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Autor Thema: Fehlendes Verständnis aufbringen?

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Fehlendes Verständnis aufbringen?
OP: 16.01.2022 16:36:48
Nochmal ein Hallo an alle  :)

Ich versuche es mal so kurz wie möglich zu halten also:
Es geht hier Konkret um meine Mutter Sie ist 57 Jahre alt.
Süchtig nach dem Spielen ist sie am 7 oder 8.02.2016 geworden. Die Frau meines Onkels hat damals ihr erstes Kind in der Schwangerschaft verloren und alle Geschwister meines Onkels plus seine Frau sind damals nach Berlin gefahren um sich abzulenken nach der Beerdigung. Da kam sie mit den Spielautomaten das erste mal in Berührung und es hat ihr gefallen. Mein Onkel hat die wohl damals dazu alle eingeladen und so verlor Sie die Hemmungen dagegen. Da hab ich damals schon gesagt "Jetzt wird sie süchtig". Natürlich hab ich ihr meine Befürchtung mitgeteilt aber das wurde nur belächelt.
Von da an ging sie ab und zu in die Spielhalle um zu zocken. Meistens morgens nach Ihrer wenn mein Vater noch bei der Arbeit war. Erst nur immer für ein paar Euro später dann konnten es auch 1 oder 2 Hundert pro mal davon werden.

Bald hat sie mich auch gefragt ob ich mal mitkommen will und bin auch tatsächlich in den jahren Oft dabei gewesen, oft als Alibi damit mein Vater nichts merkt. Ich Persönlich konnte aber nichts gutes daran finden. Das Spielen daran reizt mich nicht weil es keine Herausforderung darstellt (Ich spiele gerne mal an der Konsole oder PC so sachen wie Sims 4 z.B). Ich hab dann immer so 10 Euro reingesteckt und meine Mutter danach so lange genervt bis wir gegangen sind.
Ein paar mal wurde ich sogar von den Spielhallen Mitarbeiter angesprochen das ich meiner Mutter doch nicht so auf drängen soll zum gehen.  ::) Naja.....

Aber irgendwann wurde mir das zu langweilig und bin oft im Auto sitzen geblieben und hab da ein Ebook gelesen oder Telefoniert bis sie rauskam.
Wir sind nie gezielt zu Spielhalle gefahren das war oft verbunden mit Erledigungen oder Einkäufen oder sie war halt alleine nach der Arbeit da.
Und ja ich hab ihr auch Geld gegeben Es ist Ja meine Mutter und besonders zu Anfang konnte ich nicht Nein sagen. Naja später eigentlich auch nicht ich hab das Geld dann nur immer Versteckt und meine Mutter gesagt ich hätte nichts mehr in der Tasche. Sie hat dann auch gefordert das ich Ihr mein Portmonee zeige, das Geld hatte ich dann meistens schon in meiner hinteren Hosen Tasche versteckt.
Also alles in allem war ich ziemlich nah dabei wie sie immer süchtiger wurde.
Zu Info wir leben in einem Haushalt zusammen. Meine Eltern, mein Sohn (8 Jahre alt) und Ich.
Ich selbst bin durch meine Behinderung in Erwerbsminderungsrente und dadurch das ich mit im Haus lebe hab ich genug Geld für meinen Sohn.


Ab und zu hat Sie versucht aufzuhören aber das war dann immer so 1 oder vielleicht 2 Wochen und danach gings dann wieder los.
Das ging dann so bis ende letzten Jahres weiter mal Ging Sie alleine mal mit Ihrer Schwester und mit Ihrer anderen Tochter (meiner Schwester) Spielen.
Und es lief immer gleich ab wenn sie nicht gewann Verspielte Sie Ihr ganze Bargeld und bat dann die anderen um mehr bis meistens alle nichts mehr hatten (oder gesagt haben das nichts mehr da war) und dann gings nach hause. Wenn sie gewann hat sie aber oft noch weiter gespielt oder auch mal das Geld Verteilt.

Jetzt hats ihr aber selber gereicht (was ich gut finde) und sie ist in einer Klinik gegangen wo das nun aufgearbeitet wurde ein bisschen aber mit dem Hinweis sie muss eine Reha machen. Es liegt natürlich mehr im argen als nur die Spielsucht kurz gefasst war sie schon seit ihrem 13 Lebensjahr süchtig es fing an mit Zigaretten weil Sie damals wohl einen Jungen damit beeindrucken wollte, (waren halt andere Zeiten) geraucht hat sie dann bis 2012 zu Ihrem Schlaganfall (vorher War sie schon Jahrelang Kettenraucher gewesen) da hat sie dann auch Schlagartig aufgehört und ihre sucht ist übergesprungen zu Lutschbonbons besonders Ticktacks haben es ihr angetan das hat dann wirklich bis 2016 angehalten und dann halt die Spielsucht.
Sie hat immer im leben nebenbei gerne Rubbellose gekauft und auch mal gern an Gewinnspiele teilgenommen deshalb war das wahrscheinlich nur noch ein kleiner Sprung.
Oben drauf hat sie neben dem Schlaganfall 2012 auch noch Wirbelgleiten, Restless Legs Syndrom, Bluthochdruck, COPD Grad 3, und ein schwaches Herz, und mehrere Ops wegen dem Zwerchfell hat sie gehabt.
Das alles ist nicht ohne und Spielt auch alles zusammen.

