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Autor Thema: Autopilot

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Marcello

Re: Autopilot
#60: 08.01.2022 12:19:04
Gudai,

danke für die "Kopfwäsche". Stimmt, Ich möchte ein suchtfreies Leben und sollte nicht nach Anerkennung dafür haschen, was eigentlich nomal ist. Die Geschichte mit Deiner Frau, Fred, trifft den Nagel auf dem Daum. Analytisch frage ich mich, ob ich vielleicht zu wenig Anerkennung abbekommen habe und hier im Forum einen Ausgleich dafür suche. Wirklich, unser Forum ist mir eine wichtige Referenz geworden.  In jedem Euer Beiträge steckt Anregung und ich möchte meine Überlegungen dazu mitteilen. Jetzt möchte ich nur schnell Mittag kochen, die Schafe füttern, Vokabeln lernen (Seit unserem Aufenthalt auf Föhr, habe ich mir vorgenommen Fering zu lernen.), das Hörspiel von gestern Abend fertig hören, mich für die Weiterbildung berwerben, mit meiner Frau knutschen,  paar Schnulzen auf dem Akkordeon spielen, Wein in Flaschen füllen und damit meinen Freund besuchen,Tom Robbins fertig lesen, die Schraube in die Wand drehen und ein Bild dranhängen, das Bett leimen und und und ... wie, Anerkennung, gibt es dafür nicht? Aber seht doch mal, wie TOLL ich bin! 
marcello
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Re: Autopilot
#61: 08.01.2022 12:40:51
Hallo Marcello,

.... Jetzt möchte ich nur schnell Mittag kochen, die Schafe füttern, Vokabeln lernen (Seit unserem Aufenthalt auf Föhr, habe ich mir vorgenommen Fering zu lernen.), das Hörspiel von gestern Abend fertig hören, mich für die Weiterbildung berwerben, mit meiner Frau knutschen,  paar Schnulzen auf dem Akkordeon spielen, Wein in Flaschen füllen und damit meinen Freund besuchen,Tom Robbins fertig lesen, die Schraube in die Wand drehen und ein Bild dranhängen, das Bett leimen und und und ... wie, Anerkennung, gibt es dafür nicht? Aber seht doch mal, wie TOLL ich bin! 

....ein Wunderkind  :)
und sogar noch ein Bild aufhängen....Du solltest unbedingt zu Hallaschka ins TV damit.

Grüß Dich 

 
 
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Re: Autopilot
#62: 08.01.2022 15:17:08
Vergangenheit war es so, dass meine Aufmerksamkeit für meine Suchtproblematik immer dann nachließ, wenn eine vermeintliche Remission deutlich wurde. Seit geraumer Zeit kümmere ich mich auch nicht mehr um meine Selbstanalyse. Das Klinikthema ist ganz vom Tisch 

Moin Marcello,

super 60 Tage. Deine Stimmungsschwankungen sind mir in Deinen Beiträgen auch aufgefallen. Völlig normal. Anfang November noch am Boden zerstört, Anfang Januar wird bereits übermütig Lenin zitiert.......   
Innerhalb von keinen 2 Monaten geschah dies, nun aber schreibst Du das Du Dich seit geraumer Zeit  bereits  nicht mehr mit Deiner Selbstanalyse beschäftigst, d.h. sie hat ja nicht sehr lange stattgefunden, oder ? Wohlwissend das Du, wie Du ja oben schreibst, in der Vergangenheit mit dieser Strategie langfristig nicht sehr weit gekommen bist. Warum machst Du das ?
Du erwartest Anerkennung von außen, die nicht immer kommt. Du bist dann enttäuscht. Warum kommt die aber nicht ein Stück von Dir selbst ? Das wäre doch schon mal ein guter Punkt, sich das genauer anzuschauen. Ich denke, das zu erkennen würde Dich festigen.
Für mich wäre das auch ein Punkt den man doch gut in der Klinik  bearbeiten könnte . Da hast Du doch Zeit dafür. Du hättest ebenfalls den Vorteil, das Du nicht als nasser Spieler dahin gehst. Du  wärst wahrscheinlich ein Tick weiter als viele andere da und könntest Dich ohne Druck oder sonstiges viel eher darauf einlassen. Du merkst doch jetzt schon, das Dein Blick immer klarer wird. Was birgt das für eine Chance für Dich, für Deine/Eure Zukunft ?

