Autor Thema: Jürgens Tagebuch  (Gelesen 21349 mal)

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Offline MiLu

Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #165 am: 11.12.2018 01:00:27 »
Jackson!

.... erinnere Dich!!!

Bleib jetzt mal stehen und halte fest, was Dich sichern könnte!

Wir sind da!

MiLu
.....continued.....
 

Offline amTiefpunkt

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Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #166 am: 11.12.2018 06:26:43 »
Jacky, mein Freund!

Ich hoffe für dich, dass der heutige ein wieder ein wenig besser wird als der Gestrige. Lass dich nicht treiben, du weißt was gut für dich ist, was halt gibt!

aT
Sag "JA" zum Leben!
 

Jacky1

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Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #167 am: 11.12.2018 22:50:32 »
Hallo,

ein Rezept zum backen.

Zutaten:
Wasser
Stroh
Honig
Maßlosigkeit
Arroganz
Sturheit
Narzismus
Selbstmitleid
Mitgefühl
Labilität
und Schwachsinn

Zubereitung:
Alles zu gleichen Anteilen gut verrühren und in eine menschliche Form geben.
Das ganze nun 52 Jahre in eine dunkle Kammer stellen.
Zwischendurch immer mal wieder mit Honig beträufeln.
Nach dieser Reifezeit vorsichtig aus der Form nehmen und lesen was er so schreibt.  :)

 

   
 
   
 

Blume

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Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #168 am: 12.12.2018 17:34:09 »
Lieber Jacky,

soll ich dir was verraten???

Ich mag dich sooooooooo gern ♥️

Liebe Grüße

Blume 💮
 

Jacky1

  • -
Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #169 am: 13.12.2018 00:19:43 »
Lieber Jacky,

soll ich dir was verraten???

Ich mag dich sooooooooo gern ♥️

Weil Du auch immer auf die "Gleichen" reinfällst.  :)
 

Blume

  • -
Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #170 am: 13.12.2018 05:08:22 »
Hahaha, du bleibst die Ausnahme ;)

 :-*
 

Jacky1

  • -
Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #171 am: 28.12.2018 00:02:34 »
Hallo,

....27 Stufen.

Die Spielfreiheit gewinnt immer mehr an Normalität, eigentlich nichts was irgendwie triggern könnte.
Die Karten, Walzen, Würfel oder was weiß ich sind schon lange nicht mehr ein anziehender Pol.
Das Spiel selbst, mit seinen ganzen anziehenden Eigenschaften liegt fern.

Die Sehnsucht sich dahinter zu verbergen, um vor schwierigen Dingen zu flüchten nicht spürbar.
Da habe ich mir schon andere Kuriositäten zurecht gelegt.
Eines davon ist es hier zu schreiben.

Meine Fresse, dieses Tagebuch dreht sich auch nur im Kreis.
Aber vielleicht gar nicht schlecht so, denn man muss sich entscheiden.
Auch klar, dass sich dann Standpunkte / Eckpfeiler immer wieder wiederholen.

Genau so wie damals, als ich fast täglich diese 27 Stufen hoch gerannt bin.
Und runter meist geschlichen.

Unten ist man sicher.

Liebe Grüße
     
     
 
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Jacky1

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Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #172 am: 18.02.2019 23:24:11 »
Hallo,

auch wieder einmal hier schreiben.

Irgendwann gibt man auch auf, an sich zu arbeiten und in sich weiterzukommen...wo denn auch noch hin?
Diesen goldenen Schnitt zu erreichen, ausgeglichen und in Zufriedenheit zu verweilen.
Nicht immer nur im gekreuzten Donner und Blitzschlag hin und her gerissen zu werden.
Sich durch einen Dschungel von verwirrenden Assoziationen zu mühen, der ja  (aus Erfahrung) eh nie endet.
Um letztendlich auf einem Bänkchen, in einem ruhigen Park mit zwitschernden Vögelchen zu verweilen.
Zurückblickend auf ein Leben mit unglaublichen Höhen, in den Tiefen des Erlebten.

Soweit bin ich aber noch nicht.  :)

Ich sollte es einfach einmal ausprobieren, diese Ruhe auch anzunehmen.
Alles Gut sein und mich führen lassen, im Lauf der Dinge.
Akzeptanz vor einem selbst, gelassen damit Umzugehen.

Soweit bin ich aber erst recht nicht.  :)

So gesehen alles beim Alten......und natürlich spielfrei.
Und dies sehe ich schon als erstaunlich an, es könnte mir eigentlich wurscht sein.
Ist es aber nicht und nun frage ich mich warum ?
Mal diese tragenden Hauptkomponenten, die mein näheres Umfeld betreffen (Familie,Freunde usw.)  ganz egoistisch ausgeschlossen und wirklich nur auf mich selbst bezogen...
Ich habe mehr Zeit, ja einfach nur mehr Zeit.
Lebenszeit die ich mir nicht mehr stehle, diesen einst schirr niemals endenden Alptraum im Gewirr von Karten, Symbolen, Wettscheinen....
Und darin immer tiefer zu sinken im eigenen Wohlergehen, 40 tausend mal enttäuscht zu sein, lebend sterben.
In Konzentrationslagern des Glückes und nur einer Sonne zu frönen...die niemals wärmt.
Ein Spieler schleicht nur durch sein Leben, in Windeseile.
Nun gut.

