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Autor Thema: Angehörigen ABC

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Re: Angehörigen ABC
#15: 30.10.2022 23:17:07
Mut,

ein pathologischer Spieler muss wohl auch etwas Mut aufbringen, um zu allem zu stehen und bedingungslos sich mitzuteilen.
An seine Familie oder Partner, ohne dabei irgendetwas doch wieder beschwichtigen zu wollen und sein Suchtverhalten dabei nicht zu schützen. 
Weil er sich event. schämt, sein Lügengebilde zerbricht und weiß dass es Konsequenzen haben wird.

Du wirst Mut brauchen.
Für ein zukünftiges gemeinsames Aufarbeiten der Beziehung und Vertrauen wieder zu erlangen. 

Auch für eine mögliche Trennung oder Absonderung, unabhängig eines Geständnisses vom Spieler.
Mut für Veränderungen, zu einem wieder zufriedenen Leben. 

 





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H
Re: Angehörigen ABC
#16: 31.10.2022 08:00:25
B - Bauchgefühl

Wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe, dann auf mein Bauchgefühl zu hören.
Kennt ihr das, ihr bekommt etwas erzählt, egal was, und jetzt mit dieser Information, setzt sich das Puzzel zusammen und ihr denkt "Ich habe es gewusst" "Ich hab es gespürt". Vielleicht bei einer Freundin "Ich habe schon vermutet dass du Schwanger bist, weil..." <--- DAS ist das Bauchgefühl. Und ich kann mich nur wiederholen und sagen "Hört darauf was der Bauch sagt".
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Re: Angehörigen ABC
#17: 09.11.2022 10:55:27
Nein



Lieben Gruß

André

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Re: Angehörigen ABC
#18: 10.11.2022 11:16:49
Opfer

Spieler stellen sich gern selbst als "Opfer" dar.
Der Partner soll in eine defensive / schuldhafte Position gedrückt werden.
Der Spieler rechtfertigt dadurch sein eigenes Handeln.

Leider glauben viel zu viele Angehörige, dass sie in irgendeiner Form eine "Mitschuld" tragen.
Das ist natürlich völliger Unsinn und der Spieler will damit nur von seiner Problematik ablenken.

Das ist ein gewollter, manipulativer Schachzug in einem kranken Spiel !
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Re: Angehörigen ABC
#19: 15.11.2022 23:24:26
Pathologisches Spielen

Bestimmt das Spielen um Geld, das Hoffen auf den großen Gewinn oder die virtuelle Realität des Internets mit Gamen, Wetten, Chatten, Surfen oder Streamen letztendlich den Alltag, hat das erhebliche Konsequenzen für die eigene Gesundheit, die Lebens- und Erlebensqualität, die sozialen Beziehungen und die existentielle Grundlage. Trotz tiefgreifender Nachteile können Betroffene mit dem Glücksspielen nicht mehr aufhören. Sie spielen immer weiter – bis alles Geld verspielt ist. Ein unwiderstehlicher Drang treibt sie zum Glücksspiel, in der Hoffnung zu gewinnen oder verlorenes Geld zurückzugewinnen. Diese Menschen können zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr entscheiden, ob sie dem Glücksspiel wirklich nachgehen möchten und verlieren nach und nach die Kontrolle bzw. Steuerung über ihr Spielverhalten. Immer öfter kommt es zum Totalverlust des gesamten Einsatzes. Angetrieben von der Vorstellung, verlorenes Geld zurückzugewinnen wird die Risikobereitschaft größer und eine Eigendynamik setzt ein. Gleichzeitig wird das Glücksspiel vor Freunden und Familie verheimlicht. Die mittlerweile krankhaft Spielenden versprechen sich selbst und ihrem Umfeld immer wieder, das Glücksspiel zu beenden. Das Scheitern führt zu Selbstverachtung und Verzweiflung. Die Abwärtsspirale dreht sich unaufhörlich weiter – mit oft verheerenden beruflichen, privaten und finanziellen Folgen.

