Spielsucht Soforthilfe Forum (SSF)

Spieler & Angehörige => Tagebuch => Thema gestartet von: Benji1345 am 21.04.2025 13:23:11

Titel: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 21.04.2025 13:23:11
Habe in einem anderen Beitrag folgendes Gelesen und möchte mir selbst einmal darauf antworten.

"Ach, ja ich kann nicht nur mal eben spielen.  Dann hatte ich es. Es sind mMn. immer 2 Aspekte die wir verstehen sollten , einmal die Sucht selbst und einmal was dahinter steckt, was ist so schlimm das wir nicht aushalten können und wir uns ins Spiel flüchten ?"

Was steckt bei mir dahinter ?

Es soll definitiv verdrängt werden.

A.: meine finanzielle Unabhängigkeit

Diese wird natürlich auch durch meine Sucht bestimmt, allerdings war es zu Zeiten wo ich wenig bis nicht gespielt habe auch immer so, dass mein Geld nie wirklich reichte ( Unterhalt und Fahrtkosten nach Hamburg sind schon ca. 750 € / Monat). Das spielen sollte mir vorgaukeln, ich könne mir die Situation leichter gestalten, hätte ich nur "jetzt" mehr Geld, allerdings ohne die grundlegende Situation wirklich ändern zu müssen. -> Verdrängung man muss neues lernen und evtl nochmal von vorne anfange, was keine Schande aber doch schwierig ist, und Arbeit bedeutet.

B.: meine familiäre Situation mit meinem Sohn der so weit weg wohnt

C.: meine beruflicher Misserfolg ( und auch ständiger Vergleich mit anderen)

Punkt C.1. ein Punkt ist, dass ich kaum eine Traumvorstellung davon habe, was ich beruflich machen will ( das waren meist solche Sachen wie darauf hin arbeiten, das man "reich" wird. Ich bin in einer sehr reichen Gegend zur Schule gegangen, sodass meine Schulkollegen, in riesigen Vielen wohnten, und mir unser Zuhause recht popelig vorkam. Mein Verhältnis zur Lebensrealität vieler Leute war von Anfang an ein bisschen gestört, da es ja nicht für alle "normal" ist, sowohl bei Mutter als auch Vater ( Scheidungskind) je in einem Haus zu wohnen und ca. 4 Mal im Jahr in den Urlaub zu fahren. finanziell ging es allen sehr gut bis einigermaßen. Nur konnte ich das in jungen Jahren nicht sehen ( erstes "abgelegtes " Auto meines Vaters durfte ich fahren - während meine Schulfreunde einen neuen Audi zum 18. bekamen.
2000 € Führerschein Sparbuch zum 18. bekommen, für die Ausbildung/ Studium 20.000 € unter verwaltung meiner Eltern bekommen, 20.000 € geerbt aktuell in meiner Verwaltung aber unter der Hand meines Vaters.
Für die meisten ist das nicht normal und für mich war es quasi wenig, weil ich immer "nach oben " bzw. nach rechts und links geschaut habe, bloß nie nach unten.
Dieses leicht gestörte Verhältnis zu Geld ist jetzt deutlich gestörter, A. durch das Spielen, und B. dadurch, dass ich mit sehr intensiv mit dem Thema Geld an sich auseinandergesetzt habe.

Das ist wirklich sehr verstörend. Mit einigen Erkenntnissen, wie zum Beispiel, Geld ist eigentlich nicht real ( es gibt nur ca. 5% des gesamten Geldes als Bargeld der Rest ist nur theoretisch da.
Geld ist verbriefte Schuld.
Geld entsteht aus dem Nichts. Wenn eine Bank einen Kredit von der EZB benötigt, sagen wir 200.000.000 € dann drückt dort jemand auf einen Knopf und das Geld ist da, einfach geschaffen. Die Anfragende Bank muss natürlich Zinsen darauf zahlen, sodass ein großer Teil der Wirtschaftsleitung der Welt nur darauf ausgerichtet ist, Zinsen / Schulden zu erwirtschaften.
Bei vielen solcher Sachen, wäre ich froh gewesen diese nicht zu wissen, da es das Leben einfach einfacher lässt. So weiß man nun, das alles bloß ein riesiges Kartenhaus ist, bei dem wir kollektiv nun schon Zwei Finanzkrisen ( 2008 und Corona ) vor uns herschieben weil wir Sie einfach weggedruckt haben.

Wahrscheinlich ist auch ein Teil meiner Sorgen dabei, dass es einfach nicht besser werden kann, und wir auf jeden auf sehr viel schlechtere Zeiten zusteuern. bzw. Rezession/Depression.
Ein Teil von mir dachte auch schon in jungen Jahren daran, dass es sich eh kaum lohnt richtig loszulegen, weil sowieso alles am Arsch ist.

Hier sehe ich es (bzw. versuche ich es jetzt so zu sehen, dass) ich A.: eh nichts daran ändern kann, mich nur darauf einstellen kann ( Gelder nicht in Derivaten /Aktien zu halten sondern Kriesenwährungen und "hartes Geld" halten (BTC, GOLD, Silber)

B.: wenn ich es nicht ändern kann, mache ich das beste daraus. Aktuell sehe ich , dass ich mich beruflich nicht Wirklich bewege. Ich habe zum kochen den Skill Vertrieb, leicht ausgebaut, und beginne diesen August meine Bankkaufmann Lehre.
Eigentlich witzig, ich hatte mir gesagt entweder es funktioniert mit den Cryptos bis Februar oder ich beginne nochmal eine Lehre / Studium, (bessere Situation für meinen Sohn als einen Hänger als Vater, der im Haus seiner Oma wohnt)
Nun habe ich durch das spielen ( bewusst oder unbewusst ? ;D) meine Cryptos gegen die Wand gefahren, sodass ich die Ausbildung annahm. Und eigentlich freue ich mich auch darauf wieder neue Sachen zu lernen, auch wenn ich dadurch nicht schnell reich werde, kann ich doch Leuten helfen, gute finanzielle Entscheidungen zu treffen.

(Früher hatte ich mich mit 18 Jahren schon auf Ausbildungen bei Banken beworben, war aber so beeinträchtigt durch meinen damaligen Drogenkonsum, dass mich dort keiner wollte. Wahrscheinlich wollte ich schon lange unterbewusst, auch wenn ich immer etwas anderes als meine Eltern machen wollte " etwas eigenes", doch von dieser Welt auch akzeptiert werden und Verantwortung übertragen bekommen, in der meine beinahe ganze Familie gearbeitet hat (Mutter Bankkauffrau, Vater Devisenhändler, Opa Revisionär & Betriebsrat)

Aktuell frage ich mich wie ich meine Skills dann für andere Leute einsetzen kann:

Wir haben A.:
ehrenamtliche Schuldnerberatung und

B.: Personaltraining ( habe auch Fitnesstrainerschein A & B und Ernährungsberatung gelernt)

.

Ein Knackmoment den ich in den letzten Tagen hatte bei einem nächtlichen Spaziergang ( kann die letzten Tage schlecht einschlafen) hatte war dass ich immer dem Geld hinterhergerannt bin.
Und Nie hatte ich "genug".
Folglich Lief ich dem Geld hinterher, und das Geld lief vor mir weg.

Somit muss ich nun umdenken und mich darauf konzentrieren, eine Arbeit zu finden, die ansatzweise Spaß macht, und mit Sinn erfüllt, (siehe Punkt A&B letzter Absatz), und dann wird das Geld schon von ganz alleine kommen.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 21.04.2025 22:15:54
Leider wurde der Beitrag gelöscht- weil kein Internet also nochmal in Kurzfassung.

Heute : guter Tag, das gemacht was ich mir vorgenommen habe, und auch bessere Entscheidungen getroffen als sonst ( langer Spaziergang statt marodieren vor irgendeinem Apparat) Sport,

statt Unsinn zum Essen ein interessantes Interview mit Tyson Jury gesehen in dem er von seinem Tiefpunkt mit Depressionen und suchtspricht und danach trzdm einen Titelkampf bekommen hat. HMM wie wir auch ?

wichtig: bei dem Gedanken an morgen kitzelt es ein bisschen in den Füßen ob ich wieder die glattgefahrene Autobahn nehme oder diesmal doch schaffe auf dem Waldweg zu bleiben.

Aber ich weiß ich schaffe das.

Heute spielfrei check.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 00:49:56
Kann nicht ordentlich zur Ruhe kommen, Gar nicht völlig wirr im Kopf oder durch den Wind sondern einfach, immer wieder neue Dinge und Betrachtungsweisen früherer Spielpausenversuche, und meinen Umgang mit dem ganzen Thema.

Positiv hervorheben will ich einmal das Verhalten meines Vaters mir gegenüber ( was ich nicht so recht erwartet habe), aber nachdem ich Ihm meine "Nachricht" geschrieben hatte in der ich mich komplett offenbart habe, hat er mich mehr oder weniger direkt danach angerufen, und mir gesagt, dass er stolz auf mich ist, dass ich dass so offen und ehrlich kommuniziert habe, da es ja nicht so leicht wäre über so was zu sprechen ( was es nicht ist deswegen bin ich ihm da sehr dankbar) gerade bei ihm hätte ich das weniger erwartet, aber er scheint da mehr Verständnis zu haben, als meine Mutter. Das Gespräch mit ihr hatte ich noch nicht, aber ich bin gespannt wie Sie das ganze Sieht.

Mir stellt sich da natürlich auch die Frage mit meinem Dispo. Ende diesen Monats wird der bei ca. 3000 € liegen. Da mein Job schon gekündigt ist zu Ende Juni, habe ich kaum die Möglichkeit es bis dahin auszugleichen.
Dazu kommt, dass ich zum Beginn der Ausbildung ein paar neue Klamotten brauche, und dann natürlich auch nicht viel verdienen werde.
Ist es eine Ausflucht, wenn ich nun etwas von meinen Rücklagen verkaufe, damit mein Konto nicht mehr im Minus ist, und ich einen guten Start in die Ausbildung habe ?

Zudem noch die mentale Kapazität für die ersten Therapie Stunden ?

(Früher wurde ich auch schon immer wenn es hart auf hart kam rausgehauen, aber dafür ist Familie auch da ? )(eigentlich scheint die Antwort klar, aber irgendwie will ich auch mir gegenüber Wiedergutmachung leisten; aber was wenn statt Schulden bezahlen, an mir arbeiten einen viel größeren Effekt hat ? hmm )

Falls dies jemand liest gerne eine Meinung dazu.

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 22.04.2025 12:37:55
Hallo Benji,

Ist es eine Ausflucht, wenn ich nun etwas von meinen Rücklagen verkaufe, damit mein Konto nicht mehr im Minus ist, und ich einen guten Start in die Ausbildung habe ?

Wenn Rücklagen weniger Profit erbringen als die Unkosten eines Dispo Kredites wäre dies unter "normalen" Umständen sicherlich
empfehlenswert.
Ein Grundprinzip sollte es immer sein eine Verschuldung wieder auszugleichen wenn möglich.
 
   
Früher wurde ich auch schon immer wenn es hart auf hart kam rausgehauen, aber dafür ist Familie auch da ? )(eigentlich scheint die Antwort klar, aber irgendwie will ich auch mir gegenüber Wiedergutmachung leisten; aber was wenn statt Schulden bezahlen, an mir arbeiten einen viel größeren Effekt hat ?

Eine Familie zeichnet es aber auch aus, sich gegenseitig zu stärken und alles dafür zu tun dass sich jeder wohl fühlen könnte.
Schulden zu bezahlen ist ja auch nicht Spielen, natürlich ist Schulden zu bezahlen etwas greifbares um an dir zu arbeiten.
Ein wichtiger Punkt, alles was man so verbockt hat im Leben auch wieder gut zu machen.
Daran wächst du doch auch weiter um wieder in die Spur zu kommen.

Das Eine ist reine Logistik um wieder zu funktionieren, eine Basis zu schaffen aus der durchaus Motivation entstehen kann.
Alles Andere ist dein Verständnis um mit deiner Situation umgehen zu können.
Und jaja die Phrase aller Phrasen " offen und ehrlich" alles sonst wäre nur halbherzig, verlogen oder wieder heimlich.
Gerade die Familie hat es verdient, offen und ehrlich zu sein.

Liebe Grüße   
 
   
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 14:56:14
Hi, danke für eure Antworten.
fange diesmal von unten nach oben an, also zuerst Andre:

Im Tagebuch-Thread kann das (zum Teil) stimmen. Das Forum ist bis jetzt der erste wertvolle informative Austausch den ich mit dem Thema Spielsucht habe. Wie schon erwähnt hatte sich das bis dato eher mal auf Doku s beschränkt.
<kann also gut sein, dass hier gelesenes aufgegriffen, und verarbeitet & hinterfragt, bzw. auf mich "angewendet" wird.>

Das ganze ist bei mir ja noch nicht lange her. Versuche im allgemeinen auch vorsichtiger zu sein und nicht mit großen Zielen oder Enthusiasmus dranzugehen, sondern mich an den Gedanken zu gewöhnen das ich jetzt etwas neu lernen muss ( was auch mein ganzes Leben bleibt). Früher habe ich es immer so gesehen, dass ich dass nur jetzt schaffen muss, es nicht zu machen.
Jetzt arbeite ich daran zu sehen was ist, bzw. wie ist mein Leben gerade, was passiert wenn ich weiter wie bisher mache, und wie kann mein Leben sein, wenn ich "nur" eine Sache akzeptiere und darauf viele kleine Dinge ändere.

Wenn ich ehrlich bin, werde ich im Zweifel, näher an meinem Traumleben sein, wenn ich mich auf mein echtes Leben fokussiere, statt nur darauf mit der einen Bangeridee, oder was auch immer den großen Gewinn zu machen.

Weil hier bleibt ja das Erstproblem noch intakt. Das ich ja dann um weiter " Geld zu machen" auch immer wieder spielen oder zocken müsste, da die Fähigkeit ( und auch das Vertrauen darauf ) Geld zu verdienen ja fehlt.

Also backe ich erstmal kleine Brötchen die auch fertig werden. :D

Zu der Kalkulation:
dabei sind meine Kosten ( wie Unterhalt etc. schon eingerechnet), ich bräuchte bei minimalem Lebensstil ca. 3,5 Monate, bis ich nachhaltig im grünen Bereich bin. Einschränkungen sind aber schon seit Monaten da. Lebe für mich quasi (mit Freundin und Auto) von 400 €, Fixkosten liegen bei ca. 755 €. Es kommen ca. 1500 - 2200€  netto rein. (Gehalt schwankt je nach Stunden und Provi die ich bekomme).
Haushaltsbuch, welches ich für das bisherige Jahr gemacht habe, zeigt auch, das das Volumen der Geld ein und Ausgänge ( für Online Casinos) bei ca. 1.000 - 4.000, je nach Monat lagen.
Bis auf den Punkt sind meine Ausgaben nicht hoch.

Und nein ohne auf Rücklagen zurückzugreifen oder Unterstützung meiner Eltern, ist die Ausbildung nicht machbar, da meine Fixkosten bleiben. ( Das ist Unterhalt und Fahrtkosten nach Hamburg)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 15:32:32
Hallo Benji,

Wenn Rücklagen weniger Profit erbringen als die Unkosten eines Dispo Kredites wäre dies unter "normalen" Umständen sicherlich
empfehlenswert.
Ein Grundprinzip sollte es immer sein eine Verschuldung wieder auszugleichen wenn möglich.
 
Eine Familie zeichnet es aber auch aus, sich gegenseitig zu stärken und alles dafür zu tun dass sich jeder wohl fühlen könnte.
Schulden zu bezahlen ist ja auch nicht Spielen, natürlich ist Schulden zu bezahlen etwas greifbares um an dir zu arbeiten.
Ein wichtiger Punkt, alles was man so verbockt hat im Leben auch wieder gut zu machen.
Daran wächst du doch auch weiter um wieder in die Spur zu kommen.

Das Eine ist reine Logistik um wieder zu funktionieren, eine Basis zu schaffen aus der durchaus Motivation entstehen kann.
Alles Andere ist dein Verständnis um mit deiner Situation umgehen zu können.
Und jaja die Phrase aller Phrasen " offen und ehrlich" alles sonst wäre nur halbherzig, verlogen oder wieder heimlich.
Gerade die Familie hat es verdient, offen und ehrlich zu sein.

Liebe Grüße   
 
   

Das Problem was ich für mich habe, das ich auf der einen Seite die ganze Zeit eingeschränkt lebe ( die letzten vier Monate mehr oder minder um aus dem Dispo rauszukommen, was auch einige Male geklappt hat) und ich quasi nicht rechtzeitig fertig werden kann, mit dem Ausgleich. In der Ausbildung was beiseitelegen ist sehr illusorisch.
Habe vorher auch ewig an den KK-Schulden bei meinem Vater abgezahlt.
Warum ich das überhaupt gefragt habe und die Frage die sich mir selber stellt ist folgende:
Ich will meine Schulden begleichen. Nur rein zeittechnisch und logistisch wird es sehr schwer, da ich sowieso den Monat Juli schon ohne Gehalt überbrücken muss. Bedeutet, damit die Rechnung aufgeht, muss ich am 15. Juni, bei 1500€ Haben sein.

ende April wird mein Kontostand bei -2950€ -3000 € sein.

Bei Kosten von

755 € (Unterhalt und Fahrtkosten)
400 € (Einkaufen)
120 € (tanken)

brauche ich ca. 5 Monate bis ich durch bin.


Eigentlich weiß ich was richtig ist, komme aber nicht dahinter wie es gehen soll ohne dass ich die Zukunft damit gefährde.

(sitze hier schon recht lange und will glaube ich im Grunde meines Herzens Absolution dafür dass ich mir bei der Geld Angelegenheit helfen lassen kann)

Da ich mit meiner Entscheidung leben muss, werde ich wahrscheinlich so viel machen wie es bis Juni eben geht und den restlichen Betrag Ausgleichen.



Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 15:43:12
Aber einmal für das Protokoll ( und für mich).

Ich habe den ernsthaften Entschluss gefasst, mein Leben zu ändern.
Zu akzeptieren, dass ich spielsüchtig war und bin und bleibe. Das ich dies ( die Sucht) aber nicht weiterhin praktizieren oder ausüben muss und nicht mein Leben darauf ausrichte spielen zu müssen.
Sondern im Gegenteil, mal wieder richtig anfange zu leben. Und zwar seit Jahren.
Sodass ich wirklich schöne und sinnvolle Dinge & Menschen in meinem Leben habe, die es wirklich lebenswert machen ( und diese die ich vorher, manchmal als Störung oder auch Ankerpunkte sah wieder mehr wahrnehme und zu schätzen lerne. Vor allem mental (mehr) da zu sein, Im Moment, im Hier und jetzt. )
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 16:57:37


Ich komme nicht dahinter, wie Du Deine Zukunft gefährden könntest, in dem Du Dein Dispo ausgleichst ?
Jetzt auf einmal ist alles wichtig, dass Du anfängst jenseits der Sucht leben zu wollen und zwar sofort.
All die Monate nicht, da konntest Du bei max. Einkommen von 2200 €-  4000 € im Casino verzocken.

Weißt Du was da aus Dir spricht ? Die Angst wieder zu spielen.

Ach so, der einzige Punkt wie Du Deine Zukunft gefährdest ist doch der, wenn Du weiter spielst. Bestimmt nicht, wie und wo Du Deine Schulden regulierst, wie Du Dein Finanzmanagement gestaltest. Du siehst wie wichtig, neben dem Suchtmittel all die Themen, die die Sucht mit sich bringt, sind.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 17:06:09
Nun wenn der Dispo bis dahin nicht beglichen ist, wird er ja zwangsläufig wachsen.

Und natürlich empfinde ich es als wichtig das alles jetzt und am liebsten sofort zu machen. Damit ich dieses mal auch mindestens ein paar Schritte weiterkomme als die Male zuvor.
Damit ich etwas lernen und verändern kann, und ja am liebsten jetzt.

Ich muss ja schließlich auch den Entschluss in die Tat Umsetzen, sonst bleibt es nur ewig ein Vorsatz.

Die 4000 € waren Volumen ein und aus. bei 4000€ pro Monat, wäre ich ja dann jetzt schon Ganz woanders.

Und natürlich habe ich auch Angst davor, das ich einen Rückfall ( im Moment glaub ich noch n bisschen früh davon zu sprechen, weil kaum paar Tage spielfrei), aber klar habe ich Angst davor. Kriege ich es bis dahin hin, so stabil zu sein und habe mir Hilfsmechanismen aufgebaut, sodass es eben bei einem Rückfall bleibt oder kriege ich die Kurve dann nicht bzw. habe dann eine lange Spielphase.

Ich weiß, dass ich es hinbekommen kann, habe ich ja bei anderen Suchtmitteln auch geschafft.

Nur braucht ein anderes Suchtmittel auch eben andere Alternativen und Ablassventile, sodass ich mich hier auf etwas komplett neues umstellen muss, und klar, das macht nervös.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 22.04.2025 17:08:03
Grüß Dich Benji, herzlich Willkommen.

Ich habe Deinen Eingangstext gelesen - bin aber relativ schnell ausgestiegen und habe Ihn dann nur überflogen.
Das ist allerdings für mich normal, es kann was getriggert haben oder sonstwas, für den Moment JETZT ist es nicht wichtig,...

(Früher wurde ich auch schon immer wenn es hart auf hart kam rausgehauen, aber dafür ist Familie auch da ? )

Nachdem ich nun paar mal gelesen habe und dieser Satz auch zitiert wurde fällt es mir leichter darauf einzugehen - ein prägnanter FAKT in all dem Umschreiben des Eingangspoast ( auch das ist nicht böse gemeint oder abwehrend - eine reine Feststellung)

Jacky und Andrê sind schon darauf eingegangen was ich aber vermisse (vielleicht überlesen habe?) , ist Dir eigentlich WIRKLICH BEWUSST WAS das für eine Aussage ist ?

Mein inneres Kind tobt grad in mir und ist Fuchsteufelswild FAMILIE ist WEIT MEHR als hier und da mal jemand aus der Scheisse zu holen,...

(eigentlich scheint die Antwort klar, aber irgendwie will ich auch mir gegenüber Wiedergutmachung leisten; aber was wenn statt Schulden bezahlen, an mir arbeiten einen viel größeren Effekt hat ? hmm )

STATT Schulden bezahlen? Ne ne, MIT Schulden UND bereinigen dieser welcher....

3000 Euro Dispo ? Nette "Strafzinsen" Holla die Waldfee - ist DIR GELD so EGAL ? ? ?.... (edit zu viele ?, war wieder n smiley der nich passt)

Sicherlich vermag es gut sein das du es überhaupt angehst aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, rein ANALYTISCH und ohne Hilfe vom außen fährst du dat Ding früher oder später - immer und immer wieder vor die Wand,...

Ich bin nun 10 Jahre dran bis hin zu bischen Taschengeld und volle Abgabe der Finanzen bis hin zu jetzt wieder ein eigenes Girokonto was zwischenzeintlich auch wieder Probleme machte welche ich gelöst hatte - Jetzt allerdings hat der Pfiffikus mal wieder Paypal entdeckt mit noch Zahlungspause 30 Tage und geduldeter Überziehung die teurer ist als nen Dispo den ich gekündigt hatte.

Ich muss nicht erwähnen das das Geld was im Mai kommt fast komplett schon ausgegeben ist... Was hab ich jetzt gemacht ? Bin zur Bank, hab nun noch das Konto überzogen und das Geld meiner Frau gegeben denn da ist es besser aufgehoben - Eine LÖSUNG ist das allerdings nicht, es ist eine -wiedermal- KURZzeitige Hilfe bis ich das wieder irgendwie hinbekomme...

Man kann sich über OASIS sperren, man kann Dispos kündigen, man kann Finanzen abgeben, man kann so vieles machen ABER wenn man nicht LERNT das GELD einen WERT hat dann wird das nichts, ich weiß wovon ich rede,...
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 22.04.2025 17:11:09
Nun wenn der Dispo bis dahin nicht beglichen ist, wird er ja zwangsläufig wachsen.

VOR Fremdschulden ist der Dispo in der Regel das "teuerste" und hierfür gibt es eine ganz einfache Lösung.
Setz Dich mit Deiner Freundin zusammen, schau genau was Du wirklich BRAUCHST und dann gehst Du zur Bank und lässt den Dispo -Beispiel- monatlich um 500 Euro zurück setzen, das geht und das können Sie, da wird nur gerne etwas rumgezickt...
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 17:58:06
<für mich>
mir fällt auf dass ich bei vielen Antworten oft zuerst etwas zwischen Wut und Empörung verspüre ?
Will ich andere als zu "böse oder zu "drastisch wahrnehme, damit ich einen guten Grund habe das Abzutun und sauer zu werden um mich vor mir selber zu rechtfertigen ? lmao du hast selber nach Meinungen gefragt.

+ Youtube alle Videos die es mir zu Spiel-Content vorschlägt als nicht interessant markiert.
+ gut gearbeitet, heute drei Abschlüsse reingeholt.
+ es öfter geschafft einen mentalen Step back zu machen kurz durchzuatmen, statt im Affekt der Emotion zu denken

- ein paar Videos zu viel geschaut.

gleich noch Umzug und Sport :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 18:09:23
P.S.
mein Online Banking habe ich abgegeben, sowie die Cryptobörse meines Vertrauens vom Handy geschmißen.
Paypal, und Bankkarte, habe ich beides noch.
Paypal ist auf 0 ( positiv)
der Dispo bei der Bank habe ich auf auf glaube ich 3600 € eingestellt gehabt.
Also kam der Entschluss bevor alles ausgereizt(nicht einfach Geld alle) und alle zur Verfügung stehenden Mittel ausgereizt wurden.

Habe doch eine SHG gefunden und mal angefragt.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 22.04.2025 20:27:03
Hallo Benji,

<für mich>
mir fällt auf dass ich bei vielen Antworten oft zuerst etwas zwischen Wut und Empörung verspüre ?
Will ich andere als zu "böse oder zu "drastisch wahrnehme, damit ich einen guten Grund habe das Abzutun und sauer zu werden um mich vor mir selber zu rechtfertigen ? lmao du hast selber nach Meinungen gefragt.

Für dich:
Jeder der dir geschrieben hat könnte auch nur einfach einen "seelenheilenden Standard" schreiben.
Geht ruck zuck und du bist erst einmal aufgefangen.
So bleiben solche aufmunternde Worte sicherlich auch immer zu finden in den Beiträgen.
Sollen motivieren um auch eine Sym -Empathie aufzubauen in unserer Gemeinschaft, daraus dann Vertrauen entstehen kann.
Psychologie für Anfänger, Band 1  :)

Ja, zumindest mich ärgert einiges was du schreibst, warum auch immer...event. weil ich vieles selbst so dachte und machte früher.
Daraus entsteht dann eine Wichtigkeit, sich diese Zeit zu nehmen für dich, uns und damit auf wesentliches aufmerksam zu machen.
Kann dann durchaus mal heftiger ausfallen, da muss dann jeder durch...wenn er es kann.  :)

Naja, wollte es eh immer mal schreiben, nun halt bei dir  :), im Grunde aber nur ein kleiner Pausenfüller von mir. 