Lieben Gruß
André

Der Volksmund sagt : Übermut tut selten gut
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Marcello

Re: Autopilot
#63: 11.01.2022 08:19:52
Gudai, danke für die Zeit, die Ihr für mich übrig habt. Keinesfalls ist es selbstverständlich, dass ich, der vormals seine Zeit verblembert hat, nun darauf hoffen kann, dass Ihr Euch um mich kümmert. Selbst komme ich über den Chat im Forum, den ich begonnen habe,  nicht hinaus und als ich doch neulich etwas weiter las, dann meinte ich festzustellen, dass es die selben Menschen sind, die den Neuen im Forum antworten. Das ist schon was Großes. 

"Kaum geht es ihm etwas besser, verlässt er sein Bett." (Lenin) Mit einer stationären Therapie tue ich mich derzeit schwer. Was ist, wenn ich dort nicht ankomme, also mich nicht einlassen kann, weil ein/e Andere/r, der/die auch dort ist, die "falschen Schuhe" an hat? Ich war ja schon mal in einer Suchtberatung und die Kollegin fragte hartnäckig, wieviel Geld ich in diese ***kübel geworfen habe? Als ich darauf nicht antworten konnte, wurde sie ärgerlich und meinte, das wäre eine wichtige Frage. Naja, kann sein aber sie berühte mich so wenig und ich fühlte mich zunehmend deplaziert. Lenin sagte mal (oder war es doch Freud?): "... die besondere Technik der Psychoanalyse ist, sich die Lösung ihrer Probleme von den Analysierten selbst sagen zu lassen."

Den Schlüssel für die Tür in ein suchtfreies Leben hat jede/r selbst in der Tasche und, um in diesem Bild zu bleiben,  dieser Schlüssel hängt an einem dicken Bund und die Meisten probieren einen Schlüssel nach dem anderen, keiner passt so richtig, bis zu einer stationären Therapie, dort geben sie den  Schlüsselbund gleich beim Pfördner ab. Ich möchte den Schlüssel finden, der genau passt, meine Tür und so. Vielleicht versuche ich gerade mehrere Schlüssel geichzeitg aber lieber so, als den Bund aus der Hand geben. Selbst wenn es meine Tage ganz in Anspruch nehmen sollte, den richtigen Schlüssel zu finden, dann soll es so sein. Ich habe so ein flaues Gefühl, das sich aus meiner Beobachtung nährt, dass in den letzten Jahren eine Beratungs- und Therapieindustrie gewachsen ist, die selbstreferenziell uns systemerhaltend bleibt.

Jacky, es ist schlimm, wie sich bei mir Alles überschlägt. Heute früh zum Beispiel: Ich wachte kurz nach fünf auf und musste auch gleich raus. Dann konnte ich mich nicht entscheiden ob ich zuerst in dem Buch lese oder in einem anderen, in das Forum gehe oder weiter Fering lernen soll. Und was ist geworden? Ich habe zuerst in dem einen Buch gelesen, dann ich dem anderen, dann war ich im Forum und dann habe ich Fering gelernt. So geht das in einer Tour. Da frage ich mich, wie habe ich es jemals geschafft stundenlang hochkonzentriert an den ***kübeln zu sitzen? 

So ihr Lieben, der Tag hat begonnen und die Schafe sagen "mäh", ich weiß was das heißt und muss jetzt zu ihnen raus. (Hat Lenin eigentlich jemals auch so etwas Wichtiges gesagt?)
Grüße Marcello
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Re: Autopilot
#64: 11.01.2022 08:50:13
Ich übersetze mal was ich aus deinem Beitrag lese:

1) Ich bin doch nicht so ein Suchti wie die anderen kranken Hirne
2) Eines Morgens wache ich auf und bin spielfrei, oder ich finde irgendwo eine Pille, die mich spielfrei macht.
( Sofern ich überhaupt spielsüchtig bin ... )

Vielleicht sprechen wir nicht die gleiche Sprache  ;D
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Re: Autopilot
#65: 11.01.2022 12:14:24

 Ich war ja schon mal in einer Suchtberatung und die Kollegin fragte hartnäckig, wieviel Geld ich in diese ***kübel geworfen habe? Als ich darauf nicht antworten konnte, wurde sie ärgerlich und meinte, das wäre eine wichtige Frage. Naja, kann sein aber sie berühte mich so wenig und ich fühlte mich zunehmend deplaziert. Lenin sagte mal (oder war es doch Freud?): "... die besondere Technik der Psychoanalyse ist, sich die Lösung ihrer Probleme von den Analysierten selbst sagen zu lassen."


Moin Marcello,
Ja , ich denke auch das die Lösung immer in uns selbst liegt. Nix anderes versuchen uns die Therapeuten durch Ihre Fragen aufzuzeigen. Wenn natürlich der zu Therapierende sich damit überhaupt nicht identifiziert, das alles ignoriert, nicht in der Lage ist sich darauf einzulassen., lieber eine selbsterhaltende  Beratungs/Therapie-industrie anprangert , dann bleibt es eben für den Betroffenen wie es ist. Die Welt wird sich trotzdem weiter drehen.

