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Autor Thema: Raucher

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Raucher
OP: 30.03.2022 22:54:27
Hallo,

Ist Rauchen eine Krankheit ?
Glücksspiele zu spielen wäre auch keine.

Steigerung der Toleranz
Auftreten von Entzugssymptomen
Verlust der Kontrolle beim spielen/Tabakkonsum


Spätestens hier würde aus einem Livestyle eine psychische Störung.

Zitat aus dem Chat von Fred:
 "Wie motivieren wir denn mal die Noch-Raucher hier den Nikotinsucht-Teufel im Hirn zu deaktivieren ? Hat doch mit dem Spielsucht-Teufel auch geklappt, mensch !"

Ich weiß über die gesundheitlichen Folgen aus meiner Tabakabhängigkeit, auch über mein Suchtverhalten dabei schon recht gut bescheid.
So ergeht es wohl den meisten Rauchern und auch bei vielen pathologischen Spielern, bei ihrer Erkrankung.
Man scheint zu wissen was man so macht.

Ich folge nur dem Ruf meines Körpers und meiner Gedanken.
Dabei glaube ich schon aufhören zu können, was sicherlich leichter vorzunehmen als es dann plötzlich auch wirklich zu tun.
Bin ich wirklich machtlos dem Rauchen gegenüber ?
Wäre ein kontrolliertes Rauchen möglich ?
Sollte ich kapitulieren vor meinem Suchtverhalten ?
Ich kann nicht alle Parallelen zur Spielsucht verbinden, doch ich kann es wohl nun zum ersten male benennen.
Ich bin ein pathologischer Raucher.

Am liebsten wäre mir, ich wollte nicht mehr rauchen und es würde mir auch nie wieder fehlen.
Es ist aber momentan nicht so, es bestimmt meinen Alltag mit, schon fast immer.
Ich würde es auch ändern wollen, es gelingt mir nicht und ich denke nur daran und schreibe nun davon.
Mehr aber auch nicht, im Vergleich was hier im Forum alles so geschrieben wird, ist meine Darstellung hier ein Witz.
Ich weiß dies schon, kann nur schildern was in mir vorgeht.
Und zugegeben es nagt gerade schon und während dessen mache ich mir gerade die Zweite an.

Habe wohl schon lange aufgegeben und lasse es einfach zu.
Schon lange rede ich nicht mehr davon "gerne zu rauchen", es ist oft eine Last.
Kann mir aber auch nicht vorstellen in Zukunft irgendwo zu sitzen und nicht zu rauchen.
Eine Pause zu machen oder sowas, würde irgendwie seinen Sinn verlieren.
Das ist schon verrückt , es auch einmal konzentriert zu schreiben.

Andrè schrieb im Chat sich dabei nichts vorzunehmen, aufzuhören damit.
Auch ich kann dies eigentlich bestätigen, jeder Versuch hielt immer nur kurz oder im Grunde gar nicht.
Die letzten 10 Jahre nahm ich es mir vor und ich höre aber nicht auf damit.  :)       

Ich nehme mir vor aufzuhören mit dem Rauchen und versuche es über die stetige sinkende Anzahl der täglichen Zigaretten.
Es wird nicht funktionieren, gar nichts wird funktionieren.
Solange ich es nicht innerlich auch wirklich zulasse, das ist schwach.
Ich werde wohl kaum 70 Jahre alt, wenn ich so weiter mache.
Möchte nicht mehr meinem Körper so schaden....doch machtlos...leider.
Ich arbeite wirklich daran an einen Punkt zu kommen...es lassen zu dürfen.

( Mein Beitrag aus den Gedanken eines süchtigen Rauchers, es ging mir nicht darum etwas gut zu heißen.
Es ist mir bewusst und ich betonte es ja mehrmals ein aktiv Süchtiger zu sein und so erklärte ich mich dann auch, was durchaus für einen Raucher zynisch und für einen Nichtrauer als erbärmlich in der Argumentation angesehen werden könnte.)  :)

Ich kann doch nicht schreiben bitte helft mir, wenn ich nicht einmal selbst an mich glaube dabei.

