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Autor Thema: Mein Weg

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Re: Mein Weg
#180: 31.01.2025 09:39:04
Hallo Alex, schön von Dir zu hören :)

Leider gehen direkt meine Alarmanlagen an wenn ich lese "Pc-ecke im schlafzimmer", das kann triggern und verführen und hat meiner Meinung nach absolut nichts im Schlafzimmer zu suchen, selbstverständlich ist es Deine Sache was du tust...

Ansonsten, Kopf hoch, Krone richten weiter gehts ;)
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Re: Mein Weg
#181: 02.02.2025 12:08:32
Hallo Wirbelwind,

danke für deine Warnung bzw. Mitteilung der Sorgen das der Computer triggern kann.

Genauso wie der Computer kann auch das Handy triggern, dennoch nutze ich es tagtäglich. So lange man sich über die möglichen Gefahren bewusst ist, und sich darüber täglich Gedanken macht, und sich selbst schützt, kann es nicht triggern.

Meine Wohnung ist ziemlich klein, sodass der einzige Ort das Schlafzimmer ist, wo ich einen Computer hin stellen kann.

Danke dir für deine Worte Jacky, es ist schön so eine Person wie dich hier im Forum zu haben. Die Zeit und Energie die du hier rein steckst, hilft doch so vielen Menschen. Bleib wie du bist und nochmal danke, der Thread ist auch ein Stück weit durch dich so wichtig.
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Re: Mein Weg
#182: 04.02.2025 22:52:55
Hallo Alex,

Danke dir für deine Worte Jacky, es ist schön so eine Person wie dich hier im Forum zu haben. Die Zeit und Energie die du hier rein steckst, hilft doch so vielen Menschen. Bleib wie du bist und nochmal danke, der Thread ist auch ein Stück weit durch dich so wichtig.

Danke hierfür, im Grunde reagiere ich nur auf das was geschrieben wurde, im Wissen dass eh noch viel viel mehr dahinter steckt.
Aber wenn es dann einmal da steht ist es greifbar, auch für den Verfasser.
Dieses Forum lebt durch unseren Austausch und ich mag deine Geschichte.
Weil sie spiegelt wie du bist, im Umgang mit der Spielsucht und den Folgen daraus.
Sich entwickelt und zwar auf ein klar erkennbares Ziel.

Manchmal denke ich du könntest noch mehr für dich selbst tun, denke ich aber bei jedem.  :)
Es gilt aber eh nichts zu erzwingen und wenn die Schritte gegangen werden, so wie du es kannst und möchtest.
Geht es auch immer weiter in eine gute Richtung.

Grüß dich   
 
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Re: Mein Weg
#183: 18.03.2025 21:08:29
Hallo zusammen,

nachdem sich mein Alltag langsam normalisierte, kam gestern der überraschende aber doch erwartete Anruf meiner Schuldnerberaterin: „leider hat sich ein Gläubiger weiterhin quergestellt, Sie müssen in die PI“. Nächste Woche Freitag stellen wir zusammen den Antrag ans Amtsgericht. Auch wenn ich schon damit gerechnet habe, hat es mich total zu Boden gerissen, was bin ich ein Versager, Mitte 30, nichts erreicht im Leben und nun stehe ich da. Privatinsolvenz, für Außenstehende kaum zu verstehen, wie es soweit kommen konnte, in 3-4 Wochen weiß es mein Arbeitgeber, mein Vermieter. Beide werden sich ihr Bild von mir machen, ohne zu wissen, was bei mir los ist. Ich hoffe, dass ich mich für immer daran erinnern werde, was die Sucht aus mir gemacht hat, nie wieder soll es so werden wie es jetzt ist.

Es folgen ein paar schwere Wochen, in denen viele Fragen kommen, worauf ich keine passenden Anworten finden werde. Doch nach diesen Wochen werde ich all meine Kraft wiedererlangen, mit der Möglichkeit, in 3 Jahren ein neues Leben zu beginnen, mit der Sucht zu leben und bei 0 starten zu können.

Spielfrei für 24 Stunden, so einfach wie es klingt, so einfach kann die Zukunft werden. Es gilt für mich stets diesen Satz in mein Gehirn einzuprägen. Nach den 3 Jahren habe ich es noch lange nicht geschafft, es werden Hürden kommen, die ich im Moment noch nicht auf dem Schirm habe, wie zum Beispiel Geld übrig zu haben, obs 100 Euro sind oder 1000, in diesen Situation Lösungen finden, die ich bis dato nicht kenne, da noch nie wirklich Erfahrungen gemacht, aber ich werde mir Gedanken machen, sobald diese Momente kommen. Frühzeitig.

