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Angehörige / Re: Trennung oder letzte Chance?
« Zuletzt von Anna94 am Gestern um 20:21:53 »
Guten Abend zusammen,

der Tag, sowie eben der Sport haben gut getan, um meine Gedanken zu sortieren.
Vielen Dank für die so schnellen Antworten und Eure ehrlichen Worte.

Zitat
Bei einem offenen Gespräch zwischen euch könnte er alles auf den Tisch bringen, Reue zeigen und auf eine Veränderung schwören.
Dass du ihm dazu den nötigen Halt gibst und er dann alles...absolut alles machen würde für euer gemeinsames Glück...bla bla bla.
Worte ...nur Worte, danach müsstest du noch viel intensiver nachforschen ob er sich daran hält.
Es sind, wie Du Jacky  sagst, nur Worte. Um die geht es mir nicht. Ich will Taten sehen, ich will sehen, dass er sich darum bemüht, aus der ewigen Spirale zu kommen und "gesund" zu werden. Nicht wegen mir, nicht wegen unserem Glück, sondern in erster Linie ihm zu liebe.
Schafft er das, steht auch "unserem Glück" nichts mehr im Wege. Naja, doch. Das Misstrauen, welches sicher immer und immer wieder Thema sein wird.
Bis dahin ist es aber in meinen Augen ein sehr langer und steiniger Weg.

Zitat
In solch ein Gespräch sollte er nur gehen wenn er auch schon etwas dafür getan hat!!!!!!!
Greifbares, Schuldenplan - Tilgung - Schuldenberatung - Finanzierung des täglichen Lebens - Geldmanagement dir übergeben -
Selbsthilfegruppe - Suchtberatung aufsuchen - event. Therapie - Spielsperren usw......
Aber keiner kann dies ihm diktieren, er muss schon selbst dafür auch bereit sein!   
Ist er das ?
In dem Gespräch muss er verstehen, wie ernst die Lage um ihn ist. Nach so vielen Tiefen, bin ich nicht mehr kompromissbereit. Entweder das Gespräch bringt ihn zum Umdenken und Handeln oder eben nicht.  Ob im Gespräch nur leeres Bla-Bla gesprochen wurde oder es ihn dazu anspornt an sich zu arbeiten, wird vermutlich erst die Zeit danach zeigen.

Zitat
Und vor allem..wie auch immer wie viele Chancen er bekommt....Handle auch danach und sei dann Konsequent.
Dann kann niemand und auch nicht du selbst dir vorwerfen, nicht alles versucht zu haben.
In der Zeit, in der er an sich arbeitet, bin ich selbst am Zug. - Denn ich muss lernen, dass ich die höchste Priorität habe und konsequent sein muss, um mir selbst noch in die Augen schauen zu können.

Zitat
So schwer es mir auch fällt, aber mein Rat kann nur lauten.
"run baby run"
Lieber Fred, von Dir habe ich genau diese Antwort erwartet! Nach lange Einlesen in die Threads hätte es mir doch sehr gewundert, wenn Du für eine letzte Chance plädierst  ;) Aber auch diese kurzen und klaren Worte sind so wertvoll!

Zitat
Ob sich deine Erwartungshaltung mit der seinen dann in naher Zukunft vereinen lässt, ist unmöglich zu sagen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass meistens die Sucht die Oberhand behält. Und dann, liebe Anna, gibt es nur noch eine einzige Option, und die heißt Trennung - ob für immer oder nicht, liegt dann maßgeblich an ihm selbst.
Was konkret meinst Du mit "naher" Zukunft aT? Wie lange ist Zeit genug, um Handlungen und Willen zu sehen?
Ich vermute, dass damit nicht einige Wochen, sondern eher Monate gemeint sind oder?

