Spielsucht Soforthilfe Forum (SSF)
Spieler & Angehörige => Spieler => Thema gestartet von: Joshi94 am 27.09.2021 16:07:24
-
Hallo zusammen,
Ich bin hier auf diese Seite gestoßen und froh das ich hier mal alles los werden kann.
Zu meiner Person, ich bin 27 Jahre alt.
Aktuell arbeitslos, da ich meinen letzten Job durch einen Chef der Alkoholiker ist verloren habe.
Ich habe vor 7 Jahren das erste mal die Erfahrung mit dem Glücksspiel gemacht.
Zuvor habe ich nie Kontakt damit gehabt.
Es fing an das mich damals 2 Freunde gefragt haben, ob ich nach unserem Dart Training nicht Lust hätte ne kleine Runde in die Spielhalle mitzukommen. Jeder 20€ und gut ist.
Ich habe damals zugestimmt und mir nichts schlimmes bei gedacht. Sind ja nur 20€… was für mich als Azubi viel Geld waren, aber ich immer gut gespart habe.
Als ich das erste mal in einer Spielhalle war, wusste ich erstmal garnicht wie es funktioniert oder geht. Das wurde mir aber schnell von meinen beiden Freunden erklärt.
Und so gewann ich prompt 50€. Die ich auch mitgenommen habe.
Seit diesem Tag an, nahm mein Leben die nächsten 7 Jahre seinen Lauf….
Damals stand ich kurz vor meiner Gesellenprüfung, die sehr viel Druck und Stress bei mir ausgelöst haben.
Da mein damaliger Chef mich bei der Prüfung sogar nicht richtig unterstützt hat.
Oder hinter mir stand. Lastete viel Druck und Stress auf mir.
Die Theorie und Das Gesellenstück habe ich bestanden.
Nur die Arbeitsprobe ging in die Hose.
Weshalb ich ein halbes Jahr hinten dran hängen musste.
Dieses negative Erlebnis führte mich wieder in die Spielhalle… wo ich ja beim ersten Mal Erfolg hatte und mich sofort wohl gefühlt habe…
Anfangs waren es vllt alle 2 Wochen mal zocken gehen. Jedoch hat mich damals meine Freundin dann noch betrogen und das hat mich seelisch und psychisch in ein Loch fallen lassen.
Wo ich über die ganzen nächsten Monate immer mehr spielen gegangen bin.
Es wurde einfach immer mehr mit dem spielen. Ich leihte mir Geld von Freunden und Familie. Bis ich imme tiefer dort rein rutschte und mich mehr verschuldete…
Die nächsten 6 Jahre gab es immer wieder negative Rückschläge… arbeitstechnisch so wie privat..
Die mein Selbstwertgefühl und stolz immer mehr verloren lassen gingen…
( hinzu kam, dass ich mich immer als schwarzes Schaf in meiner Familie fühlte, weil meine 3 Geschwister alle sportlich im Fußball sehr erfolgreich sind. Unter anderem meine Schwester die Europameisterin ist. Und Nationalmannschaft spielt. Was mich ja auch stolz macht.
Aber ich nie so war wie meine Geschwister, oder die Liebe oder das Gefühl meiner Eltern bekam. Das sie genauso stolz auf mich sind.)
Jedes Mal wenn irgendwas negatives wieder passiert ist flüchtete ich mich in die Spielhalle. Dort hat man sich verstanden gefühlt… man konnte seine Probleme vergessen. Obwohl man immer nur dort verlieren konnte…
Ich schloss Kredite ab. Vernachlässigte mein Privatleben. Und auch psychisch und seelisch hat es mich die Jahre sehr mitgenommen.
Ich war nun seit dem der lockdown vorbei ist wieder spielen. Immer wenn es privat Probleme gab oder das mit meinem Ex Chef… weil man sich wie ein nichts Nutz vorkam.
Wie sind da eure Erfahrungen?
Ich habe mich nun für Spielhallen. Online Casinos und alles andere bundesweit sperren lassen.
Gehe seit 2 Jahren zur Suchtberatung, was auch gut tut.
Aber ich bekomme diesen Druck. Den Drang zu Spielen wenn negativen Erlebnisse passieren nicht im Griff.
Ich habe nun einen Reha Antrag für eine Glücksspielsucht gestellt. Wo ich in eine Klinik gehen kann.
Endlich weis meine Familie. Das ich ein Problem habe. Und ich diesen Kampf gewinnen möchte.
Auch meine aktuell Partnerin weiß Bescheid, was mir sehr schwer fiel… ihr zu erzählen was los ist..
Aber sie steht hinter mir..
Hat einer Erfahrungen so solchen Kliniken oder Tipps?
Desweiteren habe ich Schulden von ungefähr 30.000€
Wo ich sogar am überlegen bin eine privat insolvenz zu beantragen.
Allerdings bekomme ich keinen Termin bei einer Schuldnerberatung. Zumindest Wartezeiten von 6-12 Monaten.
Ich bin über jede Antwort von euch dankbar.
Lg
-
Dieses Thema wurde geteilt. http://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php/topic,691.msg8603.html#msg8603
Hallo Joshi94 und herzlich Willkommen im Forum,
Dein ausführlicher erste Beitrag lässt schon einmal gut hinein blicken.
Eine Privatinsolvenz wird bei dem für Dich zuständigen Insolvenzgericht beantragt, hierbei ist es sicherlich sehr sinnvoll darüber Informationen bei einer Schuldenberatung einzuholen. Auch würde dies bei einem Anwalt oder Steuerberater gehen.
Du könntest schon einmal all Deine Gläubiger und Außenstände sortieren, um einen genauen Überblick zu haben, falls noch nicht erledigt.
Deine momentane Arbeitslosigkeit mindert natürlich Deine Möglichkeit Schulden abzubezahlen, der Versuch wieder in das Berufsleben zu kommen wäre dabei elementar wichtig.
Aber noch wichtiger wäre Deine "Gesundung", bzw. mit der Spielsucht gut umzugehen können.
Gesperrt in Casinos, gehst zur Suchtberatung, Deine Familie und Partnerin wissen bescheid und du hast einen Antrag auf eine stationäre Therapie gemacht.
Sozusagen die Basics...eine Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe wäre auch ein guter weiterer Schritt.
Doch es zieht Dich weiterhin dennoch immer wieder zum Spiel.
Sicherlich spielte ich auch um etwas gewinnen zu wollen...doch eigentlich war es für mich nur eine Flucht, wie bei Dir auch.
Eine Sehnsucht einfach abschalten zu können und ohne seine Gedanken ganz isoliert, relaxt spielen.
Du schlägst dabei nicht die Zeit tot, sondern Dein Leben.
Es zerstört jeglichen Anflug einer Motivation, es nimmt Dir viel mehr als "nur" Deinen Selbstwert.
Natürlich hatte auch ich mit diesem Druck zu kämpfen, dieser fast unbändigen Kraft zu widerstehen.
Und jedes mal habe ich verloren dabei, so hörte ich auf dagegen anzukämpfen.
Ich lies es einfach nicht mehr zu mir diese armselig Genugtuung anzutun, ich musste mich ja nur entscheiden...
Zwischen meinem Leben und wie es weiter gehen sollte mit meiner lieben Familie oder es wegzuwerfen in einen Münzenschacht.
Nun brauchte ich aber schon sehr lange bis mir dies bewusst wurde, dass sogar ich ein wertvoller Mensch sei.
Joshi94, Du bist noch super jung, Geld wird neues kommen ..denke doch nur einmal an Dein ganzes Potential mein Freund.
Was noch alles möglich wäre und Du erreichen könntest.
Und dort geht es nun auch hin und Du wirst alles dafür tun es zu ermöglichen.
Motivation entsteht nicht aus Gefühlen, diese hält nicht sehr lange...sie entsteht stetig mit oder ohne zählbaren Erfolgen.
Wenn man versucht alles dafür zu tun!
Schön dass Du da bist.
Liebe Grüße
-
Moin Joshi,
erstmal ein herzliches Willkommen hier bei uns im Forum, schön, dass du geschrieben hast!
Formal gesehen hast du bereits einige Schritte getan
- hast erkannst, dass du eon Spielproblem hast
- besuchst eine Suchtberatung
- hast deine Liebsten in dein Problem eingeweiht
- willst eine Therapie machen
Und dennoch kommst du nicht aus deinem alten Muster raus. Hier liegt jedoch der Kern deines Problems. Niemand wird es dir abnehmen mit deiner Sucht zu leben. Keine Suchtberatung, keine SHG und auch keine Therapie. Probleme müssen angegangen werden, nicht verdrängt. Das Leben bietet nicht immer nur Sonnenschein, aber dennoch ist es genau dies, was das Leben auch ausmacht.
Deine Probleme werden sich nicht von heute auf morgen auflösen, bzw lösbar sein, aber dennoch werden sie sukzessiv weniger werden, wenn du den Weg der Abstinenz einschlägst - auf gehts, nicht halbherzig, sondern volle Kraft voraus. Von außen wirst du nicht geheilt werden, sondern von Innen heraus. Hilfestellungen von außen können dir eine Richtung vorgeben, deinen Weg musst du selber finden. Es liegt viel Arbeit vor dir....
Entscheide dich fürs Leben, bitte!
aT
-
Danke ihr Lieben für eure Worte,
Was mir selber natürlich auch bewusst ist.
Das man eine spielsucht nicht heilen kann.
Sondern nur lernen kann Abstinenz zu werden bzw wenn man das empfinden oder den Drang zu spielen verspürt…. Alternativen zu finden.
Die Ursachen dafür, warum ich immer in Spielhallen gegangen bin, bzw spielen gehe weiß ich ja schon.
Durch emotionale negative Ereignisse meistens.
Ich möchte aus dieser Hölle rauskommen. Und am besten irgendwann andere Menschen vor dieser Krankheit schützen bzw warnen.
Leider wird viel zu wenig gegen spielerschutz gemacht.
Und bei mir in der Nähe gibt es aktuell keine Selbsthilfegruppen. Die nächste wäre jedesmal 80 Kilometer eine Fahrt entfernt…
Ich hoffe das ich bald einen Termin für die Schuldnerberatung kriege…
Und nach und nach alles angehen kann.
