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Autor Thema: Jürgens Tagebuch

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Re: Jürgens Tagebuch
#255: 27.08.2023 22:15:18
Hallo,

wenn ich über solche Dinge schreibe ist es auch irgendwo ein Hilferuf nach Erleichterung.
Etwas was mir hier auch leichter fällt, wo ich mich nicht fühle als würde ich Schwäche zeigen.
Ich kann es einfach berichten aus dem nichts ohne zu empfinden oder zu hinterfragen ob es richtig war oder nicht.
 

André, Fred, a.T., Medea, JJ , Taro ....     
...und jeder von euch hat mir privat geantwortet.
Möchte es halt schreiben und jedem nochmal aufzeigen..... das ist schon sehr sehr gut.

Liebe Grüße 
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Re: Jürgens Tagebuch
#256: 02.10.2023 20:39:02
Hallo,

mein Leben ist und war schon immer eine Achterbahnfahrt und wenn ich diese nicht selbst steuere, macht es halt jemand anders.
Es wird mir immer noch ab und zu schwindelig, doch erbrechen muss ich schon lange nicht mehr daran.
Aber es wäre echt mal schön es würde aufhören eines Tages.
Doch es ist mir bewusst ...wird es nie!   
Wahrscheinlich kann ich mit etwas anderem auch gar nicht umgehen.

So nehme ich es schon gelassen, während ich dauernd wieder einmal durch einen Looping rase.
Mehr geht einfach nicht, ich kann nicht zufriedener sein solange nahe Menschen aus meinem Umfeld es nicht sind.
Ich fühle mich immer kurz davor aufhören zu rauchen....auch leider eine Endlosschleife geworden.
Rauchend auf der Achterbahn ...

Liebe Grüße       

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Re: Jürgens Tagebuch
#257: 20.12.2023 19:48:04
Hallo,

auch wieder mein letzter Tagebucheintrag für 2023.

Viel gearbeitet die letzte Zeit und es ist jetzt schon völlig ungewohnt dass nun so viele freie Tage auf mich zukommen.
Gefühlt muss ich es erst wohl wieder erlenen.
Dann trage ich mal meinen Urlaub hier ein:  :)
02.01 - 05.01 Skifahren in den Alpen.
06.01 - 20.01 Irgendwo in Afrika.

Diesen Urlaub verbringe ich ohne Uhr, aber mit viel Zeit.
Danach endlich wieder arbeiten, juhu  :)

Liebe Grüße
 


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medea888

Re: Jürgens Tagebuch
#258: 21.12.2023 08:26:35
Hallo Jacky,

ich war gerade 14 Tage in Urlaub, war nicht einfach... Aber du schaffst das. Ganz viel Spaß
LG Medea
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Re: Jürgens Tagebuch
#259: 08.01.2024 11:57:36
Moin Jacky,

wie Medea komme ich auch aus einem 14 tägigen Urlaub - da gibt es tatsächlich schlimmeres...  ;)

Grüße nach Ägypten (oder sonstwo in Afrika),

aT
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Re: Jürgens Tagebuch
#260: 22.01.2024 21:44:38
Hallo,

danke Medea und aT, nun gehöre ich auch wieder zum Urlaubsklub.
Ein wenig glaube ich auch ihn verdient zu haben und endlich, endlich konnte ich loslassen von meinem Arbeitsalltag.
Der ist aber nun wieder da.  :)
An Baustellen in Ägypten konnte ich aber auch nicht so einfach dran vorbei gehen, aber nach verzweifeltem Kopfschütteln
machte ich halt auch was die Arbeiter dort machten...nämlich gar nix.  :)

Es ist ein schönes Gefühl wieder daheim zu sein, dies war ja nicht immer so.
Und ich fühle mich etwas angekommen...in meinem Leben.
Es ist wieder etwas mehr greifbarer geworden, eigentlich jeden Tag.
Der Mittelpunkt meines Lebens sind Familie und Freunde und niemals möchte ich davon Urlaub machen...egal wo in der Welt.
...immer dabei.