Grüß dich
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.04.2025 21:26:25
War gerade noch unterwegs, Zeug von meiner Freundin und Sie abholen ( Sie zieht nun offiziell ein :) ), und habe schon gemerkt dass ich doch angespannt war.

Hab den Nachmittag bzw. die Nachrichten nochmal Revue passieren lassen und auch einiges für mich aufgeschrieben, um ein wenig Klarheit zu bekommen.

Seit einer Stunde ist die Anspannung abgefallen, bin nur noch Hundemüde. Aber war wahrscheinlich auch einfach anstrengend alles ( heute um 7:00 aufgestanden statt sonst um 9:00).

Insgesamt aber doch recht glücklich und zuversichtlich.

Zu Jacky:

hab schon für mich gemerkt, dass es das ist was man auch erstmal hören will. :D
der "das hast du aber fein gemacht".

Denke was ich mir aus dem Austausch erhoffe ist So eine Mischung < ganz platt > fördern und fordern, und ein paar Anstöße oder Hilfslinien mitbekommen.

Heute kam ich glaube ich mit dem fordern noch nicht ganz klar. :D

Aber auch nicht zu wild. Bin echt dankbar für alle Antworten, natürlich muss man manches differenziert betrachten, aber erstmal gehe ich davon aus, ihr wisst mehr und habt im Zweifel mehr Erfahrung.

Deswegen Danke für eure Zeit!


P.S.
Ich habe heute gemerkt, dass ich selbst vor allen anderen der jenige bin der auch mal sagen und zulassen muss, "Ja hast du gut gemacht"
Ich brauche meine eigene Anerkennung -> Anerkennung vor mir selbst -> stärkeres Selbstwertgefühl
eben auch fordern und aber auch mal fördern. Auch mal denken hast du gut gemacht!
weil ich schon einiges gut gemacht habe, manches außerordentlich. Aber mir das nie anerkannt habe. So kann ich natürlich auch nie zufrieden (mit mir) sein.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 23.04.2025 08:50:42
Guten Morgen!
Umzugstechnisch gestern alles geklappt, und gestern sogar recht früh imBett gewesen. Jetzt erstmal lecker Kaffee und dann paar Stunden arbeiten.

Heute morgen hat es leicht genieselt und mich an Singapur erinnert. Ein Ort an den ich unbedingt nochmal zurück möchte.
Ein langfristiges Ziel!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 23.04.2025 10:21:04
Finanzplan / Mindestbedarf für Ausbildungszeit erstellt.
Haushaltsbuch und Geldeinteilungsding ( Buch mit unterschiedlichen Fächern) organisiert, Bargeld -> besserer Überblick über die Ausgaben. Einhalten des Budgets.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 23.04.2025 11:59:25
Mahlzeit Benji,



<für mich>

Najaaaaaa, lesen tun wa dat ja nunmal trotdem  ;D ;D

mir fällt auf dass ich bei vielen Antworten oft zuerst etwas zwischen Wut und Empörung verspüre ?

Und so ergänzen wir uns alle hier im Forum...

Du glaubst gar nicht wie mir das gut getan hat zu lesen bin ich mit Abstand einer der emotionalsten Impulsiv gestörten Fachkräfte auf dem Planeten  ;D ;D
und habe mal alles ziemlich krumm genommen, vorallem wenn andere es "eigentlich nur gut meinten" ,....

Paypal ist auf 0 ( positiv)


Könnte man ja den Account direkt mal Löschen, gibt genug andere Möglichkeiten im Zahlungsverkehr

---- Für Jacky----

Ich stimme Dir absoult zu im Gesamtkonzept , und/aber warum fühl ich mich hier

 
Naja, wollte es eh immer mal schreiben, nun halt bei dir  :)

sooooooooo angesprochen ...  ;D  :D  :)

So, NUN zu den letzten 3 Kommentaren Benji,...

Ich "empfehle" Dir etwas langsamer zu machen, du KANNST und wirst DIESES Tempo nicht durchhalten und um so härter werden die Rückschläge und vor allem Deine EIGENE Enttäuschung von Dir SELBST wenns "mal wieder nicht so läuft" ...
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 23.04.2025 14:35:19
emotional abhängig - die eigenen Emotionen sind von etwas abhängig - die eigenen Emotionen hängen an etwas externem - die eigenen Emotionen sind fremdgesteuert - ein Teil seiner selbst ist extern - die Emotionen sind extern - man kann nicht mehr "fühlen", man fühlt sich leer, weil die Emotionen extern sind, und nichts mehr mit < mir und meinem Leben > zu tun haben sondern nur noch durch < das Spiel> zur Geltung kommen.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 23.04.2025 19:25:11
Poah, habe heute das Gespräch mit meiner Mutter geführt. Lief sehr gut.
Bin jetzt aber auch ein bisschen emotional geschlaucht. Habe ihr meine Historie komplett erzählt. nichts ausgelassen.
Dabei mich natürlich nochmal in die Hochs und Tiefs hineinversetzt.
Aber trotzdem alles gut gelaufen. War grade noch einkaufen ohne nötigen Schnick.
bam.
Jetzt gleich kochen und dann zum Sport. heute Abend vielleicht was gucken oder lesen und Bett.
Schonwieder sehr erschöpft aber guter Dinge.
Hast du gut gemacht!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 24.04.2025 00:42:26
Habe eben noch mit meinem Vater telefoniert. muss darauf achten nicht so viel über Dinge zu reden die ich machen will. bisher hat das selten geklappt, sondern über das was ich mache.

Und wieder 24h spielfrei :)

Hast du gut gemacht!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 24.04.2025 11:56:30
Habe gerade aus Neugierde nochmal nachgesehen wann der erste spielfreie Tag war.
Gar nicht sooo lange her wie es mir vorkommt.
Es ist unglaublich wie viel mehr Zeit in einem Tag doch ist.
Natürlich kommt es mir länger vor, weil in meinem Tag mehr passiert bzw. gibt es eine Tätigkeit nicht mehr, die sonst immer den wertvollen Raum für Pausen oder anderes geklaut hat. Da es immer nur ein und dasselbe war, stundenlang, kommt es einem natürlich
A.: so vor als wären die Tage sehr kurz
B.: man hat nie genug Zeit alles zu machen.

Aktuell Arbeite ich sehr entspannt, komme trzdm zum selben Ergebnis, habe Zeit für Sport, Zeit neuen Content zu sehen/lesen, Zeit für Reflexion, Zeit für mich selber und trotzdem weniger Stress.

Ich merke ab und zu (in den ersten zwei Tagen war es deutlich mehr) wie meine Gedanken automatisch zum spielen gehen wollen.
Die letzten zwei Tage war es weniger. Habe weiterhin hier im Forum und anderswo gelesen, also habe das Thema aktiv gesucht, aber eben auf einer anderen Ebene. Nicht durch Gewohnheit oder Beherrscht werden (zwanghaft) sondern freiwillig und nicht durch muss sondern will.
Es ist schön zu sehen / zu bemerken, wie ich wieder Freude an Sachen habe und innerlich und äußerlich lächele. Die Beschäftigung damit was ich will, Sachen, Themen, Urlaube, Beruf.
Alles genieße ich mit einer gewissen Vorsicht, um nicht übermütig zu werden. Um es nicht beiseite zu legen, sondern den Teil der sich vorher Zwanghaft mit der Sucht (gezwungenermaßen) sozusagen von vorne mit der sucht Beschäftigt hat, ( vor dem Rechner /aktiv), die frei gewordene Zeit und Energie nutze um es von hinten zu betrachten (will statt muss, Ich & Sucht, Ich will spielfrei leben vs.  ich muss spielen, was triggert mich, welche Emotionen habe ich wann und warum, was versuche ich wenn ich den drang verspüre zu spielen zu verdrängen/ wovor drücke ich mich, hineinhorchen, merken dass ich gerade mit etwas überfordert bin).

Alles in allem bin ich guter Dinge und ganz froh, dass es so gelaufen ist, wie es gelaufen ist.
Ich bin so gesagt endlich aufgewacht.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 24.04.2025 12:01:04
P.S. etwas wo ich weiß dass es früher schwierig war, ist die Casino Werbung per Mail (merke dass es mir aktuell auch manchmal "mentale Kapazität" klaut dies zu überfliegen). habe meine Spam Filter zwar angepasst, aber die scheinen mir recht löchrig.(unsubscribing ebenfalls)

Gibt es einen einfachen" Weg der Mail-migration, habt ihr da einen Anbieter den man empfehlen kann ?
habe zwar schon eine neue Mail vor längerem eingerichtet weil mich der Spam stört, aber die aktuelle Adresse da läuft quasi seit 15 Jahren alles drüber.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 24.04.2025 15:43:41
Die einzig effektive Lösung ist ne neue Email Adresse und selbst das ist fraglich. Ich hab gestern auf meinem Handy - was ich NIEMALS - für irgendwas genutzt habe und dann noch mit ner Emailadresse wo ich erstmal überlegen musste ob die überhaupt von mir ist,..
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 24.04.2025 19:08:56
Habe heute recht wenig gearbeitet.
Bin viele meiner alten "Sünden" durchgegangen(auch alte screenshots). Abbuchungen diverser Cryptobörsen, Skinseiten, Walletkontostände etc.
Es ist schon traurig. Die Sparpäne die ich auf Cryptos hatte, ( hätte ich Sie behalten) haben auch schon einen Wert von 5-7.000 €.

Weiterhin spielfrei und auch spielcontent frei.

Heute wäre bestimmt so ein Tag gewesen. Das hab ich zwischendurch gemerkt. Habe mich auch grade dazu entschlossen statt jetzt direkt zum Sport zu gehen, mir nen Kakao zu machen und mich einmal hinzusetzen.

Zu lange gedanklich in der Vergangenheit (dieser zumindest) und es kommen Trauer und Wut und Unglaube auf.
Wirklich Schade ist allerdings, wenn ich mir die Fotos vom letzten Jahr angesehen habe,die Zwischendurch. Die echten mit meinem kleinen und der Urlaub. Dass ich da fast nie ganz "da" war, weil ich immer mit irgendwas mental beschäftigt war.

Das ist der wahre Verlust. weil diese Zeit kommt nicht wieder.

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 24.04.2025 21:33:51
Hatte eben ein sehr auffüllendes Telefonat mit meiner Mutter.
Danach habe ich mein Gefühl zugelassen, währenddessen auch aber dann für mich.
Später musste ich noch einmal drüber nachdenken und habe in mich eingespürt und einen "Gefühlsknoten bemerkt.
BZW. Gefühl nicht klar zu ordnen bar, aber habe das Knäuel eins nach dem anderen entwirrt und bin Schluss endlich auf die Gefühle gekommen, die sich darin verbargen als auch die Auslöser.
Jetzt ist der Knoten weg, und ich wieder etwas erschöpft.
Genau solche Situationen waren es in denen ich gerne eine Verdrängung genutzt habe, früher Drogen oder Alkohol, und der jüngeren Vergangenheit eben das spielen.

Sehr gut gemacht!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 25.04.2025 08:54:50
Heute morgen merke ich was mit "Anfangseuphorie" gemeint ist, habe zwar versucht zu losballern, trotzdem kehrt heute langsam Normalität ein.

Nicht schlimm, aber bemerkenswert.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 25.04.2025 11:08:22
... und aus normalität kann ganz schnell wieder langeweile werden und somit schliesst sich der Kreis,...

Achtsamkeit, achtsamkeit, achtsamkeit  ::) :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 25.04.2025 23:51:34
True.
7 Tage sind jetzt geschafft. Aber normal " ist glaube ich einzig mein Dopaminlevel geworden.
Das hab ich heute doch sehr gemerkt.

Achtsamkeit ist da schon das richtige Wort, bzw. das was ich jetzt in meinen Alltag integrieren muss.
Tag war in Ordnung. Hatte Vormittags einmal einen Suchtdruck. Hat sich nicht speziell aufs spielen beschränkt. der "Suchtteufel" hat quasi alles mal vorgeschlagen.

Der Rahmen vertretbar. Die Situation aufgelöst und den Tag "gewonnen". Meine Arbeit erledigt, meinen Sport gemacht, eine Doku geschaut und in mich hineingehört.

Zwischenmenschlich merke ich, wie ich öfters in Gedanken bei mir bin. Nicht zwangsläufig spielen sondern Vieles, Auswirkungen meines Verhaltens, mögliche Zukünfte, Zuversicht,

Eigentlich bin ich sogar froh, dass es gelaufen ist wie es gelaufen ist. Ich bin nicht froh mit dieser Sucht leben zu müssen, aber froh darüber JETZT zu leben. Ich bin dankbar dafür die Chance zu haben, neu anzufangen.
Oft habe ich gehört, dass es ja schwer sein muss, aber ich fühle mich keineswegs bemitleidenswert.

Ich bin dankbar dafür, dass ich mich nicht komplett ruiniert habe.
Ich bin dankbar für das Vertrauen was ich in mich setze und was andere Menschen für mich haben.
Ich bin dankbar dafür, die Chance zu haben als Vater ein Vorbild werden zu können.
Ich bin dankbar mein eigener Held werden zu können.

Hast du gut gemacht. Dranbleiben und es kann besser werden.

PS.: einkaufen nach Plan und Liste funktioniert.
versuche mir aktiv einzuprägen einzupflanzen, was 10 € wirklich sind. Ein Kasten Wasser, eine Packung Kaffe und Spüli zB.
Tätige keine Impulskäufe
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 28.04.2025 14:13:39
Oft habe ich gehört, dass es ja schwer sein muss, aber ich fühle mich keineswegs bemitleidenswert.

 NICHTS muss, alles kann,... 
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 28.04.2025 23:07:17
Bei vielen Dingen habe ich das :" ich muss nicht ..." für mich entdeckt.

Ich muss nicht ... spielen, rauchen, zum Sport, dies oder das.
Ich kann mich auch heute Abend auch einfach vom Tag erholen und kann dann morgen mit Energie zum Sport.

Vor allem ich muss nicht spielen, dafür kann ich ne ganze Menge andere Sachen machen.

So.
Die letzten Tage waren ziemlich voll und zeitlich durchgehackte, aber nicht stressig.

Es gab schönes und nerviges, und ich habe in 3 Tagen mehr geschafft als sonst in zwei Wochen, plus ich bin "fitter" und entspannter. Ich merke dass ich ne ganze Menge verdrängt habe, und dadurch das mehr Hirnkapazität frei ist, da ich nicht mehr nur in meinem Kopf lebe generell etwas unsicherer bin.
Mein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen steigen langsam, vieles will ich üben vor allem im zwischenmenschlichen Bereich.

Es geht langsam, aber es geht gut.

Auch die eigene Meinung vertreten ohne darauf zu warten bis es an den Punkt kommt das man explodiert( oder implodiert-spielen o.ä.) funktioniert nun etwas besser. Hier will ich am meisten ansetzen da mit am wichtigsten für mich.

Ich wünsche euch allen viel Kraft und Hoffnung! :)
Auf die nächsten 24h
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 28.04.2025 23:12:40
P.S. merke heute beim Einkaufen am Lotto vorbeigekommen und die 98m im Jackpot registriert, ein wenig geträumt und sinniert, kurz den Impuls gehabt mir so einen Schein mal anzusehen, mich dann aber tatsächlich an einen Post hier erinnert. Und ja auch das wäre aktuell schädlich für mich.
Der Impuls war nur kurz das sinnieren etwas länger. Meine Handlung wie geplant.
Stichwort Achtsam/wachsam
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 28.04.2025 23:32:09
Danke an alle die sich hier verewigt haben. Es gibt mir wirklich viel, so viele Werdegänge und Anregungen zu lesen wie man mit dem spielen und sich umgehen kann.

Ich hatte wirklich mal Glück, im Spiel des Lebens. (sehr theatralisch)

Aber das ist vollkommen ernst gemeint.

Vielen Dank!

Ernsthaft hat mir das Forum das gebracht was es bisher nicht gab, dieses Stigma wurde entzaubert, und es wird mir langsam nicht mehr unverständlich, peinlich und was für alle negativen Gefühlsregungen es noch gibt, das ich nun eben so bin. Ich bin dafür anfällig. Und das ist gar nicht schlimm.
Mein Leben kann trotzdem von höchster Qualität sein.

Ganz nach dem Spruch:" Eine Tür schließt sich (spielen), und es öffnen sich 10 neue."

in diesem Sinne gute Nacht :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 28.04.2025 23:35:28
Hallo Benji,

ich möchte dir einmal die 12 Schritte ( Genesungsprogramm ) nahe legen.

https://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php?topic=15.msg25#msg25

Auch kommt Gott darin vor, je nach Glauben oder Nichtglauben kann dies dann auch ersetzt werden,
event. mit anderen Idealen oder Werten.

Grüß dich 
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 28.04.2025 23:45:00
Ich werde Sie durcharbeiten.
Grade fühl ich mich noch nicht bereit dazu.

Aber danke!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 28.04.2025 23:48:17
War grade kurz auf dem Balkon, vor 40sekunden, und habe in den Himmel geschaut. Mir kam der Gedanke, dass es doch witzig ist, dass wenn es einem gut geht man nach oben in den Himmel schaut und wenn es einem schlecht geht immer nach unten auf den Boden.

Und dann fliegt eine Sternschnuppe vorbei. Nur ganz kurz, und verglüht direkt wieder.

Ihr könnt ja mal raten was ich mir gewünscht habe :)

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 29.04.2025 00:07:22
Ihr könnt ja mal raten was ich mir gewünscht habe :)

Welch "spiel" mit dem Feuer  ;D ;D ;D

SCHÖN das DU Dir das anschauen erspart hast, in "meinem Plan" ... das letzte mal ... kaufte ich am 14.04.25 mal wieder n Schein bis ENDE des Monats Mi/Sa für 59,50 und wat soll ich sagen, bis jetzt voll uffe fresse eiiiinen einzigen 2er , wieder mal Lehrgeld bezahlt und irgendwann raff ich das auch mal, jeder halt in seinem Tempo  ::)  ::)  ::) 
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 29.04.2025 22:56:58
Shalom, habe heute mit meiner Oma telefoniert, da Sie vorgestern gestürzt ist. Sie war ziemlich durch den Wind aber bissig und unempathisch wie immer.

Das hat wieder etwas in mir ausgelöst, war kurzzeitig ins Doomer denken verfallen, aber ich habe die Kurve gekriegt, habe danach mit meiner Mutter telefoniert, für ne ganze Stunde oder zwei.

Ich bin beeindruckt um wie vieles offener ich mit meinen engen Mitmenschen nun umgehen und reden kann.

Einiges geschafft heute und emotionale Regulation geübt.

Gut gemacht!

Freie 24h euch :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 29.04.2025 23:27:40
Nachtrag.

Ich spreche öfter über das spielen, mit allen möglichen Menschen in meinem Umkreis, wie es mir ging, wie es mir jetzt geht. Wie ich gerade denke, wie ich dachte.

Ab und zu beginnt danach eine leise Kältewälle sich anzuschleichen. Die Angst zu freimütig zu sprechen, mein Glück herauszufordern.

Die Angst zu versagen.

Gerade fühle ich mich "gut". Mit meinen Gedanken und mir alleine komme ich klar, ich wähne mich in Sicherheit, und bin trotzdem oft auf der Hut.

Noch hatte ich keinen das war aber wirklich knapp-Moment, ausser vielleicht beim einkaufen. Auch keinen Rückfall. trotzdem bleibe ich auf leisen Sohlen.
nicht versteckt um zu klauen, oder Unfug zu treiben.

Aber immer auf der Hut.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 30.04.2025 22:15:52
Guten Abend,
Heute war ein sehr stressiger Tag.
War früh unterwegs um das Auto in der Werkstatt abzustellen. Dies getan, dann noch mit meiner Mutter gefrühstückt.
Danach habe ich mich daran gesetzt zu arbeiten bin aber ziemlich am Anfang an YouTube Videos hängen geblieben.
Eine Doku über Sucht und den youtuber togi.

-Die Videos von ihm kenne ich noch aus der Zeit, in der ich Gamble Videos geguckt habe, entweder, wenn ich kein Geld mehr zum spielen hatte oder auch wie eine "trockene" Suchtbefriedigung. Spoiler Alarm. Das hat nie, nie, nie funktioniert. Das hat immer direkt mein Dopaminzentrum getigert, und entweder habe ich dann stundenlang diese Art von Video geschaut oder am ende doch gespielt. -

Nun ja, sein Gerede hat mich sehr daran erinnert, und vor meinem inneren Auge sah ich quasi die Videos von Slots, bzw. seinen kranken Gamble sessions. Nach dem Interview, habe ich tatsächlich genau so ein Video mir angesehen.
Ich habe schon vorher gemerkt dass es nicht gut ist. ( Jetzt sind diese Bilder wieder frisch in meinem Kopf)
Allerdings habe ich auch genau nach dem Video einen Ausstieg gefunden, bin nach draußen gegangen um Zigaretten zu holen und habe einen langen Spaziergang gemacht.
Danach war es viel besser.

Später:
Habe das Auto abgeholt, und hatte aus Unaufmerksamkeit einen minimalen Auffahrunfall ( meine Schuld, mit dem Fahrverhalten der Menschen auf dem Dorf habe ich nicht gerechnet. ) Minimaler Lackschaden 0,5 cm gross. Aber ich war solo gestresst, wegen der Versicherung, schon wieder irgendwas um das ich mich kümmern muss, wieder was bezahlen.

Habe dann zum Glück alles direkt geklärt, Versicherung informiert, auch da alles im Lot, und danach war ich erstmal richtig fertig.

Post-Stress wie nach einer Session oder ähnlichem.
Dass sass für ca. 2- 3 Stunden noch in meinen Knochen in meinem Kopf. War dann noch kurz was zu trinken kaufen, und wollte unbedingt ein Bier um abzuschalten.
Habe es dann nicht gekauft, weil ich gemerkt habe, dass genau dass wieder zu einem Muster werden kann.
Stattdessen, habe ich DIREKT nach dem Einkauf mich in den Garten gestellt und die Pflanzen gegossen.

Richtige Entscheidung. Der Post-Stress ist weggegangen. Bin jetzt nur noch etwas müde und erschöpft.

Alles in allem hab ich das heute nicht perfekt, aber schon viel besser als sonst gemacht.

Kurze Notiz: Der Suchtkitzler (kleine Schwester vom Suchtteufel :D) hat heute auf jeden Fall ab und zu meine Füße gekitzelt.

Bleibt stabil!

Schöne, freie und stress & spielfreie 24h

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 30.04.2025 22:19:30
Note: Langsam geht mir ein Licht auf wie tief diese Muster und die Sucht an sich in meinem Gehirn vertieft sind.
etwas erschreckend.
Aber gut es zu sehen.
Das wird ein langer und guter Weg!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 01.05.2025 23:27:01
Heute war ein wunderbarer Tag.
Habe bestimmt 6 Stunden im Garten gearbeitet und dann noch meine normale Arbeit abgerissen.
Meine Orga gemacht, Haushalt und komme rechtzeitig ins Bett.

Der Flow, er kommt. :)

zwischendurch auch noch hier im Forum gelesen.

Merke das mir spielen immer noch durch den Hinterkopf schwirrt. Meist ohne Druck. 80 % ca.
Ohne den Wunsch zu spielen.

Da wird mir, von mir versucht der Fortschritt kaputt zu machen, aber nicht so schnell :)

Ich bin froh

Hoffe es geht euch gut und freie 24h
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 02.05.2025 16:57:45
Hi, gestern Abend im Bett hat mir vor heute etwas gegraut.

Musste noch einiges für die Arbeit schaffen, ein Fahrrad organisieren, meinen Vater zum Flughafen bringen.

Konnte mich aber abends im Bett doch besser runterregulieren, und nicht wie sonst manchmal dann noch zwei Stunden wachliegen und nachzudenken.

Allerdings viel mir ein, dass mein altes Fahrrad noch in der Garage stehen müsste.
Dies war der Fall, nach ca. 12 Jahren ohne Benutzung war es ziemlich runterdrückt aber zumindest Check nr 1
Dann habe ich mich drangemacht es ein wenig herzurichten, habe auch bis auf weiteres alles funktionstüchtig, (der Leerlauf hat ne kleine Macke konnte ich aber durch putzen erstmal richten, brauche bald eine neue kette).

Check nr. 2

Nach erfolgreicher Testfahrt habe ich mich an die Arbeit gesetzt, und direkt nen Abschluss geholt. Mindestziel für NV&KL erreicht. Danach noch bis jetzt richtig durchgezogen.
Check Nr. 3
Gleich noch ein letzter Anruf und dann lasse ich es für heute gutsein.
Ab in den Garten bei dem Wetter.

Morgen muss ich die Tour abfahren ( mit dem Fahrrad ) saftige 25km, aber ist ja auch bezahlte Arbeitszeit also nicht so schlecht.

Alles in allem sehr gut gelaufen und die Sorgen waren ziemlich unberechtigt.
Check Nr4. Nicht überdenken /Übervoragieren

Wünsche euch allen einen schönen spielfreien Freitagnachmittag bei dem Wetter :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 02.05.2025 17:28:56
Fortschritt:

Zu Beginn, ging die Zeit fast gar nicht rum. Während der "Spielzeit" im Moment auch nicht aber, da ich ja immer tagein-Tauas das Gleiche tat, kam es mir vor als hätte ich nicht genug Zeit, für gar nichts.

Jetzt habe ich das Gefühl, die Zeit beschleunigt sich wieder. Das liegt daran, dass ich viel mehr Dinge tue, Sachen erledige ( dabei fällt mir auf, dass ich so vieles erst aufräumen / aufarbeiten muss , was lange brach gelegen hat).
Allerdings baue ich mir auch Pausen ein wenn ich merke gerade ist nicht "genug Luft" da, vormals immer die besten Einstiege exzessiv Social Media zu konsumieren oder aber auch zu spielen.
Jetzt erlaube ich mir einfach diese 5 - 20 Minuten Pause oder nichts tun. Einfach mal sitzen und nachdenken oder die Augen zu machen.
Das wirkt Wunder.
Danach ist wieder "genug Luft" da.

Am Ende geht es mir besser und ich kann danach auch tatsächlich produktiv sein, statt mich jetzt dazu zu zwingen, wobei am Ende nur Misere dabei rauskommt.