Aktuell atme ich durch, der Versager der es anpackt, der Süchtige, der abstinent leben will. Der Überschuldete, der die Privatinsolvenz in Anspruch nehmen muss.

Dennoch bin ich ich, und bereit für mich, mein Leben und meine Zukunft zu kämpfen.

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Re: Mein Weg
#184: 18.03.2025 21:48:50
Danke André,

danke dass du mich nicht als Versager siehst, so habe ich mich gestern allerdings selbst gesehen, bezogen auf das Telefonat mit der Beraterin, weil Sie mir das Gefühl gegeben hat.

Kurz zu dem Gläubiger, der sich nun weiterhin quer gestellt hat: ich habe diesen Gläubiger bis jetzt monatlich bedient, er stellt sich quer, weil er bis jetzt seine vereinbarte Rate bekommen hat. Durch eine außergerichtliche Einigung würde er weniger bekommen, über einen längeren Zeitraum, dies ist wohl der Grund, wieso dieser sich quer stellt. Nur kann ich mich nicht anders mit ihm einigen, dies wäre unfair, den anderen gegenüber. Somit bleibt nur der Weg über die PI.

Ich habe noch die Möglichkeit, die Pfändung weiter laufen zu lassen, bis dieser eine Gläubiger kein Cent mehr bekommt, und auch pfändet, dann nochmal eine Einigung versuchen zu erzielen, aber dann vergehen wieder Monate, bis ich eine minimale Chance auf eine außergerichtliche Regelung bekomme, aber ich bin am Ende meiner Kräfte in Sachen Schulden, ich möchte ein Ziel vor Augen, durch die PI ist das Ziel zu mindestens auf dem Papier klar notiert.
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Re: Mein Weg
#185: 18.03.2025 22:36:45
André,

ich gebe nur das weiter, was mir meine Beraterin mitgeteilt hat, wir können keine Regelung mit 99% der Gläubiger treffen, wo es heißt, 5 Jahre Summe X, dann sind knapp 70% der Schulden getilgt, Rest wird erlassen, und zu dem einen, der sich quer stellt sagen wir, ok du bekommst 100 Euro mehr, und nach 5 Jahren ist die Summe getilgt, dass ist ein Bruch bei den Verhandlungen mit den anderen und ganz klar unfair gegenüber denen, die auf 30 % der Schulden „verzichten“

Zum zweiten Punkt, ich erwarte weder Rücksichtnahme noch Verständnis, ich bin wo ich bin, ich bin bei der Schuldnerberatung weil ich keinen Ausweg gesehen habe, ich bin insolvent, weil es keine Einigung gibt, zwischen allen Gläubigern. Ich finde die PI auch scheisse, weil die Gläubiger nicht alles an Geld bekommen; aber dies ist nicht meine Entscheidung.

Ich verstehe deinen Gedanken, dass die Berater copy Paste machen, formlos, gefühllos diese Schreiben aufsetzen. Dennoch habe ich mich darauf eingelassen, und bin jetzt zu spät dran, um es selber zu regeln, teilweise warten die Gläubiger schon 5-6 Monate auf ihr Geld, sich selber jetzt einzuklinken sehe ich als chancenlos, dafür stecke ich nun zu tief drin..
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Re: Mein Weg
#186: 18.03.2025 23:41:08
Huhu Alex, genau dafür gibt es dann den bestellten Insolvenzverwalter, NICHT dein Problem.
Die PI wird beantragt, wahrscheinlich bewilligt, alles danach wird vom Verwalter erledigt.

Was mich rein intressehalber mal intressieren würde, wie verhällt sich das mit der Lohnpfändung - theoretisch geht die Forderung ja mit in die Masse ein wodurch sich die Pfändung erübrigt?

Davon abgesehen - was die wenigsten wissen; die Sache an sich ist nicht ganz nach drei Jahren erledigt - Gerichtskosten und "Insolvenzverwaltergebühren" können und werden nach erfolgreicher PI in Rechnung gestellt. Was hab ich mich damals gefreut das es erledigt ist und keine paar Tage später kam ne Kostenaufstellung vom Gericht und ich musste noch 1,2,3 Jahre -weiß ich nicht mehr- permanent Nachweis erbringen ob ich das bezahlen kann, was bei mir zu der Zeit allerdings nicht ging.

