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Autor Thema: Autopilot

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Re: Autopilot
#45: 14.12.2021 21:29:55
Hallo Marcello,

Also, wenn ich meinen süchtigen Charakter überwinden möchte, folgt eine Konfrontation mit meinen verkappten  Phantasien. Z.B. ich kann meine sexuellen Phantasien nicht ausleben und kapsel sie deshalb ab. Die verschwinden aber nicht,  sondern kommen eben als Zocksucht wieder an die Oberfläche. Zocken ist dann vielleicht noch das kleinere Übel, weil ich mir z.B. meine homoerotischen Gedanken nicht eingestehen will. Wie denkt ihr darüber ?
Grüße Marcello

Es mag event. eine Hierarchie  der Süchte geben in der die eine die andere übertüncht.
Sexuelle Wünsche oder Phantasien nicht ausleben zu können, welche zudem noch gesellschaftlich als legitim ( siehe homoerotisch) angesehen werden.
Mag meist an gebundener Partnerschaft, mangelnder Möglichkeiten oder schlichtweg nicht umsetzbarer Wünsche liegen.
Bedenklich empfinde ich nur dass Du nun die Spielsucht als event. kleineres Übel , wohl im direkten Vergleich empfindest.

Ja, Spielsucht mag immer eine Flucht gewesen sein, vor so vielen Dingen.
Ein Blendwerk welches einem Freizeit von anderen Belastungen beschert.
Doch sie definiert sich hauptsächlich über den Kontrollverlust, zu spielen um Geld ist ein Unterschied, als gar nicht mehr damit aufhören zu können.
Magisch gefangen in einer Schleife.
So könnte man nun jederzeit das Ganze auch umkehren und anderen "Vorlieben" den Vorrang geben.
Die Spielsucht zu verdrängen, was dazu führen könnte ...eben sich von einem größeren Übel "begeistern" zu lassen.

So einfach ist es aber nicht, doch finde ich Deine Reflexion sehr spannend.
Eine Suche nach den Ursprüngen und Auslösern. 
Etwas anderes bliebe ja auch kaum in der Aufarbeitung.

Freue mich über jeden Beitrag von Dir, sie haben ein Gewicht und Du schreibst sehr "sichtbar", danke dafür.

Liebe Grüße


 
 
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Re: Autopilot
#46: 14.12.2021 23:02:47
Huhu Marcello,

Spielsucht hin oder her.... wenn Du eine homoerotische Neigung hast, lohnt es sich vielleicht einfach, die mal auszuleben. Darüber mal nachgedacht?

Da wär mir die Spielsucht grad mal ganz egal.  ;D
Musste ich nur mal kurz loswerden.

JJ
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Re: Autopilot
#47: 15.12.2021 07:52:32
Moinsen,

es mag zig Gründe dafür geben, warum nicht jeder alle seine sexuellen Phantasien ausleben möchte oder kann, aber diese in eine Hirarchie der Süchte einzureihen finden ich dann schon gewagt. Natürlich geht es in diesem Bereich wieder um die Ehrlichkeit zu sich sich selbst und seinen Liebsten. Wenn solche Phantasien bestehen, lohnt es sich darüber zu sprechen, wenn nicht mit der Partnerin, mit wem sonst?
Haben die Partner*innen nicht verdient zu wissen woran sie sind, was in ihrem liebsten Menschen vor sich geht? Kommunikation ist hier ein magisches Mittel!
Ich gebe zu, mir fällt es auch unheimlich schwer über meine Neigungen sexueller Art zu reden, doch ich bemühe mich, mich Schritt für Schritt an dieser Stelle zu öffnen, auch wenn es mir schwer fällt. Die Grenzen zwischen Normal und allem anderen (zitat: gesellschaftlich Anerkannt  8) ) verschwimmen dort oft.
Marcello, spielen als Ersatz dafür sollte keine Option sein. Das meisten andere schon....
JJs Rat könnte auch zielführend sein, wer weiß?  ;)
Grüße, aT
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Re: Autopilot
#48: 15.12.2021 08:32:19
weil ich mir z.B. meine homoerotischen Gedanken nicht eingestehen will. Wie denkt ihr darüber ?
Du hast gefragt, du bekommst eine Antwort:
Und eingestanden hast du es ja bereits ...
darum:

