Autor Thema: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele  (Gelesen 2406 mal)

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Offline Fred

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #60 am: 26.11.2019 06:46:34 »
Als ich 6 Monate spielfrei war, fragte ich meine Frau zaghaft, ob ich denn nicht mal ein Lob bekommen könnte.
Völlig entrüstet antwortete sie mir ...

WARUM ? Für mich ist es normal, dass mein Mann nicht spielt.

Natürlich war ich enttäuscht ... später aber freute ich mich sogar ... denn indirekt sah sie mich ja wieder als "normalen Mann" an.

Julian, Lob wo es passt, Bauchpinseln können wir uns sparen.
Wenn du Beiträge schreibst die kritische Aspekte enthalten, ist es normal dass man darauf eingeht.
Es ist wichtiger dir die durchaus vorhandenen Fallstricke aufzuzeigen als dich in Sicherheit zu wiegen.

Hör auf zu jammern was war oder hätte sein können, das ist sowieso vorbei.
Konzentriere dich auf jetzt und deine Zukunft. Das ist das was in deiner Hand liegt.
Du bist du - steh dazu ... und was dein Bruder ist, hat mir dir nichts zu tun.

Anfangs war ich auch mal irgendwann stolz ... auf mich .. auf meine "Leistung" nicht zu spielen.
Heute bin ich froh, dass ich nicht mehr spielen muss. Aber Stolz ist da keiner mehr ...
Stolz etwas nicht zu tun, was für andere normal ist es nicht zu tun ?

Ich ziehe mein Selbstbewusstsein aus meiner Abstinenz. Andere sagen auch mal ab und, du kannst stolz darauf sein.
Ganz ehrlich .. ich bin es nicht ... denn die Zeit vor der Abstinenz gehört dazu.

Wäre ein Schläger stolz, wenn er 2 Monate seine Frau mal nicht verprügelt hat ?

Man mag das kontrovers diskutieren können. Ich für mich benötige es nicht (mehr).



Der Kreis schließt sich erst wenn er vollendet ist !
 

Offline Jkler

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #61 am: 28.11.2019 21:00:04 »
Hallo Julian, die gleichen Gedanken hatte ich damals auch, warum werden meine Positiven Schritte nicht so bewertet? Mittlerweile weiß ich es. Weil es normal ist! Hört sich doof an, aber ist leider so. Mach weiter so und du wirst es bald verstehen ;) mir persönlich haben im Nachhinein die kritischen viel mehr geholfen.

Gruß Jkler
Wer Rechtschreibfehler oder ähnliches findet, darf sie behalten.🙈
 

Offline Jacky1

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #62 am: 28.11.2019 23:52:19 »
...mir persönlich haben im Nachhinein die kritischen viel mehr geholfen.

Mich hat diese ganze Kritik an meinem Verhalten früher, unglaublich geärgert.
Dauernd kam einer und schrieb, " da musste noch an Dir arbeiten, warum machst Du dies oder jenes nicht, Du spielst nur mit Anderen hier...."
Und im Nachhinein ärgert es mich immer noch.
Ich ärgere mich über mich!   

Da kann man alle in einen Sack sperren und fest zubinden, Einer steck immer mal sein Köpchen raus.
Dann aber...immer druuuf.  :)

Liebe Grüße 
 

Offline JulianKendrick

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #63 am: 09.12.2019 18:41:26 »
Hallo meine liebsten Kritiker 😁
Ich wollte mich mal wieder melden und ein bisschen berichten heute ist der 9.12 und ich bin seit 51 tagen Spielfrei (ich bin mega stolz darauf) die letzte Woche war ich aufgrund meiner Überstunden zuhause das hat mir anfabgs sehr sorgen bereitet dennoch habe ich nicht einen Gedanken ans spielen verloren im Gegenteil ich habe sachen gemacht die viel zu kurz kommen auto säubern,klamotten sortieren etc.  Und natürlich Weihnachtsgeschenke gekauft :) mir ist aufgefallen das ich viel Geldbewusster geworden bin dh ich kaufe mir zb in der Arbeit keinen Kaffee mehr stattdessen habe ich mir eine Maschine für die Arbeit gekauft 😁 was mir oft noch auffällt sond die Werbungen im Fernsehen die kann ich aber inzwischen gekont gegühlslos anschauen was mir vor ein paar wochen so schwer viel das ich sogar umschalten musste also im großen und ganzen kann ich behaupten zurzeit geht es mir sehr gut :)

Wünsche euch einen angenehme Woche :)
Wer aufhört zu kämpfen, hat aufgehört, gut zu sein.
 

