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Autor Thema: Vorstellung

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J

JD

Vorstellung
OP: 24.11.2022 23:19:29
Hallo,

Ich bin neu hier, zu meiner Person ich bin m, 34 Jahre alt verheiratet und habe 2 Kinder 5 und 9 Jahre alt.

Anfagen hat alles so etwa im Jahr 2011 ein Freund hat mich mit Spielo genommen, das hat mich aber nie so wirklich gereitzt, paar mal waren wir da 4-5 aber habe nie wirklich viel Geld da gelassen vielleicht pro Besuch 20€.

2013 - 2014 fing ich an wieder mit mein Jungs wieder an ins Stadion zu gehen. Auch einige neue Leuten waren mit bei. Da habe ich dann immer öfters was über wetten gehört, als erfahren hatte das einer von den mal 12000€ gewonnen hat mit einem Einsatz von einem 1€ Euro dachte ich mir wenn so einfach kann ich das ja mal probieren. Hatte oft es immer gut im Griff gehabt hab nicht viele Spiele gemacht und immer mit niedrigen Einsatz, meine Frau wusste auch davon, dann kam so etwa 2016 einmal ein Hammer Schein 5K Win. Wir haben uns bisschen was gegönnt.
Allerdings von da immer wieder versucht wieder so ein Gewinn zu erzielen, meine fix kosten konnte ich immer Zahlen und habe auch drauf geachtet das es so bleibt. Und irgendwann etwa 2018-2019 auch Online Casino für mich entdeckt, immer wieder mein Geld dafür verzockt und am Ende nur gedacht was ich anderes schönes hätte mit den Geld machen können.
Von dem Online Casino wusste meine Frau nichts bis dahin.
2020 zu Anfang der der Lockdown von Corona habe ich mich immer rein gesteigert in Online Casino, habe viel Geld dort verzockt und fing auch an meinen Eltern (auch unsere Mieter) und meiner Frau Geld zu unterschlagen, aber auch erstmal so das ich es immer wieder ausgleichen konnte oder mich ausreden konnte warum da nichts gekommen ist. Gewinne blieben erstmal aus aber Geld wurde auch weniger also beschloss ich mir einen Kredit aufzunehmen, da ich gute Arbeit habe und sonst auch keine Schulden hatte wurde der bewilligt. Auch dies aber relativ schnell im Online Casino verspielt auch mit einem Gewinn von 25K konnte mich abhalten mal mit der scheisse aufzuhören also stand ich wieder Anfang da. Ende des Jahres habe ich dann mir meiner Frau drüber gesprochen, sie hat gesagt zusammen bekommen wir das hin. Eine Zeit lang hatte ich es auch gut im Griff im März wieder ein Rückfall und stand paar Monate wieder da.

Leider konnte ich ab da an nicht mehr damit aufhören immer wieder ein weg gefunden wie ich an Geld komme und in Wetten ausgeben kann, Online Casino wurde ja in verboten.
Ich fing auch an Geld aus meiner Kasse von meiner Arbeit zu nehmen, beim Einkauf für die Familie heimlich PaySafe Cards zu kaufen. Meine Familie weiss von meiner Sucht die unterstützen mich auch wo es nur geht aber Sucht bekomme ich nicht in den Griff, habe jetzt wieder vor meinen Urlaub 800 Euro verspielt aus der Kasse von meiner Arbeit wenn ich das Montag nicht auftreibe stehe ich nächste Woche ohne Arbeit da.
Habe immer wieder das Gefühl nach Geld verlangen. War jetzt schon 2x bei SHG aber habe das Gefühl dort falsch zu sein weil dort nur Alkohl Sucht Abhängige sind. War heute bei einer bei einer Sucht Therapie die haben mir ein Termin für nächste Woche gegeben.
Ich will endlich wieder einen freien Kopf haben weg von Spielsucht und ein normales Leben führen.
Bin auch schon gesperrt seit Mitte des Jahres für Online Wetten, trotzdem habe ich ein Weg gefunden diesen zu umgehen  :(

Was meint ihr was würde mir am besten Helfen eine Ambulante Therapie oder stationäre?
Will auch mein Handy erstmal abgeben, auch wenn das garnicht so einfach ist aber denke das ist erstmal das beste weil dies sehr viel Einfluss hat auf die Sucht.
Wie läuft so eine Stationäre ab? Bekommt meine Familie Unterstützung?
Was hat euch geholfen?