Besonders das RLS sorgt dafür das sie Tabletten nehmen muss die allgemein Süchte fördert was auch in dem Beipackzettel mit drin steht.
Was Meine Mutter anging wars das soweit (falls ich nichts vergessen habe)

Mein Vater hat von alldem Jahre lang nichts mitbekommen, er dachte das Sie ein oder zwei mal im Jahr zu Spielhalle geht und 10 € verspielt, ich wollte ihm das oft genug sagen hab es aber meiner Mutter zu liebe (auch nicht richtig ich weiß) nicht gemacht. Ab und zu hab ich ihm hinweise gegeben wie z.B er soll doch mal Kontoauszüge holen (bis ende letzten Jahres hat das Meine Mutter immer gemacht). Oder ich hab ihm gesagt er soll doch mal alle Paar Tage sein Laptop rausholen und Online seine Sachen nachschauen. Aber er hat darauf nicht reagiert. Mein Onkel hab ich das mal erzählt das es sehr schlimm um meine Mutter steht was die Sucht angeht er wollte auch jemanden aus der Suchberatung nach uns hin schicken aber das ist alles im Sand verlaufen als die Diagnose COPD im raum hing und er meinte ich solle Sie doch lassen mit ihrer Sucht und da kommt es nun zu meinen Problemen mit dem fehlenden Verständnis meinerseits:

Woran das liegt weiß ich nicht ein paar Vermutungen habe ich aber.
Ich hab das alles mitgekriegt und Ihre ausreden hoch und runter beten gehört. Allen voran waren Ich und mein Vater schuld laut ihrer aussage.
Mal war eins der Zimmer nicht ordentlich deshalb musste Sie spielen gehen. Mal war mein Vater zu ignorant wegen irgendwas dann musste Sie wieder Spielen gehen manchmal war es auch ihre Arbeitskollegin oder auch die Arbeit an Sich. Lügen waren es nicht es war natürlich mal unordentlich bei uns und ja die Arbeitskollegin von ihr hat sich einiges geleistet das war auch nicht normal. Aber es waren nie Dinge die man nicht hätte regeln können fand ich.
Und ich hab viel Zeit investiert ihr auch zu helfen Ich hab und nehme ihr jetzt noch viel Arbeit ab vieles was sie Wirklich nicht mehr kann oder auch andere dinge.
Seit Jahren stelle ich Ihre Tabletten und kümmere mich um den ganzen Papierkram von den Ärzten, hab ihr ein Medikamentenplan erstellt den man auch super Lesen kann, kämpfe mich Telefonisch regelmäßig zu Ihren Hausarzt durch wo der Arzt an sich spitze aber die Arzthelferinnen gefühlt ihre Ausbildung im Lotto gewonnen haben. Ich mache einen großen Teil des Haushaltes und kümmere mich noch um meinen Sohn während ich versuche das alles unter einem Hut zu bringen.
Auch jetzt bevor Sie aus der Klinik kam hab ich im ersten Stock des Hauses eine Grundreinigung gemacht hab mir überlegt wie Ich ihr eine Freude machen kann und kam zu Schluss das es sie schon immer gestört hat zu Staubsaugen im Haus also hab ich mir wirklich Geld in der Hand genommen und hab einen sehr Teuren und leise  Saugroboter gekauft mit Wischfunktion usw.

Aber das alles hat nichts gebracht Sie kam nach hause und seitdem bin ich wirklich an allem schuld Gestern sollte ich um 17 Uhr Abendessen machen aber um 16:45 schrie Sie rum weil sie in der Küche das Falsche Fleisch rausgelegt hat aus der Kühltruhe und wir dann mit dem Essen Umplanen mussten. Dann war sie richtig sauer auf mich weil ich an Weihnachten (da war sie noch in der Klinik) vorgeschlagen habe mein Sohn zu seinen Großeltern mit seinem Vater (wir sind getrennt) zu schicken einfach nur damit mein Sohn Weihnachten einmal schön von der anderen Seite seiner Familie erleben kann weil wir sowieso nicht richtig gefeiert haben. Das hält sie mir jetzt Mitte Januar noch vor auch weil die Großeltern das Angebot gerne dieses Jahr im Anspruch nehmen wollen (was auch ok ist, ist nicht nur mein Kind).
Das und noch mehr geht jetzt die ganze Zeit schon so. Ich versuche Verständnis aufzubringen wo ich kann aber hab auch schon zu ihr gegenüber gesagt das ich den Eindruck habe an allem Schuld zu sein aber das wird nicht ernst genommen oder als eine Art Strohmann verwandelt und es wird ganz schnell das Thema so gedreht das ich natürlich schuld bin oder mein Kind jetzt aufhetzen würde weil der ja da gerade in Hörweite gewesen ist usw.
Ich hab das Gefühl das sie jetzt nach der Klinik denkt das wir uns nun alle bessern müssen damit Sie nicht mehr spielen geht.

Entzüge sind schlimm das weiß ich auch aber wie lange bleibt diese Situation jetzt so? Von der Klinik aus hat sie auch das Medikament Citalopram abgesetzt bekommen dafür kriegt sie jetzt was zu Beruhigung einmal Milnacipran 50 mg Morgens und Abends und einmal Chlorprothixen was Sie zu nacht einnimmt und sie darf auch bis zu zwei mal diese Tagsüber nehmen wenn sie sich sehr aufregt. Was ich ihr auch zwei mal schon vorgeschlagen habe aber das hat Sie nur als Angriff gewertet glaub ich.

