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Tagebuch / Re: Mein spielfreier Weg - xzq
« Zuletzt von xzvqx am 07.11.2025 10:24:18 »
Moin Wirbelwind, danke für deine ausführlichen Beitrag.

Ich gebe dir vollkommen Recht, was die Zeit betrifft bin ich sicherlich noch in der Selbstfindungsphase :)

Bei mir ist es so, dass Spielhallen und Spielbanken seit Jahren raus sind bei mir, seitdem ich überall gesperrt bin.

Was schlussendlich mich nicht losgelassen hat, sind die Online Casinos, denn es gibt immer Wege dort zu spielen.
Mit dem Schritt mir das Online Banking vollstens zu nehmen, erhoffe ich mir auch diesen spielerischen Druck zu nehmen.
Denn vorher war es so, dass es ja immer ein Hintertürchen gab, um zu spielen wenn man wollte.

Dazu reichte es schon, ein illegales Online Casino ausfindig zu machen und wieder mit Online Bank einzuzahlen..

Ich werde erstmal bei den 365 Tagen bleiben und hier täglich kurze Updates rausgeben.

Die Trigger Points, die ich jetzt schon kommen sehe -> am 24.11 bin ich für 4 Tage in Spanien, wo ich Zugang zu Spielbanken habe weil ich dort nicht gesperrt bin.
Bis dahin werde ich mich vollstens von meiner Online Bank verabschiedet haben und nur einen kleinen Bargeld Betrag mitnehmen, mit dem ich mir kein Taxi und Casino Besuch leisten kann :)
Der Rest geht nämlich über meine Firmenkreditkarte.

Ein weiterer grosser, wird der Urlaub mit meiner Partnerin in Südamerika, wo es im Hotel ein eigenes Casino gibt. Auch dort werde ich mich vorbereiten müssen und mir jegliche Geldquellen präventiv streichen.
Ich habe meiner Partnerin auch schon gesagt, dass ich keine Karten und kein Bargeld mitnehmen werde.
Es geht mir nämlich im dem Fall nicht um die Summe XY, sondern um den Punkt überhaupt nicht zu spielen.
Das werden dort 2 intensive Wochen, aber ich werde die Challenge gerne annehmen vor Weihnachten.

LG
XZV

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Angehörige / Re: Mein Mann zerstört alles
« Zuletzt von BastianTheuss am 07.11.2025 10:17:49 »
"Nasse" Spieler merken meist die Einschläge nicht mehr. Da kann ein rauer Ton auch mal wachrütteln.
Ich denke mal die Antwort kennst du bereits .. ."die sind nicht spielsüchtig" ...

Zocken ist ja nicht per se schlecht oder verboten oder langweilig oder zerstörend.
Wir spielsüchtigen haben lediglich die Fähgigkeit damit kontrolliert umzugehen verloren und werden sie auch nicht wieder bekommen.

Nee du bist ja zu allen so barsch. Egal ob Angehöriger oder Spieler.

Aber danke für die Bestätigung. Das war das was ich Jacky erklären wollte. Zocken ist nicht per se schlecht. Und wenn man  breakeven spielt oder sogar plus macht wie die Poker Profis ist es das perfekte Hobby.

Man bekommt Nervenkitzel, Ablenkung und Spass ohne was dafür zu bezahlen.

Dieses ewige ins Minus rutschen ist das Teuflische
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Sternstunden / Re: Erfolgstabelle
« Zuletzt von Wirbelwind am 07.11.2025 09:58:00 »
Fred du alter Knoterkopp  ;D ;D

Währest du mit dem Kompromiss 19.05.2025 als ich mein Spiel löschte einverstanden ?
Komm mir jetzt nicht mit dem Lottoschein, bis heute bin ich tapfer  :) (EDIT: seit dem letzten halt vor keinen Ahnung wochen, monate)
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Tagebuch / Re: Mein spielfreier Weg - xzq
« Zuletzt von Wirbelwind am 07.11.2025 09:47:22 »
Morje xzv

Ich möchte Deine Euphorie nicht bremsen oder kleinreden, dennoch finde ich persönlich das Ziel 1 Jahr spielfrei zu bleiben sehr hoch gesteckt.
Irgendwann kommt der Punkt da kippt die Euphorie in Normalität, das meiste ist meistens geregelt und dann... Ja dann kommt er wieder um die Ecke, still und heimlich und nagt an deinen Nerven.

Bei mir war das anfänglich intressant zu beoabachten, ich war OASIS gesperrt, 1 Jahr. Zu dem Zeitpunkt konnte man noch ohne Ausweis in Kneipen zocken trotzdem tat ich es nicht. Innerhalb dieses Jahres hab ich viel erledigt und aufgearbeitet, spielen war erstmal irgendwie abgehakt. Nach ca 10 Monaten (oder 11, weiß nicht genau) war es wie als wenn sich ein Schalter umlegt, noch x wochen dann kannste wieder, einfach so aus dem nichts und am ersten Tag war ich noch gesperrt und beim 2ten versuch war die Sperre weg und n Haufen geld gleich mit....