Offline Jkler

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #64 am: 09.12.2019 19:16:53 »
Hallo Julian,

Nicht Kritiker sondern auf Sachen Hinweisende ;)

Weil 51 sind ne coole Nummer und ich würde mir und Dir viele weitere wünschen, deswegen Hinweise ;D

Ja ja die lieben Fernsehwerbung ??? Ich habe mir anfangs angewöhnt gegen Spielos und Werbung nicht so "nette" Sachen zu Sagen, als Abscheu  sozusagen. Heute kommt das schon unbewusst.  :o

Jeder hat seinen Weg , gehe deinen weiter und es wird ein gutes Jahr 2020 für dich. Aber trotzdem links und rechts auf Fallen achten. Sorry kann halt nicht anders :P

Kopf hoch immer weiter ;)
Wer Rechtschreibfehler oder ähnliches findet, darf sie behalten.🙈
 

Offline JulianKendrick

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #65 am: 07.01.2020 01:39:59 »
Hallo meine lieben Freunde 😊😊

Ich wollte mich mal wieder melden, erst einmal jedem von euch ein gutes neues Jahr :) ich hoffe ihr hattet schöne Feiertage und des weiteren ich möchte eich heute mal wieder meine Situation ein bisschen erzählen um es vorweg zu nehmen ich bin genau seit 2 Monaten und 20 Tagen Spielfrei :) was mich unheimlich freut nach 2 Monaten bin ich jetzt endlich an den Punkt gekommen wo ich auch das Pokern gelassen habe .. ich habe auch einen sehr großen schritt gemacht der aufjedenfall mein nächstes Jahr vielleicht such länger verändert ..

26 Dezember ca. 23 uhr

Es war kalt und nass draußen mir war todes Langweilig ich beobachtete die Tropfen wie sie vom Fenster gleiteten bis aufeinmal mein Handy klingelte ich las den Namen Erik (einer meiner engsten Freunde) ohne zu zögern ging ich hin bevor ich etwas sagen konnte kam er mir zuvor hey dir ist doch bestimmt Langweilig lass uns ins RedDinner gehen als ich den Namen gehört habe lief es mir eiskalt den Rücken runter ich stoterte du.. Er... da viel er mir aufeinmal ins Wort hey keine angst nur auf win Bier ich überlegte zögerte aber auch nicht lange und sagte ihm na gut aber deine Freundin fährt uns  ?natürlich? sagte er komplett überzeugt 20min später war ich also dort wo och damals meine ersten ? in die Kiste geschmissen habe Erik meinte er gehe schonmal rein und bestellte uns 2 bier ich blieb noch auf eine Zigarette draußen unter dem heruntergekommenen Vordach stehen ich war total aufgeregt das einzige was mir im Kopf vorging war ?egal was ist du gehst nicht zu diesen Automaten.. ich schnipste meine Zigarette weg und öffnete die Tür als aller erstes stoch mir dieser penetrante geruch von altem Leder in die Nase ich schnaufte nochmal kräftig durch und ging selbstbewusst an den Automaten vorbei .. nach 2-3 Bier waren gestellten sich auch andere Kunpels zu uns auf einmal rief einer aus dem nichts 10? auf 10? geh ich jetzt rüber geht jemand mit die Gruppe spaltete sich ich blieb sitzen durch ein Fenster konnte ich sie sehen wie sie den Schein in den Slot legten ... ich war nervös ich will es nicht aber es ist dennoch ein komisches Gefühl aufeinmal hörte ich eine Melodie die ich zuvor nie war genommen hatte ich drehte mich um und da sah ich es .. ein alter Dart Automat aus den 90ern ich war sofort angetan ich beobachtete das gabze ein bisschen bis ich schließlich meinen Kumpel packte und sagte komm erik lass die anderen Spielen wor spielen jetzt dart sein blick war etwas verwirrt dennoch stimmte er zu wir gingen also beide zum Dart Automaten und spielten 1 Runde ich hatte schon lange nichtmehr soviel spaß wie an diesem Tag und was soll ich sagen seit diesem Tag hat mich das Dart spielen so gefesselt das ich mir gleich al nächsten Tag eine Scheibe hekauft habe und seitdem jeden Abend wie ein irrer Zeit an diesem Ding verbringe ... in diesem Sinne einen schönen Start in die Woche ich melde mich die Tage wieder und erzähle ein bisschen von meinen derzeitigen Gefühlen etc :)
Wer aufhört zu kämpfen, hat aufgehört, gut zu sein.
 
