Spielsucht Soforthilfe Forum (SSF)

Spieler & Angehörige => Angehörige => Thema gestartet von: Neukäfer am 24.06.2024 20:11:37

Titel: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 24.06.2024 20:11:37
Mein Mann und ich haben uns vor zweieinhalb Jahren kennengelernt und sind seit eineinhalb Jahren verheiratet.

Am 12.6. telefonierte ich, wie so häufig, mit meiner Mama. Sie ist 86 und lebt seit einem halbherzigen Suizidversuch (Verlust des Ehemannes, Einsamkeit, menschliche Enttäuschung durch meine Schwester) in einem Seniorenheim. Sie ist psychisch immer noch labil. Ich habe eine Generalvollmacht. Im Verlauf des Telefonats sagte sie: „Ach, übrigens, dein Mann hat mich vor ein paar Tagen angerufen und gefragt, ob er sich 1.000 Euro von mir leihen kann – es soll wohl eine Überraschung für dich werden. Das ist doch okay, oder?“ Sie liebt meinen Mann über alles und sagt immer wieder, wie froh sie sei, dass ich ihn gefunden hätte und dass sie sich nun keine Sorgen mehr um mich machen müsse. Grundgütiger …

Ob der Vergangenheit (dazu komme ich später) lief es mir heiß und kalt den Rücken hinunter. Ich beruhigte meine Mama und versuchte, das Gespräch so schnell wie möglich zu beenden. Dann kontaktierte ich meinen Mann und fragte ihn, ob das stimmte. Nach und nach (ich musste ihm wieder einmal alles einzeln aus der Nase ziehen), stellte sich heraus, dass er gerade bei der Polizei war, um Anzeige zu erstatten und auch sich selbst anzuzeigen. Weiter stellte sich heraus, dass er im Verlauf von zwei Tagen insgesamt knapp 50.000 Euro vom Konto meiner Mutter (er verfügte über Zugang zu ihrem Konto, da er bisher derjenige war, der alle Bankgeschäfte erledigt hat) abgezogen hatte. Das Geld hatte er an Online-Betrüger überwiesen, die es tatsächlich geschafft hatten, ihm weiszumachen, dass er durch diese Zahlungen das Doppelte zurückerhalten würde. Da wurde mir klar, dass mit meinem Mann etwas überhaupt nicht stimmt. Wer, um Gottes Willen, ist denn so bescheuert, dass er so etwas glaubt?

Wenn ich alleine das lese, was ich bisher geschrieben habe, wird mir schlecht. Genau genommen noch schlechter, denn mir ist seit letzter Woche dauerschlecht.

Jetzt muss ich das Ganze wohl mal irgendwie aufdröseln.

Zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens verfügte ich über ausreichend Geld aus einem Hausverkauf. Er hingegen verfügte über kein nennenswertes Geld. Aufgrund seines ungewöhnlichen Namens fand ich schnell heraus (das war praktisch am ersten Tag), dass er einmal in eine kriminelle Geschichte verwickelt gewesen war und konfrontierte ihn damit. Er erklärte mir sofort die Hintergründe (und zeigte mir später auch das Original-Gerichtsurteil), und es stellte sich heraus, dass er selbst juristisch gesehen tatsächlich NICHT kriminell gewesen war. Auch seine Kinder bestätigten mir dies später. Aufgrund dieser Geschichte hatte er über zwei Jahre in Untersuchungshaft gesessen. Er hatte es damals geschafft, ein Revisionsurteil zu erhalten und hätte damit das Recht auf ein neues Verfahren gehabt. Da dies aber erneut eine lange Zeit in Untersuchungshaft bedeutet hätte (er hatte draußen Frau und drei Kinder, die natürlich sehr litten), entschied er sich, das erste Urteil zu akzeptieren, und da er mit der Untersuchungshaft die ihm auferlegte Zeit bereits abgesessen hatte, kam er sofort frei. Dadurch, dass er das Urteil akzeptiert hatte (und durch andere Vorfälle aus der Vergangenheit, an die ich mich nicht mehr im Detail erinnern kann – es sind einfach sehr viele Geschichten), saß er nun auf einem recht großen Schuldenberg – wohl um die 80.000 Euro. Daraufhin entschloss er sich, in die Privatinsolvenz zu gehen. Nach der Entlassung nahm er einen Job als Fahrer an. Offenbar hatten seine Frau und er sich inzwischen auseinandergelebt, und vielleicht auch durch das ständige Auf und Ab und den Stress im gemeinsam Leben erkrankte seine Frau an Krebs und sie trennte sich von ihm. Im Jahr 2020 starb sie.

Ende 2021 kamen wir also zusammen. In den ersten sechs Monaten war ich so glücklich wie noch nie in meinem Leben, aber heute gelingt es mir nicht einmal, mich an dieses Gefühl zu erinnern. Und irgendwie will ich es auch gar nicht, denn kommt mir alles wie eine Lüge vor. Vielleicht schreibe ich dazu später etwas.

Ich wusste also von Anfang an, wo ich finanziell mit ihm stand, aber es hat mir noch nie etwas ausgemacht, mich in einen „armen“ Mann zu verlieben. Geld ist doch nicht das Wichtigste! Heute sehe ich das etwas anders. Und auch, wenn es kaltherzig rüberkommen mag und vielleicht nicht immer zutrifft: Jemand, der finanziell abgesichert ist, steht eher mit beiden Beinen fest im Leben und ist eher ein guter Partner als jemand, der es nicht geschafft hat, finanziell abgesichert zu sein.

Was mir allerdings bereits damals etwas seltsam vorkam, war seine offensichtliche Risikobereitschaft, wenn es um Geschäfte ging. Ich hatte den Eindruck, dass er Risiken nicht ernsthaft in Betracht zieht. Trotzdem erzählte er mir immer, welch ein erfahrener Geschäftsmann er sei, und da er aus einer völlig anderen Branche kommt als ich, habe ich es geglaubt.

Später erfuhr ihr (ich glaube, er hatte sich verplappert und ich fragte nach), dass er in jungen Jahren bereits einmal verurteilt worden war und seine Zeit als Freigänger „abgesessen“ hatte. Damals war er zum Geschäftsführer ernannt worden, weil der eigentliche Firmeninhaber aufgrund seiner Insolvenz dies nicht durfte. Der eigentliche Firmeninhaber hat dann ohne sein Wissen Gelder veruntreut, ist danach ins Ausland geflohen, und mein Partner wurde an seiner Stelle „verknackt“. Völlig zu Recht, wie ich finde, denn wer einen Geschäftsführerposten annimmt und nicht prüft, was in der Firma abläuft, muss halt mit den Konsequenzen leben. Antwort auf meine Frage, weshalb er mir diese Geschichte nicht gleich am Anfang erzählt hatte: Aus Scham.

Ich muss den Rest abkürzen oder später nachschieben, sonst sprenge ich das Forum.