Muss man nicht erstmal von allen loslassen, seine ganzen Erfahrungen, Wahrnehmungen und Gefühle  ich nenne das mal Schlüssel, zur Seite packen, da diese immer gleichbleibenden Schlüssel mich im Kreis drehen lassen. Sich  dadurch mal einen anderen oder zusätzlichen Blickwinkel  verschaffen, um anschließend seinen Schlüsselbund mit den nun zusätzlichen Schlüssel, den richtigen Schlüssel zu finden ? Weil der Schlüssel dafür ist eben anscheinend nicht an Deinem Bund vorhanden....

Das ich so einen  Vergleich mal schreibe, hätte ich mir  vor  2 Jahren überhaupt nicht vorstellen können. Das wäre mir zu abstrakt , zu wischi, waschi, Lusche hätte ich gesagt, gequirlte Scheiße.... doch nun steht das da !
 
Wie Du weißt gibt es andere Möglichkeiten außer stationäre Therapien. Wer etwas ändern will, ohne selbst was zu ändern, ändert gar nix. Der wartet, hofft ,sucht Ausreden,Gründe warum er nix ändert., innerlich will er anscheinend auch nix ändern. Na, ja damit hat er ja auch zu tun.Weglaufen würde mancher sagen.All das ganze persönliche Leid wird anscheinend als die eigne Komfortzone betrachtet, empfunden. Aber er hat ja seine Schlüssel in der Hand, super.

Lieben Gruß
André 

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Marcello

Re: Autopilot
#66: 11.01.2022 22:27:52
Gudai,
Fred,ich möchte mich weiter in Demut üben. Ich weiß, niemanden bin ich auch nur die Spitze eines Zahnstochers voraus. Sucht ist eine üble Krankheit. Gott sei dank, der oder die davon frei sind oder es schaffen dieser ständigen Versuchung zu wiederstehen. Dass eine gewisse Manie, mit'n paar Tagen Abstinenz einherkommt, kenne ich von mir und schleuderte mich bisher immer noch tierfer in die Grube zurück. Dann kam immer der Totalabsturz. So ungefähr wie, wenn ich schon rückfällig geworden bin, dann aber wenigstens richtig und mit Karacho.
Gute Nacht Ihr Lieben.
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M

Marcello

Re: Autopilot
#67: 17.01.2022 21:18:55
Gudai,

inwieweit wir von einer selbsterhaltenden Therapie- und Beratungsindustrie sprechen könenn, ist nicht die Frage für die Betroffenen, André. Klar jede/r möchte den Weg gehen, der der richtige zu sein scheint. Ich kann mir in meiner gegenwärtigen Situation nicht vorstellen meine Familie und mein Umfeld für eine Therapie zu verlassen. Wenn ich mir überlege , warum ich weg gehen möchte, dann doch nur um wieder zurück zu kommen. Da gehe ich doch gar nicht erst freiwillig und was kann mir das Wegsein anbieten? Was steht am Ende einer Therapie? Es bleibt ungewiss aber ich kann es mir nicht vorstellen und ich kann mich da nicht rein denken. Ich kann es nicht  absehen und deshalb versuche ich es zunächst selbst - mit eurer Hilfe natürlich. Therapie kann ich mir nur als etwas Andauerndes vorstellen. Das Forum hilft dabei, hier bekomme ich Überlegungen anheimgestellt, die ich alleine nicht rausbekommen hätte. Nach nunmehr 70 Tagen Abstinenz, ist es nicht mehr akut. Die Gefahr eines Rückfalls ist da, ohne Frage und ich kämpfe wie ein Löwe, dass ich nie wieder an so einen von Gott verlassenen Ort zurückkehre. Als Orpheus seine Eurydike aus dem Hades zurückholte, durfte er auch nicht zurückblicken und - er tat's doch und verlor seine Eurydike für immer.  So blöd bin ich nicht und schaue besser nicht zurück. Da gebt ihr mir doch recht oder?

Nein, wir müssen "nicht erstmal von allen loslassen". Geht auch gar nicht, der Rucksack ist gepackt und, von einmal kräftig ausschütteln (Therapie), passiert gar nichts oder nicht viel. Ich kenne einige, die sich von einer Therapie zur nächsten hangel und wie sagte bereits Jake Blues zu seinem Bruder Elwood: "Tja, ich schätze, dann haben Sie reichlich Scheiße am Hacken!" Um in der Sprache des Schlüsselbundes zu bleiben, einige Türen bleiben wohl zu, da kann ich mit dem Supergeneral rumfummeln, wie ich will. Besser durch die Tür nebenan reingehen, wenn die zubleibt, an der ich gerade rüttel.

