte durch äußere Umständen einen heftigen Schmerz in meinem Bein. Panik kam auf, ich hätte es ändern können, dann jedoch wäre mein Sohn zu Schaden gekommen. Wie lange es, dauert bis Hilfe kommt war nicht klar. Dann erinnerte ich mich ans Eisbaden. Tief und ruhig atmen. Das tat ich und es passierte etwas eigenartiges. Der Schmerz verlor seinen Schrecken. Ich war wie beim baden im hier und jetzt. Es gab nur den Schmerz und mich. Ich bekam Verbindung mit meinem tiefsten inneren. Ein Zustand den ich sehr schätze und genieße. Hört sich doof an, aber ich war in einer Art Meditation. Ich vergaß Raum und Zeit. Irgendwann kam Hilfe und befreite uns aus unserer Lage. Ich schreibe hier darüber, weil das Erfahrene mich absolut überrascht hat. Sowie ich eigentlich ein Frostkötel bin, genauso habe ich einen Horror vor so einen anhaltenden schmerzhaften Zustand. Nur durch meine Atmung lässt sich mein Körper beruhigen und damit auch die Auswirkung. Der Schmerz ist nur ein Schlüssel zu meinem Unterbewusstsein und ist nichts mehr was ich sofort weg haben will.
Ich habe durch die GA Gemeinschaft mein Leben zurück bekommen, mehr noch ich habe heute ein so tolles Leben welches so sich für mich nie vorstellbar gewesen wäre. Du lieber Fred fühlst Dich in GA Gruppen zum emotionslos nicken verurteilt. Wie könnte eine Beschreibung gegenläufiger sein. Jede Selbsthilfegruppe hat natürlich Ihre Berechtigung. Jeder sollte sich selbst sein Bild machen. Da die Art der Kommunikation bei GA speziell und für viele neu ist. Sollte man es erstmal 3 Monate einmal die Woche besuchen, bevor man sich ein Urteil bildet.
Die Art der Kommunikation ist es für mich ja gerade was das Wunder bei mir bewirkt hat. Ich bin doch selbst mein stärkster Kritiker. Kritik anderer kann da nur stören. Die Erfahrung war überraschend, daß hätte ich mir nicht vorher vorstellen können, wie die Erfahrung mit dem Schmerz.
Eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen ist der Besuch des Deutschlandtreffens der GA. Letztlich kommt es immer auf die Menschen im Meeting an, jedoch bin ich immer ein wichtiger Teil. Ist mir ein Meeting zu oberflächlich sollte ich tiefe reinbringen. Wird mir zuviel gelabert, sollte ich damit aufhören.
Der regelmäßige Besuch von GA Meetings führt langfristig immer zur Spielfreiheit. Die Gewissheit habe ich. Mich haben einige Spieler in den Jahrzehnten begleitet, die lange am spielen festhielten. Aber die, die blieben sind heute alle spielfrei.
Die "A" Gruppen sind weltweit vertreten. Die Struktur ist überall die gleiche. Ich besuche seit 32 Jahren regelmäßig die Gruppen. In Hamburg kann ich jeden Werktag ein Meeting besuchen. In jedem sitzen Freunde due länger dabei sind als ich.
Taro
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Hallo,
in fast allen online Foren ist es wie in einem Haifischbecken.
Dies versuchen wir alle hier zu vermeiden, sicherlich gelang dies nicht immer.
Doch die Tendenz zeigt in eine gute Richtung, Respekt und Akzeptanz ist hier überall zu finden.
Wenn auch gemeinschaftlich in einer festen Sache tief verbunden, bleiben wir Menschen mit teils verschiedenen Wertvorstellungen, Ideologien oder diversen Ansichten. Und dies ist auch gut so!
Es macht uns zu dem was wir sind, Menschen mit Träumen, Vorstellungen und Zielen.
Individuell mit jeweiligen Stärken oder Schwächen, gerade über das letztere wird hier sehr viel geschrieben.
Unter einem Schirm der so viel abhalten sollte, dass diese ""unbändige"" Kraft der Spielsucht daran abperlt.
Auch ein Rückzugshort...zu sich selbst und vor allem über die hier vertretende Gemeinschaft.
Darin verbirgt sich die Differenz zu anderen Foren, dort wo man oft alleinig im Regen steht.
So passierte dies auch schon in diesem Forum, doch ich weiß es einfach....egal wer auch immer, es wird immer jemand hier sein, der den Schirm immer offen hält.
Für jene die sich im Regen wieder finden.
Jaja, klingt Sozialpatriotisch :)
Manche mögen darin eine Schwäche sehen, mich macht es stark.
So stand ich fast mein ganzes Leben im Regen, in einem "realen Forum" voller kranken Gedanken.
Und hier aber, wurde ich "trocken".
Liebe Grüße
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Als ich aufhörte zu spielen, brauchte ich nicht weniger als ein neues Leben. Es gab nichts mehr in meinem Leben an dem ich hing, aber vor mir lang ein grosses Nichts, ich hatte solche Angst los zu lassen. Mit Hilfe der SHG gingen die ersten Schritte sehr gut. Ein Raum in dem ich nicht bewertet werde, 2 Stunden, fühlt sich richtig gut an. Das gab mir Kraft für das Leben außerhalb der SHG.
Ich traute mich immer mehr in meinem Leben. Hörte in den Gruppen von den vielen Möglichkeiten des Lebens, von den ich vorher keine Ahnung hatte. Eine Schwierigkeit war mich erstmal so anzunehmen mit all den Mängeln die ich nun mal so hatte.
Es hört sich verrückt an, das erste mal das ich einen Platz in einer Gruppe hat so wie ich den eben war, war in dieser SHG. Ich erzähl dort was für ein Arsch ich bin und die sind auch noch nett zu mir hinterher.
Unabhängig von der Religion ist ein liebender Gott jemand der mich so liebt wie ich eben bin. Da ist es außerhalb der SHG wenigstens schon mal einer. Und dann sieht er noch die beste Version von mir, die, die ich in diesem Leben nie erreichen werde, aber ich darf mich in meiner Geschwindigkeit auf den Weg machen.
Taro
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Hallo,
von außen betrachtet führte ich immer ein "reguläres" Leben, in allen privaten und beruflichen Möglichkeiten.
Und beides habe ich bis zu mir auferlegten Grenzen auch genossen.
Meine Spielsucht floss nie in diese Bereiche mit ein, sie war alleinig konzentriert für sich.
Es war wie ein ständiges jonglieren mit scharfen Messern und bedurfte schon einer gewissen Konzentration.
Mein Freundes/Bekanntenkreis war getrennt in zwei Gruppen und äußerst selten überschnitten sich beide.
Eine Welt in einer Welt!
Von innen betrachtet, in mir selbst führte ich ein absolut "irreguläres" Leben.
Ich muss da jetzt schon ehrlich zu mir sein, unvorstellbar was ich alles inszenierte.
Nämlich genau jenes was man von außen sehen sollte.
Dies hatte nur einen einzigen Grund, um ungehindert spielen zu können.
Hinter jedem Spiel stand immer eine ausgesprochene Lüge!
Im Grunde schaffte ich es immer eine neue Türe wieder zu öffnen.
Es wurden über die Jahre viel zu viele Türen und ich brauchte schon eine lange Zeit bis ich begriff, ich habe sie ja nicht geöffnet sondern für immer verschlossen.
Nun geht es mir nicht so sehr um alles wieder gut zu machen, da müsste ich viel zu sehr in unendliche Details gehen.
Alles geht nicht, vergangene Zeiten kann man nun zwar erklären und sich dafür schuldig fühlen mehr aber nicht.
Dennoch bemühe ich mich sehr, an Menschen die immer da geblieben sind gerecht zu werden.
Für alles was man mich an schuldig sprechen mag, nur zu...ich trage jede Verantwortung vor einem irdischen Gericht!
Als viel wichtiger ist es doch zu empfinden, so weit zu sein um für sich selbst Verantwortung tragen zu können.
Ich konnte es früher nie!
Es ging halt einfach nicht, ich wollte doch nur um Geld spielen.
Da war keiner dem ich wirklich zuhörte, wenn er auf mich einredete wie ich doch mein erbärmliches fuck Leben führte.
Weil; es war niemand da !! Es wusste ja keiner wirklich davon, dem ich wichtig war.
Stumm, blind und verlogen war ich.
Dies klingt nun so als wollte ich mir selbst eine Absolution erteilen, darauf Scheiß ich aber.
Was auch immer gewesen sein mag, heute stehe ich dazu.
Warum auch nicht, ich wollte doch nie so sein wie ich einmal war.
Kein Spielsüchtiger zockt über dreißig Jahre ohne dass ein enormer Schaden entsteht.
Ich wollte nie so sein und machte es trotzdem!
Schuldig in allen Punkten der Anklage ...Urteil : Kranker Vollidiot !
Krank zu sein schuldet keine Reue...aber wenn ein Vollidiot psychisch krank ist...dann kommt halt so etwas wie ich heraus.
So bin ich verantwortlich, nicht meiner selbst ..sondern meiner Taten.
Ich habe mich nicht ausgesucht, nicht selbst erschaffen sondern ich habe mich selbst gebeugt.
Dies war nicht die Sucht, sondern ich!
Alles andere zu behaupten wäre viel zu banal....für mich.
Liebe Grüße
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Ich habe heute eine halbe Stunde mit dem Beil eine Badefläche ins Eis geschlagen, bin trotz meiner Klaustrophobie kurz unter das Eis getaucht. Ein Moment des Glücks.
"Frei" ist heut die entscheidende Richtgrösse für mein Leben.
Taro
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Ich habe heute eine halbe Stunde mit dem Beil eine Badefläche ins Eis geschlagen
Von unten :o ? ( Dann hättest du meinen ehrlichen Respekt )
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Hallo Tal,
Ich Danke dir für deinen Beitrag.
Das war ziemlich echt, soweit ich das beurteilen kann. Ich hab dich bereits in einem anderen Forum gelesen und manches was du nicht sagst ist für mich durch die Wahl deiner Worte, wie ein entschlüsselter Code/offensichtlich.
Du bist mir immer wieder aufs neue, sehr sympathisch.
LG
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Moin Tal,
Deine Beiträge sind für mich immer wieder der Hammer. Berichtest Du ganau davon, wo ich kaum sei es auch nur flüchtig mal hingucken mag. Was für tolle wertvolle Beiträge und doch ist immer die eigene Zerbrechlichkeit und Unvollkommenheit so präsent.
Mir hilft es heute tatsächlich diese meine Mängel entweder nicht so wichtig zu nehmen, oder wie mein GA Sponsor mir immer wieder riet, aus einer Zitrone eine Limo zu machen. Tatsächlich sind ja gerade die Dinge wo ich mich so unvollkommen fühle richtig angewandt sehr Wertvoll. Gerade das wir alle so unterschiedlich sind, und daher für jede Aufgabe mit seinen Talenten und Mängeln seine eigene Lösungsstrategie finden muss, macht unsere Welt so knall bunt und Wunderschön.
Wie langweilig wäre unsere Welt doch, wenn wir alle die gleichen Stärken hätten. Es könnte niemals aus der Not des unperfekten etwas einrigartiges neues entstehen.