Lieg ich mit meinem Gefühl wohl richtig das sie nun davon ausgeht das wir uns ändern müssen?
Und wie bekomme ich das Nötige Verständnis damit ich mich etwas besser in Sie hineinfühlen kann? Weil gerade fehlt mir das glaub ich? Obwohl ich alles versuche was ich kann. Familiäre Unterstützung fehlt da etwas die meisten geben meiner Mutter nur recht. Aber die sind auch nicht in meiner Situation.
Ich weiß da echt nicht weiter.
Also ich brauch echt ein Paar Tipps weil mir das nötige Verständnis wie gesagt fehlt denk ich.

Danke für alle die es bis hin Durchgelesen haben  :)








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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#1: 16.01.2022 19:12:22
Hallo Eilatan89,

...dann geht es jetzt hier weiter.   :)

Warum ich in diesem Forum schreibe; Es sind Erzählungen die ich erfahren darf.
Sie emo­ti­o­na­li­sie­ren mich und steigern enorm meine Motivation, ein spielfreies Leben führen zu dürfen.
Gerade aus Sicht einer Angehörigen und gerade von Dir Eilatan.
Große Bewunderung Deiner Fähigkeiten, als Autorin, Mutter und Tochter.


Ich hab das Gefühl das sie jetzt nach der Klinik denkt das wir uns nun alle bessern müssen damit Sie nicht mehr spielen geht.

Keiner von euch kann momentan nicht ausbrechen aus eurer Gemeinschaft, Ihr braucht einander.
Aber niemals darf irgendeiner das Gefühl haben, nicht wertvoll genug zu sein.
Was um Gottes Willen gäbe es denn zu verbessern, dass Deine Mutter nicht mehr spielen geht ?
Sie nicht aufregen und nur nichts ""falsches"" machen oder sagen ?
Um für sie dann nur wieder eine Rechtfertigung zu erschaffen, dass andere daran Schuld sind. ?

Der "leidende Patient" sollte sich hüten davor, gerade in Herzensmenschen solche Gedanken zu erwecken.
Ob nun bewusst oder unbewusst, doch Du hast sie ja leider, 
Ja es gäbe dennoch einiges zu ändern / verbessern....
Eine Familie sollte füreinander da sein, sich nicht gegenseitig täuschen oder manipulieren.
Keine Vorwürfe entstehen lassen aufgrund von Selbstmitleid, Erwartungen durchsetzen zu wollen um vor den Anderen als Unschuldig dazustehen.
Dies betrifft aber nicht Dich Eilatan.
Du solltest Dankbarkeit, Zutrauen und Liebe erfahren und nicht launisch angeschrien werden... wegen absolut nichts!

Ja Deine Mutter ist nicht gesund, sie soll bitte wieder gesunden soweit es eben nur geht.
Du bist ja da für Sie, Du bist ja da!
Das Verständnis einer führsorglichen Tochter , ansonsten gäbe es kein Verständnis.
Nicht für einen spielsüchtigen Menschen, der sich Launen hingibt und sie zum Anlass nehmen könnte, wieder zu spielen.
Der pathologische Spieler nimmt so etwas gerne an in seiner eigenen Lügenwelt und flieht dann einfach bequem zum Automaten.

Rauchen, trinken, spielen kann vieles verändern, in den Köpfen aller Beteiligten.
Leider wirft es auch dunkle Schatten in die Herzen.
Verliere nicht den Mut Eilatan, Du kannst nichts dafür, egal was irgendjemand auch sagen würde.
Es wären nur Lügen, Neid oder Intrigen.. alles nichts was in einer Familie etwas zu suchen hätte.
Der Mittelpunkt bleibt immer der Mensch und nicht seine Sucht, niemand darf nun knieend dieser psychischen Krankheit huldigen.
Oder dem Träger um ja nichts zu tun was dessen Spielfreiheit schaden könnte, wo ja gar nichts wäre was falsch sein könnte.     

Und vor allem, vergesse niemals ....immer an Dich selbst zu denken.

Sehr schön dass Du hier schreibst und wir alle von Dir erfahren dürfen.

Liebe Grüße von ganzem Herzen     
 

   

   
 
 
   
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#2: 16.01.2022 19:30:23
Hallo Eilatan89,