Und das die Klinik nicht so schlimm ist..
Lg Joshi
-
Hallo Joshi94,
durch meinen Kontakt zu vielen (Ex)Spielern weiß ich, das eine Klinik und eine stationäre Therapie nicht schlimm ist - wenn Du eine Grundvoraussetzung erfüllt: Du selbst musst Dich darauf einlassen - voll umfänglich.
Ich selber habe eine ambulante Therapie gemacht - und im Nachhinein kann ich sagen: Es war eines der härtesten, aber auch eines der schönsten Jahre meines Lebens.
Und wenn Du von Alternativen schreibst, um nicht spielen zu gehen:
- Überlege einmal, was Du in Deinem bisherigen Leben gut konntest?
- Hattest Du ein Hobby, was Du durchs Spielen verloren hast? Dann lass es wieder aufleben!
Und wie einer meiner Vorredner schon schrieb: Um die Zeit bis zum Termin bei der Schuldnerberatung sinnvoll zu nutzen, ist es extrem hilfreich, sich einen Überblick über seine Schulden- und Schuldnersituation zu verschaffen. Liste auf alles auf, auch wo es bereits ggf. eventuelle Vollstreckungsmaßnahmen etc. gibt. Je besser Du bei dem Erstgespräch darauf vorbereitet bist, um so schneller kann die Schuldnerberatung Dir helfen.
LG
Stefan
-
Danke euch.
Ich weiß auch noch nicht genau, in welche Klinik ich gehen möchte.
Welche für mich am besten ist.
Ich hoffe ich kann Besuch von meinen Angehörigen empfangen, bzw das ich mit
Meinen Angehörigen telefonieren kann.
Ja es gab ein Hobby damals, was ich seit 2 Jahren nicht mehr mache.
Fußball spielen, was ich auch besonders gut konnte.
Allerdings bin ich aktiv als Fußball Schiedsrichter unterwegs, was mir noch viel stärker liegt und mir noch mehr Spaß macht.
Desweiteren spiele ich Dart. Und das sehr hoch und aktiv. Also Steeldart und nicht Elektro.
Viel schlimmer finde ich einfach die Momente, wo dieser Druck bei einem durchkommt.
Wie als wenn ein 2. Ich in dir sagt. Du musst jetzt zocken sonst platzt dein Schädel.
Wie als wenn der teufel oder Dämon von dir Besitz ergreift….
Ich möchte es schaffen, Vorallem aus diesem teufelkreis rauszukommen.
Und wenn ich spielfrei bin. Möchte ich auch anderen Menschen helfen bzw beruflich in die Richtung was machen.
Mich komplett noch einmal neu finden.
Lg an euch..
-
Hallo Joshi,
Die Ursachen dafür, warum ich immer in Spielhallen gegangen bin, bzw spielen gehe weiß ich ja schon.
Durch emotionale negative Ereignisse meistens.
...................................
Und das die Klinik nicht so schlimm ist..
Zerteile Deinen Beitrag einfach einmal.
Negative emotionale Erlebnisse sind ja mit anderen involvierten Personen verbunden.
Daher ist es eigentlich eine indirekte Schuldzuweisung an andere.
Eine willkommene Gelegenheit für einen pathologischen Spieler.
Und in der Spielo ist es schlimm..doch nicht in einer Klinik.
Diese Sucht ist kein Dämon, Du bist dass schon dann alles selbst.
Du hast tolle Hobbys, sie sind ein toller Ausgleich für Dich.
Wenn der Druck wieder da ist erinnere Dich, was Du Dir und Deinen Lieben damit antust.
Sie wollen es auch nicht dass Du spielst, Dich danach schlecht fühlst, das Geld wieder weg ...der ganze Frust, Ärger und negativer Selbstwert.
Du hast Ziele, klasse sind diese..daran immer festhalten und jeden Tag dem einen Schritt näher.
Grüß Dich
-
Hallo Leute,
Die letzten Monate war es sehr ruhig um mich, ich habe viele Dinge regeln müssen und mich um meine Zukunft gekümmert.
Zu allererst habe ich im Oktober einen Termin bei der Schuldnerberatung gehabt und meine privatinsolvenz beantragt. Das erleichtert erstmal sehr.
Desweiteren habe ich für August 2022 einen neuen Arbeitsplatz/Ausbildung. Auf die ich mich sehr freue.
Desweiteren sind alle meine Liebsten auf meine krankheit bezogen komplett eingeweiht.
Seit November gibt es auch eine Selbsthilfegruppe in meiner Nähe. Die allerdings nur aus bisher 2 Leuten besteht. Aber besser als nichts.
Desweiteren gehe ich nun Anfang Februar für 8 Wochen in eine Klinik für Glücksspielsucht.
Wo mir hoffentlich geholfen wird und ich den kampf gegen meine Sucht angehen kann.
Wie geht es euch so?
Und hat noch jemand Tipps für mich? Oder Erfahrungen über Klinik Aufenthalte ?
Für mich gehts an die Nordsee nach Breklum
Lg Joshi
-
Desweiteren gehe ich nun Anfang Februar für 8 Wochen in eine Klinik für Glücksspielsucht.
Es ist schön zu sehen, dass du alles unternimmst was möglich ist.
Du bist noch so "jung" von daher lohnt es sich ganz besonders JETZT nichts unversucht zu lassen um keinerlei Risiko einzugehen.
In der Therapie wird man dir zeigen, wie du dir selbst "helfen" kannst.
Dort wird angeleitet und unterstützt.
Ich freue mich für dich, denn ein suchtfreies Leben ist wirklich ein ganz anderes Kaliber als dieses dahinvegetieren in der Spielsucht.
Kopf hoch !
-
Hallo Joshi,
vielen Dank für deinen Bericht, das klingt doch alles schon mal sehr nach MACHEN, super.
Klinik kann ich Dir leider persönlich keine Erfahrungen geben, aber sicher andere hier.
Und wie ist es Dir mit deiner Spielsucht in den letzten Wochen ergangen, ? Quält es Dich noch so oder hast du da schon Wege für Dich gefunden?
LG Medea
-
Ja, ich hoffe das ich in der Klinik den neuen Weg. Vorallem den suchtfreien weg einschlagen kann.
Die letzten Monate ging es mir so einigermaßen.
Es gab zwei Rückfälle. Wo ich jeweils 30€ verspielt habe.
Ich aber auch gleichzeitig froh war. Dass es nur 30€ waren. Statt wie an anderen malen ganz andere Summen.
Ja es war Ein Rückfall aber aus diesen muss ich lernen.
Ich habe großen Respekt davor was mich im Februar dort erwartet. Und hoffe und will das dort auch packen.
Lg Joshi
-
Hallo joshi,
Hast du dir denn angeschaut warum es zu den 30€ kam. Die Summe ist ja erstmal irrelevant. Ein Lob für "nur" 30€bekomnst nicht. Aber dafür dass du dich dem stellst ein fettes Lob!!
Angst vor der Therapie, kann ich nachvollziehen, aber aus meiner Reise kann ich dir sagen, ein spannender Weg liegt vor dir und Vorfreude wäre das bessere Gefühl. Du lernst jemand ganz besonderes bald besser kennen : Dich!!
Bleib dran, schaue auf Dich und hinterfrage weiter!
LG Medea
-
Hallo ihr Lieben,
Zuerst einmal, zum Rückfall.
Ich hab nach ungefähr 10-15 Minuten gemerkt, ich weiß nicht ob es mein inneres ich war.
Das ich mich gefragt habe: hey… was machst du hier eigentlich für einen scheiß. Dir wird es danach nur noch schlechter gehen, weil dein Geld wieder weg ist.
Und dann bin ich auch aufgestanden und bin aus der Spielhalle raus…
Ich war zum einem enttäuscht… das ich 30€ verzockt habe.. aber gleichzeitig auch froh das ich die restlichen 70€ noch in der Tasche hatte.
Wovon ich mir danach was leckeres zu essen gekauft habe….
Mir ist da erstmal wieder bewusst geworden, dass es meine Probleme nicht löst.
Bzw ich das Geld auch sinnvoller verwenden kann.
Als es in einem Automaten zu versenken.
Nun zu dir André,
Vielen lieben Dank in den tollen Einblick.
Mir wurde im Schreiben der Klinik mitgeteilt, dass ich Laptop Handy usw mitnehmen darf und in der Freizeit nutzen darf….
Online spielen habe ich ehh nie gemacht und habe auch meine kontovollmacht an meinen Bruder abgegeben. So das ich nicht online zocken kann.
Ich werde in der Klinik nochmal anrufen und mir die wichtigsten Fragen beantworten lassen.
Aufjedenfall gibt es eine große Turnhalle. Einzel und gruppengespräche.
Einen Fitnessraum. Ergo, Physiotherapie und Musik Therapie. Und sogar das Angebot einer Lehrküche.
Es soll 1x die woche uns sogar bus zur Fahrt zum Strand abholen. Und vieles mehr.
Ich habe Respekt und Angst was auf mich zukommt.
Allerdings auch eine tolle Familie die hinter mir steht und mich besuchen kommen wird. Das gibt mir kraft.
Lg Joshi
-
Hallo Joshi,
Und dann bin ich auch aufgestanden und bin aus der Spielhalle raus…
Ich war zum einem enttäuscht… das ich 30€ verzockt habe.. aber gleichzeitig auch froh das ich die restlichen 70€ noch in der Tasche hatte.
Mir ist da erstmal wieder bewusst geworden, dass es meine Probleme nicht löst.
Bzw ich das Geld auch sinnvoller verwenden kann.
Als es in einem Automaten zu versenken.
Ich habe dies nur einmal getan, es war mein letzter Tag vor vielen Jahren in einer Spielhalle.
Schön dass ich mich nun bei Dir im Beitrag wiederfinden durfte.
Ich sehe es weit mehr als ein gutes Omen für Dich, ich konnte Deine Gedanken spüren.
Die einzige Instanz wäre nun noch den erneuten Weg zum Spiel zu vermeiden.
Bis jetzt hat es ja nicht funktioniert, auch wenn eine plötzliche "Reue" einsetzte.
