Autor Thema: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele  (Gelesen 4621 mal)

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Offline Taro

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #75 am: 08.01.2020 13:07:48 »
Grundsätzlich bin ich überzeugt das eine konsequente Abstnenzentscheidung mit Umsetzung in allen Bereichen erfolgen sollte. Dann machte 1993 mein Fachabi und begann mein Studium. Ein programmierbare Taschenrechner und ein PC musste her. Mein Taschenrechner ein HP G48 für 240 DM (ich nutze Ihn noch heute) hat eine Infrarotschnittstelle. Ich konnte da drüber alle Spiele aus meiner Jugend drauf laden.
OC war noch nicht so verbreitet doch es gab das schon.
Für mich war es damals wirklich ein mehrwöchiger Entscheidungsprozess ob ich deswegen aufs Studium verzichte. Heute muss ich selbst drüber lächeln, doch war es mir damals sehr ernst. Wer verzichtet heute noch auf Rechner und Smartphone um sich zu schützen ?(ich kenne tatsächlich ein paar).
Das wäre für 100% Sicherheit wohl die mindestens Grundlage. Die wie Sauerbier propagierten Bloger kann ich selbst als anti Nerd nur lächelnd abwinken. Da brauche ich noch nicht mal wirklich nachzudenken um die zu umgehen.

Lange Rede, einen 100 % Schutz auch durch Geldendzug gibt es nicht. Ich weiss nicht wie oft ich von Leuten die Ihr Geld abgegeben haben gehört habe das sie über eBay neue Handys verkauft haben die sie nicht haben. Fühlt sich zunächst wohl nicht so an, ist aber eine Straftat und führt zu weiteren Problemen.

Es nützt alles nicht, ich muss mich trainieren wie für Olympia um Momente die gefährlich für mich sind sofort zu erkennen. Eine SHG ist da natürlich ein toller Begleiter. In meiner habe ich Begleiter seit meinen Anfängen. Die wissen gerade in Zeiten wo es wichtig ist besser wie es mir geht als ich.

Leider wird die Sucht oft nicht ernst genug genommen. Als ich das Rechnerproblem hatte ging ich 4 Jahre regelmäßig zu GA. Dem Thema Geldanlage guckte ich mir dann nach 5 weiteren Jahren mal genauer an.

Das schlimme ist ja, ich als Spieler interessiere mich natürlich für das Thema Geldanlage. Ich bin bestens informiert. Soll ich das an meine Frau abgeben, was zweifellos sicherer wäre aber solange ich nicht spiele sehr teuer wird?

Die Entscheidungen hierüber und über andere Themen scheinen so trivial, sind Sie aber nicht. Die a
Auswirkungen sind riesig.

Taro
 

Offline JulianKendrick

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #76 am: 08.01.2020 20:28:25 »
Guten Abend Leute ✌🏻

Ich bin tatsächlich ein bisschen erschrocken als ich gesehen habe wie viel Antwort ich bekommen habe um das ganze abzuschließen noch ein paar Worte von meiner Seite

Thema Unfall zurückkehren:
War ein bisschen blöd von mir ausgedrückt es kam ein bisschen falsch rüber ich hätte mich besser ausdrücken müssen ich meinte damit folgendes.
- ich baue einen Unfall weil ich an einer Waldstelle zu schnell um die Kurve gefahren bin
Das bedeutet für mich das ich den teil des waldes schon nochmal fahren kann nur eben vielleicht nicht die stelle mit der scharfen kurve oder ich fahr sie einfach langsamer

Thema warum direkt am Feuer iwan verbrennst du dich:
Dazu eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit ich war als Kind auf einem Geburtstag an dem wir ein Rennen veranstaltet haben das machten wir des öfteren bei dem mal zuvor bin ich eine Abkürzung pber einen  bach gesprungen und natürlich rein gefallen ich war nass und habe mich dabei verletzt beim nächsten mal bin ich wieder zum Bach dieses mal habe ich es geschafft - ich war und bin schon immer ein Mensch gewesen der nicht aufgegeben hat und nicht stellen/orte aus angst gemieden hat ich weiss das es sich hier ei un eine Sicht handelt und ich krank bin aber es gibt eines was immer stärker wird und schon immer stark war.. mein Mut und mein Ego ich möchte mich nicht einsperren und alles meiden ich möchte Leben!! Und wenn ich irgendwann in den Bach falle dann bin gabz alleine ich schuld .. wäre ich mir aber nicht so sicher das ich es schaffe würde ich den Sprung nie wagen..

Thema alles wird bei mir schlecht geredet (extrem ausgedrückt)
Ich sehe jedes einzelne Wort von eich als Motivation,Denkanstoß wir leben im Jahr 2020 ich erwarte von keinem das er mir den Ar*** abwischt ich bin dankbar für jede kleine sekunde die ihr eich Zeit nimmt.

Nun zu einer allgemeinen Frage ich bin nun seit fast 3 Monaten Spielfrei mich würde interessieren ob ihr auch etwas positives aus der Sucht mitgenommen habt.
Mir persönlich fällt auf das ich die Zeit vielmehr schätze und vorallem das Geld seit ich nichtmehr spiele schätze ich jeden einzelnen ? erzählt mal was euch so aufgefallen ist ? :)
Wer aufhört zu kämpfen, hat aufgehört, gut zu sein.
 