Taro
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Hallo,
schöne Beiträge hier, ein gutes Sammelsurium zum durchblättern.
Hinter dem Horizont, in dem "wir" wohl noch manchmal leben.
Der "perfekte" Mensch ist unvollkommen.
Er steht nicht jeden Tag vor dem Baum der Erkenntnis, es ruht sich oft nur in dessen Schatten aus.
Doch allzu leicht sollten wir uns hier nicht durchwinken. :)
Gemeinsame Kausalitäten sind ja gerade der Ansporn zur Erkenntnis.
Eine Mauer abzutragen ist etwas anderes, als jeden Stein nur zu definieren.
Eigenverantwortung bedeutet nicht nur sich dem zu stellen, wie es halt gerade ist.
Sondern auch diese zu gestalten, dass es auch irgendwo konform sei, mit dem was "wir" als konform empfinden.
Oder ich beschreibe es einmal etwas anders, so dass auch keine Fragen aufkommen könnten.
Aber erst in der kommenden Faschingswoche :), ist dann alles nicht so sensibel.
Grüß Euch
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Ich weiß, daß ich nicht in der Position bin, Anderen Ratschläge zu erteilen, kann aber recht stur sein, wenn es um mich selbst geht. Denn das, was mich antreibt, meine Vorstellung von Zufriedenheit, mein Verständnis von Richtig und Falsch... für Andere habe ich da erfahrungsgemäß eine eher 'verquere Logik'.
Selten so einen Unfug gelesen. Jede Meinung ist wertvoll und jede Meinung sollte auch geäußert werden.
Ob einer deiner Ratschläge hilfreich ist, entscheidest nicht mal du, sondern der "Empfänger".
Deine Meinung & deine Ratschläge, so spärlich sie auch aus dir herauskommen, finde ich sogar besonders wertvoll, weil so "ehrlich".
Warum hast du so panische Angst dich als guter Mensch der gemocht und geliebt wird darzustellen ?
Wer oder was verbietet es dir so zu sein ?
Dieses Forum lebt von Ratschlägen und Meinungen und auch von dir. TAL
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TAL :)
Aber da gehen die Meinungen wohl auseinander, und das ist auch okay so. Das, was ich als 'konform' mit meiner Überzeugung empfinde, ist ja nunmal nicht immer 'Mainstream', bekanntermaßen ab und an auch nichtmal hier unter 'Unseresgleichen'.
Ich sehe hier nur jenen "Mainstream" wie er auch unter "Unsersgleichen" zu erwarten wäre.
Gruß
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Schon seid meiner Jugend fand ich nie richtig meinen Platz. Egal ob in der Familie, in der Schule oder im Beruf. Auch im Freundeskreis hatte ich nie einen Platz in dem ich einfach sein konnte. Beim spielen fühlte ich mich so wohl wo sonst nirgends in der Welt. Die Gesellschaft hat mich stets an den Rand gedrückt, so beschafft ich mir ohne schlechtes Gewissen mit einiger kriminellen Energie das Geld bei genau den Menschen dieser Gesellschaft.
Als nichts mehr ging, war ich in meiner ersten SHG. Unter all den Spielern, der Raum war damals proppe voll, bestimmt über 30 Leute, da fühlte ich mich erstmals bedingungslos willkommen. Das fühlte sich toll an. Ich faste den Entschluss ab jetzt ehrlich und aufrichtig durchs Leben zu gehen. An mich den gleichen Maßstab anzulegen wie an andere. Für das spielen das mich leitete setzte ich eine liebenden Gott.
Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, heute hätte ich nichts mehr mit dem gefährlichen kriminellen gemein. Ich frage mich aber, ist es wirklich so?
Ich kann es heute noch sehr gut nachempfinden, wie und warum ich damals so gehandelt habe, wie ich es habe. Der Grund das ich heute sicher nicht mehr so handeln würde, ist weil ich mich entschlossen habe, aber sicher auch, weil ich heute in der Lage bin, mir überall meinen Platz zu nehmen. Wenn ich mein Leben nach einenliebenden Gott ausrichte, ist jede Form von Verbrechen per se schon ausgeschlossen. Die Emotionen in bestimmten Situationen sind noch genauso wie damals. Einzig gehe ich anders damit um. Die Meinung von Dritten hat m Gegensatz zu früher keine Macht mehr über mich. Da ich versuche aufrichtig durchs Leben zu gehen reiben sich schön Redner jeglicher kolör gerne an mich.
Diese Änderung der "Werte" kann ich natürlich auch mit anderen Dingen füllen. Alles "weltliche" jedoch kann jeder Zeit wieder weg sein.
Taro
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Nun beschäftigt mich das folgende schon ein paar Tage, ist mir auch etwas peinlich, darum gehört es hier vermutlich hin. Schon seit meiner Jugend interessiere ich mich für Geldanlage in allen Möglichkeiten. Ist für einen Spieler vermutlich auch nicht allzu ungewöhnlich. Als damals der Bitcoin aufkam, interessierte ich mich also auch dafür, besorgte mir eine Wallet. Es gab eine Seite da wurden welche verschenkt, ich klickte also auf Bitcoin anfordern, ich bekam eine kleine Einheit Geschenkt, Gegenwert damals 5 Cent, ich probierte es ein paar mal aus und wußte wie es funktioniert. Ich eröffnete eine zweite Wallet und schickte die minisummen hin und her.
Interesse war geweckt und ich kaufte mir für 100 Euro etwas über 3,3 Bitcoin. Es gab einiges hin und her um den Bitcoin, ich verlor es aus den Augen, der PC war defekt, der Bitcoin vergessen. Dann wurde ich aufmerksam als der Bitcoin so bei 3000 Euro stand. Ich dachte, ich habe da doch noch so eine Wallet auf dem defekten PC. Also Festplatte ausgebaut, sogar zwei Wallets gefunden und gesichert. Versucht sie zu öffnen. Jede geleistete Transaktion muss geladen werden, es gab in der Zwischenzeit eine Aufspaltung das wußte ich, also versuch macht klug. Nach 14 Tagen Röteln meines PC s war da ne Fehlermeldung. O. K dachte ich, kann man nix machen, zu den Akten. Jetzt kauft sich mein Sohn von seinem Geld einen Gaming PC. Pfeilschnelle Grafikkarte, na klar. Ich erzähl ihm von meinen Wallets, er liest sich ein und plötzlich ist die eine Wallet offen. Es ist der Wahnsinnsbetrag von 0,005 Bitcoin auf der Wallet. Das waren damals 15 Cent darum hat die Wallet auch kein Passwort. Heute sind das immerhin 250 Euro. Besser als nix. Nun also zur zweiten Wallet, da sind über 3,3 Bitcoin drauf, weiß ich genau. Läßt sich auch öffnen, ich werde um eine Passworteingabe gebeten. Es folgten viele Versuche.....
Ich habe mein Passwort vergessen, über 150.000 Euro auf dem Konto und komm nicht ran. Ich weigere mich, jetzt nur noch an Passwörter zu denken. Das Thema war so schön aus meinem Leben raus. Wäre ich schon vorher ran gekommen, hätte ich sie schon lange für viel weniger verkauft, trotzdem nimmt es jetzt Besitz von meinen Gedanken. Ich ärgere mich über meine Dummheit.
Während ich hier schreibe kommt mir in den Kopf, wie gut das niemand weiß, das ich Rumpelstilzchen heiß, muss ich noch ausprobieren.
Taro
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Als du die Bitcoins hattest, war es nicht viel wert.
Ich selbst hab mal eine Pizza für 1,7 Bitcoins gekauft ... da müssten jetzt noch 0,3 Übrig sein.
"Hätte" bringt dir auch nix .. wüssest du das PW, hättest du sie schon bei 10 oder 20 Euro eingelöst und dich gefreut.
Du hast auch keine 150k auf dem Konto, weil du gar nicht das Konto "hast" :-)
Vergiss "hätte" ... der ist sowieso einer der schlechtesten Ratgeber.
Schließe Frieden mit deinen alten Bitcoins ... sie haben dich lieb ...
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Hallo Taro,
da bist Du nicht der Einzige, der dieses "Schicksal" eines vergessenen Wallet - Passwort teilt.
Es gibt zwar Anbieter die in einem solchen Fall Hilfe versprechen, doch darauf kann man nicht bauen.
Zu groß ist doch die Resonanz der verlorenen "Wertanlagen", der jeweils "Vergesslichen"
Das Ziel eines pathologischen Spielers, der damit gebrochen hat sollte es doch sein, abgesehen einer dauerhaften Spielfreiheit auch einen gesunden Umgang
mit jeglichen Werten zu finden.
Auch wenn ich mich als sehr konservativ und mit einer gewissen Strenge definiere, in Sachen des "Glücksspiels" die ja bekanntlich auch in Geldanlagen zu finden wären.
Sollte doch ein Strich gezogen werden!
Und jenseits dieses Striches ein "normales" Leben , mit "normalen" Umgang in Geldangelegenheiten angegangen werden.
Dazu würde ganz sicher auch gehören, ehemalige Investitionen und unwichtig wie rentabel jene auch wurden, wieder zu aktivieren expl. zu versuchen wieder einen Zugang zu bekommen.
Was auch früher immer war, heute ist es in einem anderen Lichte zu erkennen.
Da gibt es wohl einige, die sich beraten lassen in den Banken überall, wie sie am besten Ihr Geld vermehren könnten.
Und nicht jeder der ein Euro - Sparbuch bei einer Schweizer Bank hat, hätte damit sein Versprechen gebrochen, nämlich nie mehr Spielen zu wollen.
Die Kirche sollte unbedingt auch im Dorf gelassen werden.
150 K verdienen sehr viele nicht einmal in 5 Jahren (vor Steuerabzug).
Manche sogar müssen hungern in diesem Lande, weil billig Konserven und Mineralwasser sie nicht ausreichend sättigen.
Bei der geringen finanziellen Unterstützung die sie bekommen.
Muss Dich aber erst einmal fragen, es ist Dir peinlich weil es Dich beschäftigt ?
Dies wäre doch ein Zeichen einer erreichten "normalen" Souveränität.
Fred: "Eine Pizza für 1,7 Bitcoins" :)
Ich liebe den Scheiß.
Ansonsten sind Deine restlichen 0,3 Bitcoins ja Dein Eigentum.
Und dieses wird doch heuer nicht mehr weggeworfen.
Aber jeder selbst muss es fühlen und erfahren, wieviel und überhaupt, er jenes wieder möchte, was früher ja eh nichts wert war.
Liebe Grüße
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Muss Dich aber erst einmal fragen, es ist Dir peinlich weil es Dich beschäftigt ?
Dies wäre doch ein Zeichen einer erreichten "normalen" Souveränität.
Moin Jacky,
diese normale Souveränität habe ich grundsätzlich, darum hatte ich in der Vergangenheit ja auch darauf verzichtet zu viel Energie in das Öffnen der Wallet zu investieren. Anders als vermutlich bei Fred, soll das Passwort eigentlich nicht das Problem sein. Verwende ich doch seit ich mit PC, s angefangen habe mit leichten Änderungen immer die gleichen. Es gibt eines für unwichtige Seiten, ein etwas sicherere und eines für Finanzanlagen. Bei dem für Finanzanlagen nehme ich leichte Veränderungen nach einem festen Muster vor. Das bedeutet, meine Eingabe ist sehr nahe am tatsächlichen Passwort. Das führt dazu, daß es mir schwer fällt meine "Souveränität" und die Kontrolle über meine Gedanken zu behalten.
