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Autor Thema: Neu hier und trotzdem ein alter Hase

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A

André

Neu hier und trotzdem ein alter Hase
OP: 01.01.2022 22:44:00
Hallo zusammen,

ich bin neu hier, aber bei Weitem kein Neuling, leider.

Ich bin 42 Jahre alt und heiße André.

Spielerkarriere: ca 14 Jahre. Weiß es nicht mehr ganz genau.

Verzockt: Unfassbar viel Zeit und einen sechsstelligen Betrag

Aktuelle Situation: unzähligster Rückfall, sechsstellig verschuldet.

Vorerfahrung: SHG für einige Monate besucht, keine Therapie, im alten Forum aktiv gewesen (zeitweise)

Lebenssituation: Vater zweier Kleinkinder, verheiratet, berufstätig (auch in den dunkelsten Stunden immer gewesen)

Sucht: Sportwetten

Ziel: Spielfrei werden und dabei die Realität anerkennen, dass das Ende des Spiels kein Ende der Leidensgeschichte ist und ich alleine durch die Schulden noch Jahre nach dem Ende des Spiels mit den Folgen kämpfen muss.

Was suche ich hier: Ich weiß es ehrlich gesagt gerade nicht. Vielleicht Zuspruch, vielleicht Unterstützung, vielleicht auch einfach nur den Kontakt zu Menschen, die es geschafft haben, was für mich aktuell aussichtslos erscheint. 

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Moin Andre, schön dass du hier bist.

Ziel: Spielfrei werden und dabei die Realität anerkennen, dass das Ende des Spiels kein Ende der Leidensgeschichte ist und ich alleine durch die Schulden noch Jahre nach dem Ende des Spiels mit den Folgen kämpfen muss.
Schulden hatte ich seit ich denken kann ... ab 18 Jahre, sogar etwas früher.
Nach einigen Jahren Abstinenz gibts aber was neues ... sie sind bald alle weg !
Also ehrlich, die Schulden die wir sowieso alle hatten/haben stören nicht beim trocken werden.
Einen "Neustart" ohne Konsequenzen gibt es für uns wohl kaum.

Was suche ich hier: Ich weiß es ehrlich gesagt gerade nicht. Vielleicht Zuspruch, vielleicht Unterstützung, vielleicht auch einfach nur den Kontakt zu Menschen, die es geschafft haben, was für mich aktuell aussichtslos erscheint.

Ich weiss nicht ob du den einen oder anderen hier bereits kennst, aber gern begleitet dich hier eine Horde ehemaliger Hardcore-Zocker*innen
WIr wissen meist, wie du denkst und was du fühlst wie kein anderer. Einfach weil wir aus Erfahrung sprechen können.

Erzähl ein wenig von dir ...
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Herzlich willkommen André,
. Vielleicht Zuspruch, vielleicht Unterstützung, vielleicht auch einfach nur den Kontakt zu Menschen, die es geschafft haben, was für mich aktuell aussichtslos erscheint.

Hier wirst du Menschen finden, die sich dem spielfreie Leben stellen. Gerne Tipps geben und Erfahrungen austauschen. Erzähl doch mal, warum bist du jetzt an dem Punkt etwas ändern zu wollen? 🤔
Ich selbst bin vor zwei Jahren auch verzweifelt hier aufgeschlagen und habe Beistand gefunden. Freue mich auf deinen Weg.
Gruß Medea
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Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.

Aristoteles
 

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André

Hallo Fred,

danke für die erste Rückmeldung.

Was soll ich erzählen? Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. 14 Jahre beinhalten so viel Themen und Situationen. Unzählige Phasen, die jeweils für sich betrachtet Seiten füllen könnten.

Das mit dem Geld ist so eine Sache. Bei mir war nie das Spiel der Treiber an sich. Es ging immer ums Geld. Ich begann um Geld zu machen und ich führte fort, um verlorenes Geld zurückzuholen. Der Kick war immer das Geld. Das Spiel ist mir nicht wichtig. Ich bin nichtmals ein großer Fußballfan.