Was Arbeitgeber und Vermieter betrifft so seh ich das wie Andrê, du bist in der "Bringschuld" Sie darüber aufzuklären was bei Dir los ist - sofern es Dich so sehr belastet was sie denken könnten. Du hast es in der Hand die Hosen runter zu lassen und aufzuklären und ebend nicht abzuwarten ob Dich jmd darauf anspricht oder nicht. Eine weitere Entscheidung auf Deinem weiteren Weg die DU treffen musst/kannst/sollst, wie auch immer,...
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Re: Mein Weg
#187: 19.03.2025 07:17:54
Moin Alex,
es ist so wie es ist.
Sag deinem AG, dass du in die PI musst.
Warum würde ich ihm nicht sagen. Auf keinen Fall.
Evt. fragt er sogar um welche Summe es geht und "hilft" dabei ? Könnte sein.
Ich würde maximal sagen dass ich in früheren Zeiten mehr Geld ausgegeben habe als ich hatte und dass mich die Vergangenheit jetzt eingeholt hat.
Kein AG, keine Bank, keiner der irgendwas mit Geld oder Vertrauen zu tun hat, will insgeheim mit einem Spielsüchtigen zu tun haben.
Glaub mir das. Ein Funken Mißtrauen bleibt immer.

Nun mach dir keinen Kopf. Du zahlst x-Jahre so viel du kannst.
Mehr geht halt nicht.
Ist die PI heute schon nach 3 Jahren durch ? Mein Gott es wird einem aber auch leicht gemacht.
Früher waren das mal 7 .. das ist schon größerer Brocken.

Ist doch echt Latte ... die Zeit stehst du durch, danach bist du "frei" und kannst neu anfangen-weitermachen :-)

Ich denke mal in so einer PI ist man auch erstmal eine riesige Last los

Kopf hoch !!!
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Re: Mein Weg
#188: 19.03.2025 08:46:35
Zur Pi an sich

Ja, es sind schon ewig "nur" noch 3 Jahre, das wurde damals relativ schnell runter geschraubt

Forderungen an sich

Im Prinzip werden alle angeschrieben, die Sachlage wird dargestellt was möglich wäre nach Berechnung des verfügbaren Einkommens und dann sagt der Gläubiger ja oder Nein. sagen wir man hat 500 euro und 10 gläubiger und man sagt ihr bekommt alle 50 euro bis die Sache erledigt gehts ohne Insolvenz. Je nach Höhe der einzelnen Verbindlichkeiten kann das aber ewig dauern und das machen einige nicht mit und verweigern sich. - Grade Verzinsungen spielen hier eine große Rolle wo versucht wird mit zu arbeiten VOR einer Insolvenz durch verzicht beispielsweise da dies viel ausmachen kann und letzenendes nichts mit der Forderung an sich zu tun hat auf die versucht wird runter zu schrauben.

Auch solche "Schäden" sind im Prinzip in unserem System von vornerein in alles mit einkalkuliert und unterm Strich sind es wieder mal Zahlen auf irgendwelchen Computern oder Papieren...

Was das persönlich mit einem selbst macht, ja, das steht auf einem anderen Blatt aber bei Dir Alex bin ich da sehr guter Dinge da Du auch jetzt schon darüber nachdenkst was ist eigentlich wenn du wieder Geld zur Verfügung hast ? Baust du scheisse ? was machst du mit dem Geld ?

SEHR GUTER Ansatz denn auch das ist echt nicht einfach - wie auch ich selbst immer wieder feststelle sobald etwas Geld auf unseren Konten liegt, auch ich habe nie gelernt zu sparen...
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Re: Mein Weg
#189: 26.04.2025 14:29:48
Hallo zusammen,

hoffe es geht euch gut. Wollte mich nochmal melden, ist ja doch schon wieder etwas Zeit vergangen, seit dem letzten Post.

Der Antrag auf die PI ist am laufen, warte eigentlich jeden Tag auf Post vom Inso-Verwalter. Irgendwie zieht sich alles so dermaßen in die Länge. Ziel ist allerdings stets vor Augen: 2028-2029 fange ich einen Neustart an, was das finanzielle betrifft, freue mich riesig darauf, bin aber auch nicht zu euphorisch und werde das ganze mit Verstand angehen.