Nix wie los man, wer weiß was dir da entgeht !  :D :D :D

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Re: Autopilot
#49: 15.12.2021 08:36:00
mir fällt es auch unheimlich schwer über meine Neigungen sexueller Art zu reden
Ist doch ein herrliches Thema :-)
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Marcello

Re: Autopilot
#50: 03.01.2022 22:41:43
Moin, gleich zuerst. Ich habe wieder gespielt und es hat Spaß gemacht. Keinen Augenblick hatte ich dabei ein schlechtes Gefühl. Es hat sogar richtig gefetzt mit meinen Kindern Lego, Schach oder Männel zu spielen. Froh bin ich, dass ich seit nunmehr Anfang November nicht mehr an diesen Halsabschneidermaschinen war. Aber es ist nicht vorbei, das merke ich. Erst heute wieder. Ich hatte einen Termin in der großen Stadt und musste dort auf `s Klo. Also rein in eine Dönerbude und sofort roch ich Zigarettenrauch gemischt mit diesen Gestank nach Casino. Schnell führte ich das Gedachte aus und erwischte mich dabei, wie ich stehen blieb und überlegte. Dann folgte ich diesem Impuls und wollte sehen, welche Maschinen dort stehen. Ja, aber dann nichts wie raus. Entkommen!

Bitte seht mir nach, dass ich mich solange nicht gemeldet habe. Wir waren aber eine ganze Woche auf der Insel F. Und wieder habe ich gespielt, diesmal am Strand, mit meiner Tochter,  Sandburgen gebaut und Muscheln gefunden. Wir hatten sogar das unglaubliche Glück und ein echtes Stück Planke von der Santa Maria trieb an. Andere Strandspaziergänger/ -innen meinten es wäre ein Stück Treibholz aber die können vile behaupten.

Danke für eure Beiträge. Ich glaube es geht nicht darum z.B. homoerotische Phantasien auszuleben.  Der Punkt ist eher an einer anderen Stelle. Über meine Gefühle reden können. Richtig meine Gefühle wahrnehmen und beschreiben. Z.B. ich merke mir geht es schlecht und sage mir geht es schlecht. Damit ist aber nicht das Gefühl beschrieben, sondern nur mit so einem Allgemeinplatz belegt. Ich werfe hier homoerotisch in den Flur und habe das Wort aber auch nur aufgeschnappt und denke, es könnte etwas mit mir zu tun haben. Dabei überlege ich gerade, dass ich nicht mal einen richtigen Ödipuskomplex entwickeln konnte, weil mein Alter abgehauen war. Jedenfalls, das ist nicht so einfach und mit dem Spruch: Lebe die Gefühle, nicht erfüllt. Gefühle liegen eben nicht so deutlich da und bleiben auch irgendie verschüttet. Lenin hat ja mal gesagt: Es ist nie zu spät eine glückliche Jugend zu haben.  Na mal sehen.
Adjis Marcello
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Re: Autopilot
#51: 04.01.2022 10:35:08
Moin, gleich zuerst. Ich habe wieder gespielt und es hat Spaß gemacht. Keinen Augenblick hatte ich dabei ein schlechtes Gefühl. Es hat sogar richtig gefetzt mit meinen Kindern Lego, Schach oder Männel zu spielen.

Moin,
1) du solltest die Spielsucht nicht verulken.
2) Ein Spieler sollte ALLE Spiele vermeiden, wo man gegen jemanden "antritt" oder "besiegen" muss
Je schneller diese  Spiele sind ( also kurze Spieldauer ) desto größer ist das Suchtpotenzial.

