Autor Thema: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit  (Gelesen 3707 mal)

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Offline Hestia

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #30 am: 07.01.2019 21:13:11 »
Hallo ihr Lieben,

momentan finde ich nicht wirklich die Kraft für hier irgendetwas zu schreiben. Bin einfach froh wenn ich einen Schritt nach dem anderen schaffe.

Ja du hattest recht Jacky, ich könnte zurück, bis jetzt jederzeit. Aber ja, ich weiß momentan das dies nichts ändern würde.
Manchmal habe ich sogar das Gefühl das er bis jetzt noch immer (immer und immer wieder) denkt oder dachte, das ich zurück kommen würde, trotz des Umzugs in die neue Wohnung. Kann das sein? Das er sich seiner selbst noch immer so sicher ist das ich doch noch zurückkomme?

Wisst ihr was komisch ist?
Ich weiß noch als ich vor Wochen zu einer Freundin sagte "irgendwie glaube ich würde es mir leichter fallen wenn ich mitbekommen würde das er noch spielen würde".
Nicht das ich ihm das gewünscht hätte, aber ich dachte tatsächlich das es mir den Schritt zu gehen und stark zu bleiben, leichter machen würde.

Ich war auf "Beweissuche" und wurde 2x fündig.
1x bekam ich es mit als ich noch in der Wohnung war (ca. Anfang Dezember).
Das andere mal bekam ich letzte Woche mit nachdem er bei mir war und ich wieder mal so ein Bauchgefühl hatte.

2x wurde ich fündig und es ist doch kein Stück leichter geworden. Es ist nach wie vor schwer standhaft und stark zu bleiben, den Schmerz auszuhalten und zu hoffen das es einem irgendwann besser geht.

Ich denke es macht einfach keinen Unterschied ob er noch spielt oder nicht, eine Trennung bleibt einfach immer schlimm.

Ich hoffe ihr hattet ein paar schöne Weihnachtstage mit eurer Familie und seid gut in das neue Jahr gerutscht  :)

Habt's fein und bis demnächst.
 
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Offline MiLu

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #31 am: 07.01.2019 22:07:31 »
Hey Hestia,

schön, dass Du uns regelmäßig auf dem Laufenden hälst!

Oh jaaaa, ich erinnere mich gut an diese Zeiten! Nach 6 Jahren Beziehung, davon vier Wochen erlebter Ehe und nach knapp 1 Jahr die Scheidung (der Richter befreite mich zu meinem Glück auch offiziell recht schnell von dieser Fehlentscheidung), kam nach der Trauer die Wut auf ihn und mich.... eine Phase. Danach machte sich pure Erleichterung breit - bis heute! Ich entschied mich nach vergebens investierter Mühe für mich und dafür bedanke ich mich nun bei mir selber... neben der Hilfe des Forums natürlich  ;D
Jeder muss seine Entscheidungen treffen, zwar abhängig von etwaigen Außenfaktoren, jedoch immer unmittelbar beruhend auf's eigene Wohl!

Klingt egoistisch?! Nein, das ist es aber nicht! Was nutzt einem ein Ferrari, der mit 30 km/h über eine Autobahn fährt?
Im Gegenteil: das gefährdet eher!

Einen guten Start ins Neue Jahr, liebe Hestia!  8)


.....continued.....
 
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Offline Hestia

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #32 am: 30.01.2019 18:57:30 »
Hallo,

nach einiger Zeit der Stille, melde ich mich mal wieder...
Die letzten Wochen waren solala. Auf der Arbeit recht viel zu tun und dann noch immer der Stress mit ihm.

Wir hatten uns nun 4 Wochen nicht gesehen, zwischendurch aber geschrieben, es kam meistens bis auf 1 oder 2x immer von seiner Seite.
Wenn ich mir also keine Vorwürfe anhören musste, waren es entweder Liebesschwüre, Fragen warum wir nicht mehr zusammen sein könnten oder wieder eine Zeit von "Ich kann keinen Kontakt mehr mit dir haben, dir scheint das eh alles egal zu sein, du bist so kalt und ich viel zu gut für dich".