Zitat
Du musst gar nicht von Trennung reden, sondern nur von Belastung, die Du nicht tragen willst. Die Entscheidung ob Du Dich trennen willst oder nicht , brauchst Du heute gar nicht treffen, kannst Du ja auch gar nicht, weil Du nicht weiss,  ob er mit dem Spiel aufhören kann, diese Ambivalenz darfst Du Dir also ebenfalls erlauben.  Es reicht das er erstmal alleine klar kommen soll, der Rest wird sich langfristig zeigen.
Ein klasse Tipp, allerdings habe ich aktuell keine Vorstellung davon, wie das Ganze umsetzbar ist. Das wird mich gedanklich noch etwas beschäftigen. Vielen Dank für den Denkanstoß.

Zitat
Wenn er anfängt an sich zu arbeiten, wirst Du es schnell merken.
Habt ihr Hinweise, an welchen ich erkenne (ohne groß kontrollieren zu müssen), dass er wirklich was tut?

Zitat
Am Samstag mache ich wieder ein Webmeeting. Komme pünktlich um 19 Uhr vorbei ... alleine oder mit ihm ...
https://us02web.zoom.us/j/87305340826?pwd=UnFyMlB6bkwyTHU3NGVISWFGNSs2UT09
Vielleicht ergeben sich ja noch ein paar Denkanstöße?
Vielen Dank für die Einladung! Ich werde mich sehr bemühen vorbei zu schauen. Ohne ihn. Aktuell ahnt er vermutlich nicht mal ansatzweise, wie sich seine Lage gerade zuspitzt.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass ich alleine aufgrund meiner Werte ihn nicht einfach aus dem Nichts auf der Straße stehen lassen kann.
Ich habe mich dafür entschieden am Ende der Woche ein Gespräch mit ihm zu führen.
Zum einen, um ihn mit meinen Erkenntnissen zu konfrontieren und Fragen zu stellen, auf die ich bereits eine Antwort habe. Lügt er selbst dann, wenn er weiß, dass ich eigentlich die Wahrheit kenne, bleibt genau ein Weg für mich. Der Weg ohne ihn.
Zum anderen aber auch, um ihn zum Nachdenken und Handeln zu bewegen.
Den Weg raus aus der Sucht muss er aber selbst finden. Ich bin nicht mehr bereit das Zugpferd zu sein. - Die Erfahrung und Eure Berichte haben gezeigt, dass das überhaupt nichts bringt.
Ist er nicht bereit an sich zu arbeiten, wird er nach Zeit x (zu definieren ist noch die Zeit) seinen Weg alleine bestreiten müssen. - Wie auch immer der Weg aussieht. Ohne Auto, ohne Wohnung und ohne mich.

Ich mag super abgeklärt klingen, aber auch ich habe viele unfassbar emotionale und irrationale Tage, an welchen ich die Augen vor dieser Erkrankung verschließe und mich in meine "perfekte Beziehungsblase" verkrieche. Genau an solchen Tagen ist es aber wichtig, sich selbst vor Augen zu halten, was Phase ist. Dazu werden mir meine geschriebenen Worte helfen und umso mehr Eure Einschätzungen und Ratschläge. Vielen Dank, dass Ihr für alle Betroffenen da seid und nicht müde werdet, auf diverse Threads zu antworten, auch wenn sich die Antworten sicher oft gleichen.

Ganz liebe Grüße an Euch alle
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Ich bin hier ... NEU / Re: ein kurzes Hallo :)
« Zuletzt von Jacky1 am Gestern um 19:30:11 »
Hallo Anna,

André hat ja schon im anderen Thread geschrieben von dem gleichen Namen....bei mir ist es meine Mutter.  :)
Du stellst dich sogar hier im Vorstellungsthema vor, haben ja nicht einmal einige von den "älteren Autoren" hier gemacht.     
Emotionale Verbundenheit ist natürlich ein gutes Argument und auch zurecht!
Sonst wäre es für die meisten ja einfach in so einer Situation.
Du bist der Mittelpunkt und es soll dir gut gehen, nun habe ich keine Glaskugel um die Zukunft zu sehen.
Aber irgendwie mache ich mir bei dir keine Sorgen....wahrscheinlich wegen dem Namen.  :)

Grüß Dich 
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Angehörige / Re: Trennung oder letzte Chance?
« Zuletzt von Olli am Gestern um 14:37:39 »
Hi Anna!

