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Autor Thema: Hallo ich bin neu

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J
Hallo ich bin neu
OP: 06.10.2023 17:33:17
Hallo liebe Forumsmitglieder,

Mein Name ist Johannes, ich bin 40 Jahre alt und ich bin hier, um meine Geschichte zu erzählen. Seit längerer Zeit spiele ich Glücksspiele, anfangs nur ab und zu zum Spaß. Dies fing bereits in meiner Jugend an und hat sich über die Jahre hinweg verstärkt.

Ich erinnere mich noch daran, wie alles mit einem harmlosen Pokerspiel begann. Es war ein tolles Gefühl, zu gewinnen und ich genoss die Spannung und die Ungewissheit. Anfangs spielte ich nur online, aber dann fing ich an, auch an echten Tischen in Casinos zu spielen.

Ich hatte anfangs einen guten Lauf und konnte nur schwerlich die Freude darüber verbergen. Jedoch bemerkte ich im Laufe der Zeit, dass ich immer mehr und länger spielte und dass ich immer mehr Geld einsetzte. In kurzer Zeit verlor ich den Überblick über meine Einsätze und meine Ausgaben.

Jetzt sehe ich, wie problematisch meine Situation ist: Ich habe massive Schulden, verheimliche meine Spielsucht vor meiner Familie und habe meine Arbeit und mein Privatleben vernachlässigt. Mein Alltag dreht sich nur noch ums Spielen und die Hoffnung, mich mit einem großen Gewinn retten zu können.

Leider musste ich auf die harte Tour lernen, dass es keinen sicheren Gewinn beim Glücksspiel gibt. Und so muss ich nun meiner Realität ins Auge sehen: Ich habe ein enormes Problem und ich brauche dringend Hilfe.

Woher ich weiß, dass ich Hilfe brauche? Weil ich in meinen eigenen vier Wänden sitze, umgeben von Mahnungen und Rechnungen, während ich immer wieder daran denke, wie ich meine nächste Wette gewinnen könnte, statt eine Lösung für mein Problem zu suchen.

Ich habe meinen Eltern und engen Freunden bereits von meiner Spielsucht erzählt und auch wenn es ein schwieriges Gespräch war, war ihre Unterstützung unbezahlbar. Jetzt möchte ich professionelle Hilfe suchen und meinen Weg aus der Spielsucht finden.

Ich hoffe, dass dieses Forum mir dabei helfen kann und freue mich darauf, eure Erfahrungen und Geschichten zu hören.

Vielen Dank und bis bald.

Johannes
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Re: Hallo ich bin neu
#1: 06.10.2023 19:51:15
Hallo Johannes und herzlich Willkommen im Forum,

Mahnungen und unbezahlte Rechnungen , da ist es halt am ehesten spürbar.
Der momentane Kassensturz eines Spielerlebens.
Dieser ganze Prozess mit all seinen Wiederholungen, Geld und Zeit zu verlieren und nicht von der Stelle zu kommen, sogar oft am Rande
wo es kaum noch weiter geht.....dies alles macht auch sehr viel mit dir selbst.
Flucht in eine armselige Hoffnung wo man ja eh einen event. Gewinn wieder verspielt.

Da ist es doch ein sehr guter Gedanke dich an helfende Hände zu wenden.
Du hast mit deinen Eltern/Freunden darüber gesprochen, ging es dabei auch um eine finanzielle Unterstützung für dich ?
Wie auch immer, dich mitzuteilen und das nahe stehende Menschen endlich einmal etwas wichtiges von dir erfahren,
nimmt dir nicht nur etwas der Last sondern du hast auch nun vertraute Ansprechpartner. 

Es ist schön dich nun hierzuhaben und gespannt auch, was von dir noch so kommt.
Starte mal so richtig durch.