für mich jetzt eine ungewohnte Position, bin ich sonst hier die trockene Spielerin, bin ich jetzt mal die Jahrzehnte lang Co-abhängige Tochter.
Meine Mutter war und ist so lange ich denken kann, Alkoholikerin, mal mehr mal weniger aber mit hunderten von schlimmen Momenten, Kliniken, Wut, Verzweiflung, ich habe alles durch.
Und es hat mich wirklich bis an alle Grenzen gebracht, denn auch ich hatte immer Mitleid mit Ihr, hab immer versucht die Krankheit zu sehen und SIe zu verteidigen, innerlich.
Aber es hat nichts gebracht, Sie hat nichts geändert, es war immer nur eine Runde mehr die wir alle gedreht haben FÜR SIE.!
Den Schritt mir davon zu lösen, und dennoch Tochter zu bleiben war mein erster Befreiungsschlag und ich bin weit weg gezogen. Dennoch habe ich mich immer weiter aus der Ferne um Sie gekümmert und es hat mich manchen Urlaub gekostet, weil Sie wieder mal besoffen gestürzt war und ich hinfuhr.
Aber ich habe nach vielen Jahren begriffen, ich kann ihr nicht helfen, es ist IHRE Entscheidung. Und ganz im Gegenteil, ich habe ihr noch den Freiraum für die Sucht gegeben, habe schon als kleine Kind gelernt die Flaschen zu entsorgen oder die Kotze wegzuwischen. Damals konnte ich mich nicht dagegen setzen.
Heute kann ich es, heute weiß ich, ich kann Sie nicht retten. Es ist Ihr Leben.
Von daher, wenn ich Dir aus meiner Perspektive was raten kann, dann wäre das Ihr nicht mehr zu helfen, sondern DIr selbst und vielleicht einen Weg zu finden aus dem Haushalt auszuziehen. Falls es die Möglichkeit gibt.
Verständnis aufbringen, dass kann ich Dir leider nicht raten. Süchtige sind sehr raffiniert im manipulieren von Gefühlen um sich selbst die Sucht schön zu reden, erlaube das nicht mehr.
Sehe Dich und Dein Kind und Euer Leben sollte im Vordergrund stehen.
OH, hoffe das ist jetzt nicht zu krass.
LG Medea
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#3: 16.01.2022 19:40:18
Liebe Eilatan,

die Situation, in der du da steckst, ist wirklich wirklich schwierig!!
Mir tut das echt weh zu lesen, dass Du Dir soviele Gedanken um deine Mutter machst, alles so gut machen willst, deiner Mutter so viel schon verziehen hast und von ihr so wenig zurück kommt!!
Dass es nicht einfach ist, eine Sucht wirklich hinter sich zu lassen, kann ich nachvollziehen (bin selbst Angehörige...). Aber irgendwas muss doch bei Deiner Mutter angekommen sein in der Klinik!!? Sie kommt aus der Klinik nach Hause und macht Dir solche Vorwürfe!!?
Ich gehöre echt nicht zu denen, die das Handtuch zu schnell hinwirft. Aber für mich liest sich deine Geschichte wirklich so, als wäre es das wichtigste, dich ein Stück weit von Deiner Mutter abzukapseln. Vielleicht wär es für Dich auch hilfreich, Dir Unterstützung von der Caritas zu holen? Ganz bestimmt sogar!! Dort kann man auch als Angehöriger Beratungstermine bekommen. Bei Dir wird ja alles gerade dadurch noch schwieriger, dass Du finanziell ein Stück weit von Deinen Eltern abhängig bist. Das darf aber nicht dazu führen, dass Deine Mutter Dich als ständigen Sündenbock missbraucht und auf Deinen Gefühlen herumtrampelt!! Deine Gefühle gehören alleine Dir und darüber darf sie nicht die Macht haben!! Vielleicht kann für Dich auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige eine gute Säule sein, die Dir Halt gibt. Du darfst gefühlsmäßig nicht komplett von den Launen Deiner Mutter abhängig sein!!
Wie gut, dass Du hier bist, Eilatan!!!  :-*

Liebe Grüße!!
JJ
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#4: 17.01.2022 17:39:51




Was um Gottes Willen gäbe es denn zu verbessern, dass Deine Mutter nicht mehr spielen geht ?
Sie nicht aufregen und nur nichts ""falsches"" machen oder sagen ?
Um für sie dann nur wieder eine Rechtfertigung zu erschaffen, dass andere daran Schuld sind. ?

Sie will sich zuhause wieder Wohlfühlen sagt sie, Sie möchte gerne hier alles umbauen. Aber wir haben das Geld nicht dafür Zum glück sind es nicht ganz so viele Schulden sie hat einfach alle Sparkonten Leer gemacht die so da waren (da war aber nicht wenig drauf), die aber eigentlich auch für das Haus und für Urlaube da gewesen sind. Wir haben 3 mal die Konten wieder Glattgemacht indem das was im Minus war auf den Vorhandenden Kredit vom Haus geschichtet wurde. Es war aber alles in allem nicht ganz so viel An die 39.000 Tausend Euro sind noch auf dem Kredit abzubezahlen.
Alles in allem heißt es aber das wir uns kein Umbau vom Haus leisten können Sie wünscht sich auch ein E-Bike um etwas Mobiler zu sein aber das sind auch wieder 1 bis 2 Tausen Euro. So einfach ist das nicht.
Und eigentlich ist eine neue Küche zur zeit am Wichtigsten oder das man Sich ein neues Auto anschafft, wir haben zwei aber beide sind nicht ganz in ordnung das Eine ist eigentlich nur noch so gerade am Funktionieren.
Ich denke sie Träumt zur zeit noch etwas meiner Meinung nach.


Und es hat mich wirklich bis an alle Grenzen gebracht, denn auch ich hatte immer Mitleid mit Ihr, hab immer versucht die Krankheit zu sehen und SIe zu verteidigen, innerlich.

Und ganz im Gegenteil, ich habe ihr noch den Freiraum für die Sucht gegeben, habe schon als kleine Kind gelernt die Flaschen zu entsorgen oder die Kotze wegzuwischen. Damals konnte ich mich nicht dagegen setzen.