Du schreibst so schön, vom normalen Umgang mit dem Geld....
Wie genau sieht der nur aus. Ein Thema was auch in den Gruppen nur zu gerne ausgeklammert wird. Ich selbst spreche da auch nur drüber wenn ausschließlich langjährige Wegbegleiter am Tisch sind. Ich habe meine Geldanlage breit gestreut und könnte ohne Probleme ein Jahr wegfahren ohne da raufgucken zu müssen. Und doch hat Corona und die US Wahl mein Konto so schnell hochschiessen lassen das auch das schon meine Souveränität ins wanken brachte.
Ich glaube das ich grundsätzlich sehr sicher in meinem Mindset, was das spielen und die Geldanlage betrifft bin. Und doch zeigen die Beispiele das es ins wanken kommen kann. Und ja, genau das ist mir peinlich.
Auf der anderen Seite halte ich das Thema für so wichtig das es nicht einfach unter den Tisch gekehrt gehört.
Taro
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Hallo Harald,
Det übliche: Kaffekränzchen mit anschließende klene Verkaufsveranstaltung, wieder wenig Geld renbekommen,
Was verkaufste eigentlich, immer noch diese "Armbanduhren" ?
Grüß Dich
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Moinmoin,
schön von Dir zu lesen Harald!
Kurze Zeit vergangen, der Kopf ist wieder mit dem Leben beschäftigt. Ich weiß und fühl genau, in meinem Leben würde sich auch mit einer grossen Menge Geld nichts ändern. Ich muss nie für etwas sparen, habe genug Geld mir meine Wünsche zu erfüllen. Es gibt soviel wichtigeres als Geld. Die Liebe zu Menschen, und dem Leben, in der Regel sind die wirklichen Abenteuer immer kostenlos. Lediglich an und Abtransport muss finanziert werden.
Meine regelmäßigen Bäder im See genieße ich nach wie vor sehr. Die Temperaturen steigen langsam.
Der Ideale Ausgleich zum Corona Stress. Meine Kinder fordern mir viel ab, ich bemühe mich den gerecht zu werden.
Homeoffice genieße ich sehr, kann ich da doch auch in der Mittagspause schwimmen gehen. Nur mit dem abnehmen, da komme ich nicht richtig ran. Aber alles hat seine Zeit, irgendwann wird das auch kommen.
Taro
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Hey Taro,
meine Kinder verlangen mir auch viel ab. Ich denke jeden Tag was für ein Glück ich hab.. alles richtig gemacht! Egal wie anstrengend es ist. Und wie du genieße ich die freie Zeit. Nicht mit Baden im See sondern mit Feuer im Garten. Gerade sitze ich hier.. das Leben ist gut. Ich bin Spielfrei und bin sehr glücklich darüber. Ich wage nicht zu sagen ob ich über den Berg bin, aber der Moment ist toll.
LG
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Hallo,
im Grunde verliert Geld an Gewicht wenn man genug davon hat und die Konzentration kann sich dann auf wesentlichere Dinge richten.
Absolut gibt es wichtigere Dinge als Geld, doch der Alltag gestaltet sich ja schon anders.
Wahre Werte wie Familie, Liebe , Freundschaft usw...haben durchaus einen enorm höheren Stellenwert.
Dies weiß aber auch der Bettler in der Fußgängerzone und bei jedem Euro mehr im Hut ändert dies auch nichts.
Arm zu sein ist keine Schande, doch es würde mich schon sehr wundern, wenn man dies auch immer bleiben möchte.
Wahre Werte hängen nicht am Reichtum, reich zu sein bedeutet auch nicht ein kaltes Herz zu haben.
Geld ist wichtig für mich, nicht so wichtig wie andere Dinge, doch stehe ich jeden Tag auf um welches zu verdienen.
Als pathologischer Spieler in meiner aktiven Zeit war Geld nur das Benzin für meine Sucht.
Dennoch brauchte ich es auch für andere Dinge!
Heute könnte ich schon damit zurecht kommen meine Kleidung im Takko und meine Lebensmittel in einer Tafel zu kaufen.
Dies ist aber nicht die Frage, eher was kann ich tun um dies zu verhindern ?
Und solange mir dies auch möglich, werde ich es vermeiden.
Natürlich ist dies nicht jedem möglich, warum auch immer.
Reiche Säcke sind nicht alle dekadent.
Aktive Spieler...kaum könnte sich jemand dekadenter verhalten als sie.
Aber es war nie das Geld, dass "uns" krank machte!
Doch eher Mängel in eben jenen Werten, die viel wichtiger sind als Geld.
Jeder kann mein Geld haben...mir egal, ich gebs aber nicht her!
Machen "wir" uns doch nichts vor , ein freundliches Wort ist leichter zu geben als ein paar Euros für einen Armen.
Sicherlich spenden "wir" sind Paten und sorgen auch für finanzielle Nachhaltigkeit.
Aber niemals soweit dass wir dadurch nur annähernd in jene finanzielle Not kommen.
Auch kenne ich einige, die liebende Menschen häufiger wechseln als ihre Hausbank.
Oder... 3 mal geschieden, in jedem Hafen eine Braut aber immer noch bei der Sparkasse. :)
Liebe Grüße
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Moin moin,
was für ein schöner Beitrag Jacky. Geld ist bei weitem nicht das wichtigste und doch gebe ich dafür oft viel zu viel Aufmerksamkeit. Ich liebe meine Frau und doch bekommen wir immer wieder Streit weil Sie auch nach 16 Jahren noch immer nicht die Zahnpastertube aufrollt. Oder andere Themen auf einem mit der Tube vergleichbaren Niveau. Letztlich muss ich hinterher immer wieder darüber lachen das ich kurz vor dem Auszug erst bemerke das es nur um eine Zahnpastertube geht und Sie sie schon immer so ausgedrückt hat. Und das verückteste, seit 30 Jahren kommt in der ein oder anderen Form das Thema Zahnpsta immer wieder auf den Tisch in der SHG. Wie einfältig ich doch bin.
Ich glaube Petrus war gerade beim Netze knüpfen als Jesus Ihn aufforderte Ihn zu folgen und er folgte. Er fragte nicht nach finanzieller Sicherheit. Würde ich das auch tun? Puh, Gebe ich soviel das ich in finanzielle Not komme? Nein.
Genau das ist etwas was ich mir öfters anschaue und ich bin tatsächlich ziemlich feige. Ich bin mir sicher, es wäre gut meine Netze Netze sein zu lassen und den für mich richtigen Weg zu gehen.
Als ich aufhörte mit dem Spielen, versprach ich mir nicht mehr wegzulaufen. Das bedeutet das ich Menschen die mir lieb und wichtig sind eben nicht mehr Wechsel. Weder wegen einer Zahnpastertube, noch wegen persönlicher Angriffe. Mein Problem zu meiner Spielerzeit, als ich gerne weggelaufen bin war ja genau, egal wo ich auch immer hingelaufen bin ICH war trotzdem dabei. Das größte Problem in Konflikten bin ja geraden bei mir lieben Menschen immer ich und nicht mein Gegenüber.
Vieles meines Handeln ist so widersprüchlich, ich kann es sehen und doch kann ich es nur ganz langsam ändern. Dafür besuche ich die SHG und auch einen Bibelkreis um mich immer ein Stück mehr zu trauen.
Taro
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im Grunde verliert Geld an Gewicht wenn man genug davon hat und die Konzentration kann sich dann auf wesentlichere Dinge richten.
Ich kenne beide Seiten und kann dem nur zustimmen.
Die Zeiten in denen wir nachrechnen mussten, ob wir uns Lachs oder Nordseekrabben leisten können, sind lange vorbei.
Die Erinnerung daran verblasst zusehends.
Das Gefühl, dass sich der gesamte Alltag darum dreht, wie man den Monat über die Runden kommt, allerdings nicht.
Daher bin ich dankbar in der Komfortsituation zu sein, dass ich darüber nicht mehr nachdenken muss.
Und wenn man es nicht mehr muss, widmet man sich in der Tat völlig anderen DIngen im Leben.
Dies sind Erfahrungen, die viele Menschen nicht erleben können. Ein finanziell mehr oder weniger entspanntes Dasein.
Daher wäre ich für ein pauschales Grundeinkommen, aber das ist ein anderes Thema.
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Dieses "Geld ist nicht alles"-Mantra will ich allerdings nicht so unterschreiben.
In dieser (westlichen) Welt in der wir aufgewachsen sind ist Geld einfach unabdingbar.
Das gesamte soziale Leben ist darauf ausgerichtet Geld zu haben.
Hat jemand dies nicht, ist er auch gleichzeitig von unserem ach so tollen sozialen Leben ausgeschlossen. Zumindest in weiten Teilen.
Meine Frau stammt ja aus einem anderen Kulturkreis. Die Menschlichkeit, die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt ist dort sowas von anders als bei uns, dass ich es nicht einmal versuche zu beschreiben.
Da wird einem (leider) so krass vor Augen geführt, wie abgefuckt abhängig vom Geld wir im "tollen Westen" unsere Zeit verbringen (oder gar verschwenden ?)
Es wäre schon schön, wenn "wir" dem Geld nicht mehr diese Wertigkeit geben würden
Aber ich hätte nicht mal eine Idee wie man das anpassen könnte
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Moin,
Also ich habe sowohl in meiner Familie als auch in meinem Beruf erfahren können, dass auch zuviel Geld den Menschen negativ verändert. Ich reagiere schon immer auf Geiz und Gier extrem ungehalten und halte mich selbst für einen großzügigen Menschen. Ich denke Geld sollte einfach keinen zu großen Stellenwert einnehmen, dennoch ist es so, dass bei Armen und bei Reichen Menschen Geld immer mehr Mittelpunkt hat.
Für mich stand Geld in meiner aktiven Zocker Zeit Geld im Mittelpunkt, aber nicht das Geld selbst, sondern die Beschaffung des Suchtmittels und das Verstecken des Mangels war Mittelpunkt.
Heute, wo ich die Geldsorgen hinter mir habe achte ich gar nicht mehr darauf, ich schaue kaum auf mein Konto und habe immer wenig Bargeld bei mir. Im Grunde müsste ich mich längst darum kümmern, wie ich Geld anlegen sollte, aber das Kümmern um Geld erscheint mir Zeitverschwendung, wie absurd hat sich doch noch bis vor 1,4 Jahren alles darum gedreht...
Ich merke dennoch, dass etwas zu besitzen mir immer weniger wichtig wird, ich brauche keine neuen Klamotten oder Handys oder einen neuen Fernseher. Zu wissen, dass ich alles ohne Probleme kaufen könnte beruhigt mich dennoch unterschwellig.
Aber ich bin froh, dass Liebe, Freundschaft, Kultur, Musik, Natur nun Mittelpunkt meines Lebens sein können.
Und Fred muss ich zustimmen, ich wünschte unser Land wäre nicht so stark Geld geprägt und andere Werte würden wieder mehr im Mittelpunkt stehen.