Auch in der SHG damals merkte ich, dass die anderen Teilnehmer vom Spiel an sich fasziniert oder eher besessen waren. Geld war nur ein Mittel zum Zweck. Bei mir ist es aber der Treiber schlechthin. Natürlich habe auch ich den Kick kennengelernt, aber auch nach den vielen Jahre  bin ich davon überzeugt, dass mich nicht der Kick antreibt, sondern anfangs die Gier nach schnellem Geld und danach nur der Drang es zurückzugewinnen.

Es mag vermessen klingen, aber hätte ich in meiner „Karriere“ mal den Lucky Punch erwischt und wäre auf Null (oder in die Nähe gekommen), hätte ich den Ausstieg geschafft. Vielleicht ein Trugschluss, aber irgendwie bin ich davon überzeugt.

Am Ende alles Schall und Rauch, denn die Situation ist wie sie ist und es wird keinen Lucky punch geben, der diese Summen decken könnte. Damit muss ich leben und dies zu akzeptieren schaffe ich derzeit noch nicht und das treibt mich immer wieder zurück in die Sucht.

Ich sehe aktuell nicht, wie ich eine Situation herstellen kann, die bis zur Tilgung aller Schulden andauert und mich bis dahin nicht zurück in die Hölle führt. Ich hatte immer spielfreie Woche oder Monate und ordnete die Finanzen so gut es ging. Dabei erlebte ich beim monatlichen Zahlen der Raten einen Frust, der irgendwann dazu führte, es nochmal zu versuchen. Immer und immer wieder.
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A

André

Herzlich willkommen André,
Hier wirst du Menschen finden, die sich dem spielfreie Leben stellen. Gerne Tipps geben und Erfahrungen austauschen. Erzähl doch mal, warum bist du jetzt an dem Punkt etwas ändern zu wollen? 🤔
Ich selbst bin vor zwei Jahren auch verzweifelt hier aufgeschlagen und habe Beistand gefunden. Freue mich auf deinen Weg.
Gruß Medea

Hallo Medea, danke.

Ich war schon oft an diesem Punkt und es gibt nur einen wirklichen Grund dafür, dass ich das Ende finden will. Meine Familie und dabei insbesondere meine beiden Kinder. Noch sind sie klein und wissen nichts von der dunklen Welt, in der ich mich bewege. Ich bin ein liebender Vater, aber habe einen Teufel in mir, den ich alleine schon für meine Kinder besiegen will und muss.
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Das mit dem Geld ist so eine Sache. Bei mir war nie das Spiel der Treiber an sich. Es ging immer ums Geld. Ich begann um Geld zu machen und ich führte fort, um verlorenes Geld zurückzuholen. Der Kick war immer das Geld. Das Spiel ist mir nicht wichtig. Ich bin nichtmals ein großer Fußballfan.

Auch in der SHG damals merkte ich, dass die anderen Teilnehmer vom Spiel an sich fasziniert oder eher besessen waren. Geld war nur ein Mittel zum Zweck. Bei mir ist es aber der Treiber schlechthin. Natürlich habe auch ich den Kick kennengelernt, aber auch nach den vielen Jahre  bin ich davon überzeugt, dass mich nicht der Kick antreibt, sondern anfangs die Gier nach schnellem Geld und danach nur der Drang es zurückzugewinnen.

Aus meiner Wahrnehmung heraus geht es wohl den meisten ums "schnelle Geld" oder ums "einfache Geld".
Der "Kick" bei den meisten besteht wohl im Gewinnen einer hohen Summe.
Ich weiß schon gar nicht mehr, warum ich mit dem Spielen begann. Vermutlich war es auch das Geld.
Zum Teil wophl aber auch "Geselligkeit" und die "Kumpels".
Bei mir war es praktisch immer so, dass ich, wenn ich überhaupt mal was gewann, einfach noch mehr gewinnen wollte.
Selbst wenn dies nicht am gleichen Tag möglich war, spielte ich dann gleich am nächsten Morgen weiter.
Immer so lange bis alles weg war und dann begann die Jagd von vorn.
Ich glaube fast, mein Ansporn war es, Verlorerenes zurück zu gewinnen.
So im nachhinein kehrte bei mir immer eine Ruhe ein, wenn ich alles verspielt hatte.
Natürlich auch Verzweiflung ob des verlorenen Geldes.

