Autor Thema: Wie fühlt sich der Entzug an?  (Gelesen 504 mal)

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Offline JJ

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Wie fühlt sich der Entzug an?
« am: 28.09.2021 10:17:39 »
Hallo,
genau, ich bin neu hier....
....mein Mann spielsüchtig.

Vor 18 Monaten hatte ich die Schock-Konfrontation. Das kontrollierte Online-Pokern hatte immer nur in meiner Gegenwart stattgefunden. Das unkontrollierte immer dann, wenn ich weg war bzw auch während der Arbeit. Das Haus ist bis zur Rente nicht abbezahlt, aber seine Altersvorsorge (40k) sind schonmal verzockt. KKonto war überzogen, von Freunden war schon Geld geliehen und die Bank hat bereits keine Kredite mehr gewährt. Dann das standard-Programm "Tut mir alles soooo leid!!!" "Ich tus niiiiie wieder!!!" "Ich hol mir Hilfe!!!"..... Seitdem ist er in Therapie (1h/Monat => komischer Rhythmus), Kontoführung lag seidem komplett bei mir, bla bla blubb. Und wir haben schön beobachtet, wie sich das Geld auf unseren Konten langsam wieder angesammelt hat (und sogar tatsächlich mal Sondertilgungen drin waren!!!). Alles gut also 18 Monate lang!! Angeblich Schock-geheilt und nie wieder Lust zum Spielen gehabt!!

Aha!!...... ???
Und jetzt??

Kriege ich mit, dass er seit 12 Monaten wieder rumzockt und mich weiterhin belügt. Mich belügt. Den Therapeuten belügt. Er hatte das geänderte Passwort vom Konto mitgekriegt und sich mit einem ganz fiesen Trick schön getarnt Kohle aufs Pokerkonto abgezwackt.
Wie kaputt ist das denn bitte??
Man macht eine Therapie und spielt dem Therapeuten 12 Monate was vor!!? Und der ist so doof wie ich und checkt es auch nicht!!?

Mein Mann ist der beste Lügner der Welt!!! Lügen zu erzählen ist für ihn das normalste auf der Welt. Ich habe keine Ahnung, wie ein Mensch für den Lügen das normalste auf der Welt ist, jemals ein offener authentischer Mensch werden soll.

Jederzeit könnte ich sagen "Danke, das reicht. Ich bin weg."
Aber ich mach das nicht....
Irgendwas in mir will bei ihm sein. Ich bin echt in ihn verknallt!! Liebe kann man es leider nicht mehr nennen. Dazu würde auch Vertrauen und Glaube gehören.

Er verspricht mir jetzt wieder dauernd, dass er es schaffen will, von dem Scheiß wegzukommen. Wir reden ganz viel und sind uns in diesen Tagen plötzlich wieder viel näher.

Was ich mich frage, bzw mich von Euch interessieren würde: Wie fühlt es sich an, ein trockener Spieler zu sein? Bleibt man nicht lebenslänglich unbefriedigt? Es wäre, wie wenn ich mir das Ziel setzen würde, keine Schokolade mehr zu essen. Es würde ganz einfach nicht funktionieren!! Kann man die Lust zu spielen überwinden? Wie lange dauert es, den Zustand zu erreichen?

Liebe Grüße
JJ
 
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Offline amTiefpunkt

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Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #1 am: 28.09.2021 10:30:24 »
Hallo JJ,

ganz herzlich Willkommen hier bei uns im Forum, schön, dass du geschrieben hast!

Ja, wir Spieler sind leider auch exzellente Schauspieler, wenn es darum geht, unseren Schatz, das Spielen, zu beschützen.

Es sieht leider alles danach aus, dass er seine sogenannten Maßnahmen, die dem Spielen entgegen wirken sollten, nur dem Haushaltsfrieden geschuldet sind. Er selbst scheint noch nicht bereit zu sein, sein Problem (ggf sieht er es auch noch nicht als Problem) anzugehen.

Du solltest dir im Klaren darüber sein, was deine Grenze in dieser noch kranken Beziehen ist, und dann auch Konsequenzen ziehen. Ein Leben mit einem nassen Spieler ist kein Leben, entweder du wirst Co Abängig oder lebst in der Hölle.

