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Autor Thema: Anfrage an die Fachkundigen unter euch zum Thema Chargeback

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Hallo Leute,

ich habe in der letzten Zeit mit großer Aufmerksamkeit das Thema Chargeback verfolgt.
Nachdem ich mich da eingelesen hatte, habe ich mich dazu entschlossen, eine Ausarbeitung darüber zu schreiben.
Hätte jemand die zu lesen und mir dann seine (fachkundige) Meinung dazu zu sagen?

LG Mo von Glückszone
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LG
Mo von Glückszone
 

O

Olli

Hi Mo!

Sende mir Deine EMailadresse und ich schicke Dir meine drei Präsentationen ... :)
Sie behandeln das Thema aber nicht vollumfänglich.

Nachtrag: EMail ist unterwegs ... :)
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Hey Mo,

darf ich fragen, welche Motivation (neben Deinem Interesse) dich veranlasst, darüber zu schreiben?

Was ist Deine Intention hinsichtlich einer Ausarbeitung? Gibt es eine bestimmte Zielgruppe?

... bin einfach neugierig  :)

Liebe Grüße

MiLu
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.....continued.....
 

Eigentlich wollte ich die Ausarbeitung als eBook zum Verkauf anbieten, nun bin ich doch eher verunsichert. Ich habe ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass das eventuell als Rechtsberatung durchgehen könnte, obwohl ich das Thema eher allgemein behandelt habe. Bei Rechtsberatung geht es um individuelle Beratung, die ich mit Sicherheit nicht anbieten würde/könnte, da ich kein Jurist bin.

Meine Intention war, zum Einen die Leute auf die Möglichkeit des Chargebacks hinzuweisen, zumal nun überhaupt keine Lizenzen mehr für Deutschland vergeben sind und zum Anderen hätte ich mich auch über den ein oder anderen Euro gefreut, da mein Projekt sehr zeitaufwändig und auch mir auch Kosten entstehen. Wäre also quasi, um das Projekt am laufen zu halten.

Da mag nun jeder davon halten, was er möchte, doch jeder muss sehen, wo er bleibt!

Ich denke, dass ich das aber noch einmal von einem Anwalt klären lasse und dann zu gegebener Zeit das eBook raus bringe, wenn es im rechtlichen Rahmen ist. Immerhin habe ich schon die ein oder andere Stunde an Arbeit reingesteckt.
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LG
Mo von Glückszone
 

H

Howard

Hi,

also Chargeback ist eine rechtliche Grauzone. Es hat zwar schon einige wenige Fälle gegeben, bei denen der Spieler recht bekommen hat und einen teil seines Geldes auf wiederbekommen hat. Aber derzeit sieht es in der Sache schlecht aus. Immer mehr Gerichte entscheiden gegen den Spieler.Eines der Begründungen sind das , es sich bei dem Spieler um mündige und geschäftsfähige Personen handelt. jeder der an Glücksspiel teilnimmt geht ein hohes Risiko ein sein Geld zu verlieren.Hier wird der Versuch unternommen die Verluste auf Dritte abzuwälzen und den Zahlungsanbieter  für seine Verluste haftbar zu machen.Dabei sind sämtliche Zahlungen autorisiert. Also im Klartext -  erst im Spielrausch zocken - und bei Verlust -die Schuld bei Anderen suchen.

Der Haken bei der Sache ist das die Banken nicht vergessen. Auch wenn bereits Zahlungsanbieter wie PayPal bereits verurteilt worden sind und Rückerstattung leisten mussten, kann der Schuss leider doch nach hinten los gehen.Es ist damit zu rechnen das man ein schlechte SCHUFA erhält und einen negativen Eintrag. Das bedeutet das es erheblich schwerer werden wird einen Kredit zu bekommen.

Desweiteren ist auch damit zu rechnen das man eine Anzeige mit entsprechender Kostennote wegen Betruges erhalten wird. Ein solcher Rechtsstreit dauert sehr viel Zeit und  kostet sehr viel Geld. Geld was Otto-Normalverbraucher nicht hat.