Vieles lasse ich mir gefallen, stecke ein, halte meinen Mund, höre ihm zu oder sonst was.
Warum mache ich das?
Eben nachdem ich ihm etwas vorbei gebracht habe machte sich solch eine Wut bei mir breit. Genau wie du es vorhergesehen hast Milu. Denn es war Wut auf ihn und auf mich.
So viele Fragen und Dinge schießen mir tagtäglich in den Kopf, würde ihm am liebsten an solchen Tagen immer und immer wieder an den Kopf knallen das diese Beziehung NUR WEGEN IHM gescheitert ist. Nicht weil ich nie Fehler gemacht habe, aber weil er in meinen Augen nie genug GEGEN die Spielsucht getan hat.
Ja, wie viele von euch vielleicht denken hat er sich womöglich immer wieder ein Hintertürchen offen gehalten. Das gibt mir das Gefühl das er nie wirklich mit dem spielen aufhören wollte, obwohl er es so oft beteuert hat und ich oft gedacht habe "Okay, das war ein EHRLICHES Gespräch, er möchte wirklich nicht mehr spielen, nur braucht er einfach meine Hilfe". Aber das war es nicht. Ich konnte helfen so viel ich wollte, er hat doch immer einen Weg oder Grund gefunden um doch zu spielen. Und es brauchte jedesmal ja nur noch eine CHANCE, NUR NOCH DIE EINE CHANCE wie er vor 2-3 Wochen sagte.
Selber wenn ich das Spiel noch 5 Jahre mitspielen würde, wäre es in 5 Jahren auch NUR NOCH DIE EINE CHANCE.

So sehr ich ihm wünsche das er es schafft aufzuhören, so wenig Hoffnung habe ich für jetzt momentan. Denn ist nicht Hoffnung was mich bis Dato bei ihm gehalten hat. Ja die Hoffnung ist so etwas mächtiges, manchmal hilfreich und schön, aber manchmal auch einfach nur Grausam. Aber wer weiß was in ein paar Jahren, oder doch jetzt ist. Vielleicht schafft er es ja.

Wie ihr seht, mein Kopf ist noch immer sehr wirr. Auch wenn es hilft in einer eigenen Wohnung zu sein und etwas Abstand zu haben, egal ob wir Kontakt haben oder nicht, ich denke noch immer sehr viel über die Beziehung (ist ja klar) aber auch über die Spielsucht nach.
Dies lässt mich zu dem Punkt kommen, dass als ich sagte ich hätte Akzeptiert, habe ich das vielleicht doch noch nicht so richtig. Ich glaube das ist ein langer langer Prozess und rückwirkend, denke ich habe ich vielleicht einfach nur gewollt es zu akzeptieren, es aber nicht wirklich getan.

Versteht man meinen Text überhaupt? Meine Gedanken fliegen und ich fühle mich als würde ich grade nur Schwachsinn schreiben???

Ich hoffe euch da draußen gehts gut.
 
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Jacky1

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Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #33 am: 30.01.2019 23:00:09 »
Hestia,

eine tolle Bereicherung für jeden Leser und klasse wenn Angehörige darüber schreiben, danke dafür.
 

Versteht man meinen Text überhaupt? Meine Gedanken fliegen und ich fühle mich als würde ich grade nur Schwachsinn schreiben???

Manch einer würde sich eher wünschen ihn nicht zu verstehen.
Ich fühle diesen Schwachsinn auch immer wenn ich über mich schreibe.
Aber nur daher weil ich eben denke, so geht es eh nur mir alleine in meinen Gefühlen.
Auch zu wissen dass ich mich irre ändert nichts daran.

Wir teilen uns mit und lesen voneinander.
Alles Liebe für Dich. 
 
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Offline MiLu

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #34 am: 30.01.2019 23:23:16 »
Hey Hestia und Jackson,

ich kenne das Gefühl! Allerdings beschränkt sich das leider nicht nur auf die damalige Situation bei mir. Täglich frage ich mich, was ich situativ für einen Schwachsinn rede,schreibe, denke und empfinde?! Doch wir sollten diese Frage einfach unbeachtet lassen - letztendlich zählt doch immer nur das Ergebnis: nämlich dass man sich selbst wieder zufrieden in die Augen blicken kann!