Liebe Grüße
   

     
     
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Re: Jürgens Tagebuch
#261: 24.01.2024 13:21:36
Moin André,

Bist Du Dir sicher das Du in Ägypten warst ? Für mich hört sich das eher nach unserer A1 oder A7 an. Hm oder alle anderen Bundes, Landstraßen.(Kleiner Spaß)

Kaum zu glauben  :), doch im Vergleich zu unserem Land ist es dort in vielen Bereichen recht schwammiger.
Wer außerhalb der touristischen Betreuung einmal umherirrt, begegnet unzähligen Besonderheiten.
Korruption, keine soziale Absicherung, kostenpflichtige Schulen, kaum legales Glücksspiel und total überteuerte Preise für
importierte Schrottwagen aus den 80ern.
Ein Volk am Tropf der Devisen des Tourismus.
Dies ist aber dann auch für den Urlauber stark spürbar, dennoch ein großartiges Land wenn man sich darauf einlassen kann über den
Urlaubsrand hinaus.
Gefühlt oft noch wie eine Autokratie, gerade in engeren Kreisen der Bevölkerung.
Geprägt durch Religion die sich zwar sehr offen präsentiert für Gäste, doch spürbar nicht dazu zu gehören.
Sei es Kopten, Juden oder Muslime.
In meinem inneren empfinde ich es etwas als ein Volk dass gezwungen ist, ein wenig falsches Zeugnis abzugeben.
Um Touristen dazu zu bringen Gelder zu geben, sonst haben sie nämlich gar nichts.

Erst wenn etwas Vertrauen entsteht und man auf freundschaftlichem Wege etwas verbunden, dann lösen sich aber auch Grenzen.
Ein Schritt den jeder unbedingt einmal gehen sollte, in einem Urlaub dort um etwas mehr zu erfahren von jenen Menschen.
Zu lesen darüber gibt es einiges im Netz, auf Reiseführern die mehr warnen als Verständnis aufzubringen.
Als Fazit also:
Ich fühle mich in Ägypten wohler als hier, was aber dem Urlaub ja geschuldet wäre.  :)
Den meisten heutigen Ägyptern interessieren die Pharaonen einen Scheißdreck.  :)
Wenn ich alleine dort unterwegs war gab es bei Kontrollen des Militärs immer ein freiwilliges Trinkgeld.  :)   
Straßenarbeiten wie bei uns auf der A1 / A7 gehen dort Jahre.  :) 
Ich kenne kein anderes Urlaubsland wo man jene Vorzüge hat wie dort, Kultur, Sonne, Meer und kein allzu langer Flug.

Grüß Dich   
             

                 
       
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Re: Jürgens Tagebuch
#262: 13.03.2024 22:00:50
Hallo,

alles soweit in einem grünen Bereich, je nach Aktualität und Tagesform.
Immer viel zu tun, sei es beruflich oder in meiner Freizeit. Nur so dasitzen und Sterne beobachten war eh noch nie so meins.
Mache ich wohl irgendwann in meiner Zukunft, wenn Kraft und Geist kaum noch anderes zulassen.
Antworten in meinem Leben muss ich kaum noch suchen, entweder kommen sie eh von selbst ohne sie erfragt zu haben oder
KI findet es für mich heraus.   :)   

Eigentlich kann jeder Hilfe suchende auch über KI anfragen und bekommt ziemlich die gleichen Antworten wie wir sie hier auch manchmal untereinander geben.
Antworten die im Grunde offen auf der Hand liegen und dort ja leider auch meist bleiben.
Worte die oberflächlich eine reine Logistik beschreiben, wie eine "to do Liste"- Erkennen, Annehmen, Umsetzen.
Für einen humanoiden Roboter von Fourier Intelligence sicherlich kein allzu großes Problem.
Für uns "pathologische Menschen" ein enormer Willensakt.

Selbstverantwortung, ein Begriff von dem ich erst vor einigen Jahren so richtig erfahren habe.
Ich mag ihn sehr und es ist nicht immer leicht es soweit auch zu akzeptieren, was es bedeutet.
Gegensätzliche Emotionen und Werte verhindern dies ja schon oft bevor, eine Verantwortung getragen werden soll.
Psychisches Ungleichgewicht oder manipulierendes von außen benebeln jegliches Bestreben etwas "richtig" zu machen.
Ein Erkrankter kann oft keiner Selbstverantwortung gerecht werden , wenn er sie dennoch auch ertragen muss.
Es wäre eine Illusion zu glauben, keine Verantwortung zu haben.
Spätestens wenn sie von anderer Seite zugesprochen wird, ist sie auch spürbar.

Wie auch immer..... es macht mir Freude meine selbst zu tragen, dafür gerade zu stehen und behutsam damit umzugehen.
Soweit mir dies überhaupt möglich. 