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Offline medea888

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #66 am: 07.01.2020 08:42:25 »
Hallo Julian,

glückwunsch, dass du widerstanden hast bzw. gar nicht drüber nachgedacht hast und zudem noch ein neues Hobby gefunden hast.
Auch schön dass dein Freund direkt mitgezogen ist. Deine Geschichte ist motivierend und ich hoffe weiter von Dir zu lesen und zu sehen wie es weitergeht.

Alles gute für 2020
Medea
 

Offline Fred

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #67 am: 07.01.2020 16:28:40 »
Moin ... hier ist mal wieder der Zeigefinger .. der erhobene.

Es war kalt und nass draußen mir war todes Langweilig ich beobachtete die Tropfen wie sie vom Fenster gleiteten bis aufeinmal mein Handy klingelte ich las den Namen Erik (einer meiner engsten Freunde) ohne zu zögern ging ich hin bevor ich etwas sagen konnte kam er mir zuvor hey dir ist doch bestimmt Langweilig lass uns ins RedDinner gehen als ich den Namen gehört habe lief es mir eiskalt den Rücken runter

Antwortmöglichkeit 1:
Du Erik, ich bin spielkrank und möchte da nicht hin. BItte frage mich zukünftig nicht danach.

Antwortmöglichkeit 2:
Du Erik, ich möchte da jetzt nicht hin und später wohl auch nicht mehr. Komm doch zu mir und lass uns xyz machen.

Antwortmöglichkeit 3:
Du Erik, lass uns lieber ins Kino fahren

Antwortmöglichkeit 2890:
irgendwas ... egal ...


deine Antwort:
"na gut"

Ist das dein Ernst ??  ??  ??
Bei der allerersten Versuchung begibst du dich in "höchste" Gefahr ?
Nein, du wolltest es .. du wolltest die Automaten sehen / hören / fühlen / schmecken ...
Du hast dich bewusst dafür entschieden.

Das ist TROCKENSPIELEN  ( virtuelle Suchtausübung )

Das Ganze in eine nett zu lesende Story verpackt. Schön ausgeschmückt.
Willst du dich damit "reinwaschen" ? Ein "Lob" bekommen ? Trost erhalten ?

Du pokerst mit deinem Leben
Sorry, mehr fällt mir dazu nicht ein.
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Offline JulianKendrick

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #68 am: 07.01.2020 16:47:04 »
Hallo Fred,
an erster stelle erstmal danke für deine kritischen Worte du weisst das ich das zu schätzen weiss
Dennoch muss ich jetzt mal dazu äußern
Verbessere mich falls ich falsch liege aber laut deinen Worten soll ich alles lassen was ansatzweise nur minimalst mit meiner Spielsucht zu tun hat (klingt ja soweit logisch) ich sehe das dennoch ein bisschen anderst klar ich begebe mich direkt neben das Feuer nicht weil ich kurz rein langen möchte NEIN ich bege mich neben das Feuer um es anzuschauen nicht als Befriedigung ich möchte meinem Kopf und meiner Vergangenheit zeigen hei ich kann mich dort aufhalten ohne mich ins feuer zu begeben für viele scheint das nach kurzer zeit sehr unverantwortlich aber ich sehe das so habe ich auf einer Landstraße einen Unfall meide ich die strecke in Zukunft ja auch nicht mein ganzes Leben ich habe nach meiner Drogen zeit ja auch immernoch Freunde die ab und zu etwas rauchen ja und ? Hab ich deswegen geraucht nein! Jeder Mensch hat seine eigene sucht die auf alles mögliche anderst reagiert ich fühle mich getriggert von gerüchen andere von den Farben... und nein ich möchte kein Lob oder sonstiges ich wollte nur wieder einmal eine Geschichte aus meiner letzten Zeit erzählen ich wusste das es bei einigen für aufregung sorgt das ich mich genau an einen der ungünstigsten Orte begebe trotzdem hab ichs gemacht und nein ich habe nicht gespielt ich bin viel zu stolz auf die Zahl wie lange ich schon nichtmehr gespielt habe!  :P
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Offline JulianKendrick

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #69 am: 07.01.2020 16:49:20 »
Hallo Medea,
Freut mich das dir die kleine Geschichte gefallen hat :)
Ich bin froh wenigstens ein paar leute mit meiner Geschichte zu motivieren
Wir schaffen das alle jeder auf seinen eigenen weg :)
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Offline Taro

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #70 am: 07.01.2020 22:44:52 »
Moin Julian,

als ich deinen Beitrag las stutzte ich auch zweimal, dachte aber ich lass es mal dazu etwas zu sagen. Nach den weiteren Verlauf dieses Threads gebe ich jetzt doch mal meinen Sempf dazu.