Im Nachhinein scheint "die Zeit zu rennen", aber das liegt daran, dass ich jetzt A: auch viel mehr Sachen Will ( mein Interesse & Motivation kommt wieder), und B: mehr Sachen mache ( man kennt das Gefühl sonst auch aus dem Urlaub).

Witzigerweise kriege ich viel mehr hin,
mir geht es besser und ich bin produktiver
Vor allem aber : ich gucke mehr auf mich. Wie geht es Benji ? , brauche ich gerade ein Pause ? Ist es wirklich so schlimm wenn ich XY jetzt nicht mache  ?
Ich habe mir als Zwei "NN" (Non Negotiables) gesetzt:

1. rasieren ( morgens) - eine Tätigkeit die mich ein bisschen runterholt, ähnlich wie im Garten, man muss sich konzentrieren, und man darf nicht hetzen. Man stellt sich auf den Tag ein.
2. Journal (Nachmittags/Abends) - wichtig auch wenn es manchmal " nur" ein normaler Tagebuch Eintrag wird. Manchmal merkt man gar nicht das es etwas gibt, was sich Gehör verschaffen will. Dadurch dass ich mich dann eh kurz hinsetze gebe ich mir oder dem Gefühl die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen hervorzutreten.

Sport hatte ich vorher als extrem strikte Routine (jeden Tag). Auch hier nehme ich es jetzt gelassener, und gucke, ob ich mich nicht vllt heute sowieso viel bewegt habe, oder es irgendetwas gibt, was ich machen sollte/will was vllt wichtiger ist, z.B. Journal, Garten, reden, was nicht nur stumpf die Routine bedient, sondern tatsächlich gut/gesund für mich ist.

Mir persönlich hilft es einen Gang runterzuschauen, mich nicht zu zwingen, da das Spiel auch ein Zwang ist.
Ich muss habe ich (fast) komplett aus meinem mentalem Wortschatz gestrichen und mit will oder sollte ersetzt.

Natürlich "muss" man manches. Aber so baue ich weniger internen Druck auf.

Poste die auch nochmal in "Spieler", als Anregung. Als Hintergrund: Meine Entscheidung spielfrei leben zu wollen ist erst ein paar Tage her, bin also noch am Anfang. Vielleicht wird manches über Bord geworfen, aber aktuell passt es so.


Liebe Grüße :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 03.05.2025 22:13:54
Heute musste ich für die Arbeit eine Tour testen. 45km hatte nur ein Kinderdirtbike (Fahrrad) und ich bin fertig mit der Welt.

Heute quasi nur Arbeit. jetzt noch Kalorien auffüllen und alsbald schlafen.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 04.05.2025 11:54:51
Warum stehe ich mir selber im Weg ?

Ich habe die Theorie, das man immer und immer wieder im Leben mit der selben Art vom Problem konfrontiert wird, solange bis man es löst. Wenn man dies geschafft hat ist man bereit für das nächst "höhere" oder "größere" Problem.
Sonst wird es bis ins Hohe Alter immer wiederkommen.

Warum stehe ich mir selber im Weg ?

Das Spielen als "Problem", mit dem ich mir selber im Weg stehe, ist eben auch eine dieser Herausforderungen des Lebens die anklopfen. Und zwar solange bis Sie "gelöst" sind.

Warum stehe ich mir selber im Weg ?

Ich ließ es so oft anklopfen, weil ich Angst davor hatte, was wohl als nächstes anklopft. Dinge und Erinnerungen die zu bearbeiten ich noch nicht bereit war.

Dass ich wahrscheinlich nie zu den Menschen dazugehören würde mit denen ich zur Schule ging.
Dass ich das eh nie schaffe würde.
Aber vor allem will ich das ?

Früher war es mir unterbewusst sehr wichtig. Heute weiß ich, auch so ein Leben in Übermaß und Reichtum ist nicht das was es scheint. Und vor allem keine Notwendigkeit um ein "gutes", zufriedenes oder glückliches, ausreichend, das Leben was man sich erträumt, zu führen.
Ich erinnere mich an etwas als ich aufschrieb (mit 6 oder 7 Jahren) wie ich später mal sein wollte.
Es war sehr oberflächlich. Ganz weiße Zähne, ganz viele Muskeln, Ganz groß, ganz viel Geld.

Viele Muskeln habe ich nun. :D

Warum stehe ich mir selber im Weg ?

Vielleicht weil ich nie dazugehörte. In vielen Lagern und daher weder Fisch noch Fleisch. Ich treibe regelmäßig Sport und rauche. Ich will frei sein, habe aber strikte Routinen.
Ich will viel erreichen aber ein glückliches Familienleben haben.

Manche Wiedersprüche in der Lebensführung kann man haben, aber bei manchen muss man sich absolut entscheiden.
Das viel mir allein schon bei der Jobwahl sehr schwer, weil ich ja dann "nur" das eine machen könne, nicht aber die anderen Sachen die so viel interessanter klingen.

Hier scheint ein Hund begraben. Zu akzeptieren, dass man nicht alles haben oder sein kann.
An einem gewissen Punkt muss man sich entscheiden.

So auch bei der Frage:

Ich will ein selbstbestimmtes Leben führen aber ich will auch spielen.

Warum stehe ich mir selber im Weg ?

Um unangenehme Entscheidungen nicht treffen zu müssen, aus Angst nicht dazugehören zu können.

Dabei fällt mir auf, je mehr Entscheidungen ich für mich treffe, desto weniger gehöre ich "irgendwo" dazu.
Aber desto wertvoller ist mein Leben. es sind meine eigenen Entscheidungen aus meiner Überzeugung heraus. Und wenn ich mir ansehe wo ich dazugehören wollte dann bin ich dankbar dafür wie ich bin.
Zu welchen Menschen ich jetzt dazugehöre. 
Nicht die reichen und schönen.

Aber doch liebenswert, ehrlich und verbunden.
Dafür bin ich dankbar.

Ich mache mir den Weg frei.

Und bin bereit für den nächsten Schritt.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 04.05.2025 23:13:46
Hallo Benji,

deine Antwort auf das 12 Schritte Genesungsprogramm.....

Ich werde Sie durcharbeiten.
Grade fühl ich mich noch nicht bereit dazu.
Aber danke!

Du reflektierst deine Tagesabläufe, Gedanken und vergleichst ehemaliges Verhalten von dir.

Der vierte Schritt aus dem Genesungsprogramm: 
"Wir machten gründlich und furchtlos eine moralische und finanzielle Inventur in unserem Innern."

Anscheinend bist du also schon bereit dazu.  :)

Der Fakt dass es nichts zu gewinnen gibt für einen pathologischen Spieler, entlarvt die Lüge mit dem Glücksspiel finanzielle Sorgen zu lösen.
Alles andere wäre wohl hinter einigen Fakten zu finden.
Auch ich musste mich einigen stellen, manchen Knoten konnte ich lösen und mit anderen hingegen muss ich halt leben.
Bei mir, wenn ich wieder spielen möchte...dann mache ich es auch.
Aber von möchten / wollen war ich im Grunde noch nie geleitet um zu spielen.
Es war nichts anderes als ein Drang, den ich mir selbst auferlegte...in meiner Selbstaufgabe gegenüber der Spielsucht.
Es kam der Moment an dem ich eine Entscheidung getroffen habe und woran könnte ich nun festmachen dass es sozusagen eine finale Entscheidung war ?
Weil ich mich freute / freue....endlich spielfrei zu sein und nicht mehr unbewusst mein nächstes Spiel plane, jede Türe verschließe
um diesen verdorbenen Mist mir nicht mehr anzutun.       

Grüß dich und immer weiter   
   

Grüß dich

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 05.05.2025 20:02:50
Hi Jacky,
freue mich sehr über deine Antwort!
Vielleicht ist das Gefühl "nicht bereit zu sein" ehrlicherweise die Angst davor richtig anzufangen, oder zu versagen.

Interessanterweise habe ich oft bemerkt, dass ein großes Verdrängungsthema Angst ist. Vor unterschiedlichen Sachen oder Situationen aber doch sehr oft Angst.
Gerne habe ich mich als jemanden hingestellt, der vor nichts Angst hat, komme ich doch in stressigen und außergewöhnlichen Situationen besonders gut zurecht.
Nur danach nicht. Bzw. dauert die Bearbeitung etwas länger, und durch das aktive Spielen wird es bis Tag X aufgeschoben, da kein Raum in meinem Kopf war.

"Für den pathologischen Spieler gibt es nichts zu gewinnen."
(Hinter solche Sätze und auch hinter die anderen, nennen wir es mal große Worte oder "volle" Phrasen komme ich ganz langsam )

Wenn man diesen Satz ein wenig anders interpretiert, gibt es eine Menge zu gewinnen nur "leider" kein Geld. Mehr Lebenszeit, mehr Lebensqualität, mehr soziales im Leben (vorausgesetzt er spielt das Spiel des Lebens und kein Glücksspiel).

Was aber auch mehr da ist:
Unsicherheit, Angst, Wut, Frustration.
Mut, Ruhe, Zufriedenheit, Wertschätzung.

Alles Gefühle die ich kaum mehr hatte.

Bzgl. des Spielens im Generellen : Ich finde es etwas schade, da ich gerne spiele ( Generell Spiele wie z.B. Schach oder Gesellschaftsspiele). Aber Diesen Verzicht übe ich aktuell sehr gerne.

Denn ich lebe einfach mehr ohne.
(mir fällt gerade ein, dass wir zuhause sogar ein echtes Rouletterad hatten, was ich als kleines Kind auch gerne spielte. )


Aktuell habe ich noch keine Gruppe besucht. Steht aber weiterhin auf meiner Liste. Einfach mal um zu gucken wie es ist und ob es mir hilft.

Liebe Grüße aus dem Westen :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 06.05.2025 19:38:03
Hi, bin heute einige Zeit auf Social Media kleben geblieben.
Das war nicht förderlich, im Gegenteil spricht ja wieder mein Suchthirn an.
Ganz vorsichtig sein.

Auslöser war wahrscheinlich Müdigkeit + keine Pause gemacht & Ein bisschen Stress auf der Arbeit, da ein Kunde abgesprungen ist, und ich bis morgen einen Ersatz organisieren muss.

Das kann ich doch besser!

Sei Vorsichtig!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 06.05.2025 20:49:27
Gerade habe ich noch die Bäder Grundgereinigt, dabei hat sich herausgestellt das zwei Siphons durchgerostet sind.

Ich merke ( da es heute mehrere kleine Rücksetzer gab) ich frustriert und sauer bin.

Alles Folgen, von zu spätem handeln.

Ich lasse die Wut jetzt los.

Stück für Stück werde ich aufarbeiten was so lange liegen blieb. Direkte Folgen meine aktiven Suchtausübung und Vernachlässigung von Grund pflichten.

Eins nach dem anderen.

Zumindest ist es gut :
A: die Missstände zu sehen
B: Sie zu bearbeiten
C: zu erkennen wie/wo meine Frusttoleranz liegt und dranbleiben zu üben auch wenn ich etwas nicht sofort fertig stellen kann.

Du schaffst das! Stück für Stück und Tag für Tag!

Ganz liebe Grüße gehen raus
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 06.05.2025 20:56:09
Es ist nicht schlimm sich ab und zu überfordert zu fühlen.
Letztlich sind viele Situation relativ gesehen NEU.

Gehe nicht zu hart mit dir ins Gericht. Erstmal geht es nicht darum dass ich alles perfekt hinbekomme, sondern dass ich weiterlaufe und nicht nach den ersten Schritten stehen bleibe!

Klar ärgern mich manche Sachen und manchmal bleibe ich noch auf Social Media oder achte vielleicht nicht genug auf meine Emotionale Situation.

Aber ich bin in den letzten drei Wochen schon weitergekommen, als im ganzen Jahr bis dahin.
Erkenne auch das an!

<erkenne an, dass du auf dem Weg bist. Auf dem Richtigen Weg zwar, aber auf der Reise, nicht am Ziel, bloss weil du einen Entschluss gefasst hast!>

Du machst das gut!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 06.05.2025 21:02:33
P.S. ich glaube ein Faktor, ist auch Scham.

Ich schäme mich dafür heute (einen Teil meiner Lebenszeit) vertrödelt/verschwendet zu haben, und zwar in besserem wissen. Das ist dann das Feuer für die Wut.
Die Wut nicht auf den Umstand sondern auf mich selbst.
Das ich so schlecht mit mir selber umgehe.

< beim aufschreiben gab es grade ein fast hörbares Klicken. es hat AHA gemacht :D>

Notiz: Handle so dass du die nicht für dich schämen musst.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Fred am 07.05.2025 17:26:55
Ich schäme mich dafür heute (einen Teil meiner Lebenszeit) vertrödelt/verschwendet zu haben, und zwar in besserem wissen. Das ist dann das Feuer für die Wut.
Die Wut nicht auf den Umstand sondern auf mich selbst.
Das ich so schlecht mit mir selber umgehe.
Ändert das irgendwas ?
Nö, dann lass es einfach. Akzeptiere deine Vergangenheit.
Mache es einfach heute und in Zukunft besser.

Dieses Hinterhergejaule hilft niemandem und hält dich in der Spielervergangenheit gefangen ...

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 08.05.2025 09:22:35
Ja das stimmt wohl.
Hilft keinem.
Aber manchmal ist es nicht schnell abzuhacken.
Hier war es bezogen auf zu viele Zeit auf Social Media zu vertrödeln. Aber das ist einerlei für mich -----------
---------

Gestern war ich noch lange unterwegs, habe mich gut mit meinem Vater unterhalten. Stress auf der Arbeit habe ich gut gemeistert, auf meinen Körper gehört, und als er etwas Ruhe brauchte diese auch gewährt.

Habe meine Tour mit ach und krach vollbekommen.

Heute eine SMS von meinem Chef bekommen, dass ich für jede Tour einen extra Bonus bekomme.

Die Wege des Herrn sind unergründlich ...

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 09.05.2025 09:53:59
Langsam merke ich, dass ich mich halbwegs sicher fühle, was natürlich trügt. Daher auch die höheren Social Media Zeiten der letzten Tage.
Ich hatte auch etwas mehr zu tun als sonst, sodass ich weniger räum für mich hatte.

Meine Wachsamkeit werde ich die nächsten Tage wieder hochhalten, da hier das größte Risiko liegt. werde jetzt ein wenig (Forums)Bildung mir zu Gemüte führen bis ich arbeiten muss.

Liebe Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 09.05.2025 10:13:03
Bemerkt:

Heute ist der 9. Mai. am 19. April spielte ich das letzte Mal.
Anfangs versuchte ich nicht darauf zu achten wie lange ich schon dabei bin, da es immer wieder zu einem Gedankengang à la :" wie lange noch" führte.

Heute als es mir auffiel, war ich ein wenig aufgeregt. <ist es doch ein kleiner Meilenstein>

Gerade beim schreiben in diesem Moment wird mir klar, warum eine feste SHG oder Therapie wichtig sein kann.
Da der Rhythmus fest vorgeschrieben ist, vorausgesetzt man geht immer hin, hat man feste Dates mit der Beschäftigung der Suchtthematik und damit auch der eigenen Sucht, selbst wenn man sich in Sicherheit wähnt und alles gut zu laufen scheint.

Wie ich vorher feststellte, rückte das Thema ein wenig in den Hintergrund. Andere Sachen nahmen/nehmen mich in Beschlag. Sicher nicht das Schlechteste, aber solange ich keine extrinsischen Dates mit der Sucht habe, muss ich mir doch selbst die Dates setzen.
Also wieder jeden Tag, seien es nur 10 Minuten das Forum studieren, und jeden Tag einen (egal wie großen Eintrag).

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 09.05.2025 11:50:39
Nachtrag:
Warum unvorsichtig ? was ist der große Aufhänger mit Social Media ?
A:
es triggert bei mir in gewässerweise mein <Suchthirn.
B:
habe ich bei meinen letzten Ausschweifungen den Gmablecontent nicht übersprungen wie bei vorherigen. Das werte ich als sehr unvorsichtig, da dies immer ein Gateway zur wirklichen Suchtausübung war.

Wie kam es dazu?
Langeweile bei der Arbeit im Home-Office...
Energie-Tief und mangelnde Dopaminvorräte...

Keine Entschuldigung an der stelle, sondern blosse <feststellung.
 Dopaminausschüttungen kann man auch auf anderem Wege erreichen.

Ein Teil ist Gewohnheit, ein Teil auch die Konfrontation mit der unangenehmen Realität.
Dass man vieles nicht mehr einfach Wegschieben kann, wenn einen die eigenen Gedanken oder die eigene Situation stören.

Aber das ist ja gerade so wichtig, gerade wenn man Anfang steht beim Thema Veränderung. Ein wichtiger Treiber ist einfach nicht mit der Situation im Reinen/zufrieden zu sein.
schwierig ist dann beides zu haben:
A: zufrieden sein mit dem was man hat und dankbar, für die Chancen Wege im Leben zu sein
B: so unzufrieden mit der Situation zus ein, dass man etwas ändern will.

Manchmal so einfach, manchmal ein Drahtseilakt.

Trotzdem schon Meilen besser als vorher. W!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Fred am 09.05.2025 14:22:58
Langsam merke ich, dass ich mich halbwegs sicher fühle, was natürlich trügt.

Ich habe auch nach 10 Jahren immer noch vor Augen, dass es  mich jederzeit "treffen" kann.
Wenn man diesen Respekt vor der Sucht nicht hat, beginnt das "Vergessen" und damit steigt die Rückfallgefahr deutlich.

Was du beschreibst ist der Wunsch nach einem Zeitpunkt zu suchen, ab dem du "Nichtspieler" bist.
Das wird NIE passieren.

Arrangiere dich damit
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 10.05.2025 22:48:33
Über meine Anfälligkeit weiß ich Bescheid. In allen Belangen, ist ja nicht nur auf spielen beschränkt.

Aber doch, sobald die Sorgen wegfallen, und die Gedanken woanders sind, man nicht mehr daran denkt, was noch vor einem Monat war, sondern im hier beschäftigt ist.
Dann beginnt für mich das Vergessen der Sucht.

Ich will auch nicht in Angst leben, dafür habe ich schon zu viele Dinge gemeistert. Doch die anderen Dinge bzw. Substanzen sind vom Wesen her anders als das spielen.

Bei jeglicher Substanz, kann. man vielleicht ein Problematisches Konsumverhalten an den Tag  legen und das Leben geht weiter. Immer schlechter zwar, aber wenn man nicht gerade kokst, geht es ja. zumindest finanziell. Die Wirkung vom Dauerkiffen aufs nahe Umfeld ist auch nicht grade toll, aber schon etwas anderes, als die Nebenwirkungen der "Spielsucht".

Auch wenn die Motivation letztlich bei beiden Dingen, dasselbe ist, davon loszukommen.

So will ich nicht mehr leben, weder komplett verschallert und verplant, paranoid, und in mich gekehrt.
Noch ängstlich, depressiv und chronisch pleite.

Mit den Drogen habe ich mich arrangieren können, lebe ein "normales" Leben, ausser das ich zB lieber keinen Alkohol trinke als mal n bisschen. Ich weiß um meine Anfälligkeit.
Das ich gar nicht kiffe statt ab und zu. Weil es mir nichts gibt, und ich um meine Anfälligkeit weiß, dass es nicht bei ab und zu bleibt.

Und dass ich nun eben auch nicht spiele, statt ab und zu völlig "wahnsinnig" zu spielen. Ich weiß um meine Anfälligkeit.

Es gibt mir wenig und nimmt mir alles. Und so will ich nicht leben.

Lieber gelangweilt, als zu Tode betrübt.

Und die Langeweile lässt sich ja auch vertreiben. Mit Fahrradfahren, etwas im Garten machen. Lernen usw ...

Ein bisschen Langeweile aber ist die Quell für Kreativität und Ideen. Also ist es gar nicht schlecht wenn ein bisschen Langeweile im Leben einkehrt.

<Hi Fred :D, bin ein bisschen abgeschwiffen und habe deine Antwort als Inspiration genutzt. Wünsche einen guten Abend, und freue mich über jede Antwort und Anregung>

Gerade eben war es ziemlich schlimm. Der heutige Tag war super produktiv, eigentlich erfolgreich. Trotzdem war ich eben genervt und schlecht gelaunt.

Warum konnte ich nicht klar fassen. Hunger, der Wunsch nach Ruhe, und die gibt es in den nächsten 5 Tagen nicht. Viele Punkte auf ToDo Listen und dann. muss ich mich jetzt auch noch an den Laptop setzen und nen Beitrag schreiben.

LOL. Genau das ist Zeit für Mich! Nur Zeit für mich. keine Entertainment Zeit, sondern die Pause im Tag, die Erdet. Ein bisschen Anstrengend ist, aber vieles geraderückt, oder manchmal auch nur einen kleinen Funken entfacht.

Ich muss nicht. Ich darf mich hinsetzen und mich um mich kümmern.

Jetzt geht es mir deutlich besser.
Komisch wie sich manches doch wieder ver/zurückdreht.

Es läuft vieles sehr gut.
Du machst das gut!
Weiter so.
Diese Zeit die du dir jeden Tag nimmst, ist keine Belastung, sondern das Geschenk, was du dir immer durchs spielen holen wolltest: Ruhe, und Zeit für dich. Nur für dich.

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 11.05.2025 22:12:06
Der heutige Tag war auch "erfolgreich wenn man es so nennen möchte. war mit Mama und Leo bei Oma.
Sie ist jetzt sehr alt geworden. Die Kommunikation war wie immer auf einem extrem unpersönlichen Level.

Habe nachdem wir weg waren auch einmal mit den anderen beiden nochmal drüber gesprochen ob sie dies auch so wahrnehmen, und ob das so wie meiner Empfindung nach schon immer so war.

Zum Glück kann ich sagen, dass sich meine Eigenwahrnehmung Mit der Aussenwahrnehmung deckt, und ich dass nicht nur zu dramatisch sehe, sondern es wirklich so ist.

Habe heute auch für mich beschlossen, das ein großer Konflikt mit meiner Oma keinen Sinn mehr macht, da Sie zwar anwesend ist, aber dauernd Sachen vergisst, mich mit dem Namen meines Bruders anspricht und im allgemeinen etwas verwirrt ist.

Die Dinge die es zu klären gilt, kann ich auch mit meiner Mutter klären.

Sonst noch gelernt auf der Arbeit. heute keinerlei Druck nur guter Umgang mit negativen Emotionen
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 12.05.2025 20:11:27
Guten Abend
Heute war ein Office Day. Ein Drittel der Belegschaft war krank, beim Teammeeting, ebenfalls. Ich hoffe Ich hab mich nicht angesteckt, kann ich leider nicht gebrauchen.
Habe die Zeit heute Nachmittag, mit einem Nickerchen, Einkaufen und kochen gefüllt. Um schonmal vorzubeugen, da ich heute auch recht wenig geschlafen habe. Ansonsten war der Tag sehr schön und gut.
Suchtdruck 0%, Gedanken ans spielen 1 %.

Wünsche allen gute & frei 24h
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 13.05.2025 22:50:11
Hallo Benji,

diese ganzen Erfahrungen mit dir selbst nun bewusst zu durchleben, sie zu vergleichen und emotional einzuordnen
ist wie ein großes Puzzle.
Stück für Stück setzt sich alles zusammen, doch manchmal planen/planten wir unser nächste Spiel ohne es zu bemerken.
Dies geschieht event. ganz von alleine in einer selbst geglaubten Sicherheit.
Wo eh alles fällt und steigt an eigenen Empfindungen.
Nicht dass ich nun bei dir davon ausgehe,  allerdings ging ich bei mir früher auch nie davon aus.
Bleibe weiterhin achtsam.

Liebe Grüße 
 

 
   
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 13.05.2025 23:38:41
Hi Jacky, was du sagst stimmt. Zum Teil zumindest.

Auch heute hatte ich einige Zeit, in der nicht der nächste ToDo Schritt sofort angegangen wurde, Leerlauf, sozusagen und etwas Erschöpfung.

Heute gönnte ich mir keine kleine Pause, kein Durchatmen.
Stattdessen kam ich wieder zu Social Media. Erst 10 Minuten, dann eine Stunde.
Besonders auffallend, dass ich wieder die Gamblecontent Seiten nicht übersprang.

Wie das Spiel mit dem Feuer im Glas.

Nur das ich gar nicht spielen will. Ich bemerkte alte Gefühlsregungen, und auch die Anflüge des Kitzelns, dazu eine gedankliche Verharmlosung, da ich es durch die Brille jemand anderes betrachtete. Jemanden der nicht daran erkrankt ist. So redet mir der Teufel ein, kann es bei mir auch sein.
Aber das geht nicht. es ging noch nie.
Ich will so nicht leben.
Als ich diese Anflug/Andeutung an frühere Automatismen spürte, habe ich einen Strich gezogen.
Aufgehört. Erstmal Abstand, dann erden.
Am Ende ist es noch ein richtig guter Tag geworden. Habe meine Mathekenntnisse aufgefrischt, was sehr herausfordernd war aber auch befriedigend wenn es mal geklappt hat.

Aber es war "knapp ? ". Es waren früher diese Schritte wie ich mein nächstes Spiel plante, oder mich wieder an den Gedanken daran gewöhnte oder mich aufreizte.
Als ich bemerkte, was du so treffend beschrieben hast, aber kam es durch. Der Wunsch, der Wille, die Entscheidung das ich so nicht mehr leben will. zwar verlor ich heute eine Stunde meiner Zeit und bestimmt einiges an Nerven, aber ich habe einen ganzen Tag gewonnen.

Es war nicht knapp, daran dass ich heute wieder spiele, aber knapp dran, dass ich mich an den Gedanken gewöhne, dass es wieder in meinen Gedanken ist.
Jetzt ist Sie wieder da. Nah und präsent die Sucht. Nicht wegen des Drucks, aber durch das Bemerken wie schnell und unterschwellig neue Gewohnheiten torpediert werden können, und zwar von mir selbst.

Und warum ?

tja, ich gönnte mir keine 20 Minuten Pause.

Achtsam ist das Wort des Tages

P.S:
Krass dass du etwas an dem Tag schreibst an dem es so passt.
Das zu lesen, ist wie ein nachträgliches unterstreichen von dem was ich heute gemacht habe, und wodrauf ich achten will.

Ganz Liebe Grüße Jacky

und gute 24 h allen :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Fred am 14.05.2025 07:54:34
Nicht selten bereitet unser Suchthirn uns wochen- oder gar monatelang darauf vor :-)
Gibt tausend Kleinigkeiten .. zum Beispiel steckte ich mehr Geld ein als ich benötigte ...
Ganz unbewusst, für den Fall der Fälle.
Heute ist die Geldbörse auch mal überraschend "leer" ohne dass es mir auffallen würde,

So wird es für jeden Kleinigkeiten geben, die irgendwo einen "tieferen" Grund haben.
Das kann auch mal eine Social-Media- Session sein, in dem Wissen, dass dort ständig "passendens" Material eingeblendet wird.