Wenn du gerade den aktuellen Thread von Stefan mal durchliest, wirst du erkennen, dass trockene Spieler keinesfalls unbefriedigt sind. Auch ich kann dir das aus meiner Erfahrung heraus sagen, ganz im Gegenteil, es ist dann wie ein aufwachen aus einem bösen Traum. Allerdings erfordert der Weg aus dem Spieler viel arbeit an sich selbst und auch kein Weglaufen aus unangenehmen Entscheidungen. Für einen Spieler ist dies nicht einfach, hier gibt es Hilfestellungen in Form von Therapien, SHGs, Suchtberatungsstellen und Foren wie dieses.
Leider hast du keinerlei Einfluss darauf, ob er diese Entscheidung des Weges der Abstinenz für sich treffen möchte.
Wie viele Chancen gibst du ihm noch bevor du dich auf dein Leben fokusierst!? Es geht hier auch um dein Leben, nicht nur um seines! Entscheidungen über dein weiteren Lebensweg obliegen dir - hier hast du Zugriff!!!

Grüße, aT
Sag "JA" zum Leben!
 
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Offline JJ

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Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #2 am: 28.09.2021 10:55:04 »
Hallo aT

Danke für Deine schnelle Antwort!!!
Was versteht man unter Co-Abhängigkeit genau?
Ist damit die Angst gemeint, die einen dauernd begleitet? Oder meint es das Verharmlosen und Verdrängen, um nicht kaputt zu gehen?

Puh, im Moment glaube ich ihm, dass er es schaffen WILL. Ich weiß aber leider auch, wie schnell er einknicken kann. Das hat er mir auch beim Rauchen netterweise seit Jahren bewiesen.

Eigenes Geld und Seelenglück in Sicherheit bringen, oder?

JJ
 

Offline sstteeffaann

Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #3 am: 28.09.2021 11:48:13 »
Hallo JJ,

da ich ein fauler Hund bin, hier mal der Wikipedia-Artikel zur Co-Abhängigkeit: https://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit

Nein, ein trockener Spieler ist nicht unbefriedigt, das kann ich aus meiner eigenen Erfahrung heraus berichten. Ich bin jetzt seit 4 drei Viertel Jahren spielfrei. Ich habe für mich Strategien entwickelt, wie ich in Situationen, wo ich früher gespielt hätte, auf Alternativen zurück greifen kann. Ich habe ein Netzwerk aufgebaut, wo ich mich immer hinwenden kann, wenn es denn mal "brennen sollte". Das es immer mal wieder zu Situationen kommen kann, in denen Spieldruck entsteht, steht außer Frage. Ich muss damit umgehen, und das habe ich in den letzten Jahren gelernt.

Die Befriedigung in anderen Bereichen des Lebens ist viel mehr wert als die Befriedigung des Suchtdruckes. Ich genieße es, das ich mir wieder etwas leisten kann, wenn ICH Lust darauf habe. Ich genieße es, meinen Hobbys nachzugehen, wenn es MIR danach ist. Ich genieße die frische Luft, wenn ich draußen bin, den Wind, der mir dabei um die Nase weht, ich habe wieder den Blick für die kleinen Details. Das war mir als Spieler absolut verloren gegangen. Ich habe ihn wieder!

Ich wünsche Dir, das Du aus meinen Zeilen für Deine Partnerschaft die richtigen Wege für die Zukunft ziehst!

LG
Stefan

"Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen." (Offb 21,4)
 
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Offline TAL

Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #4 am: 28.09.2021 17:51:38 »
Hallo JJ,

Zitat
Eigenes Geld und Seelenglück in Sicherheit bringen, oder?
Absolut, ja.
Aber etwas zu Coabhängigkeit und Selbstschutz zu sagen, steht mir nicht zu - und dazu haben Stefan und aT ja auch schon was geschrieben.

Was die Frage danach betrifft, ob ich etwas 'vermisse'.... da frage ich mich gerade, warum du ausgerechnet das wissen möchtest. Nicht, weil ich es unangenehm, falsch oder schlimm finde, sondern weil ich mir denke, daß es sicher hundert andere Fragen gäbe, die dir im Kopf rumgehen, und die zu stellen von deinem Standpunkt aus 'zielführender' und logischer wären.
Aber auch du fragst (wie es Angehörige oft tun) danach, wie es wohl für ihn sein muß, und ob das, was er dann 'durchmacht', schlimm ist. Das zeigt ja schonmal, wo die Prioritäten liegen. Und daß das eigentlich nicht so sein sollte. Es sollte ja primär um dich gehen.