Ich schließe mich grundsätzlich den anderen Schreibern an.

Mit 18 Jahren habe ich pünktlich mit dem Spielen angefangen und war auch recht schnell in der Sucht gefangen. Meine Eltern haben das damals mitbekommen und haben versucht mich vor mir selbst zu schützen. Auf der einen Seite war dieses Thema aber auch tabu für sie, sodass sie sich nicht wie Du jetzt Informationen eingeholt haben. Auf der anderen Seite war aber ich, der ich das Spielen keinesfalls aufgeben wollte. Zu positiv war es bei mir verknüpft. Der Automat stellte keine Erwartungen an mich ... da er mich auch nicht lobte, konnte er mir dieses Lob auch nicht wieder entziehen ... Für mich bedeutete, wider jedweder Logik, das Spiel Freiheit. Freiheit das zu tun, was ich wollte ... und nicht etwa Hinz und Kunz.
Zig Male bin ich aus dem Elternhaus rausgeflogen und genauso oft wurde ich "einfach so" wieder aufgenommen. Einmal habe ich im Winter 2 Wochen in meinem Auto geschlafen, mit Zeitungspapier unter den Klamotten, um mich warm zu halten. Gott sei Dank hatte ich einen Schlüssel von einer dienstlichen Räumlichkeit, wo es auch eine Dusche gab ... :)

Aus heutiger Sicht denke ich mir schon, dass meine Eltern mich NICHT immer wieder hätten aufnehmen dürfen. Mit Einschränkungen konnte ich ja umgehen. Doch nach den ersten Malen war ich mir sicher, dass ich jedes Mal wieder aufgenommen werden würde.
Wieso also sollte ich mein eigenes Handeln in Frage stellen? Wieso sollte ich meine Glaubenssätze überprüfen und die "falschen" eliminieren?
Ich brauchte nur zu warten ... nichts tun ...

Ja, ich würde Deinen Freund nun auch vor die Tür setzen. Da würde ich sogar gar nicht erst warten, dass er eine Bleibe findet, denn wenn Du ihm diese Möglichkeit bietest, wird er keine finden ...

Zitat
Mir ist klar, dass das ein sehr radikaler Schritt ist. Auch habe ich dabei einen extremen inneren Wertekonflikt. So eine Situation (stehst da, ohne nichts, ohne Auto, ohne Wohnung und nur mit einer bösen Nachricht der (Ex-) Partnerin) wünsche ich nämlich nicht mal meinem Feind.

Dein Auto, Deine Wohnung ... er hat nicht erst "nichts", wenn Du ihn rausschmeißt ... die Situation ist schon längst eingetreten.
Du hast sicher auch Angst, dass Du Dich über ihn erhebst ... es ist aber doch genau das, was er mit Dir macht. Nur Du wirst es ihm zum Abschied offen präsentieren, während Du Deine Informationen ja erst "ermitteln" musst.
Wir Glücksspielsüchtigen sind auch Menschen. Wenn ich eine Chance sehe, dass jemand wirklich an sich arbeiten möchte, dann ist eine Trennung für mich grundsätzlich erst einmal gar nicht angeraten. Sehe ich aber, wie jemand verarscht wird nach Strich und Faden, dann muss der Glücksspieler erst seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen. Du hilfst ihm aber nicht, wenn Du ihn genau davor bewahrst.
Was ist denn der Dank dafür, dass Du ihm das Auto gestellt hast? Es wurde "unpfleglich" behandelt ... es wurde aber auch nicht versucht bei Dir die Kosten der Anschaffung abzutragen, geschweige denn Inspektionen oder Reparaturen durchführen zu lassen.