Als erstes würde ich mal meinen Browser-Cache und alle (unbekannten) Cookies löschen, damit du nicht von jeder Seite als Zocker erkannt wirst.

Schön, dass du so aktiv beim "Nichtspielen" bist.
Ein großer Schritt für dein Leben.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 14.05.2025 09:38:57
Hallo Benji,

Fred hat diesen Punkt gut erweitert, kaum bricht ein Rückfall einfach mal so aus heiterem Himmel herein.
Weil man an einer Spielo vorbei läuft oder durch einen zufälligen Link auf einer Casino Seite landet.
Denn unsere Sucht hat immer einen Plan!
Dadurch beginnt das Spiel ja auch nicht erst vor einem Automaten oder an einem Spieltisch,
man kann sich schon viel früher darin befinden.
Jeder pathologische Spieler der sich Möglichkeiten offen hält, befindet sich darin!

Auch ich selbst habe nicht alles getan was mich ausgrenzen / beschützen / bewahren könnte, wieder zum Spiel zu kommen.
Weil ich denke es ist nicht nötig, so gefestigt wie ich ja bin ?
Obwohl ja wissend wie sehr mich meine Sucht früher manipulierte, bzw. ich es einfach zugelassen habe.
Da kann ich nun auch schreiben was ich möchte....es ändert nichts an der Tatsache nicht alles zu tun.
Verhaltensweisen, die durch mein Leben entstanden sind und die ich intuitiv übernehme,
auch aus meiner aktiven Spielerzeit.
Ohne einen klaren greifbaren Gedanken ...wieder spielen zu wollen!!!

Und dies ist der Punkt, nicht weil Rückfälle ja anscheinend dazu gehören.....
Sondern ich wir pathologische Spieler sind.

Offen und ehrlich...jaja, viel belächelt als Phrase......muss sich dann aber auch jeder hinterfragen.
Ob er es überhaupt ist...nicht zu anderen ...in erster Linie zu ich selbst.
Wer bin ich und was mache ich..warum.
Nur eine funktionierende Marionette an den Schnüren irgendwelcher Gewohnheiten / Eigenschaften / Emotionen.
Wie ein eigener Puppenspieler......?
Und keiner sollte dabei glauben wirklich frei zu sein in seinen gelebten Ausführungen.
Es ginge nun auch noch viel viel tiefer in unseren Anliegen ...ändert nichts.
Weil an der Oberfläche unser Leben stattfindet, dort ist es auch am ehesten greifbar.

Liebe Grüße   
   

 

 
       
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 16.05.2025 23:42:41
Ich bin leicht überwältigt. Sehr tiefgründige und starke Beiträge.
Kurz zur Info, ich habe meinen Kleinen über das Wochenende da. Eigentlich wollte ich warten bis Sonntag, für meinen nächsten Eintrag, doch als ich dies hier nun las hat das etwas mit mir gemacht.

Ich kann fühlen und merken, dass die kleinen Herausforderungen, an mir zerren. Nicht auf (nur) auf meinen Sohn bezogen, sondern allgemein. Wenn ich das Gefühl, für dieses Problem habe ich gerade keine Lösung. Und ich weiß wie ich es drehe und wende nicht wie ich das schaffen soll.

Dieses Gefühl, der Ohnmacht, sei es eine Konsequenz meines eigenen Handelns oder etwas worauf ich keinen Einfluss habe, war immer ein großer Hacken in dem sich die Sucht einklinken kann.
Die letzten Tage habe ich es gespürt. Dieser Moment als ich die Beiträge las. Da habe ich es bewusst wahrgenommen.
Das bin ich, der sich selbst Sabotieren will, um nicht aus dieser miserablen (wenn auch bequemen) Situation herauszukommen.

Angst vor der falschen Entscheidung, den Ideen anderer hinterherlaufen. Alles Teil des selben.

Angst davor "normal" zu sein. Auch wenn ich von normal ganz weit weg bin.
Ich kann froh sein, trotz allem noch hier zu sein, und dass sich bleibende Schäden in Grenzen halten.

Die Angst davor meine Gesundheit nachhaltig geschädigt zu haben.

Alles "gute" Gründe es mit spielen wegzuschieben. Nicht mehr dran denken zu müßen.
Es, mich selber, damit aber auch wieder auf die lange Bank zu schieben. Termine bei Ärzten nicht wahrzunehmen, weil ich Sie vergesse im Strudel des Selbstmitleids und des Stresses in der Sucht.

Auch wenn es schwer ist, tue ich gerade ( und in der letzten Zeit ) größtenteils genau dass: ich schiebe nicht mehr vor mir her. Nicht mich. Anderes was auch zu meinem Leben gehört, was aber im großen nicht die gleiche Relevanz besitzt vielleicht. Aber ich glaube ich verstehe langsam was Prioritäten sind.

Nun zu euch:
Fred: Das was du beschreibst, ist es in der Tat. Nicht erfolgreich, aber genau das ist es. Das habe ich auf dem Schirm und lasse es nicht mehr zu.

Jacky:
Offen und ehrlich. Das ist gar nicht immer einfach, da es auch sehr unangenehm ist. Vor allem wenn diese Erkenntnisse konsequent umsetzt.
Das bedeutet mitunter schwierige Gespräche mit sich selbst, oder auch mit anderen, da ja auch Themen behandelt werden, die nicht unbedingt mit der Sucht zu tun haben, nun aber doch an Relevanz gewinnen. Bei vielem frage ich mich nun auch was ich für ein Mensch aktuell bin und wie ich war, und wie ich sein will. Und der Weg von bin zu will, ist schwierig und unangenehm. Aber ich weiß, dass ich es kann.

Die Selbstsabotage oder Sucht ist in diesem Fall ein Selbstschutz vor der Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Da ich mich in der Sucht auskenne, mich dort bewegen kann und weiß was zu erwarten ist.

Aktuell weiß ich das nicht. Und auch davor habe ich Angst. Aber das ist Okay. Die Definition von Mut ist ja nicht die Abwesenheit von Angst, sondern sie zu haben, und es trotzdem zu tun.


Andre:
Eine Pause ist für mich: ein Zeitraum gefüllt mit etwas, um A.: etwas runterzukommen, und B.: eine andere gedankliche Perspektive oder Einstellung zu gewinnen.

Meist Tätigkeiten ohne zufuhr von Informationen in welcher Form auch immer.
(Nickerchen, Blumen gießen, zeichnen, schreiben ) Also eher Output als Input, damit die Gedanken Raum haben, erst zu kreisen und dann zur Ruhe zu kommen.
Etwas das erdet.

Daran sollte ich mich in Zukunft erinnern. :D


Danke für eure wirklich bewegenden und wohlüberlegten Beiträge.

Wünsche euch ein schönes Wochenende!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 17.05.2025 02:15:15
Die Angst davor meine Gesundheit nachhaltig geschädigt zu haben.

Du schreibst recht klar, sachlich und analytisch, da wundert es mich regelrecht wie oft Du in diesem letzten Beitrag das Wort "Angst" benutzt.

Ich bin seit Jahren Traumapatient inclusive Panikattacken und teilweise schweren Dissoziationen und solltest du das so verspühren wie du es schreibst empfehle ich Dir dringends aus Deiner Selbstanalyse herauszutreten und dir fachliche Hilfe an die Hand zu holen.

"Ich war auch mal so drauf" - ich kanns grad nicht anders ausdrücken; HEUTE allerdings weiß ich, ich hätte mir viiiiiiiel früher Hilfe holen sollen statt meinem "bescheuerten Ego" so viel Raum zu geben das ich das alleine hin bekomme denn ich habe Dinge überlebt das ich der Meinung bin ich wäre Supermann und selbst mit60+ Kippen bin ich nicht Tod zu kriegen also rauch ich mal flott noch eine,...

Ich finde es ist sehr schwierig da durch zu brechen - denn einerseits bin ich n kleiner Supermann bei meiner Vergangenheit und vor allem Kindheit UND/ABER genau das ist der springende Punkt, ich MUSS kein Supermann mehr sein und ebendso MUSS ich mir auch nicht mehr die Nächte um die Ohren schlagen weil was passieren könnte - dennoch ist es ein Teil von mir "dieser Angsthase" der lieber etwas zerstört bevor er es "unkontrolliert von außen" verliert da mach ich es doch lieber selber kaputt, das kenn ich damit kann ich umgehen,...

Ich habe oft und viele Selbsthilfegruppen ausprobiert, HEUTE (glatt gelogen, war gestern is ja schon wieder 2 uhr) saß ich mal wieder in meiner Akutgruppe und bei unserem Schlußblitzlicht saß ich da mit schweißnassen Händen sagte ein zwei Dinge mit dem Schlußwort

SCHÖN das ich da war...

Alle schauten mich an und es war mir sowas von egal was die ANDEREN dachten denn ich bin für MICH da und dafür hab ich mich bei MIR bedankt....

Lange rede - noch längerer Sinn  ;D , schau nicht zu viel alleine auf Dich selbst, es kostet Dich Deine Zeit die NUR ausschließlich nach vorne weiterläuft und hängst Du irgendwann mal selber fest -ohne Hilfe- wird es um so schwerer da wieder heraus zu finden.

Sicherlich wieder viel von mir dennoch hoffe ich das Du was mitnehmen kannst, in diesem Sinne, auch Dir ein schönes Wochenende

 
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 19.05.2025 14:54:02
So, war nun doch ein Tag Pause dabei, aber das passt so. Habe das Wochenende sehr genoßen. Auch wenn ich am ersten Tag nach der Fahrt immer ein bisschen geschlaucht bin und eine zu kurze Geduldsspanne habe. Einerseits ist das verständlich, auf der anderen Seite etwas, an dem ich etwas ändern will.
Bestimmt kann ich manches einfach besser vorbereiten, sodass der nächste Tag quasi schon ein gemachtes Nest ist, und man nicht groß einkaufen oder kochen muss.

Ich freue mich jedes Mal über die Zeit mit meinem Kleinen und sehe wie viel Freude es mir gibt.
Dafür bin ich dankbar. Auch dafür, dass ich immer diese dieses Zeitinvestment getätigt habe, auch wenn es sehr anstrengend ist.

Das habe ich gut gemacht.

Ansonsten hab ich mich an das gehalten was ich mir vorgenommen habe, was zu einer positiven Grundstimmung führt.

Unsinn habe ich keinen gemacht und habe auf der Zugfahrt mich wieder mehr angestrengt, im sozialen Verhalten Fremden gegenüber. Auch das hat geklappt, besonders, da ich weiß dass ich das kann.

Gleich Teil 2
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 19.05.2025 15:47:51
Jetzt Teil 2.
Ich schaue mit freudiger Erwartung und manchmal auch Sorgen in die Zukunft, aber deutlich öfter positiv.

Zu Wirbelwind:

Das Wort Angst nutze ich häufig, da es ich es oft nicht als das identifizieren konnte oder wollte, bzw. dies nicht fühlen wollte. Panikattacken habe ich keine. Es ist mehr ein akzeptieren, dass ich normal bin und auch solchen Gefühle habe, diese zuzulassen und damit dann arbeiten zu können.

Es ist die Abstinenz des dauernden Unterdrückens.

Ich bedanke mich trotzdem für deinen Beitrag, und werde es im Hinterkopf behalten!

Werde jetzt noch ein wenig arbeiten und dann den Tag ausklingen lassen.

Euch einen schönen Tag und freie 24h.

P.S.: Heute wurde ich einen Monat alt :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 20.05.2025 21:41:49
Moin, heute war ein sehr guter Tag, alles gemacht was ich mir vorgenommen habe. Pausen eingebaut, und ne Menge gearbeitet.

Weiter So!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 21.05.2025 22:24:35
Schon wieder ist ein Tag um, gerade vergeht die Zeit sehr schnell. Arbeite viel, ( vor allem alte Sachen auf), und mache was ich mir vorgenommen habe.

Es läuft sehr gut, kann man sagen. Heute hatte ich einmal eine kurze Anwandlung, die mich zum Zocken verleiten sollte, aber das habe ich sehr schnell durchbrechen können, ohne negativen Impakt.

Ich bleibe wachsam und achtsam <3

Ich wünsche euch allen alles Gute :)

Liebe Grüße

Es kann auch alles gutgehen, es muss nicht immer schlecht laufen
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 23.05.2025 15:32:06
Kurze Meldung alles im Grünen Bereich :)
viel Arbeit und auch ein bisschen Freizeit, heute dasselbe morgen auch. Sonntag ist der erste freie Tag der Woche. Dann ruh etwas ausführlicher !

Liebe Grüße und spielfreie 24h an alle
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 23.05.2025 21:18:17
Okay, da ich mich doch ziemlich gestresst fühle baue ich nochmal ein wenig Zeit hier ein.
Gerade fängt nicht nur, wie ich manchen Beiträgen bereits beschrieben, die Zeit an schneller zu laufen, sondern ich mache/es passieren auch einfach deutlich mehr Sachen.
Wichtige Dinge, wie z.B. die Arztbesuche kann ich nun als fast komplett abgehackt betrachten. Ein Segen.
Die anderen Dinge die ich vor mir hergeschoben habe, die mir auch einige Nerven raubten (sowohl als Sie noch nicht bearbeitet waren, als auch während der Bearbeitung) sind größtenteils erledigt. Die Steuer für das Jahr ´23 war so etwas. Leider kann ich hier mit einer kräftigen Nachzahlung rechnen, aber zumindest weiß ich nun ziemlich genau was auf mich zukommt, statt dem ewigen Bangen vor dem Unbekannten.

Ich erinnere mich hier an eine Antwort von Wirbelwind, In etwa, bei dem Tempo was du vorlegst, wirst du es nicht lange machen. Das stimmt auch. Ich merke, dass ich mir an meinen zwei freien Tagen diese Woche wirklich ordentlich Zeit für mich einräumen muss, da die nächste Woche ebenso anspruchsvoll wird.

Ich habe Post-Its für mich entdeckt. Ist nochmal etwas einfacher Gedanken festzuhalten und nicht die ganze Zeit Hirnkapazität, zu beanspruchen, an Dinge die mir in der Regel eh zu spät wieder einfallen.

Suchtdruck, im Sinne von < ich will spielen> hatte ich seit dem letzten Mal ernsthaft vllt zweimal =?.
Suchtdruck im Sinne von, es wird mir automatisch als Antwort oder besser gesagt, als Alternativhandlungsweg, zum gerade schwierigen Handlungsweg angeboten, deutlich öfter.

Aber etwas hat sich tatsächlich verändert.

Ich WILL einfach NICHT mehr.
Mir ist die Lust vergangen.
Ich will einfach spielfrei bleiben.
Das WILL ich.

Seitdem diese Entscheidung vor ca. einem Monat gefallen ist, hat sich vor allem geändert, dass ich (fast) nicht mehr mit mir Hader ob ich es nicht doch tun soll, oder nur ein bisschen oder jetzt erst recht.
Ich tue es einfach nicht . Ich denke nicht mehr in Autobahnen, in Automatismen. Auch wenn es einige Anstrengung erfordert, kann ich doch sagen, dass es sich im Resultat deutlich besser anfühlt.

Im Moment selber, ist es natürlich eine gewisse Anstrengung, nicht auf Autopilot zu schalten, und die Gedankenkreisel laufen zu lassen die sich Drehen, wie eine Roulettekugel im Kessel ?

Ich bin nicht geheilt. Aber ich lebe.
Nicht frei, aber doch freier als zuvor.
Eingeschränkt aber mir fehlt weniger.

Das Leben kann gut sein.
Ich mache das Gut.

Ich bin nicht auf einem guten Weg. Ich baue meinen Weg nun ganz einfach besser aus.
Nicht die "guten" und die "schlechten" Wege.
Nein.
Es war schon immer einfach nur mein Weg. Den ich nur eben vernachlässigt habe.
Man muss ihn nicht bis zum Horizont ausbauen, aber man sollte ihn trotzdem im Blick haben, und merken, sollte er mal brüchig werden.
Man kann eine schöne ordentliche Steinstraße, mit schönem Kopfsteinpflaster anlegen oder eben nur einen Trampelpfad, bei dem man gar nicht weiß, was man hinter der nächsten Biegung findet.

Auch das kann schön sein. Doch sollte man das Gras nicht zu hoch wachsen lassen, damit man erkennt, ob hinter der Biegung ein Fluss oder eine Falle wartet.

Wenn man sagt ich bin auf einem guten Weg, was meint man dann damit ?

Auf <einem> guten Weg.
Nicht <meinem> guten Weg.

Es ist etwas das jemand anderes geschaffen hat.

So war und sind wir alle doch auf unserem eigenen Weg. Egal wie gut oder schlecht der Zustand, wie schlecht oder gut gepflegt.

Es ist nie EIN Guter Weg.

Wenn dann ist es mein Guter Weg. Oder eben mein schlechter.

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 23.05.2025 23:20:35
Hallo Benji,

ja natürlich es war und ist immer dein Weg des Lebens.
"Ein guter Weg" als Redensart von uns hier gebraucht, wird wohl nichts anderes bedeuten als etwas positives.
Du beschreibst es ja auch etwas philosophisch.
Aus meiner eigenen christlichen Philosophie: Auszugehen das Gott eh alles weiß von jedem Menschen insbesondere was zukünftig noch alles geschieht mit jedem und wie es eines Tages endet.
Ist es noch lange kein unabwendbares gelebtes Drehbuch für jeden von uns, weil wir es ja zu einem großen Teil selbst bestimmen.
Welche Wege wir gehen, Gott weiß es halt nur schon vorher.

Natürlich ist auch nicht unbedingt alles besser, als zu spielen.
Aber ganz sicher.... hier darüber zu schreiben allemal!

Jeder mag auch irgendwo seine eigene Wahrheit haben, darum ist u.a. auch dieses Forum wichtig.
Um sich zu bestätigen oder hinterfragen in anderen Erfahrungen.

Liebe Grüße   
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 26.05.2025 00:11:53
Hey Jacky,

Für mich war es wie gesagt schon etwas abgegriffen, nicht durch das Forum sondern durch alte Tagebucheinträge von mir selbst. Da habe ich dass dann immer als etwas abstraktes, fremdes, "drittes" wahrgenommen. Dass es nur "den" guten Weg gibt und ich müsse nur darauf laufen oder Ihn finden, oder was auch immer.

Für mich war auch das gestern ein kleiner Klick-Moment.
Das es eben nicht etwas ist, was man zufällig findet, oder hat nun "einfach" den guten Weg gefunden. Sondern die Pflastersteine des Weges, sind die Entscheidungen die wir treffen und je nachdem aus welchem Grund wir entscheiden wie wir es tun, führen uns diese Steine dann zum einen oder anderen Ziel.

So oder so ähnlich. Aber es hat sich auf jeden Fall etwas geändert mit dieser Erkenntnis. Was genau, auch darauf werde ich bestimmt noch kommen.

nur mal theoretisch "Ist es noch lange kein unabwendbares gelebtes Drehbuch für jeden von uns, weil wir es ja zu einem großen Teil selbst bestimmen.
Welche Wege wir gehen, Gott weiß es halt nur schon vorher."

wenn man dies hier betrachtet und man selbst kann seinen Weg bestimmen, aber Gott weiß bereits jetzt schon welchen Weg man am Ende wählen wird, ist es dann nicht trotzdem so, dass gerade jetzt schon feststeht wie der eigene Lebensweg aussehen wird ?
Also dass man Ihn am Ende gar nicht frei bestimmen kann, denn da ja eine höhere Macht bereits jetzt schon weiß welche Entscheidungen man unter gegebenen Vorraussetzungen trifft, ist der freie Wille ja. am Ende nur eine Illusion, da Sie uns ja auf genau diesen Vorher bereits bekannten Weg führt.

Ich will dir auf Jeden Fall, deinen Glauben lassen, aber da sehe ich für mich ein Paradoxon.

Ich finde die Idee eher interessant, dass es theoretisch jede einzelne Möglichkeit gibt, jedes einzelne Outcome. Vielleicht sogar mehrere Universen in denen es noch anderen Benji s gibt, und jeder lebt nur eine Winzigkeit anders. Durch alle theoretischen Möglichkeiten die gelebt werden, kann man theoretisch zu jeder beliebigen Version von sich werden.
Aber natürlich bleiben die Lebensumstände diese in dieser Welt.


- Heute bin ich tatsächlich um 9:00 aufgestanden, obwohl ich frei hatte und hab noch die Calls auf meiner Liste abgearbeitet. Und den Rest des Tages habe ich nur gemacht worauf ich Lust hatte.

Ich merke, dass ich durch das viele wenig tun auf jeden Fall schon wieder etwas mehr Kapazitäten frei habe. Morgen werde ich nach einem ähnlichen Schema verfahren, aber auch einiges im Haushalt erledigen.

Ich wünsche euch allen ein schönes, spielfreies Wochenende!

Grüß dich Jacky
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 26.05.2025 20:58:49
Hallo Benji,

....Also dass man Ihn am Ende gar nicht frei bestimmen kann, denn da ja eine höhere Macht bereits jetzt schon weiß welche Entscheidungen man unter gegebenen Vorraussetzungen trifft, ist der freie Wille ja. am Ende nur eine Illusion, da Sie uns ja auf genau diesen Vorher bereits bekannten Weg führt.

Ich will dir auf Jeden Fall, deinen Glauben lassen, aber da sehe ich für mich ein Paradoxon.

Ok, einmal fern der "empirisch" wissenschaftlichen Entstehungsgeschichte...die auch keinen vom Spielen fern hält und dieses Suchtverhalten
ja auch nur definiert.
Die Wege des Herrn bleiben ja dennoch unergründlich und wer würde es sich dann anmaßen, ihn zu durchschauen und soweit zu verstehen
um Rückschlüsse als nicht erklärbar ( paradox) zu deuten ?
Wohl nur jemand der nicht in ihn vertraut.
Was nicht weiter schlimm ist, solange er in etwas vertrauen kann, was hilfreich und als fester Pfeiler seiner angestrebten Spielfreiheit steht.
Ohne eine solche Konstante könnte jeder Weg ja experimentell angegangen werden.

Ich möchte nun gar keinen Bogen spannen zum 12 Schritte Programm.......
Bedenke Benji, du weißt über deine Schwächen und berichtest ja auch darüber.
Kannst du dir alleinig soweit trauen ... einen Weg zu gehen wo ja Gefahren lauern, denen du ehemals schon so oft nachgegeben hast ?
Und wenn dann einmal dieser Punkt gekommen ist, was ist dann dein bestes Werkzeug...um eben nicht rückfällig zu werden ?
Was wäre so stark um dann einfach heil weiter zu gehen ?
Vielleicht wäre dann irgendein "Paradoxon" gar nicht so schlecht.  :)

...alles gut.

Grüß dich                     
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 27.05.2025 01:16:33
Hi Jacky,
also es geht mir eher darum, dass sich Gottes Allwissenheit und der Freie Wille meines Erachtens ausschließen. Wobei man nun auch einmal hinterfragen muss wie frei, der Frei Wille nun wirklich ist.

Weil ja auch jede Entscheidung extrem durch äußere Faktoren, Emotionen und die Vergangenheit beeinflusst sind. Sodass eine Objektiv Freie Entscheidung mit der Betrachtung der aktuellen Situation gar nicht absolut, die beste oder frei sein kann, denn jede vorhergegangene Entscheidung hat nun auch zu dieser hier geführt. Sodass man sich zwar entscheiden kann, was ich nun ändere, aber bestimmte Zukünfte und bestimmte Lebenswege, sind nach aller Wahrscheinlichkeit nun einfach nicht mehr möglich, aufgrund der Entscheidungen die man bis hierher getroffen hat.

Man kann zwar nun trozdessen aus jeder, jetzigen Entscheidung die bessere Option treffen und sein Leben komplett ändern, aber erstmal ist man ja nun, im hier und jetzt mit allen Entscheidungen die man in seinem Leben getroffen hat, was ja auch zukünftige Entscheidungen beeinflusst, weil man dort steht wo man steht, und somit die Entscheidung, der "Wille" nie ganz FREI ist.

Nicht dass ich nie gebetet hätte. Ich glaube es gibt etwas das wir so nicht erfassen können, gar nichtmal eine höhere Macht wie man sich das so vorstellt.
Was ich eher für realistisch halte ist folgendes:
Wenn wir einmal vom Urknall ausgehen und der Annahme, dass sich das Universum weiterhin ausdehnt. Muss man ja überlegen was kam vor dem Urknall ?
Ich gehe davon aus, da wir im Weltraum schwarze Löcher haben die sich konstant ausdehnen, und alles verschlucken, das es vor dem Knall so war, dass quasi alles ein" schwarzes Loch" war. Das eine große. Die Singularität.
(vllt als dauer -  Zustand auch einfach nicht möglich ? )
Alles. Gott. Wie man es auch immer nennen will. Und wie wir Menschen es wollen was tief in uns drinnen ist, wie auch in jedem anderen Lebewesen auch, der Wunsch zu leben, sich auszuleben, sich zu vermehren, kurz der Wunsch zu erfahren, oder erleben.

Dass die Singularität sich selbst erfahren will. in jeder Einzelnen kleinen Variation.
Deshalb gibt es all dies. Wir alle bestehen wie alle Lebewesen aus den selben Teilchen aus den selben Atomen, wir sind alle eins, bzw. eins gewesen und erleben uns jetzt im einzelnen in jeder nur denkbaren Variation, die man sich gar nicht vorstellen kann so zahlreich und unterschiedlich.
Bis der ganze Prozess durchlaufen ist und alles wieder eins ist. Und wir alle, das Ganze Universum wieder eins ist.

Tja das wichtigste Werkzeug, ist darin vllt auch zu finden, allerdings vllt. etwas schwieriger.
Für mich würde (diese Sichtweise) es auch einen Großteil des Leidens erklären weil auch dies eine Variation des Lebens ist, in all seinen Schattierungen.
Dann ist es nämlich nicht komplett sinnlos, dass es das Ganze Leid auf dieser Erde gibt. Sondern Teil des Ganzen Prozesses. Damit das Leben, sich selbst in all seinen Formen und Möglichkeiten einmal komplett durchlebt. Bis jede Variation, und theoretische Option, erfahren wurde.


Ein sehr interessantes Thema finde ich, aber auch ein wenig abstrakt, nicht immer förderlich an existentiellem zu hadern. Manchmal braucht es eben die "kleinen" existentiellen Fragen und Entscheidungen.

Aber in der Grössten Not, kann einem auch ein Paradoxon helfen. Denn irgendwie ist doch das ganze Leben ein Paradoxon.