In der glücklichen ersten Zeit entwickelten wir beide eine wirklich geniale Geschäftsidee. Ich stehe heute noch hundertprozentig hinter dieser Idee. Um sie zu finanzieren, steckte ich einen großen Teil meines Geldes hinein. Da er selbst finanziell nichts beitragen konnte, schlug er mir vor, seinen Beitrag zu leisten, indem er Börsengeschäfte / Daytrading betreibt, von dem er sagte, dass er viel Erfahrung damit hätte. Nach einigem Hin und Her und vielen Erklärungen, die ich forderte, stimmte ich zu. Mir war das Risiko bei solchen Geschäften bewusst, deshalb machte ich auch keinen Terror, wenn es neben Gewinnen auch mal Verluste gab.

Dann kam der erste Schock. Eines Abends bat er mich, da er an der Börse gerade eine tolle Chance sehe, noch einmal 200 Euro nachschießen zu dürfen. Ich gab ihm die Erlaubnis. Am nächsten Tag stellte ich fest, dass er am Abend zuvor ZWEIMAL 200 Euro nachgeschossen hatte. Ich stellte ihn zur Rede und er antwortete, dass er geglaubt hätte, noch nicht überwiesen zu haben, deshalb hätte er „aus Versehen“ ein zweites Mal überwiesen. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

Die Börsen-/Daytrading-Geschäfte liefen mal besser, mal schlechter, aber letzten Endes machte er dort nur Verlust. Was auch sonst. Dennoch schaffte er es immer wieder, mich davon zu überzeugen, dass er JETZT ENDLICH die richtige Investitionsstrategie gefunden habe und deshalb noch einmal Geld brauche. An dieser Stelle mache ich mir die allergrößten Vorwürfe.

Das Ganze gipfelte zunächst darin, dass er (er hatte immer noch Zugänge zu allen Konten) sich mehrfach ungefragt von meinem Konto Geld „lieh“, weil er „eine tolle Chance“ gesehen und entweder „keine Zeit“ gehabt hatte, um mich zu fragen, oder weil er mir „eine Überraschung“ bereiten wollte. Manchmal war das Geld dann komplett weg (bspw. durch Knock-out-Zertifikate), manchmal konnte er etwas davon retten. Nur einmal haben wir wirklich gute Gewinne und praktisch keine Verluste gemacht: als wir gemeinsam vor dem Computer saßen. Da sind wir tatsächlich rechtzeitig rein und wieder raus. War aber, wie mir erst sehr viel später bewusst wurde, reines Glück.

Wenn ich den kompletten finanziellen Schaden zusammenrechne, fehlt nicht viel bis 100.000 Euro.

Man kann sich vorstellen, dass es in diesen Situationen zu sehr heftigen Diskussionen kam, und nicht nur einmal habe ich ihm voller Wut, Enttäuschung und Verzweiflung meinen Ehering an den Kopf geworfen. Ich mache mir die allergrößten Vorwürfe, dass ich es damals nicht durchgezogen habe, denn:

Jetzt ist nicht nur meine finanzielle Zukunft in Gefahr, sondern tatsächlich auch das Leben meiner Mutter.

Er muss und will es meiner Mutter beichten. Wie und wann er es vorhat, weiß ich noch nicht. Es wird ein Psychologe dabei sein, und meines Erachtens sollte auch das eine oder andere Familienmitglied zugegen sein, um sie zu stützen, und ich habe vor, ihren Hausarzt einzubinden. Aber ganz egal, wie gut so etwas vorbereitet wird: Ich sehe mich der ganz realen Gefahr ausgesetzt, dass meine Mutter diese Schocknachricht nicht überwindet. So sieht’s aus.

Mein Fazit: „Absoluter Realitätsverlust.“ Nicht nur in Geldangelegenheiten. Darüber schreibe ich vielleicht beim nächsten Mal.

Was ich jetzt bräuchte?

Erstens: Zuwendung. Es gibt drei Freundinnen (zwei davon im Ausland), die mich so gut unterstützen, wie sie können. Das war’s aber schon. Meine eigene Familie weiß es noch nicht, also kann die mir nicht helfen. Die Kinder meines Mannes stehen hinter ihrem Papa und interessieren sich für meine Lage null. Und das, obwohl sie mir immer alle versicherten, ich gehöre „zur Familie“. Autsch, aua, autsch.

Zweitens: Erholung. Die kann ich mir gar nicht leisten, da im Moment viel Organisatorisches erledigt werden muss, darüber hinaus muss ich Geld verdienen (ich bin selbständig). Also keine Erholung. Auch kein erholsamer Schlaf, nada.

Drittens: Die Lösung verschiedener praktischer Probleme. Muss ich alles alleine machen, trotz nicht ausreichender Zuwendung, trotz fehlender Erholung, trotz fehlender finanzieller Mittel.

Viertens: Einen Ehemann, der sich seinem Selbst stellt und auch seiner ganz praktischen Verantwortung. Wir hatten in den vergangenen Tagen zu verschiedenen Dingen Kontakt, aber es ist wie immer. Bis ich ihn beispielsweise dazu gebracht hatte, zu versprechen, diesen ganzen Mist meinen beiden Tanten zu erzählen, die eng mit meiner Mama verbunden sind, statt diese schwere Aufgabe mir, der Geschädigten, aufzubürden, vergingen einige heftige E-Mails. Es gibt noch andere aktuelle Problem und Aufgaben, für die er keine Verantwortung übernehmen will oder wo er mich wieder einmal vertröstet.

Seine Lügen gehen übrigens weiter. Ich fragte ihn heute, ob er den Polizisten erreicht hätte, um den Termin bei meiner Mama abzustimmen. Er sagte, er hätte ihn noch nicht erreicht. Ich rief dann selbst dort an und erfuhr: Der Polizist ist drei Wochen in Urlaub.

So, jetzt habe ich mich ausgekotzt. Aber Vorsicht, in mir steckt noch mehr von dem Zeug.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Jacky1 am 24.06.2024 22:23:21
Hallo Neukäfer und Willkommen zurück,

es ist nun nicht wichtig dass du deinen Beitrag auch an anderer Stelle schon geschrieben hast,
die folgenden Antworten werden sich event. auch wenig unterscheiden im Inhalt.
Du schreibst über deine Sorgen und Ängste und erhoffst natürlich auch Zuspruch und Hilfestellung.
Es hat schon sein Gutes dass du dir dies alles einmal von der Seele schreibst und es ist zweifellos
eine sehr große Belastung für dich.