Ihr betreibt schon seit über vier Jahren ein Tänzchen, bei dem ausschließlich er führt. Mache Schluss damit ... Du machst Dich selbst dabei kaputt!
Dein Freund ist schon renitent, was seinen persönlichen Tiefpunkt angeht. Inkassobriefe, Schulden hoch drei, Vorladungen der Polizei ...
Doch was ist mit Verlusten? Kann er die emotional unberührt verkraften? Wird er merken, was er momentan hat und was er verliert?

Mit dem Rausschmiss bietest Du ihm eine Chance all das nun in die Wege zu leiten, was er bisher nur als Alibi begonnen und dann wieder eingestellt hat.

Und zu guter Letzt: Wer sagt denn, dass Trennungen immer endgültig sind und bleiben müssen?

Am Samstag mache ich wieder ein Webmeeting. Komme pünktlich um 19 Uhr vorbei ... alleine oder mit ihm ...
https://us02web.zoom.us/j/87305340826?pwd=UnFyMlB6bkwyTHU3NGVISWFGNSs2UT09
Vielleicht ergeben sich ja noch ein paar Denkanstöße?

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Angehörige / Re: Trennung oder letzte Chance?
« Zuletzt von Andre12 am Gestern um 14:27:55 »
Moin Anna,

herzlich Willkommen.

Ich muss Dir einfach antworten, weil ich meine Tochter Anna genannt habe. (. Viel konnte ich nicht entscheiden , aber da hab ich mich mal durchgesetzt .Lach)

Gute Hinweise hast Du bereits bekommen.

Ich habe  30 Jahre gezockt.

Nicht viel konnte mich abhalten vom Spiel, schon gar nicht meine jeweiligen Partnerinnen.
Eher das Gegenteil hat es gebracht an manchen Beziehungen ohne was zu ändern , ohne was ändern zu können, festzuhalten.

Nach meiner Meinung hilft es keinem
zu diskutieren und bla bla.

Nur Taten helfen.

Verantwortung zu übernehmen , gerade für sich selbst , kann nicht jeder.

Lernen können wir es durch Konsequenz, gezwungen werden ist auch eine Möglichkeit.

Kein Bonität - kein Auto - also Fahrrad , ÖFIs

Tja und wenn sich nun eine Wohnung gesucht werden muss, wird es spannend.
Kosten für Umzugswagen, neue Möbel, Kaution, mal abgesehen davon überhaupt eine Wohnung  zu finden oder einen Vermieter.

Das  ist einfach das ganz normale Leben, wofür jeder selbst Verantwortung trägt.

Schick ihn mal los auf  die Suche.

Du musst gar nicht von Trennung reden, sondern nur von Belastung, die Du nicht tragen willst. Die Entscheidung ob Du Dich trennen willst oder nicht , brauchst Du heute gar nicht treffen, kannst Du ja auch gar nicht, weil Du nicht weiss,  ob er mit dem Spiel aufhören kann, diese Ambivalenz darfst Du Dir also ebenfalls erlauben.  Es reicht das er erstmal alleine klar kommen soll, der Rest wird sich langfristig zeigen.

Du willst doch einen Erwachsenen und kein Kind als Partner.

Sorry, andere Möglichkeiten nach Deiner Beschreibung sehe ich gerade nicht.

Sucht hat viel mit Emotionen zu tun, auch wenn das jetzt keiner von Euch so einschätzt, macht  Eurer  Beziehungsstress dem Süchtigen nochmal schwieriger, davon los zu kommen. Was er jetzt überhaupt nicht so sehen wird. Denke aber , Du weißt worauf ich hinaus will.

Wenn er anfängt an sich zu arbeiten, wirst Du es schnell merken.