Der pathologische Spieler plant seinen nächsten verhängnisvollen Besuch, hinter Deinem Rücken.
Jener Moment es dann zu tun ist eine Selbstaufgabe vor Deinem eigentlichen Ziel.
Du hast es einfach zugelassen!
Nichts anderes wäre doch nun zu erwarten und ab Februar hast Du auch die Zeit dafür.
Respekt Joshi, für alles.
Das zuletzt verspielte Geld schmerzt am meisten.
Grüß Dich
-
Vielen Dank für deine Sicht Jacky,
Es macht mir sehr viel Mut zuhören, dass andere wie ihr an mich glaubt.
Mein Wille und das Innere Ich müssen in Zukunft bei solchen Situationen stark sein!! Und meine Ziele nicht aus den Augen verlieren.
Ich bin gespannt was mir die nächste Zeit bringt.
Und was mir die Klinik bringt.
Seit dem neuen Jahr habe ich eine Idee von meiner Freundin wahrgenommen. Die ich echt gut finde und Ansporn sind.
Ich habe mir einen Riesen großen Jahreskalender geholt. Auf dem ich für jeden Spielfreien Tag, ein grünes Kreuz mache.
Und für Rückfälle natürlich ein rotes. Das ist echt ein gutes Gefühl nach jedem Tag ein grünes Kreuz machen zu dürfen.
Jacky wie erging es dir damals in dieser Situation so?
Magst du mir vielleicht privat mal schreiben?
Lg Joshi
-
Seit dem neuen Jahr habe ich eine Idee von meiner Freundin wahrgenommen. Die ich echt gut finde und Ansporn sind.
Cool: https://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php?topic=141.msg1084#msg1084
Für mich ein unglaublich wichtiges Hilfsmittel.
-
Hallo Joshi,
Jacky wie erging es dir damals in dieser Situation so?
Ich saß nie gerne in der Nähe des Eingangs, ich habe mich immer sehr geschämt wenn andere mich gesehen haben.
Dass ich immer wieder da war und vor den Automaten verweilte, auf Symbole Kirschen oder sonst etwas hoffte.
Stupide Mechanismen und dauernd nachmünzte, auch war ich immer froh wenn neue Mitarbeiter da waren, die mich eben noch nicht kannten.
An meinem letzten Tag vor einem Automaten ging es mir nicht gut, es war ein sonniger Tag.
Was mache ich da nur....es war mir nicht wichtig ob ich gewann oder verlor, gar nichts mehr war mir wichtig.
Meine Familie und Freunde lebten in einer Welt an der ich doch nur noch ein seltener Gast war.
Wie ein Ausgestoßener und meine Gedanken fingen an sich wild zu drehen.
Es war mir viel zu viel geworden und hätte ich eine Pille dabei gehabt die mein Leben sofort beenden würde,
hätte ich sie so gerne geschluckt. dies war damals mein größter Wunsch.
Es war also vorbei, so stand ich auf und es war nicht wichtig wieviel Geld noch auf dem Zähler war.
Und dieses mal war ich so froh darüber in der Nähe des Ein/Ausgangs gewesen zu sein.
Wenige Schritte, dann diese elende Treppe hinunter und zu meinem Wagen.
Warum auch immer es so sei, ich durfte nun fortan erleben kein Gast mehr bei meinen Lieben zu sein.
Und bin endlich bei ihnen angekommen.
Für sie war ich aber eh immer da, es war ja meine heimliche Welt.
Sie war voller Leid, Sorgen, Selbstaufgabe und ja....mit wenig Lebenswillen zum Schluss.
Das Leben eines spielsüchtigen Menschen.....
Ohne jene Freude die meine Familie mir so sehr wünschte und ich sie so lange einfach nicht annehmen konnte.
Wenn man vor dieser Wand angekommen ist, kann man alles spüren.
Als stünde ich auf einem Podest vor einem Galgen, inmitten vor meinen ganzen Verwanden und Bekannten meines Lebens.
Und sie drehen sich alle um um es nicht zu sehen, was ich mir und ihnen antue.
Schuldig im Sinne der Anklage und der einzige Ankläger war ich selbst!
Das hier ist kein Spaß, es geht um unser Leben, mache alles dafür um es immer erhalten zu wollen lieber Joshi.
Liebe Grüße
-
Liebe Jacky,
Ich bin gerade echt erschrocken… aber gleichzeitig auch dir dankbar…
Ich fühle in vielen Situationen mit dir, und danke dir für diese ehrlichen Worte 🙏
Lg Joshi
-
Liebe Jacky,
:-* :-* :-*
-
Hallo Ihr Lieben,
Ich wollte mich mal wieder bei euch melden und ein Lebenszeichen von mir geben!
Aktuell bin ich nun seit genau 1 Woche in einer stationären Klinik für Glücksspielsucht.
Anfangs hatte ich ja sehr große Angst was mich dort erwartet und alles.
Nun zu meinem aktuellen Befinden und meinem ersten Fazit :
Es war mir eine der besten Entscheidungen der letzten Jahre!! Mir geht es aktuell sehr gut.
Seit dem ich hier bin, gab es keinen Tag an dem ich suchtdruck empfunden habe oder ans spielen gedacht habe.
Wie einige das ja vielleicht von euch kennen: oder auch so schön sagen.
Man ist in einem geschützten Bereich.
Ich wurde von meiner Gruppe sehr gut aufgenommen und die Gruppensitzungen und Einzelgespräche bei meinem Psychologen sind sehr hilfreich!
Sich intensiv mit seiner Suchtkrankheit und seinem vergangen und bisherigen Leben auseinander zusetzen.
Die Gründe dafür zu finden warum man spielen gegangen ist.
Diese 7 Tage die ich nun hier bin.
In dieser Zeit habe ich soviel über die letzten Jahre und meiner spielerkarierre nachgedacht, wie in den ganzen letzten Jahren nicht.
Ich merke das mir hier geholfen wird, ich unterstützt werde ein suchtfreies Leben zu führen.
Das mein bezugstherapeut nicht einfach nen Knopf drücken kann, dass ich aufhöre ist mir klar.
Aber er zeigt mir Wege, Möglichkeiten und Tipps für den Weg in die Abstinenz.
Ich habe nun noch 7 Wochen vor mir. Und bin dankbar das ich diese Chance hier aus freiem und eigenen Willen bekomme und auch nutzen werde.
Ich hoffe euch geht es soweit gut.
LG euer Joshi
-
Hallo Joshi,
genau dafür sind SHGs, Therapeuten, Therapien, Kliniken und weitere Hilfsangebote da.
Für Menschen wie Dich, die diese Unterstützung zu schätzen wissen.
Du kannst alles greifen und merkst wie es Dir hilft in ein spielfreies Leben zu finden.
Ich war auch schon einige male in Kliniken, unwichtig dass es dabei nicht um meine Spielsucht ging.
Aber es ging um mich, um mein Leben und ....
"...bin dankbar das ich diese Chance hier aus freiem und eigenen Willen bekomme und auch nutzen werde."
Gut Joshi, sehr gut sogar.
Liebe Grüße
-
Hallo Joshi,
wunderbar, ich freue mich sehr für Dich. Sich mit sich selbst zu beschäftigen und sich kennen zu lernen in einem geschützten Rahmen ein wundervolles Erlebnis. Und toll, dass du da so offen und selbst reflektieren ran gehst und dass alles ohne Wertung einfach mal annehmen kannst, ganz toll.
Du machst anderen die diesen Schritt noch fürchten mit Deinem Beitrag sicher Mut.
Freue mich mehr von Dir zu lesen und genieße Deine Wochen und nimm alles mit in ein suchtfreies erfülltes Leben.
LG Medea
-
Hallo ihr beiden,
Das freut mich das es bei dir/euch auch so gut läuft.
Bisher bin ich wirklich sehr zufrieden.
Und möchte diese Erfahrungen und alles was ich hier lerne und mitnehme.
Für die nächsten Jahre und mein weiteres Leben mitnehmen!!
Ich weiß, es werden bestimmt auch mal Tage kommen, die vielleicht nicht so gut sind oder es schwer für mich ist.
Dieses zu ändern, aber ich freue mich auch darauf.
Denn das ist wieder eine neue Chance für mich, solche Situationen zu meistern und zu lernen damit umzugehen und sie vielleicht aus einem anderen Blickfeld zu betrachten.
Spieler sind meistens von ihrem Wesen und der Art gute bzw herzensgute Menschen, das habe ich hier auch gelernt.
Die sich jedoch durch ihre eigenen Probleme. In ihre Sucht flüchten.
Es gilt, sich bewusst zu werden… das es Auslöser hat warum man spielen gegangen ist.
Bzw dieses System bzw Auslöser die diesen automatismus im Kopf auslösen, Bzw den man als Spieler antrainiert hat.
Sich abzugewöhnen bzw. anzutrainieren.
Wie man in solchen Situationen reagiert um nicht mehr spielen zu gehen.
In seinem Leben sich immer wieder neue Ziele zu setzen, die man erreichen möchte.
Eine Struktur im Leben zu haben.
Sein eigenes Leben so zu gestalten wie man das möchte. Und Vorallem an Sich selbst zu denken
Lg Aljosha
-
Hallo ihr Lieben,
Nun sind die ersten 3 Wochen meines Aufenthaltes in der stationären Klinik vorbei.
Vorab erst einmal, dieses Gefühl hier geschützt zu sein. Und bisher keinen Suchtdruck gehabt zu haben. Ist ein unbeschreibliches und gut tuendes Gefühl.
Als das Gefühl der letzten 7 Jahre spielen zu gehen. Und sich der Sucht immer mehr und mehr hinzugeben.
Ich habe nun noch 5 Wochen vor mir.
Dann gehe ich in die ambulante Therapie die wöchentlich mit SHG und Einzelgesprächen weitergeführt wird. (Plus Nachsorge)
Meine privatinsolvenz und alle anderen wichtigen Dinge konnte ich hier in der Zeit auch klären.
Aber das allerwichtigste, was ich für mich hier bisher gelernt habe ist.