Irgendwie war ich froh, wenn das Geld weg war.

Schulden lassen sich ganz klar regeln:
a) Ich kann mich mit den Gläubigern auf tragbare Raten einigen
b) ich melde Privatinsolvenz an.

Es gibt keinen Schuldenturm und keine öffentlichen Auspeitschungen mehr.
Also dein Argument ( kann ich nie bezahlen ) ist hier wirkungslos.
Die Schulden sind aus heutiger Sicht wohl dein kleinstes Problem.

Die Konsequenzen die sich daraus ergeben, dass du viele Jahre recht "sparsam" leben wirst,
die musst du allerdings tragen. Eine "second chance", alles ist vergessen und nun alles von vorn gibt es nicht.
Das Geld ist weg, die Schäden am sozialen Umfeld gemacht.
Das ist real life. Es gibt keine Rückspultaste. Kein neues "Leben" wie im Videospiel.

Natürlich sind das kurzfristig gesehen keine lohnenswerten Ziele.
Aber genau genommen sind es die einzigen, denn weiterspielen ist keine Option.
Selbst nach dem 20. "Lucky Punch" wirst du das Geld wieder verzocken.
Dieses Hinrgespinnst enstammt einzig und alleine deinem Spielsuchtteufel im Kopf :-)

Estmal musst du es wirklich wollen.
Und dann musst du es wirklich tun !
Abstinent werden, dein Leben umräumen, deine Partnerin umfassend in deine Krankheit einweihen.

Machen musst du ... wir können das bestenfalls kommentieren und Beispiele & Erfahrungen aufzeigen.

Grob gesagt ist da nicht ein Teufel in dir, sondern du bist der Teufel :-)
Du machst die Scheiße und du vearscht und enttäuscht die Menschen um dich herum.
Es ist nichts, was dich von außen steuert. Damit würdest du die "Verantwortung" abschieben.
Schwer das für sich selbst anzunehmen. Aber wenn du das kannst, hast du es auch in der Hand, in der Zukunft anders zu sein.


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André

Aus meiner Wahrnehmung heraus geht es wohl den meisten ums "schnelle Geld" oder ums "einfache Geld".
Der "Kick" bei den meisten besteht wohl im Gewinnen einer hohen Summe.
Ich weiß schon gar nicht mehr, warum ich mit dem Spielen begann. Vermutlich war es auch das Geld.
Zum Teil wophl aber auch "Geselligkeit" und die "Kumpels".
Bei mir war es praktisch immer so, dass ich, wenn ich überhaupt mal was gewann, einfach noch mehr gewinnen wollte.
Selbst wenn dies nicht am gleichen Tag möglich war, spielte ich dann gleich am nächsten Morgen weiter.
Immer so lange bis alles weg war und dann begann die Jagd von vorn.
Ich glaube fast, mein Ansporn war es, Verlorerenes zurück zu gewinnen.
So im nachhinein kehrte bei mir immer eine Ruhe ein, wenn ich alles verspielt hatte.
Natürlich auch Verzweiflung ob des verlorenen Geldes.

Irgendwie war ich froh, wenn das Geld weg war.

Schulden lassen sich ganz klar regeln:
a) Ich kann mich mit den Gläubigern auf tragbare Raten einigen
b) ich melde Privatinsolvenz an.

Es gibt keinen Schuldenturm und keine öffentlichen Auspeitschungen mehr.
Also dein Argument ( kann ich nie bezahlen ) ist hier wirkungslos.
Die Schulden sind aus heutiger Sicht wohl dein kleinstes Problem.

