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Autor Thema: Jürgens Tagebuch

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Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
#150: 30.11.2018 23:38:10
Hallo,

etwas gestern im Chat dazu inspiriert worden , hey Freunde mal was zum schmunzeln.  :)

Wahrheiten.
Wir waren zu Besuch bei der Mutter meines Stiefvaters, keine Lust sie Oma zu nennen.
Die Erwachsenen standen da und schauten den anderen Jungs zu wie sie in einen Haufen voller Heu sprangen.
Also immer die Leiter rauf auf ein Podest und dann 3 Meter nach unten springen....juhuuuu, da bin ich doch gerne dabei.
Also wie die Rabauken sprangen wir in Formation, schön ein Kind zu sein.
Logisch man könnte sich ja schon verletzen dabei, also mahnten die besorgten Eltern uns ja schon.
"Hey, wenn Euch was passiert seit Ihr aber selber Schuld" "Springt doch nicht so knapp aneinander vorbei"
Doch eigentlich freuten sie sich sehr und erinnerten sich wohl an ihre Kindheit.

Und ja.ich sprang mal wieder.... herrlich. :)
Landete Butterweich und bin kaum aufgestanden, das schlug er mir mit seiner Faust ins Gesicht.
An einer Wand glitt ich zu Boden, da saß ich nun in meinem Blut.
Offene Lippen und meine Nase blutete, es machte mir sehr weh.
Wie im Nebel hörte ich Ihn nur schreien, " Alle haben es doch gesagt, Ihr sollt aufpassen"

Ich konnte nicht aufstehen und wollte es doch unbedingt, um mich zu verstecken.
Alle starten mich nur an, wenn ein wehrloses Kind am Boden liegt und einen ausgeschlagenen Zahn hütet, wie einen Schatz in seiner Hand.
Dann redet und lacht keiner mehr.

Wie auch immer ich dort entkam, ich lief zu seinem Auto um zu warten.
Meine Fresse habe ich geweint, nicht vor Schmerz, sondern Angst.
So wusste ich doch dass der Tanz erst noch beginnt.

Jürgen bekommt halt schnell Nasenbluten und der Zahn wackelte doch eh schon lange.
Er hat halt nicht gehört , hoffentlich lernt er daraus.
Bei der Ankunft zu Hause und es war eine Fahrt mit einem Dämon am Lenkrad, war meine Mutter von seinen Erzählungen schnell überzeugt.

Solche Erlebnisse hätte ich noch "einige", ich erspar sie uns allen.

Damals so da zu liegen und alle Augen auf mich gerichtet, was habe ich mich geschämt, unvorstellbar.
Geschämt so einen "Vertrauten" zu haben.
Genau so ergeht es mir jetzt, Ihr werdet es lesen.
Und was auch gedacht oder eventuell geschrieben wird, es wird nie weggehen.

Einige hier kennen mich ja etwas und meine Vorliebe, so etwas mit Genuss zu zelebrieren.
Keinen Bock mehr.

Ist schon lange her, damals als es schön war, ein Kind zu sein.

Liebe Grüße     
         
 
         
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Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
#151: 09.12.2018 22:45:54
Hallo,

Prügel hin oder her, suchende Geborgenheit, Scham oder Schüttelfrost im Hirn.
Tausend Gründe um zu leben und nur einen zu sterben.
1000 :1   :)

Weiter geht es, spielfrei und motiviert.
Denken in Passionen sollten vermieden werden, als Spieler hat man auch gelernt mit Niederlagen umzugehen.
Einfach wieder aufs Neue sein Glück zu versuchen.
Im pathologischen Spielen der Untergang, im wahren Leben das Vermeiden jenes.

Schmalzbrotbeitrag, kein Nouvelle Cuisine , dennoch sättigend.

Liebe Grüße am zweiten Advent.   


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Re: Jürgens Tagebuch
#152: 10.12.2018 06:12:29
Zitat
Weiter geht es, spielfrei und motiviert.

Na da kann Weihnachten ja kommen!

Heute schon Schnee geschippt!??  8)
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Sag "JA" zum Leben!
 

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Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
#153: 10.12.2018 21:04:25
Hallo,

gefühlt ist heute der schlimmste Tag meines Lebens.
Einen Fuck auf schlimmere Tage der Vergangenheit.

Wechselbäder waren die letzten Tage enorm, ich bin irre.
Keine Kontrolle mehr meiner Gedanken, hier kann ich ja alles schreiben.
Man kennt mich nur halbwegs und dennoch wird es gelesen.
Die Spielsucht hat wohl doch einen größeren Schaden angerichtet.
Meinen Müll könnte ich ja überall schreiben, doch ich mache es hier.
Mein Leben ist doch eng mit meiner 30 jährigen Spielervergangenheit verbunden.

Dies verstärkt nun umso mehr depressive Phasen.
Total blockiert, nehme keine Termine mehr war, sage sie nicht einmal ab.
Versetze Freunde jeden Tag, ein stiller Amoklauf .