Nur auf sich Selbst zu achten!! Sich nicht direkt sicher zu fühlen weil man hier in einem geschützten Bereich ist.
Denn das ist die größte Gefahr rückfällig zu werden. Wenn man denkt, man fühlt sich sicher und stark genug nicht rückfällig zu werden.
Mein neuer Lebensweg soll der Weg aus der spielsucht werden!! Abstinent zu bleiben und das wirklich wahre Leben zu genießen und zu meistern!!
Die Frage ist nämlich, Ich darf nicht! Ich will nicht , oder ich brauche nicht!!
Denn das sind die 3 Sätze die ich auf diesem Wege mitnehme.
Das ich nicht spielen brauche!! Weil es das nicht wert ist!
Nur das nötigste an Geld in Zukunft zu haben, Bzw mit sich zu führen.
Ich würde einfach soviel hier noch mehr schreiben und erzählen, aber dann würde es vllt euch zu viel werden.
Wenn ich das jedoch darf, dann berichtet mit.
Aktuell schreibe ich meine Lebensbiografie.
Die ich Ende der woche vor meinen Mitpatienten vorstelle.
Eine mega tolle Erfahrung und Vorallem ein gutes. Therapie-rezept… tiefer zu gehen, die gründe zu finden. Sein bisheriges Leben zu reflektieren.
Ich freue mich von euch zu hören.
Euer Joshi :)
-
Hallo Joshi,
gerne würde ich mehr lesen, ich war nie in einer stationären Therapie und finde es spannend, wenn man die Möglichkeit und riesen Chance hat, sich aus dem Alltag rauszuziehen und ganz auf sich zu schauen. Toll, wie Du dich darauf einlässt. Oft habe ich im Forum schon von welchen gelesen, die das nur abistzen, bei Dir spürt man deutlich das Gehen in festen und willigen Schritten.
Also ich freue mich weiter von Dir zu lesen !!
LG Medea
-
Guten Morgen zusammen,
Um auf den Punkt einzugehen, dass einige das hier nur absitzen… das stimmt leider auch.
Jedoch dient eine stationäre Therapie dazu, sich mit sich selbst auseinander zu setzen.
Aus seinem gewohnten Umfeld erstmal zu sein.
Hier lernen wir uns intensiv mit unser Sucht auseinander zusetzen. Jedoch das schöne und suchtfreie Leben nicht zu vergessen und zu leben.
Die Programme hier mit Sport, Ergotherapie, Einzelgesprächen und Gruppentherapie plus Sozialdienst und Geldmanagment sind hier top organisiert!!
Hier wird einem geholfen. Ratschläge Tipps und Anleitungen dazu gegeben in ein suchtfreies Leben zu starten! Wenn man mitzieht und sich und den anderen gegenüber auch ehrlich ist!!
Das ist die wichtigste Einstellung.
Ich habe inzwischen hier gelernt. Wie sinnlos, erbärmlich, beschämend und wiederlich meine letzten 7 Jahre spielen waren!!
Wie ich mich dieser sucht so hergeben konnte.
Doch jetzt habe ich neue Ziele und Perspektiven vor meinen Augen.
Die ich angehen will und mein Leben leben will!
Ohne zu spielen.
Mir jedoch dabei bewusst bin. Das wer einmal süchtig ist. Wird immer süchtig sein.
Jedoch hat jeder genau wie ich die Wahl.
Nicht spielen gehen zu müssen! Weil ich es nicht brauche! Denn es gibt viel wichtigere und schönere Dinge im Leben.
Als mein Leben weiterhin durchs spielen zu ruinieren!
Oder wie mein Therapeut sagt, Rückfälle können passieren. Das entscheidene ist jedoch dabei.
Aus diesen Dingen zu lernen.
Und nicht wieder dann alles komplett hinzuschmeißen sondern gestärkt wieder raus zu gehen.
Jedoch will ich es erst garnicht zu einem Rückfall kommen lassen.
Schönen Dienstag wünsche ich euch.
Und ich berichte weiter
-
Hallo Ihr Lieben,
3 Wochen stehen nun noch für mich stationär an.
Dann heißt es für mich, wieder Nach Hause zu kommen und das reale Leben zu meistern!!
Mein Bezugs und Verhaltenstherapeut, ist sehr zufrieden mit meiner Entwicklung hier.
In 3 Wochen geht es aber direkt positiv und zielführend für mich weiter, denn ich habe schon eine Zusage für eine ambulante Therapie plus Nachsorge. Die ich mit vollem Elan und Energie die ich hier schon sammeln konnte. Angehen und meinen Weg in ein Spielfreies Leben gehen möchte.
Desweiteren konnte ich über meinen Anwalt einen gerichtlichen Beschluss erwirken das ich nun in allen Spielhallen deutschlandweit nun sofort gesperrt bin. Weil Oasis bzw die Dreckshöllen damit ja Zeit lassen. ( wollte das nur nebenbei erwähnen. Da ich mich mit diesem Thema nicht groß für meine Zukunft befassen will.)
Denn ich entscheide für mich alleine selbst welchen Weg ich einschlage!!
Durch die Zeit hier habe ich auch angefangen, den Menschen, wie meine Familie, Partner und wichtigen Freunden.
Wieder vertrauen zu schenken, mich zu öffnen und Einfach wieder Ich zu sein, es wird seine Zeit brauchen. Jedoch nähern wir uns alle wieder sehr an. Was ein unglaubliches Gefühl ist.
Was ich mit meiner Sucht in der Vergangenheit kaputt gemacht habe.
Ich will mein neues Leben leben. Träume und Ziele verfolgen.
Denn Träume setzen Ziele, und diese kann man erreichen.
Liebe Grüße euer Joshi :)
-
Hallo Ihr Lieben.
Ich bin nun seit 9 Tagen wieder Zuhause.
Es ist schön seine Liebsten wieder um sich herum zu haben und wieder zuhause zu meistern.
Allerdings stehe ich erst am Anfang meines Weges, in ein Abstinenz frei Leben!
Die Realität ist dann erstmal wie ein unerwarteter Schlag ins Gesicht! Sich erstmal daran zu gewöhnen das man nun sein zukünftiges Leben alleine bewältigen muss.
Dort war ich ja wieder unter einer Käseglocke.
Trotz allem waren diese 10 Wochen sehr intensiv und lehrreich für mich. Dort im realen Leben anzusetzen und meinen Weg zu gehen.
Ich hätte sogar gerne noch länger dort weiter gemacht, jedoch hat die Rentenversicherung nur 10 Wochen bewilligt, aber dafür geht es nun ein halbes Jahr mit der ambulanten weiterbehandlung weiter.
Jetzt geht der Wahre Weg für mich los mein Leben zu meistern und meine Ziele und Träume zu verfolgen.
Und das ganze hoffentlich suchtfrei und abstinent.
Lg euer Joshi
-
Hallo André und ihr anderen Lieben,
Mir persönlich geht es aktuell gut, allerdings auch letzten Freitag schlecht.
Um auf deine Fragen einzugehen, wie es mir nun nach der 2 monatigen Stationären Therapie geht?
Besser als vor der Therapie, Bzw als die ganzen letzten Jahre!! Jedoch fehlen mir die Menschen die ich in der Zeit da oben kennengelernt habe und die 9 Wochen waren einfach aus meiner Sicht zu kurz.
Vieles hat sich bei mir privat seit der stationären Therapie geändert und meine ambulante weiterbehandlung läuft auch super.
Ich achte seit dem ich wieder in meiner gewohnten Umgebung bin, so extrem auf mich. Was mir gut tut, welchen Weg ich gehen möchte.
Das ich gut bin so wie ich bin. Und mich in keine alten Muster wieder ziehen lasse.
Besonders fällt mir auf, das seit der Therapie das Verhältnis zu meiner Familie ( Geschwister, Eltern Verwandtschaft) inzwischen wirklich gut ist. Kaum vorstellbar nachdem was ich mir und meinen Angehörigen den letzten Jahren für ein leid angetan habe.
Wo einem aber auch wieder klar wird, die Familie war immer da, nur habe ich sie durch meine Sucht, nicht wahrgenommen Bzw von mir weggedrängt.
Kommen wir zu letzten Freitag, Den Tag den ich bereue, weil ich nämlich meinen ersten Rückfall hatte….. auf den ich nicht stolz bin und mich auch geschämt habe.
Ich möchte garnicht groß erzählen was ich verspielt habe… sondern eher…. Was es ausgelöst hat.
Und zwar war es mal wieder die Kommunikation mit meiner Partnerin auf Beziehungsebene…
Dinge die ich in ihren auch nicht richtig gemacht habe… Bzw ich nicht so kommuniziert habe wie sich es sich gewünscht hätte.
Als meine Grenze erreicht war…. Nach langen Diskussionen… war ich eigentlich stolz das ich nach Hause zu meinen Eltern fahren wollte.
Jedoch habe ich meine eigene Grenze übergangen…. Und bin geblieben. Woraufhin ich den ganzen Tag über die Situation nachgedacht habe und ich somit nicht zur Ruhe kam. Und den Tag darauf dann spielen war.
Weil ich nicht rechtzeitig die reisleine gezogen habe.
Jedoch bin ich froh, dass ich über alles heute in der Einzel und Gruppentherapie besprechen konnte. Um es für mich zu reflektieren und in Zukunft besser zu machen!
Es war ein Rückfall ja…. Allerdings möchte ich daraus lernen und nach vorne schauen.
Die Schlüsse aus meinem handeln ziehen. Um unserer Krankheit die wir alle haben.
Mehr vorzubeugen.
Jedoch achte ich einfach inzwischen sehr viel mehr auf mich und habe in meinen Augen schon viel gelernt und mitnehmen können.
Ich bin erst am Anfang, des Weges raus aus der Sucht, für ein spielfreies leben.
Gute Nacht und liebe grüße
Euer Joshi 🥺
-
Hallo Joshi,
für unsere Spielsucht ist jede stressige Situation, jeder Streit, jede Sorge ein willkommener Anlass.
Ab einem gewissen Zeitpunkt spielte ja anscheinend keiner mehr von uns wegen des Spielens Willen.
Wenn es also Gründe gäbe, wieder zu spielen für uns, wir es ja im Vorfeld wissen........
