Autor Thema: Die-12-Schritte-Atheisten-Gott-Macht-Medusa-Zweifel-Geschichte  (Gelesen 366 mal)

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Offline Fred

Kurz rüberfliegen =>
http://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php/topic,15.msg25.html#msg25

Ganz ehrlich ... 3,6,7, und 11 habe ich nicht befolgt. 5 nur zum Teil.

Daraus wurde dann dies hier:
http://www.spielsucht-soforthilfe.de/index.php/topic,7.msg8.html#msg8

und bin dann vermutlich bei 12 jetzt festgenagelt :)

Dann noch der Tipp des Tages:
Wenn du den Frieden nicht in dir selbst finden kannst ...
... wirst du ihn nirgendwo finden !

Der Kreis schließt sich erst wenn er vollendet ist !
 
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Offline Taro

Die Schritte muss ich nicht "machen" sie passieren wenn ich den Entschluss gefasst habe nicht mehr zu spielen. Egal ob ich sie kenne oder nicht. Das Geschenk Gott wirken zu spüren ist mit dem Geschenk spielfrei zu werden eng verbunden. Beides kann man nicht durch Willen erzwingen. Kirche und Glaube hat erstmal nicht soviel miteinander zu tun. Ich habe allerdings Erfahren, daß ich in einer Gemeinde viele Menschen kennenlernen kann, mit denen ich mich Wertfrei über den Glauben austauschen kann, was ich sehr befruchtend finden.

Taro
 
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Offline medea888

Guten morgen Fred,

ich danke Dir für den tollen Beitrag.
Jacky schrieb es geht bei den 12 Punkten wohl auch eher um einen Fahrplan. Das glaube ich auch. Ich denke aber auch, dass "gott" nicht ohne Grund in diesen 12 Schritten ist. ich habe da heute morgen lange drüber nachgedacht, ich glaube es geht um den GLAUBEN  und zwar an etwas, ob das ein Gott in dem Sinne der Kirche ist, das ist eine andere Frage.
Ich habe für mich selbst gemerkt, dass ich es bin. Ich bin in dem Fall Gott... oha das klingt jetzt irre. lach. nein ich meine damit. ich muss mir verzeihen und ich muss an mich glauben, ich muss erkennen, wer ich bin und was ich bin und mir selbst vertrauen können - mich nicht selbst belügen. Und dann kann ich wieder glauben und frei sein.
ich denke es geht darum inneren Frieden und Zufriedenheit zu finden - und das ist auch das was Religionen einem vermitteln wollen - auf die ein oder andere Weise.
Und wir Süchtigen sind auf besondere Art und Weise innen unruhig, das versuchen wir mit spielen oder anderen Süchten zu kompensieren, dann mögen wir uns deswegen noch weniger und nur in der Sucht können wir uns dann noch gut verstecken....
Unser Weg zu diesem Frieden ist eben sehr holprig....
Dennoch glaube ich, dass wer den Weg durchläuft und sich auch vor den steileren Aufstiegen nicht ängstigt, der wird am Ende als besserer Mensch oben ankommen.
Ich bin gespannt, was und wer mir auf diesem Weg alles noch begegnet, inklusive mir selbst.
Euch einen wunderbaren sonnigen Tag.
Medea

 
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Offline Jacky1

Hallo,

ein schönes Thema.

Wenn man am Bodensatz seiner Existenz und nur noch ein Medium seines eigenen Verhaltens.
Und man etwas möchte aber es nicht kann, sich eigentlich aufgegeben hat und nur noch als Marionette fristet.
Ein Hampelmann in einem unerträglichen Kreislauf, sich nur noch etwas vormacht.
Und auf keinen grünen Zweig kommt`,alle Bemühungen schneller verblassen als 10 Freispiele. 

Was sollte man dann noch tun ?

Beten ?
Ich bin ein gläubiger Mensch, in Kirchen bin ich quasi groß geworden.
Mein gefestigter Glaube hat mich nicht vom spielen abgehalten.
Selbst diese für mich größte aller "Mächte", habe ich in meiner Sucht ignoriert.
Vor weltlichen Gerichten mag man mich dafür verurteilen, vor Gottes Instanz bitte ich aber noch um Chancen.
So musste ich erst einmal wirklich aufgeben, kapitulieren vor meinem Verhalten.
Ja, den Kopf hängen lassen und gedacht, leck mich am Arsch macht alle was ihr wollt, ich bin zu krank dafür.
Doch ich blieb morgens nicht einfach im Bett liegen, ich suchte mir Motivation überall.
Warum ? Es hat sich doch eigentlich nichts geändert, ich stellte mich doch nur hin und gestand ein Casino Junkie zu sein. 

Und genau daraus entstand ein mittlerweile unbändiger Wille, nicht mehr zu spielen.
So kann ich nicht einmal diese "höhere Macht" benennen, sie war einfach nur da.
Und nicht nur dies, ich fand auch einen besseren Umgang mit und in meinem christlichen Glauben.

Medea, schreibt öfters von Demut, mir gefällt das.
Du bist viel näher an etwas dran als Du es glauben magst, bis es greifbar wird.
Und was es auch sein sollte, es war und ist immer da.

Ich bin froh an Gott zu glauben und ich bin froh wieder an mich selbst zu glauben.
Denn dort....wird alles greifbarer.
Ich bin auch froh von meinem Glauben schreiben zu dürfen und ohne ihn wäre ich eventuell auch kein anderer Mensch als jetzt.
Was auch immer mich dazu brachte nicht einfach morgens liegen zu bleiben oder zu spielen bis ich sterbe.
Demut war auf jeden Fall auch ein Antrieb.

Wenn ich gutes vollbringe, auch für mich selbst...kann ich es greifen.
Und weiß Gott, es gelingt mir nicht immer.
Wenn aber auch nicht namentlich nennen, Gott danke ich unendlich, dass ich noch da sein darf.

Demut.

Liebe Grüße

           

 
 

     



         
 
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