So nun hab ich mir alles von der Seele geschrieben hoffe ich bekomme hier paar Tipps und Ratschläge.
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Re: Vorstellung
#1: 25.11.2022 08:34:30
Moin JD,

herzlich Willkommen hier bei uns im Forum, einen aussagekräftigen ersten Beitrag hast du da erfasst - stark!

Du hast dein Problem identifiziert, hast dich deiner Familie geöffnet und versuchst dir Hilfe zu holen, das sind gut Ansätze für eine Lösung des Problems. Weiß deine Frau "nur" von deinem Spielproblem oder weiß sie bereits über das Ausmaß des Problems bescheid - illegale Geldbeschaffung (Diebstahl) beim Arbeitgeber, Gefahr des Verlustes des Arbeitsplatzes, Besuch einer SHG, Therapiegedanken!? Angehörige können das Spielproblem, zumindest am Anfang sehr schlecht einordnen.
Eines sollte dir jetzt schon klar sein - egal ob du in eine ambulante, stationäre oder gar keine Therapie gehst, die Spielsucht wird dich weiterhin begleiten und niemals verschwinden - dennoch besteht große Hoffnung sie zum stillstand zu bringen und mit ihr zu Leben ohne aktiv zu spielen, viele hier im Forum haben das schon hinbekommen, also kannst du dies auch!
Klar kannst Schutzmechanismen aufbauen, diese sind auch sinnvoll, zumindest am Anfang, aber sie schützen dich nur hinreichend vor der Suchtausübung. Du kannst dein Handy abgeben, diverse Sperren einrichten und deine Bankgeschäfte deiner Frau übergeben - dennoch wirst du immer einen Weg finden weiterzuspielen, wenn du (besser dein Suchthirn) dies möchtest, dies hast du bereits selbst festgestellt.
Also was nun, das fragst du dich selber und auch die Forengemeinschaft. Die Antwort darauf liegt in dir selber - du musst deine Lebensweise ändern, einen Weg zu dir selbst finden. Ich lege dir einen Termin bei der Suchtberatung ans Herz, am besten zusammen mit deiner Frau. Im Vorfeld solltest du ihr die aktuelle Situation schildern, ohne etwas "wegzulassen", schonungslos, sie hat die Wahrheit verdient. Dann musst du dir eingestehen, dass du machtlos gegenünber dem Spielen bist, du kannst dies nicht kontollieren und wirst auch niemals einen Gewinn daraus ziehen und wenn es trotzdem dein Weg sein sollte, du deine Familie verlieren wirst und auch deinen Arbeitsplatz, sowie dein Leben - es steht also viel auf dem Spiel  8)
Mache dir klar, dass das Spielen ein einfacher Weg ist, die aktuellen Probleme wegzudrücken, aber niemals eine Lösung darstellt und sich dadurch die Probleme immer weiter vergrößern.
Geh offen mit den Problemen um, sprich sie an und suche eine Lösung in der Realität - jammern hilft nicht. Klar das Geld aus der Kasse zu nehmen war kein Problem, es jetzt nicht mehr zurückzahlen zu können schon.
Aufwachen JD! Nicht von einem Loch ins nächste hüpfen, irgenwann kommt ein so tiefes, dass du nicht mehr raus kommst.
Zusammen mitr deiner Frau wirst du einen Weg finden, der zum spielfreien Leben führt, ihn zu gehen obliegt allerdings nur dir alleine. Es gibt ihn und du kannst ihn gehen, begleitet von deiner Familie, anderen Spielern aus der SHG, mit dieser Forengemeinschaft und mit deinen Freunden. Stehe zu deinem Problem und wirst viele helfende Hände finden, die sich dir entgegenstrecken - du solltest sie ergreifen.
Es beginnt mit Ehrlichkeit zu deinen Liebsten und zu dir selbst!
Grüße,
aT
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J

JD

Re: Vorstellung
#2: 25.11.2022 10:56:09
Moin aT,

Danke für deine Antwort.
Meine Frau hat bereits komplette Vollmacht für meine Konten.
Sie weiss auch über alles bescheid.
Auch mit dem Geld aus meiner Kasse von der Arbeit.
Aber das bekommt sie nicht mit, im ersten Moment.
Warum ich das mache? Würde sagen mein Sucht verhalten leitet mich dazu.
Und das möchte ich ändern möglich ohne Verlust von Familie und Arbeit.
Ich werde mit der Therapie machen und euch auf dem laufenden halten.
Werde hier im Forum auch ein Tagebuch erstellen.
Kennt ihr Apps mit dem man Gambling Seiten richtig sperren kann und dann man selbst auch nicht die Möglichkeit diese zu entsperren sondern nur der Partner?
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A
Re: Vorstellung
#3: 25.11.2022 11:53:40
Moin JD,

willkommen.