Es ist kein Spaß und wirklich, oft eine Qual.
....der Nikotin Teufel im Hirn...unverkennbar schrieb er mit.
 
Liebe Grüße   

 
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« Letzte Änderung: 30.03.2022 23:37:56 von Jacky1 »
 
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Re: Raucher
#1: 31.03.2022 07:33:36
Alles was dir dein (Sucht)-Hirn zu deinem Rauchverhalten sagt, kannste erstmal knicken.
Das ist ausnahmslos erstunken und erlogen. Kommt von dem verlogenem Teufelchen "da oben drin"

Mach dich frei von diesen Gedanken. Sag "ihm" dass du ihm ab sofort nicht mehr zuhören wirst.
Rauchen ist nicht lecker, rauchen ist nicht schön, rauchen ist nicht gesellig, rauchen ist nicht etc.

Rauchen stinkt, eine Horde Junkies vor der Restauranttür ist einfach nur peinlich, rauchen kostet Zeit etc.

Beide Seiten kennst du. Nur einer kannst du vertrauen.

Ursächlich hörte ich auf, weil es ich es meiner Frau wirklich versprochen habe.
Grad als Nichtspielerfrischling konnte ich mir eine weitere "Lüge" natürlich nicht erlauben.
Selbst hatte ich schon lange die Schnauzer voll davon.

Argumente wie Geld / Lebensqualität oder gar Gesundheit waren mir ehrlich gesagt "scheißegal".

Ich hörte also einfach auf .. .sagte spontan im Chat, ich rauche jetzt noch 2 im Wintergarten und dann ist es vorbei.
Und genauso war es. Ich rauchte meine beiden letzten Zigaretten und kam zurück in den Chat.

Die ersten 5-6 Tage waren wirklich "anstrengend". Das war nur ein kontrolliertes Nichtrauchen was mich viel Kraft kostete.
Danach ging es täglich spürbar besser. In diesem Wissen freute ich mich auf jeden weiteren Tag.
Eine Nichtraucher-Mailingliste schickte mir jeden Morgen Aufmunterungsmails und was ich bereits "erreicht" habe.
Ein durchgehendes Hungergefühl ließ mich in den ersten 3 Monaten 25 Kilo zulegen. Ich gab dem aber auch sehr leicht nach
mit der "Ausrede", dass ich das schnell wieder abnehmen kann.

Nun aber zum Eigentlichen. Was hält mich heute vom Rauchen fern ?
Da gibt es genau 2 Gründe:
1) Freiheit
2) keinen Frosch mehr im Hals ...

Zu 2) Ich musste mich schon über Jahre praktisch in jedem Satz räuspern, weil ich irgendwas im Hals hatte ...
Lustigerweise war das bereits nach ca. 10 Tagen verschwunden .. .das war echt eine Erleichterung, weil es mir schon regelrecht peinlich war.

Aber der 1. Punkt ist viel wichtiger. Als Raucher fiel mir dies gar nicht auf, erst als Nichtraucher bemerkte ich wie gefangen ich in meiner Sucht war.
Mein kompletter Tag war auf das Rauchen ausgerichtet. Alles war geplant und durchgetaktet.
Aufstehen, 2 Rauchen + Kaffee
zur Arbeit fahren, 2 Zigaretten im Auto
auf der Arbeit, 2 Zigaretten mit den "Kumpelz" vor der Tür
Arbeitstag am Rauchen ausgerichtet
nach Hause, 2 Zigaretten im Auto
Zuhause, Kaffee und Zigarette
Film schauen: vor dem Film eine rauchen, während es Films mind. 1 Rauchpause, nach dem Film 2 rauchen etc.

So oder ähnlich lief jeder Tag.

Die Freiheit nicht rauchen zu MÜSSEN ist für mich der größte Gewinn.
Ein wahrer Luxus meiner Lebensqualität.
Alle "Herr der Ringe" Teile an einem Stück schauen zu können. Einfach nur ein Beispiel.