Derzeit haben mehrere Gerichte gegen Spieler entschieden und man kann davon ausgehen das auch andere Gerichte  diesen Urteilen folgen werden.

ich persönlich finde das auch in Ordnung.Spielschulden sind Ehrenschulden----auch wenn es weh tut----das Geld gibt es nicht zurück. Wer spielt ist selber Schuld. Anders herum gesehen, wer richtig gut gewinnt, der wird ja wohl auch nicht die Scheinchen nehmen und allen anderen Gästen in der Spielbank Geld schenken, oder ?

Stellt Euch vor jemand baut ein Haus und nach ein paar Wochen macht er dann Chargeback. Das könnte ja dann auch für andere Dinge gelten.

Eigentlich hatte man ja Chargeback nur dafür eingeführt das Banken oder auch Kunden im Notfall bei einer Fehlbuchung  zB. bei Betrug oder versehentlich  falscher Buchungsangaben  das Geld zurückgeholt werden kann. Das kam extrem selten vor, ist aber damals schon mal passiert, als es mit den Computer los ging. So hatte die Bank noch so eine Art Nothebel . Für Zocker die verlieren und dann Ihre Verluste zurückholen wollen---- um dann fröhlich wieder weiter zu zocken ist es nicht gedacht und das ist auch richtig so.
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Hallo Irgendjemand,

und hier ist noch einer der keine Ahnung hat.....

Dein angesprochenes Urteil des BVerfG wird von der Legislative nicht wahrgenommen.
Es scheint nur dann ein Gewicht zu bekommen, wenn in einer zivilen Auseinandersetzung sich einseitig darauf berufen wird.
Da werden in Dorfsitzungen des örtlichen Gemeinderates ganz andere Dinge nicht nur entschieden, sondern umgehend auch umgesetzt.
Und zwar ohne Blick nach Brüssel, aber sicherlich nicht gegen dem Sinne des BgB / StGB.

Lenne, Kraft, Geil und Kollegen und wer weiß ich noch alles....
Scheinen Kapazitäten zur Durchsetzung/Beratung von Recht und Ordnung zu sein.
Und ohne ihre eingebrachte Leistung nun zu diskreditieren oder zu verurteilen.

Urteile die nur dazu dienen sie gegebenenfalls anzuwenden und nicht eigenständig eine dienstliche Ermittlung nach sich ziehen, obwohl sehr offensichtlich, sind Alibiurteile.

Malta zero Points.

Liebe Grüße 



       
   
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T
Moin Howard,

du hast es sachlich ziemlich genau auf den Punkt gebracht. Immer wieder interessant, wie man für einfache Fakten angefeindet wird, wenn einem das gesagte nicht passt.

Warum der illegale spielende Spieler im illegalen Casino in der er sein Suchtmittel bekommen hat und nicht betrogen wurde sein Geld zurück bekommt und das Gerichte zulassen dafür ein CB zu nutzen, was wie Du richtig dargelegt hast einen ganz anderen Grund für die Möglichkeit gibt, ist bisher nicht plausibel von keinem Gericht dargelegt.

Welcher Drogensüchtig hat schon mal sein Geld zurück bekommen, nachdem der Dealer aufgeflogen ist, keiner, exakt der gleiche Sachverhalt. Die einzigen die daran Verdienen sind die Anwälte, die Spieler verzocken das Geld eh wieder.

Taro















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ChargeBack ist einfach eine Gesetzeslücke, die von Profiteuren (Zockern) ausgiebig genutzt wurde.
Ich habe noch keinen getroffen der sagte, ohne PayPal hätte er nicht gespielt.
Das wäre auch absoluter Quatsch.

@irgendjemand
MasterCard / Visa / PayPal etc. sind keine "Hehler".
Wer sowas schreibt präsentiert einfach nur sein mangelndes Wissen zu diesem Thema.