Nicht alles ist ein Vergleich nur weil es hinkt. Und Spielsucht hat nichts, aber überhaupt nichts mit einem Unfall zu tun.
Deshalb kann ich auch zum Unfallort zurück, jedoch nicht in die Spielbank.

Nun war es bei Dir auch keine Spielbank, aber doch hast Du gezuckt als der Vorschlag kam. Ich weiß nicht ob es für Dich ein Problem ist oder nicht. Wichtig ist, daß Du es weißt! Da Du innerlich gezuckt hast scheinst Du ja schon eine Vermutung gehabt zu haben. Ich hatte es mir in meinen ersten Jahren angewöhnt im Zweifel immer gegen das spielen zu entscheiden. Das waren dann auch oft unangenehme Situationen, das wiederum hat mir die Angst davor genommen in unangenehmen Situationen nein zu sagen.

Das ist für mich aber garnicht der entscheidende Teil. Ich habe leidenschaftlich Dart und Billard gespielt. Beides ließ ich zunächst sein als ich mit dem Spielen aufhörte. Ich habe am Anfang den Rat aus dem GA Programm "Spiele um garnichts" befolgt.

Im Laufe der Spielfreiheit kommen viele Entscheidungen wo ich mich entscheiden muss, wie weit ich gehen kann oder will, weil ich ja so weit wie möglich wieder mein normales Leben zurück haben möchte. Jetzt standest Du vor Deinen ersten beiden kleinen Entscheidungen und hast Sie ganz gelassen bei Seite gewischt. Deine zweite Entscheidung die für das Dartspielen habe ich auch so unbemerkt gefällt, direkt danach folgte der Rückfall.

Es gibt ja nun viele Spieler die ohne Probleme Dart oder Billard spielen. Es gibt sicher auch viele die in Ihre Pinte gehen, in der Sie zu spielen anfingen. Genau darum, weil das so ist, ist es so wichtig das ich lerne sofort zu erkennen wenn mich etwas trickert. Genauso auch umgekehrt, weil ich den Weg zurück ins Leben wollte, mache ich auch Dinge, wo die meisten Spieler sagen, daß geht nicht. Ich spreche da nur mit anderen Spieler drüber die selber diese Sicherheit in sich tragen.
In den Foren wird ja nur immer an den Stöckchen gesprochen die ganz am Anfang im Weg liegen, glaub mir für ein pralle Leben kommen da noch ganz andere Bretter. Dafür muss ich aber trainieren, damit ich wach bin. Es kann auch sein das ich heute etwas kann und morgen nicht. Ich habe da immer ein Auge auf mich. Sucht verheilt eben nicht wie nach einem Unfall. Wenn ich die Sucht aufwecken ist sie sofort voll da. Für mich ganz real Lebensbedrohend.

Das Du gestolpert bist ist nicht schlimm, doch es ist Wert mal genauer hinzugucken.

Taro
 
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Offline Jacky1

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #71 am: 07.01.2020 23:27:13 »
Hallo,

Julian, Du bis nun fast drei Monate spielfrei und hast auch einige kritische Situationen überstanden.
Das ist absolut klasse, vor allem dass Du davon berichtest was in Dir dabei vorgeht, höre niemals auf damit!