Mag es oberflächlich eine Ausrede sein, eine Schuldzuweisung auf unser dann negatives Verhalten.
Jeder hat einmal einen schlechten Moment oder Tag, geht event. dann in eine Kneipe um etwas davon abzubauen.
Oder rennt einen Berg hoch, schreit oder macht eine Arschbombe vom Fünfer....
Wir sind ja hier unter uns und ich muss nichts davon wirklich erklären.
Was Auslöser so alles bewirken können für einen Spielsüchtigen.
Dieses VerhaltensImplantat welches uns anscheinend in eine frühere Gewohnheit zurück versetzen könnte.
Wir wappnen uns dagegen und sind meist vorbereitet, arbeiten an uns intensiv usw....
Wir schieben damit doch nur etwas vor, als Erklärung, Rechtfertigung und Begründung warum man dann wieder spielen wird oder spielte.
Es bleibt somit immer eine Ausrede!
Ich glaube nicht dass wir Schläfer sind und es käme nur auf eine entsprechend gewichtige Alltagsituation an um Rückfällig zu werden.
Was aber nichts daran ändert auch immer wachsam zu bleiben.
Ein pathologischer Spieler muss sich auf seine Krankheit einstellen.
Ja Andrè, kein Beinbruch und absolut kann ein Rückfall wieder etwas davon stärken, wo es sich noch zu festigen gilt.
Da bin ich einer Meinung.
...der Weg raus aus der Sucht in ein spielfreies Leben.
Liebe Grüße
-
Hallo André,
Mir geht es soweit gut.
Meine ambulante Weiterbehandlung ist in vollem Gange und aktuell sehr intensiv, ich bekomme viele Erkenntnisse und Punkte. Die wir Bzw ich angehen werden. Thema: Grenzüberschreitungen, Anerkennung, Erfolg und Bestätigung.
Alles Dinge die über Jahre mich beschäftigt haben.
Danke für deine tolle und lange Nachricht, in vielen Dingen konnte ich mich in deiner Person wieder erkennen.
Klar gibt es Tage, die mir schwer fallen…. Weil man auch mit Enttäuschungen oder Kränkungen lernen muss umzugehen. Und nicht den Weg in die Halle zu suchen…
Manchmal habe ich Momente, da könnte ich einfach nur losheulen…. Weil mein Inneres Ich sich sagt… wieso bist du spielsüchtig geworden und du willst doch einfach nur ein normales Leben leben.
Zu guter letzt möchte ich aber mit STOLZ sagen. Das mich diese Situationen oder generell Momente die es gab. NICHT wieder rückfällig werden lassen haben. Worauf ich stolz bin
Lg an alle
Joshi
-
Hallo Ihr Lieben,
Sehr lange habt ihr von mir nichts gehört. Doch heute musste ich an euch denken.
Was ist bei mir in den letzten 4 Monaten passiert?! Sehr sehr viel positives.
Seit dem 01.08 bin ich nun in meiner neuen Ausbildung. Und es läuft alles bisher wirklich sehr gut. Ich habe tolle Ausbilder, tolle Kollegen.
Ein mega super Ziel vor Augen. Und ich entdecke neue Seiten an mir.
Aber Vorallem eine neue Chance und ein neues Kapitel in meinem Leben.
Es war die beste Entscheidung in meinem Leben nochmal etwas ganz neues zu erlernen.
Ich gehe jede Woche 1x zur SHG und 1x zum Einzelgespräch meiner ambulanten weiterbehandlung bei den Caritas.
Bei der SHG habe ich auch 2 Menschen kennengelernt mit dennen ich inzwischen sogar befreundet bin und einen guten Draht habe.
Desweiteren ist das Verhältnis zu meiner Familie wieder vertraut und es bessert sich immer mehr von Tag zu Tag.
Das einzige wo es manchmal ein wenig kriselt ist in meiner Beziehung, dass man mal streitet oder diskutiert…. Was denke ich jeder von euch kennt.
Aber es löst 0 Suchtdruck oder selbstzweifel in mir aus.
Weil ich ehrlich zu mir selbst bin. Nicht an mir zweifel, oder Fehler nur bei mir suche.
Ich liebe mein aktuelles Leben so wie es ist.
Habe auch einen gesunden Egoismus. Auf mich zu achten.
Dinge die mir schaden nicht an mich ran zu lassen.
Desweiteren habe ich über das Amtsgericht zur absoluten Sicherheit nun meine kompletten Finanzen an meinen Vater abgegeben. So das ich 0 Möglichkeiten habe wieder Mist zu hauen bzw. mein Geld zu versenken.
Ich hoffe euch allen geht es soweit gut.
Und ihr lasst mal was von euch hören.
Ich freue mich über Antworten.
Lg Joshi
-
Hallo Joshi,
ich mag Deine Beiträge, schon von Anfang an.
Da war im Hintergrund nie ein Ansatz einer kleinsten Idealisierung des Glücksspiels zu erkennen.
Ohne zu polarisieren über Dich selbst, schon nahezu bodenständig. :)
Eine tolle Bereicherung für unser Forum.
Und für mich einige Eigenschaften, an denen ich noch immer etwas lernen muss, Hut ab schonmal dafür Joshi.
Es kann schon einmal "kriseln" oder "hoch hergehen" in einer Beziehung.
Solange jeder im respektvollen Rahmen des anderen bleiben kann, wird dadurch auch nichts für dauerhaft verletzt.
Du hast, sogar über ein Gericht, Deine Finanzen abgegeben.
Für einen süchtigen Menschen, der einst eh nicht mit seinem Geld umgehen konnte, ein weiterer Schritt.
Zudem sorgt es zusätzlich nochmal für mehr Vertrauen zu Deiner Familie.
Es zeugt von Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit.
Und es wird nicht für immer so notwendig sein, ganz sicher.
Danke Dir für Deine Nachrichten hier und höre nie auf damit.
Grüß Dich
-
Respekt :-)
-
Hallo meine Lieben ☺️
Ich hoffe ihr konntet die Weihnachtstage alle soweit gut, egal in welcher Art gut überstehen.
Es war mein erstes Weihnachten, seit dem ich Spielfrei bin. Und wie soll ich sagen.. Ein Weihnachten ohne jeglichen Druck zu spielen.
Oder ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, wieder Geld verspielt zu haben. Ist einfach wunderbar ☺️.
Meine letzten 3 Wochen waren sehr stressig und intensiv.
Ich bin seit Dezember wieder in der Berufsschule (Blockunterricht 8 Wochen) und nach 10 Jahren wo ich das letzte mal in der Schule war. Garnicht mal so einfach da wieder rein zu kommen.
Früher hätten mich dieser Stress und Zeitaufwand, jeden Tag mit hin und zurück 3 Stunden Autofahrt.
Warscheinlich wieder zum spielen geführt. Um Frustration und Stress einfach abzubauen.
Allerdings ist es jetzt anders, keinen Gedanken ans spielen, keinen suchtdruck.
Weil ich mir immer wieder sage, wenn ich jetzt wieder spielen gehe, dann ist doch alles wieder nur noch schlimmer.
Desweiteren hatte meine Mutter vor 5 Wochen einen Herzinfarkt, der gerade so glimpflich ausging….. das war schon so eine Situation, die mich emotional ganz schön getroffen hat und man gemerkt hat…. Wie schnell solche Dinge einen aus der Bahn werfen können.
Auch da verspürte ich keinen suchtdruck.
Denn ich habe mir selbst gesagt, lass deinen Emotionen auch Freiraum, lass sie zu. Lass den Stress der Schule und alles drum herum auch mal raus.
Statt es in dich reinzufressen.
Und das war genau das richtige und gut so.
Ich wollte eigentlich garnicht so viel schreiben.
Ich hoffe es geht euch gut. Und ich höre von euch.
Euer Joshi ☺️
-
Moin Joshi,
auch wenn vieles falsch war, war doch auch vieles goldrichtig !
Man liest ja immer gern unsere "Erfolgsgeschichten" und deine freut mich besonders.
Denn Zweifel gab es bei dir nie und so zeigt sich ein gerader, direkter Weg in eine schöne und spielfreie Zukunft.
Ich freu mich für dich !
-
wie sehr wir doch als aktiver Spieler uns selbst in Stress und Frustationssituationen gebracht haben ... es noch als Erklärung für das Spielen nutzten , um eben Stress und Frustationen ab zu bauen. Bekloppt oder ? ;)
Bei mir war alles ein Anlass um spielen zu gehen.
Besonderer Stress
Langeweile
Hochzeit
Kinder
Gehaltserhöhung
Schöne familiäre Anlässe
Schulden
Überschuldung
Schuldenfreiheit
schlechter Sex
gar kein Sex
guter Sex
... to be continued ...
Alles war ein Grund ... und wenn ich keinen Grund fand, begann ich einen Streit mit meiner Frau ... dann hatte ich einen.
Irgendeinen Grund, es war doch scheißegal was es wirklicht war.
Es gab ja in Wahrheit nur einen Grund, den dass ich spielkrank war.
-
Hallo Joshi,
wirklich schön, vor dem Jahreswechsel nochmal von dir zu lesen.
Du hast ja ein sehr intensives Jahr hinter Dir. Inklusive Klinikaufenthalt, Rückfällen und intensiver Arbeit an Dir und Deinen Themen. Ich finde auch, dass Du wirklich stolz sein kannst. 😊
Gibt es denn den "Jahreskalender" noch, den Du von Deiner Freundin bekommen hattest und bei dem du jeden Tag grün oder rot eingefärbt hattest? Das ist eigentlich ein schönes Dokument über das, was Du geschafft hast. Dass es da einzelne rote Tage gab, ist in meinen Augen gar kein Beinbruch. Ich könnte wetten, du kannst jeden einzelnen roten Tag noch im Detail erinnern. Wie es Dir ging, was passiert ist, was Deine Spielsucht getriggert hat.... Und dann schaust du dir die darauf folgenden grünen Tage an und kannst wirklich stolz sein, dass Du da richtig gehandelt hast und alles aktiv wieder in die richtigen Bahnen gelenkt hast!!
