Hallo Timo und herzlich Willkommen im Forum,
es ist natürlich nicht einfach aus diesem Kreislauf zu kommen, im nächsten Casinobesuch ja nur ein kleinerer Bruchteil im Vergleich zu deinen
bisherigen Gesamtverlusten zu riskieren, in der Hoffnung wesentlich mehr zu gewinnen.
Was sich im Ganzen aber eh relativiert, weil es halt nichts zu gewinnen gibt beim Glückspiel für einen path. Spieler.
Es bleibt alles eh nur Spielgeld und jeder Gewinn bringt nur etwas Ruhe, weil halt das Weiterspielen dadurch wieder gesichert ist.
Was dabei alles in deinem Kopf stattfindet weißt du ja selbst.
Dass du diesem Kontrollverlust beim spielen nicht gewachsen bist scheinst du ja selbst zu erkennen...beim Glückspiel bist du machtlos Timo.
Also nun der Blick nach vorne.
Diese Krankheit wirst du event. nie mehr los, was unwichtig ist...weil auch damit kann man sehr gut Leben.
Ich selbst spielte 30 Jahre lang und ja, es gab auch fantastische Gewinne, was aber nur dazu geführt hat mein Ende aus dieser Sucht
ewig zu verlängern.
Du bist nicht unten, sondern nach diesen Jahren endlich mal oben.
Du schreibst darüber und teilst dich mit, erweitere diese Möglichkeit unbedingt.
Z.B. in einer Selbsthilfegruppe in deiner Nähe, dort könntest du auf Augenhöhe dich mit anderen austauschen.
Dadurch entsteht auch neue Motivation, du bist ja nicht alleine damit.
Diese magnetische unbändige Anziehungskraft spielen zu müssen, Gelder aufzubringen, Lügen,
verheimlichen und es wird ja niemals besser in deiner eigenen Sklaverei.
Suche dir auch treue Gefährten, Familie oder gute Freunde und weihe sie ein, dies könnte ein weiterer starker Halt sein.
Blockiere deine Sehnsucht nach dieser Flucht ins neue Spiel.
Und sperre dich aus, aus den Casinos, expl. mit einer Sperrdatei.
Telefonate mit Beratungsstellen sind nur zielführend wenn es zu einer Terminabsprache kommt.
Führe ein Haushaltsbuch über deine Einnahmen und Ausgaben, widme dich in deiner Freizeit einem Hobby.
Du könntest auch deine Finanzen an jemanden abgeben, Zugang zu Konten etc...die dann verwaltet werden ( Finanzmanagement).
Und es gäbe noch viel viel mehr zu tun an hilfreichen Möglichkeiten.
Bist du bereit dazu ?
Es klingt etwas als hättest du aufgegeben und zwar in den positiven Dingen.
Du hast etwas besseres verdient als dieses Drecks Zockerleben, du musst dies erst begreifen und dass alles mit dir fällt oder steigt.
Glaubst du es wird ein furchtbarer Kampf von dieser Sucht loszukommen, "nur" weil dein Suchgedächtnis dich erneut leiten könnte ?
Um von der Spielsucht wegzukommen muss man meist nichts weglassen, sondern oft nur etwas dazu tun.
Vergessene Werte, Emotionen, Verbundenheit oder was auch immer.
Ein "höre auf damit" wäre daher viel zu profan.
Wachse weiter in deinem eigenen Verständnis, versuche dich zu belohnen ..täglich mit dem Nichtspielen.
Ich warte erst einmal ab, was noch kommt von dir.
Liebe Grüße