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Angehörige / Re: Austausch..
« Letzter Beitrag: von amTiefpunkt am Heute um 08:44:22 »
Moin Darksoul,

Willkommen hier Forum, super, dass du geschrieben hast!

Trotz deiner Co-Abhängigkeit wirkst du auf mich sehr reflektiert, erkennst die Zusammenhänge, schätzt die Situation gut ein. Rein Objektiv kann es doch eigentlich kein "Weiter-So" geben, oder? Eure Beziehung hat sich mittlerweile in eine Art Zeckgemeinschaft verwandelt. Er will seine Ruhe haben und flüchtet sich ins Spielen und willst ebenfalls deine Ruhe haben und du unterstützt ihn dabei. Ein teuflisches Konstrukt, wenn man Leben will!
Beantworte dir selbst doch mal folgende Fragen: Wie stelle ich mir ein erfüllte Leben vor? Was bin ich selbst wert? Bin ich glücklich? Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?
Fang endlich an, dich um dein eigenes Leben zu kümmern, unabhängig was dein Freund macht. Es geht hier schlichtweg um dein Leben, du hast nur dieses eine! Beginne es zu Leben ohne ständig zu flüchten. Du musst es wollen. Wenn du dein Leben ergreifst, kann dein Freund vielleicht auch die Wahrheit sehen. Wenn dein Freund dir auf deinem Genesungsweg im Weg steht oder blockiert, musst du dich (temporär) trennen. Du musst deinen Blick, deine Aufmerksamkeit auf dich setzen, nicht auf ihn, es geht um dich!!! Das musst du begreifen....

aT
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Angehörige / Re: Austausch..
« Letzter Beitrag: von Turnschuh am Heute um 00:52:28 »
Hallo Darksoul,

Ich bin ebenfalls Angehörige, besser gesagt, Ehefrau. Ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst. Ich habe hier gelernt, So schwer wie es ist, ziehe Konsequenzen.
Ich habe ihn (so schwer es mir auch gefallen ist) bei einer erneuten Rechnung (die er mir wie selbstverständlich hingelegt hat) rausgeschmissen. Das Fass war voll und ich war stark genug.
Als nächstes kündigen wir unsere Wohnung, damit er weiterhin sieht wie ernst es mir wirklich ist, das ich so definitiv nicht mehr weiterleben möchte. Ob wie jemals wieder zusammen kommen ist offen.

Natürlich ist mir das nicht leichtgefallen, aber danach hat es sich richtig angefühlt. Auch wenn danach natürlich die Tränen geflossen sind.
Auch ich habe gelegentlich das gefühl wieder einigelullt zu werden, dann rede ich mit einer Freundin. Hast du Freundinnen/Angehörige die alles wissen und mit denen du nach einem Gespräch noch mal reden kannst um dieses vllt zu reflektieren? Mir hat das bisher oft geholfen.

Auch ich habe hier gelernt, ich kann ihm nicht helfen. Aber das weißt du ja selber auch schon. Wäre es für dich auch eine Möglichkeit auszuziehen um so Abstand zu gewinnen damit? Damit du dich um dich kümmern kannst?

Liebe Grüße 😊


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Angehörige / Re: Austausch..
« Letzter Beitrag: von Darksoul am Heute um 00:19:42 »
Der Therapieversuch ging von ihm aus, ja. Mein Freund ist seit 4-5 Jahren süchtig und das mit seinen jungen 23 Jahren.. und ich weiß es offiziell seit einigen Monaten. Wir sind „erst“ ein Jahr zusammen, ich habe aber eigentlich von Anfang an gemerkt, dass etwas nicht stimmt und mir ist früh aufgefallen, dass er häufig in die Spielothek geht und er oftmals Mitte des Monats kein Geld mehr hat bzw. Wir kaum was als frisches Paar unternommen haben.. damals sagte er noch, dass einfach nicht so sein Ding, da wusste ich noch nicht, dass er dafür einfach kein Geld übrig hat. Die Gewissheit, dass er krank ist, habe ich dann nach einem Gespräch mit seiner Mutter erhalten.