Liebe Hestia, habe noch etwas Geduld! Das Gefühlskarussell ist normal, ja sogar notwendig! Er sollte für sich spielfrei werden, dieses intrinsische Motiv scheint mir bei ihm aktuell weit entfernt. Du solltest nicht weiterhin als Alibi für schlechte Stimmung herhalten müssen!

Du gehst den richtigen Weg....

Alles Liebe

MiLu
.....continued.....
 
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Offline amTiefpunkt

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Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #35 am: 31.01.2019 06:38:11 »
Guten Morgen Hestia,

mit Schwachsinn hat dein Text rein gar nichts zu tun. Sehr nachvollziehbar, dein Gefühlschaos, gaz klar.

Ich denke sehr wohl, dass du deine Entscheidung, ihn zu verlassen mit Bedacht gewählt hast und dies auch akzeptierst. Aber haben wir Menschen nicht immer, egal welche Entscheidung wir treffen, im Nachhinein ein paar Zweifel, richtig gehandelt zu haben!? Erst recht, wenn andere unsere Entscheidung anprangern, wie es dein Ex gerade macht! Lass dich nicht entmutigen, du hast eindeutig richtig gehandelt, du hast dein Leben wieder selbst in die Hand genommen! Sei stolz auf dich, keiner hat gesagt, dass sich eure Wege später im Leben nicht mehr kreuzen, aber momentan ist die Situation das Beste für euch beide. Nicht du hast den "Schwarzen Peter", sondern er! Nicht du bist die gefühlskalte Beziehungszerstörerin, sondern ER allein ist für jetzige Situation verantwortlich mit seinem egoistischen Verhalten. Solange er nicht die Schuld bei sich selbst suchst, ist er noch weit weg von einem Weg in die Spielfreiheit.

aT
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Offline Hestia

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #36 am: 06.02.2019 19:04:50 »
Hallo ihr da draußen,

vielen Dank für euren Antworten und Worte Milu, Jacky und aT.
Es tut gut hier im Forum schreiben zu können sich immer wieder alles von der Seele reden zu können und zu wissen das man verstanden wird.

Ich denke, ich bin nun langsam soweit, das ich meinem Ex die Schlüssel der Wohnung geben kann.
Ich habe diese noch immer, da ich mich nach dem Offiziellen Auszug sehr schwer damit tat noch meine restlichen Sachen aus der Wohnung zu holen. Immerhin war dies nach meinem Elternhaus meine erste Wohnung in der ich lebte, die mein zu Hause war und er gehörte er ja auch dazu.

Ich bin wohl eher die Sorte der "Ich zieh das Pflaster ganz ganz langsam ab" statt jener welcher dies mit einem Ruck machen. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Jeder entscheidet sein eigenes Tempo, und meins gleicht wohl dem einer Schnecke  :P Aber  ich habe das gebraucht, zum Trauern und Verabschieden der Beziehung. Jeder so wie er kann und es für richtig empfindet.

Der nächste Schritt ist also ihm den Schlüssel zurückzugeben. Ob dies auch zu einem sofortigen Kontaktabbruch führt kann ich jetzt noch nicht beantworten, aber ich lasse es euch wissen.

Habt's fein.
Hestia
 
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Offline Hestia

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #37 am: 21.02.2019 19:51:39 »
Hallo ihr Lieben,

kurzes Update.
Habe ihm die Schlüssel zurückgegeben und soweit besteht nun auch kein Kontakt mehr.
Es geht mir gut, ich habe das Gefühl das langsam Ruhe einkehrt.

Habt's fein.
Hestia
 
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Jacky1

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Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #38 am: 21.02.2019 20:44:29 »
Hallo ihr Lieben,

kurzes Update.
Habe ihm die Schlüssel zurückgegeben und soweit besteht nun auch kein Kontakt mehr.
Es geht mir gut, ich habe das Gefühl das langsam Ruhe einkehrt.