Und dann noch was zu einem älteren Beitrag von Dir. Im November hattest Du von "Beziehungskrisen" geschrieben. Gibt ja verschiedenste Formen von Beziehungskrisen, aber ich schätze du meinst damit "Streit". Ich persönlich finde ja, dass Streit in der Beziehung etwas sehr gesundes ist. Zumindest sofern es nicht nur aus dem Austausch von Fiesheiten besteht. Im Streit macht man sich immerhin die Mühe, dem anderen mitzuteilen, was einem nicht passt. Und das ist die Basis dafür, dass man miteinander etwas verbessern kann. Aus Streit wächst doch am Ende meist etwas Gutes. Und deshalb sollte man sich davor gar nicht fürchten. Eine Beziehung ist eher tot, wenn man mit Masken voreinander rumläuft.
Man darf außerdem nicht vergessen, dass Du Dich im letzten mit Sicherheit sehr verändert hast. Bewegst dich nicht mehr in den alten Mustern, die Deiner Freundin vertraut waren. Bestimmt trittst Du jetzt auch oft selbstbewusster auf. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Deine Freundin auch manchmal verunsichert oder dass ihr euch da zumindest neu finden müsst.
Lass Dich drauf ein und nehmt Euch Zeit für Eure Themen. Das wäre mein Ratschlag.
Und für das Neue Jahr, Joshi, wünsche ich Dir soviel Stärke und Glück wie in diesem.
Liebe Grüße
JJ
-
Vielen Dank an alle,
Um auf deine Nachricht nochmal genauer ein zugehen JJ,
Du meinst dieses Tagebuch, wo
Ich auch immer täglich reinschreibe, was ich mir für den Tag vornehme. Was gut lief? Was eher nicht.
Ja das gibt es noch. Inzwischen sogar ein neu angefangenes. Da das alte seit November voll ist 🙈😅.
Auf den Punkt mit der Beziehungskrise : naja was soll ich dazu sagen…. Es war zwischendurch Besserung in Sicht.
Aber wie du schon sagst, ich habe mich verändert/geändert.
Und seit dem sie auch seit April arbeiten geht. Sind auch bei ihr viele neue Eindrücke und dinge in ihr Leben getretten.
Wir haben immer noch öfter mal Streit, Bzw was sehr viel Kraft und Energie kostet.
Allerdings werde ich mit ihr nun die Tage ein Gespräch führen. Und ihr mitteilen das es so nicht weiter gehen kann.
( über Weihnachten war sie krank) da hatten wir uns nicht gesehen.
Weil es mich, so wie es aktuell ist. Nicht glücklich macht.
Wir müssen einen gemeinsamen Weg finden.
Ansonsten geht man wohl getrennte Wege.
Denn ich muss auch auf mich achten, dass ich nicht irgendwann durch diese Streitigkeiten in ein Loch oder Selbstmitleid wie früher verfalle.
Ich liebe sie immer noch, aber aktuell bin ich mit diesen Situationen nicht glücklich. Das muss angesprochen und darüber mit ihr gesprochen werden.
Mal sehen wie es kommt. Aber ich hoffe und glaube wir können das schaffen.
Streitthema ist meist immer die Kommunikation zwischen uns, sie versteht was falsch…. Ich verstehe was falsch… oder mache es aus ihrer Sicht nicht richtig… und umgekehrt.
Ich halte euch auf den laufenden.
Und meine Mutter ist auf einem guten Weg der Besserung!!
-
Hallo,
es wurden ja hier Gründe zum spielen aufgeführt.
Aus meiner jetzigen Erinnerung.......
Möglich das ich nur gearbeitet und Geld verdient habe, den Schein eines intakten Vaters, Ehemann, Freundes aufrecht erhalten und diese ganze darin beinhaltete Logistik selbst erschaffen und am laufen hielt...nur aus einem Grund.
Um so bequem und unbefangen frei als nur möglich zu spielen!
Eine Überlebens fähige Basis für einen Menschen als mich.
Ohne ein einigermaßen funktionierendes "Umfeld" wäre es für meine Sucht auch schwerer gewesen.
Und mein Schicksal als hypothetisch "Gesunder" sowieso ein anderes.
Weil Fakt:
Bevor meine private/berufliche Karriere erst einmal richtig in die Gänge kam, war ich schon ein pathologischer Spieler.
Ja so ist das, wenn man alles haben möchte.
Könnte auch schreiben, ich armer psychisch kranker Mann wollte doch auch nur am Leben teilhaben.
Tragödie des Herzens: " Da steh ich nun und weiß von nichts".
Mache ich aber nicht :).......der wollte eigentlich nur spielen!
Manchmal, aber nur manchmal ist es nicht so einfach so etwas zu schreiben.
Aber es wäre oft nicht minder... zu schweigen.
Liebe Grüße
-
Hallo Liebe Leute,
Ich melde mich mal wieder zu Wort, warscheinlich nun auch viel öfters…. Nachdem es mir die letzten Wochen sehr schlecht ging. Und Freitag ich sogar richtig am Boden war… bzw bin.
Freitag hat sich meine Freundin von mir nach ca. 2 1/2 Jahren getrennt…… was soll ich sagen.
Das es immer gekriselt hat, wusstet ihr ja schon.
Man hat sich wegen Kleinigkeiten oder Missverständnissen immer hoch geschaukelt.
Vor ca. 3 1/2 Wochen, war ich so sauer.
Das ich ihr eine Entscheidung aufgedrängt habe was falsch war….. indem ich ihr gesagt habe, ich mache das so nicht mehr mit, sie soll mal überlegen wie sie mich sieht oder als Freund behandelt. Dann hat es sich hochgeschaukelt und sie hat Schluss gemacht. Aber dann waren wir nach 1 Stunde wieder zusammen, Bzw irgendwie doch nicht getrennt.
Dann hat sie mir gesagt wie für sie das alles ist. Und das seit Monaten ich ihr immer das Gefühl geben würde…. Das sie mich nicht respektiert, schlecht behandelt, oder ich ihr für alles die Schuld gebe… oder sich versuche Unterbewusst zu MANIPULIEREN.
Im Nachhinein muss ich ihr sogar zum Teil recht geben, auch wenn ich es erst nicht wahr haben wollte. Ich war schon sehr egoistisch und habe sie nicht respektiert oder auf Augenhöhe gesehen,
Ihr würde die Psyche inzwischen auf den Körper schlagen… und sie kann nicht mehr.
Ich habe mich erst Gefragt ob ich ein Nazist bin, weil das Wort toxisch mal viel… bzw. toxische Beziehung. Bzw narzisstisches verhalten in so einer Beziehung ja eine große Rolle spielt.
Sie hat mir auch ihre aktuellen Probleme erzählt… das sie auf Nichts mehr Bock hat… die Arbeit ihr alle Kraft raubt. Und sie garnicht mehr weiß, Wie sie das alles schaffen soll.
Daraufhin haben wir die letzten 3 Wochen extrem daran gearbeitet. Vorallem Ich!! Das ich sie auch respektiere und sie von mir gesehen wird. Es war deutlich eine große Besserung in Sicht.‚und wir haben auch oft und lange telefoniert. Was sehr schön war
Und dann kam nun der Freitag, nichts ahnend waren wir bei mir zuhause verabredet. Und sie steigt aus und sagt: ich habe schlechte Nachrichten. Ich habe eine Entscheidung getroffen….. sie möchte das nicht mehr.
Die Trennung ist nicht, weil sie mich nicht mehr liebt. Sondern weil wir beide nicht mehr harmonieren Bzw uns kaputt machen.
Es wäre nur fair wenn wir das beenden.
Ich solle gesund werden. Bzw jemanden finden der mir das geben kann. Was sie scheinbar nicht kann.
Aufjedenfall, hat sie durch ihre pädagogische Art enorm dazu bei getragen, denn immer wenn sie was gefragt hat. Es war nie zufriedenstellend.
Oder hat es Pädagogisch beurteilt.
Sorry für diesen langen Text!!! Ich bin aktuell echt am Boden. Und merke das ich diese einsamkeit oder das allein sein. Damit scheinbar eine weitere Baustelle habe…
Hat jemand zu so etwas ähnlichen Erfahrungen? Oder toxische Beziehung oder so?
Ganz wichtig zum Schluss!! Ich war nicht zocken oder hab anderen Mist gebaut.
Aber ich merke, dass ich da ein Riesen Problem scheinbar habe….
Dass ich das nicht gemerkt habe. Oder sie psychisch krank gemacht habe.
VG euer Joshi
-
Lieber Joshi,
da hast Du ja heftige Wochen hinter Dir.... Gut, dass Du Dein Herz hier ausschüttest!!
Auch eine kriselnde Beziehung ist etwas, woran man sich noch festhalten kann. Und in den turbulenten Monaten, in denen du dich in die Spielfreiheit geboxt hast, hast du das sicher getan. Ich habe immer gestaunt, dass Du mit Deiner Freundin so offen umgegangen bist bzgl. Deiner Spielsucht und sie damit so anscheinend entspannt umgegangen ist.
Trotzdem wird diese Zeit sie sehr viel Kraft gekostet haben. Natürlich hat sie auch Phasen voller Sorge und Angst erlebt. Dass das nicht spurlos an ihr vorübergegangen ist, ist auch nicht weiter verwunderlich. Aber dann ist es jetzt eben so. In einer Beziehung steckt man immer ein Stück weit mit drin im Sumpf des anderen. Und man prägt sich gegenseitig und hinterlässt Spuren.
Dass sie sagt, du machest sie psychisch krank, ist von ihr aber sehr unglücklich formuliert. Formuliere es um in "Du tust ihr nicht mehr gut." oder "Sie ist nicht mehr glücklich." So sagt es ja das gleiche aus, nur eben ohne dass die Schuld, die aus ihrem Satz so rausklingt.
Dass sie geht, wenn es ihr nicht gut geht, ist doch eine gesunde Entscheidung und zeigt, dass sie nicht so psychisch krank ist, wie sie selbst vielleicht meint.
Auch wenn es noch so sehr weh tut..... Lass sie ziehen und ihre eigenen Baustellen aufräumen.