Das Thema "Mensch-Ärgere-Dich" mit den eigenen Kindern ist immer wieder ein beliebtes Thema.
Zumindest in der Anfangszeit sollte man sich sehr gut beobachten.
Lego ist hier natürlich ausgenommen. Schach schon eher im Grenzbereich, "Männel" kenne ich nicht.

Du solltest dies zumindest bei deinen Aktivitäten berücksichtigen.
Auch wenn es "weit hergeholt" scheint, zeigt die Realität leider ein anderes Bild.

Als Spieler sind wir in der Lage unsere Sucht unheimlich schnell auf etwas anders zu verlagern.
Und Spielsucht definiert sich nicht nur durch "Geld verspielen", sondern kann auf unheimlich vielen Gebieten heimlich gepflegt werden
Nicht zuletzt rutschen grad "Anfänger" gern in das Spiel mit Menschen ab.

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Re: Autopilot
#52: 04.01.2022 16:43:43
Hallo Marcello,

dein "Humor" hat mir auch erstmal die Sprache verschlagen. Aber ich freue mich, dass Du wieder da bist!

Du hast ja anscheinend eine schöne Zeit verbracht mit Deiner Familie. Ist doch schonmal eine schöne Sache, wenn Du so bewusst wahrnimmst wie schön die spielfreie Zeit mit Deiner Familie ist!!

Dass Du es selbst so empfindest, nur wenig Zugang zu Deiner Gefühlswelt zu haben, könnte dich ja einfach neugierig machen. Vielleicht kannst Du Dich ein Stück weit weiter auf dich selbst einlassen und lernst Dich selbst besser kennen? Je besser Du Deine tieferliegenden Gefühle spürst, desto weniger mußt Du sie vielleicht mit Hilfe ungesunder Hobbies wegschieben?

Viele Grüße
JJ

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Re: Autopilot
#53: 04.01.2022 21:58:56
Gudai, ich danke Euch. Männel spielen bedeutet mit Legofiguren Rollenspiele üben. Barbiepuppen gehen auch gut. Manchmal spiele ich auch bloß den Mixer oder das Loch in der Socke. Danke Fred für Deine Kritik. Im Spiel kann ich mit meinen Kindern Kontakt aufnehmen. Wir haben zusammen Spaß und lernen viel. Wir waren über den Jahreswechsel am Meer und froh doch noch Sandschäufelchen und einen Sandeimer  erwischt zu haben. Dann konnten wir Sandburgen bauen und plötzlich kneift mich der Ehrgeiz von der Seite. Eine Spachtel musste her, um so eine ganz schicke Burg mit Fenstern, Zinnen und Muschelbewehrung hinzukriegen. Die Spachtel haben wir uns geliehen und dann waren wir 2 Stunden sowas von beschäftigt. Das tat gut. Mir war so wohl trotz klammer Finger und schmutziger Hose wie  bei einem Rotzjungen. Spielen gehört zum Mensch sein und es ist glaube richtig, zum Spiel eine vernüftige Beziehung  zu finden. Ich denke, ich habe es mal gesagt und hier nochmal: dieser Drecksscheißenblödsinn hat nichts mit Spielen zu tun und es gehört polizeilich verboten das Spielen zu nennen.
Einen anderen Punkt möchte ich auch noch loswerden. Als ich noch Geld in diese Scheißekübel geworfen habe, war ich immer darauf bedacht nicht aufzufallen und schön freundlich zu sein. Irgendwie fühlt sich das jetzt anders an, so angriffslustig. Ich würde mich jetzt am liebsten richtig gerade machen, also nicht mehr verbiegen. Was hat schon Lenin gesagt: Freiheit ist, wenn man sich dort kratzen kann wo's juckt.
Ich wünsche Euch eine behütete Nacht und bitte Gott, dass er uns frei macht.
Marcello
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Marcello