Von daher, wenn ich Dir aus meiner Perspektive was raten kann, dann wäre das Ihr nicht mehr zu helfen, sondern DIr selbst und vielleicht einen Weg zu finden aus dem Haushalt auszuziehen. Falls es die Möglichkeit gibt.
Ich war schonmal beim Amt aber tatsächlich bin ich in allem Knapp drüber, also wenn ich ausziehen würde dann wäre kaum noch Geld da für mein Sohn oder mich.

Verständnis aufbringen, dass kann ich Dir leider nicht raten. Süchtige sind sehr raffiniert im manipulieren von Gefühlen um sich selbst die Sucht schön zu reden, erlaube das nicht mehr.


Mitleid hab ich Tatsächlich weniger deswegen schreib ich ja auch das ich versuche Verständnis gegenüber Ihr zu empfinden aber ich tue es nicht.
Ich weiß das sie mir mit meinen Sohn am Anfang viel geholfen hat weil das Jugendamt Probleme gemacht hat weil ich eine Körperliche Einschränkung habe und auch als Kind sie war eine gute Mutter Sie hilft auch jetzt noch so gut sie Kann halt, aber Sie hat auch viel Manipuliert. Sie wollte nie das wir was von zuhause erzählen (obwohl es nie was zu verbergen gab fand ich) Wir mussten oft leise sein weil mein Vater ziemlich empfindlich reagiert wenn wir zu laut waren usw. Aber nichts groß schlimmes halt.

Ja ich war ja sogar das Alibi für ihrer Sucht das kann ich verstehen, ich musste deshalb oft mitfahren Toll fand ich das nicht.

Ja gerade redet sie gar nicht über die Sucht, ich finde aber Sachen aktiv beim Namen zu nennen würde bestimmt helfen oder?


Liebe Eilatan,

 Aber irgendwas muss doch bei Deiner Mutter angekommen sein in der Klinik!!? Sie kommt aus der Klinik nach Hause und macht Dir solche Vorwürfe!!?
Ich gehöre echt nicht zu denen, die das Handtuch zu schnell hinwirft.

 Vielleicht wär es für Dich auch hilfreich, Dir Unterstützung von der Caritas zu holen? Ganz bestimmt sogar!! Dort kann man auch als Angehöriger Beratungstermine bekommen.

Wie gesagt ich glaube Sie ist mit der Idee in die Klinik gegangen um uns zu zeigen das wir uns mehr nach Sie richten müssen. Angekommen sind tatsächlich die Techniken die ihr an der Hand gegeben worden sind das sie jedes mal wenn sie Gestresst ist oder sie Spielen will Mandalas malen soll oder sie soll raus gehen Spazieren.

Tatsächlich kommt diese Woche die Suchtberatung nach uns hin ich wollte mich dabei setzen und Aktiv mal fragen ob es da was für mich und meinen Vater gibt. Mein Vater sollte das auch mal machen er resigniert zu zeit mal wieder. Meine Mutter ist damit einverstanden wenn ich beim Termin dabei bin.


Hab heute erfahren von der Rentenkasse das ein Brief nach uns hin unterwegs ist für ein Aufnahmetermin in ca. 2 Wochen für eine Reha das wäre gut wenn das so schnell gehen würde. Mal schauen was morgen da drin stehen wird im Brief.
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#5: 17.01.2022 17:57:34
Erstmal willkommen Eilatan89

Lieg ich mit meinem Gefühl wohl richtig das sie nun davon ausgeht das wir uns ändern müssen?
Und wie bekomme ich das Nötige Verständnis damit ich mich etwas besser in Sie hineinfühlen kann?

Du suchst immer noch die Schuld bei dir und hast aber doch so absolut gar keine Schuld an der Spielkrankheit deiner Mutter.

Setzt sie doch mal auf den Boden der Tatsachen, was du weißt was mit ihr los ist und was davon zu halten ist.
Letzten Endes ist sie der einzige Mensch auf Erden der entscheiden kann, mit dem Spielen aufzuhören.
Und du musst "verstehen", dass du da als Außenstehende absolut "machtlos" bist.


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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#6: 19.01.2022 17:35:47
Erstmal willkommen Eilatan89

Setzt sie doch mal auf den Boden der Tatsachen, was du weißt was mit ihr los ist und was davon zu halten ist.
Letzten Endes ist sie der einzige Mensch auf Erden der entscheiden kann, mit dem Spielen aufzuhören.
Und du musst "verstehen", dass du da als Außenstehende absolut "machtlos" bist.


Sie auf den Boden der Tatsachen zu bringen genau das trau ich mir überhaupt nicht zu. Heute hat sie erzählt das Sie doch gar nicht daran schuld sei das wir im Minus sind mit dem Geld Weil, Ich zitiere: "Ich ja auch ab und zu Gewonnen habe und das Geld wieder ins Haushaltsgeld gesteckt habe"
Sie realisiert gar nicht das Sie wesentlich mehr Geld reingesteckt hat als sie rausbekommen hat.