Im Großen und Ganzen hat Stefan das Hier und Jetzt sehr schön beschrieben. Dieses Gefühl der Freiheit und Selbstbestimmtheit ist unbezahlbar. Aber es war harte Arbeit, und ich möchte das nie wieder eintauschen - gegen nichts auf der Welt. Dennoch, ganz ehrlich: Ja... manchmal vermisse ich da schon was. Stimmt, das ist in der Tat ein ziemlicher Widerspruch. Natürlich nicht die Verzweiflung, die Geldsorgen, den Selbsthaß, die schlaflosen Nächte. Aber die werden in so einem Moment praktischerweise sowieso aus meinen Erinnerungen gestrichen.
Das ist nicht einfach zu erklären.

Mhhh, schwierig... aus dem Bekanntenkreis weiß ich, daß viele bei dem Wort 'Entzug' an die körperlichen Symptome denken. Diese gehen ja nach einer Weile vorbei. Auch bei Alkoholikern oder Drogenabhängigen ist diese Phase irgendwann überstanden - und dann ist derjenige 'geheilt'. Sollte man meinen. Dachte ich auch immer, obwohl ich selbst doch am besten wissen sollte, daß es eben nicht so ist. Das zu verstehen war aber ein langer Prozeß - obwohl ich selbst süchtig bin (Mir dies einzugestehen war ein Teil davon).
Denn dann kommt das, was mir am meisten Angst machte, ohne daß ich mir dessen überhaupt bewußt war - das Leben mit allem, was dazugehört. Und kein Aus-Knopf mehr, keine Flucht.
Das war nicht leicht. Manchmal ist es das auch jetzt noch nicht. Da bewundere ich die, die das komplett hinter sich lassen konnten.

Wirklich akutes 'Verlangen', gepaart mit dem kopflosen Planen im Autopliloten, hatte ich schon sehr lange nicht mehr - Gott sei Dank! Es ist auch nicht so, daß ich oft daran denke - eigentlich tue ich das gar nicht mehr. Ich weiß, daß das nicht passieren darf, und so jetzt im 'Normalbetrieb' ist das auch keine Option, mir sind mir die Konsequenzen bewußt, und daß es für mich keine halben Sachen gibt. Nein zu sagen fällt mir nicht schwer - ohne darüber nachdenken zu müssen. Ich weiß auch, daß ich es kein weiteres Mal schaffen würde, da wieder rauszukommen. Es darf also nicht passieren. Und ich möchte das auch nicht. Der Gedanke und die Erinnerung an 'damals' stößt mich ab. Da möchte ich nie wieder hin. Rein rational betrachtet bin ich also 'durch' damit. Doch an dem Punkt war ich auch auch früher schon etliche Male. Das reicht also auf Dauer nicht aus.

Da ist eben leider noch etwas Anderes. Das für mich auf lange Sicht Gefährliche ist gar nicht mal der 'Suchtdruck' (blödes Wort), sondern die Nostalgie und das (selektive) Vergessen... wenn es mir schlechtgeht, oder wenn ich glaube, es sei alles roger. Ich neige nunmal zu Beidem: Verdrängung und Selbstüberschätzung gleichermaßen.

Das passiert leider doch immer mal wieder, und kommt dann ganz 'überraschend', obwohl es eigentlich absehbar war. Es ist dann schleichend, und da muß ich wirklich auf mich achtgeben. Der Spieler in mir tritt schon lange nicht mehr die Haustür ein - er kommt heute als netter Nachbar an den Gartenzaun, und zeigt sich versöhnlich, in Plauderlaune und lösungsorientiert.
Ich lasse mich auf kein Gespräch mit ihm ein, auch nicht im 'Guten'. Das ist oberstes Gebot. Heute genau wie damals.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich heute nicht spielen werde, und selbst die letzten Monate war das nie wirklich eine Option. Das Gefühl von Überforderung mag ich aber trotzdem nicht. Damit umzugehen fällt mir immernoch schwer.
Sowas kann mir auch heute noch gefährlich werden, und das weiß ich.

'Verlangen' spielt also so gut wie gar keine Rolle mehr. Alte Verhaltensmuster und Denkweisen sind für mich aber nach wie vor dann doch noch schwer zu 'brechen'.
Damit mußte ich umgehen lernen. Und sie sind auch die gefährlichsten Stolpersteine.
Ich bin im Alltag nicht 'unbefriedigt', aber ich kenne eben leider etwas, was im Zweifelsfall immer 'hilft'. Diese Tür kann ich ignorieren, belächeln, und mit gut mit ihr leben; ich kann sie aber niemals mehr schließen.

Das macht aber nichts, denn ich bin zufrieden - und dankbar dafür, daß ich alles kann, aber nichts muß. Und mir fehlt es nicht.
Ich darf es aber eben auch nicht 'auf die leichte Schulter nehmen'.