So führe ich nun weiterhin mein Leben und schon irgendwie gefühlt,als würde ich verweilen auf auf einem Bänkchen in einem Park.
Inmitten von gekreuzten Blitz- und Donnerhagel.
Sie können mir nicht mehr schaden, denn nun habe ich auch die Zeit... es zu erleben.

In diesem Sinne, nichts wirklich neues zu berichten.

Liebe Grüße 
                 

 

 
   

       
   
 
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Offline Fred

Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #173 am: 19.02.2019 08:49:47 »
In diesem Sinne, nichts wirklich neues zu berichten.

Aus meiner Sicht Stillstand seit mind. 1 Jahr

Und zwar in der Deutung: "nicht vorankommen", "nicht bewegen", "stehen bleiben", .. "gelähmt sein" ...

Ja ich war schon immer fies, aber manch einer schätzt auch ab und an meine Sichtweisen.
Der Kreis schließt sich erst wenn er vollendet ist !
 

Jacky1

  • -
Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #174 am: 19.02.2019 13:38:46 »
..... aber manch einer schätzt auch ab und an meine Sichtweisen.

So gehöre auch ich zu Deinen größten Fans...ab und an.  :)

Es geht immer irgendwie weiter, neue Türen die sich öffnen.
Und dann sitzte da im Schein der offenen Möglichkeiten.
Im Grunde nur eine Frage, Motivation!

Über die Jahre entwickelt jeder für sich selbst, diese Motivation auch zu finden.
Doch sie stets zu halten ist im Grunde nicht möglich.
Dieser schwere Karen hinter sich bremst nicht nur, sondern droht auch oft zurück zu rollen.
Den kann man nicht einfach so abhängen, man sitzt doch mitten drin und zieht sich selbst.
Die eigentliche Last ist man dadurch selbst, Bremse und Antrieb zugleich.

Ein kleiner Funke Motivation ist leicht zu bekommen, er reicht doch meistens nicht einmal um kurz zu rasten.
Gerade gut genug für gute Vorsätze und einen Hauch von Erkenntnis.
Wir kennen das ja, erleben es oft hier im Forum.

Der eingespannte Esel braucht also ein Leckerli.
Und ich freue mich wirklich, auch wieder eines von Dir bekommen zu haben.
Mehr als nur ein Hauch von Erkenntnis.....
Der Esel wandert nun weiter, egal wie schwer der Karen auch sein sollte.
Weil das eigentliche Gewicht dabei, bin ich ja nur selbst.

Sich bewegen, nicht stehen bleiben und raus aus der Lähmung.

Liebe Grüße 



           
 
   
 
 
 


« Letzte Änderung: 19.02.2019 21:31:47 von Jacky1 »
 

Offline Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #175 am: 11.12.2019 00:07:49 »
Hallo,

das letzte Kapitel.

Kennt Ihr jenes Gefühl, wenn man früher gespielt hat und nichts gewonnen, aber dennoch zufrieden?
Gesättigt an zwischenzeitlichen Gewinnen und an Glückshormonen immer noch labend. 
Jene sollten doch eigentlich schon versiegt sein, denn die Taschen waren am Ende des Tages ja leer.

Paradox, doch das Erkennen der Realität brauchte halt einige Minuten...einige tausend.
Doch was interessierte mich die Realität, solange ich mich dadurch nicht schlecht fühlte.
Aber Realitäten waren es ja gerade, die mich in jene schlimme Gefühlslage brachten.
Kein Wunder sich dann doch lieber, immer wieder in eine Traumwelt zu stürzen.

Ein "Postum Tagebuch" macht ja auch nicht wirklich Sinn.  :)

Heute:
Im Grunde habe ich mich kaum verändert, Realitäten nehme ich nun sicherlich wahr...nicht nur meine Eigenen.
Dies ist mir ein großer Vorteil geworden, Traumwelten haben dadurch keine Macht mehr.
Träume sollten nicht an ein Wunder gebunden sein, dann wären sie auch kein Zufluchtsort.
Und egal welch schlimme Tage noch so kommen sollten, wenn alles einstürzen sollte über mir.
Riesige Felsbrocken auf mich fallen, werde ich nicht wieder anfangen zu träumen...sondern die Show einfach nur genießen.

"Es gelingt mir einfach nicht mehr, mich als einen Aussenseiter zu schreiben"  :)
Und diese Tatsache freut mich wirklich.
So war es doch nie ein Traum und doch irgendwo ein Wunder....nur weil man glaubt leichten Schrittes zu laufen.
Kann es dennoch bergauf gehen.
Bis ganz nach oben, auf den Berg ohne Gipfel.