Eigentlich ganz logisch. Wenn man viel spielt wird man eh Kurz oder lang mehr reinstecken als das man Gewinnt weil sonst lohnt es sich für die Betreiber doch gar nicht Spielhallen loszumachen wenn da kein Gewinn bei rauskommt.
Am Anfang als ich mit meiner Mutter noch mit spielen Gewesen bin hab ich mir immer schon vorgestellt wie so ein Reicher Mensch an seinem Schreibtisch sitzt und sich jedes mal die Hände reibt sobald ich den Knopf betätigt habe. Und Das Geld dafür war mir einfach zu schade.

Warum versteht das meine Mutter nicht das dass alles nur Verluste Ihrer Seits sind. Zum Glück sind das nicht wirklich viele Schulden aber es sind Schulden und das weil Sie Spielen gewesen ist. Natürlich haben wir auch Ausgaben im Monat aber Ihr Spielverhalten war das was die Wage von Ausgaben und Einnahmen sehr ins Ungleichgewicht gestürzt hat.
Bei der Aussage von heute hab ich echt angst das Sie das wieder Relativiert und wieder Spielen gehen will...... :(
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#7: 20.01.2022 13:53:04
Gerade hat das Gespräch mit der Sozialberaterin Stattgefunden, dabei sein durfte ich dann aber doch nicht! Dafür gibt es jetzt nun ein Extra Termin den meine Mutter sowieso gewünscht hat an dem mein Vater und Ich Teilnehmen sollen.

Zwei dinge machen mir da Sorgen
1. Das es nur eine Aufzählung von Schuldzuweisungen geht was wir alles falsch gemacht haben weswegen Sie ja süchtig wurde..... naja....
2. Das nur gesagt wird was wir alles Ändern sollen damit Sie nicht  mehr Spielen geht.....
Ja Sie ist schnell überfordert zur zeit und ja auch ihre Krankheiten machen zu schaffen aber trotzdem müssen wir doch nicht alles ändern und Sie nicht? Recht machen können wir Ihr es eh nicht zur zeit egal was wir machen das merke ich ja immer mehr.

Was ich mir wünsche wären Ideen wie wir sie davon ablenken können oder vielleicht andere dinge die wirklich helfen.

Kann ich vor dem Gespräch das vielleicht deutlich machen das ich das nicht will? Diese zwei dinge? Oder wäre ich dann bloß wieder der Buhmann?
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#8: 20.01.2022 13:53:31
Hallo Eilatan,

naja, ich glaube schon dass es Momente gibt, wo Deine Mutter weiß dass sie es verbockt hat, aber dann ist die Scham ( und auch die Feigheit, die es bei nassen Süchtigen oft gibt) so groß dass sie lieber irgendwie versucht das Problem von sich wegzuschieben.
Genau das machen süchtige, wenn Sie noch nicht bereit sind anzuerkennen, dass Sie und alleine Sie für die Suchtausübung und deren Konsequenzen verantwortlich sind.
Für mich klingt das leider so als ob Deine Mutter noch nicht sehr weit weg von Ihren Suchtgedanken ist.
Aber nochmals, Du kannst Ihr dabei nicht helfen, du kannst ihr nur die Konsequenzen aufzeigen, die Sie nehmen muss, wenn Sie nicht bereit ist sich Ihren Problem zu stellen. Dann ist es nur noch ihre Entscheidung.
Alles Gute für Dich weiterhin berichte gerne
LG Medea

ps. sorry  dein und mein Beitrag hat sich überschnitten. DU KANNST ihr alles sagen und musst es auch, denn nur so wird sie merken, dass Du das Spiel nicht mitspielen willst.
ablenken ist schwer, da muss sie selbst was suchen. aber eigentlich ist ablenken auch nicht gut, denn das wäre ja nur verstecken und nicht die Suche nach dem warum .
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#9: 20.01.2022 14:27:33

Zwei dinge machen mir da Sorgen
1. Das es nur eine Aufzählung von Schuldzuweisungen geht was wir alles falsch gemacht haben weswegen Sie ja süchtig wurde..... naja....
2. Das nur gesagt wird was wir alles Ändern sollen damit Sie nicht  mehr Spielen geht.....
Ja Sie ist schnell überfordert zur zeit und ja auch ihre Krankheiten machen zu schaffen aber trotzdem müssen wir doch nicht alles ändern und Sie nicht? Recht machen können wir Ihr es eh nicht zur zeit egal was wir machen das merke ich ja immer mehr.


Moin Eilatan ,
ist das jetzt eine Sozialarbeiterin oder eine Suchtberaterin ?
Wenn sie aus der stationären Therapie kommt, sollte es ja jetzt um die Nachsorge gehen . Da  sind dann Deine Bedenken unnötig . Die Suchtberaterin wird  auf keinen Fall mit  Schuldzuweisungen ggü Euch arbeiten , denke da bist Du jetzt voreingenommen von den Aussagen Deiner Mutter. Vielleicht geht es um Unterstützung, aber nicht in der Form, die Deine Mutter  äußert..Also betrachte das mal komplett losgelöst . Sicher kannst Du da auch Deine Fragen loswerden.

Was wie mich  etwas erstaunt ist , dass sie mit dieser Haltung aus der Therapie kommt . Sorry Eilatan, aber da ist irgendwas an Ihr vorbeigegangen. Oder sie war in der Klinik aus anderen Gründen und  hat nix von Ihrer Spielsucht erzählt .

Also gehe bitte ohne Schuldgefühle zur Beratung , sondern sehe es so wie es ist : du willst helfen .