So ist es zumindest bei mir.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu wirr.
 
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Offline Jacky1

Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #5 am: 28.09.2021 23:25:02 »
Hallo JJ und herzlich Willkommen,

ein aktiver Spieler hat keine andere Wahl als zu lügen, damit schützt er seine Sucht und sein Ansehen in der Realität.
Er weiß aber schon, dass er in diesem selbst erschaffenen Konstrukt verloren ist.
Alles ehrlich und offen zu gestallten würde ja zwangsläufig dazu führen, Konsequenzen zu erfahren.

Natürlich wirft man nicht einfach mal so ein gewohntes Umfeld weg, nicht bei Ihm und auch nicht bei Dir.
Eine Familie! Einer davon ist ein pathologischer Spieler und alle leiden mit.
Enttäuschungen und fehlendes Vertrauen sind ein schlechtes Fundament in einer Beziehung.
Der Spieler ändert nichts, wenn er es ja gar nicht muss!
Er spekuliert eh auf eine Chance nach der nächsten und passt einfach besser auf nicht erwischt zu werden.
Oder riskiert einfach alles..für ein paar Gratisspiele.

Wir sind aber dennoch alle verschieden..dachte eigentlich immer, ich wäre der größte Lügner der Welt gewesen.  :)       

Nun, da stehst Du nun JJ....
Du wirst es wohl selbst in die Hand nehmen müssen, handle wie Du es für richtig haltest.
Für Dich, Deinen Mann und Euch beiden.
Er kann es ja anscheinend nicht.

Ich habe sehr lange gespielt, über 30 Jahre, so gesehen ging es schon sehr lange bis ich spielfrei/abstinent war.
Aufgegeben hatte ich mir selbst etwas zu glauben, darum erzählte ich es meiner Familie um es mir auch beweisen zu können.
Wieder an mich zu glauben!
In der Tat hat diese Sucht eine Lücke bei mir hinterlassen, gut so und ich werde sie nie mehr füllen.
So stelle ich mich jeden Tag meinem Leben und das Schöne dabei..endlich mache ich es auch gerne.

Du scheinst Schokolade ja zu mögen, stelle Dir vor bei jedem Stück davon gefährdest Du Deine Familie immer etwas mehr.
Doch Du belügst und hintergehst sie um in Ruhe weiter naschen zu können.
Und sie wollen es auch nicht, dass Du unzählige Tafeln jeden Tag vernascht.
Das ganze Geld geht drauf dafür...wo bliebe dann Dein Selbstwert dabei ?
Er nähme täglich ab, während Du immer nur zu nimmst...es würde Dir enorm schaden..es gäbe keine Grenzen.
Du bräuchtest dann Hilfe und die Bereitschaft sie auch annehmen zu wollen.
Da gäbe es kein "ich kann es nicht"..."will es nicht"..........
Es sei denn...Du würdest Konsequenzen erfahren oder soweit unten aufschlagen, dass es eh keinen anderen Weg mehr gäbe.

Wenn er sich nicht besinnt "nicht kann/will/schafft"...dann ist es halt so.
Du schreibst ja auch hier und nicht er, weiß er überhaupt davon ?
Ist es Ihm auch egal ?
Dein Leben sollte ihm nicht egal sein...so stark ist keine Spielsucht!

Mein Entzug war wunderbar denn ich wollte unbedingt neue Ziele erreichen.
Musste nicht kämpfen, sondern nur zulassen   frei zu sein. 
 

Kopf hoch JJ und Dich nicht aufgeben, niemals.

Liebe Grüße   
 
 
     

 
       
« Letzte Änderung: 28.09.2021 23:57:03 von Jacky1 »
 
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Offline JJ

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Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #6 am: 01.10.2021 12:50:54 »
Hallo Ihr Lieben,
nun muß ich mich noch mal richtig bei Euch bedanken. Die Art wie ihr mir ausführlich, eindringlich und gleichzeitig sehr einfühlsam geantwortet habt, hat mich wirklich überwältigt. Ich mußte das erstmal verarbeiten.

@aT Danke für Deine direkte Art. Ja, wie oft will ich das noch machen? Gute Frage!! Aber ist es realistisch mit ihm zu vereinbaren "Ab heute kein einziger Ausrutscher, sonst bin ich weg?" Ist es nicht die realistischere Option, sich auf einen langen steinigen Weg mit ihm einzustellen? Ich darf ihm leider nichts mehr glauben. Das wird die schwerste Herausforderung für mich...