Die Konsequenzen die sich daraus ergeben, dass du viele Jahre recht "sparsam" leben wirst,
die musst du allerdings tragen. Eine "second chance", alles ist vergessen und nun alles von vorn gibt es nicht.
Das Geld ist weg, die Schäden am sozialen Umfeld gemacht.
Das ist real life. Es gibt keine Rückspultaste. Kein neues "Leben" wie im Videospiel.

Natürlich sind das kurzfristig gesehen keine lohnenswerten Ziele.
Aber genau genommen sind es die einzigen, denn weiterspielen ist keine Option.
Selbst nach dem 20. "Lucky Punch" wirst du das Geld wieder verzocken.
Dieses Hinrgespinnst enstammt einzig und alleine deinem Spielsuchtteufel im Kopf :-)

Estmal musst du es wirklich wollen.
Und dann musst du es wirklich tun !
Abstinent werden, dein Leben umräumen, deine Partnerin umfassend in deine Krankheit einweihen.

Machen musst du ... wir können das bestenfalls kommentieren und Beispiele & Erfahrungen aufzeigen.

Grob gesagt ist da nicht ein Teufel in dir, sondern du bist der Teufel :-)
Du machst die Scheiße und du vearscht und enttäuscht die Menschen um dich herum.
Es ist nichts, was dich von außen steuert. Damit würdest du die "Verantwortung" abschieben.
Schwer das für sich selbst anzunehmen. Aber wenn du das kannst, hast du es auch in der Hand, in der Zukunft anders zu sein.

Moin Fred,

klingt teilweise hart, trifft den Nagel aber auf den Kopf.

Viel Einweihen muss ich meine Frau nicht mehr. Nach 14 Jahren ist sie bis auf wenige aktuelle Details im Thema.

Ansonsten ist vor allem richtig, dass ich es in Gänze wollen muss ohne Selbstbetrug. Ich glaube, dass ich bei den meisten Versuchen vor allem dem aktuellen Gefühl und der aktuellen Situation entfliehen wollte. Im Hinterkopf war wohl immer noch, dass ich dann irgendwann nochmal loslege und das Geld zurückhole. So ehrlich muss ich zu mir sein. Ich war bereit für eine Pause, mehr aber auch nicht.

Ich muss nun mit mir klären, dass es keine Pause werden soll, sondern ein finales Ende mit allen Konsequenzen. Ich glaube da bin ich gerade noch nicht und es treibt mich momentan nur wieder das Gefühl aus der aktuellen Situation entfliehen zu wollen.

Ich habe eine Schuldnerberatung angeschrieben, weiß aber auch, dass eine Insolvenz nicht möglich ist. Ich habe Kredite mit unvollständigen Finanzangaben erlangt und auch das Verzocken an sich gilt als Verschwendung und in Folge dessen wird die Restsvhuldbefreiung versagt. 3 Jahre geht da nix.

Daher muss das anders geregelt werden und da auch ein sehr gutes Gehalt da ist, werden die Verhandlungen nicht leicht. Mal sehen, was der Profi sagt.

Das mit dem sparsam leben klingt nicht gut, aber ehrlich gesagt lebe ich auch die letzten Jahre nicht nur sparsam, sondern so gut es geht ohne Geld trotz wirklich hohem Gehalt. Musste ja auch immer genug zum Zocken da sein. Geld für andere Dinge ausgeben, habe ich verlernt. Beim Einkaufen achte ich auf Sonderangebote, etc. Beim Zocken vierstellig am Tag ohne Zucken. Irre, aber das liest man ja hier auch in dieser Form.