Re: Autopilot
#54: 07.01.2022 23:14:02
Gudai,

heute sind es 60 Tage, dass ich nicht mehr an diesen Höllenmaschinen gesessen habe. Seit 10 Tagen rauche ich auch keine Zigaretten mehr. Eigentlich prima und Grund zur Freude. Doch gerade heute Abend bin ich richtig schlapp und denke so, für was eigentlich? Ich kenne mich ja schon eine Weile und in der Vergangenheit war es so, dass meine Aufmerksamkeit für meine Suchtproblematik immer dann nachließ, wenn eine vermeintliche Remission deutlich wurde. Seit geraumer Zeit kümmere ich mich auch nicht mehr um meine Selbstanalyse. Das Klinikthema ist ganz vom Tisch und hier im Forum bleibt mir der Eindruck, nur für ganz große Geschichten gibt einen Kommentar. Wenn ich jetzt zocken ginge, wüßte ich wenigstens, weshalb es mir hinterher schlecht ginge. Naja, ich möchte euch nicht mit meinem Jammern langweilen und jetzt könnte ich einfach ins Bett gehen. Morgen geht es ja wieder neu los. Das hat bisher immer irgendwie geklappt: Ich gehe abends mit ganz schlechter Laune ins Bett und früh ist es nur noch halb so schlimm oder ganz weg. Das ist natürlich prima und auch sowas, wie eine Stärke. Danke dafür. Einen lieben Gruß an JJ, Fred, aT, Jacky, medea888, Andre12, TAL und euch alle.
Marcello
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Re: Autopilot
#55: 08.01.2022 00:23:35
Hallo Marcello,

Das Klinikthema ist ganz vom Tisch und hier im Forum bleibt mir der Eindruck, nur für ganz große Geschichten gibt einen Kommentar.

Es läuft hier so....
Jeder schreibt hier was er über sich erzählen möchte oder antwortet was er eben antworten möchte.
Ich z.b habe hier etliche Beiträge (sogar Threads) auf die niemand geantwortet hat.
Im Grunde kennt keiner hier wirklich was ich in meinem Leben empfinde, so ergeht es uns allen irgendwie gemeinsam.
Doch versuche ich es immer alles wieder etwas näherzubringen.
Und mit dem Wissen das jene Beiträge auch gelesen wurden, von wem auch immer und sei Dir sicher, Deine Beiträge sowieso. 
Das ganze Forum ist eine große Geschichte und Du schreibst sie mit.
Also komme da wieder schnell runter mein Freund.  :)

Alles nur für Dich.

Liebe Grüße



 
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Re: Autopilot
#56: 08.01.2022 00:38:09
Hi Marcello,

das ist dann wohl die Aufgabe, die dir für immer bleiben wird: Ertragen, wenn du schlecht drauf bist, ohne deswegen spielen zu gehen. Ertragen, wenn du gut gelaubt bist, ohne deswegen spielen zu gehen. Ertragen, wenn du gelangweilt bist.... ohne spielen zu gehen. Und alles, was das Leben noch so zu bieten hat......

Was Deine Beiträge angeht: Miß Dich doch nicht daran, wieviele Kommentare du von anderen bekommst. Der Weg ist das Ziel. Und ich bin mir sicher, während Du von Dir etwas berichtest, wird dir selber vieles klarer. Unabhängig davon, ob dir jemand auf die Schulter klopft.  ;)

60 Tage geschafft, ist aber natürlich was schönes. Zieh es weiter durch. Und jammer nicht rum!!  :P

Schau, Kommentar bekommen, wolltest Du ja!!  ;D

JJ
P.S.: Die schlechte Laune, die man abends manchmal hat, nennt sich "Müdigkeit"!! Schlafen kann da tatsächlich hilfreich sein.
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Re: Autopilot
#57: 08.01.2022 08:25:02
Wenn ich jetzt zocken ginge, wüßte ich wenigstens, weshalb es mir hinterher schlecht ginge.
Viel besser, du wüsstest sogar, warum es dir die nächsten Tage / Monate / Jahre schlecht geht :-)