Liebe Grüße 

   
 
   
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m

medea888

Re: Hallo ich bin neu
#2: 07.10.2023 08:46:16
Guten Morgen Johannes,

Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen Kassensturz vor fast drei Jahren. Es war gruselig aber auch heilend, sich ganz genau alles anzuschauen in die Zahlen hineinzugehen war wichtig für meine Abstinenz.
Hilfe suchen ist sehr gut. Es gibt diverse Möglichkeiten, die du auch hier in Forum verlinkt findest.
Glaub mir der Weg ist steinig aber er lohnt sich ungemein. Hol dir dein Leben zurück!!
Ich freue mich weiter von dir zu lesen. Schreiben und Lesen im Forum waren und sind für mich eine wichtige Säule.
LG und gute spielfreie 24 Stunden
Medea
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Re: Hallo ich bin neu
#3: 07.10.2023 09:24:58
Moin Johannes,

dir auch ein herzliches Willkommen.

Gruß aus dem Norden
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J
Re: Hallo ich bin neu
#4: 09.10.2023 15:29:29
Hallo alle zusammen,

Ich möchte mir ein paar Minuten nehmen, um mich bei euch allen zu bedanken. Eure herzliche Begrüßung und Akzeptanz in dieser Gemeinschaft hat mir sehr viel bedeutet.

Es ist ermutigend zu sehen, wie offen jeder hier über seine Erfahrungen spricht und wie bereit jeder ist, zu helfen. Deine Worte, André, haben mich besonders berührt. Die Untersuchung unserer zugrundeliegenden Gedanken und Verhaltensweisen und die Art und Weise, wie wir unsere Beziehung zum Geld und zum Spiel verändern können, sind sehr wichtige Punkte.

Ich habe verstanden, dass es nicht nur darum geht, das Spiel aufzugeben, sondern die zugrundeliegenden Denkmuster anzugehen. Ich erkennen jetzt, dass ich ein ähnliches Muster hatte: Wenn ich gewinnen würde, hätte ich das Gefühl, dass das Geld "sauber" und erst dann für Privatausgaben verwendbar wäre. Es ist ein seltsames Muster, das zu durchbrechen schwierig ist, aber ich bin entschlossen, diesen Kampf zu führen.

Ich freue mich darauf, noch viel mehr von euch allen zu lernen und bin dankbar für die Unterstützung, die ich bereits in diesem Forum erfahren habe. Es ist herzerwärmend zu sehen, dass ich nicht alleine bin und dass es Menschen gibt, die sich um mich und meine Genesung kümmern.

Vielen Dank an euch alle.

Herzliche Grüße,
Jonasz
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J
Re: Hallo ich bin neu
#5: 13.10.2023 13:22:02
So wie du habe auch ich versucht, eine Art Tagebuch zu führen, als eine Form der Selbstreflexion. Ich habe es als einen Weg gesehen, meine Gedanken zu sortieren und einen positiven Fokus für meinen Tag zu schaffen. Leider war dies für mich nicht effektiv.

Nachdem ich etwa eine Woche lang regelmäßig Einträge gemacht hatte, fand ich, dass es eher eine Last als eine Hilfe war. Es fühlte sich an, als ob ich nur die Bewegungen durchlief und nicht die tieferen Vorteile einer solchen Übung erntete, die andere zu genießen schienen.

Während einige Leute den therapeutischen Wert einer solchen Aktivität wirklich schätzen, scheint es, dass es einfach nichts für mich war. Trotzdem glaube ich immer noch an die Wichtigkeit der Selbstreflexion. Ich suche nur noch nach der richtigen Methode für mich.
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J
Re: Hallo ich bin neu
#6: 16.10.2023 16:43:07
Bis jetzt habe ich verschiedene Schritte unternommen. Ich habe eine Suchtberatungsstelle aufgesucht, Selbsthilfegruppen gefunden und viel gelesen, um mehr über meine Situation zu verstehen. Ich habe auch Maßnahmen ergriffen, um mein Einkommen zu schützen, da ich festgestellt habe, dass finanzieller Stress einer der Auslöser für meine Sucht ist.

Die Momente, in denen meine Sucht am stärksten ist, scheinen unvorhersehbar zu sein, manchmal ausgelöst durch Stress oder Langeweile. In diesen Zeiten versuche ich, mir Gutes zu tun, sei es durch Sport, ein gutes Buch oder ein Gespräch mit einem Freund. Ich bemühe mich, auf mich selbst zu achten und meine Bedürfnisse zu priorisieren.