In diesem Sinne noch eine Gute Nacht, und Liebe Grüße! :)

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 27.05.2025 09:06:42
Hallo,

die Existenz Gottes muss ja nicht bewiesen werden, auch sind die Spielbanken der Welt voll mit Gläubigen.
Der Glaube kann dennoch zweifellos ein guter Begleiter sein in all unseren Nöten, was keineswegs Nichtgläubige
ausschließt als hoffnungslose Seelen. 
Auch im Glauben gilt es eine Selbstverantwortung zu übernehmen, das Eine schließt das Andere ja nicht aus.
Darin wird kaum ein Unterschied zu finden sein und auch ohne höhere Mächte lässt es sich wohl gut leben. 

Eventuell könnten wir einen gemeinsamen Kontext finden wenn wir über Werte schreiben.
Die weit mehr zu finden sind, als nur in biblischen Schriften.
Was es bedeutet für seine Familie, Partner, Freunde da zu sein, für sich selbst und warum man dies alles niemals wegschmeißen sollte.
Und wie es sich lohnt gegen seine Süchte vorzugehen, sie blockiert und ihnen diese anscheinend unbändige Anziehungskraft
entreißt. Es nicht halbwegs angeht sondern im Bewusstsein wie wertvoll unser Leben ist.
Wie letztendlich jeder selbst diese Motivation findet und auch beibehalten kann ....und was es auch immer sein sollte....bleibt elementar!
Und wenn wir alle immer von unseren "Wegen" schreiben, wenn man am Ende des Weges das Licht sieht.....
war es der Richtige.  :)

Liebe Grüße         

         
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 27.05.2025 22:42:19
Hey, ja das will ich gar nicht abstreiten.
Wollte das Thema nur mal als solchen ein wenig beleuchten.

Die letzte Tage waren eher schwierig bis schleppend. War nicht beim Sport habe, abends Serien geguckt war nicht gut drauf.
Hatte heute einen von noch zwei ausstehenden Arztterminen, alles in Butter, aber danach habe ich gemerkt, dass mich solche Besuche auch vorher schon stark stressen, fast wie paralysieren.
Hatte ein ums andere Mal Blut im Stuhl, wahrscheinlich innere Hämorrhoiden den Symptomen nach, aber trotzdem habe ich eine Heidenangst. (zB vor Darmkrebs)
Auch das etwas was ich lange aufgeschoben habe.

Aber gut. Trotz allem wunderbar spielfrei, auch wenn ich stattdessen viel zu viel Zeit auf Social Media verbracht habe. Nach dem Termin heute ist mir auch klargeworden warum, nämlich wie auch sonst als Verdrängungstaktik. Leider wird dabei aber meine Stimmung und mein Tatendrang schwer in Mittleidenschaft gezogen, sodass ich wahrscheinlich ( auch wenn ich selber ab und zu Content mache) das Passwort so ändere, dass man erst einen Riesen Passwort vergessen Zyklus starten muss, aber am ende war es deutlich besser nur zu lesen oder Dokus/Filme zu gucken als sich so stumpf zu verblöden. Da nimmt am Ende jedenfalls was mit.

Belastung EKG war sehr gut trotz des letzten sehr stressigen und ungesunden Jahres.
Rauchen sehe ich auch nicht mehr so lapidar wie bisher. Aber erst noch den letzten Arzttermin erledigen.

Puh, ja das hat noch in mir rumgelegen, also doch auf jeden Fall gut, die Faustregel jeden Tag einen Eintrag.

Ich hoffe bei euch allen Läuft es gut, und das Leben ist sonnig.

Liebe Grüße

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 28.05.2025 15:41:09
Ja, der liebe gott das Universum nebst schicksal und dem Teufelchen,...  ;D

Vor ein paar Tagen bin ich entgegen meiner Routine unangeschnallt aus der Tiefgarage hoch gefahren und musste oben stoppen um mich anzuschnallen. Zeitgleich als ich zum Gurt griff kam eine Frau mit einem Lastenfahrrad - VORNE KIND drin- aus einem GEHweg auf die Straße geschossen und wäre ich routiniert und aufmerksam wie immer raus gefahren wäre sie mir höchstwahrscheinlich voll ins Auto rein geknallt da ich keine Chance hatte aufgrund der Gegebenheiten Sie zu sehen. Das beschäftigt mich mal wieder bis heute unter dem Aspekt das ich doch nicht auf alles und jeden aufpassen kann / muss / will sobald ich das Haus verlasse... Früher wäre ich in die Halle gegangen zocken, oder jetzt mein Spiel um RUHE in den Kopf zu bekommen, um zu vergessen, um nicht wahrzunehmen...

Vielleicht mache ich mir auch einfach viel zu viele Gedanken, hätte ich mich erst angeschnallt, hätte ich Sie vielleicht gar nicht gesehen, wer weiß das schon. "Berechne" ich allerdings die Zeit und Situation und gehe zurück zum anschnallen in der Garage und dann losfahren, ja sie wäre reingebraten, SO funktioniert meine durchgeknallte Birne, wat soll ich machen...

NUN zu Dir Benji, ich denke das was Du gerade verspührst ist das "allseits" "prophezeite" Tief nach der Euphorie und auch wenn Du versuchst Positives einzubringen haust du dir meist im selben Satz wieder auf die Schnauze. Einerseits ist das gut (wahrnehmung) andererseits für die Birne auch nicht da Du dich immer wieder selbst negativisiert und dadurch im negativen bleibst statt ebend "einfach" mal stehen zu lassen das du spielfrei bist....

Wie hälltst du das eigentlich wenn Du schreibst, liest du dir selbst auch nochmal durch was du eigentlich geschrieben hast, morgen, übermorgen ? Würde mich mal intressieren.

Ich kenn das zu genüge was Du so schreibst und finde es sehr intressant bei Dir zu lesen da ich dann wiederum oft an meine Therapeutin denke was mir wiederum hilft stabil zu bleiben.

Mit jedem Tag den die Löschung des Accounts näher rückt (Sonntag is die Zeit ohne einloggen ENDLICH um)  schlafe ich wieder schlechter, meine Laune wird immer schlimmer, mein Körper spielt verrückt, die reinste Katastrophe. Letzten Mittwoch war ich n halben Tag arbeiten und bin mit Mühe und Not gestern zur Massage bei meiner Physio gegangen, 5 Tage gebraucht um mich von dem Arbeitstag zu erholen und den Streß auszuhalten mich nicht einzuloggen.

Letzenendes will ich Dir "nur sagen" achte gut und genau auf Dich und achte auf Dein Tempo...

Trigger und Gedanken KÖNNEN Dich -und andere hier werden jetzt sagen- "ein Leben lang" begleiten (dazu mach ich gleich n anderen Tread auf) teil Dir Deine Kraft ein und finde etwas womit Du wieder GUT auftanken kannst, die Spirale und der Weg nach unten ist sehr sehr schmal und ja, da gehört auch die Ablenkung von "Social Media" nunmal dazu, "lass es einfach sein" so von Suchti zu Suchti  ;D ::) ::)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 30.05.2025 09:15:44
Moin moin,
nun wenn dass das Tief nach der Euphorie ist, dann werd ich damit klarkommen :)
Spaß beiseite, ja ich merke es ist nicht mehr solo einfach, es schleicht sich Normalität und Alltag ein. Hier positiv hervorzuheben, dass dieser Alltag spielfrei ist, aber trotzdem auch Achtsamkeitsasubaufähig, was sich auf die "normalen" Pausen oder Tätigkeiten bezieht.
Der Punkt mit der Steuer zeiht mich immer noch runter, ohne die Steuer bin ich aus dem Dispo raus und Ende nächsten Monats. Aber leider doch noch nicht.

Zu Wirbelwind, grüß dich :)
Ja, in der Regel nehm ich mir nach dem schreiben, oder mal hier oder da Zeit um meinen eigenen Beitrag nochmal zu lesen.
Ich finde es spannend, wie die großen Gedankenwolken, auf so kleinen Raum gequetscht werden, sowohl wirklich räumlich als auch vom Sinn her. Dass es akkurater Beschreibungen Bedarf um dass was man denkt oder fühlt in Wortform so niederzuschreiben, damit man es klar für sich und nachvollziehbar für euch hinbekommt.

Aber klar, ist halt einfach ne gute Reflexion.

Das Wochenende bin ich am Meer, der nächste Eintrag kommt dann am Montag.

Wünsche euch allen ein schönes, sonniges Wochenende :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 30.05.2025 22:46:27

Aber klar, ist halt einfach ne gute Reflexion.


*Aufbaumodus ON

Sooooo klar ist es ebend nicht für jedermann um so mehr freut es mich das du es auch so siehst

*Aufbaumodus OFF

*Stichelmodus ON

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende ohne medialen BALAST am Meer, GENIEßE es  :) :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 02.06.2025 09:02:57
Moin, danke das war auch wunderbar. Auch wenn nicht alles optimal war und ich im Endeffekt nur einen Tag dort war und mein Kleiner erkältet hatten wir trotzdem einen wunderbaren Tag. Viel Sonne, Meer, spazieren, Drachensteigen lassen.
Merke richtig wie mir eine so kleine Auszeit schon so viel gegeben hat :)

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 02.06.2025 09:56:15
Aus einem anderen Beitrag inspiriert:

Warum spielte ich ?

Anfangs aus spaß, Geselligkeit und Nervenkitzel.

Danach nur noch weil ich süchtig war.
Jeder Grund verblasste, war nur Illusion.
Der Zweck wurde zum Selbstzweck. Spielen um zu spielen. Um nicht, nicht spielen zu müssen. Um im Spiel zu bleiben, damit ich nie die Rechnung würde zahlen müssen.

Am Ende des Tages gab es keinen Validen Grund. Ich spielte um zu spielen. Ich spielte um zu fliehen, vor meinem Leben.
Alles andere war nur vorgeschoben.
Alle Gründe nichtig.
Ich wollte nicht an meinem Leben teilhaben. Dadurch wurde nichts besser, alles immer schlimmer, und so kämen mehr Alibi-Gründe auf.
"The best that you can hope for, is to die in your sleep.
And somewhere in the Darkness, the Gambler he broke even, and in his final words I found an ace that I could keep."
Zitat: the Gambler, Kenny Rogers

Wenn man aufhört, ist man vielleicht auf der einen Seite net negative mit Geld / Schulden, und zwar realisiert. so ist es dann. keine weiteren Aufschübe oder Erleichterungen. kein Wunder das einen retten kann.
Aber man ist net positive mit Leben (sehr schwulstig :D ).

Wie bei mir ich fliehe nichtmehr vor meinem Leben. Ich habe teil an meinem Leben, auch wenn es unangenehm, stressig und herausfordernd ist. Aber allemal Besser als vorher.

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 03.06.2025 15:41:38
Moin, heute war ich meine Oma besuchen.
Wir können uns kaum auf persönlicher Ebene unterhalten, aber heute hat es ganz in Ordnung geklappt.
Hoffe mal Sie hat sich gefreut, ich finde es vorher immer sehr anstrengend, da Sie immer sehr negativ ist, und meine Mutter immer schlecht behandelt hat.

Nun ja, aber war in Ordnung. Noch gut was weggearbeitet. Jetzt noch weiter, nachher Sport.
Auf bald :)

Beste Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 04.06.2025 11:30:40
Traum: Heute konnte ich mich an den Traum von letzter Nacht ein wenig erinnern. War auf jeden Fall etwas mit Sex und Spielen.
Und es war sehr aufregend. Nicht im positiven Sinne eher im negativen.

Ich glaube mir sitzt noch die Angst vor der Steuerrückzahlung im Nacken. Es ist nichts worüber ich gerne nachdenke, aber zumindest habe ich schon alles komplett für die Abgabe fertig gemacht.
Anfang nächsten Monats ist mein Dispo ausgeglichen.
Ich weiß noch wie ich hier verhandelte mit euch, dass es nicht zu schaffen sei, ohne woanders Mittel zu liquidieren. Und Siehe da:

Ihr hattet Recht.
Ich habe zu wenig an mich geglaubt. Zu was ich fähig bin. Wie sich vieles ändern konnte auch in "kurzer" Zeit.
Trotzdem bin ich wieder Achtsam und Wachsam.
Solche Themen, wie zB Steuerrückzahlungen waren bis dato auch immer Dinge die ich verdrängen wollte durchs spielen. Die Angst vor dem Unbekannten. Die Angst vor Konsequenzen.

Durch das fertigmachen der Steuererklärung, ist die Angst vor dem Unbekannten eliminiert. Die Angst vor den Konsequenzen bleibt.

Note: Ein unruhiges Gefühl im inneren was nicht klar definiert war, und bei nicht Beachtung größer wird, bis daraus Spieldruck wird.
Ich habe mich beachtet. Mein Gefühl. mich mit diesem Gefühl auseinandergesetzt und nachgehört woher es rührt.

Ich habe mich auch wenn es etwas trockenes ist wie Steuern, um mich selbst gekümmert, da ja nicht die Steuer mir Angst macht, sondern die zugrundeliegenden Emotionen die mit diesem Thema verknüpft sind.

Ich sage niemals nie mehr, aber ich bin schon verdammt dankbar. Dafür wie mein Leben jetzt ist.
Die kleinen Veränderungen die sich mit der Zeit durch kleine Entscheidungen einstellen.

Bin ich jetzt glücklich ?

Ich glaube nicht. Glücklich kann nicht sein. Man kann zufrieden sein oder Glücksmoment empfinden.

Aber ich bin glücklich darüber, mehr ich selbst sein zu können.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 05.06.2025 22:43:14
GM,
obwohl es Abend ist, bin ich jetzt erst richtig aufgewacht. Scheint irgendwie ein Wesenszug von mir zu sein, dass ich Abends produktiver bin.

Nun ja, habe es in der Vergangenheit wenig genutzt, und durch die Ausbildung kann ich es wenn dann. im privaten Bereich anwenden.
Habe heute Doppelschicht gearbeitet und mein Arbeitszimmer aufgeräumt, dabei noch ein paar Rechnungen von 23 gefunden die ich gleich mal in die Tabelle und dann ins Steuerformular eingetragen habe.
600 € weniger Rückzahlung, nicht schlecht. Gut das ich heute noch aufgeräumt habe :)

Heute ist den Tag über das Internet andauernd ausgefallen, was mich wahnsinnig macht. Heute Abend zur Arbeit hat es dann wunderbar funktioniert. :D

Naja wenigstens kein Virus oder ähnliches

Habe heute ein Mittagsschläfchen gemacht was richtig lecker war, und das hat mir dann Energie für die "zweite " Schicht heute gegeben.
Morgen muss ich leider ins Office, was nicht so toll ist, da noch ein paar Kunden abgeschlossen werden müssen, und Gastronomen sind spät nachmittags meist im stress.

Werde mir stattdessen neue Leads raussuchen.

Ansonsten war es ein guter Tag!

Wünsche euch einen schönen Abend und lauschige 24h :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 07.06.2025 00:28:41
Gestern ist mir da anscheinend durchgegangen.
Ist mir gar nicht aufgefallen. Hatte auch ne ganze Menge zu tun. Doppelschicht.
Heute war auch stressig, da ich früh aufstehen musste um ins Büro zu fahren.
Nach nem kurzen Mittagsschlaf ging es aber wieder. Danach waren wir noch ein wenig in der Stadt. Habe dort vor Ort einen Kunden geclosed.
Ganz stressfrei.
Danach noch einkaufen und was leckeres gekocht. Zwei Filme gesehen. Ich freu mich schon auf morgen, habe einiges Vor. Sport bisschen arbeiten aufräumen und danach noch lecker Bierchen trinken mit nem Freund.

Wünsche euch allen einen schönen ruhigen Freitagabend
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 10.06.2025 10:48:10
Guten Morgen :)

Jetzt ist es doch zwei Tage her, nach meinem letzten Eintrag.
Soweit hatte ich auch alles so gemacht wie vorgenommen, bloß dadurch dass ich so selten Alkohol trinke war das lecker Bierchen am nächsten Tag gar nicht so lecker und ich hatte nen ziemlichen Kater. Blöd auch weil ich Mittags erst gegessen hatte wir uns aber abends getroffen hatten, aber das weiß ich eigentlich auch besser.
war nicht so schlimm wie spielen, aber trotzdem war es recht teuer und im Endeffekt, habe ich mich dann über den einen "verbrannten" Tag danach geärgert.
Also auch hier wahrscheinlich Augen auf. Ansonsten ist das auto jetzt in der Werkstatt, und danach kann ich auch wieder mit dem Passat nach Hamburg gurken.

Gibt schlechteres :)

Ich setz mich jetzt mal an meine Arbeit. euch allen nen schönen Tag !
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 10.06.2025 18:00:40
Hi, da war es dann heute, zum ersten Mal seit langem wieder richtig. Das kurze aber diesmal ungewohnt starke Aufkommen vom Suchtdruck.
Ich kann sogar betiteln warum, es aufgekommen ist.
A:
Keine Lust auf meinen Zweit Job, heute keine Chance auf eine entspannte Schicht
B:
Übermüdet, bin heute um 4:00 aufgewacht und demnach nur ein paar Stunden geschlafen
C: Einen kleinen Geldbetrag zur Verfügung.
D: Extreme Langeweile bzgl. meines Jobs hier und heute.

Die Schicht krieg ich schon durch, der erst ist dann kein Problem.

Aber für mich ist hier schonmal der erste Schritt getan, durch das Bemerken und benennen der Faktoren, als auch dem aktiven Durchbrechen alter Muster.

Mache jetzt mal Weiter! LG
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 10.06.2025 20:51:55
Hallo Benji,

es bleibt auch irgendwo eine Lücke, die durch das Nichtspielen event. erst einmal gefüllt werden muss.
Wo wir uns früher dahin zurückzogen, als Belohnung, Ablenkung, Zeitvertreib und natürlich Sucht.
Dahinter steckt auch sehr viel an zwanghafter Gewohnheit und gerade an "unglücklicheren" Tagen mit Ärger, Stress oder Unausgeglichenheit
kann dieser Antrieb zum Spielen schon intensiver nagen.

Eine große Illusion die nichts verspricht, außer wieder seiner Sucht nachzugeben.

Als ich final spielfrei wurde, wäre es nicht gerecht alleinig nur auf diese Entscheidung hinzuweisen.
Doch hat es mich sehr gefreut, jeden Tag ...nicht mehr zu spielen.
Als wären die Pole vertauscht und wenn ich nicht spiele ist es weit mehr als nur gefühlt ..eine positive "Sucht".
Süchtig nach meinem Leben, das meiner Familie und meiner Freunde.

Ich finde es soweit gut was du tust. weiß auch nicht ob es ausreichen wird.
Du wirst daran wachsen und falls nötig das ein oder andere nachjustieren.
Alles aber zu seiner Zeit wenn nötig und du es auch möchtest.

Solange du dir selbst trauen kannst und keine Planung im Hintergrund stattfindet, um irgendwelche Türen zum Spiel offen zu halten....
manchmal auch gar nicht so einfach dies zu erkennen, weil man es ja auch selbst zulässt!

Die Entwöhnung von dem Spielen kann durchaus ein Kampf sein, irgendwann aber nicht mehr nötig.
Im Verständnis  dann, nicht mehr sein eigener Sklave zu sein und sich daran zu erfreuen.

Liebe Grüße und immer weiter so.   
 
   
   
         
   
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 12.06.2025 10:14:44
Moin Jacky,
das stimmt wohl mit den unglücklichen Tagen. Die schlimmsten was das angeht waren meist die Rückfahrten aus Hamburg, und Langeweile beim Job.
Wie eine bleierne Last und Unwille die Situation jetzt gerade wahrnehmen zu wollen und dann der Wunsch daraus zu flüchten.

Mittlerweile brechen diese Gefühle oder Wünsche aber nicht aus dem heiteren Himmel auf mich hinein und ich stehe dem ungeschützt entgegen, sondern es fällt mir recht früh auf wenn etwas "off" ist in meiner Gefühlswelt.

Ich will weder hier, noch im echten Leben Riesen Versprechungen machen, oder niemals nie sagen. Aber irgendwie komme ich deutlich besser mit meinen schlechten und guten Tagen klar, als zuvor.

Vielleicht haben auch solche (bewussten) Änderungen in Gedanken damit zu tun. Weg davon zu gehen, dass ich dauernd irgend etwas tun muss (manches muss man aber doch ist sehr vieles einfach eine freie Entscheidung Dinge tun zu wollen), wie zB. Sport nicht machen zu müssen, auch mal Pausen zu machen (wenn es zeitlich einfach nicht passt und mich deswegen nicht runter zu machen oder schlecht zu fühlen), aber auch die Arbeit betreffend. auch das ist ja die freie Entscheidung etwas arbeiten zu wollen, könnte man ja auch Bürgergeld beantragen ( mit all den Konsequenzen die das bedeutet).

Ich weiß auch nicht ob das Final ausreicht, gerade fühlt es sich aber gut an.
Gut vieles zu schaffen, gut einen besseren Zugang zu Mienen Emotionen zu bekommen, gut mehr zu leben, und nicht zu spielen, gut immer wieder neues über die Sucht zu lernen und wie andere Menschen damit umgehen, gut sich zu bewegen ( mental).
Wenn ich merke es reicht mir in diesem Setting nicht bzw. etwas schleicht sich ein, werde ich noch andere Schritte gehen.

Ich wünsche dir heute einen schönen sonnigen Tag.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 13.06.2025 22:15:38
Guten Abend,
heute hab ich mich ziemlich gestresst weil ich gestern auf der Arbeit etwas vergessen hab un mein Chef mich angerufen hat.
War eher ne Kleinigkeit, aber ich habs dann im Kopf ziemlich groß gemacht.

Das war nicht notwendig.
Ansonsten war es ein Guter Tag bis darauf, dass ich nicht früh aufgestanden bin, aber ich habe gearbeitet, viel geschalt, war schwimmen und grillen bei Freunden, habe was im Garten gemacht und die Blumen ordentlich gegossen.

Im Nachhinein, werd ich mich an den Stress nicht mehr erinnern, waren doch einige wirklich schöne Erinnerungen dabei

Aber in dem Moment, ist der Stress dann doch recht präsent , aber doch unnötig, da ich jetzt gerade bei dieser Tour nichts mehr ändern kann.


Teilweise ist mir aber auch aufgefallen, dass ich manchmal ein gewisses mass an Stress oder Druck brauche um in die Gänge zu kommen und meine Aufgaben zu erledigen.
Dann funktioniert auch immer alles gut, zwar dann unter Stress und Druck, aber es ist, als ob dann meine Arbeitstemperatur erreicht ist oder zumindest ein ausreichend großes mass an Motivation erreicht.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass mein normaler Dopamin haushalt zu niedrig ist, und erst Stress dann genügend freisetzt um meine normale Arbeit machen zu können ?

Naja
jetzt noch ein wenig die Sommerhitze genießen
und dann ab ins Bett

morgen wird noch ein schöner Sommertag
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 16.06.2025 13:50:15
Hi, die letzten zwei Tage, habe ich frei gemacht. Ganz frei.
Nicht gearbeitet und siehe da. Die Motivation ist zurückgekehrt. Die starke Abneigung gegen die Arbeit ist verschwunden. Es scheint dass ich daran arbeiten muss, an meinem Gespür für Pause und Freizeit.
Es scheint, das mein Verhältnis zur Arbeit nicht ganz gesund ist.


Später vielleicht mehr dazu
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 18.06.2025 00:27:35
Nabend,

mein Vater ist in den Urlaub geflogen. normalerweise kriege ich dann auch immer Fotos geschickt, sodass ich heute nicht direkt auf die Nachrichten geguckt habe.

Er ist ins Krankenhaus gekommnen wegen einem Vorhofflimmern. Auf eine OP wurde verzichtet, da die Sprachbarriere auf Malaga immens ist, sodass bis Ende der Woche und auf ein deutsches KH gewartet wird.

Hat mich dann doch alles mitgenommen, sonst habe ich heute meine Arbeit nicht wirklich ernsthaft gemacht, was trotzkessen nicht gut ist.
Ich muss mich wieder zügeln, was Social Media angeht, aber die Sachen mit draussen sein, Leben was im Garten machen, Dinge erledigen kriege ich gerade ganz ut hin. War vorgestern bei meiner Oma, da auch soweit alles in Ordnung.

Auch damit komme ich jetzt besser klar.

Vielleicht ist es immer im Leben so, das man Bereiche hat die besser, und andere die schlechter laufen.

Aber was ich sehen sollte, ist dass ich mich gerade in in vielen Bereichen verbessere, und mir nicht mehr mit Zockerei mein eigenes Grab schaufele. Ich bewege mich tatsächlich vorwärts. Mental, und physisch. Seelisch auch ein wenig. Allerdings ist es fast wie immer, da es so viele "Baustellen" gibt, dass man nur von einem Brand zum anderen Huscht.

Naja, mit ein wenig Geduld, wird sich das auch ändern.
Es ist ja schon deutlich besser geworden.

Gute Nacht allerseits hoffe Ihr seit alle Wohlauf!

Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.06.2025 22:45:25
Ein schönes Wochenende geht zu Ende. Mein Kleiner war vier Tage hier, beide Fahrten hin und zurück waren heftig, da ja für alle langes Wochenende war.

Dementsprechend war ich auch ziemlich geschafft. Habe aber viel gute Unterstützung von meiner Freundin erhalten, sodass ich/wir die Tage trotzdem genießen konnten.

Ich freue mich wirklich über diese Tage.

Was mir negativ auffällt, ist dass ich mich trotzdem ab und zu kurz zurückziehe.
Einerseits, um Mini Pausen zu haben, andererseits, weil es mir immer noch schwer fällt mich auf meinen Kleinen ganz einzulassen. Ist mit dem Drum und dran ( Logistik/ Alltag) wahrscheinlich auch irgendwo verständlich ( für einen anderen Erwachsenen) aber das will ich trotzdem im Auge behalten.

Eine Sache die mir noch negativ aufgefallen ist, ist mein Tabakkonsum. Langsam bin ich wieder an dem Punkt, an dem die negativen Seiten, die Benefits übersteigen.
Diese Woch eist einiges Los, also bin ich froh, dass ich heute den Guten Einstieg gewählt habe, und nach der langen Autofahrt noch kurz beim Sport war, anstattt auf der Couch zu vergammeln.

Jede kleine Entscheidung ... zählt!

Wünsche euch eine geruhsame Nacht und spielfreie 24h Stunden.

PS. gerade gemerkt es ist der 22. der dritte Monat meines Spielfreien Lebens hat begonnen, und es fühlt sich nicht wie geschafft an. eher wie befreit. Ich habe nun zwei Monate meines Lebens "befreit".