@sstteeffaann: Habe mich nun ein wenig mit Co-Abhängigkeit beschäftigt. Danke für den Link!! Letztendlich geht darum, egostisch zu bleiben. Richtig?? Ich werde mich beobachen.... ich fürchte, ich bin ein ziemlich egoistischer Mensch. Aber dann darf ich das ab sofort ja mit gutem Gewissen sein. Deine Geschichte habe ich noch nicht ganz gelesen. Wenn ich es richtig weiß, ist sie mit Abstand die längste hier. Ich bin sehr gespannt!! Und ich weiß es wirklich zu schätzen, dass ihr uns Ahnungslose hier ein Stück weit mit in Eure Welt nehmt!!

@aT Warum ich gerade wissen will, wie "er" sich fühlt? Nun ja, wie ich mich fühle, weiß ich. Wie er sich fühlt, weiß ich nicht. Denn wieviel er auch mit mir redet: Was davon kann ich glauben? Fakt ist, dass ich gerne möchte, dass er seinen Seelenfrieden findet. Und ich keine Ahnung habe, ob das eine realistische Hoffnung ist. Wenn ich Eure Beiträge lese, meine ich "Ja, man kann seinen Seelenfrieden nach (oder im?) Entzug finden. Ob er die Stärke dazu hat, ist wieder eine andere Frage.... Ich muß zugeben, ich glaube nicht an ihn. Wenn der Spieler als "netter Nachbar" bei ihm am Gartenzaun steht, wird er ihn strahlend herein bitten.

@Jacky Schönstes Zitat von Dir: "Die Sucht wird bei mir eine Lücke hinterlassen und ich werde sie nie wieder füllen."
Bewundenswert, weil es so geläutert klingt. Man kann sich nicht mit irgendwelchen anderen Tätigkeiten dauerhaft ablenken. Da bleibt etwas, mit dem man klarkommen muß. Und das man nicht leugnen kann.

Das "Klischee", das ich von einem Glücksspieler hatte, erfüllt ihr alle nicht, muß ich zugeben. Soviel Tiefgründigkeit, auch in Euren Beiträgen zu den anderen Themen, hatte ich hier wirklich nicht erwartet!!
Ihr helft mir sehr, Zusammenhänge zu verstehen, die mir vorher nicht in dieser Form bewusst waren.
Was ich an meinem Mann immer liebte, ist seine Mischung aus Intelligenz und Warmherzigkeit. Wie so ein Mensch in die Abgründe der Spielsucht abrutschen und es nicht schaffen, das hinter sich zu lassen?
Es ist für mich kein Widerspruch mehr. Es ergibt mehr und mehr "Sinn" (besser: Logik), dass er dort gelandet ist.

Viele Grüße
JJ
 
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Offline haraldjunki

Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #7 am: 01.10.2021 14:11:45 »
Hallo JJ!
Wie an de ganzen Einträge gemerkt hast, gibt et verschiedene Arten von Spielern..
Pass off: de besten Heilungschancen bestehen beim sogenannten "Defizit-Spieler", wenn ener z.B. mit 40 noch im "Hotel Mama" wohnt, obwohl er jeden Tag von ne narzistische Vater zusammengeschiessen wird, und deshalb aus Frust irgendwelche Spielhallen heimsucht.

Da wäre dann de allerbeste Ratschlag endlich mal sene "geregelte Tagesablauf" und sen "regelmäßiges Gehalt" zu nehmen und sich endlich mal ne egene Wohnung zu suchen.
Haben se dat endlich geschafft, sich vom Elternhaus "loszueisen", kommt dann manchmal wirklich ne "Umdenkungsprozess", de kommt dan us de Halle raus, hat sen letztes Gehalt verspielt, und sagt "jetzt reicht et!", manchmal schafft er et dann och (ggf.mit Hilfe).

Hat dene Partner sonst noch so Probleme (Arbeit, du erwähntest sene schlechte Gesundheitszustand, kene Sport), kann natürlich damit zu tun haben..

Zu de Therapie: de Harald macht jetzt mal de Prophet: er wird sagen "er wär geheilt" und "würde nie wieder spielen", vielleicht nur mal "ganz wenig" und "kontrolliert", wobei er damit de vorigen Aussagen schon negiert ;)

De Sache ist nur die: dat sagen alle Junkies  ;D

Ik geh dann davon aus, das er in Wirklichkeit gar nicht aufhören will, de Betrügereien mit de Pokerkonto passen ja ideal dazu, er will höchstens

 -weniger spielen
 -kontrolliert spielen

und lass dir gesagt sein, det wollen alle, nur zwischen "wollen" und "können" is eben ne Unterschied  ;D

Später im Alter, als mir de ganze Sache langweiliger wurde, so ab 2008, grob geschätzt, hab ik wesentlich weniger gespielt und gesoffen als zu de "besten Zeiten".