Du brauchst es nicht deutlich machen vor dem Gespräch, wozu ? Deine Mutter versteht es nicht . Und wenn Dir das eine Gespräch nicht reicht , bitte gleich vor Ort , in Beisein Deiner Mutter um ein weiteres .
Und wenn es nur um alles andere geht , dann seit  Ihr da schlichtweg falsch , auf jedem Fell nicht bei der Nachsorge für Sucht.

Lieben Gruß
André
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#10: 20.01.2022 14:38:53
Hallo Eilatan,

Zwei dinge machen mir da Sorgen
1. Das es nur eine Aufzählung von Schuldzuweisungen geht was wir alles falsch gemacht haben weswegen Sie ja süchtig wurde..... naja....
2. Das nur gesagt wird was wir alles Ändern sollen damit Sie nicht  mehr Spielen geht.....
Ja Sie ist schnell überfordert zur zeit und ja auch ihre Krankheiten machen zu schaffen aber trotzdem müssen wir doch nicht alles ändern und Sie nicht? Recht machen können wir Ihr es eh nicht zur zeit egal was wir machen das merke ich ja immer mehr.

Wer auch immer Dir so etwas ins Ohr brachte,  es ist unerträglich und macht mich sogar etwas wütend.
Kein Thema, wenn jemand krank ist wird er gepflegt und behütet, Aufregungen vermeiden , auf die Ernährung achten oder halt die Fenster nicht gerade offen stehen lassen...was auch immer.
Und einem spielsüchtigen Menschen sollte man vielleicht nicht gerade das Lotto - Glücksmagazin zum lesen geben.

Etwas ändern dass sie nicht mehr zum spielen geht?
Unterstützend ist dies sicherlich bedingt möglich (siehe auch in Medeas Beitrag hier), aber doch nicht als Schwerpunkt einer zukünftigen Spielfreiheit.
Und schon gar nicht "Schuldige" zu finden, warum sie spielsüchtig wurde! 
Ihr solltet da ganz schnell wieder runter kommen, kaum würde ein Therapeut doch auf so etwas gezielt eingehen.
Es käme nun wirklich in Betracht, die Mündigkeit Deiner Mutter zu prüfen.
Denn wer so konsequent eine Selbstverantwortung verweigert, kann sie auch nicht tragen.

Mal gespannt wie es weitergeht, und lasse Dich ja nicht so unterwandern.
Kopf hoch und nur Mut.

Liebe Grüße   
 


   
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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#11: 20.01.2022 18:35:18

Für mich klingt das leider so als ob Deine Mutter noch nicht sehr weit weg von Ihren Suchtgedanken ist.
Aber nochmals, Du kannst Ihr dabei nicht helfen, du kannst ihr nur die Konsequenzen aufzeigen, die Sie nehmen muss, wenn Sie nicht bereit ist sich Ihren Problem zu stellen.

ps. sorry  dein und mein Beitrag hat sich überschnitten. DU KANNST ihr alles sagen und musst es auch, denn nur so wird sie merken, dass Du das Spiel nicht mitspielen willst.
ablenken ist schwer, da muss sie selbst was suchen. aber eigentlich ist ablenken auch nicht gut, denn das wäre ja nur verstecken und nicht die Suche nach dem warum .

Ja Ich glaube auch das Ihr gar nicht bewusst ist was das für eine Arbeit bedeutet eine Sucht zu bekämpfen, Sie hat ja ihr ganzes leben lang nur Süchte gegen andere Süchte ausgetauscht und da reichen keine paar Monate aus, man kratzt jetzt erst an der Oberfläche und ich denke Ihre Oberfläche ist sehr dick. Sie stellt sich Sachen vor die Komplett unrealistisch sind heute hat sie gesagt sie wünscht sich ein Umbau vom Haus und will das alleine durch einen Zuschuss für ein Pflegegrad finanzieren (Sie möchte nach der Reha ein Pflegegrad beantragen) oder sich irgendwelche Hilfen durch gemeinnützige Vereine beschaffen. Aber das ist nicht realisierbar.
Ich denke der erste Schritt ist es Sie auf den Boden der Tatsachen zu bringen aber ich kann da reden wie ich will ich werde nicht für ernst genommen.


Ja da muss ich noch dran arbeiten Ihr alles zu sagen, ich versuche es immer aber als Tochter ist man eben gewohnt nicht immer den Mund aufzumachen.
Ok also lieber nicht ablenken? Die Klinik hat das gesagt solange sie nicht in Reha ist.

ist das jetzt eine Sozialarbeiterin oder eine Suchtberaterin ?

Wenn sie aus der stationären Therapie kommt, sollte es ja jetzt um die Nachsorge gehen . Da  sind dann Deine Bedenken unnötig . Die Suchtberaterin wird  auf keinen Fall mit  Schuldzuweisungen ggü Euch arbeiten , denke da bist Du jetzt voreingenommen von den Aussagen Deiner Mutter. Vielleicht geht es um Unterstützung, aber nicht in der Form, die Deine Mutter  äußert..Also betrachte das mal komplett losgelöst . Sicher kannst Du da auch Deine Fragen loswerden.

Was wie mich  etwas erstaunt ist , dass sie mit dieser Haltung aus der Therapie kommt . Sorry Eilatan, aber da ist irgendwas an Ihr vorbeigegangen. Oder sie war in der Klinik aus anderen Gründen und  hat nix von Ihrer Spielsucht erzählt .