Unglaublich wie viel ich in dieser kurzen Zeit geschafft und bemerkt habe.
Es ist wirklich schwer zu glauben. Es hat sich ja nicht alles von Zauberhand geändert. Einige Dinge stehen mir immer noch im Weg, aber insgesamt hat sich vieles zum positiven gewandelt, und meine Art mit Problemen umzugehen, glaube ich am stärksten.

Noch nicht optimal oder perfekt, aber schon deutlich gesünder und effizienter als vor zwei Monaten.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.06.2025 23:01:35
Gerade im Nachgang, ist mir noch einiges aufgefallen. Ich glaube ein Gruppe zum Austausch wäre super. Finde ich etwas was zu meiner Arbeit und meinem Leben zeitlich passt nehme ich dass, ansonsten muss ich mich daran halten jeden Tag einen Eintrag zu machen ( WE mit Junior exklusive), weil der Weg zurück, doch schnell geht. Ich meine ich könnte, jetzt gerade, aber ich will einfach nicht. Es steht mir zu viel auf dem Spiel ( lol) mein Ganzes Leben und die Menschen die ich Liebe, eine neue Arbeit und eine deutlich bessere Perspektive.
Im Juli habe ich die Zeit einiges auszuprobieren.
Die Wandlung von damals zu jetzt in Punkto Gefühlswelt ist riesig.
Egal wie Anstrengend die Ganze Fahrerei und das Elternsein ist, bin ich wirklich riesig dankbar für alles.
Das gibt mir Kraft.
Auch wenn ich eben angemerkt, habe dass ich mich noch ab und zu zurückziehen würde, war es früher sehr viel schlimmer.
Dass ich zwar da war, aber nicht wirklich im Hier und jetzt sondern in meinem Kopf gefangen.

Also Kopf hoch, selbst wenn es hier und da noch hackelt, Im Rückblick hat sich schon eine Riesenmenge getan. Immer weiter So!

ich hab dich Lieb!

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 24.06.2025 10:40:23
Gestern ist mein Vater ins KH gekommen, um das Vorhofflimmern zu untersuchen, wurde gleich dabehalten, heute dann die Untersuchung auf Thromben.

Hat mich gestern ganz schön mitgenommen. Anfangs war es wie Aufregung, danach wie betäubt. Sorgen mache ich mir schon ne ganze Menge auch wenn ich nach außen versuche positiv zu bleiben.
Heute hat sich die Normalität noch nicht ganz eingestellt, aber ich versuche trotzdem einen normalen Tag zu haben.
Aktuell gibt es noch nichts worüber man sich noch größere Sorgen machen müsste.
Das kann ich mir dafür aufheben sollte es soweit sein ( hoffentlich nicht).

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 28.06.2025 12:34:31
Puuh die letzten Tage waren echt anstrengend. Hatte die ganze Woche ziemlich viel Programm, Auzubi Treff ( ich bin der älteste LMAO), hab meinen Vater gesehen, war bei nem Arzttermin vor dem ich lange Schiss hatte, hier hat sich rausstellt das ich das kleinste von allen Problemmöglichkeiten hatte und das konnte sofort behoben werden.
Und danach war ich erstmal komplett fertig. Luft raus. Das erste Problem ist hier bereits vor ca. 2,5 Jahren aufgetreten, und so lange habe ich das schon vor mir hergeschoben.
Und nun endlich habe ich das für mich lösen können. Das fühlt sich so genial an. Einfach ein Riesen Stein von meiner mentalen Schulter, der nun endlich weg ist.

Die nächsten Tage werde ich arbeiten, aber da kaum noch etwas ansteht auch wieder regelmäßigere Einträge.
Danach kommt noch dazu den Urlaub zu organisieren, aber das ist ja positiver Stress.

In dem Sinne wünsch ich euch einen schönen Sommer Tag, mit ner frischen Briese!

P.S. Thema Spielsucht, kein Verlangen kein Wunsch. Die schlimmen Tage in der letzten Woche habe ich geschaukelt bekommen. Habe mir dann Pausen eingeräumt, auch mal ne Serie geguckt, aber war auch beim Sport, keinen Alkohol oder ähnliches, also hier scheint es so, als hätte ich neue Möglichkeiten erschlossen mit negativen Gefühlen und Situationen umzugehen. :) Auch das macht mich glücklich.
Vorher war es immer/oft so, dass ich nach einer schwierigen Situation oder einem schlimmen Tag eben gespielt oder mal was getrunken habe, was aber auch wieder neue Probleme hervorruft. Dieses Mal habe ich mehrere Situationen und Tage durchlebt, und nicht nur der Versuchung Wiederstanden, sondern wirklich verstanden, das wenn ich so dadurch komme, ich auf der anderen Seite gestärkt wieder hervortrete.

Happy Benji :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 29.06.2025 10:51:32
Gm,
gestern war wieder ein voller Tag und heute ist der letzte. Danach nimmt die Arbeitslast ziemlich ab und ich habe mehr oder weniger einen Monat frei bis es dann in die Ausbildung geht. Natürlich muss vorher noch einiges geregelt werden, aber ich habe dann endlich Zeit einige kleinere Dinge zu machen, die und der Prioritätsskala weiter unten waren aber trotzdem wichtig sind. den Garten, Keller aufräumen, usw.
Habe mich beim Sport gestern ein wenig verhoben daher heute etwas steifer Nacken, aber das gibt sich hoffentlich!

Bis dahin bleibt gesund und munter!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 29.06.2025 23:45:41
Gerade eben auf der Autofahrt nach Hause hat es mich irgendwie gesittet
das ich einfach weg wollte, jetzt die ausfahrt zum Flughafen und weg
einfach zwei drei Jahre weg sein

vor meiner Verantwortung davonlaufen
Vorher noch die Gedanken gehabt wie schade es ist, dass ich meinem Sohn nicht die gleichen Chancen bieten kann die ich hatte und wie schwierig und anspruchsvoll die Situation ist.
Was für ein Versager ich doch bin.
Es ist in Ordnung den Gedanken zugelassen zu haben. Aber auf der anderen Seite muss ich sehen, was ich in den letzten Monaten alles geschafft habe.
Ich auf dem Weg bin, dass sich alles zum besseren wandeln kann.
Nur aufgeben darf ich nicht. es ist in Ordnung Pause zu machen, sauer, wütend, und traurig zu sein, oder auch zu weinen. Aber niemals aufgeben.
Denn nur wenn ich aufgebe, dann bin ich wirklich ein Versager.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 01.07.2025 20:40:50
Moin Freunde, gestern hatte ich meinen letzten Tag in meinem Job, jetzt habe ich "freie" 4 Wochen. mein Dispo ist in zwei Tagen ausgeglichen, und ich habe sogar ein Guthaben ( zumindest bis zur Steuer). Aber schonmal krass das ich es tatsächlich geschafft habe, was ich vorher nicht für möglich gehalten habe.
War auch ziemlich erleichtert, als ich gestern meinen Abschied "gefeiert" habe.
Heute war ich in der Stadt unterwegs um für meinen anderen Job noch eine Tour zu finassieren. Noch ein Hosenscheißer fehlt mir, dann kann ich 4 Wochen Urlaub machen. Lediglich Sonntag habe ich noch etwas zu arbeiten. Sonst halte ich mich sehr gut an meine Termine, und will wieder regelmäßiger zum Sport.
Hoffe ihr konntet euch eine kleine Abkühlung verschaffen. Hier ists brutal.
Liebe Grüße
Benji
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 06.07.2025 18:34:49
Mein Kleiner war für 4 Tage hier. Das war sehr schön aber auch anstrengend. Haben eine Gute Regelung gefunden, wie es möglich ist, dass man immer genug" Kraft hat. Morgens steht meine Freundin Früher auf, dafür habe ich tagsüber viel mit Ihm gemacht, sodass jeder ein wenig Ruhe haben konnte. Am Ende waren wir alle entspannter. Gestern war wieder so ein Höllenritt. dieses Mal habe ich sogar ne Pause über zwei Stunden gemacht, war raus aus dem Tunnelblick und heute aber trotzdem ziemlich fertig.
Familiär Ist es nicht so toll, das Vorhofflimmern bei meinem Vater ist wieder aufgetaucht. Zum Glück hat er am Dienstag einen Termin in einer Sehr guten Herzklinik bekommen. Ich drücke beide Daumen. Das hat mich auch etwas mitgenommen, aber dieses Mal war ich irgendwie darauf vorbereitet, das wieder etwas "sein" kann.

Die Mutter meines Sohnes wird am Freitag hier übernachten. Weiß noch nicht wie toll das am ende wird, aber mein Kleiner hatte sich schon lange gewünscht, dass wir mal alle zusammen grillen.

Ansonsten bin etwas gestresst, weil es morgen in den Urlaub geht. Und zwar mit dem Zug. Nicht meine Lieblingsreiseart, aber meiner Freundin zu liebe fahren wir Diesmal Bahn.

Ich hatte in den letzten Zwei Wochen, ab und zu vor dem Schlafen etwas komisches. Erst die Sorge ob ich alles richtig mache, ob eine Ausbildung im Bankwesen überhaupt für mich eine Nachhaltige Möglichkeit ist ordentliches Geld zu verdienen. Und aus dieser Angst habe ich mich dann in eine Vorstellung geflüchtet, was ich tatsächlich früher schon gemacht habe, in der MemeCoin Zeit,
Bei der ich mir vorstellte was ich tun würde wennn ich zb. 100.000 € hätte, was mit 1.000.000 € und was mit 1.000.000.000 €
Je kleiner der Betrag, desto mehr kann und will ich den Materialismus, bzw. dessen Sicherheit und Luxus genießen. Aber bei der Größten der Summen, fällt dann auf, das jedes Monetäre Problem für immer gelöst wäre und sich jetzt nur noch die Frage stellt, :" Was mache ich mit meiner Zeit?"
Nur Partys feiern und Geld ausgeben, ist kein Lebensinhalt, also beschäftigte ich mich damit, was ich machen würde wenn Ressourcen keine Rolle spielen. Als erstes natürlich die Menschen in meinem Umfeld absichern. Und dann ?

Tja dann kommt eine Mischung aus Eigennutz und sozialem.
Schatzsuchen ist etwas, alte Ruinen, Legenden, ein bisschen Träumen. Das würde ich für meine eigene Unterhaltung machen.
Das soziale sind einige Stiftungen, mit verschiedenen Schwerpunkten. Eine die sich dafür einsetzt Städte grüner zu machen und insgesamt viel lebenswerter für alle Menschen, Paks Begrünung von Fassaden, Incentivierung von Investoren, diesem Nachzugehen.

Zweitens Wohnraum schaffen, Baugenossenschaften gründen und fördern.
Drittens Bildung und Sport für Kinder und Jugendliche zugänglicher machen, und vor allem die starren Lernmuster der Schule durchbrechen und Kindern in verschiedener Art beibringen wie man lernt und sich für Themen begeistert, damit sie herausfinden können was für ein Lerntyp Sie sind, und damit Sie die Dinge lernen die in der Schule vernachlässigt werden.

Das Fazit, was ich daraus ziehe ist ganz interessant. Geld allein macht nicht glücklich. Geld kann eine ganze Menge Probleme lösen, aber am ende des Tages ist es kein Inhalt, außer man hat immer zu wenig.
Der Tag muss mit Sinn gefüllt werden. Denn es macht nur Sinn Geld als Inhalt des Tages zu machen, wenn man es brauch zum bestimmte Dinge damit zu tun.

Seinerselbst wegen ist es zu schade.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 11.07.2025 11:31:19
GM
bin heute aus dem Urlaub gekommen, gab ein paar Reibereien mit meiner Freundin aber ansonsten waren es ein paar schöne Tage. Wieder musste ne ganze Menge organisiert werden bzgl. dem kommenden Wochenende, aber nach ein paar Kopfschmerzen und einigem Hin und Her hat auch das geklappt.

Es ist krass wie sehr nur drei Tage in Ruhe und Frieden ( mehr oder weniger) einen Komplet runterbringen können.
Bzw. das ich gemerkt habe wie sehr manche Rhythmen sich hinterrücks einbürgern, einfach weil man gestresst ist und in seiner Routine festhängt.

Der ganze Spass hat ca. 650 € für 2 Personen gekostet, war aber jeden Euro wert. Ein bisschen wandern ein bisschen Therme, Natur und Ruhe.
Ich bin ziemlich froh das gemacht zu haben. Habe auch in der Zeit auf das IQOS rauchen verzichtet, was mir sehr leicht gefallen ist.

Wünsche euch schöne ruhige, und freie 24h

Liebe Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 13.07.2025 19:14:59
GM, gestern war die "Grillfeier" für meinen Kleinen und obwohl ich vorher sehr gestresst war, war es ein voller Erfolg für alle. War ein richtig schöner Tag und ich glaube damit haben wir ihm auch eine Riesenfreude gemacht.

Kam dann mit F. noch auf das Elternverhältnis zu Fynn meine Spielsucht und Ihren Mann zu sprechen, der auch spielt. Habe Ihr dann von meinem Weg in den Letzten Wochen berichtet, und ein wenig Werbung für das Forum gemacht.

Habe gemerkt, dass ich am selben Tag der Party morgens untere Rückenschmerzen bekommen habe, wie von meiner Sportverletzung. Heute nach dem Event sind Sie weg.

Also wahrscheinlich ein Stresspunkt/speicher für mich im Körper.

Habe beim Erzählen wie es mir - bis jetzt - ergangen ist auch nochmal einige Situationen durchlebt, und mir ist aufgefallen, dass ich diese Entscheidung wirklich im tiefen Innern getroffen habe. und Ich weiß, das selbst wenn ich Suchtdruck habe oder Rückfall oder was auch immer, ich es schaffen werde. Spielfrei zu bleiben. Ein Leben mit dem Spiel ohne das Spiel.

Das bin ich mir Wert. Das bin ich meinem Sohn wert. Das bin ich meiner Familie, meiner Freundin und meinen freunden Wert. Das ich nicht mehr so bin wie damals.

so hilflos ausgeliefert. Denn Hilflos bin ich nicht mehr. Machtlos bin ich nicht mehr. Hilfe kann ich mir holen, wenn ich Sie brauche, ich bin weder alleine mit dem Schicksal noch muss ich alleine damit fertig werden. Und das gibt mir Mut. und Kraft.

Schöne 24h euch :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 14.07.2025 19:30:37
Guten Abend, heute war ein sehr schöner Tag mit meinem Kleinen. ein kleines Drama von gestern hat sich zum Glück aufgelöst und wir haben einen tollen Tag verbracht.

ein komischer Zwischenfall im Netto war der einzige Trübe Punkt heute, aber das waren random Leute also einfach abhacken. Am Ende Sind Sie es gewesen die schlechte Laune verbreiten, was nicht mit mir zu tun hat.

Einfach schön :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 15.07.2025 21:27:18
Heute war der zweite Abend, an dem mein Lütter entweder extrem Heimweh hatte oder der Wunsch nach Mama eben alle anderen Bedürfnisse übertrumpft hat.

Das erste Mal war sehr schwierig und heute auch. Hat sich dann letztendlich durch sachliches erklären und Verständnis zeigen aufgelöst.

Manchmal ist Papa sein ganz schön schwer. Dabei wollte er mit seinem Wut/Trauer Ausbruch das Zähneputzen vermeiden.

Nach sowas bin ich immer fix und fertig, aber ich bin froh, dass ich nicht mehr versuche das wegzudrücken, sondern, danach meist nochmal durchspreche und "runterkommen" kann.
Es tut mir auch immer so Leid für ihn wenn er seine Mutter so vermisst, auf der anderen Seite bin ich dann auch traurig, weil ich weiß, dass er wenn er zuhause ist, dass nicht so ist. Dafür hat er dann mehr Wutanfälle, also vielleicht einfach Überforderung in verschiedenen Katalysatoren ?

Morgens ist es dann immer Top in Ordnung.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 16.07.2025 18:31:46
Hallo Benji,

Manchmal ist Papa sein ganz schön schwer.

Absolut, in jungen Jahren kann man zwar schon noch einwirken auf seine Kinder.
Ablenken von dem Kummer den sie haben usw....was einem als Vater meist weniger nützt in den eigenen Sorgen damit.
Junge Kinder nehmen in ihrer emotionalen Überforderung den kürzesten Weg, was dann natürlich immer spürbar ist.
Ja es ist manchmal schwer Vater zu sein und man eh jeden Schmerz des Kindes mitfühlt.


Grüß dich     
     
 
 
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 16.07.2025 22:26:08
Hi Jacky,
nach solchen emotionalen Eskapaden, und wenn ich mit ihm das dann zusammen durchgestanden habe, ist es am Ende für Ihn gelöst, aber für mich selber ist dann der Lösungspunkt nicht da, weil ich dann meine ganzen Emotionen eben nicht rauslassen konnte, aber ich glaube dass ist eben das Los von Eltern.

Möchte es in dem Punkt auch anders machen, als z.B. mein Vater, der sich dann emotional nicht so im Griff hatte. Also "eigentlich" finde ich mache ich es gut, aber natürlich weiß man es nie wirklich, und die Person für die man es dann macht, weiß erst Richtung 20 Jahre + ob das so gut war oder nicht.

Ich Sag mir dann oft, wenn ich selber einen sauren oder überforderten Impuls habe, das es am Ende nie was bringt dem nachzugeben, sondern, dass er am Ende vielleicht nur Angst hat oder sich unsicher fühlt, was die Beziehung dann schwächt.

Grüß dich zurück. Freut mich von dir zu hören.

P.S. Ich glaube ich habe jetzt eine art inneren "Ton" gefunden. Quasi, dass was die eigene Emotionale Stabilität, oder das Suchtempfinden, Suchtbedüfrniss/druck beschreibt. Je lauter dieser ist, desto mehr muss man sich um in kümmern, und wenn er leise ist, kann ich ein "fast" normales Leben haben.
Wenn der "Ton" leise ist, dann kommt mir mein Leben fast schon langweilig vor, was aber dann einfach an einer gewissen Stabilität, Routine oder negativ gesagt Monotonie liegt.
aber eigentlich ist dass der Nährboden, um echte Dinge aufzubauen.

Guten Nacht euch allen und weiterhin freie 24h :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 19.07.2025 23:00:20
So gestern war wieder ein langer Tag auf der Autobahn.
Den Kleinen auch Hause bringen, ich war ganz schön müde und leider nicht mehr sehr umgänglich. War aber trotzdem auszuhalten hoffe ich.

War auch noch auf nen Kaffee bei meinem Vater, was auch ganz schön war. Am Ende dann auch wieder länger als geplant. Auf dem Rückweg merkte ich dann nach einer Zeit, das ich dem Hörbuch gar nicht folgte, und das andere Gedanken sich bemerkbar machten. habe dann auch ausgemacht und ca. 2 Stunden bloss nachgedacht. das war ziemlich befreiend und klärend.

Autofahren hat manchmal so eine magische Auswirkung auf mich.
Dann hatte ich als ich nach sehhehr langer Fahrt nach Hause kam wegen einiger Themen noch ein klärendes Gespräch mit meiner Freundin. Diese hatten sich scheinbar schon einige Zeit aufgestaut, aber ich habe es vermieden drüber zu reden, aus sorge dass wir uns dann trennen könnten und mein Kleiner dann Sie verloren hätte.
Bin am Ende aber zu dem Schluss gekommen, dass das so nichts bringt, weil ja auch mein Empfinden wichtig ist, und nur wegen des Kindes mit jemandem Zusammenzusein ist nicht wirklich erfüllend. Aber es kam nicht dazu sondern wir haben Kompromisse gefunden und uns mal wieder ausgesprochen.

Alles in allem sehr schön und klärend wie ein Gewitter.

Wünsche euch einen schönen Abend.

Liebe Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 24.07.2025 22:39:02
Guten Abend werte Kollegen,
gestern und heute habe ich mich wieder dem Haus gewidmet, diesmal zweiter Stock.

Dann begonnen den PC zu säubern, erst von aussen dann von innen, dann die Dateien.
Hat bis heute mit neu aufsetzen gedauert, war aber auch irgendwie wichtig für mich, auch eine "innere" Reinigung, auch hier ein neues Kapitel.
Wahrscheinlich weil der PC zum Suchtzentrum geworden ist, da ich ja wie schon gesagt fast ausschließlich Online gezockt habe.
War auch ein emotionaler Akt die endlose Menge an Dateien zu sichten, und auszusortieren.

Alles in allem bin ich doch überrascht, was das bringt. Die Tage sind gefüllt, aber vor allem habe ich eine klare Idee, Vision, wie ich mir mein neues Kapitel im Leben vorstelle. Zum glück habe ich jetzt auch die Zeit es in Angriff zu nehmen, und nebenher trotzdem nochmal einen Film zu schauen oder zum Sport zu gehen.

Es hätte alles besser laufen oder anders laufen können. Ist es aber nicht. Und eigentlich muss ich sagen, bin ich gerade glücklich. Ich ändere aktiv mein Leben. Und ich habe eine Mission (wenn auch eine kleine). Aber das ist mir aufgefallen, als ich die ganzen Dateien durchegsehen habe, das ich schon oft in der Vergangenheit Sachen angefangen habe, und nur selten zu ende gebracht. Aber ich habe gemerkt, dass es für mein Wohlergehen wichtig ist, dass ich eine Mission habe und für den Tag einen Plan, auch wenn es nur ein kleiner ist. Denn wenn ich planlos ausschlafe, habe ich gemerkt, dann kommt dabei oft ein Tag raus, den ich abends bereue, einfach weil ich nichts gemacht habe.

In diesem Sinne wünsche ich euch schöne, umtriebige 24h :) Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 28.07.2025 19:42:25
Hi, heute in dem Moment in dem ich das schreibe verspüre ich das erste mal wieder richtigen Suchtdruck.
Der Auslöser ist mir wohlbekannt, zu vieles gucken auf Charts.

Es ist auch wieder abgeflaut, nachdem ich mir dessen gerade bewusst geworden bin.
Spielen will ich nicht. Es gehört nicht in das Leben, das ich führen will.

werde jetzt ein wenig arbeiten um mich abzulenken und danach zum Sport.

Ganz viel Kraft und liebe Grüße euch.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 28.07.2025 21:54:01
Kurzes Update: das Aufwallen war kurz und kräftig, aber jetzt wieder weg :) soweit habe ich das gut gemeistert, und bin bereit für die nächste Herausforderung !
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 31.07.2025 21:24:46
Wollte mich noch einmal kurz zu Wort melden,
bin mit meiner Strategie gut gefahren.

Glaube das ich jetzt wo so viel Veränderung ansteht, mit dem Ausbildungsbeginn, Einschränkungen, "wieder die Schulbank drücken" usw. es mir mehr an die Substanz geht als ich dachte.

Heute ist mir nochmal deutlich geworden was ein grundsätzliches Ziel wird in den nächsten Jahren. Finanziell selbstständig zu sein, und mich nicht mehr auf andere verlassen wollen bzw. müssen.

War heute mit meiner Mutter ein paar Klamotten für die Ausbildung kaufen, und das auch wenn nett gemeint will ich einfach nicht mehr. Ich brauchte die Sachen definitiv, da meine Arbeitskleidung bisher entweder normal oder Kochkluft war. Daher brauchte ich ein paar Hemden, neue Schuhe etc. Eine große Herausforderung wird noch das Budgetieren. Meine Freundin muss sich da wohl oder übel nun mit mehr einbringen, da es sonst einfach nicht hinhaut, aber das ist auch ganz in Ordnung so.

Zu vorgestern: Ja es war hart, ja ich habe gemerkt, dass die Sucht immer nah an mir dran sein wird. Eben genau dann, wenn man nicht mehr richtig kann oder wesentliches unterdrückt.

Werde auch weiter berichten. Ich hoffe das Forum bleibt erhalten wie es ist, und das die "alten Hasen" auch weiter mitlesen. Das freut mich irgendwie, weil für mich das inspirierendste und auch motivierendste waren die Werdegänge von euch allen zu lesen und wie ihr je separat gelernt habt mit der Sucht zu leben.

Chapeau und einen schönen Abend :)
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 03.08.2025 22:41:43
Morgen geht es mit meiner Ausbildung los. Gefühlt ein neues Kapitel das anbricht. Habe mich zum Glück vorbereitet, nicht nur mit dem offensichtlich notwendigen, sondern auch zuhause ausgemistet reorganisiert und aufgeräumt.

Definitv spannend Freunde. Ich werde weiterhin berichten und auch das Tagebuch nutzen.

Weiterhin stabil unterwegs.

Liebe Grüße

Euer Benji
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 03.08.2025 23:33:57
Hallo Benji,

einen guten Start für dich bei deiner Ausbildung.
Schön dass du immer von dir berichtest.

Grüß dich
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 04.08.2025 21:10:27
Hey :)

freut mich das es dich freut. Aber vor allem freut es auch mich. Es bringt mir einfach viel!

Erster Tag war trotz grosser Nervosität doch noch sehr gut.

Wichtig ist dass ich trotzdem es nun auch in anderen Bereichen vorangeht, ich hier auch am Ball bleibe.

Randnotiz: habe heute auf dem Weg einen Gedanken gehabt, Anfang weiß ich nicht mehr genau aber ich weiß genau das ich gedacht hab(glaube es ging eben um das neue Umfeld: ja doch auch darauf muss ich achten denn ich bin nun eben spielsüchtig.

Und das erste Mal ohne grosse Emotionale Reaktion auf diesen Fakt, kein gruseln, oder schlechtes gewissen sondern es einfach als gedanklichen Fakt hingenommen. Es ist jetzt quasi da. Als Wissen. nicht nur im Sinne von ich sage es und innerlich zieht es sich in mir zusammen, sondern einfach wie: ich bin eben nur 1,80m gross.

Ich habe mich nicht abgewertet, sondern einen Teil von mir akzeptiert.

Ein Schritt ...

Liebe Grüße

Grüß dich Jacky!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Fred am 05.08.2025 07:22:02
Ich habe mich nicht abgewertet, sondern einen Teil von mir akzeptiert.

Moin Benji,

das ist wohl der größte Schritt in die richtige Richtung.
Es ist verdammt schwer zu seinen "Schandtaten" zu stehen und ich gehe mal davon aus,
dass die meisten von uns so einiges auf der Kerbholz haben, worauf wir nicht wirklich stolz sind.

Die Erkenntnis dass man "scheiße" ist oder war :-) und dass man es nicht mehr ändern kann,
ist aber hilfreich für die Zukunft. Mit offenen Augen nach vorn und alles besser machen als bisher.

Gibt einige die das gern verdrängen und sich ärgern, wenn man hier offen über seine Schandtaten spricht.
Jacky und ich sind da Spezialisten ... im ausplaudern wie "scheiße" wir früher waren oder heute noch sind.