Wenn sich jemand mit einer Wegwerf-eMail-Adresse hier einzig aus dem Grund anmeldet,
jemanden zu beleidigen, dann spricht auch das Bände.

Und das ist um deine Worte mal zu zitieren: " salopp gesagt, ohne Sinn, Zweck und Verstand."
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Spieler als Profiteure zu bezeichnen (auch im Zusammenhang mit Chargeback) finde ich no go, oder hat dir das Zocken jemals ein Vorteil verschafft?

Mit "Profiteure" waren Spieler gemeint, die die Gesetzeslücke "ChargeBack" ausnutzen, nicht pauschal alle.
Sollte eigentlich jedem Leser klar geworden sein.

Für alle die sich mit dem Thema wenig auskennen.
"ChargeBack" bedeutet, dass sich die Spieler ihre online bezahlten Spieleinsätze bis zu 13 Monate rückwirkend
durch die Zahlungsdienstleister wie Kreditkartenunternehmen & PayPal erstatten lassen ( können ).
Der Grund ist, dass diese den Zahlungsvorgang nicht hätten buchen dürfen, da es sich um "illegales" Glücksspiel handelt.
Auf der anderen Seite ist aber auch die Teilnahme an illegalem Glücksspielt schon strafbar. Nur werden die Delikte hier nicht "verfolgt".

Dass diese Zahlungsdienstleister nun natürlich den Schaden auf alle Kunden umlegen ist wirtschaftlich gegeben.
Somit muss ich statistisch gesehen höhere Gebühren / Kosten zahlen ... werde also direkt von einem "Zocker" geschädigt.
Moralisch ist das sicher "skrupellos" und "in Kauf" genommen, aber dass die Allgemeinheit ( also du ich jeder hier ) dafür
zahlen soll, dass ein Suchtkranker diese "Gesetztelücke" nutzt ... leuchtet mir nicht ein.

Langsam legen aber fast alle Richter die Gesetze richtig aus und geben den Klagen der Zahlungsdienstleister statt.
Das rücksichtslose Zurückfordern ist seit einigen Monaten wohl eher vorbei ...

Wenn sich jemand mit einer Wegwerf-eMail-Adresse hier einzig aus dem Grund anmeldet,
jemanden zu beleidigen, dann spricht auch das Bände.

Ich gehöre nicht zu diejenigen die sich anmelden um jemanden zu beleidigen, warum sollte ich???

Dass unterlass' es doch zukünftig einfach :)
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Irgendjemand,
wenn du mit großer Sachkenntnis aus einem anderen Forum kommst,
wäre es nicht schön wenn alle wüssten unter welchem Namen man dich da finden kann und unter welchem Link dieses Forum erreibar ist ?
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Hallo,

es hat immer auch ein Gutes, wenn "energischer" diskutiert wird.
Und dieses Thema ist ja in "unseren" Kreisen an Prestige kaum zu toppen.  :)

Früher hier bei mir an der Schweizer Grenze gab es über ein duzend "privater Spielclubs".
Sie gehörten alle einem verrückten Polen und klar, ich war dort auch immer anzutreffen.
Dort wurde betrogen und ich meine nicht irgendwelche verzerrten Spiegel über dem Gummiball - Roulette.
Sondern Kartenschlitten mit doppeltem Boden, verstellbare Roulettekessel oder ein Glücksrad bei welchem man im voraus schon die gezogene Zahl einstellen konnte.
Da kam mir dann eines Tages die glorreiche Idee auch diese Casinos abzuzocken.
So machte ich an einem Abend in zwei dieser Filialen so ca. 15 k.
Natürlich flog dies sehr schnell auf, doch es reichte mir beide male den Parkplatz noch rechtzeitig zu verlassen.
Schon zwei Tage später saßen ich und der verrückte Pole wieder an der Bar, wir lachten und scherzten übereinander.
Mehr ist dazu nicht anzumerken.