Die Konsequenzen, aus sene Verhalten, de triffst du ganz allein, sorg dafür das SEIN nächster Rückfall auch DEIN letzter wird, wenn er "von Haus aus ne Zocker" ist, hört et nämlich erstmal NIE auf, woander wird ständig versucht de Sucht von sich selber zu "entkoppeln", passt natürlich ins Narrativ "Schuld sind immer nur de anderen, niemals ich, de Sucht ist Schuld, de Anbieter sind schuld, niemals ich!"

Servus wa! Und pass off de Haus auf!

Harald J.von sene Parkbank us Berlin!
 
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Offline JJ

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Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #8 am: 01.10.2021 16:41:32 »
Hallo Harald,
ja, ich fürchte Du liegst nicht sehr weit daneben...
Aktuelle Lösung ist ja: Ich soll bitte alle Finanzströme unter meine Gewalt nehmen bzw. kontrollieren. Er meint, dass ich ihn damit vor größerem Unheil bewahren kann. Ob das ausreicht????? Ich weiß es wirklich nicht. Denn am Ende wird es ein reiner Kampf zwischen seinem und meinem Ideenreichtum sein.
Tut mir leid, wenn ich jetzt noch eine naive Frage stellen muß: Lebst Du wirklich auf der Parkbank oder ist es "nur" ein Spruch?
JJ
 

Offline Jacky1

Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #9 am: 01.10.2021 21:26:40 »
Hallo JJ,

es kommen ja schon einige hier ins Forum, meist folgt dann ein halbherziger Beitrag oder halt gar nichts.
Ohne dies nun negativ zu bewerten, ich kann nicht wissen was in den jeweiligen Köpfen vorgeht und wie sehr sie darunter wirklich leiden.
Vielleicht lesen sie auch lieber als zu schreiben...

Du aber bringst Dich voll in eigener Sache mit ein, antwortest auf jeden Beitrag hier, dies sogar noch sehr emphatisch im Verstehen.
Es ist Dir wichtig, willst es greifen und etwas ändern.
Dieses dann hier von Dir so zu erfahren ist mehr als nur eine Bereicherung hier.

 
Das "Klischee", das ich von einem Glücksspieler hatte, erfüllt ihr alle nicht, muß ich zugeben. Soviel Tiefgründigkeit, auch in Euren Beiträgen zu den anderen Themen, hatte ich hier wirklich nicht erwartet!!

Es war nicht immer so, doch diese Tiefgründigkeit war schon immer in uns, wenn auch früher in der Dunkelheit der Sucht verborgen.
Ich kann Deinen Mann besser verstehen als Dich, ich war genau so wie er ..außerhalb der Details.
Einzig was uns momentan unterscheidet ist der Umgang mit unserer Erkrankung.
Sie war nie mein/unser Feind, dies waren wir schon immer selbst!

Früher war für mich der Austausch hier mit Angehörigen immer wie ein "Opfer - Täter Ausgleich".
Zwar jetzt eh schon genug Zucker geblasen... :), aber das muss nun noch sein....
Menschen wie Du in Ihren Berichten haben mich gelehrt, es ist nicht so.
Denn wir tragen einander.

Grüß Dich     
 
 

 
 
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Offline haraldjunki

Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #10 am: 02.10.2021 13:58:47 »
Hallo JJ,

Haha, nein leben tu ik noch nicht off de Parkbank, hab hier in Berlin in dr Nähe von ne Bahnübergang ne Gar.. Luxusaspartment angemietet, det war übrigens mal anders aber mir hat de "Coronna-hammer" letztes Jahr mit de volle Wucht getroffen, kene Ahnung übrigens wo ik mir angesteckt hatte, ob et de Spielbank war? (war noch offen) kene Ahnung!