Allen einen ruhigen schönen Karfreitag
Eure Medea
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Moin moin,
vielen Dank für eure Beiträge. Vor vielen Jahren fragte ich einen Freund nach einem gemeinsamen Abend, er antwortete, er hätte gerade kein "Actionpapier". Ist es so? Kein Geld kein Action? Mein Kopf will es mir erzählen, meine Erfahrung sagt mir aber genau das Gegenteil. Meine besten Urlaube waren die mit fast kein Geld. Zelten auf Fehmarn ganz ohne Geld, nur einen Becher dabei usw,. Zur Zeit sind Kulturelle Veranstaltungen kaum möglich, richtiges Leben ist aber immer das äquivalent zur Bezahl Veranstaltung. Klettergarten gegen Bezahlung oder im Wald alleine in die Bäume. Es gibt soviele Beispiele, ich habe es nur noch immer so im Kopf das ich für Action Papier auf der Bank brauche.
Selbst mit Harz IV kann man gut leben, wenn man es denn nicht für alk und Zigaretten verwendet.
Nichts desto trotz fühlt es sich gut an immer ausreichend Geld zu haben. Ich habe da sogar einen ausgesprochenen hau weg. Wenn es mehr wird dann wird das automatisch zum neuen Standard als mindestreserve. Ich habe gerade heute meine Frau gefragt was Sie meint wieviel Geld wir haben, Geldanlage ist meine Aufgabe. Sie hat mächtig daneben gelegen, es interessiert Sie einfach nicht. Das könnte mir nie passieren.
Taro
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Als ich aufhörte zu spielen war ich ein Beziehungskrüppel. Das war irre ersten Jahre mein größtes Thema. Ich baute mir 2 Jahre einen neuen Freundeskreis auf, und erkannte das ich mich leider wieder nicht getraut habe mich zu zeigen. Also noch mal von vorne. Meine erste Partnerschaft in der Spielfreiheit war eine Katastrophe, doch nicht ganz, ich habe da viele Dinge kennengelernt die ich nie wieder in einer Beziehung will. Ist ja schon mal ein Anfang zu wissen was man nicht will. Dann wurde es sowohl in der Partnerschaft als auch im Freundeskreis deutlich besser.
Heute habe ich Familie, langjährige Freunde drei pubertierende Jungs, eine tolle Frau.
Besonders meine Jungs zeigen mir in letzter Zeit sehr deutlich, daß ich in Beziehungen noch deutliche Mängel habe. Kann sein, dass ich übertreibe, und es völlig normal ist. Und doch habe ich das Gefühl dass ich oft kein guter Vater bin.
Meine Schwäche mich sprachlich richtig auszudrücken kann ich durch meine Mimik und Gestik im realen Leben ausgleichen. In Foren geht das natürlich nicht. Im Nachbarforum habe ich gelesen das ein Mitglied gestorben ist. Wegen seines Kampfes gegen die Zahlungsdienstleister war er soetwas wie der Star dort. Ich bin von der Nachricht sehr getroffen. Ich hatte lange PN Kontakt zu Ihm, er war kurz hier. Vieles was ich Ihm sagte war meine Überzeugung, aber sicher nicht sehr empatisch. Vielleicht fühlte er sich hier vertrieben durch meine Worte. So das er garnicht erfahren konnte wieviel mehr das Leben zu bieten hat als der Kampf gegen Zahlungsdienstleister.
Taro
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Hallo Taro..
hab lange nicht mehr im anderen Forum gelesen und bin gerade etwas geschockt über die Nachricht vom Tod Borns..
Er war noch recht jung.. Erinnert es mich auch gleich wieder an Ivan an dem ich doch oft denken muss..
Zwei Menschen, welche auf ihre unterschiedlichen Art und Weise gegen die Sucht und ihre Folgen angegangen sind.. Zeigt es aber auf, wie schnell es vorbei sein kann ohne das eigentliche Leben zurück zu gewinnen mit all dem schönen was es wirklich zu bieten hat konzentriert man sich auf die wirklich wichtigen Dinge..
2019 und 20 habe ich selbst diese Momente zweimal erleben dürfen, daß Leben und Tod nur ein Wimpernschlag ist, lässt das erwachen danach einem nochmal Raum und Zeit zu erkennen daß alles Leben nur geschenkt wird und wir, jeder einzelne für sich die Zeit so gut wie möglich auskosten dürfen..
Bleibt gesund und LG..
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Hallo,
Danke Taro für Deinen Beitrag und diese traurige Nachricht.
An anderer Stelle habe ich es schon so ähnlich geschrieben, es ist halt jenes was in mir gerade so vorgeht.
Als wir kleine Kinder waren, unbefangen und frei in unseren Gedanken.
Im Sandkasten zu spielen, vor dem Einschlafen spannenden Märchen zu lauschen, behütet von seelischen Schmerzen.
Lachen und weinen im Wechsel ohne eine Last dabei ertragen zu müssen.
Unwissend und herrlich naiv durch das Gras zu rennen.
Doch wir mussten ja unbedingt erwachsen werden....
Und es ist mehr als nur ein Wunsch, wenn wir eines Tages das Lichte sehen...wissen wir das es Liebe war.
Wie damals, als wir noch kleine Kinder waren .
Mein Mitgefühl für seine Familie und Freunde und tiefe Trauer.
Liebe Grüße
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Ich bin dem Spielen gegenüber machtlos, meinem Gegenüber und dem anderer.
Ich habe in den 32 Jahren in dem ich die SHG insbesondere die GA Gemeinschaft kennengelernt habe, einige Freunde gehen sehen. Krankheit, Selbstmord und auch ein Mord war dabei. Selbstmord und Krankheit hält sich etwa die Waage.
Ich bin immer ein Sensibelchen gewesen, oder besser ich bin es noch. Notfallkoffer werden die Hilfsmaßnahmen gegen die Spielsucht oft genannt. Ich habe sowas wohl auch. Das gleiche habe ich auch gegen meine Depressionen oder meinem Weltschmerz. So wirke ich zumindest außerhalb der Familie und von Freunden als Taff, ohne das da irgendwas gespielt ist. Gutes Training in den Jahren.
Ich habe ein ähnliches Gefühl wie Du Harald gehabt. Ich habe grundsätzlich allen Spielern gegenüber ein Gefühl weit über das geschriebene oder gesprochene hinaus.
Nur was nützt all das Wissen. Frei aus einem Lied übertragen. Was nützt mir der Lastwagen von Wissen wenn die Einfahrt zum Herzen zu schmal des Gegenübers zu schmal ist.
Diese Machtlosigkeit ist für mich bis heute schwer zu akzeptieren.
Taro
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Nur was nützt all das Wissen. Frei aus einem Lied übertragen. Was nützt mir der Lastwagen von Wissen wenn die Einfahrt zum Herzen zu schmal des Gegenübers zu schmal ist.
Etwas was wohl jeder so oder so ähnlich erlebt hat:
Ein junges Paar, typisch verstrickt in der Scheiß egal Mentalität, doch aber schon noch motiviert und ich dachte event. mit Potential.
Die waren sehr nett und gegenseitige Empathie mehr als nur spürbar.
Wegweisend und mit fachkundigen Mitförderern an der Seite mauerten wir Ihnen ein Fundament.
Wohnung, Steuern, schier unüberschaubare Verschuldung, Krankenversicherung, therapeutische Versorgung, Starterkitt in die Selbstständigkeit bis hin zur Besorgung von täglichen Lebensmitteln.....alles organisiert uns stets mit Ihrem "naja" Mitwirken.
Und nicht zuletzt Freundschaft, die beiden waren an Weihnachten bei mir und meiner Familie, sangen mit meiner Mutter Weihnachtslieder.
Das Ganze ging nicht einmal 4 Wochen gut!
Dahinter steckte eine schon größere Logistik, Hoffnung und Vertrauen.
Zwei Affen hätten das hinbekommen, sie hätten erfahren dass man so ja nicht mehr seine Bananen klauen müsste.
Affen verraten, hintergehen und treten auch nicht, nachdem man Ihnen geholfen hat.
So denke ich dass einige Menschen schon wollen und es versuchen, aber einfach nicht können.
Dies wissen sie auch und versuchen es dennoch, was bleibt Ihnen auch anderes übrig.
Aber es macht keinen Sinn, jemanden zu fördern der sich nicht eingesteht aufgegeben zu haben.
Dann ist es halt ein dahinsiechen und ich weiß auch wie sich das anfühlt.
Wenn jemand zu blöd, unsicher oder hilflos auch in Emotionen ist, im Grunde nichts kann.
Muss er es sich eingestehen!
Sonst braucht er erst gar nicht anfangen etwas zu lernen oder zu verändern.
Es würde eh nur in Lügen enden.
Es muss nicht einmal eine Suchterkrankung dahinter stecken.
Hilfe bekommen sie natürlich immer.
Sie steht Ihnen auch zu.
Und manchmal, aber wohl nur manchmal fruchtet diese auch.
Liebe Grüße
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Hallo André,
unsere lieben Eltern......
Ich hatte/ habe da so ähnliche, falls allen Ursprung in der Kindheit läge, dann tragen auch sie mit.
Meine Eltern waren der Grund weshalb ich nicht total in ein unehrenhaftes Leben geraten bin.
Was früher auch immer war, die emotionale Bindung stand für mich immer aufrecht.
Mein Stiefvater hat mich mehr geschlagen und angeschrien als ignoriert, immerhin.
Ich habe halt einfach seine Erwartungen nicht erfüllt und er wusste sich nicht anders zu helfen.
Es war sein Problem und nicht meines, ich war halt nur da und konnte nicht gehen.
Ihn trifft genau so wenig Schuld daran wie allen anderen denen ich begegnete.
Doch beeinflusste es sicherlich mich in meinen Gedanken und Handeln.
Entschieden habe ich dann ja selbst...Suchtkrank zu werden :)
Freunde so geht das nicht!
Verantwortung zu tragen für sein Handeln, immerzu!
Doch glaube ich dass keiner hier an seinem erfahrenen Unglück ganz alleine schmiedete!
Es ist "legitim" Suchtkrank zu werden und es auch sehr lange zu bleiben.
Man kann hierbei nicht von einem Fehler sprechen, den man machte.
Es wurde halt zugelassen, man bekam etwas dafür und bevor man merkte dass es zum Untergang führt, war man schon mitten drin.
Keiner möchte Spielsüchtig werden, es geschieht einfach und wird ignoriert.
Dieser dann schier unbändigen Kraft dieser Krankheit muss man erst einmal entkommen.
Ich muss gestehen ich habe mir solange nicht helfen lassen, weil ich es halt auch nicht wollte.
Nun gut ...dieser Beitrag nahm irgendwie ganz plötzlich eine andere Richtung.
Schon lange empfinde ich keinen Groll mehr auf Menschen die sich mir gegenüber als schlecht erwiesen haben.
Denn auch ich habe viel dazu beigetragen und nun in der Hoffnung, das meine früheren "Opfer" genau so denken.
Daran arbeite ich jeden Tag meines Lebens.
Jaja, spät habe ich mich dafür entschieden.
Ging wohl nicht früher, ging halt einfach nicht.
Es war keiner da, dem ich so etwas schreiben oder erzählen konnte wie ich es hier gerade mache.