Was das Tagebuchschreiben betrifft, so war die Belastung in der ersten Woche tatsächlich das Schreiben selbst. Es fühlte sich an, als würde ich mich im Kreis drehen. Ich verstehe jedoch, dass das Schreiben und Stellen der richtigen Fragen ein Prozess des Lernens und der Reflexion ist. Ich bin fest entschlossen, weiter darauf einzugehen und aus meinen Erfahrungen zu lernen. Ich schätze deinen Ratschlag und deine Fragen, sie haben mir definitiv einen neuen Blickwinkel eröffnet!
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Re: Hallo ich bin neu
#7: 16.10.2023 21:15:38
Hallo Jonasz,

es werden immer tausend Wege zum Spiel sein und nur ein einziger von dem Spiel weg.
Aber es wäre auch egal,  zum ersehnten Ziel bedarf es eh nur einen Weg. 

Dem Suchtdruck zu widerstehen ist im nachhinein ein schönes Gefühl, kein Geld zu verlieren ja sowieso.
Mache dir diese Freude zu einem Leitfaden, jeder nicht gespielte Tag ist ein Gewinn für einen pathologischen Spieler.
Benutze Gelder als beruhigende Rücklagen, spare statt sie zu vergeuden.
Was für eine Belohnung, jeden Tag ohne Spiel und gegen jede Regel dieser Sucht in ein zukünftig sicheres Leben.

Denk doch nur mal, wo du in einigen Jahren stehen könntest.
Es ist nicht zu akzeptieren sich davon nur die kleinste Auszeit zu nehmen, kein Belohnungssystem und keine Flucht ins erneute Verderben.
Tausend Wege bedeutet - tausend Gründe!
Langeweile, Stress, Ärger, Freude, Trauer, Hitze, Kälte....fast alles wären Gründe zum Spielen.
Nicht aufzugeben, weil sonst eh daran innerlich zu sterben und zu vergammeln wie ein fauler Apfel.
Während die ganze Welt dich überholt und du kannst dann nur weiter alles zerstören und keiner wird dann soweit zurück blicken.
Zu einem kranken Menschen der halt alles verlor.
Weil Du für etwas nachgegeben hast, was du insgeheim immer gesucht hast.....einen lumpigen Zeitvertrieb.
Dies wäre der eine Grund, warum es nicht zu tun, der eine Weg und es wäre schön wenn wir ihn alle gemeinsam gehen. 

Ich spielte über 3 Jahrzehnte und wusste immer von diesem Weg, es war halt keiner da der mir die Richtung zeigte...
weil ich es früher niemals zugelassen habe....ich hatte einfach aufgegeben. 
Und ich vergesse diese Zeit nicht...niemals, in der ich ein innerlich toter Mann war.

Du kennst es doch wie es ist.
Gut dass du hier berichtest, welche Gründe ein Alibi sein könnten.
Diese psychische Erkrankung ist nicht zu unterschätzen...sie soll dich dennoch am Arsch lecken. 

Bleibe weiter auf Kurs...

Liebe Grüße   
     
   
                       


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J
Re: Hallo ich bin neu
#8: 19.10.2023 16:44:41
Ich schätze eure offenen und ehrlichen Beiträge sehr. Es ist richtig, wie Andre erwähnt, dass wir als Spieler unser Geld nicht mehr als Zahlungsmittel, sondern als Suchtmittel sehen. Das ist der Punkt, an dem wir uns eingestehen müssen, dass wir ein Problem haben und uns aktiv um Hilfe bemühen müssen.

Jacky1 Beitrag spricht mich persönlich an, weil er daran erinnert, dass es nur einen einzigen Weg weg vom Spiel gibt, und das ist der Weg der Genesung. Es ist definitiv eine tägliche Herausforderung, aber jeder Tag, an dem wir nicht spielen, ist ein Gewinn für uns.