War übrigens det erste Mal in de Leben, wo ik mir wirklich ne Suicid überlegt hab, de kriegst kene Luft mehr :'( Wegen de Spielsucht hab ik mir nie, och nur ansatzweise, über ne Selbstmord nachgedacht, im Unterschied zu andere wess de Harald nämlich immer, wie er an frisches Geld kommt ;)

Allein bin in hier übrigens net, et kommen ständig irgendwelche Bekannte vorbei, stell dir vor ik würd mir wie ne alte Man ine Haus "einigeln", mit Patex an de Fernsehsessel festgeklebt, det mir de eigene Sohn nicht losreißen könnte  ;D :D

Ne du, sone Leben is nix für de Harald,hier im Netz bin ik vor allem so en bisschen als "Korrektiv", et gibt /Zensur/ so enige Protagonisten de anscheinend versuchen Leute zu bevormundem in de Art von:

sagt zu ne Spielsüchtige:
 1.du stehst von de Bette uff
 2.du putzt dir de Zähne
 3.du ziehst dir an
 4.Jacke nicht vergessen!
 5.Schliesst de Tür ab
 6.Gehst zur Selbsthilfegruppe
 .... Usw., usw.

/Zensur/

Also mach dir kene Sorgen!
De Harald geht es gut

Servus wa!

Harald J., von sene Parkbank in Berlin


 
« Letzte Änderung: 02.10.2021 19:06:37 von Jacky1 »
 

Offline Jacky1

Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #11 am: 02.10.2021 19:10:28 »
Hallo Harald,

einmal das Wort "hier" ( man könnte es auf dieses Forum beziehen und entspräche dann nicht der Wahrheit.)
Und einmal eine profane Gewaltandrohung.
Ich mache es wirklich nicht gerne Texte zu zensieren...verzeih mir.

Sonst aber alles ok.  :)

Grüß Dich
« Letzte Änderung: 02.10.2021 19:43:44 von Jacky1 »
 

Offline JJ

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Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #12 am: 02.10.2021 20:07:02 »
Hallo Harald,

Gott sei Dank hast Du Deine Corona-Infektion (trotz des anscheinend sehr schweren Verlaufes) noch gut überstanden!!
Pass gut auf Dich auf.

JJ
 

Offline Sarahl

Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #13 am: 02.10.2021 20:36:35 »
Hallo Harald,
ja, ich fürchte Du liegst nicht sehr weit daneben...
Aktuelle Lösung ist ja: Ich soll bitte alle Finanzströme unter meine Gewalt nehmen bzw. kontrollieren. Er meint, dass ich ihn damit vor größerem Unheil bewahren kann. Ob das ausreicht????? Ich weiß es wirklich nicht. Denn am Ende wird es ein reiner Kampf zwischen seinem und meinem Ideenreichtum sein.


Hallo JJ,

ich klinke mich auch mal in deine Beiträge ein.
Was du schreibst klingt zu 100% nach dem was ich die letzten 6 Jahre mitgemacht habe.

Gute Tage:
"Schatz übernimmt du bitte meine Bank, damit ich kein Geld habe"
"Hier hast du meinen Perso, damit ich nicht spielen kann"
" Ich möchte anders leben und gehe zur Therapie

Schlechte/übliche Tage:
- pfandflaschen weg gebracht
- handy verpfändet
- Schufafreien Kredit beantragt
- neues Bankkonto angelegt
-"du bist so eine Kontrollsüchtige irre gib mir meine Karte"
-"ich will mein Geld zurück damit ich endlich frei bin"
- oh ich habe meinen Termin bei der Caritas voll vergessen

Wenn dir etwas davon aktuell bekannt vor kommt, kann ich dir sagen: er ist (noch) nicht so weit es zu lassen/zu wollen .
Bei mir wurden sämtliche Termine des Partner mehr oder weniger nur gemacht damit ich Ruhe gebe bzw er nach außen hin den Willen zeigen könnte.
Nichts davon war wirklich ernsthaft.

Das weiß ich jetzt und bin gerade mitten in der Trennung.
Es ist mega hart und ich werde noch mehr heulen die nächste Zeit, aber inzwischen bin ich überzeugt, dass das

1. für mich das richtige ist. Ist dann frei bin von ständigem Gedanken machen, Sorgen machen oder alles im Griff haben zu wollen
2. mit mir an seiner Seite sich definitiv nichts verändern wird und dies auch für ihn eine Chance ist zu sehen was mit ihm los ist.
3. sich zu öffnen gegenüber Mitmenschen wirklich hilfreich ist um eine andere Sicht zu bekommen
4. dieses Forum mich bestärkt hat die Trennung endlich durchziehen
5. ganz viel Ballast von mir abfallen wird trotz der Traurigkeit die oft noch in erster Reihe steht.