Es konnte auch keiner da sein, denn ich war es ja auch nicht!
Meinen letzten Satz brauche ich gar nicht schreiben, André hat dies schon getan in seinem tollen Beitrag.
Liebe Grüße
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Verantwortung übernehmen und auch bei Gegenwind dazu stehen. In Zeiten von Corona eine Herausforderung. Ob ich will oder nicht, es bilden sich verhärtete Lager, die ich sonst so nicht kenne. Ich habe im Bekanntenkreis Freunde die sich nicht impfen oder testen lassen. Grundsätzlich kann ich ja entscheiden ob ich mit solch einer Person in einem Raum sein möchte oder nicht. Trotzdem entstehen da immer wieder Diskussionen drüber und von einigen kommt neben den Unverständnis darüber einfach andere zu gefährden, richtiger Hass auf die Person durch.
Jetzt haben wir auch noch im Meeting eine Person die sich nicht testen lässt. Das wiederum kann das komplette Meeting crashen. Was für ein Mist.
Um das ganze noch auf die Spitze zu treiben, haben wir entschieden unsere Kinder nicht impfen zu lassen. Die Entscheidung stammt noch aus der Zeit, als die Stiko keine Empfehlung für Kinder ausgesprochen hat. Jetzt ist die Empfehlung ausgesprochen, aber auch um der Politik entgegen zu kommen wie die Impfkomission sagt.
Doof ist jetzt, daß die Kids durch das nicht geimpft sein teilweise ausgeschlossen werden.
Was ist richtig, was ist falsch. Wieviel Toleranz kann ich anderen entgegen bringen, wo muss ich stop sagen, weil Sie mir schaden könnten. Auf all die Fragen gibt es keine Eindeutigen Antworten. Und alle möglichen Antworten werden vom Umfeld gegeben. Für Selbsthilfegruppen ist die Einigkeit bei solchen grundsätzlichen Fragen die Grundlage der Genesung. Da wo es bis jetzt immer möglich war, ist jetzt zumindest Irritation.
Ich bin mir heute in vielen Dingen des Lebens sehr sicher. Bei der Corona Frage, den Umgang mit meinen Mitmenschen die sich nicht testen lassen wollen, bin ich es nicht. Ich bin da in einen fließenden Prozess, wo ich immer wieder nachjustiere. Wo es immer wieder neue Erkenntnisse gibt.
Was wird Jesus machen, ist für mich eine Sichtweise, wo ich zumindest nie den Menschen wegen der "Sache" aus den Blick verliere.
Taro
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Ohne Masernimpfung kommst du in keine Schule mehr ... da sagt keine Sau was.
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Hallo Taro,
Dein Beitrag passt sehr gut zum Thema.
Wie viel Toleranz man seinem Gegenüber aufbringt oder wie viel Toleranz man von ihm selbst bekommt.
Abgesehen von Verschwörungstheorien oder meinungsbildender Freigeister/Reichsbürger usw.
Es gibt in der BRD Regeln, Beschlüsse die natürlich einen Druck auf die Bevölkerung ausüben.
Verständlich auch dass Geimpfte nicht auf auf Privilegien verzichten wollen aufgrund einer Toleranz zu Nichtgeimpften.
Leider machen sich immer mehr tiefere Gräben auf die uns alle spalten.
Präventiv vorzubeugen und zwar in einer geschlossenen Gemeinschaft sollte eigentlich selbstredend sein.
Diese Krankheit verursachte viel Leid, es wäre/ist fatal darüber zu diskutieren ...mit dem Ergebnis einer Uneinigkeit.
Es ist ein Novum , alles ist doch greifbar und wir sehen es jeden Tag ..die Maskenmenschen.
Unsere Kinder vertrauen in uns, wir sollten es nicht enttäuschen.
Dabei sollte nicht das Parlament die Eltern quasi zwingen, sondern der behandelnde Arzt alleinig empfehlen.
Ich glaube Jesus würde in die Menschen vertrauen.
Doch sie haben es zur Zeit etwas verloren, sie schubsen sich nur noch hin und her.
Die ganzen Maskenmenschen und nun sieht man erst ihre wahren Gesichter!
Wir müssen unsere Kinder beschützen, um jeden Preis.
Vor Krankheiten, Nebenwirkungen, Risiken und vor allem vor erwachsener Willkür!
Das ist unglaublich schwer zur Zeit.
Liebe Grüße
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Ohne Masernimpfung kommst du in keine Schule mehr ... da sagt keine Sau was.
Eine Masernimpfung bei Kindern mit der derzeigen Corona Debatte zu vergleichen hinkt doch sehr. Wie Taro bereits angesprochen hat, ist eine solche Entscheidung für Eltern alles andere als leicht, v.a. weil die Politik um Impfung für ab 12 Jährige wirbt, obwohl die Impfkommision keine Empfehlung gibt. Die jetzige Entscheidung für die Empfehlung kommt meines Erachtens vom Druck den Politik aufbaut. In solchen Bereichen sollte die Politik mehr Verantwortung übernehmen. Die Masernimpfung ist über jahrzehnte bewöhrt, obwohl auch dort Nebenwirkungen vorgekommen sind. Die Impfung gegen Masern hat zum Ziel das Virus auszulöschen, was bei dem Corona Virus niemals möglich sein wird.
Und wenn ich meinen Ältestens Impfen lasse, haben meine anderen 2 Kinder ihm gegenüber Nachteile!?
Was ist richtig, was falsch? Hier gibt es keine Antwort.
Ich habe meine 3 Kinder alle auf Antikörper untersuchen lassen, da meine Frau und ich positiv waren. Ergebnis: nichts, also hatten sie es wohl nicht, trotz dreiwöchiger Quarantäne mit uns zuhause.
Grüße, aT
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Ich wünsche allen eine frohe und spielfrei Weihnacht.
Früher war Weihnachten für mich emotional besonders schwer. Die Einschränkungen durch corona scheinen jede für sich ziemlich klein, in der Summe sind Sie jedoch imens.
Die Spielsucht müsste ich mit all meiner Energie angehen. Bloßes wollen hat bei mir nicht gereicht.
Ich bin dankbar das ich mich durch den jahrelangen Besuch in der SHG die Energie für den Weg in ein neues Leben gehen konnte. Tatsächlich trifft sich unsere Gruppe auch zur Zeit noch, mit 2G+ Auflage.
Ich hatte gerade eine Diskussion mit der Gemeindesekretärin, weil auf der Teilnehmer Liste die jetzt zur Nachverfolgung Pflicht ist, nur mein Name und der Hinweis, Teilnehmer sind mir bekannt angeben ist. Es ist schwierig in einer Anonymen Gruppe Namen und Telefonnummern abzufragen. Durch diese Auflagen wird der Gang zur SHG für neue noch schwerer.
Taro
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Ich hatte gerade eine Diskussion mit der Gemeindesekretärin, weil auf der Teilnehmer Liste die jetzt zur Nachverfolgung Pflicht ist, nur mein Name und der Hinweis, Teilnehmer sind mir bekannt angeben ist. Es ist schwierig in einer Anonymen Gruppe Namen und Telefonnummern abzufragen. Durch diese Auflagen wird der Gang zur SHG für neue noch schwerer.
Warum macht ihr euch mit der Corona-App keinen Event QR Code. ? Da ist jeder zumindest für die anderen und die Gemeindesekretärein anonym.
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Was für eine Zeit, ich finde im außen, welches ich nicht direkt beeinflussen kann, viel Gründe trübsal zu blasen. Kriege, Klima, geschwurbel der Politik, die einfach nicht tut was getan werden muss. Viele Gründe um mich für meine Kinder zu sorgen. Um mich brauche ich mich nicht zu sorgen. Habe ich doch die sucht überlebt. Ich befinde mich in meinem 32 Bonusjahr.
Was ich jedoch ändern kann, bin ich. Habe jetzt angefangen mit dem e bike zur Arbeit zu fahren. Eine Strecke 25 km. Jetzt mit dem beginnenden Frühling ein hochgenuss für die Sinne. Sogar ein platter Reifen hat meiner guten Laune nichts anhaben können. Heute mit meinem bike zum See zum baden. Wahnsinn was die Natur alles zu bieten hat. Ich muss mich nur bedienen.
Ich muss mich immer wieder bewegen um nicht auf die Dinge zu fokussieren, die ich nicht ändern kann. Es lohnt sich.
Taro
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Hallo Taro,
Das hier ist mein absoluter Lieblings Thread.
Vielleicht oder gerade, weil es eben alle betrifft, nicht nur die Süchtigen. Es geht darum für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Sich um sich zu kümmern. Ist und wird mir immer schwer fallen, zu gerne schaue ich auf andere und stürze mich mit voller Inbrunst auf deren Sorgen... Meine hingegen schiebe ich zu Seite. Sollte es nicht leichter sein sich in die eigenen Sorgen zu kümmern als um andere? Erst, wenn ich Verantwortung für mich und meine Belange übernehme kann ich auch wirklich für andere da sein... Das habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt.
Es nicht zu vergessen in Zeiten in denen es viele Sorgen gibt, ist nicht leicht. Aber unbedingt notwendig.
Und ich will auch nicht stehen bleiben, sondern weiter für mich und mein Handeln verantwortlich sein. Denn es lohnt.
LG Medea
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Mit dem Rad zur Arbeit fahren mache ich jetzt seit über 2 Monaten. Ich habe die Tour etwas verlängert dafür nur schön. Hamburg hat wirklich eine Menge für Radfahrer gemacht. Es startet mit 3 km im Park, danach 3 km an der Strasse, dann 5 km durch einen neuen Fahradweg durch die Natur. Dann durch den Hafen zum alten Elbtunnel. Weiter über die Landungsbrücken zum Hamburger Rathaus. Von dort über eine Fahradstrasse an der Aussenalster und den Villen bis Winterhude.
Ich ärgere mich ehrlich gesagt etwas das ich das nicht schin seit 20 Jahren mache. Die ganzen eindrücke machen einfach gute Laune und bringen selbst mir Hamburger Muffelkop ein Grinsen ins Gesicht.
Das ich fitter geworden bin versteht sich von selbst. Die Gewichtsabnahme geht langsam von statten, jedoch wird der Bauch kleiner und die Beinmuskelatur wird gestärkt. Treppen laufen ist wieder wesentlich entspannter.
Starke Impulse für meine Seele, mein ewiges Thema.
Heute gibt es hoffentlich einen starken Sonderimpuls, der HSV kann es mit glück direkt zum Aufstieg schaffen. Bin schon ganz aufgeregt.
Taro
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Hallo Taro,
Heute gibt es hoffentlich einen starken Sonderimpuls, der HSV kann es mit glück direkt zum Aufstieg schaffen. Bin schon ganz aufgeregt.
Am 19/23 Mai 20.30 auf Sat1 oder Sky dann noch aufregender.... :)
....und ohne Auswärtsregel!