Darüber hinaus werde ich direkt morgen in eine Sprechstunde gehen. In meiner Nachbarstadt gibt es eine Klinik, die montags eine Sprechstunde und eine SHG anbietet. Mal sehen, was die sagen. Ich brauche eine Therapie und werde es nicht alleine schaffen. So weit bin ich in der Erkenntnis. Ich hoffe, die können was anbieten, was neben dem Beruf machbar ist.
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Darüber hinaus werde ich direkt morgen in eine Sprechstunde gehen. In meiner Nachbarstadt gibt es eine Klinik, die montags eine Sprechstunde und eine SHG anbietet. Mal sehen, was die sagen. Ich brauche eine Therapie und werde es nicht alleine schaffen. So weit bin ich in der Erkenntnis. Ich hoffe, die können was anbieten, was neben dem Beruf machbar ist.

TOP - nutze den Elan !!!

Mit dem Beruf geht meist viel, viel mehr als man denkt.

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JJ

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Warum bitte klingt sparsam leben nicht gut???

Ein bescheidenes Leben führen ist vermutlich die beste Medizin!! Unsere Großeltern konnten das noch. Und wussten alles zu schätzen was sie sich mühsam erarbeitet haben.

Uns geht es allen zu gut!!

JJ
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A
Moin André,
herzlich wilkommen.
Ich habe selbst über 30 Jahre gespielt........

Wenn ich mir Deine Beiträge durchlese, denke ich Du solltest Deine Ansichten und Begründungen für alles komplett in Frage stellen und es als Rechtfertigung für Deine Sucht ansehen:
Der Frau, mit Ausnahme ein paar "kleinen Details" alles hobbymäßig gebeichtet, Gewissen befreit.....  Echt jetzt ? Du nutzt sie emotional und mental und what ever aus, lädst dann Deinen Müll von Zeit zu Zeit auf Ihre Schultern  ab und dann fühlst Dich noch befreit und zockst munter weiter, vielleicht mit ner Pause ! 

Von der SHG grenzt Dich ab, weil "die " sind besessen, Du jagst dem Geld hinterher.  Es ist doch egal, Du bist wie sie, wie ich. Es ist somit nicht leichter oder schwerer vom Spiel loszukommen und der Grund das wir spielen ist weder der eine noch der andere.

Wenn Du eine Therapie bekommst die mit der Arbeit zu vereinbaren ist, machst Du es, wenn nicht, läßt es bleiben ? Also, durchdenke mal diese Ausage. 

Wenn gebeichtet wird, dann doch bitte alles, so lässt Du unserer Spielsucht keinen unnötigen Raum, um eben nicht erzähltest "kaschieren" zu müssen.
Gestehe Dir ein spielsüchtig zu sein. Es gibt langfristig keinen Gewinn der groß genug ist, um aufzuhören. Dieser Gedanke ist schlichtweg falsch und eher suchtfördernd, wie Du ja bereits mehrfach festgestellt hast.

Reflektiere Dich, Deine Aussagen, Dein Handeln. BIst Du das oder doch eher die Sucht ?  Siehst Du Dich selbst als jemanden der Aussagen trifft und sie nicht umsetzt ?  Lebst Du nach Deinen Ansprüchen, lebst Du eigenverantwortlich ? wenn nicht, was musst Du "tun" ? usw, usw.....
Ich weiß wie schwer das ist. Seine eigne Wahrnehmung zu sensibilisieren, habe ich doch selbst 4 Jahre aktiv, alle Hilfe in Anspruch nehmend, um meine Sucht gekümmert. Erst dann konnte ich loslassen. Heute weiß ich, ich kann keinen einzigen Cent mehr "investieren", da ich über kurz oder lang wieder einen Kontrollverlust haben werde. Auch diese  schmerzhaften Erfahrungen musste ich erst  mehrfach erleiden.
Ich hoffe ich konnte Dich damit erreichen und Du wirst Schritt für Schritt Dein Leben , Dich selbst ohne Anstrengung oder Zwang aushalten können, und nicht  weiterhin die Flucht in die Sucht ausüben müssen.

Lieben Gruß
André
 
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Wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe….
 
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André

Re: Neu hier und trotzdem ein alter Hase
#10: 02.01.2022 12:06:45
Warum bitte klingt sparsam leben nicht gut???