Ich weiß nicht, ob ich mich genug bewegt habe? Ob meine begonnene Veränderung hinreicht? Gern möchte ich noch weiter im Forum bleiben, da lässt sich niemand verarschen und ich komme nicht in Versuchung es zu probieren.
Adjis Marcello

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Re: Autopilot
#68: 17.01.2022 21:57:16
Gudai,

inwieweit wir von einer selbsterhaltenden Therapie- und Beratungsindustrie sprechen könenn, ist nicht die Frage für die Betroffenen, André.

Ich habe diese Frage auch nicht gestellt, Du hast das beobachtet, als Betroffener. Es gibt mehrere Arten von Therapien, keiner sagt das eine stationäre Therapie zu machen ist, es gibt ambulante Therapien, jeglicher Form. Du wolltest Deinen Schlüssel finden, heute schreibst , dann bleibt die Türe eben zu. Gehst nebenan rein, kannst ja auch machen....  Mir ist es letzten Endes egal, von mir aus kann Du auf jeden Beitrag hier, weiter mit so einem Eiertanz antworten, wenn es Dir hilft. Ist das doch gut.
Bleib dran.
Lieben Gruß
André
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Re: Autopilot
#69: 17.01.2022 22:23:56
Hallo Marcello,

"wir sind unseres Glückes eigener Schmied"
ich mag dieses Sprichwort nicht und empfinde es nur als eine oberflächliche Phrase.
In meiner langjährigen aktiven Zeit als Spielsüchtiger habe ich sicherlich selbst entschieden, dass ich mein Leben verspiele.
Wurde nicht gezwungen und kannte recht früh die drastischen Folgen dadurch.
Und dennoch wollte ich es nicht!

Unfähig eine selbst beigeführte Veränderung anzugehen.
Ein Drogensüchtiger ohne Zugabe einer rauschenden Substanz.
Das Leben eines Spielers, in all den berichteten Facetten die hier im Forum ausreichend zu finden wären.

Und wenn ich nur einst 10% des damaligen Enthusiasmus , welchen ich in meine Suchtausübung einbrachte.
Dazu genutzt hätte in meine jetzige Spielfreiheit zu gelangen...wäre es schon genug gewesen.
Doch wollte ich keinesfalls 90% meines Potentials vergeuden.
Und weiterhin meinem Credo (das eines Spielers) treu bleiben..."alles oder nichts" 

Ein weiteres Sprichwort; "Wenn man etwas unbedingt möchte erreicht man es auch"
Mag ich auch nicht...totaler Schmarrn ...nur ein bescheuerter Kalenderspruch.

Also:
Man möchte unbedingt etwas und schmiedet sozusagen dann, mit all erdenklichen praktischen Werkzeugen an seinem Glück.
Und zwar solange bis das Eisen noch heiß ist.
Naja, eigentlich gefallen mir diese Sprichwörter doch.  :)

Guter Marcello, wenn der Abstand zu Deinem einstigen Suchtverhalten so groß geworden ist, dass du nicht mehr wie ein Löwe kämpfen musst
und es ist wie beinhaltet ja keine Frage der Zeit, sondern der geistigen Entfernung.   
Dann erkennst Du es, ob Du Dich genug bewegt hättest...jeden Tag!

Was solls.. halt noch mal ein Sprichwort und diesmal mag ich es sogar, zumindest in unseren Belangen hier.
"Wo ein Wille da auch ein Weg"  :)

Du gehst ihn ja gerade, schön.
Immer weiter, immer weiter die Leiter rauf und gut festhalten nicht vergessen. 

Grüß Dich





 
 




   
 

 
 
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Re: Autopilot
#70: 18.01.2022 07:25:38
Mir ist es letzten Endes egal, von mir aus kann Du auf jeden Beitrag hier, weiter mit so einem Eiertanz antworten, wenn es Dir hilft. Ist das doch gut.