Habt's fein.
Hestia

Da sage mal einer, Hestia lässt eh nie los.  :)
Eigentlich habe ich nur 4 Worte in Deinem Beitrag bewusst gelesen.
Es geht mir gut!
Du hast den Schlüssel gefunden.

Liebe Grüße und danke für Deine Updates, immer wieder spannend.   
 

Offline amTiefpunkt

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Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #39 am: 22.02.2019 06:10:24 »
Guten Morgen Hestia,

das Pflaster wurde langsam abgezogen, gut gemacht. An der Luft heilen die Wunden am Besten (sagte zumindest meine Oma früher immer).

Der Frühling kann kommen!

aT
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Offline Hestia

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #40 am: 04.03.2019 21:07:47 »
Hey ihr da draußen,

wie geht es euch?
mir ganz gut eigentlich.

Ich merke das ich mitten in der Verarbeitung stecke und was soll ich großartig dazu sagen?
Ich könnte erzählen über diese und jene Gedanken welche ich mir ab und an noch mache.

Ich dachte mitte/ende Januar das ich bereits in dieser Wut-Phase wäre (sofern es sie gibt). War ich auch, aber nur halb.
Glaube jetzt stecke ich mittendrin (hört sich an wie bei einem Kind "ja mein Kind steckt jetzt mitten in der Wut-Phase" ;D ;D ;D)
Spaß Beiseite. Letzte Woche hat er es geschafft das ich ihn nun auf jeglichen Kanälen blockiert habe.
Immer habe ich versucht ruhig und rational zu bleiben. Immer wieder hat er mich bei WhatsApp blockiert - endblockiert - vorwürfe gemacht und das hat sich die letzten Wochen immer und immer wieder wiederholt.
Nun ja, so ist das...

Bis demnächst, Hestia
 
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Offline Hestia

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #41 am: 01.04.2019 19:04:42 »
Hey ihr Lieben,

gerne möchte ich euch ein kleines Update meinerseits geben.

Nach meinem letzten Eintrag und der Wutphase geht es mir momentan nicht sonderlich gut.
Was soll ich sagen, der Kontakt war nicht lange gänzlich gekappt und so fällt es mir von Tag zu Tag schwerer stark zu bleiben.
Ich vermisse ihn sehr.
Das schlechte ist weg und so sehe ich nun auch nicht mehr nur das negative was die Spielsucht in die Beziehung mit einbrachte.
Es kommen immer wieder mehr und mehr die guten Zeiten in meine Gedanken. Die Zeiten in denen wir miteinander lachten, er mir eine Schulter bat, Kraft gab und das Gefühl nicht alleine zu sein.
Ja, all diese Gefühle kommen momentan hoch. Dann zu sehen das man jetzt alles "alleine" schaffen muss und nicht mal eben jemanden hat der einen in den Arm nimmt und tröstet erschwert die Sache ungemein.
Und natürlich sagen die Leute dann "aber schau wie es dir in der Beziehung ging". Natürlich versuche ich mir das negative ins Gedächtnis zu rufen und ja ich weiß wie es mir ging, wie verletzt und belogen ich wurde. Aber doch sah ich nie "nur den Spieler", sondern auch einfach nur "ihn" ohne die Spielsucht.
 

Offline amTiefpunkt

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Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #42 am: 02.04.2019 10:18:01 »
Hallo Hestia,

schön von dir zu hören!

Zitat
Aber doch sah ich nie "nur den Spieler", sondern auch einfach nur "ihn" ohne die Spielsucht.

Wenn es ihn ohne die Sucht gäbe, wäre ja auch alles fein in Ordnung, doch es verhält sich leider so, dass die Sucht ein untrennbarer Teil von ihm bleiben wird, deswegen erübrigt es sich, dies gesondert zu betracheten. Niemand schreibt dir vor, nicht zu ihm zurückzukehren, doch sei dir gewiss, er wird dich wieder belügen und betrügen, wenn er seiner Sucht nach geht. Darauf musst du vorbereitet sein! Natürlich besteht auch die Chance, dass er gewillt ist, gegen sein Problem vor zu gehen. Die Sucht kann zum stillstand gebracht werden, schwelen wird sie dennoch über eurer Beziehung!
Ich kann leider nicht in ihn hineinsehen (und du auch nicht), nur er allein kann dies, deswegen ist auch alles so kompliziert!

