Ich halte mich eigentlich weniger für süchtig, sondern vielmehr dem "Gerechte-Welt-Glauben" aufgesessen - dass dies MIR passiert ist. Ich wollte einfach nur mein Geld zurück - ich habe aufgehört, es zusammenzurechnen, aber ich schätze mit rd. 250.000 € liege ich nicht gar so falsch. Und viel mehr als die Symptome einer Spielsucht zeige ich das volle Bild einer posttraumatischen Verbitterungsstörung, die mit dem Gerechte-Welt-Glauben" zusammenhängt.
Ich vermute mal, dass du dir das mit der "Verbitterungsstörung" mehr oder weniger einredest.
Sich einzugestehen spielkrank zu sein ist nicht grad leicht. Wir wollen das so lange wie möglich verdrängen.
Das ist aber der allererste und wichtigste Schritt um abstinent zu werden.Beschäftige dich mal damit, dass zu 100% spielsüchtig bist. So richtig fies und heftig und klatschnass :-)
Und dann beschäftige dich damit, dass Spielsucht eine weltweit anerkannte Krankheit ist.
Und ab da wirst du erkennen, dass du Hilfe benötigst. In welcher Form auch immer.
Das Geld ist weg. Ist aber auch egal. Das kommt wieder ( also nicht die 250k ) aber jeden Monat kommt neues und irgendwann sind die Schulden abbezahlt.
Wichtig ist, dass zur Zeit auch dein Leben "weg" ist.
Und diesen Zustand kannst du nur mit völliger Abstinenz ändern.
Das zeigt die Erfahrung von abertausenden Suchtkranken.
Viele hier waren mal an einem Punkt wie du.
"Am Ende des Lebens" angekommen.
Nach ein paar erfolgreichen Tagen / Wochen / Monaten sieht aber alles schon wieder ganz anders aus.
Bei mir war das "Leid" und das "Jammern" immer am größten, wenn ich 2-3 oder gar 4 Monate keine Miete gezahlt hatte und schon wieder am 2. oder 3. eines Monats alles verspielt hatte.
Da denkt man die Welt ist am Ende :-)
Irgendwie geht es weiter. Jeden Tag.
Da du noch Unterkunft und Arbeit hast kann es jetzt doch nur noch bergauf gehen !
Jeden Tag ein Stückchen höher.
Du musst nur was tun. Praktisch dein ganze Leben "ändern".
Denn so kann es ja kaum weitergehen.