Du bist der Mittelpunkt dabei und es geht um das Wohl deiner Mutter.
Sie hat es sicherlich verdient die Wahrheit zu erfahren und nicht weiterhin hintergangen zu werden.
Auch sollte sie ihr Geld wiederbekommen, doch am aller aller wichtigsten ist es ihren gesundheitlichen Zustand
nicht zu belasten. Gerade nach ihren Erlebnissen und sie braucht nun mehr als alles andere Fürsorge.
Jene steht in all eurer Verantwortung als Familie da zu sein.
Neukäfer, du hast viele offene Baustellen und es gibt einiges zu bewältigen für dich.
Versuche ...versucht alle so für deine Mama da zu sein, dass sie eine innere Ruhe bekommen kann und nie im Gefühl alleine zu sein.
Schlimme Dinge sind geschehen und nicht mehr rückgängig zu machen, es ist nicht die Zeit für Vorwürfe.
Es ist die Zeit zusammen zu halten,für jeden der es kann und aus Liebe zu deiner Mutter.

Du wirst nun viel Kraft benötigen und brauchst doch so dringend Frieden.
Ich kann dir nur anbieten dich hier zu begleiten aus der Ferne, Anlaufstellen nahelegen und dir immer antworten.
Du sollst nicht weiter einbrechen und es so schwer haben.
Gebe nicht auf und achte auf deine eigene Belastungsgrenze, vergangenes scheint im Rückspiegel des Lebens oft viel näher, als es in Wirklichkeit auch ist.

Liebe Grüße     

 
               
         

     
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 24.06.2024 23:02:16
Vor allem dein letzter Absatz war Balsam für meine Seele. Man spürt die Ernsthaftigkeit dahinter. Danke schön.

Die Zeit danach, wenn es meine Mutter erfahren hat, wird vermutlich die schwerste für mich werden, da ich ja selbst kaum Kraft habe, von mir aber natürlich erwartet wird, dass ich für sie Kraft aufbringe, und außerdem wird sie täglich von mir wissen wollen, wie es mir geht, und ich kann ihr nicht jeden Tag etwas vorheulen, sonst macht sie sich noch mehr Sorgen. Vor dieser Zeit habe ich Angst.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Jacky1 am 24.06.2024 23:18:24
Hallo Neukäfer,

Die Zeit danach, wenn es meine Mutter erfahren hat, wird vermutlich die schwerste für mich werden, da ich ja selbst kaum Kraft habe, von mir aber natürlich erwartet wird, dass ich für sie Kraft aufbringe, und außerdem wird sie täglich von mir wissen wollen, wie es mir geht, und ich kann ihr nicht jeden Tag etwas vorheulen, sonst macht sie sich noch mehr Sorgen. Vor dieser Zeit habe ich Angst.

Der falsche Ansatz, weil...
Ihr werdet gegenseitig berichten wie es euch geht und spüren wie schön es ist dass ihr euch habt.
Finde einen Ruhepol, nichts kannst du erzwingen. Vieles könnte wieder gut werden ..aber nur wenn du gesund bleibst.
Ordne dein Leben, deine Finanzen und hänge nicht zu lange in dieser emotionalen Fessel.
Finde Wege nach vorne, ändere halt alles ...wenn es so eh nicht weiter geht.
Und dann fängst du an, Schritt für Schritt ....da hinten ist nichts mehr, dieser Zug ist schon lange abgefahren.
Gibt es schon irgendein Ziel dass du in Angriff genommen hast ?

       
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 25.06.2024 07:52:46
Aus der Erfahrung mit meiner Mutter heraus weiß ich, dass diese Gespräche nicht so ablaufen werden. Sie ist nicht der Typ dazu. Sie wird sich Sorgen um mich machen, um sich, um das Geld, und sie wird sich sogar Sorgen um meinen Mann machen! Sie wird nicht in der Lage sein, mir irgendwie gut zuzureden. Es werden keine Gespräche werden, die einem irgendwie guttun. Die Gespräche werden kraftraubend und traurig sein, weil meine Mutter eher der Typ ist, der hadert. Wenn ich beispielsweise eine Erkältung habe, ruft sie jeden Tag an und fragt mit weinerlicher Stimme, wie es mir geht. Ich mache ihr keinen Vorwurf - sie meint es nur gut, aber mir hilft das null, ganz im Gegenteil.

Zu deinen anderen Empfehlungen, Jacky: Du hast mit allem recht. Stundenweise gelingt mir das. Habe ich schon ein Ziel in Angriff genommen? Ja. Derzeit versuche ich, meine finanzielle Lage so weit in Ordnung zu bringen, dass ich die nächsten Monate zumindest irgendwie meine Lebenshaltungskosten bestreiten kann. Da ich selbständig bin, ist das mit der Planung so eine Sache. Wenn der Plan nicht aufgeht, muss ich erneut Aktien mit Verlust verkaufen.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Fred am 25.06.2024 08:09:35
Moin Käfer,

wie hatten hier bereits ähnliche Fälle wo Schwiegereltern, bzw. die eigenen Kinder um 50.000 Euro erleichtert wurden.
Das Umfeld ist meist viel gelassener als man denkt. So könnte es auch bei euch sein.
Sofern deine Mutter jetzt nicht wirklich auf das Geld angewiesen ist, wird sich dafür eine Regelung finden.

Wichtig ist es jetzt erst einmal dich selbst zu sortieren. Ganz ohne Panik.
Das Kind ist ja bereits in den Brunnen gefallen.

Auch muss jetzt nichts innerhalb von Minuten oder Stunden geklärt werden.

Sortiere deine Lage in Ruhe.


Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 25.06.2024 11:26:28
Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass mein Teil der Familie damit nicht gelassen umgehen wird. Sicher, Regelungen werden sich vermutlich finden, aber letztlich wird diese Sache meiner Mutter ins Grab bringen. Mit ihrer Vergangenheit, mit dem, worunter sie eh schon leidet, ist das schlicht und ergreifend ein Todesstoß.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Fred am 25.06.2024 11:52:41
Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass mein Teil der Familie damit nicht gelassen umgehen wird. Sicher, Regelungen werden sich vermutlich finden, aber letztlich wird diese Sache meiner Mutter ins Grab bringen. Mit ihrer Vergangenheit, mit dem, worunter sie eh schon leidet, ist das schlicht und ergreifend ein Todesstoß.

Ich kann deine besondere Situation verstehen, aber ehrlich gesagt kommst du für mich ziemlich "aggresiv" rüber.
Vielleicht täuscht der Eindruck.

Ersteinmal ist es nur eine Zahl auf einem Bankkonto. Und wie gesagt, wenn niemand akut davon abhängig ist, dann ist das auch kein akutes Problem was jetzt eine Katastrophe auslöst.
Ich kenne deine Mutter nicht und mir fehlt zu viel Hintergrund, aber wenn es deine Mutter ins Grab bringt, dass auf einem Stück Papier andere Zahlen stehen als erwartet, dann stimmt in eurer Familie was nicht.
Ich will das keineswegs verharmlosen, aber wo "so viel" Geld "herumliegt" ist ja meist auch noch weiteres evt. in anderer Form vorhanden.

Mal so meine Wahrnehmung als außenstehender ud völlig unbeteiligter:
Du drehst im Moment alles ins Negative und katastrophisierst.
Das ist nicht gut. Für niemanden. Und schon gar nicht für dich.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass du denkst
"Was will der Schwachkopf da im Forum, der hat doch sowieso keine Ahnung"

Mir ist nicht klar was mit deinem Mann ist, aber die Frage klärt sich wohl eher in einem anderen Thread.

Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 25.06.2024 12:06:07

Ich kenne deine Mutter nicht und mir fehlt zu viel Hintergrund, aber wenn es deine Mutter ins Grab bringt, dass auf einem Stück Papier andere Zahlen stehen als erwartet, dann stimmt in eurer Familie was nicht.


Bei allem Respekt, aber das ist ungeheuerlich, was du da schreibst. Das Geld ist das eine, der Vertrauensmissbrauch, die menschliche Enttäuschung, die Sorge um mich eine andere. Und das addiert sich nicht einfach, das potenziert sich. Es potenziert sich noch weiter, wenn du weißt, dass meine Schwester ihr vor einigen Jahren mit dem Anwalt gedroht hatte, falls meine Mutter ihr nicht das vom Erbe ausbezahlt, von dem meine Schwester glaubte, dass es ihr zusteht - was zusammen mit anderen menschlichen Enttäuschungen letztlich zu einem Suizidversuch geführt hat. Vielleicht überdenkst du deinen Kommentar nochmals.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Fred am 25.06.2024 12:36:52
Bei allem Respekt, aber das ist ungeheuerlich, was du da schreibst.

Es scheint dir schwer zu fallen, andere Meinungen auch nur anhören zu müssen.
Es ist meine persönliche Wahrnehmung.
Nichts daran kann falsch sein, da es meine persönliche Wahrnehmung ist.

Es tut mir leid dass du in solch einer Situation gefangen bist und im Moment offenbar nicht wirklich klar denken kannst.

Du beißt einfach nur in alle Richtungen um dich.
Das ist erlaubt und vielleicht ist es sogar gut so und du brauchst es.

Lass ein wenig Ruhe und Besinnung bei dir einkehren.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 25.06.2024 12:55:21
Du hattest eine Wahrnehmung (also eine Vermutung), und ich habe dir aufgezeigt, dass deine Wahrnehmung nicht korrekt ist.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Fred am 25.06.2024 14:19:32
Du hattest eine Wahrnehmung (also eine Vermutung), und ich habe dir aufgezeigt, dass deine Wahrnehmung nicht korrekt ist.

Schön, dass du mir das aufgezeigt hast !
Spass beiseite, trotz allem was hier so geschrieben wird hast du als Angehörige meine höchste Empathie und es stimmt mich traurig, dass gerade du "hier" sein musst. DU hast ja nichts verbrochen, nichts falsch gemacht. Du bist in gewissem SInne das Opfer und musst dich gar noch "verteidigen".
Das passt nicht zusammen .. aber deine Wortwahl ist zum Teil auch .. .mir fällt kein Wort ein ... sag mal vorsichtig "spannend" :-)

Wir sind für dich da. Ganz im Ernst.
Aber das alles wird viel Zeit benötigen.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 26.06.2024 08:51:15
Kannst du mir das "in gewissem Sinne" in

Du bist in gewissem SInne das Opfer und musst dich gar noch "verteidigen".

erklären, Fred? Wo ist da die Einschränkung?
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 29.06.2024 14:59:41
Du sollst nicht weiter einbrechen und es so schwer haben.
Gebe nicht auf und achte auf deine eigene Belastungsgrenze, vergangenes scheint im Rückspiegel des Lebens oft viel näher, als es in Wirklichkeit auch ist.

Die Belastungsgrenze ist zwischendurch immer mal wieder erreicht. Dann muss ich alles liegenlassen, weil ich sonst Angst habe, dass ich meine Gesundheit ruiniere. Stunden-, manchmal auch fast tageweise, kann ich mich auf die Sachlage konzentrieren, und dann kommen die ganzen Emotionen wieder hoch und die unfassbare Enttäuschung und Ängste, von denen ich viele nicht einmal namentlich nennen könnte. Und dann sitze ich da, weiß genau, was eigentlich noch dringend zu tun wäre, kann aber nicht, weil ich wie paralysiert bin und mich ein Weinkrampf nach dem nächsten schüttelt.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 29.06.2024 20:58:59
"Jeder Mensch hat jedoch nur ein gewisses Maß an Kraft, das er dafür opfern kann. Jeder Angehörige muss herausfinden, wo für ihn/sie „um jeden Preis unterstützen“ aufhört. Es klingt jetzt hart, aber vielleicht ist der Moment, in dem ihr wisst, dass ihr keine Kraft mehr habt und euch entfernt, für den Spieler der Moment, in dem er merkt, dass er so nicht weitermachen kann."

Diesen Absatz fand ich heute im Blog eines Spielsüchtigen (Der Spielverderber), nachdem ich die Begriffskombination "Spielsucht Narzissmus" gegoogelt hatte.

Für Spielsüchtige und Angehörige ziemlich gute Literatur, wie ich finde:
https://fidair.wordpress.com/
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 10.07.2024 09:48:30
Heute ist der 29. Tag nach der ersten Schockstarre. Es ist alles immer noch sehr schlimm, aber das eine oder andere ist ein bisschen besser geworden. Ich habe es beispielsweise geschafft, mehr auf meine Gesundheit zu achten. Jedenfalls ein bisschen. Es ist schwer, diesen Teufelskreis aus Gefühlen, sinnlos kreisenden Gedanken und Ängsten zu durchbrechen. Gelingt mir auch immer nur für kurze Zeit.

Mein Mann hatte ja versprochen, es meinen beiden Tanten zu erzählen. Das hatte er immer wieder mit verschiedenen Erklärungen hinausgezögert ("Ich bin grad nicht gut drauf", "Ich mache das schon noch") und dann zum Schluss sein Versprechen gebrochen ("Meine Therapeutin hat mir davon abgeraten", "Nicht ich bin die richtige Person, sondern du"). Ich habe es deshalb einer meiner Tanten heute selbst erzählt. Obwohl ich sie gut kenne und es eigentlich hätte wissen müssen, hatte ich Angst, Vorwürfe zu hören. Aber die kamen nicht. Es stellte sich heraus, dass sie selbst vor langer Zeit einmal 15 Jahre lang mit einem Spielsüchtigen verheiratet war. Ich wusste das zwar, aber ich kannte bis heute nicht viele Details. Diese Details beschreiben das Verhalten meines Mannes auf das i-Tüpfelchen: "Ich habe es nur für uns gemacht." "Ich habe mir das Geld nur kurz geliehen." "Du bist schuld." "Ich werde das nie wieder tun - versprochen!"

Eigentlich bin ich immer noch fassunglos.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Jacky1 am 11.07.2024 00:00:26
Hallo Neukäfer,

ich kann und möchte nicht schreiben, wir Spieler sind der letzte Dreck.
In erster Linie ist die Spielsucht eine Krankheit!
Und alles was darauf folgt sind meist kausale Abläufe in solch einem Werdegang.
Näher komme aber auch ich nicht an diese Begründung heran.