Ich wünsche dir das Beste, Hestia,

aT
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Offline Hestia

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #43 am: 24.04.2019 11:44:06 »
Danke für deine Antwort aT und Entschuldigung für meine "Nicht-Antwort" bisher.

Eine schlechte Nachricht jagt die andere, ein Mensch nach dem anderen verlässt mein Leben.
Dies war auch der Grund für mein "Nicht-antworten".
Grade wenn man denkt es geht langsam Bergauf kommt die nächste Lawine und überrollt euch.

Aber, ich halte daran fest das alles gut wird, irgendwann.

Ich weiß das ich, in der Phase, in der ich grade stecke nichts machen kann, außer Die Zeit verstreichen zu lassen, nicht grade die einfachste Übung für einen ungeduldigen Menschen, aber so ist es nun mal.
Tee trinken und hoffen das es einem irgendwann wieder besser geht.

Zu wissen das er mich mit höchster Wahrscheinlichkeit wieder belügen und hintergehen wird ist wohl der einzigste Grund für mich momentan nicht wieder zurück zu gehen.
Zu tief sind noch all die Verletzungen durch das ständige belügen und betrügen.

Habt's fein,
Hestia
 
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Offline Hestia

Re: Meine Geschichte / Ich spiele nicht mehr mit
« Antwort #44 am: 25.04.2019 09:12:37 »
Irgendwas scheine ich falsch zu machen.

Ich habe mich getrennt weil ich das Lügen, betrügen und hintergehen nicht mehr aushalten konnte.
Immer wieder wurde ich verletzt und habe mich vor 7 Monaten getrennt, vor etwas mehr als 4 Monaten bin ich ausgezogen.

Ich war reflektiert, konnte verstehen wieso ich welchen Weg gegangen bin, zog die Mauer hoch und war Distanziert ihm gegenüber.

Nach kurzem Kontaktabbruch im Februar hielten wir seit März wieder Kontakt (mal gut, nett und freundlich, mal beide ziemlich verletzt)
Meine Mauer fing an zu bröckeln und stürzte mit dem Verlust eines weiteren Familienmitgliedes entgültig ein.
Ich war froh ihn zu haben, wenn auch der Kontakt nicht so intensiv war, war ich doch froh zu wissen er ist da.

Ich wusste dass dies kein Dauerzustand sein könnte/würde, aber dennoch war ich froh ihn irgendwie in dieser Form in meinem Leben zu wissen.

Gestern dann die Botschaft seinerseits er könne das so nicht mehr fühlt sich für mich wieder mal so an als würde ich eine weitere Person verlieren.

Alles was ich bisher gesagt habe stelle ich grade in Frage.
Als ich damals sagte ich hätte kapituliert, habe ich das wirklich so gefühlt, jetzt nicht mehr. Bin ich eine Lügnerin? Habe ich mir etwas eingeredet um mit der Situation besser klarzukommen, sie besser zu ertragen?

Ich möchte aus dieser schrecklichen Situation raus. Ich möchte nicht fühlen was ich fühle aber am allermeisten mag ich ihn grade im Moment nicht verlieren.

Ist das weil ich bereits in 1 Jahr 2 andere Personen verloren habe oder möchte ich doch zurück?
Möchte ich das vielleicht nur weil er jetzt (scheinbar um mich zu schützen) gesagt hat es geht so nicht weiter und wir könnten nicht mehr zusammen sein/kommen.
Hat er nur versucht mich zu triggern oder wirklich nur zu schützen?

Fragen über Fragen...mal wieder...

Bei dieser ganzen Ambivalenz fühle ich mich wie eine Verrückte, bin ich die einzige der es so geht?
Wo sind hier andere Angehörige???

Lg Hestia