Nun es ist so wie es ist, bzw. war und es kann nur besser werden.
Ich denke ein 9 bzw. 10 jähriges anstehendes Jubiläum sprechen da einfach Bände.

Schön dass du so taper dabei bist und dich hier mitteilst.

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 05.08.2025 22:00:57
Moin Fred,

freut mich von dir zu hören.
Vielleicht gehört ein gewisser Mut oder Tapferkeit dazu sich mitzuteilen. Aber nur in mir drin oder nur mit mir selber alles auszumachen, habe ich schon versucht, oft, und das hat einfach nie hingehauen.

Und selbst wenn gar nicht oft jemand sich zu Wort meldet, ist das mehr als ausreichend. Ich betrachte das Forum ein wenig wie die Leinwand auf die ich mein inneres dann werfen kann, und mit dem Wissen dass es auch andere Sehen und vor allem mit dem Austauschen als ich noch ganz und gar am Anfang stand (und vor allem zu registrieren wie krass meine Abwehr/Defensivhaltung jedem Kommentar zu meinen Beiträgen war), ist es nicht nur in mir und ich kann es betrachten und reflektieren. Manchmal macht Ihr das dann sogar für mich.

Aber ja am Anfang hat es Mut gebraucht jeden kleinen Schritt zu gehen, anmelden, lesen, sich mitteilen, aber seit einiger Zeit, sind diese Mal-Momente etwas das ich regelmäßig brauche um zu sehen wie die Farben in mir drin aussehen. oder auch einfach nur mal was rauszulassen von dem ich weiß etwas ist da aber gar nicht genau weiß was es ist.

Einmal zu heute: war ein deutlich interessanterer Tag, und ich glaube wenn ich mich reinhänge dann kriege ich das sehr gut hin. Auch die Sachen gemacht die ich mir vorgenommen habe an meinem Sozialverhalten zu verbessern, bzw. üben, wie: Small Talk, auf Leute zugehen die ich nicht kenne, nicht immer allen alles vorsagen, sondern auch andere fördern (im fachlichen Bereich), und einfach ein bisschen netter zu sein.

Mir ist nämlich aufgefallen, dass mein Sozialverhalten sehr stark nachgelassen hat. So habe ich mich zb: wenn man in größeren Gruppen ist immer nur an die Leute gehalten die ich kannte, und sonst mein eigenes Püppchen gekocht. Aber so ist das Leben einfach auch schwieriger, da man ja nach außen abweisend wirkt.

Ich muss ja auch nicht mit jedem und immer über Unsinn reden, aber es ist denke ich mir wichtig zumindest die Fähigkeit zu haben, auf einer lockeren Ebene mit fremden Menschen zu kommunizieren.

Ich bin und war immer ein Verfechter, von guten Gesprächen, aber manchmal entstehen die ja auch aus neuen Bekanntschaften.

Um den Bogen zum Thema sucht zu schlagen, ist es auch hier denke ich hilfreich, ein erweiterteres Sozialumfeld zu haben, und sich nicht mehr so einzuigeln. Und letzten Endes verbessere ich damit meine Fähigkeiten, mich mitzuteilen. Egal auf welcher Ebene.
Also ist das ein Punkt auf meinem persönlichen "Ausbildungsrahmenplan".

Vielleicht war das jetzt alles ein bisschen weit ausschweifend und umständlich aber es war ein langer Tag. Verzeiht :D

P.S. Die Mutter meines Kleinen ist gerade in stationärer Therapie, allerdings wegen Kindheitstrauma Geschichten, und was Sie so schildert, sollte eigentlich jeder um die 18 Jahre alt rum mal diese 8 Wochen Zeit haben sich in diesem Maß mit sich selber auseinanderzusetzen. Bei Ihr ist viel schmerzhafte Veränderung im Gange, aber nur dann kann es ja final besser werden.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 05.08.2025 22:04:47
Ach und was ich eigentlich loswerden wollte, ist die Steuer, die hiermit dann auch finite ist. Alles erledigt, inklusive Stellungnahme des Schwankenden Umsatzes.
Auch hier war nicht das Schlimmste das Ergebnis, sondern es vor mir herzuschieben und das drohende Damoklesschwert die ganze Zeit über mir zu spüren.

Eigentlich emotional auch ähnlich mit dem Bilanzziehen, oder "wir betrieben eine gründliche Inventur" bezogen auf den Ausmaß des eigenen Spielverhaltens, und der Akzeptanz dass weiter aufschieben, das Problem und alle Probleme generell nur schlimmer macht.

so jetzt Aber :D Gute Nacht freunde
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 20.08.2025 19:21:47
Guten Abend. Wollte mich nochmal melden. Aktuell bin ich viel beschäftigt mit der neuen Arbeit, bekomme hier auch viel positive Rückmeldung.

Was natürlich schön ist, allerdings war ich Erkältungsbedingt etwas fertig die letzten Tage, sodass ich die Zeit genutzt habe, um mich wieder gesund zu ruhen.
Das hat erfreulicherweise geklappt. Erkältung ist fast weg, habe trzdm einiges gelernt und bleibe bei dem Thema Sucht am Ball. Schwerpunkt mäßig, hat sich jetzt natürlich einiges verschoben, trotzdem schiebe ich es nicht von mir weg.

Das Erfassen von Emotionalen Fallen und Rücksetzern funktioniert deutlich besser im Alltag, ebenso die emotionale Kommunikation, allerdings ist das noch etwas was ich weiter verbessern will. Am Ende des Tages macht es das Leben einfacher, wenn man nicht immer Konflikte bis zum äußersten Aufschiebt, und sich dann am Ende streitet.

Aber man braucht ja immer etwas auf das man hinarbeiten kann.
:)

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderschönen lauen Sommerabend.

Riecht ihr das ?
der Herbst liegt schon langsam in der Luft!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 25.08.2025 19:08:04
Guten Abend,
auch wenn ich mich unregelmäßiger melde bin ich nicht aus der Welt. Die "Belastung" durch eine geregelte 40 Stunden Woche ist schon etwas ganz anderes als zuvor, aber ich wollte nun mal Sicherheit und planbarkeit :D

Ansonsten natürlich auch weniger Zeit zur Verfügung für meinen Kleinen, aber natürlich auch für mich.
Habe mich die ganze Woche von einer Nahenden Erkältung versteckt, und es hat tatsächlich auch etwas gebracht. Heute war ich dann zur "Belohnung" wieder beim Sport und ich habe gemerkt wie sehr mein Körper das vermisst hat.

Auch ich hatte einen erwähnenswerten Zwischenfall.
Unter der Woche, habe ich abends noch am Handy auf Twitter geschellt, und da einen Post gesehen" XRP & Mastercard" cooperation. Ab 25.08.25. Und dann bin ich in Träumen geraten. Was wenn es tatsächlich so weit kommt und ich wirklich mal recht hatte.

Das waren auch oft Gedanken die ich in der Aktiven Suchtzeit /Memecoinzeit hatte, und gelegentlich noch habe. wie eine Art Methadonprogrammen fast schon.

Allerdings habe ich das auch mal zu ende gedacht und mich dann gefragt, was würde mir das denn tatsächlich am ende des Tages bringen ?

Ein paar gewisse Annehmlichkeiten Luxus und Sicherheit. und das wars.

Nun ja, also alles nicht soooo wild. Habe über das Ganze und die Gedankengänge auch noch quasi währenddessen mit meiner Freundin geredet, was auch eine gewisse Veränderung in die sonst relativ "gleichförmigen" Gedankenbahnen gebracht hat.

ABER ich habe gemerkt, das diese Tagträume mich schon ein wenig aufkratzen und wuschig machen.

Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen.

Muss noch kurz Los einkaufen und wünsche euch einen schönen Abend!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 03.09.2025 16:54:38
Guten (frühen) Abend Freunde.
Jetzt ist es wirklich lange her. Diesmal merke ich es auch, da mir das Schreiben hier auch immer einen Klaren Kopf beschert hat.
In der letzten Zeit lief vieles sehr gut, allerdings gab es auch wieder einiges an Chaos, verursacht durch die Mutter meines Kleinen.
Aktuell weiß man noch nichts genaues, aber es kann sein, das dramatische Änderungen dort anstehen.
Ich hoffe mal das alles gesittet und zum Wohle der Kinder abläuft, aber dazu kann ich hier zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen, und quasi erstmal nur hoffen. Meine Optionen und Handlungsmöglichkeiten habe ich mir schon zurecht gelegt.

Ansonsten läuft es was das spielen, bzw. die Spielsucht betrifft, alles in einem erträglichen Rahmen ab, zumal der emotionale Stress in den letzten Tagen ein erwähnenswertes Maß erreichte. Trotz allem bin ich am Ball, halte emotionale Zwiesprache, identifiziere meine Gefühle, und tue etwas dafür, dass es mir so gut wie eben möglich geht.

Die Ausbildung läuft in Ordnung würde ich sagen, das Feedback was ich bekomme ist durch die Bank weg überraschend positiv, aber damit habe ich auch gerechnet, da die Messlatte doch etwas niedrig hängt. Ich versuche mich hier daran möglichst viel zu lernen und auch hier am Ball zu bleiben, sodass ich zb. schon interessante Themen vertiefe und das Prozessuale, was ich eben noch nicht kenne genauso gut zu verinnerlichen.

Wenn es etwas neues zu berichten gibt melde ich mich, ansonsten war ich ziemlich von meinem Leben eingenommen.
Suchtdruck kam kaum bis gar nicht auf, auch nicht in emotional sehr schwierigen Situationen.

So wie es jetzt läuft, damit komme ich klar. Ich weiß was mich erwartet, und weiß auch wie ich damit umgehen kann. Nichts ist durchgestanden, aber ich kann nur berichten, dass durch die Veränderungen im Inneren mein Leben schon sehr viel einfacher und im Hinblick auf die Sucht ca. 1000 Mal besser geworden ist.

Ich hoffe euch allen geht es gut!

Grüße

Benji
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 16.09.2025 18:24:39
Hallo noch einmal,
War die letzte Woche komplett auf einer Teambuilding Aktion von der Arbeit. Habe mich richtig drauf eingelassen und auch mega Feedback bekommen, genau in die Richtung die ich mir wünsche und auch eine Bestätigung dafür, dass ich nach meiner Ausbildung Führungsrollen übernehmen werde.
Allerdings war es schon sehr fordernd, nicht nur mental sondern vor allem körperlich, dazu kam am Wochenende noch meine letzte Tour, und Kinderwochenende.
Dazu Kam noch, dass es einige Probleme mit der Kindesmutter gab die gerade in einer psychischen Behandlung ist, was die ganze Zeit darüber geschwebt hat.
Da hat sich Gott sei dank alles gerichtet, aber ich habe mich schon plantechnisch auf den Worst-Case eingestellt. Gut dass ich Ihn nicht brauche.

All das hab ich gut gemeistert, und habe mir gestern Abend und heute komplett frei genommen, ohne Sport oder Verabredungen, einfach nur runterkommen.
Habe auch von gestern auf heute gemerkt wie dringendst notwendig das war, aber auch das etwas was ich in den letzten Monaten gelernt habe, bzw. die Kapazität hatte zu lernen.

Bin mir der ganzen Thematik immer noch genauso bewusst wie am Anfang, hatte auch in den letzten Wochen ca. 2 Gedanken an Spielen allerdings ohne Suchtdruck, eher das Betrachten alter Gewohnheiten, allerdings von innen.

Die Zeit geht so schnell rum, allerdings ist in den letzten 5 Monaten viel passiert. Nicht nur was die Rahmenbedingungen ( Arbeit/Ausbildung etc. ) angeht sondern auch intern/emotional.

Ich war, bin und bleibe weiter dran. Das Leben ist so, so viel besser. Es ist zwar genauso stressig, aber gerade kann ich sehen wie ich durch den Wunsch nach zB. abschalten durch spielen, die Probleme immer noch Potentiert hatte, wohingegen ich jetzt einfach mehr Kapazitäten habe, die Probleme des Lebens besser lösen kann, und zusätzlich noch als Person und professionell wachsen kann.

Hoffe euch geht es allen gut, und wünsche euch eine stabile Woche.

LG Benji
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 05.10.2025 22:51:55
Hallo Freunde.

In der letzten Zeit gab es viele Herausforderungen zu meistern. Einiges Familiäres, einiges in der Partnerschaft, zudem der normale Alltag.

Das war alles ziemlich anstrengend. Aber ich hab gemerkt, dass selbst wenn ich nun ein paar Tage hatte, an denen ich "Zeit" hatte, an denen ich mir nichts vorgenommen habe, allerdings dann auch wenig gemacht/erlebt habe, diese das Bedürfnis nach Erholung nicht befriedigen.

Es hat sich mit der Zeit ein Alltagstrott eingestellt, bei dem ich von der Arbeit nach Hause komme, noch ein zwei Sachen erledige und dann "falls" es nichts zu klären gibt, dann noch was im Fernsehen gucke(Serie oder Film) und dann schlafen gehe.

Ich glaube insgeheim ist das genau der Grund, warum ich keine Erholung oder Ruhe erlange, weil ich meine Zeit nicht sinnvoll fülle.
Denn es ist doch beruhigend zu lesen zb. leider Krebse ich seit zwei Monaten an den letzten Zweihundert Seiten eines Buches was ich in den letzten zwei Wochen im Juli von 0 - Seite 500 gelesen habe.

Im Garten habe ich auch nichts gemacht.

beim Sport war ich wenigstens ab und zu.

Ich als mein eigener geneigter Leser habe bemerkt, dass sich dieses Thema wie ein roter Faden durch meine Beiträge zieht.
Also genau dass was mich auslaugt (statt Ruhe und Frieden lieber sinnlose Belustigung ist) weiterhin ein Thema.

Es wird Zeit den "schwierigeren" Weg zu gehen, und die schöneren Dinge zu tun.

Dann gibt es auch wieder Ruhe, Befriedigung und Erfüllung.
Falls jemand mitgelesen hat, habt ihr das auch ? Phasen in denen man zwar viel "macht & erledigt" aber dann kaum Dinge die einem Freude bereiten und nur für einen selber sind ?

Nun ja, hatte gestern schon das dringende Bedürfnis mal wieder zu schreiben.
Ausbildung läuft sehr gut auch wenn ich mich sehr unterfordert fühle.

was soll man machen. Ich bleib am Ball.

Liebe Grüße

Benji
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 06.10.2025 07:32:29
Guten morgen Benji

Ja das leidige Thema sich selbst auszuhalten und sich mal was zu gönnen und auch wahrzunehmen,...

Die Lieblingsworte unsres Gruppenleiters in der ambulanten Suchtgruppe

"und wieder keine Trompeten von Jericho"

Mitlerweile mach ich mir einen Spaß daraus, immer wenn ich in meiner ambulanten Suchtgruppe "rumschimpfe" was ich alles geschafft habe oder auch mir selbst gegönnt habe, gibt es mir während der Erzählung ein spührbares gutes Gefühl und dann sag ich, Maaaaaanno und wieder keine Trompeten das doch scheisse....

Mein Plan ab heute war eigentlich 6 Uhr Wecker, 7 Uhr eine kleinigkeit essen und kurz vor 8 zum Neurologen weil ich was klären muss.

Der Plan war gut, das Früstück (sind nur paar Haferflocken) hab ich ausm Kühlschrank geholt damit se nicht zu kalt sind mit der Milch, und was soll ich sagen, es ist fast halb acht und ich hab nichts gegessen, ich schaffe es einfach nicht, duschen war ich auch noch nicht.

Aber weißt du was ? Es ist OK...

Ich geißel mich jetzt nicht wie du es -noch- zwischen den Zeilen in Deinem Text tust, es bringt einfach nichts, und ich habe lange gebraucht das zu verstehen.

Ich hab ne kurze schlechte Nacht hinter mir und alleine das ich WACH bin ist schon "erfolg" genug.

Es entspricht absolut nicht meinen Ansprüchen die ich habe, allerdings entspricht auch das JETZT nicht mehr dem was mal war und dem muss ich mich anpassen, es nützt nichts...

   
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 06.10.2025 07:33:31
Also genau dass was mich auslaugt (statt Ruhe und Frieden lieber sinnlose Belustigung ist) weiterhin ein Thema.

Sry doppelpost, mich triggert das gerade selbst und ich bin zu verwirrt ordentlich das Zitat in meinen Beitrag einzufügen *lach

Benji, genau das ist der springende Punkt, DAS musst du erstmal lernen, Dich selbst aushalten, ohne Ablenkung, ohne "scheisse bauen" und auch das IST anstrengend... Und wie gesagt, wenn du das dann schaffst kommen ebend keine Trompeten und TADADAAAA die Welt ist in Ordnung, so ist das Leben...

PS.: ich finde es SEHR gut das du den Weg zu uns gefunden hast und es dir wenigstens erstmal von der Seele geschrieben hast.
Was die Ausbildung betrifft, gib nicht auf "nur" weil es Dich unterfordert oder im schlimmsten Fall anfängt zu Langweilen, rede darüber. Sag es den entsprechenden Personen das Du unterforderst bist
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 06.10.2025 17:22:39
das mit der Ausbildung habe ich akzeptiert. Thema ist einfach dröge für mich, wird auch noch was anderes kommen, habe mir das einfach aus dem Bauch raus weg geärgert hier.
Zweiter Einsatzort ist wieder ein anderes Thema (inhaltlich). Habe das auch dem Filialleiter kommuniziert, aber man muss halt die Basics können.
Auch ein Learning für mich die scheinbar Unwichtigen Nebensächlichkeiten auch "ernst" zu nehmen.

Thema aushalten:

klar meine Vorstellung von Entspannung sind größtenteils von Konsum geprägt. Ob es nun Drogen oder Spielen, oder eben Medien sind.
Noch jetzt hab ich manchmal in passenden Situationen so kleine Flashs, das ich mich jetzt nach diesem oder jenem Gefühl sehne oder es in diese Situation oder Vibe passt wie ein bestimmter Film der das super transportiert hat.

In Maßen ist das ja auch in Ordnung, aber halt nicht als "Hauptbeschäftigung"/Entspannungs/Freizeit Gestaltung.
Zumindest empfinde ich das so.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 07.10.2025 15:26:44
In Maßen ist das ja auch in Ordnung

Das hab ich auch mal gedacht und wenn früher hier -oder überhaupt- mal jemand geschrieben oder gesagt hat "Ralf das ist nicht gut" , OHA, dem bin ich an die Kehle gesprungen oder die Texte waren alles andere als in Ordnung. Es hat ewig gedauert bis ich SELBST begriffen das es wirklich so ist, ganz oder gar nicht.

Ich bin jetzt hallen abstinent seit 2 Jahren und mein Pc spiel hab ich im Mai25 gelöscht und bin somit auch Pc-spielfrei seit 19 Wochen oder so, da ich viel Zeit habe ist es die reinste Hölle, allerdings kann ich das gut mit den Hallen vergleichen - es juckt mich nicht im geringsten in eine Halle zu gehen, heißt, wenn ich das mit dem Pc auch aus- und durchgehalten habe, wird auch das irgendwann besser.
Im Umkehrschluß rauche ich grad wie ein Scheunendrescher was auch nicht viel besser ist, aber alles auf einmal geht nunmal nicht, nach und nach...

Es liegt an Dir selbst wie Du damit umgehst, was du dir erlaubst und was nicht, "immer so ein bischen" ist jedenfalls LANGfristig nicht gut...

Davon abgesehen ist das so eine kleine Entschuldigung an diejenigen die mich hier seit dem ersten Tag begleitet haben und wenn auch mit Sperren und viel streß hin und wieder bin ich immer noch hier :)

Danke dafür,...
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Jacky1 am 07.10.2025 22:29:27
Hallo Ralf,

Davon abgesehen ist das so eine kleine Entschuldigung an diejenigen die mich hier seit dem ersten Tag begleitet haben und wenn auch mit Sperren und viel streß hin und wieder....

Halb so wild.  :)

....bin ich immer noch hier :)

Es scheint dir irgendwo wichtig zu sein, das ist gut für alle hier im Forum.
Und auch einmal geschrieben....wenn mir einiges auch nicht so gefällt, darum ging es aber nie.
Respekt Ralf

Grüß dich 
 
 
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 22.10.2025 20:43:55
Einen wunderschönen Guten Abend.

Heute hab ich ein paar Sachen im Rucksack.
Fangen wir einmal mit dem auspacken an.
Zuerst, einmal die Lage:
es dreht sich um die Situation in meiner Ausbildung. Hier habe ich mich sehr reingekniet, und dank meines Vorwissens damit einen großen Vorsprung bzw. auch immer viel Lob einheimst. Jetzt ist es allerdings so, dass die Erwartungshaltung mir gegenüber gestiegen ist, was natürlicherweise als Nebenprodukt anfällt.
Auch in Ordnung so. Leider ist die Filiale auf der ich aktuell eingesetzt bin sehr klein, sodass es oft vorkommt, das weder tagsüber viel Kundenandrang herrscht, bei dem man etwas lernen kann, noch das Nachmittags Beratungstermin stattfinden. Bei diesen kann man auch Teilnehmen, manchmal führt man das Gespräch, manchmal hört man zu. Je nach Themenschwerpunkt.

Nun kommen wir zum Stein im Schuh. Anfangs war ich richtig motiviert, hab mich immer bemüht meine Zeit sinnvoll zu nutzen, z.B. wenn nichts zu tun ist, lernen relevante Nachrichten lesen usw. Kurz: meinen Horizont erweitern.
Ausserdem wollte ich immer meinen Mitazubi dazu bringen, dass wir gemeinsam lernen oder kleine Wettbewerbe machen, Simulationsgespräche, egal was Hauptsache man bleibt am Ball und pusht sich gegenseitig.
Leider hat das nicht wirklich gefruchtet, und jetzt merke ich, dass ich mich langsam an das "Tempo", die Einstellung der anderen Anpasse.

Und das gefällt mir gar nicht. Weil das einfach nicht der Anspruch ist den ich an mich selber habe. Hier will ich einfach die Fahne für mich hochhalten, damit aus einer Ausbildung auch noch was sinnvolles werden kann.

Leider ist die Motivation da fluktuativ, je nach Tag sehr unterschiedlich. Ich merke das ich keine Streicheleinheiten brauche, sondern mich mit anderen im Lernwettstreit messen will. Einfach ein bisschen Herausforderung.

Alleine ist das zwar krass wenn man es dauerhaft hinbekommt, aber es ist auch einfach schwerer.

Oft ist es dann so, dass ich abends trotzdem fertig bin, obwohl ich dann tagsüber wenig produktives getan habe.
Hinzukommt, dass ich meinen "Nebenjob" für nächstes Jahr verlängert habe, mit deutlich weniger Aufwand, sich aber eine riesige Abneigung entwickelt, wenn ich nur dran denke dort wieder loszulegen.
Allerdings ist es gut bezahlt und nicht stundengebunden, sondern etwas was im Juli nächsten Jahres fertig sein muss. von der daher sollte ich einfach zeitnah anfangen, 90% erledigen oder wenn es geht sogar 100% und dann im Mai nur noch fertigstellen.

situativ: heute war ich näher dran als sonst aus Unbedachtheit zu spielen. Es war wenig mit Suchtdruck verbunden sondern recht emotionslos. Und genau das war es, was dann auch ein wenig erschreckend war.
Weil ich nicht besonders Achtsam war.
Vom Ding her ist nichts passiert. Aber es war knapp.

Zu meiner aktuellen Situation: ich habe aktuell zwei Konten, eins davon ist mit der alten Restriktion versehen, das andere ganz "normal" sprich mit Online Banking und allem drum und dran.
Es ist natürlich ein gewisses Risiko. Ich fühle mich nicht 100 %ig sicher das es klappt. Aber bis jetzt klappt es.

Mittlerweile hab ich sogar etwas Geld gespart.
Doch die Frage die ich mir gerade stelle ist, was hat sich gedanklich verändert ?
Weil dass sich etwas geändert hat, ist unbestreitbar.
Der Gedanke Geld zu verbrennen, durch spielen, für das ich so lange arbeite ( mit Ultra schlechter Bezahlung dank der Ausbildung) scheint etwas absurd.
Es kehrt langsam ein Gefühl ein was Geld ist, und was es mir bringt, wenn ich es nicht immer nur an andere Menschen abgebe.
Allerdings ist das ganze natürlich auch etwas einfacher zu verarbeiten und zu kapieren, wenn nicht die ganze Zeit das Konto im Minus ist, und das einzige woran man denken kann ist scheiße, wie komm ich da jemals wieder raus, und zwar am besten gestern.
Jetzt ist es so, dass ich neue Sachen lerne, lese, auch mal Freizeit habe, die kleinen Dinge genieße und etwas optimistischer durch Leben gehe.

Also was hat sich verändert. Äußerlich vielleicht nicht viel, und es war auch kein epischer packender Moment, auch wenn es zwischendurch doch kleine dieser Art gab. Aber vor allem liegt der Unterschied, darin, wie ich mit mir selber umgehe.

Und zwar sehr viel netter, rücksichtsvoller, und auch etwas nachsichtiger (hier im guten Sinne gemeint, also einfach weniger Zwanghaft wie z.B. Sport).

Das hilft mir auf jeden Fall schwierige Situationen und Zeiten zu meistern, die ich vorher einfach nur beiseite schieben und die Verantwortung dafür abgeben wollte.

P.S.

Das ist jetzt doch länger und ausführlicher geworden als gedacht. Scheinbar, haben diese Themen etwas länger in mir geschwelt als gedacht.

Auf Bald und alles Gute euch.

Liebe Grüße
Benji
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 23.10.2025 09:37:46
Guten morgen Benji,

willkommen in der Realität :)

Ich denke Du wirst lernen müßen kleine Brötchen zu backen und ebend nicht gleich das große Brot...

""Ausserdem wollte ich immer meinen Mitazubi dazu bringen, dass wir gemeinsam lernen oder kleine Wettbewerbe machen, Simulationsgespräche,""

Erstens mal bist du dort um für DICH zu lernen, -gemeinsam lernen oder Gespräche OK - aber Wettbewerbe ?? komisches Wort in diesem Zuasmmenhang...

 ""Weil das einfach nicht der Anspruch ist den ich an mich selber habe.""

Ansprüche runer schrauben, kleine Brötchen backen und durchhalten bis Du den Zettel in der Hand hast das Du die Lehre zum xx abgeschlossen hast; DARAUF kannst du dann aufbauen zu gegebener Zeit

""Oft ist es dann so, dass ich abends trotzdem fertig bin, obwohl ich dann tagsüber wenig produktives getan habe.""

Produktiv liegt im Auge des Betrachters, Du hast durchgehalten, Langeweile und unterforderung kann auch sehr anstrengend sein

""heute war ich näher dran als sonst aus Unbedachtheit zu spielen. Es war wenig mit Suchtdruck verbunden sondern recht emotionslos.""