Lieben Gruß

André
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Angehörige / Re: Trennung oder letzte Chance?
« Zuletzt von Anna94 am Gestern um 09:11:50 »
Guten Morgen!
Und vielen herzlichen Dank für die aufmunternden Worte und Eure Ratschläge.
Der Morgen ist dadurch deutlich emotionaler geworden, als erwartet   :D
Jetzt muss ich erstmal meine Gedanken sortieren, die Emotionen unter Kontrolle bringen und Eure Worte für mich einordnen. Heute Abend melde ich mich mit den ersten Gedanken dazu.
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Ich bin hier ... NEU / Re: ein kurzes Hallo :)
« Zuletzt von amTiefpunkt am Gestern um 09:05:11 »
Hi Anna,

auch hier nochmal ein herzliches Willkommen!

Zu debattieren warum und wieso du von einem halben Jahrzehnt diese und andere Entscheidungen getroffen hast, ist mühselig, jedoch gab es sicherlich Gründe dafür. Eine Spielsucht wird von Nichtwissenden oft unterschätzt und man weiß nicht worauf man sich einlässt, auch Gefühle lassen sich nicht ausschalten. Nun bist du jedoch schon einen Schritt weiter, reflektierst und holst wichtige Informationen ein, lenkst sein Leben wieder in bessere Bahnen, ob mit oder ohne ihn, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar, aber für DEIN Leben und das ist gut so.
Wie im anderen Beitrag, rate ich dir zu einem Gespräch mit ihm und einer letzten Chance bevor der Knall kommt (oder auch nicht), 4,5 Jahre einfach wegwerfen ist schon schwierig. Wenn sein sein Zug jedoch unvermindert weiter in die falsche Richtung rast, solltest du bereit sein, konsequente Entscheidungen zu treffen können.
aT
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Ich bin hier ... NEU / ein kurzes Hallo :)
« Zuletzt von Anna94 am Gestern um 08:49:34 »
Hallo zusammen,
ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Anna und ich bin seit 4,5 Jahren in einer Beziehung mit einem Spielsüchtigen.
Im Angehörigenbereich habe ich "unsere" Geschichte bereits versucht so kurz wie möglich zu beschreiben und werde hier auf Details verzichten.
Ich denke, das was mich von vielen Angehörigen unterscheiden wird ist, dass ich wissend diese Beziehung eingegangen bin. Ich wusste bereits in der Kennenlernphase, dass er spielsüchtig ist.
Hätte ich zum damaligen Zeitpunkt durch die rosarot Brille nur ansatzweise klar und strukturiert denken können, hätte ich niemals diese Beziehung eingehen sollen.
Ich frage mich oft, warum ich das trotzdem gemacht habe. - Vermutlich, weil ich auf der Gefühlsebene (Leidenschaft, Zärtlichkeit, Zuneigung, Interesse an mir usw.) alles bekommen habe, nach was ich mich in meiner vorhrigen Beziehung so gesehnt habe.
Nun ja, jetzt bin ich Mitten drin, statt nur dabei.
Nach all den Lügen (Geld verschwindet zum Glück seit einigen Jahren nicht mehr bei mir) und immer wieder tiefen Abstürzen, bin ich im Kopf bereit diese Beziehung zu beenden.
Auf der anderen (emotionalen) Seite bin ich nicht umsonst mit dem Menschen noch zusammen. Uns verbindet, trotz der Spielsucht, so viel und wir haben, abgesehen von seinem Suchtproblem, eine echt schöne Beziehung.
In den letzten Wochen habe ich mich hinterfragt, warum es mir so schwer fällt die Beziehung "einfach" zu beenden. Die Wohnung läuft auf meinen Namen, "sein" Auto ebenfalls, wir haben keine Kinder und sind nicht verheiratet.  Nach langem Nachdenken bin ich zum Ergebnis gekommen, dass auch ich in gewisser Weise süchtig bin. Süchtig nach seiner Zuneigung und Liebe und sicherlich auch emotional abhängig von ihm. Außerdem muss ich lernen alleine zu sein, alleine durch das tägliche Leben zu gehen und mich alleine zu behaupten. Sicher halten mich mitunter genau diese Ängste davon ab den Schritt der Trennung zu gehen.
Nun stehe ich vor dem Konflikt: Gebe ich ihm und unserer Beziehung noch eine letzte Chance oder beende ich diese mit einem Knall
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Angehörige / Re: Trennung oder letzte Chance?
« Zuletzt von amTiefpunkt am Gestern um 08:44:17 »
Guten Morgen Anna,