Bei meiner Suchtberaterin war ich auch schon länger nicht mehr, meint ihr es wäre sinnvoll, da nochmal einen Termin zu machen? Das finanzielle hat mich die letzten Wochen u. Monate so zu gesetzt, dass dadurch auch automatisch der Suchtteufel ruhig geblieben ist. Was passiert, wenn die PI erstmal läuft, ich keine Briefe mehr von Inkasso Büros mehr bekomme, und nicht täglich daran erinnert werde, was ich getan hab, möglich das sich alles lockert, da will ich vorbereitet sein. Habt ihr Tipps? Ich mache mir Gedanken, wenn mein Leben wieder „einfacher“ wird, dann wird der Suchtdruck wieder stärker (Logischer Menschenverstand) ich bin nach wie vor fokussiert, 24h spielfrei zu bleiben. Doch fokussiert bleiben, wenn das Leben wieder lebenswerter wird, das ist die Angst, die ich verspüre.
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medea888

Re: Mein Weg
#190: 27.04.2025 07:21:42
Guten Morgen Alex,
Schön von dir zu lesen und toll, dass es weiter voran geht!
Wenn ich ehrlich bin klingt es in deinem Beitrag so als würdest nur darauf warten wieder zu spielen als sei das eine programmierte Pause... Kann mich natürlich auch täuschen. .. aber schon jetzt solche Gedanken zu haben, was ist wenn ich keine Briefe mehr bekomme keinen Druck habe... ist schon merkwürdig...

Aber  ich glaube du solltest dringend nochmal tiefer gehen und die Sucht an der Wurzel packen.
Ich selbst war damals fast 1.5 Jahre zur Therapie und jetzt, wo ich wieder merke ich falle in alte Muster bin ich direkt wieder hingegangen.

Die finanziellen Not kann man gut in Griff bekommen und da bist du ja auch total straight.
Die Seele ist nicht so leicht zu reparieren und es erfordert viel Mut und Willenskraft sich dem eigene Ich zu stellen. Aber ich bin sicher auch das wirst du gut packen und so ein echtes Standhaftes  Fundament für deine Zukunft bauen.
Freue mich weiter von dir zu lesen!
LG Medea
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Re: Mein Weg
#191: 29.04.2025 10:59:48
Hallo Alex,

weniger denken / reden - "einfach machen" ... Wie gerne schmeisse ich das anderen an den Kopf  ;D ;D

Vor einiger Zeit war ich nach langer Pause mal wieder in meiner ambulanten Suchtgruppe in der Klinik und es hat mir gut getan.

Seitdem sitze ich hier jede Woche und denke ab spätestens Dienstags darüber nach ob ich Freitag wieder hingehe und sobald auch nur der Hauch eines guten Gefühls durchdringt SCHWUPPS gehts los... Geh ich da hin, ich bin krank, ich bin nichts, ein Versager, schakka nein ich brauch das nicht - eine Spirale und ein Kreis der seinesgleichen sucht....

IM KOPF - nicht mehr und nicht weniger und wer außer mir kann das verändern ?

Richtig, nur ich, höchstens mit HILFE aus dem außen, ergo , was hindert Dich daran einen Termin zu machen ? Was geht in Dir vor das Du denkst du "brauchst" keinen oder willst keinen ?

Rein analytisch betrachtet stimme ich Andrê absolut zu und gerade was das vertrauen in dich selbst betrifft denke ich das du da genauer hinschauen solltest sagte ich doch grade vor ein zwei Tagen zu meiner Frau,... Ist ja schön das DU mir vertraust, ICH vertraue mir SELBST nicht ... Daraus ergibt sich das ich wieder alles "abgebe" was mir möglich ist um keine Scheisse zu bauen und DAS ist ebend meine Baustelle, dieses Manifest in meinem Kopf und meiner Seele das ich ein schlechter Mensch bin,...
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Re: Mein Weg
#192: 29.04.2025 20:49:50
Danke euch für eure Antworten, genau dies ist der Grund, warum ich dieses Tagebuch führe, ihr lest euch nicht nur meine Posts durch, sondert antwortet ehrlich, mit viel Mühe und eurer ganzen Erfahrung, dass musste ich jetzt vorab schreiben.

Ihr, bzw. vor allem du André hast sowas von Recht, ich habe doch so viel mehr gemacht, als nur abzuwarten, mir Hilfe zu holen und nicht zu spielen. Ich könnte spielen, trotz der Briefe, trotz der finanziellen Lage in den letzten Wochen u. Monaten, ich habe es aber nicht, weil ich an mir gearbeitet habe, die Risiken kenne und achtsam bin. Was haben mich die slotwerbungen früher getriggert, wütend haben Sie mich gemacht. Jetzt ist es mir egal. Ich bekomme regelmäßig E-Mails von Anbietern, obwohl ich dort gesperrt bin, was mache ich? Löschen, ohne einen Gefanken daran zu verschwenden. Tief in meinem Hirn ist eingebrannt, 24h bleibst du spielfrei. Ich kann das, ich schaffe das, jeden Tag aufs Neue. André wie du schreibst, die kleinen Dinge unterlassen, so immens wichtig, und irgendwann sind diese Dinge egal, man kann damit leben. Ich sollte aufhören in der Zukunft zu schweben, sondern die Gegenwart betrachten, ich kann morgens in den Spiegel schauen ohne mich zu verfluchen, dass ist so viel wert, was ich vielleicht in den letzten Wochen ignoriert habe. Die alten Muster sind noch verankert in mir, hab ich doch so viele Jahre so gelebt, jetzt heißt es neue Muster bilden, und auch einfach mal auf sich selber stolz sein, André danke, dein Post gibt mir immens viel Kraft.