Unzufriedenheit und Langeweile würde ich vermuten

""Äußerlich vielleicht nicht viel, und es war auch kein epischer packender Moment,""

Das äußerliche ist völlig uninteressant, du musst mit dir selbst klar kommen, DAS ist das einzig wichtige was zählt. Und der "epische packende Moment" ist genau das was unser gruppenleiterder Suchtgruppe immer sagt wenn man voller Stolz erzählt was man so geschafft hat und sich selbst irgendwas erhofft, "wieder keine Trompeten von Jericho" , Nein, wieder nicht...

Das IST die Realität und vollkommen normal, lerne damit umzugehen und sei SELBST Stolz auf das was du bisher erreichst hast, denn das ist nicht wenig, für DICH. Ob das für andere (nach außen) "nichts" sein mag ist völlig unwichtig denn niemand läuft in deinen Schuhen außer Du selbst.

Fahr ein Gang runter, konzentrier dich auf deine Ausbildung und wenns noch so schwer fällt, kleine Brötchen backen mein Lieber,...
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 23.10.2025 22:37:12
Heute sitzt eine Unzufriedenheit in mir, fast schon Traurigkeit.
Ich habe keine große Aufgabe keine Mission, es geht nirgendwo hin ...

so zumindest der Tenor meiner inneren Stimme und ein Unzufriedenheitsgefühl, mit dem Wissen morgen wieder den ganzen Tag im Auto zu sitzen.
Keine Ruhe zu bekommen, die nächste Erholung, Montag Abend. Nach der Arbeit und 1600km Autobahn.

Grade saß ich vor meinem Bett, und diese Gedanken strömten auf mich hinein und über mich hinüber. Und dann sah ich es. Ein Licht. Das Licht der Straßenlaterne von gegenüber.

Und realisierte, es ist alles jetzt schon so viel besser als noch vor einem Jahr. Meine Mission ist aktuell keine große epische. Sondern viele kleine Alltägliche.
Damit ich wieder besser zu anderen bin. Damit ich wieder besser zu mir selber bin. Damit ich meine Lebenssituation stetig verbessern kann.

Da gibt es keine Riesen Sprünge. Aber es zahlt sich so sehr aus. Manchmal so sehr, dass man gar nicht mehr sehen kann wie furchtbar alles vorher war.

Also bin ich heute dankbar. Dankbar und Stolz darauf was ich alles bis hierhin geschafft habe.
Dankbar, dass ich es langsam angehen lasse, und akzeptiere, dass manche Dinge eben Zeit brauchen. Dankbar, das ich mir die Kapazitäten aufbaue um ein besserer Vater zu sein. Dankbar dafür verlässlich zu sein.
Stolz darauf, dass ich den Mut hatte es anzugehen, und die Kraft nicht nur durchzuhalten, sondern wirkliche Veränderung herbeizuführen.

Gute Nacht!

Grüß dich wirbelwind
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 23.10.2025 22:38:45
Kleiner Funfact, habe deinen Beitrag erst nach dem Schreiben gelesen. :D
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 06.11.2025 22:56:23
Guten Abend,
irgendwie hat es mich wieder gerufen zu schreiben.
Die letzten Tage waren durch gute und stressige, emotional schwierige Gespräche und kleine Erfolge geprägt.

Ich habe auf der Arbeit eine kleine Deprimierende Phase durchgemacht, aber dafür einen Praktikumsplatz für das Ende meiner Ausbildung, in einem Bereich der mich interessiert gesichert.
Bin bloß froh wenn ich endlich in die Berufsschule komme, und meine grauen Zellen etwas mehr gefragt sind.
Emotional schwierige Gespräche hatte ich mit meiner Freundin, wobei das schwierige war, dass ich meine Gefühle bzw. Grenzen aufgezeigt habe, womit ich gelinde gesagt Schwierigkeiten habe. Die Schwierigkeit dabei, ist vor allem das ganze in einem gesunden Rahen zu machen.
Lange war es so, dass ich es erst so lange ignoriert habe, bis ich dann so sauer oder genervt war, sodass ich mein Bedürfnis gar nicht mehr richtig kommunizieren konnte sondern bloss einen Streit heraufbeschworen habe.
Es viel mir einfach schwer, meine eigenen Bedürfnisse zu artikulieren aus Sorge andere damit zu verletzen, was eigentlich Quatsch ist, aber so habe ich lange gelebt. Früher in meiner "wilden Zeit" waren mir andere Leute ziemlich egal, aber danach konnte ich z.B. meinen Eltern nicht kommunizieren:" Hey, ich bin heute total fertig von der Arbeit, ich habe heute keine Lust oder Energie mehr, können wir das wann anders machen".

Jetzt langsam weiß ich wie wichtig, dass ist. Eigentlich auch die Grundlage für gesunde zwischenmenschliche Beziehungen.
Also da tut sich langsam etwas.
Habe es diesmal auch direkt gesagt, ohne das "Aufstauen".

Anonsten versuche ich jeden Tag was neues zu lernen, und meine Ausbildungszeit so nützlich für mich wie möglich zu gestalten.
War auch seit 2 Wochen wieder mal beim Sport und ich bin wirklich erstaunt, wie krass der Unterschied ist. Direkt bessere Laune und weniger Jammerlappigkeit in mir!

Es ist jetzt November, das Azubi Gehalt reicht eher schlecht als recht, aber dafür habe ich in den letzten 6 Monaten Viel dazugewonnen.

Ich wünsche euch einen guten Abend!

Grüße euer Benji
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 10.11.2025 21:20:11
Heute war es fast soweit. Es war knapp, und ich fühl mich furchtbar. Nicht weil etwas passiert ist. Hier was passiert ist:
sitze auf Arbeit und bin in den letzten 5 Minuten am Handy. sehe einen Twitter Post, darüber, dass wenn man seine NFT´s verbrennt man die Solana-Rent zurückkriegen kann. Ich gucke auf die App, und sehe ich habe mindesten 400 spam Nfts. dann wollte ich das ganz schnell machen, vielleicht paar hundert Euro, einfach zurückholen. dann hab ich mich entschlossen doch erst nach Hause zu fahren.
beim fahren merke ich dass ich gar nicht weg davon komme. Meine Gedanken sind auf Autopilot.ich bin gestresst. die 15 Minuten Autofahrt kommen mir ewig vor. Ich werde immer gestresster. Ich hole noch die Mülltonnen rein bevor ich reingehe. Mittlerweile bin ich so gestresst dass ich krasse Kopfschmerzen kriege.
Ich setz mich erstmal hin. Esse etwas. Meine Freundin massiert meine Schläfe. es wird langsam besser. ich beruhige mich. nach einer halben Stunde habe ich das Gefühl, ich bin soweit. will ja nur Geld einsacken. mache es. leider kommen die meisten NFTS nicht infrage. 30 Minuten Arbeit für 30 $.
aber danach fühle ich mich so enttäuscht so mies, und leer, dass ich nicht weiß wohin mit mir. Und genau das war am gefährlichsten die Schwelle zum Spiel zu greifen so niedrig. nach 1ner Stunde sinnfreien rumeierns nahm ich mir ein Herz und ging runter. was essen, aufräumen. runterkommen.

Jetzt geht es mir besser. Ich bin gerade unzufrieden. der Azubi Status macht mir zu schaffen. Mich kotzt es an so wenig Geld zu verfügung zu haben. Obwohl ich jetzt doch besser lebe. nicht mehr zum Spiel greifen muss.

Ich denke ich muss Geduld lernen. Ruhe. entspannen. Auf Eis rennen ist nicht schneller als zu gehen.
Langsam ist präzise und präzise ist schnell ... oder so.

Ein Schritt nach dem anderen. Eine Probe ist bestanden.
die erste richtige in den letzten Monaten.
Weniger Bildschirm und mehr Lesezeit.

Einmal kurz ausgekotzt. Aber auch dafür ist ein Tagebuch gut.

Ganz Liebe Grüße und viel Kraft.
B.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 01.04.2026 12:35:11
10.11.2025 ist ziemlich lange her.

seither hat sich viel getan. Als das Forum geschlossen wurde, hat mich das ein wenig aus der Bahn geworfen. In dem knappen Jahr in dem ich hier angemeldet bin, hatte ich zwei Rückfälle. Beziehungsweise habe ich zweimal gespielt. Einmal im November und einmal im letzten März.
Das wovor ich soviel Angst hatte ist eingetreten. Jetzt weiß ich, dass ich keine Angst haben muss. Ich fang nicht wieder bei 0 an. Ich bin nicht verloren.
Ich bin kein Versager. Ich habe an 333 von 335 Tagen gewonnen, wenn man so will. Ich konnte rechtzeitig aussteigen.

Vor allem das danach, das was wirklich schlimm ist, habe ich gemeistert.
Ich habe privat Tagebuch geführt, weil man ja damit rechnen kann/muss, dass es bei einem Online Forum auch mal zu Ausfällen kommt.
Ich habe keine Schulden. Ich habe Urlaub gemacht. Ich fühle mich gut, schon seit geraumer Zeit. Wobei gut im Verhältnis zu sehen ist mit, wie es mir im halben Jahr davor und im ganzen Jahr davor ging.
Ich kann besser kommunizieren und lerne Grenzen zu setzen, und zwar nicht erst wenn Sie überschritten sind. Meine emotionale Kommunikation wird besser. Auch mein Verhalten diesbezüglich.

Hier ein Auszug:
08.03.
Zweiter Rückfall.

Schlimm war vor allem dass ich es gemacht habe. Jetzt dauert es wieder länger bis ich akzeptieren kann, dass Geld verdienen Zeit braucht und eben kein Glücksspiel ist.

Dafür werde ich mir Zeit nehmen müssen und wieder regelmäßig das Journal führen.
Noch gab es keinen Monetären Schaden, aber dafür einen emotionalen bzw. Fortschritts schaden. Diesen gilt es jetzt zu beheben. Und vor allem nicht mehr gehebelt traden.
Geld zu verlieren bzw. Verluste zu realisieren fällt mir so schwer, dass ich an dem Punkt immer wieder geneigt bin um zu versuchen mit einem großen Fehler einen kleinen Auszubügeln. Aber so funktioniert das nunmal nicht.
Im Gegenteil. Am Ende ist da nur ein riesiges Loch, auf meinem Konto, und in meinem Herzen. Ich bin mir so viel Wert, dass ich das nicht mehr machen werde und stattdessen einen anderen Weg einschlage!

Bis morgen!
#Journal

Journal

Jetzt da das alte Forum geschlossen ist, fehlt es mir. Auch wenn ich nicht besonders aktiv in der letzten Zeit war. Aber trotzdem war es wie etwas, worauf ich mich verlassen kann. Was da ist wenn ich es brauche. Wohin ich mich wenden kann wenn ich sorgen habe. Auch ein Ort an dem ich meine persönlichen Eindrücke und Gedanken verarbeiten kann.
Nun mache ich eben so weiter.

Heute konnte ich wieder nicht einschlafen. Bzw. habe ich noch so lange Hörbuch gehört bis ich eigentlich längst hätte schlafen müssen.
Aber sei es drum. Als Fynn sich nochmal rumdrehte und ich doch endlich schlafen wollte , wendeten sich meine Gedanken der kommenden Woche mit Geburtstag etc. zu. Was es kostet, wie viel Geld ich habe. All das ging mir durch den Kopf. Der Rückfall, 21.11.25 hat doch eine gewisse Gefühlsmäßige Unsicherheit hinterlassen.

Vieles von dem ich vorher keinen Gedanken nachgeschmissen hätte ich jetzt wieder aktuell.
Dass das Geld fehlt schmerzt zwar, aber bedenklicher ist der Fakt, das meine Gedanken wieder um Geld kreisen. Erst um die Ausgaben, dann wieder der Klassiker, „hätte ich doch Geld“ aus dem Memecoins gezogen, was übergeht in, „ hätte ich doch alles anders gemacht“.

Aber eigentlich weiß ich es besser. Hätte ich es damals anders gemacht, wäre ich wahrscheinlich nicht an den Punkt gelangt, dass ich ein Spielfreies Leben führen möchte, sondern wäre dem Sog erlegen. Und wer weiß vielleicht hätte ich alles verloren was ein noch viel schlimmeres Erlebnis darstellen würde, wofür ich wahrscheinlich noch sehr viel länger brauchen würde um mich davon zu erholen.
Vielleicht wären die Folgen aus sehr viel schlimmer gewesen, aber wer weiß das schon.

Ich kann nur froh, sein, dass es so gekommen ist und nicht anders. Es hat mir erlaubt, endlich wieder leben zu können. Mit freieren Gedanken.
Und genau das ist mein Ziel.

Leben zu können. Nicht spielen zu müssen. So frei wie irgend möglich zu sein.
In den Gedanken beginnt es und alles andere fügt sich.

Genieße diese Woche die Fynn da ist. So viele Schöne Sachen die wir gemacht haben. So viele Gefühle habe ich erlebt. Und das ganze beinahe frei.
Dafür bin ich dankbar. Dann ist dieser Geburtstag und Weihnachten eben kein großes Fest. Dafür darf ich viele kleine Feste feiern. Wenn ich lebe. Wenn ich echte Erlebnisse habe. Wenn ich echte Emotionen spüre.

Das ist besser als jeder Gewinn. Denn es ist echt.

Wo fing es an, dass ich überhaupt auf den Gedanken kam ? Der es mir wieder nahe gebracht hat ? Twitter. Und Scrollen.

Also sei dabei achtsam. Sei kein Zombie. Sonst bezahlst du einen hohen Preis!

#Journal


Viele Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Wirbelwind am 01.04.2026 12:58:43
" welcome back " Benji :)

Ich hatte letztens erst auch wieder so einen "Anfall" von, "was wäre wenn" hätte hätte hätte,... Fahrradkette  ;D

Diesbezüglich gibt es erstmal nur EINES was wichtig ist

- Die SELBSTREFLEKTION und daraus zu LERNEN , all die Szenarien was wäre wenn gewesen führen zu nichts außer das man wieder mal in der Vergangenheit verharrt und sich " selbst geißelt "

Grad die letzte Zeit hatte ich viel Geld hier rumliegen und auch viel Kommunikation mit meiner Frau, ich fand es total faszinierend das Sie KLAR und DEUTLICH gesagt hat, das sie nicht im geringsten daran gedacht hat ich könnte zocken gehen und fragte mich WOHER sie dieses Vertrauen nimmt und war baff.

Es STÄRKT so einen Menschen an der Seite zu haben wo ICH mir selber manchmal nicht über den Weg traue, nach all den Jahren allerdings wird es tatsächlich immer besser solange ich nicht zum Beispiel an den Bahnhof fahre wo zig Spielhallen / Kneipen und VORALLEM - Erinnerungen !!! - verknüpft sind...

Aber - und das ist das wichtige - es sind erinnerungen , schlechte und gute - nicht mehr und nicht weniger...

Beobachte dich weiterhin wo du schwach werden könntest und wenn es kaum auszuhalten ist finde Mittel und Wege dies zu verhindern das Du gar nicht erst in Versuchung kommst - es mag Vermeidung sein aber DIESE Vermeidung ist VÖLLIG legitim und eher ein Zeichen von STÄRKE ....
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 01.04.2026 15:16:02
Moin Wirbelwind,

Danke für deine Worte!

Mir kommt es vor, als wäre es notwendig gewesen, dass das Forum mal offline geht und ich selber merke, dass nur ein Standbein, eben etwas wackelig ist.
Und es hat gezeigt, dass wenn man am Ball bleibt, verschwindet der innere Fortschritt nicht.(Das war es wovor ich ziemlich Angst hatte) Dieser bleibt mir selbst wenn ich mal zu schwach oder zu schlecht vorbereitet war, und ich dann doch gespielt habe.

Am ende eine Riesen Erleichterung, auch wenn es an dem Tag ziemlich destabilisierend war. Habe dann wohl die Stabilität in mir selber mehr gepflegt. Ein Wichtiger Schritt, (den ja auch alle erwähnt haben, mit lokaler Gruppe oder ähnlichem :D)
Aber insgesamt bin ich sehr froh.

Auch das ich wieder hier teilhaben kann!

Liebe Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Fred am 01.04.2026 16:34:44
Benji,

MEGA-Respekt zu deinen offenen und ehrlichen Worten.

Wenn ich es jetzt richtig lese, und ich will das nicht verharmlosen,
dann hast du an 2 Kalendertagen wieder gespielt.
Da wird in der "Fachwelt" unterschieden zwischen Vorfall und Rückfall.
Rückfälle sind insbesondere längerfristige Rückfälle in alter Verhaltensweise inkl. Kontrollverlust.
Vorfälle meiner Meinung nach das, was dir passiert ist.

Unglaublich dass es bei diesen 2 Tagen blieb. Eigentlich kannst du stolz auf dich sein.
Nicht stolz auf das Zocken, aber stolz was du daraus gemacht hast.
Dass du hier offen und ehrlich kommunizierst, was passiert ist.
Ein leichtes wäre es dies einfach zu "verschlucken".

Also ich finde dich absolut klasse und ich rate dir, diese "ärgerliche" Episode nicht zu dramatisieren.
Nichts ist kaputt, nichts ist verloren. Sondern wie du selbst schreibst ist sehr viel "gewonnen".

Du wirst jetzt weiterhin nicht spielen, kennst deine Schwachpunkte und wirst dafür sorgen,
dass dir zukünftig für genau diese Situationen einen "Notfallkoffer" vorbereitest.
Also planst, wie du aus solch einer Situation herauskommst.

DIeser kleine Schuss vor den Bug wird dir helfen das Thema Spielsuch nie zu vergessen oder zu verharmlosen.
Auch mir zeigt es wieder, dass jeder zu jeder Zeit anfällig sein kann und man immer gewappnet sein sollte.

Danke dass du wieder hier bist
Fred
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 01.04.2026 21:01:53
Danke dir Fred für deine Worte.
Ich muss den Zähler leider auf heute zurückstellen. Heute gab es einen "Vorfall". Zu merken, dass das Forum wieder da ist. Nachdem es vorher einfach Weg war. Das hat mich aus der Bahn geworfen, viele Gefühle die ich hatte als es weg war, sind hochgekommen, die ich nicht rauslassen konnte.

Ich war enttäuscht, traurig, und sauer, als das Forum einfach geschlossen wurde. Dann habe ich mich darauf eingestellt, dass ich mir etwas neues aufbauen muss, und dann war es heute einfach wieder da.

Aus der Bahn werfen ist der richtige Ausdruck, weil es aus einem leichten ziehen, einen starken Sog gemacht hat.
Einfach weil ich mit dem Forum(euch) auch nicht richtig abschließen konnte. Darauf war ich einfach nicht vorbereitet gewesen. Weder auf das Schließen noch auf das Öffnen(des Forums).

Das ist keine Schuldzuweisung, sondern nur meine Beobachtung meines Emotionalen Innenlebens.

Also Update für die Tabelle ist dann der 01.04. Aber die Sichtweise bleibt: 342 von 345 habe ich gewonnen.

Meine Lehre ist, dass ich eine eigene Infrastruktur brauche, weil ja einfach immer mal was sein kann. Werde euch hier trotzdem wieder regelmäßig besuchen :)

Hier der Auszug aus meinem pers. Journal:
Journal

Dritter Rückfall.

Beginn meiner Reise: 20.04.2025
Erster 25.11.25
Zweiter 08.03.26
Dritter 01.04.26

Das Forum ist wieder da. Heute Nachmittag ging ich die Bookmarks durch um aufzuräumen, habe draufgeklickt, und zack der Link hat funktioniert.
Das hat etwas in mir ausgelöst. Im Nachhinein betrachtet, hat es wahrscheinlich wieder die Wut und Enttäuschung hervorgerufen, die ich hatte als das Forum einfach mir nichts dir nichts geschlossen war, und ich mich darauf eingestellt hatte, dass es das nun nicht mehr gibt. Meine alten Einträge zu sehen, die Erfolgstabelle, die nun natürlich nicht mehr stimmt.

Was vorher nur ein leichtes ziehen war, war danach ein starker Sog.

Ich hab mir eingeredet, ich will einmal verlieren, weil ich beim letzten Mal gewonnen hatte. Und dabei schon gemerkt, dass ich mir gerade eine Ausrede parat lege.
Wie ein kleines Kind, das extra einen Fehler macht, weil es sauer auf seine Eltern ist. Einen Teil der Verantwortung abgeben. Sich verraten fühlen. All das, an einem Nachmittag, an dem ich sowieso schon etwas angezehrt war.

Ich nehme mir das mit Mamas Anlagen zu sehr zu Herzen, generell die Probleme anderer haben eine höhere Bedeutung als meine Eigenen. Was ich in den letzten Jahren ja auch wirklich kultiviert habe.
Aber ich werde weiter meine Grenzen setzen, ich werde nicht aufgeben. Ich schaffe es.
Ich darf mich nur nicht zu sehr auf andere verlassen. Ich muss mich auf mich verlassen.

Kein Anderer kann mir sagen, wann ich Pause machen muss, und kein anderer kann fühlen, wenn ich wieder zu rastlos bin.

Das Geld was ich beim zweiten Rückfall gewonnen habe, habe ich jetzt wieder zurückgegeben.
Ich bin Quitt. Ich kann weitergehen. Ich brauche das nicht mehr.

Ich werde neue Dinge lernen, Pläne machen und umsetzen. Ich werde Geld verdienen, und zwar nachhaltig mit Fähigkeiten.
Ich werde nicht nur Konsument sein. Ich werde kreieren.

Alles braucht seine Zeit. Wie ich im Forum geschrieben habe. 342 von 345 habe ich gewonnen.
Für das knapp erste Jahr ist das eine Gute Bilanz.
Aber ich weiß, dass ich es in der Zukunft noch besser machen kann, und schaffen werde.
Auf in das nächste Jahr.

Viele Grüße

Benji
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 01.04.2026 21:04:01
Notfallkoffer ist ein guter Rat!

Das nehme ich mir zu Herzen.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 01.04.2026 21:12:35
Hatte deine Antwort vorher leider noch nicht gelesen Fred.
Aber ziemlich genau das was ich brauchte!
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Fred am 02.04.2026 08:02:30
Magst du erzählen, wie es gestern dazu kam ?
Zu viel des Lobs oder übermütig ?
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 02.04.2026 19:00:08
Habe das Lob erst gesehen, als es zu spät war(gestern spät). Sprich, das Forum aufgerufen, meinen Beitrag geschrieben. Dann innerlich abgemeldet, bzw. wie oben beschrieben einfach schlecht vorbereitet aus der Bahn geflogen, gespielt, und erst nach dem Vorfall die aufbauenden Worte gelesen, die dann natürlich einen bitteren Beigeschmack für mich hatten.

Aber ich glaube insgesamt eine wertvolle Erfahrung, die ich machen durfte.

Heute geht es mir auch gut. Ich freue mich auch wieder "hier" sein zu können.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 05.04.2026 23:35:02
Hi,

ich merke das die Sucht wieder näher an mir dran sitzt. Nicht grade im Nacken aber doch oft auf dem Stuhl neben mir.
Obacht!
Hier kann es gefährlich werden.
Der Tag heute war emotional anstrengend, also morgen etwas aufbauendes machen.

Gute Nacht für heute.

Viele Grüße und schöne Ostern.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 08.04.2026 20:23:53
Als Fortsetzung zum Notfallkoffer Post: gestern war es schwieriger, weil eben noch nicht alle Dinge da sind. Habe mich schlecht gefühlt und rumgedrückt, war müde und einfach mies drauf.
Der Suchtteufel saß Nebendran.
Nach 2 Stunden in diesem Zustand ohne etwas produktives oder schönes zu machen, habe ich erkannt, dass es manchmal eben auch solche Tage gibt, und das Gute und schöne daran ist, nicht gespielt zu haben. Bin stattdessen früh ins Bett, damit der nächste Tag ein schöner und guter werden kann.

Und siehe da: heute war ich zwar nach der Arbeit auch kaputt, aber ich habe mich als erstes in den Garten gesetzt, danach umgezogen, und was im Grünen gemacht. Ohne großen Plan einfach ein bisschen Gartenarbeit. Jetzt ist alles schöner und es war ein toller Tag!
Manche Tage sind einfach besser als andere und das ist auch okay so. Manchmal liegt die Leistung einfach darin, nicht gespielt zu haben.
Weil ich nicht jemand anderes bin. Weil ich, nunmal ich bin. Ich sollte nur noch mit einerlei Maß messen.
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 15.04.2026 22:34:16
Moin,
ich merke stark, dass sich meine Laune änderte. Mein Gehirn will wieder Dopamin im Überfluss. Da ist runterregulieren angesagt. Es gibt in den nächsten Tagen und Wochen einige IRL- Events die einiger Planung bedürfen, was es gerade etwas anstrengend macht. Aber Tag für Tag wird es besser.
Jeder Tag gibt mehr Kraft & Resilienz. Auch wenn es noch auf wackligen Beinen steht.

Liebe Grüße
Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Fred am 18.04.2026 07:41:11
Moin Benji,

du musst die Zeit die bisher fürs Spielen vorhanden war mit sinnvollen Dingen füllen.
Ich interpretiere aus deinen Beiträgen, dass du mehr oder weniger irgendwie in Wartestellung verharrst und hoffst das "es" besser wird.

Das wird nicht passieren.

Du musst schon aktiv an Änderungen arbeiten.
Deine bisherige Vorgehensweise war nicht zu 100% zielführend.
Also muss ganz offensichtlich etwas geändert werden.

Im Moment scheint es mir, du würdest an einem hohen Maß an Unzufriedenheit leiden.

Titel: Re: Tagebuch/ Generelle Gedanken
Beitrag von: Benji1345 am 19.04.2026 12:30:22
Moin Fred,
Ja tatsächlich ist das ab und an so. Da krieg ich es nach der Arbeit nicht hin, etwas zu machen, was mir gute Laune oder auch ein gutes Gefühl verschafft. Je mehr Tage vergehen desto einfacher wird es allerdings.

Dazu muss ich sagen, hier gibt es bestimmt eine etwas negativeres Narrativ zu lesen, da ja die schönen Dinge genoßen werden. Die schlechten oder schwierigen, die kriegt ihr hier zu lesen. Die Woche bspw. habe ich viel im Garten gemacht. die alten Gartenmöbel abgeschliffen, eingeölt, neue Pflanzen mit meiner Freundin besorgt, eingepflanzt, Rasen gesäht, Geburtstagsparty für meinen Kleinen vorbereitet und gestern gefeiert.

Wieder Sport gemacht, und auch lernen müssen.

Vieles davon hat mir viel spaß gemacht, einiges habe ich genossen, manches eben nur erledigt.
Als kleiner Einblick. :)

Wünsche euch ein schönes Restwochenende.