Für mich ist ein spielsüchtiger Mensch nur ein Opfer seiner selbst.
Es interessiert mich einen Scheißdreck ob diese Sucht als unheilbar gilt.
Und jeder der mir berichtet oder im Forum schreibt,was er so alles angestellt hat in seinem "Zockerleben", wird Akzeptanz und Verständnis dafür bekommen.
Aber nur ausschließlich auf seine jetzige Ansicht darüber und dem erkennbaren Merkmal, es nicht mehr zulassen zu wollen. 
Dies ist sogar unabhängig von einem spürbaren Erfolg oder fatalen Rückschlägen über eine gewisse Zeitspanne.
Wer sich aber mit einem "verrückten Polen" einlässt, unwichtig ob nur online!
Dem sollte klar sein, allzu besser ist sein eigener Ruf ja nicht. 

Auf Casino - Foren oder im TV - Werbeblock sich ein geeignetes Casino zu suchen, parallel nicht die Geschäftsbedingungen von z.B Paypal zu kennen, obwohl man ja das Häckchen darunter setzte, was weiß ich wie lange unzählige Einzahlungen vorzunehmen.
Und in dieser ganzen Zeit dann plötzlich und ausgerechnet in einem Glücksspiel Hilfeforum, die Möglichkeit eines CBs zu entdecken.....
Obwohl diese Möglichkeit auch noch in anderen Bereichen zu finden und unter Käuferschutz abgesegnet ist.
Jener wird sich dann auch nicht wundern, das Unwissenheit vor einer Anklage wegen  Eingehungsbetruges schützt.

So würde ich es den Casino Betreibern nur nahe legen,bei der Erstanmeldung auf einen möglichen CB hinzuweisen und dies natürlich auch von jedem Nutzer wissentlich bestätigen lassen.  :)
Und dass dann dies auch zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen könnte.

Rechtsanwälte, Bänker ...da lobe ich mir doch den "verrückten Polen."



Liebe Grüße


   


   

 

   

   
 
         
       
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Hallo,

dann hau ich mal alles raus...

Wenn ein bekannter Sucht- Fachverband es nachdrücklich empfiehlt, natürlich parallel zu den üblichen Sucht - Präventionen, sich in Sachen CB beraten zu lassen. Und dies sogar in einer Kooperation mit einer Rechtsanwaltskanzlei und honorarfrei für eine Erstberatung.
Gibt es auch sicherlich gute Gründe für dieses Vorgehen.
Es ist auch wichtig gegen die Glückspielindustrie und dessen Handlanger vorzugehen, gerade wenn sie sich rechtlich auf einem schmalen Grad befinden oder jenen sogar weit überschreiten.
Doch erwarten hätte man doch durchaus können, dass dies unter einem schützenden Schirm des Verbandes geschieht.
Wenigstens eine Prüfung des eventuellen Antragstellers, inwieweit er denn gefestigt wäre, um einen event. erfolgreichen CB auch vernünftig einzusetzen wüsste. Auch dass diese Gelder den wahren Betroffenen zu Gute kommen, den Angehörigen, Vermietern oder Gläubigern, wird doch einfach jedem Spielkranken selbst überlassen.     
Sich aber alleinig auf eine Rechtslage zu berufen, mit einem gesponserten Hintergrund, wirtschaftliche Interessen erweckt.
Sollte nicht seinen eigentlichen Auftrag darunter leiden lassen, eine Hilfestellung zu sein!         
Die jedes Risiko eines erneuten Spielens unterdrückt.

So aber, ist die ganze Interessengemeinschaft dieses Verbandes involviert.
Da gibt es ja fast keinen Weg daran vorbei, für einen Menschen der nicht mehr spielen möchte.
Und mit Sicherheit oft noch weit entfernt, von einer erfolgreichen Abstinenz.
Und es hat ja auch eine Berechtigung, wenn Anwälte mit einer solchen möglichen Vertretung werben.
 Aber eine Rekrutierung, über die expl. erste Anlaufstelle zum Thema Spielsuchthilfe?