Auch dir Medea, möchte ich danke sagen, dafür dass du deine Meinung mit mir/uns teilst. Ob es jetzt diese programmierte Pause ist, oder auch nicht , ich werde dafür sorgen, dass diese Pause nicht mehr aufhört. Ich weiß, es ist nicht leicht, die Seele zu reparieren, schließlich habe ich über Jahre genau diese geschädigt und zerstört. Aber eins kann und werde ich nun: es nie wieder so weit kommen lassen!

Wirbelwind, danke: einfach machen, ich schreibe noch morgen meine Suchberaterin an und frage nach einem Termin, ob ich diesen im Endeffekt brauche oder nicht, egal. Sich auszutauschen kann nie schaden.

Nochmals danke für eure Antworten, habe immens viel Energie dadurch gewonnen. Nehme jeden Ratschlag an um genau den Weg weiter zu gehen, für den ich mich entschieden habe, spielfrei in mein Neues Leben

Liebe Grüsse
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Re: Mein Weg
#193: 30.04.2025 11:05:00
Ich weiß, es ist nicht leicht, die Seele zu reparieren, schließlich habe ich über Jahre genau diese geschädigt und zerstört. Aber eins kann und werde ich nun: es nie wieder so weit kommen lassen!

Ich habs versucht nichts dazu zu schreiben, aber was will ich machen - Ich bin wie ich bin...

Ich finde das sehr intressant zu lesen, oben noch schreibst du was du so positives geschafft hast und gemacht hast oder auch nicht gemacht hast und dann reißt du das mit dem arsch wieder ein, "fühlt sich gut an" nicht alleine so blöd zu sein  ;D

Pass auf Dich auf !  :)
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Re: Mein Weg
#194: 28.05.2025 21:46:23
Guten Abend in die Runde,

heute hab ich Post erhalten, Post vom Insolvenzverwalter. Wie lange habe ich auf diesen Tag hin gefiebert, endlich den Stein ins Rollen zu bringen. Viele Gedanken, Kopfschmerzen und Ungewissheit sollten jetzt der Vergangenheit angehören. Zitternd und total nervös habe ich diesen Brief geöffnet. Jetzt geht es los ist für mich die Botschaft des Briefes. Aber nicht nur die Insolvenz, sondern so viel mehr. Ich muss ehrlich sein, ich habe mich jetzt ausgeruht, ich wusste es kann dich nichts mehr schocken, alles wird seinen Weg gehen. Und nun habe ich mich genug drauf ausgeruht, denn für mich selber gibt’s genau jetzt einiges zu tun.

Das schlimmste für mich ist die Scham, die ich gegenüber meinem Arbeitgeber verspüre, aus dem Grund habe ich um ein Gespräch gebeten, kommende Woche Montag. Ich möchte nicht darauf warten, dass er Post vom Verwalter bekommt, ich möchte im Vorfeld das Gespräch mit ihm führen. Wird vielleicht die ein oder andere schlaflose Nacht bis Montag, aber ich bin bereit dafür.

Außerdem habe ich für Donnerstag einen Termin beim Insolvenzverwalter, um alles weitere zu besprechen. Bin jetzt doch erleichtert, dass nach einem guten halben Jahr jetzt endlich ein Ziel vor Augen ist, nur noch drei - dreieinhalb Jahre zum neuen Leben!!

Doch auch in diesem halben Jahr habe ich viel geschafft: Miete, Strom, Gas und Internet habe ich im Griff, kann wieder monatlich zahlen, ohne irgendwo in Rückstand zu geraten.

Ich merke gerade beim Schreiben, dass sich alles um Geld dreht, es ist auch tatsächlich momentan das einzige was mich belastet, was mir im Hirn schwirrt.

Aber hey, mir geht es gut! Ich werde es lösen, um weiter Schritt für Schritt zu gehen. Spielen ist und war keine Option, und bald bin ich ein Jahr alt. Dank euch, dank mir selber, völlig fokussiert für eine bessere Zukunft.

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend
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