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Gibt es Strategien für den Alltag

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Autor Thema: Warum zerstört man sich tut sich das an  (Gelesen 322 mal)

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Offline Michi

Warum zerstört man sich tut sich das an
« am: 04.10.2020 17:52:46 »
Hallo mein Name ist Michael ich bin neu hier und habe mich entschlossen meine Geschichte zu erzählen Es fing vor etwa  1 Jahr mit einen großen gewinn an in einem Online Casino ich merkte bei diesen gewinn keine große freude es war irgendwie egal ich habe ca 70000 euro schulden nicht nur von Zocken die hatte ich eigentlich schon davor hoher Dispo und Kreditkarte was dann regelmäßig mit einen Kredit abgelöst wurde ,nach den großen gewinn kamen regelmäßig gute gewinne dazu wo ich dachte nanu das klappt ja super ich spiele weiter bis eines Tages alles aus den Ruder lief ich verlor nur noch und machte nur noch Fehler Rücklastschriften um zocken zu können bis dann nichts mehr ging ende 2019 ich hatte Selbstmordgedanken und konnte nicht mehr  ich wurde in die Psychatrie  eingewiesen und war komplett am Ende ich rappelte mich wieder auf auch dank meiner Frau die sehr darunter gelitten hat das ich Finanziell alles gegen die Wand gefahren habe ich kümmerte mich um einen Therapieplatz 3 Monate Wartezeit ich schaffte es auch ohne ich stürzte mich in Arbeit es funktionierte bis letzter Woche es kam mir der Gedanke ach 100 Euro kann man mal verzocken und da war wieder der große gewinn den ich dann auch gleich verzockte ich investierte mehrere 1000 Euro und ging 5 stellig aus den Online Casino raus bezahlte Rechnungen ect nun war aber noch ein Betrag auf dem Konto und der wurde wieder verzockt was mich jetzt wundert es geht mir gut es ist nichts mehr zum zocken da meine Frau habe ich natürlich wieder enttäuscht und es tut mir leid was ich nicht verstehe warum tut man sich das eigentlich an man weiß doch was man für schlechte  Erfahrung gemacht hat das man nur verliert auf Dauer ich muss mich jetzt wieder neu durchstarten die Arbeit hat mir immer sehr geholfen Geld verdienen und alles am laufen halten und meiner Frau zeigen das ich es schaffe ohne zocken aus zukommen kennt jemand vielleicht Strategien für den Alltag eine Therapie würde ich auch in Erwägung ziehen so jetzt geht es mir noch besser das ich mal alles losweden konnte Danke
 
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Offline Taro

Re: Warum zerstört man sich tut sich das an
« Antwort #1 am: 04.10.2020 19:26:49 »
Moin und Herzlich Willkommen Michi,

ich vermute Du hast Dich nicht zur Therapie angemeldet, weil Dir 3 Monate Wartezeiten zu lang sind?

Das wäre Schade, die Sucht wird Dich noch eine lange Zeit begleiten.

Die Arbeit, Deine Frau etwas beweisen und alles am laufen halten ist für die Spielsuchtprävention nicht sonderlich nachhaltig. Eine Therapie wäre ein Anfang zu einem Start in ein neues Leben.
Ich besuche regelmäßig die SHG. Für mich der beste Weg mein Leben zurück zu bekommen und die Spielfreiheit zu bewahren.

Taro
 
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Offline haraldjunki

Re: Warum zerstört man sich tut sich das an
« Antwort #2 am: 04.10.2020 23:14:43 »
Hallo Michi!

Vor de Bette mach ik gerade hier, in Berlin, noch ne kleine Nachtspaziergang und gieck in de Telefon ;)

Um dene Frage, sowie ne Frage aus ne andere Thread "Wie hast du es geschafft, Spielfrei zu werden?" für mir selber zu beantworten, ma wieder ganz unorthodox: weil es mir gesundheitlich nicht so besonders geht :'(

Ik wünsch et kenem: aber wenn et dir mit de Kronen-Scheiss erwischt, und de Sache nicht glimpflich verläuft, glaub mir, da denkste nicht mehr ans Spielen, nicht mehr an Sex odet wat auch inmer, du denkst daran Luft zu kriegen, sonst an nichts :o

Bis jetzt inmer noch Atemprobleme, und erstmal Spielfrei, och kene Alkohol, ab und zu ne gute Zigarre, man gönnt sich ja sonst nichts mehr ;D

Wie et in de Zukunft wird, da kann ik kene Garantien druff geben, bin kene Hellseher, det enzige wat ik sicher wess, is dat ik in de Zukunft tod bin :o (Soll aber noch ne Weile dauern ;) ), war och schon mehrmals ziemlich nah dran ;D

Aber wat andered: wie konnteste de "tausende" Euro an ne Online Casino überweisen? Du schreibst wat von "70000" Euro Schulden, ik hab mehr, aber dat is sozusagen et "Lebenswerk" von de Harald (nächstes Jahr werd ik 60), in welche Zeitraum haste es geschafft solche Schulden anzuhäufen? Und mit sone Soll kannste "tausende" Euro in ne Online Casino senden?, bei welche Bank biste, dat die da Mitspielt (würd mir mal persönlich interessieren, senerzeit, als ich mit massiven Schufa-Enträgen ne Bankkonto eröffnen wollte, hab ik nur bei de Sparkasse ne Guthaben-Konto bekommen, ubd det nur "weil se dazu verpflichtet sind" so sagten se mir damals, vor ca.25 Jahren...