1 Jahr SOFORT am Anfang ist ein hoch gestecktes Ziel und damit legst du dir selbst auch ziemlich hohen Druck auf

Früher mal hab ich das NIE verstanden, " 24 Stunden " , ich hab es belächelt "was sind schon 24 stunden" tztztz schafft man doch is doch kein Problem, heute Lebe ich selbst danach, HEUTE keinen Lottoschein *schaka*, aber morgen ? Ich weiß es nicht...

Das macht mir in meiner Situation tatsächlich Hoffnung. Zugleich macht es mich traurig zu sehen, dass es Leute gibt die nach paar Monaten in alte Muster gefallen sind und keine Updates mehr von sich geben.


Da kann ich Dir aus meiner Wöchentlichen gruppe sagen das das normal ist, wobei "paar Monate" schon gut sind.

Meine Gruppe ist in der Psychatrie, auch mit Patienten von Station und wir haben jede Woche permanent wechselnde Menschen jedes Alters bei uns sitzen.
Die wenigsten schaffen / wollen dauerhaft kommen und man sieht sie nicht wieder.
Bei vielen ist es zb "Pflicht" an dieser Gruppe teilzunehmen wenn Sie Suchtbedingt auf Station kommen und man merkt schnell wer "gezwungen" wurde oder wer es sich wenigstens mal anhören will. Die "Pflichtkandidaten" verlassen den Raum meist nach 10 Minuten weil Sie dann die Schnauze voll haben; meist sind das genau diejenigen wo der Suchti noch VOLL präsent ist und die sortiert unser Gruppenleiter recht schnell aus, er weiß halt ganz genau welche Knöpfe er drücken muss um zu differenzieren ob jemand kommt weil er MUSS oder weil er WILL...
 
Der Kern der sich etabliert hat sind ca. -lt. unserer Whatsappgruppe- 20, wovon ich um die 10 selbst kenne.

Für mich persönlich die optimale "SelbsthilfeGruppe" da ich aufgrund des Wechsels weniger persönliche Bindung aufbaue und mir wieder mehr n Kopf um andere mache als um mich selbst.

Ich denke auch Du wirst deinen Weg finden rate Dir aber sei wachsam und mach dir selbst nicht so einen Druck
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Tagebuch / Re: Mein spielfreier Weg - xzq
« Zuletzt von xzvqx am 07.11.2025 00:00:50 »
Liebe Jacky, Lieber Benji,

Ich danke euch für die herzlichen Antworten, ich bin mir natürlich bewusst dass es kein Spaziergang wird aber ich glaube das einzige was bei mir hilft sind klare Zielvorgaben und eiskalter Entzug.

Jahrelang hab ich mir vorgemacht, dass ich das Spielen unter Kontrolle habe und ich bin an einen Punkt gelangt, indem es für mich nur 2 Wege gibt -> 1) genauso weitermachen und mein neues Leben zerstören, meine aktuelle Freundin verlieren, Geldprobleme haben und vor allem das für mich schlimmste -> depressive Phasen haben und sich persönlich zurückziehen obwohl ich ein Mensch bin der viel Liebe in sich trägt und vor allem Freude am Leben.

Oder Option 2) die Karten auf den Tisch legen, die Vergangenheit akzeptieren und ruhen lassen, einen Cut machen hinter dem was man an Leid und etlichen Verlusten verursacht hat, und sich auf die positiven gegenwärtigen Dinge im Leben konzentrieren.

Ich selber möchte nicht so weitermachen, wie ich es die letzten 8-10 Jahre getan habe und mir endlich das Leben geben, wofür ich mir tagtäglich den Arsch aufreiße. Ein Leben in Zufriedenheit, ohne Schuldgefühle und meine innere Mitte finden.

Ich melde mich morgen abend wieder :)

LG
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Spieler / Re: Mein Werdegang mit der Spielsucht
« Zuletzt von Benji1345 am 06.11.2025 23:05:22 »
Die Geldnot, ist ja mehr das Symptom, als die eigentliche Ursache. Sie kann natürlich triggernd wirken, aber vor allem ist es die Sucht.
Ich bin ehrlich ohne es nicht am Geld zu spüren, wäre ich kaum so in Wallung gekommen, um endlich mal was zu verändern. Es trifft einen dann schon dort wo es wehtut.
Dann wenn man überlegt gehe ich jetzt tanken oder schaffe ich es noch irgendwie. Wenn man wieder den Dispo erhöht und kotzen könnte weil er innerhalb von Minuten wieder weg ist. Wenn man nicht weiß was man am Wochenende mit seinem Kind machen kann, was nichts kostet, weil das Geld alle ist.

Geld ist das Suchtmittel, aber leider auch notwendig für ein Leben innerhalb der Gesellschaft.
Die Sucht jedoch. Die liegt woanders. Das Geld ist nur der Weg den sie zu dir gefunden hat. Die Frage ist nur:" Warum ist Sie zu dir gekommen oder warum hast du Sie gerufen?".