Dass dein Mann es weiß, kann ich mir gut vorstellen. Wenn er sich jedoch eingestehen müsste, wäre er quasi gezwungen irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen und da er keine Therapie machen möchte, gesteht er es sich vielleicht nicht ein und hat wahrscheinlich auch Angst davor? Ich verstehe dich so gut. Es geht eine Menge vertrauen flöten bzw. Es kann ja gar keins entstehen, wenn man immer wieder nur angelogen wird. Mitleid bekomme ich auch mit meinem Freund, denn er hat auch körperlich Symptome wenn er Spieldruck hat und es ist schwer mit anzusehen, wie er nach dem Spielen teilweise völlig ausgelaugt und niedergeschlagen zurück kommt oder völlig in Rage ist und versucht an mehr und mehr Geld ranzukommen. Du kannst ihm leider nicht helfen, das musste ich mir heute nun auch einstehen. Ich bin dennoch gewillt ihn weiterhin zu unterstützen, denn ich kann ihn nicht im Stich lassen, das widerstrebt mir total, aber ich bin an einem Punkt, wo mir eigentlich die Kraft fehlt und dennoch raffe ich mich immer wieder auf.. zumal er ja in eine ambulante Therapie geht ab nächster Woche und ich ihm diese Chance geben will, doch wenn er selbst nicht aus tiefsten Herzen aufhören will, wird gar nichts helfen..

Zu meiner Coabhängigkeit: Ich war bisher nur einmal in einer Beratungsstelle und wollte mir morgen noch einmal einen Termin machen.. Das Problem ist, ich weiß genau was ich falsch mache, doch ich kann es einfach nicht ändern. Ich versuche immer standhaft zu bleiben, ihm kein Geld mehr zu leihen, nicht immer wieder auf sein „das ist wirklich das letzte Mal“ zu hören.. denn ich weiß doch, dass es nie das letzte Mal ist. Ich zerstöre mich damit definitiv selbst, psychisch und insbesondere finanziell. Auch körperlich merke ich Veränderungen. Beispielsweise steigt mein Puls unheimlich schnell an, sobald er mich nach Geld fragt oder dergleichen. Ich bekomme dann Panik. Nachts liege ich oft weinend neben ihm und mache mir Gedanken wie es weiter geht. Dabei bin ich nicht nah am Wasser gebaut, seit ich ihn kenne, weine ich bestimmt wöchentlich.
Ich versuche den Frieden zu wahren, doch das ist ebenso hinterhältig und verlogen wie seine Spielsucht. Denn ihn spielen zu lassen und sogar noch Geld dafür zu geben, nur um Ruhe zu haben, ist einfach dumm..

Ich erwarte von ihm, dass er hart an sich selbst arbeitet aber auch ich muss das denn, denn mit einer Coabhängigkeit helfe ich ihm absolut nicht, im Gegenteil. Ich werde nun regelmäßig zur Beratungsstelle gehen und aktiv etwas dafür tun..

Die Therapie hat er nicht direkt abgebrochen. Er hat sich in der Klinik sehr unwohl gefühlt, aufgrund anderer Suchtkranker, der Lautstärke, das Essen etc. Ich befürchte jedoch, dass er insgeheim einfach wieder spielen gehen wollte und sich den Ausstieg aus der stationären mit einer ambulanten Therapie und der Hilfe von mir und seiner Familie schön geredet hat. Er selbst sagte, er habe Angst, dass er wieder Spieldruck bekommt, wenn er vorzeitig geht und dass es sich anfühlen würde wie Aufgeben, obwohl er doch unbedingt eine Therapie machen möchte, um endlich spielfrei zu sein.

Mein Text ist nun ein wenig lang geworden, aber das hat gut getan, mir mal ein wenig Luft zu machen. Vielen Dank dafür. Ich würde mich gern weiterhin austauschen.
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Angehörige / Re: Austausch..
« Letzter Beitrag: von Taro am Gestern um 23:54:16 »
Moin und Willkommen Darksoul,

was hast Du den gegen Deine Co-Abhängigkeit bisher unternommen.
Co-Abhängigkeit ist mindestens ebenso selbstzerstörerisch wie die Spielsucht.
Würde Dein Partner wirklich spielfrei werden, muss er sich von einer "nassen" Co-Abhängigen trennen.
Einer nass einer trocken funktioniert nicht.
Wenn Du eine gemeinsame Zukunft willst must Du was für Deine Genesung tun.

Was heißt er hat Therapie probiert? Abgebrochen?
Etwas Einsatz ist für den Weg raus aus der Sucht schon erforderlich, es ist nicht mehr als er geben kann, das sollte es aber schon sein.