Tatsächlich habe ich im letzten Monat auch etwas Geld verloren, was meinen Stresspegel erhöht hat.  In dieser Monat ich spiele weniger als im Vormonat und die Beträge, die ich setze, werden kleiner. Ich kann nicht von heute auf morgen aufhören, das gebe ich zu. Aber ich glaube wirklich an den Prozess der Genesung und daran, Schritte in die richtige Richtung zu unternehmen, auch wenn sie noch so klein sind.
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Re: Hallo ich bin neu
#9: 19.10.2023 22:48:01
Hallo Jonasz,

Tatsächlich habe ich im letzten Monat auch etwas Geld verloren, was meinen Stresspegel erhöht hat.  In dieser Monat ich spiele weniger als im Vormonat und die Beträge, die ich setze, werden kleiner. Ich kann nicht von heute auf morgen aufhören, das gebe ich zu. Aber ich glaube wirklich an den Prozess der Genesung und daran, Schritte in die richtige Richtung zu unternehmen, auch wenn sie noch so klein sind.

Es macht ja keinen Sinn wenn ich nun auf dein Zitat mit "völlig unakzeptabel" reagiere.
Und nur du selbst könntest dich zum finalen Spielende zwingen.
Es geht auch nicht um das ab und zu mal spielen und wenn dann halt nur kleinere Beträge (Verluste).
Alleinig ist es mehr als bedenklich dies ja eh nur aus einem Grund zu machen...nämlich spielsüchtig zu sein !

Geld und Zeit sind Dinge von außen, beim Verlust von beiden ist es nicht relevant ein pathologischer Spieler zu sein.
Absolut jeder würde es irgendwann bereuen.
Wenn du glaubst gerne zu spielen und es dir wirklich etwas gibt und zwar im "gesunden" Verhältnis zu den Verlusten.....
Dann in meinen Augen wärst du halt nur ein Blödmann, wäre ja auch in Ordnung.
So ist es aber nicht und das schlimme daran mein Freund  :)....du weißt es ja selbst.

Ja ich finde es sehr gut dass du hier so etwas nicht verheimlichst.
Und genau deshalb setzen wir uns auch gegenseitig damit auseinander.
Du gehst genau den Weg der auch für dich machbar erscheint und ich brauche mich da gar nicht aufzuspielen,
mein Weg war noch viel holpriger und nicht annähernd so ehrlich wie deiner.

Wenn du wieder spielen gehen möchtest, hinterfrage dich selbst warum du es möchtest.
Damit meine ich nicht diesen "Freizeitvertreibschwachsinn" ( siehe "Blödmann" )  :).
Sondern weil du an dieser Sucht erkrankt bist.

Ich habe keine andere Wahl als dir so etwas zu schreiben, nicht weil es hier halt Usus wäre.
Nur weil ich mich selbst kenne und von etwas anderem könnte ich eh nichts berichten.
 

Liebe Grüße
     
       
         
 
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« Letzte Änderung: 19.10.2023 23:15:56 von Jacky1 »
 

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Re: Hallo ich bin neu
#10: 20.10.2023 08:34:01
Hallo Jonasz,

herzlich Willkommen hier bei uns im Forum, gut dass du diesen Schritt gemacht hast.

Zitat
Tatsächlich habe ich im letzten Monat auch etwas Geld verloren, was meinen Stresspegel erhöht hat.  In dieser Monat ich spiele weniger als im Vormonat und die Beträge, die ich setze, werden kleiner. Ich kann nicht von heute auf morgen aufhören, das gebe ich zu. Aber ich glaube wirklich an den Prozess der Genesung und daran, Schritte in die richtige Richtung zu unternehmen, auch wenn sie noch so klein sind.

Im Gegensatz zu Jacky würde ich diesen Ansatz tatsächlich als völlig unakzeptabel bezeichnen.
Vor etlichen Jahren wollte ich mit dem Rauchen aufhören und bin dabei mit etlichen Strategien gescheitert - eine davon war die tägliche Anzahl zu reduzieren bis ich irgendwann auf 0 bin. Tatsächlich gab es immer Ereignisse, die eine Ausnahme zuließen, was damit geendet hat, dass ich irgenwann wieder das gleiche Verhalten an den Tag legte.
Entweder du entscheidest dich dafür nicht mehr zu spielen und zwar die ganzen 24h des Tages oder eben nicht. Im letzteren Fall wird es langfristig eher dazu tendieren, mehr zu spielen. Im ersten Fall wirst du ein wunderbares Leben führen können.