Liebe Grüße   
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« Letzte Änderung: 13.03.2024 23:44:08 von Jacky1 »
 
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Re: Jürgens Tagebuch
#263: 14.03.2024 08:34:33
Hallo Olli,

Eine KI kann Daten abfragen und aus Wahrscheinlichkeiten dann Rückschlüsse ziehen. Doch wenn es um das persönliche Miteinander geht ... Einfühlungsvermögen ... Verstanden werden ... da sagt die KI KI (kein Interesse)!

Darum ja auch mein Vergleich zu einem humanoiden Roboter, der ja beides nicht beachten kann/muss.
Zumal ein pathologischer Spieler dies zuweilen ja selbst simuliert, wo gerade Einfühlungsvermögen oder verstanden werden maßgeblich wäre.
Im Ergebnis bleiben eh nur klare zählbare Fakten, wo Rückschlüsse aber sicherlich in der Humanität zu finden wären.

Liebe Grüße   
   
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Re: Jürgens Tagebuch
#264: 25.04.2024 22:06:25
Hallo,

die letzten 182 Tage habe ich auch geraucht, im Vergleich zu vorher allerdings erheblich weniger.
Quasi feste Zeiten dafür eingeführt, die letzten 2 Wochen dies noch weiterhin eingeschränkt.
Öfters "nur" 3 Zigaretten am Tag, dies ist nicht so schlecht für jemanden mit einer rabenschwarzen Teerlunge.
Es gab auch einige Tage an denen ich nicht geraucht habe, liegt aber schon einige Wochen zurück.
Ich bin ein Raucher auf dem Wege in die Rauchfreiheit, es wird langsam mal Zeit.
Es war immer ein Teil von mir.

So bin ich auch zu unrecht in der Nichtrauchertabelle, auch wenn mir dies geholfen hat es soweit einzuschränken.
Es werden nicht mehr viele Zigaretten werden.
Und weniger zu rauchen ist eigentlich eine größere Qual, ein Nichtraucher zu sein der gelegentlich raucht ein Scheißdreck.

Rauchen macht mich nur krank.

Liebe Grüße 
 
 
       
   
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Re: Jürgens Tagebuch
#265: 27.04.2024 09:53:31
Hallo Don,

WAS genau denkst oder fühlst Du bei diesem Satz ? DAS würde mich sehr intressieren

Das Rauchen ist ein Zwang für mich, es gehörte so sehr zu meinem Alltag.
Immer Zigaretten dabei, wie der Hausschlüssel oder meine Brieftasche.
Nun möchte ich aufhören mit dem rauchen und siehe da, der gleiche Zwang ...nur halt anders rum.
Weniger zu rauchen tut mir sicherlich gut, gar nicht zu rauchen natürlich umso mehr.
Nun zieht es mich zur Zigarette und ich finde mich in der Situation wieder dagegen anzukämpfen.
Wo ist auch der Sinn darin mit etwas aufzuhören was man eigentlich irgendwo möchte, würde es mir nicht schaden würde ich hundert am Tag rauchen.
Es fehlt wohl schon noch an Motivation und alles was ich darüber schreibe erinnert nur an unser Spiel - Verhalten von früher.
Als Nichtraucher wäre ich kein besserer Mensch oder freundlicher ...oder sonst etwas.
Alle sind ja auch so zufrieden, ausgenommen mit der qualmenden Tötung meiner selbst zu leben.

Ich muss begreifen dass es nicht nur um mich geht, sondern einige damit gefährde, die sich auf mich verlassen auch so lange es geht da zu sein.
Sitze gerade im Garten und rauche sogar eine beim schreiben...wow ich Versager.

Ich sehe gerade dein Bildchen, Gesicht zeigen eh ein gutes Motto.
Auch schön zu sehen wem man eigentlich schreibt....Hut ab Don. 

Grüß dich
 
 

 
   
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Re: Jürgens Tagebuch
#266: 27.04.2024 10:17:03
die letzten 182 Tage habe ich auch geraucht, im Vergleich zu vorher allerdings erheblich weniger.

Echt jetzt ?
Auch wenn ich Anfangs wusste, dass du mal einen "Ausrutscher" hattest, war mir der Umfang nicht bewusst.
Mir würde sich ja beim täglichen Lesen der Nichtraucher-Tabelle der Hals umdrehen ...