Eigentlich genau so wie in meiner aktiven Zeit, alles gleich.

10.12.2018

 

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Re: Jürgens Tagebuch
#154: 11.12.2018 01:00:27
Jackson!

.... erinnere Dich!!!

Bleib jetzt mal stehen und halte fest, was Dich sichern könnte!

Wir sind da!

MiLu
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.....continued.....
 

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Re: Jürgens Tagebuch
#155: 11.12.2018 06:26:43
Jacky, mein Freund!

Ich hoffe für dich, dass der heutige ein wieder ein wenig besser wird als der Gestrige. Lass dich nicht treiben, du weißt was gut für dich ist, was halt gibt!

aT
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Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
#156: 11.12.2018 22:50:32
Hallo,

ein Rezept zum backen.

Zutaten:
Wasser
Stroh
Honig
Maßlosigkeit
Arroganz
Sturheit
Narzismus
Selbstmitleid
Mitgefühl
Labilität
und Schwachsinn

Zubereitung:
Alles zu gleichen Anteilen gut verrühren und in eine menschliche Form geben.
Das ganze nun 52 Jahre in eine dunkle Kammer stellen.
Zwischendurch immer mal wieder mit Honig beträufeln.
Nach dieser Reifezeit vorsichtig aus der Form nehmen und lesen was er so schreibt.  :)

 

   
 
   
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Blume

Re: Jürgens Tagebuch
#157: 12.12.2018 17:34:09
Lieber Jacky,

soll ich dir was verraten???

Ich mag dich sooooooooo gern ♥️

Liebe Grüße

Blume 💮
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Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
#158: 13.12.2018 00:19:43
Lieber Jacky,

soll ich dir was verraten???

Ich mag dich sooooooooo gern ♥️

Weil Du auch immer auf die "Gleichen" reinfällst.  :)
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Blume

Re: Jürgens Tagebuch
#159: 13.12.2018 05:08:22
Hahaha, du bleibst die Ausnahme ;)

 :-*
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Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
#160: 28.12.2018 00:02:34
Hallo,

....27 Stufen.

Die Spielfreiheit gewinnt immer mehr an Normalität, eigentlich nichts was irgendwie triggern könnte.
Die Karten, Walzen, Würfel oder was weiß ich sind schon lange nicht mehr ein anziehender Pol.
Das Spiel selbst, mit seinen ganzen anziehenden Eigenschaften liegt fern.

Die Sehnsucht sich dahinter zu verbergen, um vor schwierigen Dingen zu flüchten nicht spürbar.
Da habe ich mir schon andere Kuriositäten zurecht gelegt.
Eines davon ist es hier zu schreiben.

Meine Fresse, dieses Tagebuch dreht sich auch nur im Kreis.
Aber vielleicht gar nicht schlecht so, denn man muss sich entscheiden.
Auch klar, dass sich dann Standpunkte / Eckpfeiler immer wieder wiederholen.

Genau so wie damals, als ich fast täglich diese 27 Stufen hoch gerannt bin.
Und runter meist geschlichen.

Unten ist man sicher.

Liebe Grüße
     
     
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Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
#161: 18.02.2019 23:24:11
Hallo,

auch wieder einmal hier schreiben.

Irgendwann gibt man auch auf, an sich zu arbeiten und in sich weiterzukommen...wo denn auch noch hin?
Diesen goldenen Schnitt zu erreichen, ausgeglichen und in Zufriedenheit zu verweilen.
Nicht immer nur im gekreuzten Donner und Blitzschlag hin und her gerissen zu werden.
Sich durch einen Dschungel von verwirrenden Assoziationen zu mühen, der ja  (aus Erfahrung) eh nie endet.
Um letztendlich auf einem Bänkchen, in einem ruhigen Park mit zwitschernden Vögelchen zu verweilen.
Zurückblickend auf ein Leben mit unglaublichen Höhen, in den Tiefen des Erlebten.

Soweit bin ich aber noch nicht.  :)

Ich sollte es einfach einmal ausprobieren, diese Ruhe auch anzunehmen.
Alles Gut sein und mich führen lassen, im Lauf der Dinge.
Akzeptanz vor einem selbst, gelassen damit Umzugehen.

Soweit bin ich aber erst recht nicht.  :)

So gesehen alles beim Alten......und natürlich spielfrei.
Und dies sehe ich schon als erstaunlich an, es könnte mir eigentlich wurscht sein.
Ist es aber nicht und nun frage ich mich warum ?
Mal diese tragenden Hauptkomponenten, die mein näheres Umfeld betreffen (Familie,Freunde usw.)  ganz egoistisch ausgeschlossen und wirklich nur auf mich selbst bezogen...
Ich habe mehr Zeit, ja einfach nur mehr Zeit.
Lebenszeit die ich mir nicht mehr stehle, diesen einst schirr niemals endenden Alptraum im Gewirr von Karten, Symbolen, Wettscheinen....
Und darin immer tiefer zu sinken im eigenen Wohlergehen, 40 tausend mal enttäuscht zu sein, lebend sterben.
In Konzentrationslagern des Glückes und nur einer Sonne zu frönen...die niemals wärmt.
Ein Spieler schleicht nur durch sein Leben, in Windeseile.
Nun gut.