Zumindest für mich und ich weiß auch für andere, es ist mir nicht möglich neben Ehrlichkeit, Offenheit, Selbsterkenntnis und nach dem festen Griff beistehender Hände zu empfehlen und gleichzeitig...
eine Möglichkeit aufzuzeigen, sein verspieltes Geld wieder zu bekommen!   
Und man kann es mir glauben, ich weiß sehr wohl was es bedeutet Geld zu verlieren.

Ich habe mein eigentliches Leben zurück bekommen, ich habe es mir nicht zurück gekauft.
Dafür war ich bei keinem Anwalt, sondern bei Therapeuten und vor allem Gleichgesinnten.
Denen ich wichtig war und nicht mein Kontostand und einige von Ihnen hätten mir auch eine Unterkunft und was zu essen gegeben.
Und im Recht  :) war ich vergangenheitlich oft genug nicht, schon gar nicht auf den Seiten Maltas.

Aber soll jeder selbst entscheiden und wer wollte auch sein Geld nicht wieder zurück, gerade wenn er betrogen wurde.
Aber wie geschrieben, ich kann es nicht jemanden empfehlen, der mit der gleichen Krankheit wie ich auch lebt.

Liebe Grüße
         
           
               
         
     



       
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T

TAL

Hallo Irgendjemand,

Zitat
Die treibende Kraft hinter Glücksspiel ist Gier...

Zitat
...dann spricht doch eigentlich nichts dagegensprechen wenn das Geld gesetzesgemäß zurückgeholt wird?  (rein rechtlich betrachtet!)

Öhm...... ?
Es ist okay, einen Betrüger zu betrügen, einen Schläger zu verdreschen, das Haus eines Brandstifters anzuzünden...?
Daß die noch gieriger waren 'neutralisiert' meine eigene Gier?
Den Dieb zu beklauen macht mich zum rechtschaffenden Bürger?

Nein. Sicher nicht.
Es ist legitim, aber ganz sicher kein selbstloser Akt eines tollkühnen Rebellen gehen die niederen Machenschaften des abgrundtief bösen Imperiums.

Was mich immer wieder erstaunt, ist der vehemente Versuch, das eigene Handeln mit paradoxen Zirkelschlüssen zu rechtfertigen. Argumente, die keine sind, weil ich mein Handeln unabhängig von dem meines Gegenübers betrachten sollte. Nur, weil der schlimmer ist als ich selbst, bin ich noch lange nicht gut.
Das ist haarsträubend und ziemlich unglaubwürdig. Wozu diese die Opferschiene?
Warum um alles in der Welt kann man nicht einfach sagen "Hier gibt es eine Lücke, die ich für mich nutze, weil es mir eben möglich ist."?
Das wäre ehrlich, zutreffend und absolut ausreichend. "Ich will nur meinen Hintern retten... weil ich es kann. Punkt."
Völlig ohne daß man mit Kuhmist und Krokodilstränen um sich werfen muß.

Ich wollte ja nichts dazu sagen, echt nicht. Das Thema kommt mir aus den Ohren raus.
Aber he...

Wer hat mich zur Anmeldung gezwungen? Wer hat mir die Pistole auf die Brust gesetzt, mich an den Rechner gesetzt und gesagt "Spiel!"?
Spielschulden sind Spielschulden, denn ich habe mich drauf eingelassen. Das gilt in der örtlichen Spielbank genauso wie beim dubiosen Buchmacher im Internet.
Denn mal ehrlich... illegal hin oder her... das weiß ich alles vorher. Ich habe bekommen, was ich wollte. Und wenn nicht dort, dann woanders.
Howard hat eines jedenfalls ganz gut auf den Punkt gebracht: Beschwert wird sich immer nur, wenn man verliert. Da braucht es dann plötzlich einen Schuldigen.
Glücksspiel ist per se moralisch fragwürdig, ja, aber das gilt für beide Seiten. Auf die Illegalität wird sich aber komischerweise nur dann berufen, wenn es grad paßt. Ich erwache nach einem Totalausfall, bekomme Panik, googel, und finde doch tatsächlich mit dem ersten Treffer einen Ausweg. Wie praktisch. Da gibt es durchaus fragilere Strohhalme.
Puuh... erstmal zurückbuchen... dann fällt mir ein... he... war vielleicht doch keine gute Idee, denn was, wenn die das vielleicht doch gar nicht so lustig finden und tatsächlich ihr Geld wiederhaben wollen... und ich fang an zu jammern, zu wettern und zu schimpfen, weil ich mir gegen meine eigenen Zweifel und die in meinem Kopf schön düster ausgeschmückten Horrorszenarien ständig selber glaubhaft versichern muß, ich sei ja im Recht, und darum kann und darf mir ja nichts passieren!
Drei Jahre lang.
Schöner Neustart.
Quasi der Hauptgewinn.
Hurrah.