Nach Narzist klingst du für mich in keinster Weise. Ein Narzist würde nicht darüber nachdenken, was er vielleicht falsch gemacht haben könnte!! Ein Narzist würde jetzt in die Kerbe immer wieder reinschlagen und auf ihr rumtrampeln. Das tust du denke ich nicht.
Du hast jetzt deine eigenen Baustellen. Mit ihrer Entscheidung klarkommen. Das Gefühl von Alleinsein aushalten. Dich selbst zu stabilisieren. Jetzt geht die Spielfreiheit quasi in die zweite Runde!!!
Und du wirst das schaffen, Joshi. Du wirst jetzt all das anwenden, was Du in Deiner Therapie gelernt hast. Gut auf dich aufpassen!!! In jeder Minute!!!
Und komm viel hier ins Forum. Halt Dich hier fest. :)
JJ
-
Vielen Dank für diese tolle Nachricht.
Ja es ist verdammt schwer für mich, diese leere die ich fühle. Und diese Einsamkeit.
Schwer ist es auch noch dazu, dass ich bis auf meine beste Freundin und einen Kumpel kein richtiges soziales Feld mehr habe….
Ich kann mit meinen Eltern nicht über meine Gefühle sprechen, wie es in mir aussieht usw.
Ich frage mich gerade wo ich ansetzen soll. Damit ich diese Einsamkeit überstehe.
Und ich verstehe auch nicht, warum ich mir über sie noch so viele Gedanken mache wie…. Hat sie noch Gefühle… will sie mir nur was gutes… wie geht es ihr..
Leider musste ich gestern über einen Kumpel erfahren das sie sich bei tinder angemeldet hat.
Und dort mit einem Kumpel, meines Kumpels schreibt…. Das tut weh das zuhören… obwohl es halt vorbei ist.
Ich überlege wie ich über sie hinweg komme. Ob ich ihr persönliche Geschenke aus unserer Beziehung oder Erinnerungen zurück geben soll….
Ich bin euch dankbar für jede Nachricht. Und das ich euch hier mein Herz ausschütten kann.
Ich habe mir 3 Wochen lang selber den Vorwurf gemacht, dass ich sie manipuliert habe. Nicht gesehen habe… oder Respektiert habe.
Aber was hat sie dazu beigetragen? Ich habe versucht mich zu bessern.
Und letzte Woche bei unserem Treffen war es auch richtig schön. Wo sie mich noch geküsst hat.
Ich fühle mich einfach aktuell nur LEER 😔
-
Ich bin euch dankbar für jede Nachricht. Und das ich euch hier mein Herz ausschütten kann.
Das Letzte was jetzt wichtig ist, ist deine Freundin.
Das Wichtigste in deinem Leben sollte aktuell deine Abstinenz sein.
Wenn du daran arbeitest und Fortschritte machst, wird das deinem Umfeld nicht entgehen.
Ich denke mal zur Zeit gibt es nichts, was du wg. deiner Freundin machen kannst.
Lass sie doch "rumtindern" oder sonstwas machen.
Es ist ihr Leben und bisher sehe ich da auch "kein" Ende ... evt. eine Ruhepause ... einfach mal "Luft holen"
Hör auf sie zu "stalken", in welcher Form auch immer und bring erstmal Stabilität in dein Leben.
Kümmere dich um dich selbst.
Dieses auf und ab in Beziehungen ist auch nichts, was man in wenigen Tagen klären könnte.
Meist geht sowas über Monate, wenn nicht gar Jahre.
Also HEUTE musst du dich da um gar nichts sorgen.
Natürlich würde man alles am liebsten SOFORT geklärt haben.
Aber das geht nicht. Unsere "Krankheit" braucht Geduld und Weile.
Mach was draus !
Nur nicht den Kopf hängen lassen !
-
Moin Joshi,
sie sagt, Ihr würde die Psyche auf den Körper schlagen! Es geht also nicht um Dich, es geht um Sie. Deine Freundin wird krank, wenn Sie länger mit Dir zusammen ist. Es ist nicht sehr attraktiv mit einem Spieler zusammen zu sein. Die Zukunftsaussichten sind nicht rosig. Wenn Ihr gemeinsam eine Familie gründen wollt, dann macht Sie sich ein Stück finanziell abhängig von Dir. Wenn dann immer wieder unkontrollierbar Rückfälle kommen, dann bringt das auch Ihre und die Welt Deiner Kinder ins wanken.
Tatsächlich habe ich es ganz ähnlich erlebt wie Du. Ich habe mich damals von Ihr getrennt. Ich dachte, "in Liebe loslassen" sei hier für Sie das beste.
Tatsächlich habe ich kürzlich, nach 30 Jahren erfahren, das es Ihr überhaupt nicht sehr gut ergangen ist. Das scheinbar übergroße Risiko, das ich rückfällig werden könnte reicht bei weitem nicht an das heran, was das Schicksal für Sie parat hielt.
Kümmer Dich um Deine Sucht. Das ist jetzt angezeigt, der Rest kommt von selbst. Ein Austausch ist immer in einer Selbsthilfegruppe möglich, das werde ich auch heute Abend wieder machen.
Taro
-
Nur der Vollstandligkeit halber, lieber Taro, sollten wir vielleicht noch ergänzen, dass Du inzwischen eine glückliche Beziehung führst und auch mehrere Kinder in die Welt gesetzt hast.
Wir brauchen ja hier nicht mehr Trostlosigkeit verbreiten als nötig.
Ich, lieber Joshi, führe auch eine Ehe mit einem Spielsüchtigen. Nicht alles toll bei uns, aber es funktioniert.
Meiner Meinung nach ist das Leben eines trockenen Spielsüchtigen im Durchschnitt nicht viel beschissener als das Leben eines Nicht-Spielsüchtigen. Jeder Mensch hat doch so seinen Sockenschuss und muss schauen wie er mit sich und der Welt klarkommt.
Von daher: So sch.... das auch gerade ist, Joshi, es wird bei Dir auch wieder bessere Zeiten geben.
Jetzt erstmal geht es nur darum, die neue Situation auszuhalten. Scheint Dir vielleicht gerade unmöglich.... kann aber bestimmt klappen. Tief durchatmen nicht vergessen!!!
Von Tag zu Tag wird sich alles ein bisschen mehr setzen. Man kann ja nicht den ganzen Brocken auf einmal verdauen. Daswird schon eine Weile dauern. Aber ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass Du jeden Tag für Dich ein kleines Stückchen weiterkommst.
Berichte uns heute Abend, wie es dir geht. Wenn Du Lust hast.
Bis dann.
JJ
-
Vielen lieben Dank für die Worte
Erstmal zu dir Fred!! Ich gebe dir vollkommen recht. Das ich weiter auf meine Abstinenz schaue.
Ich bin nun seit fast einem Jahr Spielfrei.
Auch wenn die Trennung gerade sehr hart ist. Verspüre ich keinerlei suchtdruck oder alte Muster. Rückfällig zu werden.
Da bleibe ich auch bei, und mache so weiter wie auch jetzt. Ohne spielen zu wollen.
Denn ich brauche es NICHT. Auch nicht in so einer Krise.
Nun zu dir Taro, wir kennen uns glaube ich noch nicht.
Wie JJ oben schon gesagt hat, wie sie es bewundert…. Wie wir mit meiner spielsucht umgegangen sind.
Ich glaube das entscheidene daran war. Das sie mich immer unterstützt hat. Und selber auch gesagt hat. Das deine Krankheit nie ein Problem unserer Beziehung war.
Das hat mich immer stolz gemacht, dass durch meine krankheit die Beziehung nicht gelitten hat.
Ich glaube es lag einfach daran, dass ich nach der Therapie ein anderer Mensch geworden bin, und sich bei ihr auch ganz viele Dinge zum negativen gewendet haben.
Ja, die Kommunikation…. War oft von Missverständnissen oder Streit oder Diskussionen geprägt.
Aber sie hat mir auch gestanden, dass sie aktuell mit allem was um sie herum abgeht. Privater Haushalt. Überstunden…. Ihr Anerkennungsjahr/Arbeit alles zu viel werden.
Und sie sich am liebsten nur ins Bett verkriechen würde.
Ich denke sie hat ihre eigenen Baustellen. Wie ich auch meine Baustellen habe.
Als sie sich Freitag getrennt hat, hat sie ja gesagt… die Trennung liegt nicht daran, dass sie mich nicht mehr liebt…
Wir harmonieren Bzw finden nicht mehr zueinander…. Wie auch immer man das verstehen soll.
Und es wäre nur fair, wenn wir uns nicht gegenseitig weiter so kaputt machen. Bzw darunter so leiden. Sie muss auch an sich denken.
Heute hat sie mir nochmal geschrieben, und gesagt… das sie nun einfach nach vorne gucken muss. Und das mit tinder nichts mit neuen Partner zutun hat.
Sie möchte im allgemeinen neue Menschen kennenlernen, die die gleichen Interessen wie sie haben.
Und nicht direkt eine nächste Partnerschaft.
Und das muss ich nun so stehen lassen.
Wir wollen uns beide nichts Böses.
Auch wenn ich mit der Trennung echt schwer zurecht komme.
Aber das ist das, was der letzte Baustein ist.
In meiner restlichen Zukunft, nie wieder rückfällig zu werden!! Meine Angst vor Verlusten Bzw Einsamkeit zu überwinden und mich dieser zu stellen!!
Sie wird da auch noch dran zu knabbern haben… nur zeigt es villeicht nicht so wie ich.
JJ vielen Dank für diese aufbauenden Worte!!
Ich höre gerne von euch!
-
Auch wenn die Trennung gerade sehr hart ist. Verspüre ich keinerlei suchtdruck oder alte Muster. Rückfällig zu werden.
Natürlich ist das nochmal eine Extra-Prüfung und man fragt sich "warum".
Zeigt aber nur, dass es neben der Spielsucht auch noch ein "weiteres" Leben gibt.
Trotzdem ist es für unsere Angehörigen & Partner auch immer ein ganz besondere Aufgabe.
Wir bekommen Hilfe und Unterstützung an jeder Ecke. Ja sogar therapeutische Angebote.