Liebe Grüße
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Beim Angehörigen ABC trau ich mich nicht meine Dummheiten zu verbreiten. Aber ich hab was gefunden wie es nicht geht:
Für all diejenigen unter uns, die an ihrem negativen Denken festhalten wollen und innerlich noch nicht bereit sind, eine Kehrtwendung in ihrem Leben vorzunehmen, folgt nun eine kleine Anleitung, wie es am besten gelingt, in unserem Elend und Unglück zu verweilen:
1. Besuche keine Meetings der Anonymen Spieler (GA) mehr.
2. Solltest Du Dich doch einmal in einem GA-Meeting verirrt haben, halte Deinen Mund, verschließe Dich (so gut es eben geht) allen Beiträgen und balle lieber Deine Fäuste in der Tasche.
3. Versuche nicht, irgendeines Deiner Probleme selbst zu lösen.
4. Lache niemals über Dich selbst.
5. Vertraue keinem Menschen aus dem GA-Programm.
6. Vor allem, versuche unter gar keinen Umständen ‘im Jetzt’ zu leben, sondern füttere Deine Phantasien über die Zukunft weiter mit Hirngespinsten.
Ist mir schon einmal bewußt geworden, daß mein negatives Denken auch dazu geführt hat, daß ich mich selbst und meine Probleme zu ernst zu nehme und mir jeglichen Humor darüber verbiete, so daß das Leben nur so an mir vorüberzieht?
GEBET FÜR DEN TAG
Lieber Gott, sollte ich wieder einmal in negatives Denken verfallen, laß mich nur im Spiegel der GA-Gruppe all die Symptome dafür erkennen und mit Hilfe meiner Freunde (oder meines Sponsors) in der GA-Gemeinschaft wieder auflösen, als da wären: zusammengepreßte Lippen, gezwungenes Lächeln, erstarrter Gesichtsausdruck, unruhige Blicke - und darüber hinaus nicht den geringsten Hauch von Humor.
Lieber Gott, schenke mir die Fähigkeit, auch öfter einmal über mich selbst zu lachen, denn ich brauche dieses Lachen, um mit der alltäglichen Verwirrung in meinem Leben zurechtzukommen.
NUR FÜR HEUTE will ich im Gedächtnis bewahren,
daß ich lernen will, öfters über mich selbst zu lachen.
TEXTAUSZUG aus der deutschen Übersetzung
der amerikanischen Originalausgabe A DAY AT A TIME Gamblers Anonymous. Copyright © 1994
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Ob man jetzt bei 180 Antworten von zu wenig Aufmerksamkeit reden kann ? ;D
Immer wieder ein schöner Sammler der dem Verdrängen entgegenwirkt.
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Hallo,
schöne Beiträge.
Kann ein pathologischer Spieler überhaupt seine Verantwortung selbst tragen?
Wenn er alles verspielt und gegen seinen Charakter auch noch Gelder besorgt auf allen möglichen Wegen, sich verschuldet, kaum noch Essen für seine Familie aufbringen kann, bald kein Licht mehr im Haus und kalt im Winter. Scheidung wird wohl bald ein Thema und die Kinder schauen auf den Boden wenn er an ihnen vorbei geht.
Hat er sich dies wirklich ausgesucht?
Natürlich ist er Verantwortlich dafür, nicht weil er es kann...sondern er es mu0!
Ein süchtiger Mensch soll sich Hilfe holen.....dazu muss er erst einmal kommen.
Wir hier sind gestärkt darin und wissen was wieder passieren würde.
In der aktiven Zeit flohen wir dennoch zum Spiel, es mag ja kaum daran liegen, dass unsere Konsequenzen aus dem Spielen event. weit minder waren.
Von dieser Sucht los zu kommen ist kein kosmischer Zufall, sondern findet sich eben in jenen Dingen wieder die Taro und Andrè sehr gut beschrieben.
So fängt eine Verantwortung die nicht nur aufgezwungen ist, sondern zur greifbaren Selbstverantwortung dann an....
weshalb viele auch hier ins Forum kommen....es zu ändern!
Liebe Grüße
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Kann ein pathologischer Spieler überhaupt seine Verantwortung selbst tragen?
Hier kann es nur ein absolutes "Ja, selbstverständlich" als Antwort geben.
Jeder Spieler kann sich jederzeit für seine Abstinenz entscheiden und sehr wohl die Verantwortung für sein handeln tragen.
Es ist sogar zwingende Voraussetzung für eine Genesung. Aber das ist ja alles hinlänglich bekannt.
Die Frage ist eher "Jacky-typisch" und verfolgt ein anderes Ziel
Jacky, immer wieder kommen Beiträge von dir, die den Spieler in welcher Form auch immer als "schuldfrei" darstellen.
Immer wenn ich sowas lese, keimt in mir der Verdacht, dass du mit deiner eigenen "Schuld" nicht wirklich klar kommst.
Oft betonst du wieviel "Leid" du, oder wir als Spieler allgemein unseren "Liebsten" zugefügt haben.
Ja, genau so ist es. Und wir wissen das. Und du weißt das. Wir sind ja nicht blöd.
Zum "Wohlfühlen" gehört nun aber auch, dass wir zu 100% auch akzeptieren, dass "wir" die "Bösen" sind
und dass es keine bösen Träume waren, die unsere Vergangenheit ruiniert haben.
Die Diskepanz zwischen "Worten" und "verinnerlichen" ist bei dir noch groß.
Ich bin mit dem "bösen Fred" absolut im Reinen. Da gibt es wenig Schönes und gar nichts zu beschönigen.
Mit dem Tag meiner Abstinenzentscheidung habe ich auch mein Leben komplett revidiert.
Ich kann nichts ungeschehen machen, aber ich kann alles mit jedem Tag besser machen als je zuvor.
Die Frage ob ich die Verantwortung tragen "konnte" oder ob ich so sein musste stellt sich mir nicht.
Ich weiß sehr wohl wie ich war und wer ich war und wie ich mich verhalten habe.
Und zu 100% war das ich. Ich war nicht fremdgesteuert und ich war nicht schuldunfähig.
Sich in diese "ich kann doch (vielleiciht) nichts dafür" Schiene zu vertiefen macht krank.
Sich selbst und das jeweilige Umfeld.
Eine andere Sichtweise wäre eine Ohrfeige für alle die den harten Weg in ein neues Leben gemeistert haben.
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Hallo Fred,
erst einmal, so freue auch ich mich wenn auf einen Beitrag von mir eigegangen wird.
Umso mehr wenn Du mich dabei direkt ansprichst.
Dazu sogar noch kritisch hinterfragt, wir beide haben uns schon über die ganzen Jahre oft gelesen.
Und immer wenn Du auf etwas aufmerksam machst, verteidigst Du gleichzeitig unser aller Bestreben.
...Sternchen mit Ansage. :)
Du spieltest 30 Jahre intensiv und ich darf ja Deine Geschichte kennen.
Bei all deinem sonstigen Potential, Familie, Beruf, Freizeit, Liebe, Fürsorge.....
.........
Jeder Spieler kann sich jederzeit für seine Abstinenz entscheiden und sehr wohl die Verantwortung für sein handeln tragen.
Wenn es so gewesen wäre für Dich und Du wusstest es doch schon immer oder hast Du es damals gar nicht gewusst?
Ich schrieb letztens dass ich halt krankhaft egoistisch war und die mir gebotene Bequemlichkeit ausnutzte.
Niemals war dies das Einzige, es war aber natürlich dabei!
Jahrzehntelang spielen aber jederzeit aufhören können, man muss es nur wollen ?
Egal wie viel Wahrheit darin steckt....es muss wieder erlernt werden.
Eine psychische Störung bleibt eine ernsthafte Erkrankung, sie wird nicht beschönigt oder verharmlost.
Und auch nicht auf etwas reduziert, was eher auf einen durchzogenen Halunken zuträfe.
Jede andere Sichtweise wäre eine Ohrfeige für alle Süchtigen der Welt.
Weißt Du, meine Ziele hier im Forum sind es nicht, jemanden frei zu sprechen von aller Schuld
Ich habe lediglich versucht Brücken zu bauen, für jene denen alles noch etwas fremd ist.
Möglich dass ich immer noch nicht richtig loslassen kann meiner Vergangenheit.
Schreibe ja oft genug darüber.
SHGs, Therapien ...das ganze Programm sollte zu einer wieder gesunden Lebensweise führen.
Dadurch sollte sich ein großartiger Lernprozess einstellen, eben wieder verantwortlich mit allem umzugehen.
Überall steckt viel Arbeit darin dieser Krankheit aus dem Wege zu gehen.
Ich kann nichts dafür Schiene.... :)
Jeder muss die Schuld bei sich selber suchen!
Es ist sein Leben, auch in der schwierigsten aller Lebenskrisen.
Gerade bei immer wiederholenden Suchtkreislauf eines Spielers.
Weil alles andere gar nicht funktioniert!
Als wieder Verantwortung zu übernehmen.
Ich weiß aber auch dass ich ein Schlitzohr bin zu mir selbst und wenn mir auch Dinge bewusst die ich hier schreibe.
Ist natürlich immer ein Eigenanteil dabei und falls dadurch etwas falsch verstanden wird....
oder ich es einfach zulasse..obwohl ich erahne dass es nicht so richtig oder förderlich ist.
Es vielleicht aber auch doch nicht richtig wahrnehme.....
Bin ich sehr froh über jede Antwort.
Ich bin ein pathologischer 'Spieler, nie behauptete ich etwas anderes.
Wir wissen alle was dies bedeutet und was dahinter steckt nun Abstinent zu sein.
Ja ..jeder kann aufhören zu spielen!
Und genau dann...wenn er es kann!
Grüß Dich
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Eine meiner Lieblingsgeschichten. Ein alter GA Freund und Alkoholiker bekam Besuch von einem AA Freund. Er erzählte, das er einen Rückfall gebaut hätte und jetzt totale Angst hat, das seine Partnerin Ihn raus schmeist, er wolle seine Meinung, was er nun tun solle. Er gab den Rat einen grossen Blumenstrauss zu kaufen und sich zu entschuldigen.
Als der Freund ging kam seine Partnerin zum gemeinsam Freund und erzählte das der Partner einen Rückfall gehabt hätte. Nach dem Streit sei er abghauen. Sie fragte was Sie nun tun solle. Der Freund riet Ihr, Ihn ra6szuschmeisse wenn er wieder kommt.
Als der Mann also mit dem Blumenstrauss vor der Tür stand, sagte Ihn seine Partnerin das er seine Sachen schnappen und ausziehen soll.
Nach einiger Zeit kamen die beiden wieder zusammen. Als Sie erfuhren, das Sie beide nach dem Rat des selben Freundes gehandelt haben, waren Sie gemeinsam Stock sauer auf dem selben Freund. Bis heute haben Sie keinen Kontakt mehr.
Der GA Freund hat beiden gesagt, was das beste sei, das Sie tun können. Ich finde auch beide Empfehlungen absolut schlüssig. Es liegt in der Natur der Sache, das die Empfehlungen nicht gut zusammen passen. Was das beste für die Angehörige ist, ist nicht das beste für den Spieler. Aber langfristig schon, nur das ist schwer zu erkennen.
Süchtige und Angehörige sind zwei Seiten einer Medallie. Es gibt kein schlechter und besser. Schuld hat er der Betrachtung von kranken Menschen erstmal nichts zu suchen. Das den Betroffenen kaum weiter. Es ist auch nicht möglich einfach mit dem spielen aufzuhören. Die Möglichkeit zum Aufhören einer jeden Sucht hat ein Zeitfenster. Um die Verantwortung für das Leben zurück zu bekommen, muss ich erstmal eine Ahnung davon haben, das ich Sie nicht trage. Der Weg zurück in die Freiheit ist ein sehr lohnender, aber auch ein sehr langer.