Daß es unter Spielsüchtigen keine Gewinner gibt, weiß ich, und du weißt das auch... aber Otto Normalbürger nunmal nicht! Für ihn sieht es dann eben nach 'Zocken ohne Risiko' aus. Frei nach dem Motto: Gewinne ich, halt ich die Klappe und freu mich nen Ast, verliere ich, jammer ich rum, und buch's einfach zurück.
Denn der Spieler ist (neutral betrachtet) beim Chargeback nunmal der Profiteur. Oder wie sonst würdest du es nennen, wenn du Geld wiederbekommst, für das du die gewünschte Gegenleistung bereits erhalten hast?
Dir war vorher klar, daß eine Chance besteht, zu verlieren. Oder übersehe ich was?
Nein, ich war nie Profiteur, aber ich wollte definitiv krampfhaft einer sein, und verhielt mich entsprechend.
"Ich hätte dort nicht gespielt, wenn ich gewußt hätte, daß es illegal ist." Bullshit. Natürlich hätte ich das. Eben genau deswegen.

Nur die wenigsten hören oder sehen, wie es ist, am Dritten des Monats vor einem leeren Kühlschrank zu sitzen - jedes Mal auf's Neue. Die Bild-Schlagzeile 'Zocken ohne Risiko' hingegen kennt jeder.

Auch ich bin kein Fan von Chargeback. Was ich aber noch viel weniger mag, sind hanebüchene Vergleiche und haarsträubende Schuldzuweisungen. Denn immerhin geht es um die Sache, um die öffentliche Wahrnehmung.
Solche Dinge entscheiden sich oft nicht zuletzt auch an der allgemeinen Meinung. Das Bild vom opportunistischen Schlitzohr ohne jeglichen Willen zur Einsicht und Selbstreflektion ist da nicht gerade förderlich.

Zahlungsdienstleister sind definitiv Geier, die Verträge abgeschlossen haben, also genau wissen, was Sache ist, und trotzdem bewußt wegsehen, ja... und es gibt durchaus auch Pro-CB-Argumente...  aber der ach so arme Spieler, der unschuldig übers Ohr gehauen wurde, gehört definitiv nicht dazu. Das ist eher ein schlechter Scherz. Ein allzu offensichtlicher Widerspruch in sich. Besonders, wenn er dann noch so tut, als hätte sich die Welt gegen ihn verschworen.
Es ist für das öffentliche Interesse genau die falsche 'Argumentation'. Die, die am meisten schadet... weil sie eben offenkundig heuchlerisch ist, und die eigene Rolle dabei komplett ignoriert.

Ich kenne aus Foren bisher nur die "PayPal ist schuld"-Seite... und da würde ich mir manchmal, sofern eine Diskussion über das Warum überhaupt sein muß, doch mehr Sachlichkeit wünschen. Die Threads dazu sind mancherorts echt zum Fremdschämen. Ich hoffe da echt jedes Mal inständig, daß das kein Entscheidungsträger jemals liest.
Denn wozu um alles in der Welt sollte der Gesetzgeber diesen scheinbar verschlagenen Haufen opportunistischer Gauner mit einem Faible für überzogene Dramatik vor sich selbst schützen müssen?
(Das ist nicht das, was ich denke, sondern wie es eben nach Außen so rüberkommen könnte, wenn man das liest.)