Du schreibst wat von Rückbuchungen, wat ist dat für ne Online Casino, das dan immer noch dene Einsätze annimmt, in der Höhe???? (PS: kene Casino-Namen hier, aber en paar Hinweise würden helfen ;) )

Aber ik merk schon, bevor et hier in ne nervende "Fragenkatalog" ausartet, ik bin weder dene Vernehmungsrichter, noch ne nervende "Forenonkel", du selbst entscheidest, was de beantwortest, aber interessieren tut et mir schon wie Leute zig-tausend Euro in irgendwelche Casinos transferieren (komm mir be genannte Beträge ja fast schon wie ne "arme Schw..lucker" vor, also de "dickste" Betrag denn menerener bei de Roulette gesetzt ham, war 500 auf Rot, mehr kann ik mir nicht erinnern (vielleicht, wenn ik voll wie ne Haubitze war  ;) ).

So, bis halb 12 spazier ik hier noch dan geht's nach Hause, "wohnen" is de falsche Begriff, "hausen" passt eher ;)
Servus, von ne Boulevard us Berlin! ;D

PS: de ganze anderen Sache wie Therapie, Suchthilfe, Selbsthilfegruppe, alle möglichen Sprüche und Hilfsmittel wie et "24-Stunden-Mantra", wirst de hier&woanders zu genüge finden (de Harald is kenne Wiederkäuer ;) ).

PPS: Dat de mit de "Gewinn" Rechnungen bezahlt hast ist schön und sogar außergewöhnlich (oder waren et nur de Rechnungen von de Eismann?). Ik men, hier spricht ne Mann mit Erfahrung, und ne Spieler, de sene Schulden bezahlt... also ik kenn keine, hab so wat noch nie erlebt, und de Begriff "Ehrenschuld" kommt aus de Zeit von de Musketiere, wo de Herrschaften ständig ne Grund suchten sich an de Gurgel zu gehen, wegen de "Ehre" -ein Grund konnten Spielschulden sein 8)


 
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Offline Jacky1

Re: Warum zerstört man sich tut sich das an
« Antwort #3 am: 05.10.2020 00:08:49 »
Hallo Michi und auch an dieser Stelle ein herzliches Willkommen,

Du warst in einer Psychiatrie, Deine Frau litt sehr darunter und wieder aufgerappelt, 3 Monate spielfrei und letzte Woche wieder gespielt.
Deine Frau wird weiter leiden müssen........

Komm schon Michi, was ist es Dir Wert ?
Was bist Du Dir Wert und Deine Familie ?

Wenn etwas alleinig nicht funktioniert, dann halt nicht mehr alleine!
Und im Gegensatz zu Harald wiederhole ich mich immer wieder, bei jedem Spieler.  :)
Gehe offen und ehrlich mit Dir um, was spräche dagegen..gegen eine SHG oder eine Betreuung,?
Was könntest Du dabei verlieren und was könntest Du dabei gewinnen ?

Eine Strategie ? sehr gerne für Dich.
Mache genau so viel gegen Dein Suchtverhalten, was ausreichend wäre für Dich und Deine Lieben.
Oder doch noch mehr ?
Mache es doch greifbar, mache Dich greifbar ...berichte und reflektiere mit anderen Menschen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden.
Da gibt es doch keine Grenzen nach oben, es geht um viel mehr als nur Geld!

Willst Du Erfahrungen austauschen, spüren nicht alleine damit zu sein, brauchst Du Adressen für SHGs in Deiner Nähe?
Alles kein Problem, doch bleibe nicht mehr stehen, es wird kaum von alleine weggehen.
Und egal wie kontrovers man über manche Möglichkeiten denken sollte, alles was Dir/Euch hilft ist gut.
Was Dich entfernt vom Spielen und Dir jene Gedanken daran nimmt.

Warum zerstört man sich tut sich das an.....
Und warum macht man dann so wenig dagegen?

Los gehts....wach auf, nicht wieder in einer Psychiatrie und nicht bei einem Scheidungsanwalt....
sondern an der Seite Deiner Frau, hast du etwas wertvolleres als sie ?
Denkst Du etwa Du wärst nicht wertvoll, weil Du spielst ?

Das volle Programm ....keine halben Sachen, dies würde ich einfach erwarten lieber Michi, wenn Du fragst.   
Nimm jede auch nur greifbare Hand, oder spiele mit euch allen weiter.