Ehrlich gesagt rieche ich die "frischen" Zigaretten meiner Kollegen immer noch gern.
Aber meine "Freiheit" ist mir so wichtig, dass ich nie auf die Idee käme diese zu riskieren.
Daher bin ich "safe", was rauchen angeht .. .obwohl ich es tief im Hirn "eigentlich" mag.
Aaaaaber ... ich weiß ja "wer" es mag ... es ist immer noch dieses Teufelchen was sich 35 Jahre lang einnisten durfte.

Letzten Endes helfen aber alle Worte nichts.
Du musst es einfach machen ... einfach aufhören ...

Was ich versprechen kann:
Dein Leben endet nicht ohne Zigaretten



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Re: Raucher
#2: 31.03.2022 13:56:09
Moinsen,

Rauchen, wie ging das damals doch gleich???  ;D

Jede Sucht kann meiner Ansicht nach als Krankheit tituliert werden.
Beim Rauchentzug ist es ähnlich, wie beim Weg der Abstinenz aus der Spielsucht, nur um einiges einfacher. Es beginnt mit einem unantastbaren Entschluss, nämlich rauchfrei zu werden. Wer dies zu 100% möchte, der schafft es auch, wer nicht, der soll es sein lassen. Hilfestellungen gibt es auch hier viele, man muss sie nur ergreifen. Ich hatte gefühlt 1 Million versuche, nach dem Motte an meinem x-ten Geburtstag höre ich auf, pah, entweder jetzt gleich oder man kann es gleich sein lassen.
Meine Hilfestellung damals war übrigens das Buch "Endlich Nichtraucher", sehr empfehlenswert!
Es lohnt auch die Sichtweise zu ergründen, warum man eigentlich raucht und nicht immer die Kehrseite, schädlich, stinkend, usw....weil die kennt ja eh jeder....

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Re: Raucher
#3: 31.03.2022 14:07:54
Moin,

dieses Buch „Endlich Nichtraucher“ hab ich auch schon seit 10 Jahren  im Schrank. Hatte mir damals eine Freundin geschenkt, sie hatte  nach dem Lesen des Buches aufgehört zu rauchen. Da muss also was dran sein.
Ich krame das mal raus und lese das mal einfach. Kann ja nicht schaden. Teile dann mal mit , was ich als Raucher dazu sag. Auch wenn ich jetzt gar nicht aufhören will.


Lieben Gruß
André
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Re: Raucher
#4: 31.03.2022 15:48:05
Lieber Jacky,

Risikolebensversicherungen sind für Raucher gleich doppelt so teuer wie für Nichtraucher.... das sagt eigentlich schon alles (mal unabhängig davon, dass ich gar kein Freund von Lebensversicherungen bin).

Ob nun das Rauchen an sich schon die Krankheit ist oder erst alles was sich als Folge daraus ergibt.... Ist die Frage relevant?

Schau Dir einfach Mal die ekelhaften Bilder auf den Zigarettenschachteln an. Als Raucher hat man glaube ich das Talent, daran einfach vorbeizuschauen.

Was ich dafür sehr gesund finde, ist die Art wie reflektiert Du Dich damit und mit Deinen "Schwächen" auseinandersetzt.  ;) Ist ja auch was wert, gell??

Liebe Grüße
JJ

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Re: Raucher
#5: 31.03.2022 18:03:25
Hallo,

Du musst es einfach machen ... einfach aufhören ...

Das würde schon gehen, Du hast geschrieben nach 5- 6 Tagen wurde es besser und dann aber ja immer noch Druck / Lust wieder zu rauchen.
Dies ist ja gerade die Schwierigkeit, es ist ja nicht getan in dem Moment wo ich aufhören würde.
Dann kommt ja erst der fatale Kampf , gegen das was ich über 35 Jahre jeden Tag machte.
Das geht event viele Wochen, die man überstehen müsste.
Wohl auch ein Grund dass solch ein Vorhaben oft dann fallen gelassen wird.