Aus deiner Sicht hast du es halt selbst erfahren müssen wie so etwas leider sein kann.
Nun befindest du dich immer noch in diesem emotionalen Kreislauf, es wird wieder besser werden.
Du wirst deinen Frieden damit finden, halte nicht zu lange an geplatzten Träumen fest.
Emotionales loslassen und nichts mehr suchen, wo es nichts mehr zu suchen gäbe. 
Dann nämlich, wird auch wieder Platz frei. 

Grüß dich         
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Apathetic am 11.07.2024 00:04:26
Hey Neukäfer,

Das hatte er immer wieder mit verschiedenen Erklärungen hinausgezögert ("Ich bin grad nicht gut drauf", "Ich mache das schon noch") und dann zum Schluss sein Versprechen gebrochen ("Meine Therapeutin hat mir davon abgeraten", "Nicht ich bin die richtige Person, sondern du"). Ich habe es deshalb einer meiner Tanten heute selbst erzählt.

Wie du selbst schmerzlich erfahren durftest sind nasse Spieler sich keiner Ausrede zu schade. Das Verhalten zielt oft einfach auf Schadensbegrenzung ab, du scheinst wachsam zu sein das gut zu durchschauen. Bitte achte weiterhin darauf kritisch zu hinterfragen.
Wichtig ist, dass du jetzt das tust, was für dich das beste ist.

In deiner Tante hast du eine nahe Angehörige die durch das gleiche Tal gegangen ist wie du, sie weiß wie du dich fühlst. Ich kenne euer persönliches Verhältnis ist, aber deine Tante könnte ein guter Anker für dich sein

Du hast viel zu verarbeiten, sich fassungslos zu fühlen ist normal. Ein Monat ist keine lange Zeit, wichtig ist das du weiter gehst, es kommen wieder sonnigere Zeiten.

LG
Apa
 
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 17.07.2024 14:21:27
Beim Aufräumen meines Computers fiel mir gestern ein Dokument in die Hände, das ich im Dezember 2023 begonnen hatte. Ich habe es jetzt um aktuelle Aussagen meines Mannes aus den letzten Wochen ergänzt.

Wenn mein Mann bei einer Lüge ertappt wurde:

„Das habe ich nie gesagt!“
„Ich habe das anders gemeint.“
„Du hast mich falsch verstanden.“
„Dann was das wohl ein Missverständnis, okay? Gut jetzt?“
„Ich meine, ich habe dir das gesagt!“
„Es bleibt mir scheinbar wirklich nichts anderes mehr übrig, als von jedem unserer Gespräche eine Tonbandaufnahme anzufertigen, damit ich mich hinterher nicht immer und immer wieder rechtfertigen muss. Ich bin 100-prozentig davon überzeugt, dass ich dir das erzählt habe.“
„Warum sollte ich dich anlügen?“
„Es ist doch keine Lüge, wenn man etwas auf Nachfrage verschweigt! Man hat es einfach nur nicht gesagt!“
„Warum sollte ich etwas erfinden, wohlwissend, dass es dann sofort wieder Stress gibt?“
„Die Fronten sind doch geklärt – warum sollte ich lügen?“
„Du willst doch nur auf mir herumhacken!“
„Du bist doch krank.“
„Du und dein Kontrollwahn!“
„Du bist ein Stalker!“
„Du bist selbst schuld, wenn du mir hinterherspionierst.“
„Ich habe es dir nicht gesagt, weil ich davon ausging, du weißt es schon.“
„Du versuchst doch ständig, mich aufs Glatteis zu führen!“
„Du brauchst einen Mann, der dir mal auf den Hintern klopft, damit du wieder normal wirst.“
„Das bildest du dir ein!“
„Daran kann ich mich nicht erinnern.“
„Ich hab nicht daran gedacht.“
„Ich hab’s vergessen.“
„Ich hätte dich schon noch informiert.“
„Leg doch nicht alles auf die Goldwaage!“
„Du machst aus einer Mücke einen Elefanten!“
„Vertrau mir doch endlich mal!“
„Ja, … … …, ABER … … …!“
„Tu mir mal einen Gefallen und hör endlich damit auf!“
„Du willst doch nur Recht haben!“
„Du denkst immer nur negativ!“
„Ich wusste, dass du sauer sein wirst, nur deshalb habe ich es nicht gesagt.“
„Ich habe mich geschämt, es zu sagen.“
„Das war doch nur ein Spaß!“
„Ja, ich habe gelogen! Können wir es damit gut sein lassen?“
„Was gibt dir das Recht, als Spion unterwegs zu sein?“
„Jetzt bin ich schon mal ehrlich zu dir, und dann kriege ich dafür auch noch eine aufs Dach!“
„Warum ich dir nicht alles erzähle, hab ich dir klar und deutlich gesagt: weil du mir ständig das Wort im Mund herum drehst.“
„Nein, ich winde mich nicht wie ein Aal!“
„Ja, ich bin ein Idiot. Ich habe etwas gemacht, was auf deiner Verbotsliste stand.“
„Und wenn du möchtest, dass ich weiterlebe, dann höre jetzt bitte endlich auf!“
„Lass doch einfach einmal fünfe gerade sein!“
„Willst du mich provozieren?“

Wenn ich meinen Mann aus gegebenem Anlass an eines seiner Vergehen erinnert habe:

„Wie oft muss ich denn noch sagen, dass es mir leid tut?!?“
„Ich höre immer nur Vorwürfe von dir!“
„Lass doch endlich mal die Vergangenheit ruhen!“
„Das hatten wir doch schon längst besprochen.“
„Ja, … … …, ABER … … …!“
„Ich verstehe dich einfach nicht.“
„Warum musst du das wieder und wieder erwähnen?“
„Ich habe dir doch versprochen, dass ich das nie wieder tue, also lass es doch endlich mal gut sein!“
„Ich kann die Vergangenheit leider nicht mehr rückgängig machen, und damit beende ich das Thema!“
„Ich habe dir von Anfang an reinen Wein eingeschenkt. Ich frag mich allen Ernstes, warum ich mich so von dir vorführen lassen soll?“
„Ja, ich bin offenbar ein ganz schlechter Mensch!“
„Sag doch einfach, dass ich ein Versager und ein Arschloch bin!“
„Und du hast noch nie einen Fehler gemacht?“
„Ich hätte dir das schon längst verziehen!“
„Ich arbeite daran!“
„Ich bin lernfähig!“
„Ich tu doch schon alles – ich bin doch zu jeder Schandtat bereit!“
„Meine Bemühungen werden überhaupt nicht respektiert!“
„Ich höre immer nur Vorwürfe von dir – das ist nicht unbedingt motivierend, oder?“
„Du zerstörst dein Glück!“
„Wenn du mich jetzt noch einmal mit diesem Thema konfrontiert ist, dann kriegst du mit mir einen Riesen Ärger, das schwöre ich dir.“
„Ich bin dabei, mich zu ändern, schon vergessen?“
„Ich hab’s kapiert!!!!!!!“

