Hallo,
Egal was ich machte, die Sucht lenkte mich vom wesentlichen ab. Das ist das warum ich so hilflos und gefangen in meiner Sucht war.
Erst als ich anfing alle gelernten Punkte auf mich zu beziehen, mich anzuschauen, meine Bedürfnisse zu kennen, meine Annahmen zu überdenken, sprich was zu ändern, wuchs meine Akzeptanz mir selbst ggü. Dinge zu akzeptieren, hinzunehmen, sacken lassen. Das weglaufen war nicht mehr nötig.
....das ist schon wegweisend.
Anfänglich versuchte ich gegen meinen Spieltrieb anzugehen, lenkte mich ab, unternahm sehr viel mit meiner Familie und ballerte mich mit Arbeit zu. Befasste mich sehr mit dieser Sucht und empfand es als das Hauptproblem meines Lebens.
Es würde mich halt sonst irgendwann umbringen.
Auf dem Wege in die Spielfreiheit war dies absolut auch ein Lernprozess, befreit hat dies alleinig aber absolut nicht.
Rückfalle etc. und dann einfach das Leben eines pathologischen Spielers geführt , der halt seine Sucht isolierte.
Sie übertünchte, wie bei einer offenen Wunde...Pflaster drauf und gehofft... der Heilprozess stellt sich ja eh ein.
Meine Spielsucht war nie die Ursache meines kaputten Lebens und umgebracht hätte sie mich auch nicht, dies hätte ich ja dann eh selbst gemacht.
Hätte ja auch mit dem Motorrad jeden Tag mit 260 Sachen durch den Schwarzwald fahren können oder Saufen oder was noch alles.
Aber nein es war halt das Spielen!
Bei etwas anderem wäre ich halt in einem anderen Forum gelandet.
Die Ursache meines kaputten Lebens war ich selbst. Ich musste erst wieder Werte zu schätzen wissen und mit meinen Makeln gut klar zu kommen.
Dass ich nun heute immer noch darauf acht gebe, ist zum einen eh ein sehr sinnvoller Weg.
Und zum anderen gebe ich meiner ,leider verankerten Spielsucht keinen Freiraum mehr.
Und auch bevor ich spielsüchtig wurde war ich schon ein mit mir unzufriedener Mensch, ich musste also erst mein Leben so gestallten um
überhaupt heute so etwas schreiben zu können.
Es könnte auch jeder andere spielsüchtig werden, glücklich und zufriedene Menschen.. von mir aus.
Der Teufelskreis stellt sich bei jedem aber eh eines Tages ein.
Mit anderen Spielsüchtigen habe ich gelernt was es zu finden gäbe, dass in Wirklichkeit schon immer da war.
Achtung vor mir selbst und zu meinem Leben zu stehen, statt vor beidem zu fliehen.
Diese Dinge kamen nicht von außen wie die Spielsucht, sondern ich lernte nur mit mir umzugehen.
Liebe Grüße