Meine Hilfestellung damals war übrigens das Buch "Endlich Nichtraucher", sehr empfehlenswert!
Es lohnt auch die Sichtweise zu ergründen, warum man eigentlich raucht und nicht immer die Kehrseite, schädlich, stinkend, usw....weil die kennt ja eh jeder....

Es wäre "nur" eine Erkenntnis, sie dann umzusetzen in einem Plan fände ich aber gut.
Zu erwähnen ( natürlich ändert es nichts ), dass der Autor an Lungenkrebs starb, 14 Jahre nachdem das Buch veröffentlicht wurde.
Und 23 Jahre nach Beendigung seiner Sucht.
Beruhigend ist dies ja gerade auch nicht.

Was ich dafür sehr gesund finde, ist die Art wie reflektiert Du Dich damit und mit Deinen "Schwächen" auseinandersetzt.

Habe ich auch erst in einem Forum wie diesem erlernt.
Eine gute Erfahrung und ein sehr guter Ausgleich zu dem was es gesellschaftlich bedeutet " seinen Mann zu stehen".
Sind ja alle entweder Suchtkrank hier oder kennen jemanden sehr nahe der es ist.
Von daher fällt es mir hier oder in "meiner" SHG  schon relativ leicht .

Liebe Grüße 
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T

TAL

Re: Raucher
#6: 31.03.2022 19:02:23
Ich halte nicht viel von Allen Carr. Das liegt daran, daß, nachdem sein Nichtraucherbuch soIch einen wahnsinnigen Erfolg hatte, er offenbar der Meinung war, einecGoldgrube entdeckt zu haben. Von daher gibt es nichts, wozu er keinen "einfachen Weg, mit... aufzuhören" geschrieben hat. Flugangst, Depressionen, Angstzustände, zuviel Grübeln, Kiffen, Rauchen, Smartphones, E-Zigaretten, Koffein, Erfolg, Familientherapie, Schulden, Selbstwertgefühl, Achtsamkeit, Alkohol, Drogen, Übergewicht, Glücklichsein, Streßessen, Zucker... alles nochmal speziell für Frauen, Kinder, Jugendliche oder in anderen Varianten...  die pure Masse erschlägt einen.

Natürlich durfte da auch 'The Easy Way To Stop Gambling' nicht fehlen. Wie all die anderen 'Easy Way'-Bücher ein weiteres 'Copy And Paste' von seinem ersten Kassenschlager.

Dummerweise schreckt mich das so sehr ab, daß ich auch das erste Buch schon aus Prinzip nicht lesen würde... obwohl zumindest das wahrscheinlich noch recht brauchbar war.

Mir selbst fehlt aber sowieso der Wille, mit dem Rauchen aufzuhören. Im Moment ganz besonders. Jacky hat es ganz gut beschrieben... es würde mir etwas fehlen. Und mir wäre schon vorher klar, daß es nicht für ewig wäre. Ich habe mal fast zwei Jahre nicht geraucht - und wußte vom ersten Tag an, daß das nicht ewig so bleiben würde. Und das, obwohl, wie von Fred beschrieben, recht schnell positive Veränderungen eintraten. Das habe ich dann tatsächlich genossen, solange ich 'konnte'.

Ich würde es schon gerne lassen, aber ich mache mir da nichts vor - das wird momentan nichts.

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T
Re: Raucher
#7: 31.03.2022 23:50:42
Moin mein lieber Jacky,

ich bin meinem und Deinem rauchen gegenüber machtlos. Trotzdem schmerzt es, Dich leiden zu sehen.
Mir hat sehr der podcast in 3 Stunden Nichtraucher geholfen. Hie sind viele Dinge angesprochen worden, die ich vorher nie gehört habe.
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjxwJ3ipvH2AhUYQ_EDHdzPAyMQwqsBegQIAxAB&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DrKnkYasuEig&usg=AOvVaw1nXKVQhwtOpuKj8lQWyGqb

Als ich dann aufhörte, war es schon viel einfacher, wuste ich doch, das ich am ersten morgen schon durch den Körperlichen entzug durch war. Jetzt kam nur noch der Kopf. Kleine Traubenzucker Kügelchen können gut über einen yeeper helfen. Nach eine Woche Po zusammenkneifen, gings deutlich besser. Wichtig war beim Rauchen, wie beim spielen, keine Hintertürchen. Ein Weg zurück gibt es nicht. Das verkürzt den Entzug enorm.