Offline Jacky1

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #77 am: 08.01.2020 22:18:48 »
Hallo Julian,

Nun zu einer allgemeinen Frage ich bin nun seit fast 3 Monaten Spielfrei mich würde interessieren ob ihr auch etwas positives aus der Sucht mitgenommen habt.
Mir persönlich fällt auf das ich die Zeit vielmehr schätze und vorallem das Geld seit ich nichtmehr spiele schätze ich jeden einzelnen ? erzählt mal was euch so aufgefallen ist ? :)

Aus einer Suchterkrankung mit jener gewaltigen negativen Auswirkung, etwas positives mitnehmen.....
Mein ganzes Leben war dadurch stark geprägt, jemand wie ich konnte gar nicht anders als dieser Sucht zu begegnen.
Auch sie hat mich zu dem gemacht was ich heute bin.
Ohne diese Erkrankung hätte ich nicht die Menschen kennen und lieben gelernt wie ich es erfahren durfte.
Ohne diese Erkrankung hätten mich diese Menschen wohl ganz anders wahr genommen.
Es ist mir nicht möglich das Eine vom Anderen zu trennen, spekulativ wie mein Leben ohne geworden wäre.
Menschen die ich einst verletzte kann ich heute davon berichten, wie mein Leben wirklich war.
Sicherlich gäbe es tausende Dinge die nicht hätten geschehen müssen, doch nicht in meinem Leben.

Ohne zu spielen und daran immer denken zu müssen bin ich extremst auf andere Dinge fixiert.
Meine vollste Konzentration hat nun endlich eine würdige Aufgabe.
Schon fast mit enormer Freude wieder vieles zu richten, was die Vergangenheit zerstörte.
Eventuell wäre ich heute zufriedener kein pathologischer Spieler zu sein...aber......
Ich durfte so viele gute Eigenschaften wieder schätzen an mir, welche die Anderen immer sahen und dies obwohl sie oft nur vorgegaukelt waren doch waren diese guten Eigenschaften immer da!
 
Heute kann ich schreiben:     
Ich bin froh Spielsüchtigsüchtig zu sein und wollte es nicht mehr missen.       

Liebe Grüße         
 
       
 

Offline JulianKendrick

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #78 am: 08.01.2020 23:16:20 »
Klar vieles negatives ist dabei aber was mir auch gerade beim lesen deines Textes aufgefallen ist, ich schätze mein Leben nach dieser kurzen Zeit schon mehr gebieße jede einzelne sekunde mit Familie und Freunden
Wer aufhört zu kämpfen, hat aufgehört, gut zu sein.
 

Offline Taro

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #79 am: 09.01.2020 13:09:37 »
Moinmoin,

eine gute Frage die Du da stellst!
Als ich mit 18 richtig mit dem Spielen anfing hatte ich kein gutes Leben. Ich trank Zuviel, hatte Depressionen, war voller Ängste, traute mir nichts zu und wusste nicht wie Leben funktioniert. Das spielen gab mir zunächst Linderung doch schon nach kurzer Zeit brachte mich das so tief runter das nur noch der Selbstmord eine vernünftige Alternative schien.
Der Selbstmord war geplant aber vorher wollte ich mir noch mal diese Selbsthilfegruppe, damals hießen sie "Anonyme Spieler" heute GA, anschauen.
Dort erlebte ich mein erstes Wunder und ging mit der Hoffnung das für mich in diesem Leben vielleicht doch noch Platz für mich ist. Durch die Todesnähe und durch die Gruppenbesuche ist mit der Zeit das nächste Wunder geschehen. Ich weiß nicht ob du es kennst,  ich weiß das etwas nicht gut für mich ist und ich tappe trotzdem immer in die gleiche Falle. Das kennen wir natürlich alle vom spielen, ich aber auch durch viele andere Dinge und besonders durch meine Depressionen. Nun hatte ich auf einmal wenn auch noch begrenzt, jedoch eindeutig Zugriff darauf. Es fühlt sich an als wenn ich auf meinem persönlichen eprom das Programm umschreiben kann. Mit gewissen Einschränkungen scheint plötzlich alles möglich.
Ich habe zum neuen Jahr keinen guten Vorsätze mehr, die ich dann eh nicht einhalten, ich ändere Dinge einfach.

Ich habe nach meiner Spielsucht meinen Job gekündigt, Fachabi gemacht (mit 28) studiert, meinen Job angefangen, ein Haus gekauft, geheiratet und drei tolle Kinder
Kurz ich führe ein Leben das überhaupt nicht für mich vorgesehen war. Ich brauche da nur auf meine Herkunftsfamilie und meine damaligen Kumpels zu schauen.
Ich war in der Familie mehr das schwarze Scharf. Heute leben ich pralles Leben mit liebenswerten Menschen in meinem Umfeld.

All das habe ich nur dem spielen und meinen Absturz zu verdanken. Wie gut das es damals noch kein cb gab, sonst würde ich wohl heute noch vegetieren.

Taro