Ich weiß nicht wie es bei dir ist und jeder hat seine eigenen Grenzen. Für mich war diese lange überschritten und ich wollte es nicht wahrhaben, dass ich mit meinen Kräften am Ende bin. Wollte nicht wahrhaben, dass es zusammen nicht funktioniert. Wollte weiterhin glauben, dass sich was ändert, weil der Mensch hinter der Sucht der perfekte Partner für mich ist.

Horch in dich hinein. Wie oft denkst du daran was bei ihm gerade los ist. Was er sich als nächstes als Ausrede ausdenkt. Ob wieder "doofe" Briefe im Briefkasten liegen. Du dich fragst, ob er gerade ehrlich zu dir ist. Du ein schlechtes Bauchgefühl hast.

Sollte dies bei dir der Fall sein, überlege dir ob und wie lange deine Kraft dafür noch reicht und wie sehr du das Gefühl hast , dass es bei ihm " Klick" gemacht hat.

Liebe Grüße
Sarah

 
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Re: Wie fühlt sich der Entzug an?
« Antwort #14 am: 05.10.2021 14:51:49 »
Heute sind wir endlich einen Schritt weiter gekommen. Mein Mann war heute bei der Suchtberaterin der Caritas. Er bekommt da jetzt 7-10 Sitzungen im 14-tägigen Rhythmus. Er kam sehr erleichtert und berührt nach Hause. Zu meiner großen Erleichterung, hat er sich nun dafür begeistern lassen, nächste Woche mal zu der Selbsthilfegruppe zu schauen.

Gestern hatte er noch zu mir gesagt, er wissen nicht ob SHG das richtige für ihn sei. Ich: ".....warum?" Er: "Die ganzen Suchtis da, ich weiß nicht ob das so mein Ding ist." Wenn der Spielsüchtige Vorurteile vor Spielsüchtigen hat...... Das ist schon klasse!!!! Ich: "Was hast Du gegen Spielsüchtige??" So ein beknacktes Gespräch. Ich mußte an meine damals 85 jährige Großmutter denken, die immer sagte, sie wolle nicht ins Altersheim, da seien nur so alte Leute.

Ich selbst habe in der letzten Woche entschieden, an Plan A und Plan B parallel zu arbeiten. Er meinte, Plan A sei mit ihm und Plan B ohne ihn. Eigentlich ist Plan A eher mit Haus und Plan B ohne Haus. In beiden Plänen kann er entweder vorkommen oder halt nicht. Ihn hat das total entsetzt. Im nächsten Jahr müssen wir eine Anschlussfinanzierung für unser Haus abschließen. Die werden wir dann erstmal mit 2 Jahren Laufzeit abschließen und dann entscheiden, ob alles noch Sinn macht. Danach dann entweder weiter finanzieren oder verkaufen.

Bis dahin kann er zeigen, wie gut er sein Leben in den Griff kriegt. Gestern fand er ja wie gesagt noch, wenn er sich genug anstrengt, dann schafft er es ganz aus eigener Kraft, die Sucht hinter sich zu lassen. Dass er den ganz festen Willen dafür (im Moment) hat, das glaube ich ihm sogar, habe ich ihm gesagt. Aber wenn der Anfänger auf der Skipiste gleich die schwarze Abfahrt nehmen will, wird es auch ihm nicht reichen, sich ganz ganz arg anzustrengen. Das Anstrengen alleine wird sein Problem nicht lösen.

Hat er dann doch irgendwie verstanden.

@Sarah: Somit hat Deine Mail in mir wirklich etwas bewirkt. Aktuell ist Trennung nicht mein Weg, aber ich habe am Wochenende viel über Deine Worte nachgedacht. Es muß auch den Weg ohne ihn geben!! In meinem Kopf muß der Weg vorhanden (und am besten schon ausgebaut) sein!! Und dann werde ich frei entscheiden können, was mir gut tut und was ich will!!!
Dass Du für Dich einen so klaren Schlussstrich gezogen hast und nun dazu stehst, finde ich bewundernswert!! Zieh das weiter durch. Ich glaube, Du bist da gerade ganz richtig unterwegs!! Der Schmerz wird Schritt für Schritt abnehmen und Du wirst Dich mehr und mehr in dein neues Leben einfinden!! Mach es Dir so schön, wie es nur geht. Geh einfach mal alleine Frühstücken, erkunde mal einen neuen Wanderweg in Deiner Umgebung oder lass alte Freundschaften wieder aufleben!! Und lass Dich nicht frustrieren, wenn mal was doof ist: Gute und schlechte Tage gibt es überall. Den schwersten Schritt hast Du bereits hinter Dir!!

Viele Grüße
JJ
 
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