Danke, ich dachte schon in bin ein Querulant.
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Re: Autopilot
#71: 19.01.2022 10:26:10
Guten morgen Marcello,

ich muss meinen Vorrednern recht geben, dass was Du da machst kann echt schief gehen.
Es hat mich ein wenig erinnert an meinen ersten Versuch mich der Sucht zu stellen, das ist jetzt 12 oder 13 Jahre her.
Da hatte ich sicher schon nen guten Luxuswagen verzockt und bin dann wehmütig zur Caritas gegangen, dann haben die gesagt, was ich tun muss und das habe ich dann, wie so eine Checkliste abgearbeitet. Ich habe aber erstmal schön weitergezockt, bin zur SHG gegangen hab es meinen Mann gesagt ( ein einziges Gespräch mehr nicht) , war 6 mal zur Gesprächstherapie.... aufgehört habe ich nach dem Gespräch mit meinem Mann. Aber habe dennoch das ganze damals nicht ernst genug genommen.
Und bums 10 Jahre später bin ich wieder voll reingerutscht, schlimmer als zuvor und es hat verdammt lange gedauert bis ich dann wieder an dem Punkt war, es ernsthaft anzugehen.
Heute, nach zwei Jahren Therapie sehe ich erst annährend, was alles hinter meiner Sucht steckt, und erst heute kann ich auch wirklich ernsthaft sagen: ich bin süchtig und machtlos gegenüber meine Sucht und muss lernen mit Ihr zu leben, als ein Teil von mir. Das ist für mich der Weg .
Also schau nochmal genau hin, ob Du wirklich bereit bist Deine Sucht anzuerkennen.
soweit mein Rat an Dich lieber Marcello.
LG Medea
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Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.

Aristoteles
 

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Marcello

Re: Autopilot
#72: 26.01.2022 20:31:03
Gudai,

danke für Eure Beiträge. Heute war ich wieder voll drin in diesem Autopilotmodus. Geholfen hat mir, dass ich gesperrt bin und ich kein Auto zur Verfügung hatte. Ich habe es auch gleich meiner Frau erzählt. Dann haben wir uns geküsst aber vorbei war es noch lange nicht. Nichts geht. Keine Konzentration auf gar nichts. Leere und Niedergeschlagenheit. Für Eure Beiträge möchte ich mich bedanken. In Eurer Kritik finde ich mich. Nennt es Eiertanz aber ich glaube nicht, dass diese Leere jemals verschwindet. Immer bin ich bemüht dieses Loch wie eine hohlen Zahn  zu füllen. Es gelingt nicht.

Hier gibt es keine Therapiemöglichkeit. Ich müßte weiter weg. Ich kann mir nicht vorstellen meine Familie zu verlassen. Ich kann mich nicht Einlassen. Entschuldigt bitte für meine knappen Worte. ich kann nicht weiter schreiben.

Marcello
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Re: Autopilot
#73: 26.01.2022 21:37:04
Hi Marcello,

also ich freue mich, dass Du Dich meldest und zwar egal ob mit oder ohne Eiertanz!!
Jeder macht es vielleicht auch auf seine Weise. Keine Ahnung!! Zumindest bist Du doch noch dran und versuchst, Deinen Weg zu finden!!

Lass Deinen Kopf nicht hängen und hol Dir hier schön weiter Tipps, auch wenn sie manchmal hart klingen.

Ich hab leider keine Tipps, weil ich selber ahnungslos bin.
Aber immerhin schonmal liebe Grüße!  ;) Vielleicht hilft das ja auch schon was.

JJ
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Re: Autopilot
#74: 27.01.2022 08:10:34
ich glaube nicht, dass diese Leere jemals verschwindet. Immer bin ich bemüht dieses Loch wie eine hohlen Zahn  zu füllen. Es gelingt nicht.
Wie ich öfter mal propagiere:
Es genügt nicht, einfach nur "nicht zu spielen". Man muss da schon sein Leben umkrempeln und neue Wege gehen.
Deine Beiträge lesen sich für mich immer wie eine Überdosis Selbstmitleid. Keine Ahnung wie das kommt.

Hier gibt es keine Therapiemöglichkeit. Ich müßte weiter weg. Ich kann mir nicht vorstellen meine Familie zu verlassen. Ich kann mich nicht Einlassen.
Eine Frau aus unserer Gruppe hatte einen Anfahrtsweg von 2 Stunden mit mehreren Buslinien. Sie war diejenige, die nie ein Meeting verpasste.
Wenn du mal aufgrund einer Krankheit ins Krankenhaus musst, wirst du sich zu Hause bleiben, weil du ja deine Familie nicht "verlassen" kannst.

Ich sag's mal kurz. Ein kleiner Teil in dir will so tun, als würdest du aufhören wollen.
Der größere, "klatschnasse" Teil präsentiert eine dämliche Ausrede nach der anderen.

Das kannst du deine Frau erzählen, aber keinem "Spieler" hier. Wir kennen diese Sätze zur Genüge.

Trotzdem lobenswert, dass du  auch bei Gegenwind hier noch schreibst. Das lässt schon noch hoffen.
Bleib dabei
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