Wenn überhaupt, dann gehört Chargeback meiner Meinung nach in die Hände von Juristen und anderen Fachleuten, und nicht in die eines Spielers kurz nach einem Knall.
Ein sehr ernstes Thema, die Gefahr, die von diesem als ach so spaßig und harmlos vermarkteten Zeitvertreib ausgeht; etwas, was sonst viel zu wenig wahrgenommen wird, wird damit öffentlich ad absurdum geführt... und das ausgerechnet von denen, die am meisten von einer sachlichen und distanzierten Herangehensweise profitieren würden.
Der Imageschaden, der dabei entsteht, ist gravierend... und ist für die weitere Entwicklung bei der Rechtsprechung und Regulierung mit Sicherheit nicht förderlich.
Das Ironische daran ist, daß das dann ebenfalls in die Kategorie 'selber Schuld' fällt.

Ja! Onlinecasinos und Zahlungsdienstleister sollten für ihre fragwürdigen Maschen zur Verantwortung gezogen werden. Nicht zuletzt, damit endlich klare Linien geschaffen werden. Im Interesse derer, die nach uns kommen... und das werden Einige. Das Ganze gehört, wenn schon legal, dann wenigstens vernünftig reguliert. Bei Verstößen gerne mit hohen Geldstrafen... für die Staatskasse, oder meinetwegen auch den Tierschutzverein.
Aber dann würde es keiner mehr machen, denn was hätte er dann davon? Keiner würde ein CB auch nur in Erwägung ziehen, wenn das Geld an den Staat oder eine gemeinnützige Organisation ginge. Macht dann ja keinen Sinn mehr.

Erzähl mir also bitte nicht, daß es den Proragonisten um 'Gerechtigkeit' geht.
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Folgende Mitglieder bedankten sich: Fred, Taro, medea888

Ich kenne aus Foren bisher nur die "PayPal ist schuld"-Seite... und da würde ich mir manchmal, sofern eine Diskussion über das Warum überhaupt sein muß, doch mehr Sachlichkeit wünschen. Die Threads dazu sind mancherorts echt zum Fremdschämen. Ich hoffe da echt jedes Mal inständig, daß das kein Entscheidungsträger jemals liest.

Ich mag dir sagen, warum es "in Foren" so einseitig ist.

Anbei ein Zitat von Ilona auf meine Frage, warum mein Account gelöscht wurde.
Zitat von: Ilona
    "Man kann auch nicht ständig zu SPD Veranstaltungen gehen und dort CDU Politik durchsetzen wollen (oder umgekehrt), obwohl man gar kein Mitglied ist."

Zitat hätte sein müsen: "Falls du dich daran halten kannst, bist du willkommen."
Was im Umkehrschluss bedeutet, "Falls du dich NICHT daran halten kannst, bist du NICHT willkommen."
[Geändert 26.05.2020 da das "Zitat" kein Zitat war.]

Ich glaub da muss man sich über die Einseitigkeit der "Berichterstattung" nicht mehr wundern.
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« Letzte Änderung: 26.05.2020 19:38:50 von Fred »
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Illona setzt sich sicher nicht für die Interessen der Spieler ein. Da liegen die Interessen wie sie mir selbst sagt, drittklassigen Anwälte am Herzen, die sie mit Ihrer Kundschaft zu Zwangsmillionären macht.

Die Fachkompetenz von Ihr ist wohl er mangelhaft. Da sie nach einem vertraulichen Telefonat mit mir, um das Sie gebeten hat bei Ulli über mich hergezogen ist, was der von Ihr unkommentiert veröffentlicht hat, nenne ich Sie nur noch Schnatterinchen. Professionell sieht anders aus. Aber Hauptsache Sie hat den längsten Titel.
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