So führe ich nun weiterhin mein Leben und schon irgendwie gefühlt,als würde ich verweilen auf auf einem Bänkchen in einem Park.
Inmitten von gekreuzten Blitz- und Donnerhagel.
Sie können mir nicht mehr schaden, denn nun habe ich auch die Zeit... es zu erleben.

In diesem Sinne, nichts wirklich neues zu berichten.

Liebe Grüße 
                 

 

 
   

       
   
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Re: Jürgens Tagebuch
#162: 19.02.2019 08:49:47
In diesem Sinne, nichts wirklich neues zu berichten.

Aus meiner Sicht Stillstand seit mind. 1 Jahr

Und zwar in der Deutung: "nicht vorankommen", "nicht bewegen", "stehen bleiben", .. "gelähmt sein" ...

Ja ich war schon immer fies, aber manch einer schätzt auch ab und an meine Sichtweisen.
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Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
#163: 19.02.2019 13:38:46
..... aber manch einer schätzt auch ab und an meine Sichtweisen.

So gehöre auch ich zu Deinen größten Fans...ab und an.  :)

Es geht immer irgendwie weiter, neue Türen die sich öffnen.
Und dann sitzte da im Schein der offenen Möglichkeiten.
Im Grunde nur eine Frage, Motivation!

Über die Jahre entwickelt jeder für sich selbst, diese Motivation auch zu finden.
Doch sie stets zu halten ist im Grunde nicht möglich.
Dieser schwere Karen hinter sich bremst nicht nur, sondern droht auch oft zurück zu rollen.
Den kann man nicht einfach so abhängen, man sitzt doch mitten drin und zieht sich selbst.
Die eigentliche Last ist man dadurch selbst, Bremse und Antrieb zugleich.

Ein kleiner Funke Motivation ist leicht zu bekommen, er reicht doch meistens nicht einmal um kurz zu rasten.
Gerade gut genug für gute Vorsätze und einen Hauch von Erkenntnis.
Wir kennen das ja, erleben es oft hier im Forum.

Der eingespannte Esel braucht also ein Leckerli.
Und ich freue mich wirklich, auch wieder eines von Dir bekommen zu haben.
Mehr als nur ein Hauch von Erkenntnis.....
Der Esel wandert nun weiter, egal wie schwer der Karen auch sein sollte.
Weil das eigentliche Gewicht dabei, bin ich ja nur selbst.

Sich bewegen, nicht stehen bleiben und raus aus der Lähmung.

Liebe Grüße 



           
 
   
 
 
 


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« Letzte Änderung: 19.02.2019 21:31:47 von Jacky1 »
 

Re: Jürgens Tagebuch
#164: 11.12.2019 00:07:49
Hallo,

das letzte Kapitel.

Kennt Ihr jenes Gefühl, wenn man früher gespielt hat und nichts gewonnen, aber dennoch zufrieden?
Gesättigt an zwischenzeitlichen Gewinnen und an Glückshormonen immer noch labend. 
Jene sollten doch eigentlich schon versiegt sein, denn die Taschen waren am Ende des Tages ja leer.

Paradox, doch das Erkennen der Realität brauchte halt einige Minuten...einige tausend.
Doch was interessierte mich die Realität, solange ich mich dadurch nicht schlecht fühlte.
Aber Realitäten waren es ja gerade, die mich in jene schlimme Gefühlslage brachten.
Kein Wunder sich dann doch lieber, immer wieder in eine Traumwelt zu stürzen.

Ein "Postum Tagebuch" macht ja auch nicht wirklich Sinn.  :)

Heute:
Im Grunde habe ich mich kaum verändert, Realitäten nehme ich nun sicherlich wahr...nicht nur meine Eigenen.
Dies ist mir ein großer Vorteil geworden, Traumwelten haben dadurch keine Macht mehr.
Träume sollten nicht an ein Wunder gebunden sein, dann wären sie auch kein Zufluchtsort.
Und egal welch schlimme Tage noch so kommen sollten, wenn alles einstürzen sollte über mir.
Riesige Felsbrocken auf mich fallen, werde ich nicht wieder anfangen zu träumen...sondern die Show einfach nur genießen.

"Es gelingt mir einfach nicht mehr, mich als einen Aussenseiter zu schreiben"  :)
Und diese Tatsache freut mich wirklich.
So war es doch nie ein Traum und doch irgendwo ein Wunder....nur weil man glaubt leichten Schrittes zu laufen.
Kann es dennoch bergauf gehen.
Bis ganz nach oben, auf den Berg ohne Gipfel.

Liebe Grüße

 


 
   
 

 

 



 
           

 






   
 
 
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