Taro
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Angehörige / Re: Austausch..
« Letzter Beitrag: von Milli27 am Gestern um 21:51:44 »
Ging der Therapieversuch von ihm aus oder hattest du ihn vor die Wahl gestellt? Wie lange ist dein Freund schon süchtig und seit wann weist du es ?
Ich war vor gut einem halben Jahr mit meinem Mann bei einer Beratungsstelle und hatte ihm es sehr ans herzgelegt dass er endlich eine Therapie machen soll. Leider habe ich mich mit der Zeit wieder einlullen lassen und er will bis heute zu keiner Therapie gehen. Ich denke er weis, dass er süchtig ist aber kann/will es sich nicht eingestehen. Wobei die Beträge sich im 5 stelligen Bereich belaufen und das innerhalb der letzten 2 Jahre!! Seitdem ich von seiner Sucht weis.
Ich möchte generell, sowie du auch, unsere Ehe nicht aufgeben. Aber ich bin es langsam leid ständig angelogen zu werden, ständig die Aufpasserin zu spielen, beschuldigt zu werden und es hinnehmen zu müssen wenn mal wieder tausende von Euro fehlen. Aber dann komme ich wieder an den Punkt wo ich tatsächlich auch noch Mitleid mit ihm bekomme. Ich ihm helfen möchte und ihn nicht noch weiter am Boden sehen möchte.
Es ist leider alles so schwierig....

Liebe Grüße zurück!
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Angehörige / Re: Austausch..
« Letzter Beitrag: von Darksoul am Gestern um 21:40:43 »
Hi Milli27,

unser Fass ist heute auch übergelaufen, weshalb ich seit heute nicht mehr stille Mitleserin bin, sondern mich angemeldet habe.. Kann sich dein Mann sein Problem generell nicht eingestehen oder nur die Situation heute?

Mein Freund ist sich seiner Sucht sehr bewusst, eine stationäre Therapie wurde bereits "probiert" und eine ambulante wird folgen. Dennoch ist die Sucht aktuell sehr sehr stark, weshalb wir andauernd Streitereien haben. Leider bin ich sehr Coabhängig und weiß wo meine eigenen Fehler und Probleme liegen, kann dies aber nicht ändern. Ich hoffe sehr, dass er gesund wird, denn aktuell sehe ich schwarz und bin sehr verletzt. Dennoch halte ich total an der Beziehung fest und unterstütze ihn in allem.. Vielleicht magst du auch mehr erzählen?

Liebe Grüße
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Angehörige / Re: Austausch..
« Letzter Beitrag: von Milli27 am Gestern um 21:32:33 »
Hallo Darksoul,
ich bin auch neue hier und in der selben Situation. Mein Mann ist spielsüchtig und hat das Fass mal wieder zum überlaufen gebraucht. Leider kann er sich das immernoch nicht  eingestehen.
Viele Grüße! Vielleicht erzählst du ja mal ein bisschen über euch...
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Angehörige / Re: Spielsüchtiger Ehemann Hilfe!!
« Letzter Beitrag: von Milli27 am Gestern um 19:32:54 »
Hallo nochmals an alle!

Danke für eure Worte, es öffnet einem einfach nochmal etwas mehr die Augen und vorallem bestärkt es mich. Nach manchen streiten bringt er mich ja tatsächlich soweit, dass ich an mir selbstzweifel, ob ich zu hart mit ihm bin oder falsch reagiere. Es verletzt einen so sehr, dass sich der Mensch den man liebt so durch seine Sucht verändert hat.
Momentan stehen wir im leeren, ich weis nicht in welche Richtung es geht. Feststeht aber für mich, dass ich so ein leben nicht will. Vorallem nach 2 Jahren die mich unglaublich viel Kraft gekostet haben seitdem ich von seiner spielsucht weis. Er sieht es leider immer noch viel zu locker. Wenn ich ihn vor die wahl stelle kann er sich nicht entscheiden. Erkennt nicht wie schlimm seine sucht wirklich ist. Hat dumme ausreden warum er spielen geht etc.
Vermutlich ist es vorerst das beste wenn ich die sachen und unser kind packe und erstmal gehe.
Ob es was bringt, ich weis es nicht da war an diesem Punkt ja schon einmal waren....
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Angehörige / Re: Austausch..
« Letzter Beitrag: von Darksoul am Gestern um 19:11:58 »
Mein Freund ist spielsüchtig und heute war einer dieser Tage, wo man einfach keine Hoffnung auf Besserung mehr hat..
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Spieler / Re: Bin in die spieralle reingefallen
« Letzter Beitrag: von Fred am Gestern um 18:54:23 »
Ein ganz herzliches Willkommen auch von mir.
Schön dass du hier bist !
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