Und unsere Partner ? Die haben meist die Arschkarte. Sitzen mir ihrem "Elend" alleine da.
Von Freunden selten bis nie verstanden. Denn wie erklärt man jemandem der davon keine Ahnung hat das Leben eines Spieler-Angehörigen ?
Die vielen Vertrauensbrüche und Lügen, die mit unserer Sucht einhergehen, sind schwer verständlich.
"WIr" haben ja unsere Erklärung ... aber erklär die mal einem Nicht-Süchtigen.
Der wird dich nur "irre" anstarren.
Alles scheiße, alles nicht so einfach.
Aber das Ziel lohnt.
Zeig Verständnis für deine Freundin
Schwer ist es auch noch dazu, dass ich bis auf meine beste Freundin und einen Kumpel kein richtiges soziales Feld mehr habe….
Das ist wohl bei den meisten von uns ein echtes Problem.
Und in meinem Alter ist es sogar überraschend schwer, soziale Kontakte / Freundschaften neu zu knüpfen.
Erstens hat man es meist "verlernt" und zweitens ist man faul und träge geworden.
Drittens sind die alle schon so fest in ihren Bahnen verankert.
Mangels Hobbys in der Spielerkarriere gibt es auch immer weniger Ansatzpunkte / Gemeinsamkeiten.
Mag sein, dass es bei dem Einen oder Anderen mehr oder weniger ausgeprägt ist.
Aber das Grundproblem bleibt.
Ich hab nur einen Freund der mich nicht sehen will und elendig weit weg wohnt :-)
Und einen "Halb-Freund" aus der Jugendzeit, der zufälligerweise dort wohnt, wo der Freund der mich nicht sehen will, wohnt.
-
Hallo Fred,
Ja den Punkt, mit wie fühlen sich angehörige oder Partner eines spielsüchtigen. Kann ich voll und ganz nachvollziehen.
Ob es jetzt daran lag, lass ich mal so stehen. Den ich habe sie nie in meine Krankheit mit reingezogen. Bzw das es dadurch Vertrauensbrüche oder Ähnliches gab.
Da war ich immer stolz drauf, dass trennen zu können.
Ich glaube das größte Problem war einfach die Kommunikation. Das sie Dinge gerne gehört hätte, wie sie sie gerne von mir gehört hätte.
Sobald das nicht der falsch war, wurde es hoch geschaukelt oder diskutiert…
Da ist ganz viel auch bei Ihr aufzuarbeiten.
Aber ich muss nun selber nach Vorne schauen.
Zum 2. Punkt mit dem sozialen Umfeld.
Ja heutzutage ist es wirklich echt nicht einfach.
Klar man kann in discos oder andere Locations.
Aber ob man da wirklich Menschen richtig mit
Ihren Interessen kennenlernen kann?! Ich sehe das fraglich.
Ich suche mir jetzt erstmal, sportlich etwas ganz neues als Hobby raus.
VG
-
Danke André!!
Da sind einige Denkanstöße dabei.
Das es sie vielleicht doch belastet hat.
Wir haben warscheinlich vor uns hingelebt.
Und ja sie hat mit Sicherheit ihre eigenen Baustellen.
Ich werde nun nach vorne schauen, und mir sagen. Das ich sie auch viel durch sie was das Leben betrifft gelernt habe!!
Denn wir hatten auch richtig schöne Zeit.
Und sie hat mich während der ganzen Zeit. Wie stationäre Therapie und allem anderen immer begleitet und hinter mir gestanden.
Ja Arbeit habe ich doch schon die ganze Zeit.
Mache doch seit letzen August meine Ausbildung.
Wo mein Notenschnitt aktuell bei 2,0 glatt liegt. Da bin ich und auch mein Betrieb sehr mit zufrieden
-
Moin Joshi,
kennen tun wir uns noch nicht, aber ich lese Deine Beiträge. Wenn Du all meine Beiträge liest kennen wir uns auch nicht. JJ durfte ich persönlich kennenlernen. Ihr Einwurf das mein Beitrag negativ klingt stimmt vermutlich objektiv betrachtet. Jedoch war das überhaupt nicht meine Absicht. Mein Leben ist heute prall gefüllt.
Meine Aussage ist allgemein gültig. Ich habe Dir nur geantwortet. Jede Sucht hat Einfluss auf jeden in meinem Umfeld. Egal ob das Umfeld etwas von der Sucht weiss oder nicht, egal wie offen ich damit umgehen. Die kleine Andeutung zur Familienplanung ist da nur eine kleine Anmerkung. Es gibt viele Möglichkeiten. Am meisten geschädigt werden die Kinder eines Süchtigen. Gleich danach die Partnerin.
Ich glaube das es füt Dich genau so gut ist wie es ist. Alles andere wird die Zeit zeigen.
Ich bin mir übriegens ziemlich sicher, das trockene Spieler die sich regelmässig in der SHG austauschen, ein besseres Leben führen als der Durchschnittsbürger. Gelernt zu haben, alles was mich bewegt offen auszubreiten und die Lebenslösungen anderer Freund mit begleiten zu dürfen ist ein unfassbarer Schatz
-
Es bringt dann aber genau gar nix. Entweder Du bist enttäuscht oder sie kommt wieder auf Dich zu, weil sie sich über Deine anderen Ansichten /Erkenntnisse freut. Du hast aber vielleicht nur die richtigen Worte gewählt, zum richtigen Zeitpunkt. Nur geändert habt ihr erstmal so nix. Es lenkt Dich ab und löst nicht den Kern Deiner Probleme.
Wo nimmst du das bloß alles her ...
Ich bin grundsätzlich nicht "neidisch", außer bei deinen Beiträgen😇
...
Gabi !
-
Was wirklich gut hilft ist es, sich auf ganz neue Hobbys zu fokussieren, wo du einfach generell immer voran kommst und dadurch positivie Energie erhältst. Das kann Laufen sein oder Krafttraining mit jeweils Veränderung in positiver Hinsicht. Mache einfach Dinge die dich glücklich machen und suche dir bzgl. dem Verdienen von Geld zuverlässige Möglichkeiten, wie etwa ein Online-Business. Da gibt es so viele ungeahnte Wege.
-
Hallo Leute,
Nach langer Zeit melde auch ich mich mal wieder zur Wort hier.
Es gibt positive Dinge zu berichten
Gleichzeitig aber auch einige negative.
Vorab erst einmal: ich war vor kurzem echt am überlegen mich hier abzumelden, da es hier eine Person gab… dessen Beiträge mich echt fast zurück geworfen hätten bzw schädlich für mich waren…. Ohne diese Person zu nennen.
Kommen wir zu erst zu den positiven Dingen:
8 Wochen liegt meine Trennung nun zurück.
Es gab sehr harte Tage, aber gleichzeitig auch sehr lehrreiche und gute Tage.
Es zu lernen, die Trauer, Einsamkeit und den Verlust zu verarbeiten war hart… aber auch ein guter Prozess. Mir es auch eingestehen zu dürfen das zu verarbeiten!!
Ich bin stolz, dass ich diese Zeit ohne suchtdruck und spielen überstanden habe!! Und weiß… das ich Rückschläge nicht mehr mit dem Spielen kompensieren brauche!!
Desweiteren habe ich mir einen neuen Verein gesucht, bei dem ich mich inzwischen sehr wohl fühle und die Zeit dort genieße.
Auch habe ich versucht neue Frauen kennenzulernen, was auch schön war.
Doch trotz sich näher kommen usw… habe ich für mich gemerkt. Dass ich noch lange nicht soweit bin, mich auf eine Bindung Bzw neue frau einzulassen. Eine sehr wichtige Erfahrung für mich… denn dadurch habe ich gemerkt. Das andere dinge wo nach ich mich sehne, meine Punkte sind wo ich ansetzen muss.
Diesen Prozess werde ich nun angehen und daran arbeiten.
Desweiteren habe ich meine ambulante Weiterbehandlung nochmal um 6 Monate verlängert. Denn die Einzelgespräche und SHG tuen extrem gut. Das werden meine letzten 6 intensiven Monate dort sein. Da es die letzte mögliche Verlängerung ist.
Nun zum negativen:
Diese 8 Wochen konnte ich ja leider auch nicht arbeiten, da ich so starke Schmerzen im Fuß hatte…. Das war sehr hart.. weil einem es echt schwer fiel, seinen Tag voll zu gestalten.
Jetzt wurde ich endlich operiert und kann in 2 Wochen mit der Arbeit wieder starten.
Die Trennung habe ich denke ich gut verkraftet, vereinzelt gibt es noch Momente. Aber das ist Okey.
Jedoch habe ich irgendwie das Bedürfnis, meiner ex Partnerin noch einmal zu schreiben. Bzw sich auszusprechen…. Warum ich das möchte.. weis ich selber nicht so genau.
Warscheinlich weil sie mir als Mensch immer noch extrem wichtig ist. Und ich warscheinlich gerne freundschaftlich mit ihr in Kontakt bleiben möchte.
Aber irgendwie habe ich Angst, ihr zu schreiben Bzw nach einem Gespräch zu fragen.
Weil ich nicht weiß, wie es ihr nun geht Bzw ob sie das für sich schon verarbeitet hat. Oder überhaupt im freundschaftlichen in Kontakt bleiben möchte….
Ich weiß nicht ob ich noch warten soll, oder noch mehr Zeit vergehen lassen soll.
Oder das sie sich meldet. Oder es überhaupt möglich ist… ein Freundschaftsliches Verhältnis/Freundschaft führen zu können.
Alles in allem kann ich jedoch sagen, dass ich ein neuer Spielfreier Mensch bin. Denn das ist das wichtigste.
Ich muss niemanden etwas beweisen oder recht machen. Entweder man mag und akzeptiert mich so wie ich bin. Denn ich muss die Dinge machen, die mich erfüllen und glücklich machen.
Ich freue mich von euch zu hören.
Vg Joshi
-
Hallo Joshi,
ich hoffe, Du bist wieder gut genesen seit Deiner OP? Ich drücke die Daumen, dass Du nach Oster wieder in der Arbeit durchstarten kannst!! Klingt ja so, dass Du Dich drauf freust!!
Alles Gute.
JJ