Wenn ich meinen Mann bei einem Vergehen ertappt habe:

„Ich habe es für uns getan!“
„Es sollte eine Überraschung werden!“
„Das ist ganz anders gelaufen, als du es darstellst!“
„Das war ganz anders geplant!“
„Du mit deinem Kontrollwahn – der bringt dich noch um!“
„Kannst du mir mal erklären, woher du das weißt?“
„Ich habe nichts zu verbergen!“
„Hör endlich auf mit dem Blödsinn!“
„Lass mich mit deinen Traumata in Ruhe, sonst werde ich sauer, und zwar richtig, verstanden?“
„Ja, rede dich nur ganz charmant aus dem Schlamassel raus, den du angerichtet hast!“
„Ich gebe dir den guten, ernsthaften Rat, treibe es nicht auf die Spitze und hör auf, mit mir Spielchen zu spielen.“
„Ich wollte doch nur helfen.“
„Hast du dich mal gefragt, warum ich das tue?“
„Irgendwie habe ich den Eindruck, als hätte ich ein absolutes Verbrechen begangen!“
„Wenn du nicht diesen Druck aufgebaut hättest!“
„Ich war nicht schuld an der ganzen Kacke!“
„Das sind Kleinigkeiten aus der jüngsten Vergangenheit, die du selber provoziert hast.“
„Ich habe jetzt keinen Bock mehr auf diese sinnlose Diskussion.“
„Erwartest du im Ernst, dass ich jetzt auf jeden Vorwurf von dir eingehe?“
„Ja, … … …, ABER … … …!“
Er sagt, er will es ja gerade erklären, aber stattdessen wechselt er komplett das Thema, hält einen langen Monolog, und wenn man nicht aufpasst, merkt man nicht, dass er damit schön die Frage / die Anklage umgangen hat.
„Lass mich doch endlich mal ausreden!“
„Was hab ich denn jetzt schon wieder gemacht?“
„Ich habe es nicht erwähnt, weil es mich selber ganz fürchterlich nervt!“
„Warum hast du mich nicht einfach gefragt? Ich hätte es dir gesagt!“
„Ich will doch nur, dass wir glücklich sind!“
„Ich bin halt anders als die anderen!“
„Ich wollte dir niemals weh tun!“
Er beantwortet meine Frage mit einer Gegenfrage und hält mir dann vor, dass ich seine Gegenfrage nicht beantworte.
„Ich gebe dir jetzt mal eine Denksportaufgabe. Bin gespannt!“
„Ich wollte es dir ja sagen, aber ich konnte dich gerade nicht erreichen.“
„Ich habe eine Chance gesehen und musste sofort handeln.“
„Es gab eine Planänderung.“
„Ich habe dir nicht ins Gesicht gelogen, sondern ich hab einfach gemacht. Die Gelegenheit war nämlich sehr günstig.“
„Man muss flexibel sein, und das habe ich getan.“
„Ich muss manchmal eine Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen, damit es weitergeht!“
„Mache ich eigentlich irgendwas richtig?“
„Auf diese Argumente habe ich keinen Bock!“
„Du willst mich doch nur platt machen!“
„Du bist doch total verbohrt!“
„Arbeite mal an dir!“
„Was willst du eigentlich? Du hast einen Mann, der dich vergöttert und alles für dich tut!“
„Warum machst du schon wieder Stress?!
„Alles muss immer nach deinem Kopf gehen!“
„Du kannst nicht aufhören, Unfrieden zu stiften!“
„Wenn du mich hättest machen lassen, wäre das nicht passiert!“
„Ja, ich hatte versprochen, das nie wieder zu tun, aber ist es denn so schlimm, wenn ich mich EINMAL nicht daran halte?“
„Was bin ich nur für ein Idiot, habe ich mich mal wieder nicht an deine Regieanweisung gehalten!“
„Ich bin noch nicht dazu gekommen.“
„Ich mache das schon noch!“
„Was mich sehr enttäuscht, ist die Tatsache, dass du mir überhaupt nicht vertraust.“
„Hör auf, mir zu erzählen, was gut für mich ist – ich weiß, wie das Leben funktioniert!“
„Ich verstehe unter „schief gelaufen“ etwas anderes als du, und das ist das Problem!“
„Schrei mich nicht an, das ist erniedrigend!“
„Ich lasse mich von dir nicht wie einen Schulbub behandeln!“
„Alles wird gut.“
„Ich habe nur eine einzige Bitte, und die ist ganz bescheiden. Vertraue mir einfach. Danke.“
„Ich bringe das wieder in Ordnung.“
„Mach dir keinen Kopf.“
„Ich habe alles im Griff.“
„Ich weiß, was ich tue! Du weißt wohl nicht, wen du vor dir hast?“
„Du kannst mit sowas einfach nicht umgehen.“
„Ich krieg das wieder hin. Ich hab schon ganz andere Sachen in meinem Leben hinbekommen!“
„Du machst dich damit nur selber fertig – lass mich doch endlich mal machen!“
„Denk doch nicht immer nur negativ. Für jedes Problem gibt es eine Lösung!“
„Ich sage jetzt keine Termine mehr zu, sonst nagelst du mich jedes Mal darauf fest.“
Man muss ihm eine Ja-/Nein-Frage mehrmals hintereinander stellen, bevor er sie beantwortet.
„Hör auf zu heulen, es gibt Schlimmeres!“
„Meinst du nicht, dass es besser für uns wäre, wenn du nicht so kleinlich wärst?“
„Scheinbar ist es nicht gestattet, eine eigene Meinung zu haben.“
„Hast du nichts Besseres zu tun?“
„Ich bin ein anständiger Mensch!“
„Ich brauche, so glaube ich langsam, keinen Psychologen, um eine eventuelle Spielsucht zu bekämpfen, sondern einen Psychologen, der mich von einer Psychopathin befreit.“

Und zu guter Letzt:

„Ich fange Kugeln für dich ab!“
„Ich passe besser auf dich auf, als du dir in deinen kühnsten Träumen vorstellen kannst.“
„Es tut mir so leid und ich bin sehr beschämt darüber, dass du dich heute beschwerst, dass du nichts zum Geburtstag bekommen hast. Ich muss weinen.“
„Und ja, vielleicht hab ich dich nicht unbedingt fair behandelt in der Vergangenheit, aber das ist in der Vergangenheit gewesen und das wird es nicht mehr geben.“
„Meine Kinder haben recht, dass sie dich hängen lassen!“
„Du spielst doch nur das Opferlamm!“
„Kehr nicht immer die Geschädigte raus!“
„Ich muss mich vor dir schützen, denn du bist sehr gefährlich.“
„Du solltest dich lieber mit deinem Business beschäftigen, damit Geld ins Haus kommt und du nicht immer klagst, ich hätte dich an den Rand des Abgrund gebracht!“
„Du bist eine Hochstaplerin!“
„Ich werde dich platt machen, wenn du dich weiter so benimmst, und das meine ich ernst.“
„Der einzige, vor dem du Angst haben musst, bin ich. Noch gibt es keinen Grund, vor mir Angst zu haben. Nur treibe es nicht auf die Spitze. Ich hoffe, du hast das verstanden! Und mehr sage ich jetzt nicht mehr.“
„Dass du jetzt von mir verlangst, dass ich dir wenigstens kleinere Beträge schicke, um den finanziellen Schaden wieder gutzumachen, ist irgendwie krank!“
„Du disqualifizierst dich selber, du demontierst dich selber und du merkst es noch nicht einmal, du tust mir echt leid.“
„Ja, und ich werde dich auch weiterhin beleidigen, denn du schwebst immer noch auf deinem hohen Ross und behauptest, du seist nicht schuld.“
„Du manipulierst deine Umwelt inklusive meiner Person, und das werde ich nicht mehr zulassen.“
„Und ich freue mich darauf, wenn ich sehe, dass du ob deiner Schwachsinnigkeit zu Grunde gehst.“
„Willst du mich etwa als Kriminellen hinstellen?“
„Es ist mir ob deines Verhaltens mir gegenüber scheißegal, denn du tust mir absolut und unsäglich weh und das will ich nicht mehr.“
„Und mit was bitte kehrt das Vertrauen wieder zurück? Wahrscheinlich, wenn ich was verspreche oder ankündige und es dann auch einhalte. Habe ich recht damit?“
„Wir hatten vereinbart, dass ich keine Versprechungen mehr mache!“
„Du hast keine Ahnung, wie viel ich schon wegen dir geweint habe.“
„Sei ehrlich, du heulst nicht ob des Schadens, den ich angerichtet habe, sondern weil du einmal in deinem Leben deine Gefühle hast laufen lassen. Nur du kannst mit Gefühlen überhaupt nicht umgehen!“
„Du bist sowas von durchschaubar, einfach unglaublich.“
„Du tust mir nicht gut!“
„DU bist das Problem!“
„Nicht ich bin der Narzisst, sondern du!“
„Du hast wieder und wieder gesagt, dass du uns noch eine Chance geben willst!“
„Und spare dir deine Versprechen, uns noch eine Chance zu geben, da kaufe ich lieber Aktien dafür, die bringen wahrscheinlich mehr!“
„Wie kannst du es wagen, anderen Leuten zu erzählen, was ich angerichtet habe? Geht’s eigentlich noch?“
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Jacky1 am 17.07.2024 22:21:09
Hallo Neukäfer,

manche Dinge kann man durchaus wieder gut machen und es war im Zuge einer psychischen Erkrankung halt ein "Fehler".
Wenn ich der Täter oder das Opfer wäre von was auch immer und es kommt heraus gegenüber dem Menschen den ich liebe oder geliebt werde.
Könnte der event. materiell entstandene Schaden umgehend wieder behoben werden, mit allen Entschuldigungen der Welt.
Doch damit ist noch lange nicht alles Quitt!
Die Erinnerung bliebe und würde stetig an etwas zerren, was einen doch vertraut miteinander verbinden sollte.
Freunde wären weniger Freunde, Eheleute weniger Eheleute.
Schau doch, wie alle etwas verschweigen was der andere eh nicht hören wollte.
Wie unterbewusst und vehement Gedanken sowieso nie ausgesprochen werden, um den anderen nicht zu verletzen.
Wie Rücksicht in eine Richtung gebeugt wird, nur um in einer goldenen Harmonie zu bleiben.
Warum auch keiner alles offen legt....weil unbedachte gesprochene Nuancen schon eine nicht stoppende Kausalität auslösen könnten.

Und jetzt kommst Du.  :)

3 Dinge noch.
Meinem vertrauten Gegenüber wollte ich immer ins Gesicht schauen können und zwar im Wissen, dass er zu mir hält.
Jemand der mich betrogen hat, dem sein Feind bin ich nicht... aber auch nicht mehr sein bester Freund.
Jemanden zu lieben/mögen in einer Wut, führt zu einem schier endlos emotionalen Kreuzworträtsel.

Grüß dich       
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 18.07.2024 00:38:22
Ich habe mich in der letzten Zeit viel mit der Thematik Spielsucht, Narzissmus etc. beschäftigt. Und mir ist inzwischen einigermaßen klar, wie dort gefühlt und gedacht wird und wie sich das dann in Handlungen äußert. Und ich habe - glaub's oder glaub's nicht - großes Mitgefühl. Das geht so weit, dass ich sogar bereit wäre bzw. bin, bei einer ernsthaft gewollten Veränderung zu helfen. Wie auch immer, es ist ein extrem spannendes Thema, auf das ich erst jetzt durch meine Situation aufmerksam geworden bin, und vielleicht wollte mir das Universum einfach nur zeigen: "Hey, guck mal, das hier kennst du noch nicht, deshalb haben wir es dir mal geschickt, denn du bist ja immer so neugierig!"

"I used to rule the world
Seas would rise when I gave the word
Now in the morning, I sleep alone
Sweep the streets I used to own
I used to roll the dice
Feel the fear in my enemy's eyes
Listen as the crowd would sing
Now the old king is dead, long live the king
One minute, I held the key
Next the walls were closed on me
And I discovered that my castles stand
Upon pillars of salt and pillars of sand
I hear Jerusalem bells a-ringin'
Roman Cavalry choirs are singin'
Be my mirror, my sword and shield
My missionaries in a foreign field
For some reason, I can't explain
Once you'd gone, there was never, never an honest word
And that was when I ruled the world"


Und denke bitte, bitte darüber nach, was ich dir geschrieben habe. Du wärst - bist - der absolute Knaller.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Fred am 18.07.2024 11:53:35
Beim Aufräumen meines Computers fiel mir gestern ein Dokument in die Hände, das ich im Dezember 2023 begonnen hatte. Ich habe es jetzt um aktuelle Aussagen meines Mannes aus den letzten Wochen ergänzt.

Sicher war es für dich wichtig dies alles einmal aufzuschreiben.
Und wenn du es selbst dann nochmal überfliegst,
dürfte es keinerlei Fragen geben, was du zukünftig machen wirst.

Alleine diese subtilen Gewaltandrohungen sollten für jede Partnerschaft das sofortige Ende bedeuten.
Alles andere würde keiner mehr verstehen ...
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 24.07.2024 15:37:37
Tag 42 nach der erste Schockstarre

Die Schockstarre ist nicht mehr permanent, aber sie zeigt sich noch darin, dass ich mich nicht gut auf die Arbeit konzentrieren kann. Ich muss viele Pausen machen. Mir fehlt einfach noch die Energie.

Verschiedene anvisierte Einnahmen sind ausgeblieben. Die Gedanken an die finanzielle Unsicherheit verdränge ich. Etwas anderes fällt mir derzeit nicht ein.