Naja, ich möchte euch nicht mit meinem Jammern langweilen und jetzt könnte ich einfach ins Bett gehen.
So lange das Jammern auf derart hohem Niveau ist, bereitet es mir Freude beim Lesen :-)

Eines ist sicher: HEUTE ist neuer Tag
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Re: Autopilot
#58: 08.01.2022 10:32:52
Guen morgen Marcello,

deine Texte sind stark von Stimmungsschwankungen geprägt so scheint es zumindest. Erstmal mega 60 Tage und dann auch noch nicht mehr rauchen, Respekt.
Aber dennoch wäre es glaube ich besonders für Dich wichtig, den weiteren Weg für dein Suchtfreien Leben abzustecken und Dir dafür auch Unterstützung zu suchen,  sei es mit einem Klinikaufenthalt oder auch ambulant. Das Forum ist immer ein begleitender Moment und gibt mir immer eine Grundsicherheit, wo ich hin kann, aber ohne weitere Hilfe und Arbeit an mir, wäre ich niemals da, wo ich heute stehe. Und ich wiederhole mich darin immer wieder, der Weg sich selbst besser zu verstehen und kennen zu lernen ist wirklich ein sehr spannender Weg, denk mal drüber nach.

Keine Antworten im Forum zu bekommen gehört irgendwie dazu, aber ich kenne da Gefühl, was Du beschreibst, denn auch ich bekomme oft kein Feedback auf Threads. Aber im Endeffekt wie Jacky so herrlich beschrieb, das Forum ist eine große Geschichte, die nicht nur Dir hilft, sondern ganz vielen anderen die hier, als Gäste vielleicht noch nicht so weit sind, aber denen DU mit jedem Deiner Beiträge, den entscheidenden Hinweis geben könntest, um den ersten Schritt in ein zu gehen, was für ein wunderbarer Gedanke, nicht?
Also, schreib weiter so herrliche, fröhliche oder auch traurige, authentische Beiträge, ich freue mich darauf.
LG Medea
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Re: Autopilot
#59: 08.01.2022 10:47:56
Keine Antworten im Forum zu bekommen gehört irgendwie dazu,

"Keine" Antworten zu erhalten habe ich bisher hier nicht gesehen.
Es sei denn es sind Info- oder Tagebucheinträge.

Ich denke Marcello hat das Problem, dass ihm die Antworten of nicht so schmecken, die kritschen überwiegen.

Die Motivation beim Menschen ist auch größer etwas zu widerlegen, bzw. gegensätzliche Meinungen zu vertreten, als etwas "normales zu loben.

Als ich 6 Monate spielfrei war, fragte ich meine Frau, ob ich nicht mal ein "Lob" verdient hätte.
Sie sah mich mehr oder weniger entsetzt an und sagte sinngemäß:
"Warum ? Für mich ist das normal, dass mein Mann nicht spielt."

Natürlich war ich angefressen ... war ich doch so stolz auf mich.
Ich brauchte eine Weile, bis ich den wirklichen Sinn darin verstand.
Natürlich hatte sie recht, dass "Nichtspielen" das "Normale" ist.
Schön war es doch, dass sie mich zwischenzeitlich wieder als "normal" betrachtete.
Das war doch das eigentliche, große Lob was nicht sofort offensichtlich wurde.

Ich selbst tendiere hier eher nicht dazu, die Selbstverstädnlichkeiten in den Himmel zu loben.
Marcello, 60 Tage nicht gespielt. Das ist doch ein kleines "Zucken" im Verhältnis zu den vielen Tagen davor.
Es sind die allerersten Schritte deiner Zukunft. NIcht mehr und nicht weniger.
Aber natürlich die wichtigsten überhaupt.

Wieviele suchtfreie Tage es sind spielt im Prinzip keine wirkliche Rolle.
Denn auch nach 100 1.000 oder gar 10.000 Tagen können wir SOFORT wieder zum Spieler werden.

Wichtig ist, dass du heute nicht spielst
Und das ist für mich die Leistung, die gewürdigt werden sollte. Jeden Tag.




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