Quelle: "Das Rehaportal" 
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« Letzte Änderung: 16.11.2022 00:04:36 von Jacky1 »
 
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Re: Angehörigen ABC
#20: 18.11.2022 14:17:55
Qual

"etwas was körperliche und seelische Schmerzen bereitet, was kaum zu ertragen ist"

Warum sollte man sich sowas dauerhaft antun ? Warum auch noch unausgesprochen ertragen ? 
Es gibt keinen Grund.
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Re: Angehörigen ABC
#21: 29.01.2023 19:39:05
R Rastlosigkeit
Spieler und Angehörige geraten sowohl beim Entschluss, sich der Spielsucht zu stellen, als auch während des "nicht mehr/ noch nicht (ein Leben ohne) ", in eine innere Unruhe. Sie kann für die Angst stehen, wie geht es weiter?

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Re: Angehörigen ABC
#22: 04.06.2023 14:55:42
Stabilität

Unterliegt der Partner, Freund, Verwandte etc. einer Suchterkrankung ist er darin selbst isoliert.
Eben so lange es vom Erkrankten zugelassen wird und im Stillen verleugnet oder einfach nicht wahrgenommen.
Ich selbst weiß wie schwer es sein kann etwas zuzugeben was zwar offensichtlich, aber im selbst manipulierten
Glauben fälschlich kontrollierbar erscheint.
Ein verlogener Schutzinstinkt um sich ja auch immer ein Türchen zum Spiel offen zu halten.
Völlig unzuverlässig in Antworten aufgrund von Nachfragen Angehöriger.

An diesem  Punkt nützt es nichts, humanen Bindungen alleinig zu vertrauen.
Es zu bewerten oder abzuwägen ...so wäre es ja nur diese eine Sorge und ansonsten wäre alles wunderbar.
Völlig instabil, dies könnte schon jeder Angehörige irgendwo tragen und er weiß es dann ja auch.
Eine Frage der Zeit ob es bleibt oder geht, alles zerbricht oder halt nicht.
Doch eines bliebe doch eh irgendwo....Misstrauen!

Bleibt stabil in jeglicher Bemühung, vertraut nicht in einen Spielsüchtigen.
Vertraut in den Menschen dahinter und vor allem in euch.

Liebe Grüße     
           


               

       
     
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« Letzte Änderung: 05.06.2023 09:39:42 von Jacky1 »
 
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Re: Angehörigen ABC
#23: 10.09.2023 14:39:31
T tragfähige Beziehungen
Spielen ist wie an die Wand fahren, sich selbst, sein Leben, seine Selbstachtung zu torpedieren. Es muss möglich sein, tragfähige Beziehungen aufzubauen, um in einen Verstehens-- und Kommunikationsprozess zu gelangen. Die Frage ist nur, wie, wenn die Scham zu groß ist? Dazu gehört Mut für die Kontaktaufnahme zu SHG, Therapie und Freunden/Familie.
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Re: Angehörigen ABC
#24: 11.09.2023 12:24:45
Moin

Update

Update bedeutet, dass ein Inhalt von einem Programm oder auf einer Webseite geändert wird.

Sinngemäß kann ich das so auf mein Gehirn beziehen. Leider konnte ich nicht einfach dieses von extern auf meine interne Festplatte überspielen.
Sondern ich selbst musste andere Ansichten, andere  Bewertungen erlernen.

Ich denke das zeigt eben auch wie machtlos jeder Angehörige ist.

Erst beim upgraden ( erhöhen, hochstufen, verbessern)  können die Angehörigen besser unterstützen.

Wahrscheinlich sträuben sich jetzt bei den Computernerds die Nackenhaare, in meiner Welt passt das so.  :)

Lieben Gruß

André
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Re: Angehörigen ABC
#25: 14.09.2023 19:14:22
V
Verzweiflung
Angehörige zieht es den Boden weg, wenn sie von der Spielsucht erfahren. Wohin mit meiner Hilflosigkeit, Wut, Angst? Ein möglicher Weg ist, darüber zu sprechen. Auch mit dem Süchtigen, damit ein neuer, aufrichtiger Austausch möglich werden kann. Das ist ein langer Prozess.
Und es helfen Angehörigengespräche in Suchtberatungsstellen.
Mir hilft beides.
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Re: Angehörigen ABC
#26: 15.09.2023 22:19:58
Wachsfigur 