Ich formuliere das mal etwas spitz:
Du hast uns alle und dich selbst weitere 6 Monate deines Lebens beschissen

Da fragt man sich automatisch nach der Verlässlichkeit des "Spielfrei" Eintrags.

Spielfrei
NameAbstinent seitTage
________________________________________
Jacky 15.08.20162812

Rauchfrei
NameNichraucher seitTage
________________________________________
Jacky1 26.10.2023184

Erst hab ich überlegt, ob ich "sauer" bin, dann ob ich sauer sein sollte ...
Da war so ein Anflug von Enttäuschung ... war aber schnell weg ...

Ehrlich gesagt sind unsere Zockerhirne einfach kaputt.
Du musst nur Sorge tragen, dass dieser Selbstbetrug nicht in andere Bahnen schlägt.

Die Brücke dorthin ist schmal ...
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Re: Jürgens Tagebuch
#267: 27.04.2024 11:19:18
Hallo Fred,

Echt jetzt ?

Da habe ich es wohl versäumt intensiver zu berichten wie ich mit dem Tabakkonsum umgehe.
Es gab schon einige rauchfreie Tage und ich dachte gezeigt zu haben dass ich schon "öfters" auch rauche.
Nun stehe ich ja nicht deswegen vor einem Tribunal und müsste meine Glaubfähigkeit erneut bezeugen.
Auch stellte ich  das Rauchen nicht auf eine Stufe mit dem Spielen ...da existiert auch keine Brücke für mich.
Allerdings, wenn das Spielen "nur" ein Symptom ist für einen Süchtigen ist, dann natürlich auch das Rauchen.

Ich nehme einerseits mein Verhalten mit dem gelegentlichen Rauchen nicht so ernst, zumindest im direkten Vergleich zu anderen Dingen die in mir schlummern. Aber sicherlich im Wissen auch hier in einer psychischen Spirale zu sein.

Und nochmals zu einem fiktiven Tribunal, dort würde ich sicherlich sagen "ich erinnere mich an nichts".
Hier muss ich es ja bei weitem nicht und erinnere mich an alles.
Und machen wir uns nichts vor, jeglicher Eintrag in den Tabellen ist nicht bindend ( ausgenommen der anhängenden Details).
Es unterliegt jedem selbst wie er damit umgeht und auch jedem was er davon hält.
Automatismen zwischen den Tabellen sehe ich für mich selbst keine.
Vielleicht ein Fehler ...möglich!

Grüß dich         
 

   



   
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Re: Jürgens Tagebuch
#268: 06.06.2024 22:14:19
Hallo,

möglich, wenn es den Spielerschutz schon früher gegeben hätte.....
in Spielos nur an einem Automaten und max. 60 € Verlust in einer Std. , leichter Zugang zu Selbstsperren usw.
Eine ähnliche Regulierung in Online Casinos mit Lizenz in der BRD.
Wäre mir event. einiges erspart geblieben....

Es hätte wohl dazu geführt meine Spielaktivitäten noch mehr in Spielbanken, Pokerclubs oder online in Casinos ohne jene Lizenz zu verlagern.
Für mich gefühlt war es in Spielhallen das Schlimmste an verlorener Zeit und Geld ohne eine Chance längerfristig etwas gewinnen zu können.
Die Hosentaschen voller Münzen ...mehr ist kaum drin.
Dafür ein Leben zu ruinieren und ich war wirklich sehr oft dort, zeigt mein einstiges stupides Suchtverhalten im Ganzen.
Keine Frage in Spielbanken usw kaum minder, größere Verluste, größere Einsätze und eine zumindest begründete Illusion einen sehr
großen Gewinn zu machen.....einen Anhänger voll Münzen halt...............
bla bla bla von vor 8 Jahren...keine Sorge

Das ist doch alles der letzte Müll, oberflächlich und Scheißegal wo und wie........Casino oder beim Imbiss um die Ecke.
Meine Spielsucht kann ich nur über mich selbst definieren!!!!   
Dabei hilft keine Glücksspielverordnung, kein Limit und kein Sperrsystem der Welt.
Alles gut, sehr sinnvoll und ok, ich selbst nutze auch Oasis..warum auch nicht.