Liebe Grüße

 


 
   
 

 

 



 
           

 






   
 
 
 
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Offline Jacky1

Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #176 am: 17.01.2020 23:55:46 »
Hallo,

Krankmeldung.

mir ist es irgendwie wichtig, gar nicht einmal für mich selbst.
Gerade bin ich noch einmal zu Hause, morgen geht es wieder in die Klinik.
Lange genug habe ich dagegen angekämpft, mein ganzes Leben.
In meinem Kopf ist die Welt sehr dunkel und ich sehe sie schon längst nicht mehr.
Eine Zumutung bin ich für meine Umwelt und auch für mich selbst.
Ich entschuldige mich bei einigen hier, dass ich nie so sein und frei handeln konnte.
Jeder der sich angesprochen fühlt weiss wohl was ich meine.
Da kann man alle wegschubsen, extra böse sein und versuchen dass es keinen emotionalen Halt mehr gibt.
Sie gehen einfach nicht weg , bleiben einfach da neben mir.
Lassen mich nicht frei entscheiden endlich zu gehen und nichts mehr tragen zu müssen.
So hatte ich nie eine Chance .

Selbst jetzt gerade beobachtet man mich und ich erspare nun allen es zu schreiben, was ich sein möchte.
Ich suchte diese Gedanken mir nicht selbst aus, sie sind ein Teil von mir.
In der depressiven Phase denkt man nicht an Manie, man möchte nicht einmal das es aufhört.

Ich werde nun gezwungen dagegen anzukämpfen, sollen sie mich halt mit Medikamenten stopfen.
Ich kann nicht schreiben dass ich es hoffe, wieder alles als wertvoll zu empfinden.
Doch ich ergebe mich in fremde Hilfe, ich bin es so vielen schuldig.
Dazu gehört auch mich nicht mehr zu verstellen, kein Kasper und kein Clown nach aussen.
Wenn man innen langsam ertrinkt.

Mit der Spielsucht ist es da nicht anders.
Nur wer eines Tages den Spieler aufgibt, kann sich selbst wieder finden.
Und zwar Seite an Seite, mit dem oft drängenden Gedanken an Ihn.

Ihr lieben Menschen hier, mit oft so viel Hoffnung und Stolz...absolut zu recht.
So viel erreicht und noch so viel zu erreichen.
Packen wir es gemeinsam weiter an.

Ich bin dann mal "einige" Tage total high in Woodstock.  :)
Brav sein, alle hier...besonders Jkler  :)
Und wenn ein kleines Wunder passiert und ich mich wieder finde, komme ich zurück.
Freut Euch also nicht zu früh.

Liebe Grüße

Ende   
           
 
 

     
 

Offline Taro

Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #177 am: 18.01.2020 10:04:56 »
Moin Jacky,

ich erinnere mich an Zeiten tiefster Depression. Ich konnte mir nicht vorstellen das es irgendwann mal anders wird. Ich wußte aber sehr wohl das ich nicht zum ersten Mal so gefühlt habe und das es bei den davor liegenden male eben doch so war.

Letztlich macht ja gerade wie die Spielsucht auch Deine Depression Deine liebenswerte Persönlichkeit aus. Somit ist auch dieser Teil von Dir genau genommen Dein Freund. Oder um von mir zu sprechen meine Depression ist einer meiner besten Freunde. Sie teilt mir immer schonungslos mit wie es wirklich um mich steht.

Ich wünsche Dir gute Besserung und eine baldige bessere Zeit.

Taro
 
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Offline amTiefpunkt

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Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #178 am: 20.01.2020 07:50:09 »
Jacky,

wenn es alleine nicht mehr geht, ist die Zeit gekommen, Hilfe anzunehmen.
Zitat
Ende
Nein Jacky, nicht das Ende, nur ein Zwischenstop in Woodstock, ich werde hier auf dich warten, egal wie lange es dauert.

Komm bald zurück, mein Freund!

aT
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Offline Karo

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Re: Jürgens Tagebuch
« Antwort #179 am: 20.01.2020 22:24:55 »
Gute und schnelle Hilfe zur  Besserung wünsche ich dir Mein Freund

Mir ist es auch oft nach "aufgeben wollen" . ,  keinen Sinn und keine Hoffnung in Sicht

Aber Nein!  Das gibt's nicht...  Weiter kämpfen, um das bisschen Leben, was mir noch bleibt,  ist gefordert.
 Egal ob es sich  "lohnt"  oder nicht. Denn ein Zweites wird es so nie mehr ge en

Halt die Ohren steif und mache Du keine Dummheiten!

Liebste Grüße Karo
Ich glaube an das Gesetz der Resonanz
und Alles fängt in mir an und hört in mir auf.
 
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