Autor Thema: Grün ist nicht immer grün  (Gelesen 3518 mal)

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Offline Andre12

Re: Grün ist nicht immer grün
« Antwort #30 am: 03.05.2021 10:11:12 »
Moin,

hab gerade nochmal meinen  Thread " Wie lange dauert die Nachsorge ? " gelesen. Mein Leben lang! Das Thema ist also geklärt. ;). Es bezog sich da rein auf meine Spielsucht. Jetzt, heute losgelöst von meiner Spielsucht, würde ich diese Frage anders formulieren :" Wie lange muss ich auf mich achtgeben ? Auch hier : "Für immer "  Mein Acht geben auf mich, teilweise auf andere, meine Selbstreflektion und überhaupt die Betrachtung meines ganzen kleinen Lebens rückt immer mehr in den Vordergrund. Ich erwische mich oft bei Gedanken die sich im Kreis drehen, früher wäre ich weggelaufen ( Zocken, oder Fußball, hier war aber eher wichtiger, das eine  ;D Bier danach) Am nächsten Tag ging die gleiche leier wieder los. Heute lasse ich meine Gedanken kommen, bewerte sie kurz und wenn ich merke es wird zur gedanklichen Schleife, kümmere ich mich sofort darum. Ich kenn mich jetzt ja, weiß wie ich funktioniere. z.B. ich hatte einen sehr schönen Samstagabend, Sonntag morgen saß ich bei mir allein in der Küche. Sinnierte vor mir hin, beim Café. Gedanken wie: und heute ?, jetzt sitzt hier wieder, toll. Also Zettel raus: Liste erstellen Aufgaben für Sonntag. Fing an alles zu erledigen. Mittag gegessen und dachte so Couch fernsehen und gut. Im Hinterkopf schwirrte mir aber von meiner Liste  " Auto von innen putzen " rum. Ich raffte mich wieder auf und tat es einfach. Kam dann noch mit den Nachbarn ins Gespräch und das war auch nett.  Für mich ist es einfach verbindlicher, wenn ich meine Belange niederschreib. Erst Gedanken machen, dann aufschreiben, dann tun und machen. Klar habe ich das alles im Hinterkopf , was ich will und wollte, aber meine Synapsen und Automatismen im Kopf  sind die Spielergewohnheiten, das zurücklehnen, in Lethargie fallen, mich grämen, mich von schuld frei zu sprechen, was weiß ich, aber alles Dinge die mich vom tun abhalten und runterziehen. Vor allen Dingen halten sie mich ab, von mir selbst.  Der wichtigste Punkt hier ist für mich, das Gedanken machen, was will ich, was hab ich vor, was stört mich, was möchte ich ändern ? Das hilft mir ungemein und macht mich innerlich zufriedener, ( allein das Gedanken machen und das reflektieren) Nach der Erledigung sowieso.
Bei all meinen Tun und diese komische Coronazeit, schätze ich  heute  auch einfach ein Wort mit den Nachbarn oder ich trinke mit einem Kumpel (in)/ Freund (in) 3 Bier oder nur Café und tauschen uns einfach aus, das reicht mir und beschwingt mich und ich kann mich trotzdem um meine Belange oder gerade deswegen kümmern, das Extreme von früher fällt langsam weg. Alles was ich tat, war immer extrem. Schwarz oder weiß, hopp oder top..... usw.  Selbst meine Emotionen, Gefühle waren extrem: himmelhoch jauchzend, zu tode betrübt...
Das so meine Gedanken vom Wochenende. Also passt auf Euch auf.

Liebe Grüße  ( heute mal so )

André   
« Letzte Änderung: 03.05.2021 10:26:27 von Andre12 »
 
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