herzlich Willkommen hier bei uns im Forum, grandios, dass du geschrieben hast.

Zunächst mal finde ich es löblich wie gut du die Lage einordnest und sogleich den inneren Konflikt zwischen Herz und Kopf identifiziert hast - ein Angehörigendilemma. Wir Spieler sind alle sehr unterschiedliche Charaktere, die jedoch eins gemeinsam haben: die Spielsucht.
Diese Krankheit hat natürlich gewisse Pallelitäten wie z.B. das Verheimlichen der Sucht, bzw das Verschleiern, Verharmlosen oder Bagatellisieren des Zockens.
Nun ist es so, dass das Problem allein von ihm ausgeht und nicht von dir, zugleich ist dieses Problem auch nur alleine von ihm lösbar. Erst wenn er bereit ist, sein Handeln zu ändern und endlich Verantwortung dafür zu übernehmen, dann besteht Hoffnung, dass er mit Hilfe von Suchtberatung, SHG Gruppe und seinem Umfeld einen Weg aus der Sucht findet.
Deine 2 Optionen sind beide nicht weit weg von der Realität. Eine weitere Chance verdient ein jeder, zumindest ein letztes mal - suche das Gespräch mit ihm, lege deine Gefühle und Wünsche für die Zukunft offen. Ob sich deine Erwartungshaltung mit der seinen dann in naher Zukunft vereinen lässt, ist unmöglich zu sagen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass meistens die Sucht die Oberhand behält. Und dann, liebe Anna, gibt es nur noch eine einzige Option, und die heißt Trennung - ob für immer oder nicht, liegt dann maßgeblich an ihm selbst.
Anna, Kopf hoch, die Situation scheint aussichtslos, aber das ist sie nicht - jedenfalls für dich. Ihm liegt ein steiniger Weg zu Füßen, egal wie er sich entscheidet, einfach wird es nicht.
Anna, ich wünsche dir einen klaren Verstand bei deinen weiteren Entscheidungen - leicht werden sie nicht werden....

aT
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Angehörige / Re: Trennung oder letzte Chance?
« Zuletzt von Fred am Gestern um 07:44:44 »
Moin Anna,

Mein Verstand und mein Kopf sagen: Mädchen verschwinde, das wird nichts mehr.

aus meiner 30-jährigen Spielerkarriere heraus kann ich dir deinen eigenen Vorschlag nur wärmstens empfehlen.
Bei "deinem" Spieler ist einfach schon zu viel schief gelaufen. Die Baustellen die da alle noch kommen sind dir heute noch gar nicht bekannt. Du hast gerade die Spitze des EIsbergs gesehen.

So schwer es mir auch fällt, aber mein Rat kann nur lauten.
"run baby run"

Sorry, mir fällt da nicht besseres ein.
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Sternstunden / Re: Erfolgstabelle
« Zuletzt von Jacky1 am Gestern um 07:39:24 »
Spielfrei
NameAbstinent seitTage
________________________________________
Andre12 02.03.20201570
Medea 23.12.20191640
Jacky 15.08.20162865
Fred15.08.20153231
amTiefpunkt10.10.20124270
Olli 01.07.20066563

Details zur Tabelle


Rauchfrei
NameNichraucher seitTage
________________________________________
Olli 10.10.2021983
Fred 23.12.20153101
amTiefpunkt 26.02.20018514
Erstellt: 19.06.2024 00:01:59
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