Grüß Dich
   
 
 

Offline Michi

Re: Warum zerstört man sich tut sich das an
« Antwort #4 am: 05.10.2020 03:53:22 »
Danke für die zahlreichen Typs von euch um einige fragen zu beantworten ich war 7 Monate Spielfrei und von Feb 2020 bis ende Sep2020  Therapie anfrage habe ich in Februar 2020 gestellt und in Mai einen freien Platz gehabt da es mir wieder gut ging und ich kein verlangen hatte zu spielen nahm ich die Therapie nicht an sondern dachte mir da braucht jemand vielleicht mehr Hilfe als ich und machte nicht von der Therapie gebrauch.Zu den Schulden die ich habe die haben sich in 15 Jahren angesammelt da ich sehr gut verdiene bekam ich ohne Probleme Kredite  keine negativen Schufa Einträge vorhanden was mir momentan Hilft ist hier unter gleichgesinnten zu schreiben werde auf jeden fall nicht mehr spielen habe es mir vorgenommen und meiner Frau versprochen mich zu ändern ich habe es schon einmal geschafft und werde es wieder schaffen gegeben falls mit Therapie denn es ist ein Teufelskreis den man schnell verlassen muss sonst geht alles kaputt was sehr schnell gehen kann werde mich erstmal in meiner Arbeit ablenken und positiv in die Zukunft schauen danke für eure Typs ich werde weiter über mich berichten.
 

Offline medea888

Re: Warum zerstört man sich tut sich das an
« Antwort #5 am: 05.10.2020 08:37:07 »
Guten morgen Michi,

und herzlich willkommen im Forum.
Vieles wurde dir schon gesagt, ich kann dir als auch OC Spielerin noch sagen, zu denken man ist davon los, ist fatal, ich war schon mal vor über 10 Jahren trocken, hab damals aufgehört ohne Suchtdruck, hab was an meinem Leben geändert und gut war.
dann bin ich über Umwege wieder reingerutscht. Heute weiß ich, dass ich immer süchtig bleiben werde und immer aufpassen muss und vor allem, dass das Spielen nicht von außen kam, wie Langweile oder Lust Geld zu gewinnen, sondern dass es was in mir ist, was nicht richtig funktioniert und was ich finden muss, um damit ohne Sucht leben zu können.
Aufhören ist daher nicht das schwierige, das fiel mir auch dieses mal eher leicht, den Mut zu haben, rauszufinden warum man ist wie man ist, das erfordert die Kraft.

Ich kann also auf gewissen Art verstehen, dass du dachtest du brauchst die Therapie nicht, weil Du ja nicht mehr gespielt hast.... glaub mir, wenn du wirklich anfängst hinzuschauen, dich aktiv mit deiner Sucht auseinandersetzt, dann wirst du merken, dass es nicht ums aufhören ging, das Aufhören ist nur der erste wichtige Schritt.
Alles gute und ich freue mich wenn du weiter mit uns deine Gedanken teilst.
Gruß Medea
 
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Offline Jacky1

Re: Warum zerstört man sich tut sich das an
« Antwort #6 am: 08.10.2020 23:34:55 »
Hallo Michi,

nochmal nachgehakt.

......werde auf jeden fall nicht mehr spielen habe es mir vorgenommen und meiner Frau versprochen mich zu ändern ich habe es schon einmal geschafft und werde es wieder schaffen gegeben falls mit Therapie denn es ist ein Teufelskreis den man schnell verlassen muss sonst geht alles kaputt was sehr schnell gehen kann werde mich erstmal in meiner Arbeit ablenken und positiv in die Zukunft schauen danke für eure Typs ich werde weiter über mich berichten.

Mit Verlaub Michi, das ist nix.
Eine Momentaufnahme und Dinge die man in einer Minute geistig erledigen kann.
Sicher, man nimmt es sich vor und verspricht es auch gleich mit, ist denn Dein Erfahrungspotential soweit um es auch so umzusetzen zu können ?
Was denkst Du, angenommen Du spielst wieder und gewinnst nochmal einen fünfstelligen Betrag, verschweigst diesen Gewinn aber nicht sondern sagst es Deiner Frau.
Dann wäre sie nicht endtäuscht ?

Es geht nicht um vergangene Chancen, auch fraglich ob eine Motivation alleine ausreicht ...
ach komm schon Michi, Du befasst Dich ja nicht zum ersten mal mit dem Thema aufzuhören.
Dies hier ist keine Geduldsfrage, abwarten und teetrinkend in eine positive Zukunft schauen.
Und "gegebenenfalls" eine Therapie anstreben.

Weil:
Du und Deine Familie viel zu wertvoll
   

Grüß Dich 
 

     

 
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Offline Fred

Re: Warum zerstört man sich tut sich das an
« Antwort #7 am: 09.10.2020 08:26:50 »
Weil:
Du und Deine Familie viel zu wertvoll
   

Fehlt da ein Verb, oder ist das der gewollte Robert-Lockruf ?
Der Kreis schließt sich erst wenn er vollendet ist !