Über meine Liebe zur kälte bin ich gleichzeitig zum Atem gekommen. Mit Atemtechnik kann mein Körper enorme Leistungen erbringen. Grundlage für viele Atemtechniken ist der tiefe Atemzug. Dazu war ich als Raucher und auch danach lange nicht in der lage. Statt mit Sauerstoff den jede meiner Zellen so liebt, wo jede Zelle einiges für tut, um da ran zu kommen, habe ich vergifteten Rauch tief inhaliert. Vermutlich in der Zeit meine tiefsren Atemzüge.

Geh es an, hör den podcast und höre in 3 Stunden auf, das schaffst Du!!!

Taro
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Re: Raucher
#8: 01.04.2022 07:20:14
Oh je .. ein Haufen weinender Jammerlappen & Jammerlappinen :-)
Was raten wir einem "nassen" Spieler, was raten wir einem "nassen" Raucher ?
Was raten wir einer "nassen" Spielerin, was raten wir einer "nassen" Rauchererin ?
Es sollte identisch sein.
Folglich kann man doch jetzt nicht mehr kommentarlos zusehen.

"Allen Carr" macht ein wenig Mut ... Mut dass man nicht alleine auf der Welt ist.
Wer aufhören will, hört auf weil er will, nicht weil er "Endlich Nichtraucher" liest.
Das ist der "Trick" an dem Buch. Ich habe das Buch und die DVD. Gelesen und geschaut.
Aufgehört habe ich nicht dadurch, weil ich es innerlich gar nicht wollte.
Identisch ist es mit FIlmen / Videos / Podcasts / Düften / Pillen und sonstwas zum Thema.
Die meisten die diese Mittelchen nehmen, nehmen sie weil sie aufhören WOLLEN.
Darum scheint es als würden sie "wirken". Tun sie auch ... weil man sich damit beschäftigt.

Als Gruppenerlebnis mit dem Rauchen aufzuhören ist deutlich leichter, weil die Motivation etwas höher ist.
Darum sind sämtliche Nicht-mehr-"Irgendwas"-Gruppen auch so erfolgreich.

Ich Schlaubeere sollte mich mal schnellstens eine Abspeckgruppe anschließen :-)
Klug schnacken kann ich ja
Theorie ist immer sooooo einfach ...


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« Letzte Änderung: 01.04.2022 08:56:52 von Fred »
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Re: Raucher
#9: 01.04.2022 08:47:02
Moin,
nee  da kann man tatsächlich nicht mehr kommentarlos bleiben …  alle Protagonisten dieses Threads wissen ja wie es geht  abstinent von seiner jeweiligen Sucht zu leben . Das sogenannte jammern bringt die Sucht doch mit sich. Es ist halt die Hilflosigkeit. Auch gibt es nicht den einen Weg … auch bin ich nicht morgens aufgewacht und hab gesagt ich spiele nicht mehr.
Um die Abstinenzentscheidung überhaupt treffen zu können, musste ich ja vorher ein Prozess in Gang bringen …
Auch will ich gar nicht aufhören zu rauchen , doch weiß ich das es mir erheblich schadet . Ich lese also dieses fucking Buch , auch wenn  ich gar nicht aufhören will . Trotzdem wird ja im Kopf gearbeitet. Wenn ich danach denn aufhöre ist das Buch dann die Lösung  oder kann ich dann behaupten , dass ich ja aufhören wollte ? Es ist doch schlichtweg egal. Ich kann lesen über Folgen , ich kann Hypnose machen , ich kann Hand auflegen machen oder what ever … egal was ich mache , ich bleibe im Austausch  in der Reflexion mit meiner Sucht …. weil ich im Hinterkopf weiß sie schadet mir. So ist es doch sinnvoller, als gar nix zu machen.
Wir wissen doch alle , wie einfach es ist , wenn man selbst nicht mehr betroffen ist .
Keiner nimmt vom Kuchen essen , Hanteln anschauen , keiner Ernähungsumstellung , Tabellen erstellen oder vom nicht bewegen ab. Dafür was zu tun , um für sich den Weg zu finden ist doch die Lösung , als Beispiel  :)