Ich habe mich während meiner Sucht schuldig gemacht. Ich habe mich in meinen Möglichkeiten um einen ausreichenden ausgleich bemüht. Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht mehr. Ich weiss, das meine Partnerinen während meiner Sucht wieder mit Süchtigen zusammen waren. Augen auf bei der Partner Wahl. Jeder trägt da für sich die Verantwortung.
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Die Bandbreite von süchtigen reicht von pitsch nass bis Knochen trocken. Genauso ist es bei Angehörige. Es gibt die ganze Bandbreite mit allen Abstufungen. Es gibt Familien mit Suchtstrukturen und solche ohne. Meine heutige Frau, obwohl Sie mich erst trocken kennen wird auch strukturen einer Angehörigen haben.
Wenn der Spieler aufhört zu spielen, dann hat sich der Angehörige noch nicht weiter entwickelt. Es kann Ihr sogar schlechter gehen. Wenn der Süchtige aufhört zu Spielen und sein Leben reflektiert wird er zukünftig womöglich nicht mehr so "pflegeleicht" sein.
Wenn einer in der Partnerschaft sich bewegt und der andere stehen bleibt, dann kommt es früher oder später zur Trennung. Es können beide stehen bleiben, oder es bewegen sich beide.Wenn beide sich auf den Weg machen, kann man sich wunderbar stärken und unterstützen. Ein wirklich lohnender gemeinsame Weg. Iin diesem Fall profitieren beide von einander.
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Corona, durch Russlands Krieg sich erhöhende Energiekosten. Alles Dinge auf die ich keinen Einfluss habe. Was ich tun kann, ist für meine Familie und mich verantwortlich zu handeln. Ich suche und finde Lösungen möglichst flexibel zu bleiben. Das alles ist ja gegen die Spielsucht nur ein "Fliegenschiss". Aber auch hier ist es so wichtig, mich nie als Opfer zu fühlen.
Ich auf jeden Fall hoffe auf einen kalten Winter, mit dicken Eis auf dem See , damit ich meinem Hobby dem Eisbaden nachgehen kann.
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Hallo Taro, habt ihr einen See in der Nähe ?
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Innere Konflikte im Kopf, das kenne ich auch noch zur genüge. Dieses Gehirnkimo in dem ich mich selber klein mache hielt mich früher sicher auch vom Leben ab. Ich gabe gerade eine kleine Baumassnahme bei mir im Haus. Meine Frau sagte, wir sollten es besser von einem Handwerksbetrieb mach lassen, ich sagte, nein das mach ich selber. Jetzt ist mir ein wichtiges Teil kapput gegangen. Ein Teil von einem 300 Euro teuren Set. Es hängt hier alles halbfertig rum. Ich weiss nicht ob ich das Teil schnell bekomme und fühle mich so, das am besten der Boden öffnen sollte. Ich spüre wie mein Frau denkt, "hab ich doch gleich gesagr". Aber das ist nur in meinem Kopf. Es ist nicht real. So ist es, mein Mantra ' Du kleiner Dummer Nichtsnutz" ist noch da. Auch wenn es meistens im Körbchen ist. Das geht soweit, das ich wegen soetwas mein ganzes Leben in Frage stelle. Darum muss ich gut auf mich achten. Und auch darum sind Gedanken an charge Back gift für mich. Den Zusammenhang kann nun natürlich niemand verstehen, ich spüre Ihn aber glasklar, ohne Worte.
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Als ich noch spielte, war der Schritt in die Spielfreiheit das Ende. Nach dem erreichen der Spielfreiheit ist es der Anfang. Wohl einer der Gründe, warum ich mich so schwer tat den ersten Schritt in die SHG zu gehen. Erst mit der Spielfreiheit ist ein Weg in ein seelisches und geistiges Wachstum erst möglich, ein Weg der immer neue Türen öffnet und einige Geschenke parat hat.
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Hallo,
als ich noch spielte habe ich mich niemals wirklich hinterfragt, ich gehorchte nur Befehlen meiner Sucht.
Es wäre sinnlos gewesen irgendetwas dagegen zu tun und ich wäre nur zum Schein darauf eingegangen.
Eines Tages kam ich an einem Punkt an, da ging es nicht mehr. Es war alles so viel geworden.
Ich begriff dass ich Hilfe benötigte.
In einer SHG konnte ich mich davon lösen, obwohl ich da schon länger spielfrei war.
Dort wurde ich erwachsen, etwas was ich vorher immer verdrängte.
Und was vorher viel zu wenig war, kann mir heute nicht genug sein.
Liebe Grüße
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Guten Morgen TAL,
das Schöne ist ja, dass Gedanken im Kopf sich manchmal ganz alleine ordnen. Erst sind es ganz viele und man kriegt sie nicht sortiert. Irgendwann, auch wenn man sich nicht anstrengt, kristallisiert sich der eine wichtige heraus.
Dann hast Du ihn. Und kannst ganz in Ruhe überlegen, was du damit machst. Hast ja keine Eile. In Deinem Kopf arbeitet es und irgendetwas geht voran. Das ist immer gut!!
Vielleicht ist es bei Dir auch anders? Lass und daran bitte weiter teilhaben.
Du bist ein ganz besonderer Mensch, TAL. Und zwar im pooositiven Sinn!!!
JJ
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Moin zusammen,
lange nichts mehr geschrieben. Hatte einen Fahradunfall. Was genau passiert ist kann ich nicht erklären, auf jeden Fall bin ich bei voller Fahrt Kopfüber vom Fahrad gestürzt. Eine 10 Sekunde vor dem Aufprall dachte ich, ich fall senkrecht auf den Kopf, zum glück war meine Rotation schnell genug das ich "nur" auf die Schulter krachte. Alles was da brechen und reissen kann tat es dann auch. Trotzdem bin ich sehr dankbar, das ich so glimpflich davon gekommen bin. Ich habe bei allem, was nach dem Unfal kam sehr viel Glück gehabt. Meine OP verlief sehr gut, die Heilung, auch wenn ich n8ch am Anfang bin auch sehr gut. Lustiger Weise lag ich ca 40 Minuten auf dem Asphalt. Als ich ins Krankenhaus kam war ich unterkühlt. Im gegensatz zu d3r Ärzten war ich mir sicher, das dass kein Problem ist. Ich behielt recht. Alles in allem war die ganze Zeit mein Leben 7n Gottes Hand, er hat gut für mich gesorgt.
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Oh Gott, gute Besserung für dich, Taro !!! :-*
Stundenlang Eisbaden und dann so ein blödes Fahrrad ... Sachen gibts :-)
Unterkühlst wärst du sicher erst nach einigen Wochen ;D
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Hallo Taro,
zum Glück war es nicht noch schlimmer und alles konnte gut behandelt werden.
Genese wieder schnell und erhole Dich gut von diesem Unfall.
Liebe Grüße
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Moin Taro,
Oh du armer, und dennoch glücklicher das klingt nach sehr viel Schutzengelarbeit..
Alles gute für die weitere Genesung 🤗
LG Medea
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Lieber Taro,
danke, dass Du uns schreibst wie es Dir geht und was Dir zugestoßen ist. Da hast Du sicher heftige Schmerzen hinter Dir und brauchst bestimmt noch Ausdauer, bis Du wieder schmerzfrei bist. Ich wünsche Dir dafür viel Kraft!!
Dein Glaube wird dir auf dem Weg sicher helfen. Und Deine Erfahrung, dass es immer wieder bergaufgehen kann, wenn man dafür kämpft.
Liebe Grüße auch von mir.
JJ
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Vielen Dank für eure Genesungswünsche.
Am meisten nerven tatsächlich die dauernden Schmerzen und das ich als süchtiger ständig opiate in mich einwerfe. Aber ich vertraue mal darauf, das ich es nach den Schmerzen alles gut wieder absetzen kann.
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Hallo Taro
wie geht es Dir?
Geht es weiter bergauf?
Bin sicher, Du bist dankbar für jeden kleinen Schritt, den es in die richtige Richtung geht!!
Weiterhin gute Besserung!! 🙏
JJ
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Moin JJ,
das ist nett das Du fragst. Es geht mir für meine Verletzung sehr gut, habe keine Bewegungseinschränkungen. Das ist nach Aussage meines Arztes und meinet Physiotherapeutin sehr ungewöhnlich. Ich habe aber 24/7 starke Schmerzen, das nervt und raubt mir den Schlaf. Ich habe jetzt nach mehrmaligen Erklärungen ungefähr die schwere meiner Muskelverletzungen verstanden, das tut schon bei zuhören weh.Im Januar fang ich mit Reha an.
Taro
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Jetzt bin ich 2 Monate Krank geschrieben. Gestern habe ich das erste mal kleine Fortschritte festgestellt. Die Dauerschmerzen machen mich etwas gereizt, die Aussicht, dass ich meinen Arm bald nach und nach wieder nutzen kann wirkt etwas erhellend. Mit dem Krankengeld hat es natürlich nicht von allein funktioniert. Mal sehen wann ich etwas bekomme. Zum Glück surfe ich finanziell nicht mehr a6f Naht. Ein bemerkenswerten Jahreswechsel. Ich Krank, meine Frau über Weihnachten Corona. Mein grosser hat das Weihnachtsmenü gekocht. War lecker.
Das erste Jahr wo ich keine Vorsätze fürs nächste Jahr habe, ausser das alles wieder gut wird.
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Hallo TAL;
PP hat seit einiger Zeit wieder die Kooperation mit bestimmten OC`s aufgenommen.
Wohl um mehr Bewegung im eigenen Zahlungsverkehr zu bekommen und neue Kunden zu rekrutieren.
Für den Spieler eine schnelle Zahlungsmethode und nicht direkt über die Hausbank oder Kreditkarten.
Für eine Verifizierung bei einem OC ist ein PP Konto aber nicht ausreichend.
OC`s werben gerne mit diesem Zahlungsdienstleister, für beide wohl auch förderlich.
Es wird ja für alles geworben, Zielgruppen schon geschickt beflügelt und wie ein Fisch geködert.
Egal wie toxisch das Produkt, zwar keine Zigaretten mehr aber durchaus andere Nervengifte.
Wo jeder Tropfen in einem ganzen Leben schon zu viel wäre.
Akzeptanz und Ambivalenz, event. gibt sich beides ja irgendwie die Hand, wo dann eine andere losgelassen wird.
Süchtig zu sein wird immer ein Makel in der Gesellschaft sein, eines was aber gebraucht wird.
Wohl um die ganze Agonie auch am Leben zu erhalten.
Schöner Beitrag TAL, gerade in den Dingen wo Du über Dich schreibst.
Den Lauf der Dinge nicht ändern zu können macht niemand zu einem Gefangenen.
Egal wie sehr sich diese ganzen Raptoren in den Medien auch präsentieren.
Grüß Dich
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Das Leben in der Spielfreiheit und dass ich die Selbsthilfegruppen kennenlernen durfte, ist das geilste was wir je in meinem Leben passiert ist.
