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Autor Thema: Spielsucht Hilfe und Ratschlag immer neuer Rückfall

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M
Für uns ist es im Nachgang mit Sicherheit etwas einfacher zu sagen, dass so etwas zur allgemeinen Selbstreflexion gehört, aber am Anfang habe ich das Hauptproblem in der Spielsucht gesehen und nicht in meinen Ängsten, Schwächen und Kräften! Es gehört sehr viel Stärke dazu sich immer wieder über den Tellerrand hinaus Gedanken zu machen und das Ganze zuzulassen. Geduld ist natürlich auch nicht die Größte Stärke eines süchtigen und schwer für einen Menschen egal in welcher Art von Sucht zu bewahren.

Du kannst dir das folgendermaßen vorstellen: Es ist wie eine Art von Toxische Beziehung. Du liebst die Sucht obwohl du weißt wie schlecht Sie dir eigentlich tut. Allerdings steckt hinter der Liebe auch immer eine Emotionale Bindung... Wir wissen wie wenig Glücksmomente, aber wie viele Negativmomente dieses Spiel mit sich bringt. Dennoch steckt eine Art von Liebe dahinter die dich über Jahre begleitet oder verfolgt. Wer einmal geliebt hat, weiß wie schwer es ist diese komplett aufzugeben da man sich ja auch immer wieder die wenigen Glücksmomente vor Augen hält. Da die Therapie noch sehr frisch ist und ich noch weiter daran arbeite mich selbst zu finden, kann ich noch nicht sagen, dass ich die Toxizität bekämpft habe. Doch hoffe ich aber, dass ich mich aus diesem Sumpf komplett befreien kann. Licht am Ende des Tunnels ist auf jeden Fall schonmal erkennbar.

Viele Grüße und Danke für eure Rückmeldungen!

Ich finde es überhaupt nicht kurios das die Spielsucht eine Art  Anstoß  zur Selbstreflexion ist, denke eher naheliegend, als Ausweg von meinen Problemen.
Was meinst Du mit "noch nicht bekämpft? aber damit gut umgehen ?" Wie darf ich mir das vorstellen ? 
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A
Moin,

Danke für Dein ehrliches Feedback. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.......

Ich verstehe das was Du schreibst nur zu gut, fast als ob ich mit mir selber  von vor 2 Jahren schreibe.

Ich  wünsche Dir das Du irgendwann auch tatsächlich beurteilen kannst, wie es ist in der Abstinenz zu leben, ich wünsche Dir zu erkennen.

Bleib dran.

LG André
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Wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe….
 
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Du kannst dir das folgendermaßen vorstellen: Es ist wie eine Art von Toxische Beziehung. Du liebst die Sucht obwohl du weißt wie schlecht Sie dir eigentlich tut. Allerdings steckt hinter der Liebe auch immer eine Emotionale Bindung... Wir wissen wie wenig Glücksmomente, aber wie viele Negativmomente dieses Spiel mit sich bringt. Dennoch steckt eine Art von Liebe dahinter die dich über Jahre begleitet oder verfolgt. Wer einmal geliebt hat, weiß wie schwer es ist diese komplett aufzugeben da man sich ja auch immer wieder die wenigen Glücksmomente vor Augen hält.


Hallo Monoloblanko,

ich habe jetzt schon ein paar Tage über Deinen Vergleich nachgedacht, ich selbst hatte mit diesem Vergleich mal einer Angehörigen versucht zu erklären, wie es ist süchtig zu sein. Ja es ist tatsächlich ähnlich, wie bei einer kaputten Liebe. Das liegt denke ich unter anderem auch daran, dass bei einer Sucht das gleiche Hirnareal angesprochen wird, wie wenn man verliebt ist, traurig.
Ich selbst hatte zum Glück nur eine toxische Beziehung und ein paar Freundschaften dieser Art und wenn ich daran zurück denke, ist es wirklich ähnlich gewesen, auch das mich selbst verstellen und belügen, um die Beziehung doch noch zu rechtfertigen. Ähnlich habe ich es auch bei der Sucht getan, ich habe Sie mir manchmal selbst schön geredet, klein gespielt, mich selbst betrogen.
Heute jedoch sehe ich die Sucht wirklich eher als Teil von mir, es gehört zu mir und es wird immer ein Teil von  mir sein und das ist inzwischen einfach auch OK.  Ich kämpfe nicht mehr gegen Sie an, sondern sie ist eben einfach da, still aber präsent.
Danke für deinen schönen Beitrag
Gruß Medea
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