Ein bescheidenes Leben führen ist vermutlich die beste Medizin!! Unsere Großeltern konnten das noch. Und wussten alles zu schätzen was sie sich mühsam erarbeitet haben.

Uns geht es allen zu gut!!

JJ

Gegen ein bescheidenes Leben spricht grundsätzlich nichts.

Wenn man hart und sehr viel arbeitet und entsprechend gut verdient und dann trotzdem auf absoluter Sparflamme leben muss, ist das nicht so einfach zu ertragen.

Am Ende habe ich mich während meiner Zockerei beruflich stets weiterentwickelt, aber davon bisher nie etwas gehabt, da alles dem Spiel zum Opfer gefallen ist.

Der Vergleich mit den Großeltern hinkt daher. Meine haben auch bescheiden gelebt, aber auch immer bescheiden verdient.

Ich bewege im Kreise von Kollegen mit teuren Autos, schicken Häusern, tollen Urlauben und habe so stets vor Augen, wie ich eigentlich leben könnte gemäß meines Verdienstes.
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André

Re: Neu hier und trotzdem ein alter Hase
#11: 02.01.2022 12:09:55
Moin André,
herzlich wilkommen.
Ich habe selbst über 30 Jahre gespielt........

Wenn ich mir Deine Beiträge durchlese, denke ich Du solltest Deine Ansichten und Begründungen für alles komplett in Frage stellen und es als Rechtfertigung für Deine Sucht ansehen:
Der Frau, mit Ausnahme ein paar "kleinen Details" alles hobbymäßig gebeichtet, Gewissen befreit.....  Echt jetzt ? Du nutzt sie emotional und mental und what ever aus, lädst dann Deinen Müll von Zeit zu Zeit auf Ihre Schultern  ab und dann fühlst Dich noch befreit und zockst munter weiter, vielleicht mit ner Pause ! 

Von der SHG grenzt Dich ab, weil "die " sind besessen, Du jagst dem Geld hinterher.  Es ist doch egal, Du bist wie sie, wie ich. Es ist somit nicht leichter oder schwerer vom Spiel loszukommen und der Grund das wir spielen ist weder der eine noch der andere.

Wenn Du eine Therapie bekommst die mit der Arbeit zu vereinbaren ist, machst Du es, wenn nicht, läßt es bleiben ? Also, durchdenke mal diese Ausage. 

Wenn gebeichtet wird, dann doch bitte alles, so lässt Du unserer Spielsucht keinen unnötigen Raum, um eben nicht erzähltest "kaschieren" zu müssen.
Gestehe Dir ein spielsüchtig zu sein. Es gibt langfristig keinen Gewinn der groß genug ist, um aufzuhören. Dieser Gedanke ist schlichtweg falsch und eher suchtfördernd, wie Du ja bereits mehrfach festgestellt hast.

Reflektiere Dich, Deine Aussagen, Dein Handeln. BIst Du das oder doch eher die Sucht ?  Siehst Du Dich selbst als jemanden der Aussagen trifft und sie nicht umsetzt ?  Lebst Du nach Deinen Ansprüchen, lebst Du eigenverantwortlich ? wenn nicht, was musst Du "tun" ? usw, usw.....
Ich weiß wie schwer das ist. Seine eigne Wahrnehmung zu sensibilisieren, habe ich doch selbst 4 Jahre aktiv, alle Hilfe in Anspruch nehmend, um meine Sucht gekümmert. Erst dann konnte ich loslassen. Heute weiß ich, ich kann keinen einzigen Cent mehr "investieren", da ich über kurz oder lang wieder einen Kontrollverlust haben werde. Auch diese  schmerzhaften Erfahrungen musste ich erst  mehrfach erleiden.
Ich hoffe ich konnte Dich damit erreichen und Du wirst Schritt für Schritt Dein Leben , Dich selbst ohne Anstrengung oder Zwang aushalten können, und nicht  weiterhin die Flucht in die Sucht ausüben müssen.