Ich habe mich einfach nur gefunden, konnte erkennen und endlich wieder deutlich sehen.
Dies geschah nicht von alleine, es war ein langer Prozess mit vielen Gesprächen.
Nun bin ich von mir aus kein besserer Mensch dadurch, aber es ist deutlich mehr als nur der gleiche Idiot wie früher, nur halt spielfrei.
Einstellungssache, ein anderes Verhältnis zu meinen Werten und keine Flucht mehr in ein zerstörendes Trauma.
Vertrauen zu schätzen und es sehr gerne zu pflegen, kein verschlossenes Grab mehr und Menschen eine Freude zu bereiten die es zweifellos auch verdienten.
Kein aktiver Spielsüchtiger mehr!

"Der Süchtige raubt sich seine Freiheit selbst."
Zitat:  Gerhard Uhlenbruck

Da draußen in der Welt lebt er diese Gefangenschaft "nur" aus.
Alles steigt und fällt mit mir selbst, auch wenn ich niemals so stark sein kann einiges zu ertragen.
Ich mache es dann dennoch!

Naja, mal eine kleine Auffrischung hier in meinem Tagebuch, kaum der Rede wert.  :)

Liebe Grüße     
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Re: Jürgens Tagebuch
#269: 20.09.2024 23:58:33
Hallo,

"unsere" Angehörigen eh meist im Vordergrund der ganzen eingebrachten Mühe nicht mehr zu spielen.
Da scheint einem nichts wirklich aufzuhalten beim ewigen Zocken, bis es eines Tages ans Eingemachte geht.
Die Gefahr einen Menschen an seiner Seite zu verlieren, den heimischen Erholungsort, Zweisamkeit oder auch nur die bequeme
Komfortzone.
Dahinter verbirgt sich auch eine große Chance, gewiss...nur für wen ?

Dem Partner die Genugtuung zu geben, für sie/ihn das Glücksspiel hinter sich zu lassen...als Liebesbeweis ?

Die ganzen schlechten Jahre in all ihren unglaublichen jeweiligen Facetten offen zu bereuen,
Urlaube im Freibad, das schöne Kleid dass sie nie bekam, so oft wartete um dann angelogen zu werden.
Wohlmöglich selbst den Großteil der nötigen Ausgaben tragen musste, macht nun auch keinen Sinn weitere Beispiele zu benennen,
jeder weiß dies selbst für sich am besten.
So oft musste ich von Angehörigen hier im Forum lesen: " Sonst ist er der tollste Partner der Welt"
Nun gut, dann wäre es ja getan mit einer Spielfreiheit und die Zeiten werden besser.
Geld kommt dann wieder rein und die Laune steigt stetig, selbst beim abbezahlen der immensen Schulden.
Wir schaffen das schon.  :)

Der Partner wird umgehend verlassen in lebenslanger Wut, wenn er sich betrunken an Fasching von der verkleideten Hexe einen blasen lässt.
In einem unglaublich schwachen Moment am Rande der Zurechnungsfähigkeit, fatale 3 Minuten.     
Aber wenn er Jahrelang lügt und alles dafür tut dass die Beziehung wissentlich zu Grunde geht.... zerstört und alles missbraucht was
eine Gemeinsamkeit doch stärken sollte...im gern erwähnten Freibrief der Erkrankung ?
So ist das eben in einem Wertesystem wo Vertrauen eine reine Herzenssache bedeutet.
Auch egoistisch an etwas zu glauben was man bräuchte, wo die Liebe zu einem Spieler sich bislang nur aus Mangel an Informationen
ernährte. 

Und ich darf dies alles in Frage stellen Freunde, ich bin ein pathologischer Spieler mit Familie,
Am Tage wo der bis dahin unwissende Partner alles erfährt, wird erwartet es zu verkraften und zeitgleich weiterhin in eine gemeinsame Zukunft zu gehen, wo dann Misstrauen und Enttäuschung sicherlich zur Sprache kommen, aber auszuhalten gilt.

Fred hat ja kurz darüber geschrieben, ich glaube ihm auch das.
Darf ihn ein wenig kennen und weiß auch was er alles dafür getan hat.
Ich weiß nicht ob ich ohne Familie spielfrei geworden wäre, aber mit Familie war ich ja auch spielsüchtig.
Aufgehört ( wenn man es so nennen kann) habe ich nicht wegen ihnen.
Sondern wegen mir, weil ich nicht mehr so sein wollte für sie!

Liebe Grüße

...bis die Hexe kommt.  :)
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Folgende Mitglieder bedankten sich: Wirbelwind, Stella

 
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