Natürlich begegne auch ich Möglichkeiten wieder zu spielen, wenn ich zur Tankstelle fahre ist genau daneben ein Wettbüro,
beim Zigaretten holen in Lotto Annahmestellen, manchmal auch Gaststätten mit Spielautomaten und sicherlich 1 mal die Woche fahre ich an einem Swiss Casino vorbei.
Würde ich in Gedanken geraten und mir überlegen ob ich nicht ein Spielchen wagen sollte, hey halt nur mal einen Hunderter oder lieber doch nicht ?
Dann mache ich es auch, wäre mir dann auch egal und doch gleich am nächsten Tag halt wieder.
Blind in meinem krankhaften Nebel!
Naja und danach berichte ich hier und auch in meiner SHG davon und wer mich hier etwas kennen gelernt hat weiß ja schon,
wie sehr ich es dann dramatisch,elendig, selbst herabsetzend ausführen und sogar genießen würde.
Natürlich wohl wissend was man mir dann hier und in der SHG antworten und raten würde.
In der Motivationstabelle wieder auf Null, genau so wie mein Selbstwert.
Aber ja, natürlich habe ich dann dennoch einiges erreicht und müsste ja nur noch intensiver an mir arbeiten.
Dies ist mir doch alles immer bewusst! 
Kein "Arschloch", aber sich wie ein "krankes" zu verhalten und vor allem wirklich krank zu sein...KP, kann ich am besten.
Ich möchte nicht mehr jenes tun, was ich am besten kann!

Lieber Julian, was Du erreicht hast ist genial.
Vergesse nicht beim Blick zurück und auch nicht gegenwärtig, das Ziel wird eh immer ein stückchen weiter vorne sein, als Deine Gegenwart.
Dort gehst Du hin, meide den Grad der Versuchung, unbedingt.
Nicht weil überall eh Versuchungen lauern, sondern weil Du noch dagegen ankämpfen musst!
An einem Moment wirst Du merken, man kann nicht gegen sich selber kämpfen.
Deine Spielsucht ist kein Fremdkörper, sondern sie macht Dich zu einem, vor Dir selbst.

Sportliche Aktivitäten sind gut und wichtig, Darts ist ein Sport!
Ein guter Ausgleich, geeignete Locations wären hierbei sicherlich sinnvoll.
Aber wie schon geschrieben, die eigentliche Versuchung steckt in Dir und nicht in einem Dattelkasten.


Immer weiter Julian..bis immer kurz vors Ziel.

Liebe Grüße     
 
       
     
         
 
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Offline amTiefpunkt

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Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #72 am: 08.01.2020 07:05:16 »
Moin Julian,

mir geht es ähnlich wie Taro, eigentlich wollte ich nichts zu deiner weihnachtlichen Geschichte sagen, aber jetzt juckt es mich dennoch in den Fingern, also tippe ich doch ein Sätzchen dazu.

Dein bisher Erreichtes ist aller Ehren wert und sollte an dieser Stelle schon mal lobend erwähnt werden. Deine Entscheidung mit deinen Kumpels ins RedDinner zu fahren war meiner Ansicht nach ein Spiel mit dem Feuer. Im Nachhineien ist ja alles gut gegangen, aber bedenke, dass du dich zukünftig auch mal daran verbrennen könntest. Hättest du auch eine Runde Darts alleine gespielt, während alle deine "Freunde" vor den Slots gehangen hätten. Was wäre gewesen, wenn Erik keine Lust auf Darts gehabt hätte? Was wäre gewesen, wenn du noch 2 Bier mehr gehabt hättest? Was wäre gewesen, wenn deine Kumpels andauernd zu dir gekommen wären und dich weiter getriggert hätten. Viele Fragen auf die es im Moment keine Antwort gibt....Natürlich wirst du laufe der Zeit noch viele solcher Gefahren überstehen müssen, aber warum sich freiwillig dieser Gefahr aussetzen? Normalerweise stütze ich ja nicht Freds schwarz-weiß Strategie, aber wäre es nicht ein leichtes, wenn deine Freunde über dein Problem bescheid wüssten und dann mit dir an anderen Orten zum Darten gehen würden? Sensibilisiere deinen Freund Erik für dein Spielproblem, dann wirst du zukünftig weniger in Bedrängnis geraten. Ganz ausschließen kannst du die Risiken niemals, aber Reduzieren definitiv!

aT
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Offline medea888

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #73 am: 08.01.2020 08:18:51 »
Hallo Taro, Tiefpunkt und Jacky,

danke dass ihr auch noch geantwortet habt, nach der Antwort von Fred ( und ich schätze ihn total) hab ich mich etwas erschreckt. Julian wollte was aus seiner Sicht postives berichten und bekommt dafür, aus meiner Sicht einen Rüfel.
Ich stimme Euch total zu, dass man sich nicht unnötig in Situationen bringen sollte die einen triggern. Aber aus der Sicht von Julian war es für Ihn eben "ein Erfolg".
Und ich finde es wichtig, dass man hier im Forum kein Angst haben muss auch sowas schreiben zu können - dass nicht jeder den gleichen perfekten Weg geht, sondern jeder anders sein darf.