Lieben Gruß
André

Hallo Namensvetter,

du hast da schon Recht und ich habe da noch einiges an Arbeit vor mir.

Es ist genau das, was du schreibst. Ich werde nie mehr einen Cent investieren dürfen, wenn ich es schaffen will. Diese Endgültigkeit ist es, der ich mich stellen muss. Da bin ich noch nicht.

Ich danke dir für die Denkanstöße.
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Re: Neu hier und trotzdem ein alter Hase
#12: 02.01.2022 12:16:28
Du könntest wohlhabend leben "gemäß Deines Verdienstes". Nicht aber "gemäß Deines bisherigen Verhaltens". Ist die Frage, woran man sich eher messen sollte.

Wenn Du es nicht "ertragen" kannst, auf Sparflamme zu leben, ist zu befürchten, dass Du weiterhin dem großen Geld nachjagen wirst.

Vielleicht solltest Du einfach über Deinen Lebensstil nachdenken. Und ob er Dir helfen wird, Dein größtes Problem in Angriff zu nehmen. Ich fürchte Du stehst da gerade an einer Weggabelung und mußt Dich entscheiden, wo es langgeht.

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André

Re: Neu hier und trotzdem ein alter Hase
#13: 02.01.2022 12:26:04
Du könntest wohlhabend leben "gemäß Deines Verdienstes". Nicht aber "gemäß Deines bisherigen Verhaltens". Ist die Frage, woran man sich eher messen sollte.

Wenn Du es nicht "ertragen" kannst, auf Sparflamme zu leben, ist zu befürchten, dass Du weiterhin dem großen Geld nachjagen wirst.

Vielleicht solltest Du einfach über Deinen Lebensstil nachdenken. Und ob er Dir helfen wird, Dein größtes Problem in Angriff zu nehmen. Ich fürchte Du stehst da gerade an einer Weggabelung und mußt Dich entscheiden, wo es langgeht.

JJ

Auch das ist ein essenzielles Thema, dem ich mich stellen muss. Du hast da schon Recht.

Am Ende ist dies eine der Wahrheiten, denen ich mich stellen muss.

Für den Moment schiebe ich das weg. Es gilt einen Anfang zu machen. Ich spüre gerade die Energie zu beginnen.

Wenn ich jetzt direkt alle Themen angehe und damit das Große und Ganze in Frage stelle, habe ich Angst davor, die erste Energie zu verlieren.

Am heutigen Tag brodeln zwei Gefühle in mir. Erstens der Antrieb etwas zu ändern, zweitens eine große Angst, die gerade stärker wird.

Ich versuche jetzt eins nach dem anderen. Zuerst muss ich es schaffen morgen in die Sprechstunde zu gehen. Dann sehe ich weiter.
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Re: Neu hier und trotzdem ein alter Hase
#14: 02.01.2022 12:28:30

Der Vergleich mit den Großeltern hinkt daher. Meine haben auch bescheiden gelebt, aber auch immer bescheiden verdient.

Ich bewege im Kreise von Kollegen mit teuren Autos, schicken Häusern, tollen Urlauben und habe so stets vor Augen, wie ich eigentlich leben könnte gemäß meines Verdienstes.

Typische Suchtwahrnehmung. Ziehe Deine Schulden ab.... dann hast Du unterm Strich ebenfalls ein bescheidenes Einkommen. Wenn ich es  auf die Spitze treiben würde, würde ich schreiben ziehe die Kosten für Deine Sucht hinzu, dann bist Du jdm. mit MInuseinkommen der sich mit Kollegen vergleicht die teuire Autos und sonst irgerndwelche Statussymbole haben, leisten. Denke der Vergleich hinkt nicht, sondern Dein Vergleich hinkt.

Sorry, André aber so ist es zur Zeit bei DIr, aber es muss ja langfristig nicht so bleiben

LIeben Gruß

André
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