Lieben Gruß
André
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Re: Raucher
#10: 01.04.2022 09:07:09
Keiner nimmt .... vom nicht bewegen ab.

Man muss einem Menschen aber auch nicht jede Illusion rauben.
Manchmal ist es einfach besser den Schnabel zu halten  :o
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Re: Raucher
#11: 01.04.2022 10:55:51
Zitat
Es wäre "nur" eine Erkenntnis, sie dann umzusetzen in einem Plan fände ich aber gut.

Dieses Thema werden wir in nächster Zeit mal im Chat erörtern...  8)
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Re: Raucher
#12: 20.04.2022 23:15:57
Hallo,

nun habe ich seit zwei Wochen Regeln im Umgang mit dem Rauchen eingeführt.
Sie sollten dazu führen eine langsam wachsende Entwöhnung herbei zu führen.
Oder endlich an den Moment zu gelangen und aufzuhören.
In meinem Leben habe ich erst einmal motiviert versucht aufzuhören, es funktionierte auch über einige Wochen.
Nun mein zweiter motivierter Versuch.

1: Keine Zigaretten mehr beim Autofahren und ich fahre sehr viel.
2: Morgens nach dem aufstehen nur eine Zigarette.
3: Keine zwei Zigaretten mehr hintereinander.
4. Nicht mehr als 15 Zigaretten am Tag. ( Sollte immer mehr reduziert werden)

Das mag jetzt nicht so viel an Entwöhnung sein, doch ist es ein großer Schritt nach Jahren.
Und ausnahmslos hat es die letzten 2 Wochen funktioniert. 
Auch Taros Empfehlung ( FM Podcast) hörte ich mir an.     

Liebe Grüße 


   
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Re: Raucher
#13: 21.04.2022 08:58:57
nun habe ich seit zwei Wochen Regeln im Umgang mit dem Rauchen eingeführt.
Sie sollten dazu führen eine langsam wachsende Entwöhnung herbei zu führen.

Vom Verstand gesteuerte Abstinenz ist extrem aufwändig und kostet sehr viel Energie.
Der Erfolg ist erwiesenermaßen nie von Dauer.
Nutze lieber deinen aktiven Elan einen echten Cut zu machen.

Ich kenne Raucher, deren Leben sich von Zigarette zu Zigarette hangelt und sich irgendwann nur noch alles um die Planung der nächsten Zigarette geht.
Das sind so Menschen die täglich 2-3 Zigaretten rauchen und damit "prahlen" ... wie toll das ist.

Würdest du einem Spieler raten, nur noch Montags spielen zu gehen ?

Jeder Fehlschlag reduziert die zukünftige Motivation.
Lieber einmal richtig als dieses Wischi-Waschi, Jürgen !
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Re: Raucher
#14: 21.04.2022 15:35:36
Moin Jacky,

weiß ja nicht in wie weit Du bereits geschaut hast..... 4 Ebenen Modell  Verstand-Psyche -Körper-Festigung

https://gluecklicher-nichtraucher.de/?gclid=EAIaIQobChMIpratj6Gl9wIVS-h3Ch2TigTcEAAYASAAEgLhhPD_BwE

Die Ansätze hier kommen mir alle bekannt vor , war nur ne andere Sucht  ;)

Lieben Gruß

André
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