Emotional mit einem Menschen verbunden zu sein ist im Grunde etwas gutes.
Eine tiefe Verbundenheit sei es in einer Partnerschaft, Freundschaft oder in eigener Familie.
Wenn dann die Folgen einer psychischen Erkrankung dazu führen Abstand zu nehmen, eventuell sogar sich zu trennen,
ist es sehr mit Schmerzen verbunden. 
Gefühle und Zuneigung zu unterdrücken um auch zukünftig funktionieren zu können.
Eine Maßnahme die auch dem Suchterkrankten weiter helfen sollte.
So schwer kann kein Weg der Welt sein der Liebe Willens.

Loslassen zu können muss oft erarbeitet werden, negative Geschehnisse fördern diesen Prozess sicherlich.
Wie lässt man jemanden los den man liebt ?
Ich werde es euch sagen.
Man taucht seine Gefühle in weiches Wachs, dort können sie dann jederzeit wieder die Hülle zum schmelzen bringen.
Und inwieweit jeder dies dann wieder zulässt liegt an jedem selbst.
Das Leben einer Wachsfigur benötigt Vertrauen um nicht ewig so zu verweilen.

Liebe Grüße   
 
 
     
 



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Re: Angehörigen ABC
#27: 21.09.2023 10:49:53
X-tes Lippenbekenntnis
Angehörige leiden exterm unter dem Spielverhalten des Partners. Besonders das Vertuschen des Spielens, der damit einhergehende Vertrauensverlust und die Baggatelisierung des Spieler belasten die Beziehung und die Psyche der Angehörigen.
Spieler sind Meister der Lippenbekenntnisse wenn es um das Verteidigen des Spielens und um die Bereitschaft geht, etwas gegen die Sucht zu unternehmen. Wortgewaltig wird vorgespielt, wie unproblematisch das eigene Verhalten ist und Maßnahmen aufgezählt, wie die Sucht zukünftig "unter Kontrolle gebracht" werden kann. Angehörge vertrauen oft auf diese fantastischen Lippenbekenntnisse, warten aber oft nur vergebens auf Taten, bzw die Umsetzung dieser Maßnahmen, noch schlimmer oft werden diese Maßnahmen tatsächlich vorgetäuscht, um die Angehörigen wieder einzufangen.
Angehörige schaffen oft erst nach dem x-ten aufgedeckten Lippenbekenntnis den spielsüchtigen Partner zu verlassen, manche auch nie. Das x stellt hier tatsächlich eine natürliche Zahl dar und je höher diese Zahl ist, desto mehr gehen die Angehörigen kaputt.
Klar soll man Spielern die Chance geben, sich zu ändern, aber spätenstens bei x>3 müssen Angehörige in Betracht ziehen, Konsequenzen zu ziehen, um ihr eigenes Leben zu retten!
So long,
aT
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Re: Angehörigen ABC
#28: 15.10.2023 16:45:33
Yes, you can!!

Yes!! Du schaffst das.
Du findest Deinen Weg.
Du verarbeitest, was du erlebt hast.
Du lernst zu verstehen, was Sucht bedeutet.
Du lernst, Grenzen zu setzen und auf Dich selbst zu achten.
Und Du wirst nicht an all dem zerbrechen.
Denn du hast mehr Kraft, als Du denkst!!

💪💪💪 Yes!!!
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Re: Angehörigen ABC
#29: 15.10.2023 18:09:50
Die liebe JJ hat mit dem Buchstaben Y ja schon ein tolles Finale hier eingeleitet.
Es muss natürlich auch folgt in diesem Thread nicht zu Ende sein und kann unendlich weitergeführt werden.
Vielleicht führt es zu einem besseren Verständnis und du kannst dich hier etwas wiederfinden.
Was dich etwas näher bringt zu dem was dir sehr zu wünschen wäre.....

Zufriedenheit.   
     
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« Letzte Änderung: 15.10.2023 20:32:58 von Jacky1 »
 
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