Meine Mutter, der ich eine andere Geschichte erzählt habe, um ihr den Schock zu ersparen, fragt mich glücklicherweise nicht nach Details. Sie hat meine Geschichte akzeptiert und fragt nur hin und wieder, wie es mir geht. Das ist eine Erleichterung.

Ich habe mich viel mit Themen wie Narzissmus und so weiter beschäftigt. Zum einen, um mir noch einmal zu versichern, dass nicht ich der Narzisst bin. Zum anderen, um herauszufinden, wie ich in eine solche Situation geraten konnte und was ich tun kann, um zu heilen. Da wurde mir das ganze Ausmaß bei mir erst bewusst. Alleine bekomme ich das nicht hin. Ich habe eine Therapie begonnen.

Von "der anderen Seite" kommt nach wie vor nichts - außer Ankündigungen. Oder auch mal Erklärungen, die er dann von ChatGPT erstellen lässt.

Insgesamt geht es aber vorwärts. Zwar mit Babyschritten, aber immerhin vorwärts.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Jacky1 am 25.07.2024 23:47:00
Hallo Neukäfer,

möglich dass viel zu leichtfertig mit dem Begriff umgegangen wird.
Einmal abgesehen von einem "gesunden" Selbstwertgefühl oder Egoismus bleibt es ja eine psychische Störung.
So glaube ich nicht dass man überhaupt jemanden als "typischen Narzissten" bezeichnen kann.
Wird im Grunde oft nur als Degradierung oder Beleidigung anderer eingesetzt.
Eine narzisstische Veranlagung findet wohl jeder bei sich, in irgendeiner Form.....   
       

Insgesamt geht es aber vorwärts. Zwar mit Babyschritten, aber immerhin vorwärts.

Eines Tages fehlt die Zeit um mit kleinen Schritten noch großes zu erreichen.
Aber du hast eine Therapie angefangen, ein großer Schritt der event. tausend kleinere erspart.
Alles um dich herum ...die Menschen und Dinge die sie tun/taten sind/waren ja da.
Es ging zwar von ihnen aus, aber deine Gedanken steuern ja deine Emotionen.
Kleine Impulse und Miniblitze,,,die bringen nicht einmal eine 2 Watt Birne zum klimmen.
Nein, dass sollte fern sein vom Durchbrennen eines 100 Watt Menschen.

Grüß dich 
   
 
     
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 26.07.2024 08:20:53
Ich habe ihn nicht als "typischen" Narzissten bezeichnet. Die Bandbreite ist eh riesig. Und ich gehe nicht leichtfertig mit diesem Begriff um. Ganz im Gegenteil. Bevor ich zu dieser Einschätzung kam, habe ich mich wochenlang intensiv damit beschäftigt. Und wenn ich intensiv sage, meine ich intensiv. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Er hat ein deutlich übetriebenes (und zum Großteil völlig unbegründetes) Gefühl seiner Kenntnisse und Fähigkeiten. Er überschätzt sich ständig. Er lebt in einer Fantasiewelt, in der sein Erfolg schier unbegrenzt ist ("Ich mache dich zur Millionärin!"). Er ist der Meinung, dass er etwas ganz Besonderes ist. Er möchte bedingungslos bewundert werden. Er ist der Ansicht, dass ihm alles zusteht. Er nutzt andere aus, um seine Ziele zu erreichen und seine Bedürfnisse zu erfüllen. Er lügt wie gedruckt (nach wie vor). Er manipuliert (nach wie vor). Er droht. Er hat kein schlechtes Gewissen dabei. Er kann keine Anteilnahme spüren. Er dreht alles so, wie er es braucht. Und das macht er nicht manchmal, sondern ständig. Und weißt du was? Es ist mir mittlerweile völlig egal, ob er ein Narzisst ist. Wer sich so verhält, den will ich nicht in meinem Leben haben.

Aber es ist, wie es ist. Er kann nicht anders. Es ist ihm nicht mehr gegeben.

Jeder von uns gibt jederzeit "sein Bestes", das, was man selbst "als Bestes" betrachtet. Das mag aus Sicht der anderen nicht immer ausreichend sein, aber es ist, wie es ist.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Jacky1 am 26.07.2024 11:11:20
Hallo Neukäfer,

ich hielt mich etwas allgemeiner und wollte nur aufzeigen dass halt auch schnell einmal ein pauschales Urteil gefällt wird.
Dies war nun gar nicht auf dich bezogen und du hast es ja gut beschrieben wie sich ein Narzisst wirklich verhält. 

Und weißt du was? Es ist mir mittlerweile völlig egal, ob er ein Narzisst ist. Wer sich so verhält, den will ich nicht in meinem Leben haben.

Nja, das Eine ist die eine verständliche Begründung warum du es nicht möchtest.
Würde ich auch ...niemals!

Liebe Grüße   
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Neukäfer am 28.07.2024 02:18:29
Heute Abend hat er mir gedroht, dass er meine Mutter anrufen will, um ihr zu erzählen, was er getan hat. Und das, nachdem wir uns in der Familie tausend Gedanken gemacht hatten, um ihr eine Geschichte zu erzählen, die sie für tragbar ist und die ich ihr dann erzählt habe.

Dieser Mann hat die Luft nicht verdient, die er atmet.

Dieser Drohung vorausgegangen war ein erbitterter Streit (hatte ich schon einmal erwähnt, dass es absolut sinnlos ist, sich mit Narzissten zu streiten?) darüber, dass ich die Scheidung jetzt möchte, er aber noch nicht.

Jeder kleine Funke Respekt, den ich bis heute noch vor ihm hatte, ist weg.
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: Jacky1 am 28.07.2024 11:19:59
Hallo Neukäfer,

mit dem Bekanntgeben der Trennung gegenüber seines Ehepartners und der gleichzeitigen häuslichen / räumlichen Trennung,
beginnt das Trennungsjahr. Dabei ist es erst ein mal nicht wichtig ob der Ehepartner dies möchte oder halt auch nicht.
In besonderen Härtefällen wäre auch eine beschleunigte Scheidung möglich.

Dass er nun droht deiner Mutter alles zu sagen um somit ihre Gesundheit wissentlich in Gefahr zu bringen.
Es wohl als erpresserische Maßnahme dir gegenüber einsetzt, zeigt sicherlich so einiges auf.
Da wird deiner Mutter fast 50 K vom Konto unterschlagen, unter mysteriösen Umständen verzockt,
Selbstanzeige, Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.....und dann wird dies als Krönung noch als Drohung eingesetzt es
dem geschädigten und gesundheitlich labilen Opfer zu erzählen.

Natürlich weiß ich nicht alles, kenne ja auch nur die Fakten!
Es wird nicht von heute auf morgen aufhören...

Liebe Grüße
             
Titel: Re: Schockstarre
Beitrag von: BastianTheuss am 02.11.2025 20:52:22
Wie ging die Geschichte weiter?