mir hat geholfen ,mit den Bekundungen aufzuhören ( ich werde, ich will, usw ) sondern es einfach zu machen. Du kennst Dein Problem schon länger, hast garantiert auch schon oft gedacht : das war das letzte Mal, einmal noch, nur 50 €, nie wieder oder ähnliches. Was zu nix führte.
Das bedeutet jetzt konsequent zu handeln und in Deinem Kopf andere Wege zu finden. Es beginnt alles in Dir selbst. Du siehst ja auch, wir schwer es ist davon los zu kommen, da unsere Sucht fest im Alltag, in unserem Empfindungen, Bewertungen verankert ist. Dieses gilt es zu ändern.



Und das möchte ich ändern möglich ohne Verlust von Familie und Arbeit.


Im ersten Beitrag schriebst Du davon, ob Deine Familie unterstützt wird, je nachdem welche Therapieform Du wählst.
Ist es nicht so, wenn Du nix machst wirst Du genau diesen Verlust erleiden, gedanklich ziehst Du aber in Betracht, dass es Eintritt wenn Du was änderst. Ist doch irgendwie unlogisch, oder nicht ?
Diese Gedankengänge sind aber leider völlig normal, das Suchthirn leitet.
Auch das suchen nach Apps die vor Dir sicher sind, aber vor Deiner Partnerin nicht, hä ? Entweder oder ist hier das ausschlaggebende. Es gibt keine Grauzone mehr. Entscheide Dich, spielen oder nicht. Warum soll Deine Partnerin  entsperren wollen ? Wenn Ihr einen gemeinsamen PC habt, dann  hast Du ab jetzt keinen Zugriff mehr drauf oder nur unter Aufsicht. Es nützt nix. Mal eben so, ohne Konsequenzen zu tragen kommst Du davon nicht los. Easy peacy ist bei unserer Sucht unangebracht.
 
Du weißt doch selbst am besten, was Du, wo Du immer gespielt hast. Dem solltest Du Dich entziehen. Wenn es für Dich sehr schwer ist mit dem Handy , weil die Versuchung zu groß ist, dann gebe es ab. Warum belastet Du Dich unnötig damit. Keine Möglichkeit zum Spiel- kein Spiel.
Je länger Du nicht spielst, um so schneller bzw. eher ertappst Du Deinen Selbstbetrug.
Später kannst Du ja schauen, was Du wieder gefahrlos kannst und was nicht. Einen Schritt nach den anderen. Erstmal Abstinenz und Sicherheit erlangen.

Lese hier im Forum, Deinen Beitrag kennst Du doch  ;)

Lieben Gruß
André
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Wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe….
 
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Re: Vorstellung
#4: 27.11.2022 22:09:17
Hallo JD und auch von mir ein herzliches Willkommen,

manchmal geht es nicht mehr ohne Konsequenzen, ich weiß nicht wie es bei Dir nun wird.
Gelder vom Arbeitgeber veruntreuen, ist nicht  tragbar.
Es dann heimlich zurück zu legen , wenn überhaupt möglich, ändert da gar nichts!!!

Du spürts nun wohin Dich diese Sucht gebracht hat, immer näher an erheblich schmerzende Folgen.
Wie auch immer.....eh schon ein großer Flickenteppich.

Nun bleibe auch dabei, in Deinem neuen Verlangen.
Gut, diese Sucht macht/machte "uns" zu Lügnern, Dieben oder sonst was.
Aber niemals zu willenlosen Gestalten, "wir" haben da ja schon "einfach" etwas zugelassen.
Es würde nicht gehen, zu sagen...ich schaffe es halt nicht.
Wenn Möglichkeiten da sind und Du möchtest es ja ändern , dann nutze jede Mögliche!

Gut dass Du nun hier bist und berichtest, ein guter Anfang.
Bei einer stationären Therapie wird der Arbeitslohn in den ersten 6 Wochen weiterbezahlt.
Danach in der Regel durch Krankengeld ersetzt.

Liebe Grüße
 

 
     
 
 
     
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