Daher danke für die konstruktiven Antworten, die ihm sicher weiter helfen.
Medea, die sich hier gerne öffnet.
 

Offline Fred

Re: Alles auf Risiko - Mein Weg meine Ziele
« Antwort #74 am: 08.01.2020 10:55:15 »
"Freds schwarz-weiß Strategie" klingt so negativ.

Ja ich verfolge eine "NO RISK" Strategie, wo ich zu 100% sicher bin, dass dieses Verhalten zumindest keinen "Schaden" anrichtet.

"Kontrolliertes Risk" bei einem Suchtmenschen der unter Kontrollverlust leidet zu propagieren würde ich nicht mal mir selbst zutrauen, daher auch niemandem anraten. Es gibt eine handvoll Alkoholiker, die seit Jahrzehnten alkoholfreies Bier genießen können, wie zum Beispiel einer meiner Nachbarn, aber es gibt auf der anderen Seiten abertausende die genau dadurch wieder beim Alkohl gelandet sind.
Wer will das entscheiden ? Was soll man raten ... "trinke ruhig alkoholfreies Bier" ?

Manch einem genügt bereits der Sound der "einlaufenden 3 Bücher" um den Puls zu steigern.

Natürlich entscheidet jeder für sich selbst und jeder setzt seine Schwelle zur Risikobereitschaft.

Oftmals kündigt sich ein Rückfall aber bereits Wochen oder sogar Monate vorher an.
Durch viele kleine Schritte. "Schau mal, es macht mir nichts aus, mit 500,- Euro in der Tasche herumzulaufen."
Klar .. tolle Leistung ... die Frage "warum rennst du überhaupt mit 500 ,- Euro rum" stellt niemand.

Aus Langeweile an die Spielstätte zu gehen um dort nicht zu spielen ...
"Mein altes normales Leben weiterführen" habe ich gelesen.

Mensch - DEIN ALTES "NORMALES" LEBEN war eine traurige Zockerkarriere ( müsste man zu mir sagen )

Ich habe mein altes Leben komplett revidiert. "Spielhallen-Freunde" aussortiert. Mich von Menschen getrennt.
Mich neuen (alten) Menschen zugewandt. Um neue Chance gebeten, aufgeklärt, entschudigt ....

Spielfrei seit 4,5 Jahren, keinen Suchtdruck, keine Problem nicht zu spiuelen, bald schuldenfrei, ein geregeltes Familienleben, eine Frau die langsam wieder ins normale Leben als Frau eines "normalen" Menschens zurückfindet.

Mein Motto: "NO RISK" .. und ich habe damit Erfolg.
Ich sage nicht, dass dies der einzige Weg ist. Aber warum sollte ich anderen ausprobieren ?`

Und ich kann nur meine Erfahrungen weitergeben an andere, die diese Erfahrungen noch nicht gemacht haben.
Und jeder kann frei entscheiden, ob er mein Motto vielleicht gut findet oder ein anderes.

Und genau das macht eine Selbsthilfegruppe aus: Lernen aus den vielfältigen Meinungen der anderen.

Und es bringt absolut nichts die Erfahrungen eines anderen Mitglieds zu kommentieren oder gar zu kritisieren.
Es ist wichtig, dass hier JEDER seine eigene Meinung hat und diese auch gern präsentieren darf.

Und meine liebe Medea, das war kein Rüffel, sondern ein HINWEIS auf eine gefährlcihe Situation wie ich sie sehe.
Und ich hoffe niemand hat Angst hier zu schreiben, denn das ist der Sinn dieser Gruppe, verschiedene Meinungen zu einer Sache zu bekommen und sich daraus das Beste auszusuchen und für sich selbst zu verwenden.

( Nicht jeder muss sich hier angesprochen fühlen )
"Wir" sind eine Horde teils hart gesottener Zocker, oft mit kriminellem Hintergrund. Das Umfeld teils Jahrzehnte verarscht belogen und betrogen. Doch "wir" sind alle auch Menschen die sich hier zusammenfinden um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.

Es steht jedem frei sich das Beste aus diesem und allen anderen Beiträgen herauszulesen ...
Der Kreis schließt sich erst wenn er vollendet ist !
 
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