Du brauchst es nicht deutlich machen vor dem Gespräch, wozu ? Deine Mutter versteht es nicht . Und wenn Dir das eine Gespräch nicht reicht , bitte gleich vor Ort , in Beisein Deiner Mutter um ein weiteres .

Lieben Gruß
André


Sorry meine Mutter hatte sich da vertan es war die Sozialberaterin die soll mit der Suchtberatung aber zusammenarbeiten und die Sozialberaterin soll dafür sorgen das sie besser im Alltag klar kommt mit uns.

Ja Meine Mutter spricht ununterbrochen davon was wir eben alles ändern müssen und woran wir alles Schuld sind, deshalb gehe ich mal stark davon aus das Sie auch so in der Klinik geredet hat und vor der Sozialberaterin und der Suchtberatung.

In der Klinik war sie wegen der Spielsucht und wegen Ihrer Überforderung im Alltag weil Sie damals den Schlaganfall hatte ende 2012. In den Jahren kam mehrere Krankheiten hinzu und besonders Ihre RLS (restless legs Syndro) sorgt dafür das sie Starke Medikamente nimmt die Sie sowieso schon sehr ruhig halten sollen die aber auch vorhandene Süchte steigern können. Alles in allem hat sie eine Menge Baustellen und Ich denke mal das macht das alles insgesamt sehr schwierig für Sie. Aber trotzdem auch wenn Sie das alles hat ist Sie selbst Schuld weil nur Sie in die Spielhalle gegangen ist und nicht ihre Krankheiten.
Ja ich werde Fragen ob es was für Angehörige gibt. Mein Vater ist schon ganz durcheinander er ist auch schon etwas älter und versteht das alles nicht so wirklich.

Hallo Eilatan,

Etwas ändern dass sie nicht mehr zum spielen geht?
Unterstützend ist dies sicherlich bedingt möglich (siehe auch in Medeas Beitrag hier), aber doch nicht als Schwerpunkt einer zukünftigen Spielfreiheit.
Und schon gar nicht "Schuldige" zu finden, warum sie spielsüchtig wurde! 
Ihr solltet da ganz schnell wieder runter kommen, kaum würde ein Therapeut doch auf so etwas gezielt eingehen.
Es käme nun wirklich in Betracht, die Mündigkeit Deiner Mutter zu prüfen.
Denn wer so konsequent eine Selbstverantwortung verweigert, kann sie auch nicht tragen.

Mal gespannt wie es weitergeht, und lasse Dich ja nicht so unterwandern.
Kopf hoch und nur Mut.

Liebe Grüße   
 


   

Ich weiß ja nicht in wieweit eine Sozialarbeiterin darin gefördert wird zwischen den Zeilen zu schauen? Ich hoffe wirklich das dass Gespräch nächste Woche nicht darin enden wird das Mein Vater und Ich fertig gemacht werden. (Ich hab mal was ähnliches erlebt das genauso geendet hat).

Ja die Sozialarbeiterin möchte das nach der Reha in angriff nehmen das Sie ein Pflegegrad bekommt plus eine Alltagsbegleitung. Ich bin mal gespannt.

Ja ich arbeite dran ihr mal zu sagen das nicht wir Schuldig sind sondern Sie an der Sache alleine die Verantwortung tragen muss. Wir sie aber gerne unterstützen.


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Re: Fehlendes Verständnis aufbringen?
#12: 20.01.2022 19:04:11
Hallo Eilatan,

nicht dass es nun hier zu Verwechslungen kommt, da Deine Mutter leider auch sonst gesundheitlich angeschlagen, bzw. schon einen Schlaganfall hatte.


Ja da muss ich noch dran arbeiten Ihr alles zu sagen, ich versuche es immer aber als Tochter ist man eben gewohnt nicht immer den Mund aufzumachen.
Ok also lieber nicht ablenken? Die Klinik hat das gesagt solange sie nicht in Reha ist.

Was die Klinik, mit dem entsprechenden Fachpersonal rät, hat sicherlich höhere Priorität !

Sorry meine Mutter hatte sich da vertan es war die Sozialberaterin die soll mit der Suchtberatung aber zusammenarbeiten und die Sozialberaterin soll dafür sorgen das sie besser im Alltag klar kommt mit uns.

Dies klingt doch einmal ganz gut, bis auf  "mit uns" , eher ihr alle gemeinsam.

Ja die Sozialarbeiterin möchte das nach der Reha in angriff nehmen das Sie ein Pflegegrad bekommt plus eine Alltagsbegleitung. Ich bin mal gespannt.
Ja ich arbeite dran ihr mal zu sagen das nicht wir Schuldig sind sondern Sie an der Sache alleine die Verantwortung tragen muss. Wir sie aber gerne unterstützen.

Zwei tolle Schlüssel , für euch alle.

Liebe Eilatan, Du darfst nicht vergessen, dieser Ort hier ist nur für Dich
Hier bist Du uns wichtig, über den Umgang mit Deiner Mutter von Deiner Sicht aus.
Niemand hier kann erahnen was das beste für Deine Mutter wäre, Nur eines ganz sicher...
Schön für sie Dich an ihrer Seite zu haben.

Liebe Grüße



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