Grüße, aT
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Re: Hallo ich bin neu
#11: 20.10.2023 19:47:30
Hallo,

Im Gegensatz zu Jacky würde ich diesen Ansatz tatsächlich als völlig unakzeptabel bezeichnen.

Es macht ja keinen Sinn wenn ich nun auf dein Zitat mit "völlig unakzeptabel" reagiere.   

Ich sehe hier keine Gegensätze, es sei denn in der Herangehensweise.
Und mein erster Satz in meinem Beitrag nur ein einladender Prolog um nicht gleich Grenzen zu markieren.   

Liebe Grüße     
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Re: Hallo ich bin neu
#12: 23.10.2023 21:21:31
Hallo,

Egal was ich machte, die Sucht lenkte mich  vom wesentlichen ab.  Das ist das warum ich  so hilflos und gefangen in meiner Sucht war.

Erst als ich anfing alle gelernten Punkte auf mich zu beziehen, mich anzuschauen, meine Bedürfnisse zu kennen, meine Annahmen zu überdenken, sprich was zu ändern, wuchs  meine Akzeptanz mir selbst ggü.  Dinge zu akzeptieren, hinzunehmen, sacken lassen. Das weglaufen war nicht mehr nötig.

....das ist schon wegweisend. 

Anfänglich versuchte ich gegen meinen Spieltrieb anzugehen, lenkte mich ab, unternahm sehr viel mit meiner Familie und ballerte mich mit Arbeit zu. Befasste mich sehr mit dieser Sucht und empfand es als das Hauptproblem meines Lebens.
Es würde mich halt sonst irgendwann umbringen.

Auf dem Wege in die Spielfreiheit war dies absolut auch ein Lernprozess, befreit hat dies alleinig aber absolut nicht.
Rückfalle etc. und dann einfach das Leben eines pathologischen Spielers geführt , der halt seine Sucht isolierte.
Sie übertünchte, wie bei einer offenen Wunde...Pflaster drauf und gehofft... der Heilprozess stellt sich ja eh ein.

Meine Spielsucht war nie die Ursache meines kaputten Lebens und umgebracht hätte sie mich auch nicht, dies hätte ich ja dann eh selbst gemacht.
Hätte ja auch mit dem Motorrad jeden Tag mit 260 Sachen durch den Schwarzwald fahren können oder Saufen oder was noch alles.
Aber nein es war halt das Spielen!
Bei etwas anderem wäre ich halt in einem anderen Forum gelandet.

Die Ursache meines kaputten Lebens war ich selbst.
Ich musste erst wieder Werte zu schätzen wissen und mit meinen Makeln gut klar zu kommen.
Dass ich nun heute immer noch darauf acht gebe, ist zum einen eh ein sehr sinnvoller Weg.
Und zum anderen gebe ich meiner ,leider verankerten Spielsucht keinen Freiraum mehr.

Und auch bevor ich spielsüchtig wurde war ich schon ein mit mir unzufriedener Mensch, ich musste also erst mein Leben so gestallten um
überhaupt heute so etwas schreiben zu können.
Es könnte auch jeder andere spielsüchtig werden, glücklich und zufriedene Menschen.. von mir aus.
Der Teufelskreis stellt sich bei jedem aber eh eines Tages ein.

Mit anderen Spielsüchtigen habe ich gelernt was es zu finden gäbe, dass in Wirklichkeit schon immer da war.
Achtung vor mir selbst und zu meinem Leben zu stehen, statt vor beidem zu fliehen.
Diese Dinge kamen nicht von außen wie die Spielsucht, sondern ich lernte nur mit mir umzugehen.   

Liebe Grüße
   
 
 
         
 
 
 
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« Letzte Änderung: 24.10.2023 08:18:35 von Jacky1 »
 

 
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