Ich weiß nicht was andere in meinen Augen sehen und das Leben ist auch kein Ponyhof. Wichtig ist aber auch immer zu gucken, wo ich herkomme und wenn ich andere anschaue zu schauen, wo kommen sie her. Wenn ich gerade an zwei gute Freunde aus der SHG und an mich denke, wir begleiten uns seit über 34 Jahren, dann waren wir drei im wahrsten Sinne tot geweiht. Niemand hätte einen Pfifferling auf uns gesetzt, und doch haben uns gegenseitig am Hosenboden aus dem Sumpf gezogen.
Mein Leben was ich heute für mag für viele nichtsüchtige recht banal sein. Für mich ist es jedoch noch heute einfach unvorstellbar. Natùrlich wird das ein Außenstehender nicht sehen.
Die Kapitulation war für mich tatsächlich kein großer Akt. Dass ich nie wieder Zweifel, ob ich vielleicht doch spielen könnte, habe ich mit Sicherheit den regelmäßigen Besuch der SHG zu verdanken. Das gleiche gilt auch für meine Depression. Die SHG ist für mich eine Art Frühwarnsystem.
Taro
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Achtsamkeit ist daher immer angebracht
Schöner Beitrag, TAL.
Wir alle achten sehr auf uns. Dieses äußerst positive Verhalten haben wir uns in dem Wissen antrainiert, dass uns unsere Krankheit jederzeit "umwerfen" kann.
Wer das nicht tut, ist bestenfalls "dumm". Denn das "Teufelchen" lauert ein Leben lang und vor allem überall und jederzeit.
Gut, also wir achten auf uns. Glücklicherweise. Denn wir achten nicht nur auf unsere Spielsucht, sondern auf unser ganzes Leben.
Somit entgeht uns nichts. Kein Fehler, kein Mißmanagement.
Als "Normalo" vergisst man das schnell und schlittert oftmals durch diverse Katastrophen oder sonstige Unpässlichkeiten.
Kann uns nicht mehr passieren, denn wir achten auf uns.
Schön, dass du das mal angesprochen hast.
Denn es ist wichtig.
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War das ironisch gemeint?
Wenn nicht, tut es mir leid für die Frage. Das verunsichert mich nur gerade etwas, und ich will nicht ewig darüber nachdenken müssen.
Ich würde hier keine Späße treiben.
Ich sehe das "auf sich selbst achten" als ganz wichtigen udn viel zu oft vernachlässigten Punkt.
Also es ist schon alles so gemeint wie geschrieben, ganz ohne Hintergedanken.
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Moin Tal,
mit jedem Deiner Beiträge gibst Du soooo viel zurück. Das sind zwar nicht Deine Bodys die Du meintest, das mit dem zurückgeben kann man aber auch ruhig gross denken. Genauso mache ich es mit der Wiedergutmachung. Wenn ich bei einer Person etwas nicht wieder gut machen kann, mache ich eben bei jemandem der gerade Hilfe benötigt wieder gut.
Nicht ohne Grund habe ich Dich versucht in meine SHG zu bekommen, Deine Gedanken sind vom feinsten.
Taro
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Es gibt viele Arten an "Medizin" gegen die Spielsucht. Da wären die Suchtberatungsstellen der Hausarzt die Therapieangebote und die Selbsthilfegruppe zu nennen. Die zwei erstgenannten sind als akut Hilfe zu nutzen die letzten beiden als langfristige Medizin.
Obwohl die langfristige Therapie ausgezeichnet wirkt, mit sehr großen Erfolgen, scheuen sich doch viele vor diesen Schritt. Mit Medizin ist es ja so dass jede Wirkung auch eine Nebenwirkung hat.
Um den Weg in die Genesung zu gehen können die tatsächlichen oder möglichen Nebenwirkungen jemanden davon abhalten.
Es lohnt sich die Ängste vor dem Nebenwirkungen einmal näher anzuschauen, um im nächsten Schritt einmal zu schauen wie diese gemindert werden können. Oft ist eine Angst in einer Selbsthilfegruppe jemanden zu begegnen den man kennt. Das mag durchaus einmal vorkommen, nur gilt es zu bedenken, dass der bekannte ja auch im gleichen Raum sitzt aus dem gleichen Grund wie Du. Und trotzdem in so einem Raum angstfrei sprechen zu können ist sie von allen Mitgliedern garantierte Anonymität ein wirksamer, ein bewährter, Schutz.
Das gleiche gilt für die Ärzte. Kürzlich wurde hier die Angst geäußert, der Hausarzt könnte etwas von der Spielsucht erfahren. Der Hausarzt weiß, dass Spielsucht eine Krankheit ist. Daher wird er niemals schlecht über ein spielsüchtigen Menschen denken, der sich Hilfe sucht. Wer krank ist sucht und nimmt sich seine Medizin, für einen Hausarzt völlig normal.
Nach den Ängsten von möglichen Nebenwirkungen schauen wir uns jetzt die tatsächlichen Nebenwirkungen an. Veränderung im Leben sind immer anstrengend, und Anstrengung werden gerne vermieden. Schon der Weg in die SHG oder in die Therapie ist eine Anstrengung. Durch das was ich dort erfahre wird sich mein Leben ändern. Jede einzelne Änderung ist wieder mit Anstrengung verbunden. Oft behalte ich lieber , auch wenn es noch so scheiße ist,das was ich habe, als mich darauf einzulassen auf das was da kommt. Die Sorge ich weiß ja nicht was ich neues bekomme. Der Weg aus der Spielsucht heraus ist wie ein Sprung in ein schwarzes Loch. Ich gehe jetzt seit über 30 Jahren in die Selbsthilfe. Ich kenne viele Menschen die diesen Sprung gewagt haben.
Mir ist noch keiner begegnet der den Sprung bereut hat, im Gegenteil. Wie bei mir auch ist das Leben oft viel praller und voller geworden, als ich es mir je hätte vorstellen können.
Durch die Veränderung die ich durch die Einnahme der Mediziner erfahre, hat das Auswirkung auf mein direktes Umfeld. Möglicherweise wenden sich lieb gewonnene Menschen von mir ab. Sie wollen mich so behalten wie ich als Spieler war. Das ist eine tatsächliche Nebenwirkung, die auch besonders viel Angst macht. Tatsächlich ist es aber überhaupt nicht schlimm dass ich diese Menschen von mir abwenden, weil sie in meinem Leben keinen Platz mehr haben. Die frei gewordenen Plätze werden durch neue liebe Menschen gefüllt werden. Es ist eben so wenn ich mir ein neues Leben aufbaue muss ich erst einmal Platz schaffen.
Ich habe schon oft gesagt, das verlorene Geld ist nicht das Problem egal ob 4000 oder 400.000 Euro. Das Problem ist die Sucht, die muss angegangen werden. Alles andere löst sich von selbst.
Taro
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Hallo,
Taro hat es schon bestens aufgeführt, als kleine Erweiterung möchte ich noch anmerken.
Bei psychischen Erkrankungen ist in der Diagnostik/Behandlung des jeweiligen Arztes/Therapeuten unumgänglich, dass der Betroffene mitarbeitet.
Er wird dabei immer der Schlüssel bleiben, ob sich neue Türen öffnen oder nur weitere verschlossen werden.
Aus eigener Erfahrung kann und darf ich berichten, es wäre immer irgendwo eine Hemmschwelle oder Unsicherheit da.
Sich auch nur soweit selbst zu präsentieren um nicht als noch kränker dazustehen als man es meint zu sein.
Und nur durch stetiges zusammenarbeiten, ob nun bei einem Doc, Therapie oder einer Gruppe mit anderen Betroffenen,
wird jeder mit der Zeit konformer mit der Bereitschaft alles..wirklich auch alles zu reflektieren.
Natürlich findet dann auch eine Veränderung statt, eigene Werte werden neu sortiert, Einsicht und zu spüren an welchem Tropf man die ganze Zeit auch hing.
Ein Umfeld welches es entweder einfach duldete oder schier gar nicht bemerkte.
Nach so vielen Jahren muss ich selbst zugeben, ich kann nicht alles haben.
Nicht jeden als Freund und kaum, mich immer wieder aufs neue jedem gegenüber aufs neue einzustellen.
Dieses ganze justieren entfernte mich Meilen von etwas weg, so dass es sehr mühsam war mich selbst wieder zu finden.
Andere werden nicht entscheiden mit wem ich mich so umgebe, dies passiert mittlerweile voll automatisch.
Weil ich eben auf diese ganzen Veränderungen eingegangen bin, auch in vielen Stunden hier, in einer Shg, bei einigen Therapeuten
und so vielen Gesprächen mit anderen psychisch Erkrankten, nicht nur in der Spielsucht.
Dahinter steckt mein größter Anteil einer gewonnenen und erarbeiteten Selbstverantwortung.
So richtig erwachsen werde ich deshalb aber nicht, doch ich habe gelernt gut damit umzugehen.
Schlussendlich kann ich jedem sehr nahe legen, egal wie groß ein Verlangen auch sein sollte etwas zu tun, was euch schadet.
Etwas zer/-verstört , was immer kranker macht und die Selbstaufgabe schürt und schürt.
Versucht immer und immer wieder es zu erkennen und diese eigene Machtlosigkeit dahinter zu erfassen.
Was es für ein Leben weiterhin wäre und ob es nicht einmal endlich an der Zeit wäre umzudenken.
Egal wie unheilbar dieses Leiden auch sein sollte, Hoffnungslos und ohne Glauben....
ist es nicht einmal am Tage nach seinem eigenen Tot.
Taro hat ja geschrieben dass er keinen kennt der seinen Schritt in die Suchtfreiheit bereute.
Ich kenne auch keinen.
Um dort hinzugelangen wird ein fester Willen alleine kaum reichen.
Man muss diesen Weg schon gehen, ist es ein schwerer Weg ?
Doch nur für die Suchtgedanken und dessen abartige Gewohnheit.
Ein Betrachter könnte nun eine gewisse Naivität oder Fehleinschätzung hinter diesem Beitrag vermuten.
Weil es gäbe schon sehr starke psychische Beeinträchtigungen, die kaum zu lösen wären.
Gelöst wird auch rein gar nichts, es wird nur besser damit umgegangen.
Wie auch immer es z.B der liebe Harald ( und ich schätze ihn sehr) sehen würde.
Keiner ist alleine seines Glückes Schmied, es gäbe schon Mitmenschen denen es auch wichtig wäre.
Dabei ist es ungenügend "nur" seine eigenen "Fehler" einzugestehen, sie sollten doch auch vermieden und soweit es geht wieder gut gemacht werden.
Sonst bleibt eh alles irgendwie beim alten und wird doch nur ""ehrlich"" schöngeredet.
Liebe Grüße
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Hallo Adri,
dein Spruch von heute Nacht 4 Uhr gefällt mir persönlich gut. Hat mich jetzt interessiert, woher er kommt. Ist von Franz Grillparzer (1791-1872).
Auf alle Fälle habe ich den Spruch nicht als Provokation oder absichtliche "Fehlinterpretation" der Forenregeln verstanden.
Klar interessiert es uns, wie es Dir geht. Aber ich denke, wir sollten uns einfach gedulden, bis Dir danach ist das auszuspucken.
Liebe Grüße.
JJ