Auf dem Weg auf dem du jetzt bist, ist das eine der wichtigen Fragen.
Für mich war Sie wichtig. Ich lernte mehr über mich und warum ich Sie rief. Damit ich nicht fühlen muss. Damit ich nicht denken muss.
Damit ich nicht sehen muss, dass wenn ich so weitermache, ich am Ende mein Leben verpasst habe.

Warum hast du Sie gerufen ?
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Tagebuch / Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
« Zuletzt von Benji1345 am 06.11.2025 22:56:23 »
Guten Abend,
irgendwie hat es mich wieder gerufen zu schreiben.
Die letzten Tage waren durch gute und stressige, emotional schwierige Gespräche und kleine Erfolge geprägt.

Ich habe auf der Arbeit eine kleine Deprimierende Phase durchgemacht, aber dafür einen Praktikumsplatz für das Ende meiner Ausbildung, in einem Bereich der mich interessiert gesichert.
Bin bloß froh wenn ich endlich in die Berufsschule komme, und meine grauen Zellen etwas mehr gefragt sind.
Emotional schwierige Gespräche hatte ich mit meiner Freundin, wobei das schwierige war, dass ich meine Gefühle bzw. Grenzen aufgezeigt habe, womit ich gelinde gesagt Schwierigkeiten habe. Die Schwierigkeit dabei, ist vor allem das ganze in einem gesunden Rahen zu machen.
Lange war es so, dass ich es erst so lange ignoriert habe, bis ich dann so sauer oder genervt war, sodass ich mein Bedürfnis gar nicht mehr richtig kommunizieren konnte sondern bloss einen Streit heraufbeschworen habe.
Es viel mir einfach schwer, meine eigenen Bedürfnisse zu artikulieren aus Sorge andere damit zu verletzen, was eigentlich Quatsch ist, aber so habe ich lange gelebt. Früher in meiner "wilden Zeit" waren mir andere Leute ziemlich egal, aber danach konnte ich z.B. meinen Eltern nicht kommunizieren:" Hey, ich bin heute total fertig von der Arbeit, ich habe heute keine Lust oder Energie mehr, können wir das wann anders machen".

Jetzt langsam weiß ich wie wichtig, dass ist. Eigentlich auch die Grundlage für gesunde zwischenmenschliche Beziehungen.
Also da tut sich langsam etwas.
Habe es diesmal auch direkt gesagt, ohne das "Aufstauen".

Anonsten versuche ich jeden Tag was neues zu lernen, und meine Ausbildungszeit so nützlich für mich wie möglich zu gestalten.
War auch seit 2 Wochen wieder mal beim Sport und ich bin wirklich erstaunt, wie krass der Unterschied ist. Direkt bessere Laune und weniger Jammerlappigkeit in mir!

Es ist jetzt November, das Azubi Gehalt reicht eher schlecht als recht, aber dafür habe ich in den letzten 6 Monaten Viel dazugewonnen.

Ich wünsche euch einen guten Abend!

Grüße euer Benji
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Tagebuch / Re: Mein spielfreier Weg - xzq
« Zuletzt von Benji1345 am 06.11.2025 22:44:28 »
Moin xzq,
einige Schritte sind schon gemacht. sehr gut.
Es ist bemerkenswert was alles so in einem Jahr passieren kann.
Was für mich hilfreich war, es gar nicht so groß ( ein Jahr als Ziel ) zu machen. Aber das kann bei dir anders funktionieren.
Hauptsache du bleibst am Ball.
freue mich auf deine Beiträge!

Gruß Benji
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Tagebuch / Re: Mein spielfreier Weg - xzq
« Zuletzt von Jacky1 am 06.11.2025 21:52:42 »
Hallo xzvqx und herzlich Willkommen im Forum,

nun bist du ja hier, ein guter weiterer Schritt in deine Spielfreiheit.
Mir gefällt dass du dir ein zeitliches Ziel setzt, auch andere hier nutzen die Leitthese " für die nächsten 24 Stunden bleibe ich spielfrei"
jeden Tag halt wieder auf das Neue.
Du hast ja schon einiges Unternommen , gut so und nun immer weiter.

Zugleich macht es mich traurig zu sehen, dass es Leute gibt die nach paar Monaten in alte Muster gefallen sind und keine Updates mehr von sich geben.

So dass dies hier auch kein Boomerang für dich wird.  :)

Grüß dich und gespannt was noch so kommt von dir
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Tagebuch / Re: Mein spielfreier Weg - xzq
« Zuletzt von xzvqx am 06.11.2025 20:38:08 »
Es ist für mich positiv zu sehen dass es hier einige Leute gibt, die bereits über längere Zeit es geschafft haben, ein spielfreies Leben zu führen.
Das macht mir in meiner Situation tatsächlich Hoffnung. Zugleich macht es mich traurig zu sehen, dass es Leute gibt die nach paar Monaten in alte Muster gefallen sind und keine Updates mehr von sich geben.

Ich bin mir bewusst, dass ich meine Trigger Points finden und „eliminieren“ muss, so dass Sie mich in meinem Alltag nicht mehr einfach erreichen können oder an langweiligen Tagen.

Ich bleibe trotzdem optimistisch und werde Schritt für Schritt hier machen und berichten.

LG
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